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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    Hallo User

    Wollte mal fragen, ob ihr auch diese Antriebslosigkeit kennt. Ich habe eine Diagnose ADHS (also mit Hyperaktivität). Als Kind hatte ich eine völlig überschüssige Energie und war immer voller Tatendrang, sehr extravertiert, konnte kaum ruhigsitzen und Impulsivität war auch ein Thema. Heute bin ich oft müde und antriebslos. Ich bin selbst bei Menschen, die ich gute kenne und bei denen ich keine Hemmungen habe (z.B. aus der Familie) oft ruhig und wortkarg. Nach 2-3 Kaffees wirds jeweils ein bisschen besser oder nach grossen Mengen Alkohol. Dann werde ich leicht fiter, motivierter, extravertierter und konzentrierter, aber leider nur leicht.

    Am liebsten mache ich einfach nichts, ausser ein bisschen fernsehen oder im Internet surfen. Ich bin oft einfach faul und träge und verspüre kaum einen Drang, irgendwelchen Sport zu machen oder mich zu bewegen. Ich kenne auch andere ADHS-Betroffene und die sind ganz anders. Die sind oft ständig unterwegs, reden ununterbrochen (zumindest bei ihnen vertrauten Personen), sind impulsiv und brauchen ständig Unterhaltung. Man spürt so richtig ihre überschüssige Energie. Ich mag es dagegen, wenn einfach ein bisschen chillen kann und nichts tun.

    Was ist mit euch? Seit ihr auch oft antriebslos und habe keine Lust irgendetwas zu unternehmen?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    Ich bin auf der einen Seite oft überdreht, impulsiv, könnte stundenlang um/über den Sportplatz laufen! Habe dann aber auch Tage (so wie heute) da bin ich auch einfach müde und antriebslos. Obwohl ich gestern nicht feiern war oder sonstiges... ich erklär mir das immer so, dass irgendwann meine Batterien leer gejodelt habe und dann einen Tag brauche, an dem der ganze Organismus regenerieren muss.

  3. #3
    Rar


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 127

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    Ja, ich kenn diese Antriebslosigkeit auch sehr gut! Bei mir ist es mittlerweile schon eine chronische Antriebsloigkeit *g*
    Das kommt aber daher, weil ich ständig im Leerlauf bin. Normalerweise hab ich auch diese impulsiven Momente, aber bekomme selten bis nie Ergebnisse. Das hat mich über die Jahre sehr passiv und Antriebslos gemacht. Mittlerweile hab ich auch zu nichts mehr richtig Lust. Für mich ist das auch kein Wunder mehr...denn, egal wie sehr ich mich bemühe, am Ende steh ich eh immer mit leeren Händen da. Wozu noch anstrengen? Vermutlich bin ich viel zu verpeilt und chaotisch um mein Leben jemals in den Griff zu bekommen.

    Aber davon ab, kenn ich es auch, wenn ich Lust habe dies und jenes zu machen, ich einfach zu faul bin es zu tun. ^^ Allein der Gedanke, diese Anstrengungen auf sich zu nehmen, lähmen mich.

  4. #4
    Kim

    Gast

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    Ja, kommt mir bekannt vor...

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    Wie oft bist du umgezogen ,was ist du ,wiviel freunde hast du .in welchem verein bist du ,welcher Beruf .wie oft gehst du auf Konzerte.Medikation,nicht genau sonder; antidepresiva usw.
    Sind unverschämte fragen ,aber je genauer du antwortest desto genauer kann ich dir meine Meinung dazu sagen .(und andere)

    Ich denke das ist nicht typisch für ADHS.

    Wenn mann ADHS hat kann mann sich leicht depresionen einfangen(antriebslos) das resultiert aus unserem Verhalten .So reagieren normale ?(und unsersgleichen) mit ablehnung (mobbing)
    auf unser Verhalten (benehmen) wir selbst erkennen dies nicht ,für uns ist unser Verhalten normal.

    Nimm einen großen Spiegel ,und versuche begebenheiten nachzuspielen ,die dir in erinnerung sind ,und beobachte dich (Ist schwer wenn mann aleine ist)

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    hilfe, ja. dein thread kommt mir gerade recht. bin gespannt, was die anderen erzählen! und vor allem, wie sie damit umgehen.

    (im nachgang stelle ich fest, dass ich seeeehr viel geschrieben habe. drum markiere ich mal das wesentliche blau :-)

    bei mir verläuft beides in phasen. mal habe ich schön ausgewogen die mitte mit einem normalen maß an aktivität und ruhe. mal hyper-, mal hypoaktiv. wobei die phasen gesteigerter aktivität kürzer und seltener sind. ebenso verhält es sich da mit meiner stimmung, entsprechend der phase. früher hab ich oft überlegt, ob ich ne bipolare störung haben könnte, dauzu sind die ausprägungen aber nicht stark genug. zumal die phasen der inaktivität auch nicht unbedingt mit einer depression einhergehen.(zappelig bin ich da übrigens trotzdem, bin gerade schon wieder am hibbeln) manches mutet zwar depressiv an, letztlich ist es aber keine depression. inzwischen hab ich auch für mich selbst gelernt, das von einer depression abzugrenzen. wenn ich wirklich depressiv bin, ist da einiges anders und da zeigt sich durch ein gewisses kraut auch ne änderung. zumal ich mich durch lesen u.ä. ja doch irgendwie beschäftige, also nicht wirklich nichts mache.

    seit geraumer zeit komme ich eigentlich gar nicht mehr wirklich in die puschen. plötzlich ist der tag vorbei und was hab ich gemacht? nix. bzw. nix von dem, was ich müsste. und ich glaube, darin liegt derzeit das problem. schöne unternehmungen lasse ich sein, weil ich doch noch so vieles machen muss. muss, muss, muss. lauter zeug, worauf ich gar keine lust habe, welches mir keinen spaß macht. umso inaktiver ich bin, umso mehr türmt sich das auf. ich stecke in einem teufelskreis mit dem ergebnis, dass ich eigentlich zu gar nix mehr lust habe,(mit entsprechender inaktivität auch bei eigentlich schönem), überhaupt nicht mehr ins TUN komme. weil ich unzufrieden und frustriert bin. von meinen ganzen baustellen etwas überfordert mit dem ergebnis, das ich gar nix mache, außer dem, was mich von dem eigentlich nötigem tun ablenkt. was irgendwie gerade spannender ist.(fernseher, buch, internet, irgendwelche studien lesen) oder manchmal auch einfach wie gelähmt dumm rumsitze. wirklich wie gelähmt. da geht nix.außer in meinem kopf, da geht die post ab. da mache ich ganz viel, bekomme das aber nicht in eine handlung umgesetzt. (das passiert vor allem dann, wenn ich nicht weiß wo ich anfangen soll und irgendwie ob der masse auch kein baldiges ende absehbar ist). wenn es anstrengend wird, vergeht mir auch gleich wieder die lust an etwas. und wenn die akkus leer sind, ist mir eben alles zu anstrengend. und erneutem frust, wenn "plötzlich" wieder ein tag vorbei ist. dann hätte ich da auch was wirklich schönes, was mir potenziell freude bereitet und mich aktiviert, machen können.....kürzlich habe ich mir eine auszeit genommen. zwei wochen keine pflichten, sondern nur, was ich will, was spaß macht, verreisen. und siehe da: diese unglaubliche trägheit, weggeblasen! ein schöner wechsel aus an- und entspannung. der fernseher hat mich nicht im geringsten interessiert, ich habe mich lieber mit meiner familie und freunden getroffen,(was wegen impulskontrolle, reizen usw. ja auch mal anstrengend sein kann) als irgendwelches zeug zu lesen und auch ohne doping am geschehen teilgenommen. kaum waren die zwei wochen um: *gähn*
    mein persönliches fazit: bestünde mein leben ausschließlich aus dingen, die mir spaß machen, gäbe es keine pflichten, würde ich entweder gar nicht in der hypoaktivität landen, oder die wäre weniger stark ausgeprägt. wäre nicht von so einer massiven trägheit dominiert. müsste ich mich nicht manches mal auch bei schönem noch extra pushen. an sich ist es so ja auch das normale. wechsel zwischen aktivität und ruhephasen, wo man sich auch mal zurückzieht. wenn das verhältnis ausgewogen bzw. leicht in richtung spaßfaktor verschoben ist, komme ich auch bei unbequemen in die gänge. zwar nicht ganz mühelos, aber es gelingt. derzeit besteht aber ein massives missverhältnis. zudem besteht das leben halt einfach nciht nur aus spaß. schade eigentlich.

    wahrscheinlich dann auch der grund dafür, warum das medikinet mich nicht in die gänge bekommt????? denn ansonsten wirkt es prima.

    eine der studien war übrigens eine äußert intesessante über emotional-motivationale defizite bei adhs. *lol* damit wird auch das von mir beschriebene verständlich bzw. warum stinos besser mit der tatsache, dass das leben nicht nur aus "wozu ich gerade lust habe" besteht, zurechtkommen. (nein, damit ist keine faulheit gemeint. sondern u.a. eine veränderte funktionalität der bereiche im oberstübchen, die für motivation usw. zuständig sind)

    http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg...Conzelmann.pdf

    ach ja, diagnostiziert wurde bei mir übrigens ads. ich erfülle zwar etliche kriterien für das h, aber an der diagnosegrenze bin ich mit ein paar pünktchen vorbei geschrammt. so passt es ja auch zu dem, wie ich mich erlebe.
    Geändert von mel. (23.09.2012 um 17:50 Uhr)

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    oswi237 schreibt:
    Wie oft bist du umgezogen ,was ist du ,wiviel freunde hast du .in welchem verein bist du ,welcher Beruf .wie oft gehst du auf Konzerte.Medikation,nicht genau sonder; antidepresiva usw.
    Sind unverschämte fragen ,aber je genauer du antwortest desto genauer kann ich dir meine Meinung dazu sagen .(und andere)

    Ich denke das ist nicht typisch für ADHS.

    Wenn mann ADHS hat kann mann sich leicht depresionen einfangen(antriebslos) das resultiert aus unserem Verhalten .So reagieren normale ?(und unsersgleichen) mit ablehnung (mobbing)
    auf unser Verhalten (benehmen) wir selbst erkennen dies nicht ,für uns ist unser Verhalten normal.

    Nimm einen großen Spiegel ,und versuche begebenheiten nachzuspielen ,die dir in erinnerung sind ,und beobachte dich (Ist schwer wenn mann aleine ist)

    der gedanke einer depression ist nageliegend,ja. latent mag die vorhanden sein. so als allgemeine "grundstimmung". aber mir wäre neu, dass kaffee einen aktivierenden effekt auf depressive hätte.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    die Fragen hast du nicht beantwortet,meine ich zumindest ,must du auch nicht.

    Aber eine genaue Beschreibung der Symtome.

    Kaffe verstärkt oder hält Wirkung von Medi jedenfalls bei mir .

    Das mit dem Kraut würde ich lassen ,es deutet jedoch auf zu niedrige Dosis Medikinet ,so die Theorie)?

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    Die absolue Antriebslosigkeit ist sogar mein Hauptproblem.

    Ich war schon als Kind antriebslos und verträumt. Ein typischer Penner also. Sodass man sagen kann, dass ich die gesamte Schulzeit eigentlich verpennt habe.

    Später (so ab 24) kam dann noch die Depression dazu, wobei es bei der Depression zwei verschiedene Grundtypen gibt. Die hibbeligen, die nicht zur Ruhe kommen und auch nicht schlafen können. Und eben die antriebslosen, die im Grunde den ganzen Tag pennen könnten. natürlich gehöre ich wieder mal zur zweiten Sorte.

    Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind also meine Hauptprobleme, erst mit Abstand folgen die typischen ADS-Probleme Unaufmerksamkeit, innere Unruhe (Hyperaktivität) und Impulsivität.

    Das ging sogar schon soweit, dass ich im Schlaflabor gelandet bin und mein Doc eine atypische Narkolepsie diagnostiziert hat. Eine atypische Narkolepsie ist eine Narkolepsie auf die alle Punkte der Narkolepsie zutreffen, bis auf das plötzliche Einschlafen. Plötzlich einschlafen tue ich nämlich tagsüber nicht, ich verfalle nur öfters in einen Dämmerzustand.

    Mein Lieblingsbeispiel: Ich sitze auf einer Bank und warte auf den Zug. Da mir tierisch langweilig ist, verfalle ich in meinen Dämmerzustand. In diesem Zustand habe ich keinerlei Zeitgefühl. Der Zug fährt also ein, die einen steigen aus, die anderen steigen ein. Der Zug fährt ab. Irgendwann erwache ich aus meinem Dämmerzustand und frage mich, wann der Zug nun endlich kommt. Dann blicke ich auf die Uhr und stelle fest, dass der Zug schon längst eingetroffen sein müsste. Ich habe also den Zug verpennt. Und das obwohl ich ja auf dem Bahnsteig gesessen bin, d.h. obwohl der Zug höchsten 6 bis 8 Meter von mir entfernt ein- und wieder abgefahren sein muss.

    (Der Doc meint allerdings, dass diese Absenzen auch ein typisches Merkmal beim Asperger-Syndrom sein kann, nämlich wenn man von irgendetwas im Inneren stark abgelenkt wird. Und in dem Moment von der Aussenwelt nichts mehr mitbekommt. Hier vermutet der Doc eine Komorbidität Asperger. (Er ist aber ein ADHS-Spezialist, kein Asperger-Spezialist, weswegen diese Verdachtsdiagnose noch bestätigt werden muss)).

    Der zweite Punkt, der im Schlaflabor zutage kam, war eine schwere Pansomnolenz mit schlafbezogenen Atemstörungen bei Adipositas. Im Klartext: Der Patient ist zu fett, schnarcht in der Gegend herum, kriegt zu wenig Sauerstoff und der Schlaf ist unerholsam.

    Im Klartext: Die Schlafstörungen führen dazu, dass ich um annährend die Erholung aus dem Schlaf zu bekommen, die ein normaler Mensch nach 7 bis 8 Stunden erfährt mindestens 10 bis 11 Stunden pennen muss.

    Kommt die Depression dazu. Diese ist morgens, wie bei den meisten endogenen Depressionen, am schlimmsten. Das heisst mich morgens aus den Federn zu bekommen, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst wenn diese erste Hürde genommen ist, tappse ich noch mindestens 4 Stunden lang wie ein Blinder durch die Gegend, laufe gegen Schränke und Türen, weil ich noch nicht richtig wach bin.

    Eine weitere Hürde ist das Mittagessen, nach dem ich steinmüde bin. Gegen Abend, wenn normale Menschen müde werden, lässt bei mir die Depression nach und ich werde munter. Abends und Nachts ist deshalb auch die einzige Zeit des Tages, zu der ich so wach und konzentriert bin, dass ich einer Arbeit nachgehe. Dies wäre tagsüber oder gar morgens schlichtweg unmöglich. Meist bin ich nachts sogar so munter, dass ich gar nicht einschlafen kann.

    D.h. Ich bin den ganzen Tag steinmüde und freue mich den ganzen Tag auf mein Bettchen. Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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ID:	6713 Ist es dann aber soweit, bin ich viel zu munter, um einzuschlafen. Bin ich jedoch mal eingeschlafen, bin ich weder durch Tieffluggeschwader noch Gewitterdonner noch durch konventionelle Wecker wieder wachzukriegen. Es ist mir schon einige Male passiert, dass ich auf die Uhr schaue: 8 Uhr morgens. Und mir denke, da kannst Du ja aufstehen. Dann aber feststelle, dass es Freitagmorgen ist. Und ich am Mittwochabend ins Bett gegangen bin. Im Klartext: einen Tag komplett verschlafen habe. Mein Rekord liegt bei 42 Stunden Schlaf am Stück, das war nach einer 20 Kilometer langen Wanderung.

    Was kann man bei einer Depression mit ausgeprägter Antriebsstörung machen:

    1. antriebssteigernde Antidepressiva wie Elontril, Trevilor, Edronax, diese wirken bei mir jedoch gegenteilig:

    2. Amphetamin und Mph: Wirken bei ADSlern generell nicht antriebssteigernd, sondern gegenteilig: In Überdosierungen wirkt Mph zwar kurzfristig antriebssteigernd (1 bis 2 Stunden) dann tritt jedoch das Gegenteil ein, das dann auch mit einer Erhöhung der Depressioin einhergeht. Amphetamin bewirkt bei mir in Dosierungen bis 100 mg überhaupt nichts.

    3. Modafinil, wirkt bei mir überhaupt nicht

    4. exotische Mittel wie Effortil, Pseudoephedrin oder Cathin bewirken kurzfristige Wachheit (30 Minuten), danach gar nichts mehr

    5. Koffein, Teein, Guarana wirkt nur kurzfristig

    6. Alkohol hingegen hat besonders in Verbindung mit Koffein (Whisky Cola, Cuba Libre, Vodka Red Bull) tatsächlich eine wachmachende Wirkung, die Nebenwirkung ist allerdings Besoffenheit Mein Cousin trinkt jeden Abend drei Biere, hat dann Bettschwere und schläft wie ein Stein, würde ich das machen, könnte ich nicht einschlafen. Alkohol hat also bei mir wie beim Threadstarter einen paradoxen Effekt.

    Fazit: Antriebslosigkeit (auch als Null-Bock-zu-rein-gar-nix-Syndrom bekannt geworden) ist ein Hauptproblem bei mir. Wer eine Lösung weiss, darf sich gerne melden.

  10. #10
    Ace


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Kennt ihr diese Antriebslosigkeit?

    Ja, kenne ich auch gut.

    Es ist kein Problem für mich auch 12 und mehr Stunden in der Arbeit 100% zu geben und das nicht nur einmal in der Woche,

    aber......

    wenn mein Hintern auch nur kurz die Couch berührt dann ist es vorbei, es ist ein eigenartiges Gefühl wenn man regelrecht spürt wie die dieses

    Mobiliar einem die ganze Energie und die unheimlich große Motivation die man in der Planungsphase gerade eben noch hatte durch den verlängerten

    Rücken wieder entzieht.

    Dann schaltet sich auch noch die Glotze wieder mal von alleine an und wenn erst mal die "Chill-Zigarette" brennt ist es ganz vorbei (zum Glück ist das fast Geschichte).

    Also wenn Du kiffst - hör auf damit oder mach weiter nix!

    Bei mir hilft eigentlich nur eines: will ich am Abend zum Sport dann nehme ich meine Sporttasche gleich mit in's Büro, will ich noch was am Moped machen zieh ich mich

    sofort um, hole mein Werkzeug und fange an zu schrauben.

    Leider sitze ich jetzt gerade schon wieder auf der Couch... d.h. ich bügle mir morgen Früh wieder ein Hemd während ich eigentlich gemütlich einen Kaffee trinken könnte!

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