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Diskutiere im Thema Warum immer alles Schwarz sehen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Spannende Beiträge, als ganz egozentrisch-wertend aus Auri-Perspektive.

    @conscience: Zu deinem letzten Beitrag hätte ich über große Teile meines Erwachsenenlebens sofort genickt und mein eigenes Denken darin wiedergefunden. Hat sich inzwischen verändert, aber nicht im Sinne von "jetzt halte ich es für falsch" sondern eher in Richtung: ich brauche viel mehr andere zusätzliche Dinge um es je nach Situation für mich in irgendeinem Sinne passend, unpassend oder irgendwo dazwischen finden zu können.

    @WdD: ich bin auch nicht mit allem einverstanden was im Link zu lesen ist oder andere Autoren dazu zusammenbasteln. Meist sammle ich mir nur das heraus was ich für mich selbst gerade interessant oder anwendbar finde und ignoriere das was ich nicht akzeptieren mag oder nicht gut finde.

    Glück als Zielstellung wäre mir persönlich zu weltfremd. Ich bin aber auch untauglich was konsequentes Anhängertum angeht, dafür müsste ich ja langfristig bei einer Sache bleiben...
    Ich gehe gern davon aus, dass auch Glück nur eine Schublade ist, die jeder für sich selbst definieren sollte. Momentan würde es für mich z.B. Glück bedeuten wenn ich am Ende meines Lebens das Gefühl hätte, ein erfüllendes Leben gehabt zu haben. Woraus das genau bestanden haben sollte, wechselt bei mir je nach aktueller Gemütslage.

    Wenn mein Ekel mich vor Pestbetroffenen warnt oder ich verunsichert bin weil der sich nähernde Mensch verdächtig nach Säbelzahntiger mit Magenknurren aussieht dann finde ich beides wahnsinnig nützlich. *g*
    Wenn ich aber erkennen kann, das es gerade keine akute Lebensgefahr zu geben scheint, versuche ich lieber innerlich den Fuß vom Gas zu nehmen und nicht so zu reagieren wie im Neandertal noch üblich. Klappt nicht immer, aber ich arbeite daran...

    @Exxio: weils so schön zu deinem Beitrag passt, hier mal meine - ziemlich wertende - erste Reaktion (heimlich in meinem Kopf) auf Stefanus' Eingangs-Post: Oha, entweder ist der sehr mutig oder sehr naiv....



    Mutig weil ich lebenslang miterlebt habe, dass Andersdenkende sich sehr schnell im Abseits wiederfinden und weil ich dies ganz besonders immer dann erlebe wenn es um Positiv-Denker geht, die von Nicht-Positiv-Denkern 'umzingelt' sind.

    Naiv weil ich spontan den - wenig offenen und sehr abwertenden - Eindruck hatte, es könnte sich bei ihm um einen Anhänger der "Positives Denken löst alle Probleme"-Welle handeln würde. Der ich extrem kritisch gegenüber stehe. Denn für mich verleiten gerade die Bestseller in diesem Bereich oft dazu, nicht nur nach positivem Dingen im eigenen Leben suchen zu wollen, sondern - wie hier ja auch schon mehrfach von Anderen angesprochen - daneben die vorhandenen negativen Dinge für selbst verschuldet bzw. selbst zu etwas Negativem gemacht zu haben.

    Eigene böse Erfahrung damit: Statt mit wiederkehrenden depressiven Verstimmungen und anderen Belastungen nach fachlicher Unterstützung zu suchen, habe ich Positives Denken ausprobiert, nach Anleitungen aus Weltbestsellern die wohl Millionen Menschen glücklicher, erfolgreicher, erfüllter gemacht haben sollten. Hat ein paarmal funktioniert. Dann kam der große Rückschlag, denn die Ursachen meiner Belastungen - traumatische Erfahrungen - ließen sich durch Umformulieren nicht wegheilen, d.h. ich habe kurzfristig Symptome unterdrückt, dann kamen die schwarzen Löcher wieder.
    Dann noch akut verschlimmert weil ich diesmal ja "selbst schuld" war, wieder negatives Zeug gedacht hatte, statt artig und konsequent positives Denken beizubehalten.

    Ein dickes und sehr ernstgemeintes Sorry an den Themenstarter, denn ich hätte ja einfach mal nachfragen können, wie du zu deiner Einstellung gekommen bist, bevor ich dich in eine Schublade quetsche nur weil die bei mir damals perfekt gepasst hätte!

    Mitdiskutiert habe ich dann erst als ich den Eindruck bekommen habe, dass viele hier eine gleiche Schublade benutzt haben und ich zudem das Gefühl bekommen habe, dass zuviel in diese Schublade mit hineingepackt wird, was diese Schublade - aus meiner Sicht - zur Denkfalle und einem massiven Hindernis für gegenseitiges Verstehen macht.

    In meiner Vorstellungwelt:

    Realismus hat keine Wertung, weder positiv noch negativ. Erst für jeden Einzelnen wird aus real vorhandenen Gegebenheiten gemäß seiner persönlichen Erfahrungswelt dann eben gewertet und diese Wertung als realistisch und handlungsweisend übersetzt.

    Pessimismus - wie ich ihn an mir selbst und Nahestehenden - erlebt habe: die eigene Wertung fällt entweder negativ aus oder wird unter dem Aspekt potentiell vorhandener negativer Effekte betrachtet. Für mich lange Zeit eine Art Sicherheitsnetz das mir als der wirklichkeitsnaheste, bestmögliche und beschützendste Umgang mit meinem Leben erschienen ist. Und das hat auch funktioniert! Egal welche potentielle Gefahr es gab, ich war immer die Erste oder eine der Ersten die sie erkannt hat. Einige extrem negative Erlebnisse aus der Zeit vor dieser Einstellung hätte ich mit diesem Verhalten sicher nicht erlebt oder zumindest halbwegs abwenden können.

    Trotzdem ging es mir dabei durchgängig viel schlechter als in der Zeit davor, in der ich erst negative Gefühle bekommen hatte, wenn tatsächlich eine negative Erfahrung eingetreten ist. Auf Vorfreude, Hoffnungen, bunte neue Pläne, Wünsche, Idealvorstellungen zu verzichten, um deren scheitern nicht erleben zu müssen, war für mich ein schlechter Tausch. Mir z.B. wochenlange Vorfreude wegzunehmen nur weil ich mich dann evtl. 'umsonst gefreut' haben könnte, hat mich nicht vor negativen Gefühlen beschützt, sondern sie mich als täglichen Begleiter im Alltag übermächtig werden lassen. Sehe ich heute - ausschließlich für mich selbst und wie ich bei mir damit umgegangen bin - als total weltfremd, selbstverleugnend und lebensfeindlich an.

    Optimismus - wie ich ihn erlebe - lässt mich auf das gucken was real da ist, wie es sich auf mein Leben auswirken kann und was ich tun kann um für mich auf bestmögliche Art damit zurecht zu kommen.

    Positives Denken - sehe ich überwiegend als Hilfsmittel an, wenn ich nicht versuche meine Realität zu verbiegen bis sie in diese Richtung gequetscht werden kann.

    Adhs ist für mich immer mal etwas aus allen Richtungen. Vielleicht weil ich zu oft zuviel in eine einzige Schublade quetschen wollte und das nie wirklich gepasst hat, meist eher hinderlich gewesen ist.

    Von mir viel gehasstes Sprichwort: "Unter den Blinden ist der Einäugige König"
    Für mich wäre der Blinde nicht König sondern Krüppel. Weil die für Blinde wichtigen anderen Sinne bei ihm - denke ich - viel schlechter ausgeprägt sein werden. Und weil niemand da ist, der ihm beibringt, dass er mit seiner Sehfähigkeit eine mögliche Gabe bekommen hat, die die weniger ausgeprägten Sinne ausgleichen kann.

    Keine Ahnung ob Adhs als Einäugigkeit gesehen werden könnte. Hängt wohl davon ab wieviel negativen Einfluss das Defizit bei anderen Sinneswahrnehmungen individuell gehabt hat und weiterhin haben wird. Und ob vorhandene Sehfähigkeiten erkannt, genutzt werden können. (Und ob sie vielleicht in extremer Kurzsichtigkeit oder Adlerblick bestehen

    So lange ich nicht danach suche ob irgendwo so ein Augen-Teil bei mir vorhanden sein könnte, werde ich es aber sicher nicht nutzen können. Vielleicht bei anderen nicht so, aber wenn ich pessimistisch drauf bin, dann suche ich nicht an möglichen Goodies bei mir und schon garnicht in den Bereichen von mir, die ich als "total negativ" wegsortiert habe.

    Edit: wenn der Krieg denn wirklich noch nicht vorbei sein sollte, würde ich weder Kunst- noch Echtledergürtel essen wollen, käme beides wieder raus *g*. Da wäre ich dann eher optimistischer Neandertaler und würde angreifende Krieger nach dem Meucheln auf mögliche Proviantpäckchen fleddern wollen....
    Geändert von auri ( 2.10.2012 um 18:12 Uhr)

  2. #72
    Stefanus

    Gast

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Zudem was ich vorab gelesen habe:

    - Dieser Thread ist nicht dazu da ADHS schönzureden sondern die positiven Facetten aufleuchten zu lassen, es spielt dabei keine Rolle wie hoch der Anteil der negativen ist. Auch wenn es nur eine positve Facette ist, so ist es eine Facette die man bestärken kann.

    - Realismus ist schön und gut. Nur was soll Realität sein? Ist es das, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen oder das was um uns tatsächlich ist? Wäre dass dann nicht vielmehr eine philosophische Frage "was ist Realität"? Die Realität die uns am wichtigsten, unseren Emotionen und unserem "Ich" am wichtigsten ist, das ist die selbsterbaute Realität. Sie kommt durch unsere gefilterte Warhnehmung zu uns durch und lässt uns daraus zu bestimmten Emotionen kommen. Schlussendlich folgt hiervon, dass wir an unsere Wahrnehmung arbeiten können um positve Emotionen zu erhalten. Ob das eine Verzerrung ist, oder was auch immer, ist wieder mal nur etwas was der Mensch für sich als Wort ausdrückt und damit viel zu viel assoziiert.

  3. #73
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Spätestens seit ich den Film Matrix gesehen habe, bin ich durchaus geneigt immer mal wieder Gedankenspiele darüber zu betreiben was wohl von dem was ich als reale Welt in meinem Alltag erlebe tatsächlich vorhanden ist und was nicht.

    Doch was ich hier im Thread bislang über meine Vorstellungen von Realismus geschrieben habe, ist weit ab von der Suche nach Definitionen in höherem Sinne. Ich beziehe mich auf das was ich brauche um im Alltag handlungsfähig zu sein. Wenn ich z.B. auf der Straße einen Hund sehe, dann ist der für mich real vorhanden. Könnte eine Katze mit Identitätsproblemen sein oder ganz was anderes. Aber damit käme ich nicht weiter. Ich sehe einen Hund, vielleicht tun das die meisten Leute rundherum auch. Wäre für mich das was real vorhanden ist. Und natürlich werte ich auch sofort!
    Ich mag Hunde, also neutral bis positiv, je nachdem ob der Hund mich gerade interessiert oder ich an tausend andere Dinge denke usw.
    Für jemanden mit Angst vor Hunden könnte der Anblick des Hundes negative Gefühle auslösen.
    Für jemanden der wegen Hunde-Phobie in Behandlung ist und das dann als gute Übungssituation für entspannteren Umgang bei Hundebegegnungen wertet, könnte vielleicht sowohl negative Wertung als auch Optimismus zutreffen, weil er hofft nun eine positive Lernerfahrung machen zu können....usw.

    Braucht denn nicht jeder eine persönliche Definition von dem was er als real wertet, um überhaupt 'funktionieren' zu können?

    Ich selbst wäre total überfordert davon, wenn ich anfangen würde, ohne solche 'ist real gerade vorhanden'-Ansichten klarkommen sollte. Zuviel Assoziation kann ich daran - für mich selbst - nicht entdecken. Weniger Assoziation würde mich völlig handlungsunfähig machen, zuviele Möglichkeiten auf einmal, zu wenig Anhaltspunkte für mich welche da nun wichtig für mich sein könnte.

    (Wenn ich anfange Stimmen zu hören, die behaupten ich sei Gottes neue rechte Hand, überdenke ich meine persönlichen Definitionen natürlich nochmal....hoffe ich...)

  4. #74
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    Warum immer alles Schwarz sehen?

    Da fällt mir zum letzten Beitrag ein:
    Kennt ihr den Film Inception von Christopher Nolan (am Sontag auf RTL)?

    Was ist dann real?

    Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk HD

  5. #75
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Realismus ist schön und gut. Nur was soll Realität sein? Ist es das, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen oder das was um uns tatsächlich ist?
    Hehe, dahinter steckt die Frage, was ich denn nun tatsächlich wissen kann.
    Kommt Wissen nicht a priori zustande, so beruht es zwangsläufig auf Erfahrung, dadurch auf Sinneswahrnehmung. Da nun aber beliebig viele Szenarien denkbar sind, in denen wir einer Fehlwahrnehmung unterliegen, ist es immer etwas schwierig von Realitäten zu sprechen.
    Ich orientiere mich da im Wesentlichen an einem pragmatischen Ansatz: Die brauchbarste Definition setzt sich durch. Bzw. siedele ich mich auch in der "anything goes"-Ecke an, verfolge je nach Szenarium einen etwas anderen Ansatz.
    Wenn dort drüben ein Haus steht, du dieses Haus siehst, auch schon oft darin gewesen bist, kannst du dennoch nicht sicher sein, dass dort ein Haus steht. Du könntest letztlich einer komplexen Sinnestäuschung erliegen. Hat die "Interaktion" mit diesem spezifischen Haus in der Vergangenheit immer wunderbar funktioniert, wäre es wenig vernünftig dessen Nicht-Existenz anzunehmen.

    Braucht denn nicht jeder eine persönliche Definition von dem was er als real wertet, um überhaupt 'funktionieren' zu können?
    Klar, ohne Arbeitshypothese ist man eigentlich zur Handlungsunfähigkeit, zumindest im Sinne des bewussten Handelns, verdammt.

    Schlussendlich folgt hiervon, dass wir an unsere Wahrnehmung arbeiten können um positve Emotionen zu erhalten.
    Wenn ich mich recht erinnere, stammt dieser Ansatz doch aus dem Dunstkreis der Kognitiven VT?? Viele Psychologen halten diesen Ansatz jedoch durchaus für nicht unbedenklich. ^^

  6. #76
    Ist hier zuhause

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    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    hab mich mal kurz eingelesen


    stefanus ich kann verstehen dass du diesen eindruck bekommst


    ich glaube das dieser eindruck deswegen entsteht weil wir hier natürlich alle probleme mit dem adhs haben
    und die meisten von uns weil es eben unbehandelt und unentdeckt war

    wie sagte mal ne freundin von mir
    die immer nur über ihren mann schimpfte
    und ich das bemängelte
    "ich brauch doch nicht gut über ihn reden,das belastet mich doch nicht und
    da wo ich nicht über ihn meckere da ist alles in ordnung"
    und so ähnlich ist es doch bei adhs auch

  7. #77
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    Warum immer alles Schwarz sehen?

    Ich glaube adhs bringt einen gewissen Optimismus mit, den wir als Betroffene oft nichtmal merken
    ...oder ich verwechsel Optimismus mit Verdrängung von negativerlebnissen, was auch gut möglich ist.

    Wie oft zb steht man wieder auf wenn einen die Lebensumstände mal wieder voellig zusammengekachelt haben?

    Irgendwie macht man ja immer weiter, ob man will oder nicht.

    Wenn ich auf all die abgebrochenen Jobs, therapieversuche, die schulischen Probleme und auch beziehungskonflikte schaue, die unter anderem mein adhs mir in den letzten 30 Jahren beschert hat, ist es doch verdammt schwer zu sagen: oh klasse, lass uns doch mal die positiven Seiten des anders-Seins betrachten.

    In Situationen die ganz besonders übel sind haben meine Tochter und ich für uns oft den weg gefunden eben auch die positiven Seiten hervorzuheben.
    Es hilft zumindestens, das ganze mit ein wenig Humor zu betrachten.

    Das unser leben allerdings viel einfacher waere wenn wir uns nicht mit den Auswirkungen von adhs rumschlagen muessen wissen wir beide sehr genau.

    Was bringt mir schließlich eine z.b. ausgeprägte Fähigkeit zu Kreativität wenn ich durch meine Probleme und dem alltagschaos daran gehindert bin sie umzusetzen.?

    Wir koennten vieles....wenn wir uns selbst dabei nicht immer so schrecklich im weg stehen würden.

  8. #78
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 408

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Stefanus schreibt:
    Schlussendlich folgt hiervon, dass wir an unsere Wahrnehmung arbeiten können um positve Emotionen zu erhalten.
    natürlich können wir an unsere wahrnehmung arbeiten, das würde aber heißen sich die problemen schön oder klein zu reden, und das halte ich persönlich für selbstbetrug.
    lieber versuche ich daran zu arbeiten, das ich in situationen komme, aus denen ich positive emotionen gewinnen kann.


    Stefanus schreibt:
    Ob das eine Verzerrung ist, oder was auch immer, ist wieder mal nur etwas was der Mensch für sich als Wort ausdrückt und damit viel zu viel assoziiert.
    ich halte diese verzerrung für extrem gefährlich, egal wie man sie nennt.

    also, "der mensch" macht alles falsch, gottseidank gibt es dich, sonst würde niemand den richtigen weg kennen...
    oder anders gesagt, bist du dir sicher das dies nicht eher auf dich zutrifft?
    ich meine, ich versuche die welt so zu verstehen wie ich sie wahrnehme, und nicht durch weitere, absichtlich herbeigeführte assoziationen...


  9. #79
    Stefanus

    Gast

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Exxio: Ich will dich nicht mit meinen Texten angreifen, also brauchst du mich auch nicht angreifen

    Ich bin neuem generell IMMER offen und wenn es Hand und Fuß hat akzeptiere ich es auch so wie es ist.

    Du sagst selbst dass wir an unserer Wahrnehmung arbeiten können, warum tun es dann viele nicht? Weil es gefährlich ist? Was ist denn das gefährliche daran? Kann es sein, dass das gefährliche nur darin liegt, dass wir denken dass es gefährlich ist weil wir es so erzogen bekommen haben?
    Was konkret ist das gefährliche wenn wir unsere Wahrnehmung auf die positven Facetten legen? Ist es vllt. doch tief in uns einfach die Angst davor dass wir ja wirklich glücklicher werden könnten und das unserem Verstand nicht gefällt?
    Wenn wir die Welt rational betrachten wollten, dann hätten wir keine Zeit mehr überhaupt irgendetwas zu tun, denn die Erforschung wie unsere Welt ist schreitet von Sekunde zu Sekunde vorran und hunderte neuer Studien kommen heraus. Wir werden nie eine vollkommene Realität haben sondern immer nur die Realität die wir uns erbaut haben. Ob du nun diese Realität so ausbaust, dass sie dich glücklicher macht oder nicht, ist eine Entscheidung die ganz alleine bei dir liegt. Und am Ende des Tages bin ich doch lieber die Person die glücklich lebt

    @Auri: Schöner Post von dir (über meinem letzten Post), kann das nur so unterstreichen

  10. #80
    Stefanus

    Gast

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Was mir gerade noch als klasse Beispiel einfällt:
    Mein Bruder (hat kein ADS) rennt heute den ganzen Tag durch das Haus und ist einfach nur total happy drauf. Er hat keinen von außen erscheinenden Grund happy zu sein, seine Freundin hat neulich Schluss gemacht, er hat Stress mit unseren Eltern aber was macht er... er SINGT und liebt das Leben!

    Eigentlich müsste ich ja jetzt zu ihm hingehen und ihm sagen dass er sich selbst betrügt Aber wisst ihr was, ich bin dafür er darf jetzt trotzdem glücklich sein

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