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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 16

    Verdacht auf ADHS

    Wunderschönen guten Morgen zusammen

    kurz zu mir: ich bin 21 Jahre alt, männlich und mache gerade eine Ausbildung zur Fachkraft f. Lagerlogistik. So nun zu meinem eigentlichen Anliegen: ich befürchte, dass ich ADHS habe. Zu dieser Schlussfolgerung komme ich wie folgt: auf der Arbeit ( Großhändler, bin dort im Einkauf tätig ) mache ich extrem viele Leichtsinnsfehler, vergesse Arbeitsschritte, lasse mal etwas liegen das ich eigentlich hätte erledigen sollen. Des Weiteren bin ich auch recht zappelig und komme nicht wirklich zur Ruhe, versuche ich mich auf etwas zu konzentrieren schwirren mir binnen kürzester Zeit tausend andere Dinge durch den Kopf. Auf der Arbeit bin ich auch recht unordentlich, ja fast schon chaotisch.

    Das erste mal hatte ich den Verdacht auf ADHS als ich bei diversen Einstellungstests mitgemacht habe. In ziemlich allen Bereichen war ich gut, außer bei den Konzentrationstests - dort war ich grottenschlecht.

    Noch etwas, was eventuell erwähnenswert sein könnte: ich habe vor einigen Jahren extremen Missbrauch in Sachen Drogen betrieben ( Cannabis, Amphetamin, Methamphetamin ). Drogenmissbrauch soll ja auch ein Hinweis auf ADHS sein, richtig? seit einigen Monaten nehme ich übrigens täglich 75 MG Sertralin ( Angststörung, Versagensangst. Die Angststörung bringe ich mit den vielen Fehlern die ich auf der Arbeit mache in Verbindung ).

    Ich war übrigens schon in der Schule leicht abzulenken ( steht so im Zeugnis ) und teilweise auch ein Problemkind.

    Für wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass ich ADHS habe? ich habe jetzt in einem Monat einen Termin beim Psychiater bekommen, allerdings ist mir die Wartedauer fast zu lange. Gibt es eine Möglichkeit diese zu verkürzen?

    Viele Grüße

    Markus

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Verdacht auf ADHS

    Huhuu,

    tönt schon alles nach ADHS, nur ist es etwas schwierig zu beurteilen so, da ich mich nicht in dich hineinfühlen kann nach diesen paar Zeilen. Ausserdem habe ich selber noch keine Diagnose. (Bin aber ziemlich sicher, dass ich es habe, und laut einem Psychologen ist es "eigentlich offensichtlich".)
    Es kommt darauf an, wie schwerwiegend diese Probleme sind. Du beschreibst ja nur die Tatsachen, aber nicht deine persönlichen Gefühle dabei.

    Persönlichkeitsmerkmale spielen auch eine Rolle. Z.B. Impulsivität; heftig Stimmungsschwankungen; das Gefühl, anders zu sein und nicht verstanden zu werden; das Gefühl, die Welt mit andere Augen zu sehen...
    Auch ungeduldig (bei kleinen Sachen) sind die meisten - sie können schon mal ausrasten, wenn etwas nicht so schnell funktioniert, wie sie es wollen. Ich persönlich bin bei "grösseren Angelegenheiten", also langfristig, dennoch sehr geduldig - harnäckig, ein Steh-auf-Männchen bzw. Frauchen.

    Bei mir selber habe ich auch erst letzten Winter Verdacht geschöpft, als ich nämlich eine Fernsehsendung auf youtube sah, in der es um ADHS im Erwachsenenalter geht (Sie heisst "Zappelphilipp wird erwachsen"). Bin per Zufall (oder Vorahnung?) drauf gekommen, und beim Anschauen der Sendung hat es mich regelrecht durchgeschüttelt.
    Es war, als würde mir ein Spiegel vor die Nase gehalten. Und sowas hatte ich noch nie erlebt. Ich dachte immer, ich sei die Einzige in allem...

    Habe ihn meiner Mutter geschickt und sie hat mir alles nochmals bestätigt. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, denn plötzlich wurden mir alle Schwierigkeiten, mit denen ich in meinem Leben zu kämpfen hatte, klar. Es passt einfach ALLES zusammen.

    Guck vielleicht die Sendung, lies dich durch dieses Forum hindurch, sprich mit ADHSlern, ... - wenn du immer wieder tiefe AHA-Erlebnisse hast, du oft das Gefühl hast, man spreche dir aus der Seele - dann ist das wohl das sicherste Zeichen, dass du ADHS hast.


    Aber noch eine Bemerkung zu deinem Beitrag: Warum BEFÜRCHTEST du ein ADHS?
    Erstens glaub ich nicht, dass ADHS eine "Krankheit" ist, auch wenn es so beschrieben wird, sondern eine Anomalie. Wir funktionieren einfach anders als die meisten, aber deswegen "krank" oder "gestört" sein...?????
    Darüber hinaus hat ADHS trotz der Einschränkungen und Schwierigkeiten auch viele positive Seiten.

    Und ausserdem, wenn du die Diagnose hast, dann hat dein "Baby" wenigstens einen Namen....... für mich wäre das eine ziemliche Erleichterung und Hilfe, weil ich es gezielter angehen könnte.

    Liebe Grüsse )

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Verdacht auf ADHS

    Hallo Markus,

    erstmal willkommen hier im forum. was du da von dir berichtest, entspricht schon dem, was viele adhs-ler berichten. und wenn du dich da findest....wenn man das gefühl hat, endlich den schlüssel in der hand zu halten, passt er meistens auch. dennoch könnte es auch was anderes sein und das muss untersucht werden. einen termin hast du ja bereits gemacht. mit wartezeit von einem monat bist du gut bedient. die meisten warten deutlich länger. somit wird sich das eher nicht beschleunigen lassen. hast du den psychiater entsprechend deinem verdacht ausgewählt? heißt, hat er einen schwerpunkt auf adhs bei erwachsenen? oder ist es "irgendein" psychiater? von letzterem ist abzuraten. es gibt welche, die haben einen schwerpunkt auf adhs bei erwachsenen. die kennen sich aus, untersuchen das gründlich. sind rar, haben lange wartezeiten. aber das lohnt sich.

    liebe grüße
    mel.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Verdacht auf ADHS

    jetztaber schreibt:
    Huhuu,

    tönt schon alles nach ADHS, nur ist es etwas schwierig zu beurteilen so, da ich mich nicht in dich hineinfühlen kann nach diesen paar Zeilen. Ausserdem habe ich selber noch keine Diagnose. (Bin aber ziemlich sicher, dass ich es habe, und laut einem Psychologen ist es "eigentlich offensichtlich".)
    Es kommt darauf an, wie schwerwiegend diese Probleme sind. Du beschreibst ja nur die Tatsachen, aber nicht deine persönlichen Gefühle dabei.

    Persönlichkeitsmerkmale spielen auch eine Rolle. Z.B. Impulsivität; heftig Stimmungsschwankungen; das Gefühl, anders zu sein und nicht verstanden zu werden; das Gefühl, die Welt mit andere Augen zu sehen...
    Auch ungeduldig (bei kleinen Sachen) sind die meisten - sie können schon mal ausrasten, wenn etwas nicht so schnell funktioniert, wie sie es wollen. Ich persönlich bin bei "grösseren Angelegenheiten", also langfristig, dennoch sehr geduldig - harnäckig, ein Steh-auf-Männchen bzw. Frauchen.

    Bei mir selber habe ich auch erst letzten Winter Verdacht geschöpft, als ich nämlich eine Fernsehsendung auf youtube sah, in der es um ADHS im Erwachsenenalter geht (Sie heisst "Zappelphilipp wird erwachsen"). Bin per Zufall (oder Vorahnung?) drauf gekommen, und beim Anschauen der Sendung hat es mich regelrecht durchgeschüttelt.
    Es war, als würde mir ein Spiegel vor die Nase gehalten. Und sowas hatte ich noch nie erlebt. Ich dachte immer, ich sei die Einzige in allem...

    Habe ihn meiner Mutter geschickt und sie hat mir alles nochmals bestätigt. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, denn plötzlich wurden mir alle Schwierigkeiten, mit denen ich in meinem Leben zu kämpfen hatte, klar. Es passt einfach ALLES zusammen.

    Guck vielleicht die Sendung, lies dich durch dieses Forum hindurch, sprich mit ADHSlern, ... - wenn du immer wieder tiefe AHA-Erlebnisse hast, du oft das Gefühl hast, man spreche dir aus der Seele - dann ist das wohl das sicherste Zeichen, dass du ADHS hast.


    Aber noch eine Bemerkung zu deinem Beitrag: Warum BEFÜRCHTEST du ein ADHS?
    Erstens glaub ich nicht, dass ADHS eine "Krankheit" ist, auch wenn es so beschrieben wird, sondern eine Anomalie. Wir funktionieren einfach anders als die meisten, aber deswegen "krank" oder "gestört" sein...?????
    Darüber hinaus hat ADHS trotz der Einschränkungen und Schwierigkeiten auch viele positive Seiten.

    Und ausserdem, wenn du die Diagnose hast, dann hat dein "Baby" wenigstens einen Namen....... für mich wäre das eine ziemliche Erleichterung und Hilfe, weil ich es gezielter angehen könnte.

    Liebe Grüsse )
    Guten Morgen, erst einmal danke für die Antworten . Impulsiv bin ich auf jeden Fall, seit ich Sertralin nehme habe ich das allerdings weitestgehend in den Griff bekommen, die Stimmungsschwankungen wurden dadurch auch etwas abgeschwächt. Anders, beziehungsweise nicht normal, fühle ich mich allerdings immer noch.

    Ich bin eigentlich schon vor längerer Zeit darauf gekommen ADHS zu haben, allerdings hat es mich nie sonderlich gestört. Selbst in der Schule hatte ich dank extremen Lernaufwand einen Durchschnitt von 1,2.
    Ich hab mir auch schon die ein oder andere Dokumentation angesehen und bemerkt, dass ich doch schon sehr viel mit den betroffenen gemeinsam habe.

    Auf der einen Seite ist es selbstverständlich eine wahnsinnige Erleichterung, so weiß man wenigstens was man hat und was man dagegen machen kann. Auf der anderen Seite werde ich mich, wenn ich Pech habe, nach der Ausbildung eventuell nach einer neuen Stelle umschauen müssen. Bei meiner aktuellen Tätigkeit muss ich mir extrem viel merken, mich konzentrieren und stehe ziemlich unter Stress. Fragt sich nur was ich dann machen soll, da ich knapp 24 Jahre alt sein werde wenn ich die Ausbildung beende.

    Viele Grüße

    Markus

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Verdacht auf ADHS

    mel. schreibt:
    Hallo Markus,

    erstmal willkommen hier im forum. was du da von dir berichtest, entspricht schon dem, was viele adhs-ler berichten. und wenn du dich da findest....wenn man das gefühl hat, endlich den schlüssel in der hand zu halten, passt er meistens auch. dennoch könnte es auch was anderes sein und das muss untersucht werden. einen termin hast du ja bereits gemacht. mit wartezeit von einem monat bist du gut bedient. die meisten warten deutlich länger. somit wird sich das eher nicht beschleunigen lassen. hast du den psychiater entsprechend deinem verdacht ausgewählt? heißt, hat er einen schwerpunkt auf adhs bei erwachsenen? oder ist es "irgendein" psychiater? von letzterem ist abzuraten. es gibt welche, die haben einen schwerpunkt auf adhs bei erwachsenen. die kennen sich aus, untersuchen das gründlich. sind rar, haben lange wartezeiten. aber das lohnt sich.

    liebe grüße
    mel.
    Mit der Wartezeit hast du recht, bei anderen hätte ich wesentlich länger warten müssen. Ich weiß nicht ob sich der Psychiater auf ADHS bei Erwachsenen spezialisiert hat, allerdings habe ich mit diesem Arzt schon gute Erfahrungen gemacht.

    Viele Grüße

    Markus

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Verdacht auf ADHS

    Was mich noch interessiert: ich habe seit einiger Zeit überhaupt keine Lust mehr auf die Arbeit, es macht mir einfach keinen Spaß mehr. Ich denke das hängt mit den vielen Fehlern zusammen die ich mache. Aber egal wie sehr ich mich anstrenge Fehler zu vermeiden, mir passieren immer und immer wieder Flüchtigkeitsfehler. Wie handhabt ihr das auf der Arbeit? seid ihr auch so lustlos?
    Geändert von MarkusM91 (24.09.2012 um 13:20 Uhr)

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Verdacht auf ADHS

    Hey, Markus,

    Dann hast du in dem Fall schon Medikamente bekommen, obwohl du noch keine Diagnose hast...?
    Warst du denn bei einem Arzt (oder PSychiater? Oder....?) wegen deiner Impulsivität? Und der ist nicht von sich aus draufgekommen, dass du ADHS haben könntest?
    Nimmst du noch andere Medikamente?

    In der Primarschule war ich auch sehr gut.
    In der Kantonsschule hatte ich schon nach dem ersten Semester einen ziemlich langen Durchhänger (sowie viele andere Probleme auch). Es wurde eigentlich zunächst mal immer schlimmer, bis ich einmal fast provisorisch wurde. In Mathe war ich GAAANZ SCHLECHT. Hatte die letzten 4 Jahre nur selten eine genügende Note.
    Damals wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass ich extrem viel "lernen" kann, aber doch nur schlechte Noten schreib. Die Noten schienen sogar umgekehrt proportional zum Lernaufwand zu sein. Ich dachte, nun werde ich wohl dumm und dümmer. Erst viiiiiel später (nach der Kantizeit) habe ich registriert, dass ich eigentlich gar nie "wirklich" gelernt hatte: also den Text angeschaut, ich konnte meine Nase stundenlang in ein Buch stecken, aber in meinem Kopf sind ganz andere Sachen vorgegangen und somit ging vieles an mir vorbei. Mit anderen Worten: Ich konnte mich überhaupt nicht konzentrieren. Wieso mir das damals nicht aufgefallen war, weiss ich echt auch nicht. Irgendwie existierte diese Möglichkeit in meinem Kopf einfach nicht.

    Das SCHLIMMSTE war, dass ich auch in Fächern schlecht wurde, wo normalerweise meine Stärken liegen. Also Sprachen z.B. In Latein bin ich sogar auf eine ungenügende Note (im Zeugnis) gerutscht. Ausserdem fand ich es richtig zermürbend, dass ich vor Prüfungen meist den Stoff meinen KlassenkameradInnen erklären konnte (also Verständnis war überhaupt nicht das Problem) und danach in den Prüfungen um Einiges schlechter abschnitt als sie.
    Es gab nämlich auch noch ein anderes Problem (das ich auch erst später realisierte): Mir liegen Prüfungen nicht,in denen genaue Fragen gestellt werden, und das ist bei Tests in der Schule meistens der Fall. Kann ich zu einem Thema einfach erzählen, was ich weiss, Zusammenhänge ausführen etc., dann weiss ich normalerweise ziemlich viel zu schreiben, und es kommt recht gut heraus. Im anderen Fall lese ich entweder die Frage(n) nicht richtig oder schweife ab (weil ich nicht in dem kleinen Rahmen der gestellen Frage bleiben mag, da Zusammenhänge oft interessanter sind). In anderen Prüfungen (z.B. Französisch und Deutsch) machte ich sehr viele Flüchtligkeitsfehler.

    Ein Jahr vor, bzw. dann aber vor allem NACH meinem Austauschjahr begann ich mich in einer stetigen Aufwärtskurve zu steigern. Mein Abschlusszeugnis sieht gar nicht so übel aus, immerhin habe ich es in allen Spachen (auch Latein, oh Wunder) auf eine 5.5 geschafft. Nur in Mathe bin ich wirklich schlecht geblieben.

    WIe ich den Aufstieg geschafft habe, keine Ahnung.... wahrscheinlich mit seeeeeeeehr viel Willen, aber das ist eben nicht alles: Wohl auch Lehrerwechsel und zunehmende Lockerheit (mit dem Leben im Allgemeinen) nach meinem Austauschjahr.


    Naja, an der Uni... Im ersten Jahr hatte ich ein Einführungsjahr Sozialwissenschaften. Ich wollte Soziologie studieren, doch mit dem Einführungsjahr hatten wir vor allem Wirtschaft, Recht, Kommunikation, Wirtschaft und nochmals Wirtschaft. Bäh :/
    Die Noten waren dann mässig, auch nicht unbedingt dem Lernaufwand entsprechend, aber inzwischen wusste ich (glaub ich), dass ich nicht konzentriert war. Ausser in Soziologie: Dort bekamen wir nur zwei Noten, in beiden hatte ich eine 6.
    Nach einem Jahr habe ich an eine andere Uni gewechselt, dort hatten wir fast keine Prüfungen mit Noten mehr, sondern nur "Pass"/"Fail". Ansonsten bewegten sie sich auch im sehr guten Bereich (Soziologie). Im Verlaufe des Studiums kamen aber immer mehr Probleme hinzu, schrecklich finde ich das Organisieren/Planen, da wir den Stundenplan jeweils selbst zusammenstelle müssen und eine Wegleitung haben, an die wir uns idealerweise halten sollten (ich habe sie nach drei Jahren zum ersten Mal richtig angeschaut....). UND: Arbeiten schreiben. Sehr schwierig. Nicht das Schreiben, sondern das Dranbleiben und Konzentrieren und Deadline-Einhalten. Bin soweit, dass ich mir nun Hilfe geholt habe.

    Aber jetzt habe ich viel zu viel geschrieben. Sorry. Ich wollte nur noch sagen wegen deiner Ausbildung:
    - 24, das geht ja noch ... Ich glaube, viele von hier haben einen längeren Weg hinter sich, und ausserdem ist es ja etwas, das für dich langfristige Konsequenzen hat. Ich meine, klar ist es mühsam, aber ich glaube, es gibt Wichtigeres als EINE AUSBILDUNG -- zack -- EINEN BERUF.
    - egal ob du nun die Diagnose ADHS bekommst oder nicht, deine Symptome werden sich ja nicht verändern: also wenn du jetzt Probleme hast, die deinen Beruf betreffen, dann hast du die auch ohne ADHS-Diagnose und müsstest sowieso wechseln. Wenn du aber keine Probleme hast, dann werden die auch mit ADHS nicht plötzlich kommen.

    LG

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Verdacht auf ADHS

    hallo markus,

    wenn du so gestresst bist und deine fehlerquote gestiegen ist, wundert mich nicht, dass dir das keinen spaß mehr macht. wie lang geht denn deine ausbildung noch?

    lg
    mel.

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