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Diskutiere im Thema ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Also um mal bei dem Beispiel Depressionen zu bleiben, wenn man nicht selbst grad in der Scheisse sitzt, können es die Außenstehenden schon nicht mehr verstehen, wie aber sollen die etwas verstehen, was sie nie gefühlt haben, wenn sie schon nicht mehr verstehen können, was sie schon mal gespürt haben?

  2. #22
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Hallo Rebellin,

    ich finde ja, dass man sich durch aus austauschen sollte! Aber so funktioniert Austausch mE nicht. Könnte ich es tun, würde ich mal ein paar Threads aus dem Angehörigenbereich verlinken, in denen, wieder nur mE., ein WAHRER Austausch stattgefunden hat.

    Ich persönlich brauche diesen Raum (das Forum) als vorwurfsfreie Zone.... Der Angehörigenbereich ist ja ein Angebot für den konstruktiven Ausstausch. Mir reicht es einfach, wenn ich mich in meiner Realität mit Nichtbetroffenen "austausche".

    Ist jetzt einbisschen viel "ich" geworden.... musste wohl mal wieder sein


    Verstehe (hab das i-Wort mal weggelassen) aber was du meinst und denke, dass du recht hast.... nur mit kleiner Einschränkung

    LG
    happy

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    happypill schreibt:
    ..

    Ich würde als frustrierter Angestellter NIE auf eine solche Seite klicken, weil ich keinen Bock hätte, dass mir da die Galle überläuft, sondern eher auf eine Seite für frustrierte Angestellte....
    ups, ich meine, da liegt aber jetzt ein missverständnis vor
    ich sehe mich weder als frustriert, noch als retter der nation.. es sollte lediglich ein denkanstoß geben..
    ich verstehe die situation (jetzt) und gebe keine guten ratschläge!
    das thema interessiert mich, weshalb ich hier bin und es hat mir geholfen zu verstehen .. wenn es mehr menschen tun würden, wäre es hilfreich..
    zudem gab mir der threadtitel einen anstoß "..verstehen, ohne.." betroffen zu sein
    und

    happypill schreibt:
    ..
    Ist auch nicht böse gemeint
    nein, sehe ich auch nicht und meine das genauso wenig

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    zunächst mal: wer bringt den für UNS verständnis auf? euer teil der menschheit (um bei der schublade zu bleiben) fordert verständnis, achtung, toleranz in jeglicher hinsicht.. und was ist mit uns??
    ich - ich bringe jeden Tag und andauernd Verständnis und Akzeptanz für "Stinos" auf. Ich akzeptiere, dass sie sich besser konzentrieren können, ich verstehe, dass es sie nervt, wenn ich auf dem Stuhl kippel - tu ich alles.

    Ich weiß wir AD(H)Sler können anstrengend sei - keine Frage, die AD(H)S hat auch nicht als Ausrede für asoziales Verhalten zu dienen "huch, entschuldigung, dass ich dir eine geklatscht aber, abe ich ich habe mal eine geringe Impulskontrolle" - ich denke um diese DInge geht es nicht.

    Es geht auch nicht darum, dass ein konkreter ADHSler einen konkreten "Stino" zur Verzweiflung getrieben hat (mal so nebenbei, warum hast du nicht die Reisleine gezogen und dich rechtzeitig abgegrenzt?) Es geht doch darum, dass ein ganz "normaler" AD(H)Sler ständig auf direkte oder aber (noch verletzender) indirekter Art mitgeteilt bekommt, dass er nicht "Richtig" ist, dass er schon könnte wenn er nur richtig wollte und und und .......

    Das macht einen fertig, das zermürbt, das treibt selbst den stabilsten Mensch irgendwann in die Depression oder in eine andere Kormorbidität.

    Alles LIebe Elvira

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Elwirrwarr schreibt:
    ich - ich bringe jeden Tag und andauernd Verständnis und Akzeptanz für "Stinos" auf. Ich akzeptiere, dass sie sich besser konzentrieren können, ich verstehe, dass es sie nervt, wenn ich auf dem Stuhl kippel - tu ich alles.
    ganz genau so. ich verstehe, dass manche verhaltensweisen für andere nervig sind oder sie sie einfach falsch interpretieren. (so meine ich es gar nicht unhöflich, wenn ich dazwischen quatsche. wirklich nicht. ich verstehe aber, dass das auf andere diesen eindruck macht.)
    folglich bin ich den ganzen tag dabei, mich selbst zu beobachten und zu versuchen, meine handlungsimpulse zu unterdrücken und/oder durch andere handlungen zu ersetzen. verwende in der uni viel kraft darauf, still zu sitzen. weil ich verstehen kann, dass mein gezappel die anderen in den wahnsinn treibt. und wundere mich allmählich nicht mehr, warum ich immer so unglaublich müde bin, wenn ich aus der uni komme. sich andauernd zu beobachten und zu kontrollieren ist einfach anstrengend! (noch dazu die vielen reize, der versuch sich auf die vorlesung zu konzentrieren) und so wäre es doch schön, wenn irgendjemand wenigstens dafür, dass ich müde bin, verständnis aufbringen könnte.

    wer verständnis für einen stino hat? 90% der gesellschaft. wozu nicht-stinos gehören. :-)
    Geändert von mel. (22.09.2012 um 14:40 Uhr)

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Es geht doch darum, dass ein ganz "normaler" AD(H)Sler ständig auf direkte oder aber (noch verletzender) indirekter Art mitgeteilt bekommt, dass er nicht "Richtig" ist, dass er schon könnte wenn er nur richtig wollte und und und .......
    Das ist momentan auch bei mir ganz großes Thema. Seit Frühling ist die Adhs bei meinem Sohn (7) bestätigt. "Auffälligkeiten" in der Schule, für alle Beteiligten störend, und der Hinweis meiner Freundin liessen uns den Test machen. Die Reaktionen darauf fallen sehr unterschiedlich aus. Die Klassenlehrerin ist sehr engagiert und hält auch mit der Ergotherapeutin Rücksprache und wir sind ebenfalls gut im Kontakt miteinander. Sie hinterblickt zwar nicht die Hintergründe sondern sieht "nur" die Auswirkungen von Adhs, aber versucht entsprechend zu handeln. Da bin ich schon wahnsinnig froh drüber.
    In der Nachmittagsbetreuung ist die Leiterin Sozialpädagogin (sollte entsprechendes Wissen eigentlich haben). Für sie ist er nach wir vor ein eher ungezogenes freches Kind und ihre Massnahmen bei Regelbruch sind alles andere als effektiv (Regelblatt abschreiben, eine Woche dies oder jenes nicht ...) Ich könnte bei soviel Ignoranz ständig aus der Haut fahren - mache ich aber nicht.
    Die Hausaufgabenbetreuerin dagegen weiß ganz genau, wie sie mit ihm umgehen muß, da sie selbst ein Kind mit Adhs hat. Mir standen letztens fast die Tränen in den Augen, als ich sah, wie toll sie ihn unterstützt hat und ihn auch in einer kritischen Situation zu händeln wusste.

    Ich habe es ja selbst auch adhs, habe mich aber extrem gut anpassen können, so dass sich die Auswirkungen im Rahmen halten - es kostet mich aber auch viel

    Mein Mann hat es nicht und er kann es deshalb schlecht nachvollziehen, warum unser Sohn so oder so reagiert. Da fühlt er sich dann einfach hilflos. So langsam aber bekomme ich es ihm vermittelt, da ich ja beide "Welten" recht gut kenne. Ich bin froh, dass er zum einen bei meinen "Unzulänglichkeiten" großzügig drüber wegschaut und sie einfach akzeptiert und zum anderen nun auch eine Ahnung davon bekommt, dass unser Sohn einfach etwas anders ist und man daher die "Kommunikation" einfach umstellen muss. Ist halt ein wenig so, als würde jeder eine andere Sprache sprechen.

    Mir hilft der Austausch mit meiner Freundin und deren Mann (hat adhs) ungemein. Da man sonst wirklich eher allein dasteht und auf Unverständnis stößt. Ich erwähne es nur, wenn ich es für sinnvoll erachte. Je nach Person erkennt man dann aber schon, ob die Person offen ist, oder doch eher kleinkariert denkt. Entsprechend fallen dann meine Erklärungen aus.

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Ich könnte bei soviel Ignoranz ständig aus der Haut fahren - mache ich aber nicht.
    So ist es, wir AD(H)Sler, die in dieser Welt eigermaßen zurecht kommen, im Berufsleben stehen, Kinder haben und sonst irgendwie aktiver Teil dieser Gesellschaft sind leisten jeden Tag enorme Anpassungsleistungen. Wir verpulvern unsere Kraft um es "richtig" zu machen und viele von uns werden darüber schwer krank ..


    ... ich bin gerade dabei mich so richtig in Rage zu schreiben ... eigentlich gehört uns ein Preis für besonderes gesellschaftliches Engagement verliehen


    Elwirrwarr

  8. #28
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Rioja schreibt:
    Sie hinterblickt zwar nicht die Hintergründe sondern sieht "nur" die Auswirkungen von Adhs, aber versucht entsprechend zu handeln
    vorbildlich. und doch eigentlich auch "nur" das, was die meisten von uns sich wünschen. sie schafft es zwar nicht, dass thema zu durchdringen, aber auf ihn einzugehen und sich sagen zu lassen (das ist für viele vielleicht die größte schwierigkeit), wie sie das am besten macht.


    Rioja schreibt:
    ihre Massnahmen bei Regelbruch sind alles andere als effektiv (Regelblatt abschreiben, eine Woche dies oder jenes nicht ...)
    solche methoden werden heute noch angewandt???? ob nun mit oder ohne adhs, was soll das denn?
    Geändert von mel. (22.09.2012 um 15:22 Uhr)

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    mir geht es gerade genauso wie Elwirrwarr. ich habe gestern abend auch schon überlegt, ob ich dazu einen eigenen thread öffne. ich bin überangepasst. ich passe mich so sehr an, dass ich mir damit auf einer anderen eben schon wieder selbst schade. mal abgesehen von der energie die es mich kostet, die ich eignetlich für anderes bräuchte. und für diese anpassung auch gleichzeitig teile von mir zudeckeln muss, die eigentlich angenehm sind. die andere auch mögen. aber es geht eben nur entweder oder.

    vielleicht ist es aber auch gerade das. die leute sehen nicht, wie viel ich mich anpasse und wie viel energie darin steckt. die sehen nur, dass ich ein verträglicher mensch bin, dass ich gut zurecht komme, was ich alles erreicht habe. die haben den eindruck, ich hätte mich und mein leben im griff. eigentlich wieder klar, dass die nicht verstehen können, dass ich es anders empfinde.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    solche methoden werden heute noch angewandt???? ob nun mit oder ohne adhs, was soll das denn?
    Ja, zumindest bei "unserer" OGS-Leiterin. Der Sinn ist mir auch noch nicht ganz klar, weil die Kinder das mit dem Abschreiben ja nicht unbedingt verinnerlichen. In meinen Augen zeigt das nur eine Hilflosigkeit, dass man nicht in der Lage ist, adäquate Konsequenzen für Regelüberschreitungen findet. Sie seufzt auch immer wieder, wie "clever" er doch ist und sich versucht an den Regeln vorbeizumogeln. Finde ich schon interessant, dass eine Frau mittleren Alters, im Erziehungsbereich ausgebildet, nicht in der Lage ist, einem 7-jährigen an "Cleverness" zu überbieten. - uuups, jetzt habe ich den Puls schon wieder auf über 180°

    ich bin überangepasst. ich passe mich so sehr an, dass ich mir damit auf einer anderen eben schon wieder selbst schade.
    Das Problem ist ja mittlerweile auch bei mir, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich "wirklich" bin. Bei der ganzen Anpassung habe ich mich selbst verloren. Da ist es natürlich auch für das Umfeld schwierig, einem gerecht zu werden.
    Ich versuche nun, doch ein paar "Kanten" zuzulassen. Was gar nicht so einfach ist, da ich mich noch sehr über die Meinung der anderen identifiziere und kein so dolles Selbstwertgefühl habe. Nur so, wie bisher, kann es nicht weitergehen.
    Habe ja oben schon erwähnt, dass ich mich mit dem Mann meiner Freundin auch austausche und er lässt in bestimmten Situationen bewusst sein "Naturell" durchblicken. Witzigerweise kommt das in seiner Position auch positiv an, geht halt um Marketing und Verkauf. Da braucht man auch solche "Vorprescher" und "Provokateure".

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