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Diskutiere im Thema Gedanken zum sozialen Leben im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    Idee Gedanken zum sozialen Leben

    Hallööchen,

    Ich wollte mal was loswerden. Da viele ADSler ja Aussenseiter sind (oder waren), dachte ich mir, dass ihr vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht habt.

    Es gibt Tage (oder Phasen eines Tages), an denen bin ich sehr offen und locker und spreche mit jedem und jeder und sie auch mit mir. Dann setze ich mich in ner neuen Vorlesung zum Beispiel auch gezielt neben Leute, die ich noch nicht kenne, auch wenn sonst noch viele Plätze frei sind (und wir hier in der Schweiz ja manchmal der Meinung sind, man soll sich möglichst weit weg von Fremden aufhalten). Dann entwickeln sich oft unverbindliche Gespräche, man lacht und scherzt, und es ist eigentlich ganz angenehm.

    An anderen Tagen (bzw. Phasen eines Tages) fühle ich mich echt unwohl, in eine neue Gruppe zu kommen. Dann schaue ich (wenn wir wieder das Uni-Beispiel nehmen), dass ich möglichst früh in die Vorlesung komme, damit möglichst noch niemand da ist, damit ich nicht entscheiden muss, wohin ich mich setze. Einerseits, weil mir die Entscheidung schwer fallen würde, andererseits, weil ich mir ständig überlege: WILL MEIN NACHBAR DAS ÜBERHAUPT, dass ich mich neben ihn setze???
    So überlasse ich Letzteres eben denen, die nach mir in den Raum kommen.

    Und dann geschieht meist das, wovor ich Angst habe: Es setzt sich niemand neben mich. Auch wenn sich der Saal langsam füllt: meist bilden sich in den anderen Platzreihen zusammenhängende Grüppchen, auch wenn sich die Leute offenbar nicht kennen. Nur neben mir werden die Plätze erst dann besetzt, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt.

    Ich hasse diese Momente, denn es ist mir immer sehr peinlich und ich frage mich: Warum?? Ich denke nicht, dass ich SOOOOOOOO hässlich bin, mein Kleiderstil ist vielleicht nicht grad die neuste Mode und ab und zu was Eigenes, aber ich finde es ganz ok, und stinken tue ich auch nicht.
    Schrecke ich mit meiner Angst automatisch die Leute ab?

    Oder habe ich sonst eine Aura, die den anderen signalisiert, dass ich irgendwie nicht zu ihnen gehöre?

    Denn auch im Tram zum Beispiel: Sehr oft fühle ich mich als Zuschauer eines Films, der sich vor mir abspielt. Und natürlich können mich die Schauspieler nicht sehen. Aber während ich diesen "Film" schaue, fühle ich mich so fremd, dass ich denke, ich kann mich in richtige Filme oft besser hineinfühlen.

    Bewirkt diese Fremdheit, die man empfindet, dass man selbst so angesehen wird? Als würde man damit ausstrahlen, dass man tatsächlich nicht dazu gehört?

    Oder hängt es mit dem manchmal "ernsten" Gesichtsausdruck zusammen, der in einem anderen Thread ja so schön beschrieben wird, dass sich Leute nicht neben mich setzen und so tun, als würde ich nicht existieren?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    ich habe auf jeden Fall eine soziale phobie, die sich im laufe der ganzen jahre entwickelt und gehalten hat
    das liegt zum grossen teil daran das ich bis vor neun monaten noch nicht wusste dass ich eine adhs störung habe und dachte das blöde gefühl sei eine psychische störung dabei ist es (ich nenne es brain overflow) damit dies einen namen für mich hat aber es ist meine stressuntaugliche wahrnehmung

    daher kenne ich nur zu gut die sache mit dem wo hinsetzen. cih bin mir fast sicher das ich eine ausstrahlung habe die vielleicht
    ein ungutes gefühl oder unsicherheit vermittelt. deswegen ist es für mich genauso blöde nicht zu wissen wo ich mich setzen kann.

    ich versuche in der letzten zeit mich mehr einzubringen und offener zu sein und auch nähe zuzulassen. das ist für mich sehr sehr schwer ich habe das eigentlich noch nie gekonnt.

    Vielleicht habt ihr anregungen oder eine strategie wie ihr damit umgeht

    gruss an alle , peter

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 180

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    HI

    hm.... gute frage Warum??

    Also ich kenne das auch, gut mich stört es nicht mehr weil ich mich schon irgendwie daran gewöhnt habe das es so ist :-)

    Ich kann natürlich nicht sagen wie du auf die menschen wircken magst, deshalb beziehe ich das alles auf mich! ich weis das ich durch meine art wie ich bin wie ich die menschen anschaue immer sehr fremd wircke (( ich denke bei mir liegt es an diesem verträumten))

    Ich glaube das es wichtig ist das du versuchst das nicht auf dich zu beziehen ;-) vielleicht liegt es ja garnicht an dir :-)
    Ich dachte auch immer es läge an meiner person an dem wie ich bin, bis mir dann aufgefallen ist das mich die meisten leute kaum sehen, meine Hyperaktive seite ist mehr nach innen gekert somit wird mir oft gesagt: " WOW ich habe noch nie einen menschen geshen der so ruhig ist, so ausgeglichen in jeder situation " und dadurch werde ich kaum wahrgenommen,

    :-) ich glaube ich sollte dedektiv oder spion werden ;-)

    Tatsächlich bin ich das eigentlich nie nur die menschen denken das immer, weil ich das Unruhige einfach nur gut verbergen kann ;-)

    Und das mit der Angst denke ich könnte möglich sein, da die menschen das vielleicht ((nicht mal bewusst)) spüren!

    Das mit dem nicht dazu gehören ist auch leider so eine sache die ich total blöd finde :-(
    Musst du denn dazu gehören?
    Wen du nicht dazu gehörst bist du doch auch immer irgendwie was besonderes, weil du dann einzigartig bist :-)

    Ich weis nicht ob dir diese antwort irgendwas bringt, ich habe einfach geschrieben was mir als erstes eingefallen ist ;-)

    Lieben gruß

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    Hey Damon,

    Nein, natürlich muss ich nicht dazugehören, will ich auch nicht (immer). Sonst hätte ich wohl auch kein ADHS.
    Aber wenn ich solche Dinge persönlich nehme, also auf mich beziehe, dann vergesse ich das halt hin und wieder.

    Und ich meinte eher, ob es als Grund für mein Allein-gelassen-werden in Frage kommt.

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    Ich persönlich kenne das nicht unbedingt. Ich bin eigentlich immer offen und für ein kleines Gespräch zu haben. Da ich recht "eigen" aussehe, wirke ich entweder gruselig oder sympathisch (siehe Foto in meiner Galerie). Je nach Person. Allerdings mach ich mir auch ab und an sehr viele Gedanken. Wobei ich hier noch kein klares Muster erkennen konnte, wann genau. Denn meistens führ ich mich mit meinen 25 Jahren wie ein kleines Kind auf - da ist es mir egal, was man von mir denkt. Aber dann gibt es wieder Momente, wo ich mir sorgen mache, ob man mich denn überhaupt mag.

    Freundschaften an sich hab ich leider nur eine, weswegen ich auch über dein Thread gestolpert bin: Wollte gucken, wie es da anderen so mit geht. Das liegt daran, dass ich diese Art von zwischenmenschlicher Beziehung auf einer sehr oberflächlichen Ebene halte.Dadurch kann ich anderen Menschen Fehler erlauben, da ich sonst mich nicht mehr von mir aus melden würde. Sollte jedoch dann mal etwas zu einer Art Freundschaft werden, muss ich aufpassen, dass ich nicht alles auf die Goldwaage lege und eben Fehler toleriere. Normalerweise bin ich echt nicht so, aber wenn ich mal ein klein wenig egoistisches Verhalten bei jemand feststelle oder sehe, dass man sich nicht auf wen Verlassen kann, dann ergreife ich instinktiv die Flucht.

    Naja - da ich so offen bin und mit jedem rede, wurde ich z.B. schon in zwei verschiedenen Klassen zum Klassensprecher gewählt. Freunde fand ich aber trotzdem nicht. Nicht einmal jene, mit denen ich momentan ab und an in einem Bandproberaum musiziere oder Spiele spiele würde ich zu meinen Freunden zählen.

    Und um zum Schluss noch auf deines zurück zu kommen: Diese Grüppchen Bildung kenne ich nur zu gut. Egal ob im Studium oder jetzt in meiner Klasse. Es bilden sich Gruppen: 2er, 3er, 4er oder gar 6er Gruppen. Man ist in jeder Gruppe vielleicht willkommen, aber man gehört nie dazu. Man wird nie gefragt, ob man Abends mal mit weggehen mag oder nach der Schule/Uni ein Kaffee trinken mag. Erstaunlicherweise fragen die sich auch gar nicht untereinander. Ich begleitete mal extra eine Gruppe von Anfang des Semester an, um "dazu zu gehören". Nach der Uni ging jeder für sich Heim. Am nächsten Tag unterhielten sie sich über ihr nettes Treffen und dass sie sich freuen würden, wenn sie das mal wieder machen könnten oO.

    Es ist auch immer ein seltsames Gefühl für mich, wenn mir Gruppen von Mitschülern auf den Gängen entgegen kommen und mich nach einem Mitschüler aus ihrer Gruppe fragen, wo der sein könnte und ich ganz genau weiß, dass keine einzige Gruppe oder Person je nach mir fragen würde - zumindest nicht als Bekannter/Freund (wenn dann eher als Klassensprecher).

    Von daher fühle ich mit dir. Hast du denn allgemein wenigstens Freund? Ein oder zwei?

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    Hallo,

    Ja, ich habe schon einige Freunde.
    Es ist auch nicht so, dass ich immer alleine bin ,wie ich ja schon geschriebe habe, kann ich auch sehr kommunikativ sein.

    Aber ob ich gerade sehr kommunikativ oder sehr schüchtern und zurückhaltend bin, wechselt so schnell wie meine Stimmung (und ich habe ziemlich starke Stimmungsschwankungen).
    Manchmal kommt es mir echt so vor, als hätte ich (mind.) zwei Persönlichkeiten. ;-)

    Was mir noch eingefallen ist:
    Letzthin hatte meine Schwester Geburststag, sie ging mit Freunden essen und wollte, dass ich auch komme.
    Ich kannte (fast) alle ihrer Freunde, die kamen, aber eben nur so vom Sehen, also einfach Bekannte. Darunter waren einige Ex-Klassenkameradinnen meiner Schwester, die dieselbe Kanti besucht hatte wie ich und im gleichen Jahr wie ich fertig war. Diese kannten mich also.... in einem ganz bestimmten Kontext.
    Die Zeiten, zu denen ich in der Schule richtig fertig gemacht wurde und keine Freunde hatte, waren damals vorbei, aber ich war dennoch noch eine Aussenseiterin.Und das wissen halt auch diese Freundinnen meiner Schwester.

    Nun war es mir erstens höchst unangenehm, anzunehmen, dass sie gleich wieder die "Aussenseiterin" assoziieren würden, wenn sie mich sehen. Denn sonst wissen sie sehr wenig über mich.
    Ausserdem habe ich Angst davor, auf so viele Menschen treffen, die mich "vom Sehen her kennen", aber sonst nichts mit mir gemein haben - denn ich fürchte immer, dass eine Momentaufnahme von mir bei ihnen hängen geblieben ist, die nicht gerrade glorreich ist, aber auch nicht alles über mich aussagt. So "halbfremde" Leute finde ich einfach die gefährlichsten, genauso wie Halbwissen, weil es extrem viel Raum für Vorurteile und Interpetationen bietet. Zudem (oder deswegen?) fühle ich mich von ihnen immer in eine bestimmte Rolle eingequetscht, was mir gar nicht gefällt.

    Da habe ich dann schon lieber eine Gruppe ganz neuer Leute, die ich noch nie gesehen habe und die kein Bild von mir haben können ausser dem Ersteindruck.

    Meine Schwester musste mich also richtig überzeugen (ich hatte echt ne Krise geschoben), dass ich zu ihrem Geburtstagsessen komme, nur weil ich mir solche Komplexe mache-....... irgendwie beschämend, aber es ist nun halt mal so.

    Ist dann aber auch ganz gut gegangen...^^

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    Oh, das verstehe ich bestens.
    Leute, die einen mit bestimmten Charakterzügen kennengelernt haben und seither keine Chance hatten festzustellen, was sich alles geändert hat - mit denen zusammenzukommen, ist peinlich.

    Mein Problem ist nur, dass das auch alte Freunde betrifft: Bei vielen meiner Freunde aus der Schulzeit (und so viele Freunde habe ich eigentlich gar nicht) ist es mir ziemlich peinlich, mich zu melden. Denn einerseits habe ich meine "schlechten Eigenschaften" (verpeilt sein => Geburtstage oder ähnliche Feiern vergessen, Details vergessen => welche Allergien hatte die nochmal? was kann ich jetzt alles in den Kuchen reintun?, Geburtstagsgeschenke erst in letzter Minute fertigkriegen oder gar keine bringen wg. Entscheidungsschwierigkeiten/Unsicherheitsgefühl bei der Entscheidung, Schulsachen wie Lineal oder Spitzer vergessen => ausborgen müssen) größtenteils behalten, aber leider sind meine "guten Eigenschaften" (Kreativität => irgendwelche ausgefallenen Basteleien o.ä., Spontanität => Überraschungen oder kurzfristige Treffen,...) auf der Strecke geblieben: Ich hab so Komplexe wegen meines "Andersseins" gekriegt, dass ich gar nicht mehr wahrnehmen konnte, dass meine "guten Eigenschaften" von meinen Freunden geschätzt werden. Ich ruf schon lang nicht mehr um Mitternacht an, um als allererste mit einem Lied zum Geburtstag zu gratulieren oder klopf für nächtliche Spritztouren an Fenster. Auch wenn sich einige sicher noch "an die guten Zeiten" erinnern und ihnen solch eine Abwechslung vom Alltag mal ganz gelegen käme

    Jedenfalls halte ich kaum mehr aktiv Kontakt mit meinen Freunden von früher, da ich es irgendwie nicht über mich bringe, ihnen zu sagen: "Hey, Leute, meine Aktionen damals hatten einen Grund: ich habe ADS!" Genausowenig finde ich einen Weg, zu gemeinsamen Aktivitäten - sei es Billardspielen, Puzzlen oder tanzen gehen - zu kommen, ohne mit ihnen aktiv über mein Verhalten zu sprechen. Ich habe irgendwie immer und überall das Gefühl, sie würden mich als "nicht normal" empfinden und hätten deswegen ihre Umgangsstrategien mit mir gefunden - ohne diese mit mir abzusprechen -, während ich nicht weiß, wie ich auf sie zugehen soll... Ich habe mich sicher seit damals geändert, aber ich glaube, ich kenne mich noch viel zu wenig, um mich ihnen quasi "neu vorzustellen"... Daher vermeide ich es, mich bei ihnen aktiv zu melden...

    Und nochmal zur Ausgangsfrage des Threads zurück:
    Ich kenne beide Situationen. Sowohl leicht auf fremde Leute zuzugehen und sie kennenlernen zu wollen, als auch mich total unsicher zu fühlen und sie lieber zu meiden. Auf Feiern zu gehen, zu denen viele unbekannte Leute kommen, ist für mich eine Riesenqual, zumal ich dann eher in der Ecke sitze und mir meiner Außenseiterrolle perfekt bewusst bin und in meinem Kopf die Platte abläuft: "Was soll ich jetzt tun? Soll ich jemanden ansprechen? Soll ich heimgehen?" und ich vor lauter Unsicherheit gar nicht dazu komme, meinen Platz in der Gruppe zu finden. Daher bin ich total dankbar, wenn jemand irgendwelche Gruppenspiele o.ä. organisiert und es nicht auf Einzelgespräche ankommt...
    (Vor ein paar Tagen hatte meine Freundin Junggesellinnenabschied. Ich kannte zwei der Mädels vom Einmal-Sehen, den Rest überhaupt nicht. Vor Unsicherheit kam ich dann eine Stunde später, aber immerhin konnte ich mich überhaupt überwinden! Glücklicherweise war dann ein Mädel da, die ein Quiz aufgezogen hatte, womit wir die ganze Zeit verbrachten. So fühlte ich mich dann glücklicherweise in die Gruppe integriert Aber mit meiner Freundin hätte ich NIE über meine Ängste diesbezüglich gesprochen...Schließlich darf ich ihr ja auch nicht wegen meiner Empfindlichkeiten und Unsicherheiten die Feier verderben )


    An anderen Tagen allerdings, wenn ich mich seelisch im Gleichgewicht fühle (oder ich aber Oberwasser habe), bin ich sehr neugierig und interessiert an anderen Menschen. (so wie jetzt

    Hm Über diese Gegensätze und ihre Ursachen muss ich mal um eine vernünftigere Uhrzeit nachdenken

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 180

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    Hi, Jetztaber :-)

    ich habe das vielleicht etwas blöd formuliert ;-)

    ich hatte den gedanken im kopf wenn man nicht umbedingt dazu gehören will, das man das signaliesiert ( letztenendes das man signaliesiert es ist okay wenn ich dazu gehöre, wenn nicht ist das auch okay )
    bei mir ist es so das ich gerne menschen kennen lerne, aber ich weis irgendwie das ich meistens einfach nicht soganz dazu passe und ich glaube das ich das auch so signaliesiere! nicht absichtlich aber das könnte ich mir vorstellen :-)
    Ich weis nicht ob man versteht was ich meine, ich weis nur leider nicht wie ich sonst schreiben soll ;-)

    Letztenendes ist es ja meistens so das menschen mit ADS nicht so ganz dazu passen, ich glaube das liegt viel mit daran, das sie die welt teilweise mit anderen augen betrachten wie (der normale durchschnitts mensch)
    mir wird oft gesagt, das es meine denkweise ist, ich sehe die dinge manchemal ehr mit viel Fantasie und so, ich denke das man das merkt ;-)

    Und die ADS-ler die ich kenne sind genau so sie haben sozusagen ihren eigenden weg, durchs leben zu gehen( nicht schlechter oder so nur auf grund der ganzen probleme, müssen sie anders mit gewissen dingen umgehen)

    Ich denke das dieses gefühl anders zu sein damit zu tun hat, das man auf eine andere art und weise die welt betrachtet! Und vielleicht merken ander menschen das oder so....?


    Das du dich unwohl und so gefühlt hast bei dem wieder treffen mit den bekannten von den du geschrieben hast, kann ich gut nachvollziehen :-)
    Aber das ist ja auch verständlich, wie du schon sagtest, das sie dich wieder mit dem bild (aussenseiterin) assoziieren!
    Da kommt dann das was du geschrieben hast mit vorurteile, halbwissen, assoziieren (von früher) und so weiter, also ich bemühe mich all diese dinge nie zu machen und meisten gelingt es mir und wen nicht bin ich aber bereit, meine ansichten gerne zu ändern, weil ich kann ja nichts beurteilen was ich eigentlich nicht kenne, nur glaube ich das das nicht viele menschen so machn, auch wenn sie es sagen( sind meine erfahrungen mit sowas)

    Aber in solchen situationen ist es gut wen man versucht sich zu sagen, das man nicht mehr der mensch von damals ist und das kann man dann gegebenen falls auch zeigen ;-)

    Nur damit du es weist ich bin bei allem was du geschrieben hast genau wie du!!!es ist leicht jemanden was dazu zu sagen, aber wenn man selber in der situation ist, ist das wieder was ganz anderes :-)

    Nun denn Lieben Gruß

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    Hallo jetzaber,
    Die Antwort richtet sich auf deinen Thread, aber ich hangle mich mal an einem anderen ZItat entlang, weil mir das grad leichter fällt. Ich kann dich jedenfalls bestens verstehen, weil diese Gedanken bei mir auch eine sehr große Rolle spielen!

    Damon 1987 schreibt:
    Ich glaube das es wichtig ist das du versuchst das nicht auf dich zu beziehen ;-) vielleicht liegt es ja garnicht an dir :-)
    Ich dachte auch immer es läge an meiner person an dem wie ich bin, bis mir dann aufgefallen ist das mich die meisten leute kaum sehen, meine Hyperaktive seite ist mehr nach innen gekert somit wird mir oft gesagt: " WOW ich habe noch nie einen menschen geshen der so ruhig ist, so ausgeglichen in jeder situation " und dadurch werde ich kaum wahrgenommen,
    Oh mensch, genau so geht es mir auch ständig. In mir tobt es, die Unruhe empfinde ich so intensiv, dass ich denke, jeder um mich rum müsste mir das sofort ansehen und dann kommen solche Kommentare! Ein Beispiel: Vor einer mündilichen Prüfung fühlte ich mich als müsste ich gleich sterben, weil ein Wirbelsturm der Gefühle und Gedanken in mir umherwirbelte. Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen, war schweißgebadet und zitterte. Die STudentin, die vor mir drankam saß noch da und verwickelte mich in ein Gespräch. Ich konnte nur auf Autopilot antworten. Und was sagt mein Gegenüber? "Man ich bin so aufgeregt, ich glaub ich fall durch." Als ich sagte ich sei auch total aufgeregt, erwiderte sie: "Du siehst so ruhig aus, wirkst so gelassen, man sieht dir das gar nicht an." Tja Ergebnis der Prüfung war, dass die Studentin (die ja so aufgeregt war) vor mir ne 1,0 bekam und ich ne 2,3 (was nicht an meinem Wissen lag).


    Und das mit der Angst denke ich könnte möglich sein, da die menschen das vielleicht ((nicht mal bewusst)) spüren!
    Ich weiß nicht ob es die Angst an sich ist, die die Leute spüren. Es ist vielleicht eher die Körperhaltung und die Mimik, die andere nicht gerade einladen, sich neben einen zu setzen. Ich glaube man drückt dadurch aus, dass man irgendwie lieber alleine wäre, auch wenn man es eigentlich doch nicht möchte. Bei mir ist das auch immer so ein zwiespältiges Gefühl. Einerseits möchte ich dass die Leute sich neben mich setzen, andererseits möchte ich auch schnell das Weite suchen können, wenn ich mich unwohl fühle. DAs ungute, negative GEfühl überwiegt bei mir häufig, und das strahle ich wohl aus.

    Ich habe auch eine Soziale Phobie (die bei mir schon viel früher diagnostiziert wurde als die ADS). Die negativen Bewertungen von Situationen gehören bei mir zum Standardrepertoire und beeinflussen massiv mein Verhalten. Häufig denke ich auch, dass niemand sich zu mir setzen möchte, weil ich vielleicht abstoßend oder langweilig oder unauffällig bin. Unauffällig verhalte ich mich wahrscheinlich schon, aber ich denke es ist auch viel (unbewusste) Interpretation.

    Situationen in Vorlesungen kenne ich nur zu gut. Ich bin auch meistens schon ganz früh dagewesen um den anderen "die Entscheidung" zu überlassen, wo sie sich hinsetzen. Und da habe ich natürlich genügend Zeit um alles mögliche in die Sitzwahl anderer Studenten reinzuinterpretieren, da ich ja von vornherein damit rechne, dass sich keiner zu mir setzt. Wahrscheinlich ist es einfach so, dass manche einen relativ festen "Stammplatz" haben, andere treffen sich dort mit Kommilitonen und die sitzen halt auch oft an ähnlicher Stelle. Wieder andere möchten ungern gestört werden und setzen sich daher nach vorne (ich eher nach hinten, weil mich die Menge und das Geschnatter der Studenten unruhig macht). Die restlichen setzen sich vielleicht zufällig an einen anderen Platz der noch frei ist. Und mal ganz ehrlich: spätestens wenn der Raum zu 80 % gefüllt ist, setzt sich auch jemand neben mich.

    Mir bereitet es eher Probleme, wenn eine Gruppe von Leuten schon im Saal sitzt, von denen ich einige kenne, die aber untereinander richtig befreundet sind und ständig zusammenhängen. In solchen Konstellationen möchte ich mich sehr gerne woanders hinsetzen, da ich nicht mitkriegen möchte, wie gut die sich alle kennen. Meist setze ich mich aber trotzdem dazu, weil ich mich sonst ja selbst ins Abseits katapultiere. Egal wie ich mich entscheide, als Außenseiter fühle ich mich so oder so. Leichter wird es erst, wenn ich überhaupt niemanden kenne oder jemand dabei ist, mit dem ich befreundet bin.

    Musst du denn dazu gehören?
    Wen du nicht dazu gehörst bist du doch auch immer irgendwie was besonderes, weil du dann einzigartig bist :-)
    Wirklich blöd, dass man so abhängig von den Reaktionen der anderen ist. Aber wie soll man das einfach abstellen. EInzigartig sein fühlt sich in diesen Fällen leider wirklich nicht so schön an. Bei mir hat das dann über kurz oder lang dazu geführt, dass ich nicht mehr in die Vorlesungen gegangen bin. Bin ich geblieben schwirrte mein Kopf leider auch ständig um Fragen wie jetztaber sie sich auch stellt . Ich glaube die Kombination ADHS und Soziale Phobie ist ganz übel. Andererseits hält sie einen ADHSler auch manches mal von impulsiven REaktionen ab, die man später bereuen könnte (um mal was positives daran zu sehen...)

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Gedanken zum sozialen Leben

    Ja, jetzaber, das mit den verschiedenen "Persönlichkeiten kenne ich leider auch zu gut. Dieses ständige HIn und Her macht einen wahnsinnig. Alles schwingt mit um, die Laune, die Gedanken, die Gefühle, alles was einen als Person wichtig ist...dann ist das plötzlich nicht mehr "vorhanden" und ganz andere Dinge sind im Vordergrund. Alles was man vorher empfunden und wie man sich selbt eingeschätzt hat ist wie weggeblasen. Das ist auch ein wichtiger Grund warum die Kommunikation mit anderen bei mir manchmal besser und manchmal gar nicht funktioniert. Ich erzähle manchmal ganz eifrig irgendwas, von einer tollen neuen Idee oder einer Sache, die mir ganz besonders wichtig erscheint. Einige Zeit später "nagelt" mit mein Zuhörer darauf fest und ich kann teilweise gar nicht mehr verstehen, warum ich das vorher so gesehen und gesagt habe....

    Um Freundschaften zu festigen bzw. das Vertrauen in Menschen aufzubauen, benötige ich immer sehr lange. Ich glaube das hat auch mit der Unbeständigkeit zu tun. Was heute wichtig ist, kann morgen schon unwichtig sein. Leute verstehen das oft nicht, so ist es schwer auf einer gemeinsamen Grundlage aufbauend mitanander zu kommunizieren und nicht an anderen vorbeizureden. Oft fällt mir gar nichts ein was ich mit anderen reden könnte. Ich mache mir einfach immer GEdanken wie die Person mich sieht und was mich mit ihr verbindet, das Bestand hat. NUr bei sehr wenigen Menschen schaffe ich es, eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Vertrauen ist mir ganz wichtig, weil ich nur so relativ sicher sein kann, dass mich der andere nicht schräg ansieht, total verwirrt ist und mir meine STimmungs- und Gedankensprünge nachzusehen kann.

    Meine Frau hat das ein oder andere Mal gesagt, dass sie mich bei einer wichtigen Planung beim Wort genommen hat und als sich meine Meinung (oder momentane EInstellung) verändert hatte, hat sie mir dann vorgeworfen, dass ich ihr in den Rücken gefallen bin oder sie sich nicht auf mich verlassen kann. Das belastet mich sehr, mach mir dann schreckliche Vorwürfe. Wenn ich mal an etwas festhalten könnte, würde das vieles leichter machen

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