Seite 10 von 12 Erste ... 56789101112 Letzte
Zeige Ergebnis 91 bis 100 von 120

Diskutiere im Thema Warum immer alles Schwarz sehen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #91
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Zotti schreibt:
    Doch ja, manchmal frage ich mich auch, warum einige ADSler soviel Ängste haben zu sich zu stehen.
    Bei mir war es eine Folge von Adhs. Jedenfalls der Löwenanteil davon. Ich habe mein Leben lang so viele negative Reaktionen, Kritik, Strafen, Nachteile durch Dinge erlebt, die sich aus meinen Symptomen ergeben haben, dass ich mich selbst in all diesen Dingen für eine Versagerin gehalten habe. Es war einfach zuviel negatives Feedback, auch von zu nahe stehenden Personen und es ließ sich trotz aller Anstrengungen nicht wirklich etwas daran ändern. Anstrengungen die schon ziemlich unglaubliche Züge angenommen hatten!

    Mit kurz vor dreißig habe ich nochmal die Schulbank gedrückt und dann studiert. Grund: mein allerletzter und absolut ernst gemeinter Versuch mir selbst (und anderen damit natürlich auch) beweisen zu können, dass ich nicht dumm bin. Hat nicht funktioniert. Das Studium schon, aber das Ziel mich selbst nicht mehr für dumm zu halten hatte ich selbst mit dem erfolgreichen Abschluss nicht erreicht.
    Dazu waren all die negativen Erfahrungen viel zu sehr verinnerlicht und hatten sich zu Überzeugungen über mich selbst ausgewachsen.

    Wenn irgendetwas kam, dass auf mich so wirkte als könnte ich für dumm gehalten werden, dann habe ich versucht mit dem Studium zu beweisen, dass ich 'nicht grundsätzlich und immer in allem dumm bin'. Hat mein Gegenüber total irritiert dass mich - nehme ich an - eh meist garnicht für dumm gehalten hatte und mich selbst jedesmal aus der Bahn geworfen. Weil ich verzweifelt darüber gewesen bin, mich immernoch dumm zu fühlen und nichts daran ändern zu können.

    Und "ich bin dümmer als die Anderen" war nur ein einziger negativer Eindruck, ich hatte davon gleich Dutzende! Alle ursprünglich von außen gekommen, von verschiedenen Menschen, in verschiedenen Situationen, quer durch sämtliche Lebensjahre. Die Folge war ein total vermurkstes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle aller Art, krankmachender Perfektionismus, immer wieder selbstgesuchte Isolation um von verzweifelten Versuchen erschöpft Pause machen zu können und und und....

    In der Summe kam dabei heraus, dass ich mich für einen schlechten Menschen gehalten habe, was viele der negativen Reaktionen auch durchaus deutlich so beinhaltet hatten! Ich und zu mir selbst stehen? Nee, ganz sicher nicht, ich hätte mich ja selbst niemals als Freundin haben wollen, weil ich mich so furchtbar schlecht gefunden habe. Krönender Höhepunkt dieser Selbstentwertung: Statt mich gegen schlimmste Verleumdungen zu wehren, habe ich angeboten meine Psyche von Profis testen zu lassen, um möglicherweise vorhandene, bösartigste Wesenszüge entweder sicher ausschließen oder aber dabei aufdecken zu können!

    Traurige Realität, wenn ich anders bin als der Rest und der Rest sich für gut hält, dann kann ich entweder nicken und akzeptieren dass das gleichzeitig mich als 'schlecht' hinstellt oder mir eine einsame Insel suchen. Falls es Wege gibt, soviel negativer Außenwirkung von Kindheit an standzuhalten, dann habe ich sie entweder nicht gefunden oder für nicht gangbar gehalten.

    Vielleicht ist meine Diagnose und das wachsende Verständnis dafür was Adhs bei mir alles ausgelöst hat, für mich deshalb soviel positiver als bei vielen anderen Betroffenen?

    Denn jetzt halte ich mich nicht mehr für dumm. Auch nicht für besonders schlau oder gar hochintelligent. Es ist mir schlicht nicht mehr wichtig wo ich nun genau mit meiner Intelligenz oder Klugheit im Vergleich zum Rest der Welt liegen mag. Denn nun reicht es mir vollkommen aus zu wissen, dass meine vielen "Versagereien" nicht gleichbedeutend mit Dummheit, Faulheit, Nicht-Wollen oder anderen Mängeln waren, die ich selbst verursacht oder verschuldet haben könnte.

    Mit mehr Adhs-gerechter Unterstützung wäre das vielleicht schon eher für mich erkennbar gewesen. Denn etwas trotz härtester Bemühungen nicht hinzubekommen, hätte ich dann vielleicht nicht als 'immernoch nicht genug bemüht' gesehen, sondern als 'die Bedingungen müssten an mein Adhs angeglichen werden, damit ich die gleiche Chance erhalte' erkennen können.

    So sehr ich mich darüber freue, nun für mich eine viel bessere Perspektive bekommen zu haben, so sehr fühle ich gleichzeitig mit jedem der sich nicht aus der lebenslänglichen Selbstentwertungsfalle befreien kann. Denn ich glaube das ist etwas das keine selbstverständliche Folgewirkung der Diagnose und des Verstehens von Adhs ist. Da braucht es auch noch andere Dinge, die günstig zusammentreffen und deshalb mehr als "die Summe der Teile" daraus machen können. Zumal Adhs und dessen mögliche negative Folgen ja bei kaum jemanden die einzigen Faktoren zu sein scheinen, die am Selbstwertgefühl genagt haben.

    Wenn ich diese "Summe" nicht abbekommen hätte, würde ich mein Adhs evtl. auch wesentlich negativer sehen, begleitende Vorteile nicht erkennen oder annehmen wollen/können und mich weiterhin vor negativen Reaktionen anderer Menschen fürchten. Denn wenn ich z.B. "glücklicher werden wollen" lese, kann mein Verstand dazu nicken, doch innerlich schrillt mein Alarm los. Weil ich lebenslänglich suchtgefährdet bin was Glückshormone angeht. Durch mein Adhs. Alles was Glückshormone auslösen kann, ist für mich extrem suchtgefährdend. War schon vor meiner Einschulung so und kann ich auch sehenden Auges nur umgehen indem ich konsequent darauf achte, ob ich bei irgendetwas anfange auf "Hormonjagd" zu gehen.

    Ich tausche "glücklicher sein wollen" deshalb im Alltag gegen "aktiv was zum Besseren gestalten wollen, zufrieden sein wollen, langfristig erfüllendes tun zu wollen". Vielleicht sagt beides eigentlich das Gleiche aus. Nur macht es mir die geänderte Wortwahl einfach leichter, mögliches Abrutschen Richtung Hormonjagd frühzeitig zu erkennen.

    Klingt vielleicht zu dramatisch, aber wer schon selbst aus "mal anfangen Sport zu machen" innerhalb von drei Wochen exzessiven Leistungssport ohne Ruhepausen und mit heftigsten Überlastungsschmerzen gemacht hat, weil nur ständiges Überfordern weiterhin den Hormonkick/Glücksrausch auslösen kann, wird sich darin wohl wiederfinden.

  2. #92
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Nette Rede von dir, träumerische Gedanken, aber sinnlos.

    Ich weiß nicht wie man in AD(H)S so was ganz tolles sehen kann.
    Für mich ist es zwar mit Verstehen und hineinfühlen gegenüber anderen Menschen verbunden, aber es ist in aller erster Linie ein riesiges mich erschlagedes Problem geworden.
    Ich als Mutter muss sehen, wie mir oft, zu oft, alles aus dem Ruder läuft, ich nicht belastbar bin, durch mein "Sein-wie-ich-bin",
    immer wieder sinnlose und unproduktive Beziehungsprobleme auf höchster Stufe entstehen, gerade wieder habe ich durch das alles-nicht-hinkriegen eine Art Burnout und wieder eine leichte Depression. Zum Glück habe ich es diesmal bemerkt und kann handeln, endlich nach Jahren.

    Ein Test auf ADS wurde mir schon vor über 1 und halb Jahren von meiner Psychologin empfohlen, die mir nie geglaubt hat, daß ich möglicherweise ADS habe, aber nach 2-jähriger Behandlung und ein paar grauen Haaren mehr riet sie mir dringend, mich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, sowie einen Test machen zu lassen und eine Verhaltenstherapie zu machen.
    Jetzt, da ich wieder mal so weit bin, daß vor mir ein Scherbenhaufen liegt habe ich mich dazu entschlossen alle diese Empfehlungen endlich nicht mehr als unnötig wegzuschieben, sondern dieses PROBLEM ADS endlich in Angriff zu nehmen.
    Es ist für mich rein gar nichts tolles daran. Es macht mir mein Leben extrem schwerer und komplizierter als es sein müsste.

    Jetzt bin ich mit meinen 34 Jahren an einem Punkt angelangt an dem ich als notorischer, überzeugter und resoluter Medikamentenverweigerer ala "ich schaff das schon selbst" , mich entschlossen habe Medikamente dagegen zu nehmen, wenn mir der Arzt welche verschreibt. Ich habe immer gesagt: Medikamente gegen meine gelegentlich auftretenden Depression? Nicht mit mir!! Medikamente gegen AD(H)S?? Niemals im Leben!!

    ABER jetzt sehe ich, daß es bitter nötig ist und Zeit wird, mich nicht mehr aller Hilfe und ja: gegebenfalls auch Medikamenten zu verschließen.
    An deiner Philosophie daß AD(H)S was ganz tolles weltveränderndes ist, ist absolut nichts dran. Sorry.

  3. #93
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Wild_World schreibt:
    An deiner Philosophie daß AD(H)S was ganz tolles weltveränderndes ist, ist absolut nichts dran. Sorry.
    ... für DICH!!!! Sorry...

  4. #94
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Wild_World schreibt:
    Ein Test auf ADS wurde mir schon vor über 1 und halb Jahren von meiner Psychologin empfohlen, die mir nie geglaubt hat, daß ich möglicherweise ADS habe, aber nach 2-jähriger Behandlung und ein paar grauen Haaren mehr riet sie mir dringend, mich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, sowie einen Test machen zu lassen und eine Verhaltenstherapie zu machen.
    (...)
    Jetzt bin ich mit meinen 34 Jahren an einem Punkt angelangt an dem ich als notorischer, überzeugter und resoluter Medikamentenverweigerer ala "ich schaff das schon selbst" , mich entschlossen habe Medikamente dagegen zu nehmen, wenn mir der Arzt welche verschreibt.
    Hallo Wild_World,

    hab ich das richtig verstanden, dass Du bisher nur die Verdachtsdiagnose von vor anderthalb Jahren hast, aber Dich noch nicht hast testen lassen?

    Dann würd ich das doch mal als allererstes in Angriff nehmen - wenn irgendmöglich, am besten gleich auf Komorbiditäten wie Depressionen etc. hin! Danach kannst Du Dir doch immer noch Gedanken um die geeigneteste Therapiemöglichkeit machen...

    Bei mir läuft der Hase etwas andersherum: Ich war ebenfalls immer notorischer Medikamentenverweigerer (hab trotz starker Kopf- oder Periodeschmerzen nicht mal ne Paracetamol nehmen wollen, und das ist auch heute noch so) und bin, nach den Erfahrungsberichten, die ich hier im Forum gelesen hab, so weit, dass ich mir durchaus vorstellen kann, mal deren Wirkung an mir selbst auszuprobieren [unter ärztlicher Behandlung natürlich].

    ABER: Zuvor will ich unbedingt nochmal ne Verhaltenstherapie machen; diesmal mit eigener Überzeugung von meiner Diagnose ADS, und v.a. mit "jemand, der sich damit auskennt" (sowas findet man zwar nicht in den Gelben Seiten , aber mir wurde grad jemand von der Ärztekammer vermittelt ).
    Hab für mich das Bedürfnis, erstmal rauszufinden, inwieweit ich mich SELBST auf die Reihe kriegen kann und muss (denn ALLE Probleme lösen die Medikamente ja bekanntlich nicht!), und dann DANACH zu erfahren, wie ich diese Selbstdisziplinierung und -strukturierung evtl. mit Medikamenten erfolgreich unterstützen kann.

    Zugegeben: Bin grad in ner guten Phase, in der mein Selbstvertrauen gestärkt ist, weil ich hier "Leidens"- und Freudengenossen (klingt doch gleich viel positiver! ) im Forum finde. Und darum trau ich mir das zu.

    Aber da Du ja erst seit grad eben im Forum sein zu scheinst, stellt sich dieser positive Effekt vielleicht auch bei Dir noch in der nächsten Zeit ein, und Du siehst die Welt bald wieder in Multicolor!

    LG, isteddu

  5. #95
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    isteddu schreibt:
    Hallo Wild_World,

    hab ich das richtig verstanden, dass Du bisher nur die Verdachtsdiagnose von vor anderthalb Jahren hast, aber Dich noch nicht hast testen lassen?

    Dann würd ich das doch mal als allererstes in Angriff nehmen - wenn irgendmöglich, am besten gleich auf Komorbiditäten wie Depressionen etc. hin! Danach kannst Du Dir doch immer noch Gedanken um die geeigneteste Therapiemöglichkeit machen...
    Hallo isteddu,

    der Verdacht meinerseits ist schon mehrere Jahre als nur die erwähnten 2 Jahre.
    Der Erkenntnis, daß ADS der Grund ist warum ich so bin wie ich bin, folgte Verstehen, aber auch Ablehnung gegenüber ADS. Ich wollte keinen "Stempel" haben und mich nicht unnormal fühlen müssen. Ich wollte immer alles ganz allein schaffen. Tue ich aber leider nicht.

    Mein chaotisches Leben, die fehlende Organisation und dieses immense " 3 mal soviel Kraft aufbringen müssen" als andere "normale" Leute, damit alles halbwegs gut läuft wie es sein soll, hat mich total ausgelaugt.

    Ja, ich habe auch die meiste Zeit gute Phasen, tolles Selbstbewusstsein und bin glücklich, aber seit einiger Zeit merke ich, daß die Kurve mal wieder stetig nach unten geht.
    Jetzt ist mir bewusst geworden, daß es nicht mehr so weiter geht, ohne Hilfe und so.
    Es ist ja nicht nur für mich eine enorme Belastung, sondern auch für meine Familie und meine Partnerschaft. Ich will nicht der sein, der seinen Mitmenschen ständig den letzten Nerv raubt, die wenn sie endlich mal 80% von den Dingen geschafft hat die zu tun sind, vor lauter Erschöpfung keine Kraft mehr hat für familiäre Dinge die das Zusammenleben ausmachen und eben Freude machen sollten.
    Dieses ständige alles halbwegs im Griff haben zehrt so an meinen Kraftreserven. Ja, ich gönne mir Pausen und Auszeiten, aber die nützen nicht viel, weil mich im Hinterkopf die unerledigten Dinge zermürben und so kann ich niemals richtig komplett abschalten. Ich weiß immer in mir drin, daß die Liste ja noch sooo lang ist.

    Ja, ich habe mich heute gekümmert, daß ich einen Termin für einen Test bekomme und ich habe es dringend gemacht.
    Wenn ich gerade leichte Depressionen haben sollte, dann nur weil ich die volle Kante bekomme von all den Dingen die ich nie schaffen kann, die ich hinter mir herziehe und die Liste, die nie abgearbeitet ist, weil immer wieder neue Dinge hinzu kommen, was mich fertig macht und aus der ganzen gut gemeinten Planung wirft.
    Ja, Verhaltenstherapie werde ich auch machen die ist bitter nötig, aber zuerst muss ich mal wieder klar kommen können, abschalten können.
    LG Wild World

  6. #96
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Wild_World schreibt:
    Nette Rede von dir, träumerische Gedanken, aber sinnlos.
    Nur für dich oder generell? Sind wir uns schon begegnet oder brauchst du nicht mehr Infos um dir sicher sein zu können wie ich ticke und was ich denke?

    Magst du mir die Stelle zeigen, an der ich Adhs als was ganz tolles weltveränderndes beschrieben habe?
    Vielleicht dazu auch die Stelle, an der ich nicht über meine Erfahrungen im realen Leben geschrieben habe sondern über eine von mir erdachte Adhs-Philosophie?

    Ist ja nicht so, dass ich nicht öfter mal verpeiltes Zeug tippen würde. Ließe sich dann ggf. klären.

    Wenn sowas vorhanden sein sollte, dann müssten daneben aber auch etliche Sachen gefunden werden, die es relativieren könnten. Denn wer sich durch diesen Thread liest, wird in meinen Beiträgen immer wieder nachlesen können, dass ich niemandem abspreche das sein Adhs für ihn/sie Problem, negative Einfluss ist. Ich spreche auch niemandem ab, das Adhs Krankheit, Behinderung oder sonstwie negativ eingeordnet werden kann. Im Gegenteil, ich beschreibe selbst - teils sehr offen wie ich finde - wie dramatisch sich Adhs auswirken kann und dass das auch bei mir nicht anders gewesen ist und weiter so passieren kann!

    Ist es denn wirklich so schwer, mir gegenüber genauso tolerant zu sein?
    Oder zumindest höflich genug, um nicht derart vorurteilslastig abwertend zu werden ohne mich überhaupt je kennengelernt zu haben?

    Ist eine negative Sicht denn so instabil, dass jeder positive Ansatz nur ertragen werden kann, wenn man ihn als sinnlos, weltfremd oder vollkommen falsch abwehren kann?

  7. #97
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Wild_World schreibt:
    Nette Rede von dir, träumerische Gedanken, aber sinnlos.
    ja Wild_World, für wen ist deine antwort bestimmt, auf welchen beitrag beziehst du dich?
    so können sich vielen zu unrecht angesprochen fühlen...

  8. #98
    Zotti

    Gast

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Na ja, aber woher wissen wir, wie sich die anderen fühlen und ganz normale, die kenne ich gar nicht, alle haben irgendwas
    und wenn es nur die Ausländer in unserem Hause sind, die sich auch anders fühlen.

    Auf jeden Fall habe ich bemerkt, wenn ich mal bei Menschen bin, die eher ganz normal sind, dann sind die oft auf mich neidisch,
    da ich so viele Kontakte habe und alles trotzdem schaffe usw.

    Allerdings geht es mir heute gar nicht gut, und da ist es mir auch egal ob ADS oder nicht, da fühle ich mich schlecht, dann denke
    ich auch gar nicht drüber nach ob das am ADS liegt oder nicht.

    Wichtig finde ich, daß man an sich arbeitet, egal was man hat. Das macht mir das Leben kompliziert auch mit einigen ADSlern.
    Es wird so viel verdrängt und ich setzte mich immer sehr viel ein und will helfen, doch wenn dann nachher gegen mich selber gearbeitet
    wird (bestimmt unbewußt), dann ist das traurig.

    Seitdem ich 50 geworden bin, habe ich mir einfach gesagt, jetzt bin ich wie ich bin und stehe dazu und laße mir nicht mehr so viel gefallen.
    Es klappt bei mir ganz gut, weil ich mich selber mehr annehme und zu mir stehe und das ist immer gut, ich versuche mich auch nicht
    mehr über alles aufzuregen und halte immer öfter den Mund, da wo es sowieso nichts bringt, das ist verschleuderte Energie.

    Allerdings nehme ich seit Juli die Amphetamintropfen und dadurch fühle ich mich normaler und viel stabiler und denke es liegt daran.
    Ich bemerke keine Nebenwirkungen und was solls, wieviele Menschen müssen Tabletten nehmen wegen irgendwelcher Leiden oder
    Krankheiten und würden ansonsten sterben.

    Ich lebe ja sonst überwiegend gesund und wie schädlich irgendwelche Tabletten sind, auch das ist bei jedem anderes.

    Gruß Zotti

  9. #99
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Wer sich selbst wirklich annehmen kann, verliert dabei den größten Feind den ein Mensch haben kann, den eigenen inneren Kritiker. Unabhängig von Adhs oder anderen Dingen treffe ich ständig Menschen, die diese destruktive innere Kritikerstimme haben. Ein Feind der ursprünglich von außen gekommen ist, von all den negativen Erfahrungen und der Kritik durch Andere.

    Was man an sich selbst kritisiert, das löst oft und schnell auch heftige Betroffenheit aus wenn andere etwas sagen oder tun, dass zu diesen wunden Punkten zu passen scheint. Selbst wenn man diese Anderen nie getroffen hat, sie erkennbar nicht zu einem persönlich gesprochen haben.

    Ich finde es traurig und frustrierend, dass wir nicht bereits von der ersten Klasse an beigebracht bekommen, wie wichtig es ist uns bei aller Anpassung auch ein wenig Raum für Individualität zuzugestehen. Warum muss Selbstannahme so oft erst als hart erarbeitete Folge langjährigen Leidensweges entstehen, statt uns von klein auf mit auf den Weg gegeben zu werden?

    Bislang habe ich noch keinen Menschen getroffen, der gleichzeitig totaler Schwarzseher und mit sich selbst im Reinen gewesen wäre. Muss nicht bedeuten dass es den nicht gibt. Lässt mich aber vermuten das viel Schwarzseherei durch verinnerlichte Kritik angetrieben wird. Ballast den man sich nicht ausgesucht hat und den man nur sehr schwer wieder loszuwerden scheint.

    Aufbau von stabilem Selbstbewusstsein sähe ich gern als Pflichtunterricht von der ersten Klasse an.

  10. #100
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Warum immer alles Schwarz sehen?

    Aufbau von stabilem Selbstbewusstsein sähe ich gern als Pflichtunterricht von der ersten Klasse an.
    *schmunzelt* Wie müsste ich mir den denn vorstellen?

Ähnliche Themen

  1. Warum immer ich??
    Von krümlmonster im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 29.02.2012, 00:28
  2. Warum immer diese Vorwürfe ?
    Von bindi im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 9.03.2010, 19:28

Stichworte

Thema: Warum immer alles Schwarz sehen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum