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Diskutiere im Thema ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Ich verstehe die AD(H)S ja selber nicht - obwohl ich sie habe.

    Als ich z. B. das Buch "Such dir Menschen die dir gut tun" von der Beerwerth gelesen habe, ging es mir von Kapitel zu Kapitel schlechter. Ich kam mir vor wie der letzte Dreck, wie ein überlebensunfähiges Etwas. Mir ging es danach lange schlecht. Andere AD(H)Sler sagen, dass sei ein tolles und hilfreiches Buch.

    Wir scheinen uns selber auch sehr zu unterscheiden.

    Ich kann z. B. manches bei Hypoaktiven nicht verstehen. Ich kann nicht verstehen, dass manchen eine Dauerhintergrundbeschallung hilfreich finden - mich macht sie irre. Ich habe auf der Arbeit mal mit einer AD(H)Slerin zusammen gearbeitet, der das so ging. Ich habe meinen Chef gebeten sie zu versetzen oder nicht die Probezeit bestehen zu lassen. Ich kann mit dieser Hintergrundmusik nicht klar denken, sie konnte nicht ohne Hintergrundmusik klar denken.

    Mir ist das unverständlich.

    Ich erwarte auch keine Verständnis - ich wünsche mir Toleranz und Akzeptanz

    Ach ja, und ich wünsche mir , dass mir nicht jeder Depp oder "nicht Depp" glaubt erklären zu wollen, wie es mir geht und was ich nur tun muß damit alles besser wird.



    Elwirrwarr

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    hi ihrs :-)
    hierzu muß ich was sagen, es ist mir ein bedürfnis ;-).. ich will niemanden angreifen oder gar beleidigen, das liegt mir fern..
    dennoch sehe ich das ganze ein wenig differenziert.
    persönlich "leide" ich nicht unter adhs, bin also ein in euren augen STINO, wobei ich auch das als ein sog. schubladen-denken empfinde ;-)
    zunächst mal: wer bringt den für UNS verständnis auf? euer teil der menschheit (um bei der schublade zu bleiben) fordert verständnis, achtung, toleranz in jeglicher hinsicht.. und was ist mit uns??
    ich selbst habe mich ein halbes jahr in einer solchen beziehung zunehmend bemüht höchstmögliches verständnis aufzubringen, so manches ungemach zu ignorieren, bzw. mit verständnis kleinzureden.. nur, es war mir nicht gegönnt.. endlose monologe mit rechtfertigungen WARUM und WIESO das so ist, es ging an die substanz..
    und was hatte ich davon? nach 6 monaten war ich seelisch am ende :-(
    zusammenbruch, klinikaufenthalt - ich hatte den glauben an die menschheit verloren..

    jetzt bin ich wieder da und ziehe fazit - alle haben ein recht auf dasein, nur müssen sie es auch mir lassen!!
    wenn ich merke, dass sich jemand durch mich, bzw. meine reden nicht gut fühlt, dann schalte ich um und gehe einen anderen weg.. und je nach dem wie wichtig mir die situation ist, ist toleranz oberstes gebot!
    nur für mich dieses nicht endlos ;-)
    wir leben in einer gemeinschaft und da geht eben nicht "ich will".. wohl absolut notwendig für sich selbst (der gesunde egoismus) aber nicht inbezug auf andere, und das gilt genauso für jeden der "schubladen"..
    ich akzeptiere jetzt das "andere denken", dennoch kann ich mich davon nicht lenken lassen, weil es mich "umbringt" .. und wer hat jetzt da verständnis???

  3. #13
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Hallo alle,

    Ich hatte mit der selbe thema ein thread angefangen, aber rede weiter mal hier, da schon einige dabei sind.

    Es tut mich gut zu sehen dass ich nicht allein bin! Ich kann mich in vieles was geschrieben ist wiederfinden.

    Ich denke, wer einiges nicht selber erlebt hatte, kann es nicht verstehen... Schwere depris versteht auch nicht jeden mensch und PTBS auch nicht...

    Mich ist auf eine art egal ob jemand mich versteht oder nicht. Ich verstehe auch nicht jeden mensch und kann damit leben und doch menschen die ich nicht verstehe doch annehmen wie sie sind.

    Da spricht mich Elwirrwar aus der seele:

    Ich erwarte auch keine Verständnis - ich wünsche mir Toleranz und Akzeptanz

    Ach ja, und ich wünsche mir , dass mir nicht jeder Depp oder "nicht Depp" glaubt erklären zu wollen, wie es mir geht und was ich nur tun muß damit alles besser wird.
    Meine eltern haben mich ehe so genommen wie ich war. Nicht immer verstanden, aber in ihre kopf war ich einfach so wie ich war und es war grundsächlich ok. Mit der zeit erfahre ich sogar immer mehr verständnis von ihnen: Mein vater ist wahrscheinlich genträger und wir sind uns ähnlich und sowieso, sie haben viel erlebt, sind auch an ihre grenzen gestossen... Meine mutter hat eine chronische krankheit die einschränkend ist und ich glaube, es hilft ihr viel einiges zu verstehen. Besonders dass es einiges gibt die man einfach nicht mehr mit will verändern kann!

    Es gibt menschen, ausser ADSler die mich manchmal doch recht gut verstehen (nicht so gut wie ADSler, aber besser als der durchschnitt): solche die eine chronische krankheit haben, oder sonstiges "heftiges" wie eine PTBS. Wenn es drum geht, einiges nicht so können wie andere, sie wissen wie es ist. Und auch wenn sie mich mal nicht ganz verstehen, sind sie doch die letzten die mich "tolle ratschlägen" kommen...

    Unverständnis hatte ich schon als kind erlebt, aber schlimmer war menschen die mich irgendwie verändern wollten, statt einfach versucht zu haben was ich brauche und wie mit mich umgehen damit es für alle beteiligte stimmt.

    Verständnis war selten und um so stark begehrt bei mich...

    Immer wieder rege ich mich über eine bestimmte art von menschen: Deppen die trotzt ihre relative hohe alter (bei junge menschen bis 30 jahren alt bin ich etwa nachsichtlicher) immer noch meinen dass alles mit wille zu lösen ist und dass man sich als erwachsene sich doch genug zusammennehmen kann...

    Immer wieder, auch die letzten zeit, gerate ich früh oder spät im streit mit solche menschen.

    Ich schlucke es auch weniger, will mich immer weniger als dummies behandelt werden und von andere das leben erklärt bekommen (dafür bin ich auch wirklich zu alt). So gerate ich richtig im konflikt mit eine freundin... Seit langem war es schon eine konflikt und wir hatten darüber immer wieder gestritten (sie meint immer besser zu wissen was für mich richtig ist), aber zwischen ihr eigene stress (es steigert ihre ungeduld und reizbarkeit) und meine eigene mut die klappe aufzumachen ist es einige mal echt laut geworden...

    Es ist für mich wirklich eine grosse enttäuschung! Wir mögen uns, wir kennen uns seit 5 jahren, reden viel miteinander, unternehmen auch viel zusammen. Sie befasst sich mit ADS, auch wegen ihr partner (der mich gut versteht ohne dass ich lang erklären muss) und sogar beruflich (mit kindern). Dumm ist sie nicht, sie ist sonst offener, toleranter als der durchschnitt.

    Also, wirklich jemand der viel wissen und interesse zeigt!

    Aber dumme sprüchen kann sie sich nicht verkneifen und schnelle schlüssel über meine verhalten auch nicht...
    Sachen wie vergesslichkeit, ablenkbarkeit, chaos kann sie noch recht gut nachvollziehen, da sie auch irgendwie kennt. Aber reizoffenheit, reizüberflutung, mühe bei reizverarbeitung ist ihr wirklich total unverständlich.

    Da sie mich nicht versteht ist nicht wirklich was mich am meistens verletzt. Sie kann es zugeben und es reicht mich schon. Aber dann doch mich sagen was ich machen muss oder was mein problem ist... Nee!

    Naja, im moment kann ich nur bei mich schauen, meine emotionen irgendwie in ruhe bringen (emoflex ist super dafür) und mich dann (es geht immer besser) ruhig abgrenzen. Mit solche problemen muss ich irgendwie eine weg finden...

    Ich erwarte nicht so viel verständnis. Es reicht wenn menschen auf meine bedürfnissen eingehen können. Also, langsamer sprechen damit ich mich sachebn merken kann ohne doofe kommentaren wie "du muss schneller denken" oder mich erlauben in eine ruhige ort zu gehen wenn ich mich konzentrieren muss. Für einiges klappt es sehr gut, für andere weniger...

    @ Alima: gerade deine beitrag gelesen. Ich stimme dich auch voll zu: Verständnis sollte gegenseitig sein! akkzeptanz auch. In eine beziehung sollte jeden beitragen dass es beiden gut geht.

    Ich finde auch richtig dass meine umfeld sich mich gegenüber abgrenzt, da ich keine engel bin. Ich finde auch ok dass von mich eine höffliche verhalten erwartet wird so wie zuverlässigkeit (oder kurze meldung bei verspätung). Aber ich erwarte auch dass andere wissen dass ich mit einiges schneller an meine grenze komme und bin froh wenn sie mich da auch helfen. Zum beispiel, es ist mich am arbeit wichtig die sachen richtig zu machen. Also, ich bitte der andere auch darum mich die sache so zu erklären dass ich verstehe und umsetzten kann (mich auch merken kann, besser notieren kann) und mich auch die zeit und ruhe dafür.

    Aber es ist auch meine verantwortung selber fragen zu stellen wenn ich unsicher bin und notizen zu nehmen wenn ich es brauche und ansprechen wenn ich ruhe und zeit brauche (oder mich selber einrichten).

    Es gab trotzdem deppen die meinten, ich bräuchte doch weder notizen, noch kontrolle und dann ist es im hosen gegangen. Also, für mich auch ärgerlich! So was ist wirklich unverständnis und in eine mass dass es mich problemen macht.

    Ich würde sagen dass verständnis für mich, für stinos mehr ruhe und harmonie im beziehung bringen sollte. Es sollte in eine mass sein (und gegenseitig) dass beiden sich wohl fühlen oder mindenstens miteinander einige massen klar kommen. Wie jeden mensch, kann ich meine bestens seiten besser zeigen und erleben wenn andere wissen wie mit mich in etwa umgehen...

    lg
    Geändert von mj71 (22.09.2012 um 12:40 Uhr)

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 76

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    danke für die links mel. werd sie mal durchlesen und ggf. ausdrucken.

    ich denke wir dürfen nicht erwarten, daß es andere wirklich verstehen. wie Elwirrwarr schon schreibt, können wir es selber ja nicht richtig verstehen, obwohl wir uns ständig damit auseinander setzen. in diesem fall müssen auch wir ein wenig verständnis zeigen auch wenn unser leidensdruck leider schon sehr hoch ist.

    und sie erwähnt auch gleich die zauberworte: Toleranz und Akzeptanz! Das kann man allerdings sehr wohl erwarten. Allerdings nicht von vornherein, sondern man muß den leuten die gelegenheit geben sich damit auseinander zu setzen. da es aber erstmal sehr schwer ist die leute dazu zu bekommen und man selbst ja sehr ungeduldig mit seinen mitmenschen ist, denke ich ist diese "flyeraufklärung" der beste weg....

    1. die infos sind kurz, knapp, verständlich und kompetent
    2. man spart sich selbst nerven und zeit
    3. die person kann sich individuell zeit nehmen es zu lesen und zu verstehen (es gibt ja auch leute mit sehr langen leitungen)
    4. wenn danach noch fragen sind und das interesse besteht, kann man entweder selbst aufklären oder an weitere hefte/bücher verweisen

    ich werde es auf jeden fall so ausprobieren. ich denke, es ist (zumindest für mich) der beste weg!

    lg

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    hallo alima,

    wenn du die vorigen beiträge gründlich liest, wirst du feststellen, dass niemand von uns grenzenloses verständnis gefordert hat. erst recht nicht für inakzeptable verhaltensweisen. und zumindest einige von uns auch der meinung sind, dass manches für andere einfach auch nicht nachvollziehbar ist. das war ja auch der kern der fragestellung. kann es überhaupt verstanden werden? ist das überhaupt möglich? in vielen bereichen sicher nicht. und das hat nicht mal was mit adhs ja/nein zu tun.
    jedoch scheint es so zu sein, dass ein adhs-ler in seinem alltag häufiger auf verständnislosigkeit trifft als andere. dennoch denke ich, ist es legitim sich zu wünschen, dass jemand versucht verständnis aufzubringen, zu akzeptieren. es ist legitim sich zu wünschen, dass mein umfeld auch für dinge, die es nicht verstehen kann, dennoch verständnis aufbringt für mich und meine nöte. ich kann auch nicht alles bei allen verstehen, aber ich kann es ihnen lassen. das ist der punkt. wenn jemand nciht versteht, warum manches ist, wie es ist, warum es leid erzeugt, wenn er sich da nicht hineinversetzen kann. dann kann er es eben nicht. aber er könnte es doch versuchen. darüber hinaus kann er es mir lassen und nicht in abrede stellen. wenn ich eine woche vor einer klausur nicht lernen kann, will ich nicht hören, dass ich nur zu faul bin. wäre ich das, hätte ich mich nicht schon da zu hause eingeschlossen und es versucht. das ist unglaublich frustrierend. da möchte ich zu meinem eigenen frust (und teils verständnislosigkeit doch sogar für mich selbst) nicht noch eins übergezogen bekommen. verstehst du das?? :-)
    ich war immer bemüht, verständnis für jedermann aufzubringen. deshalb frage ich so viel. damit ich es verstehen kann. und bekomme dann eins übergezogen, weil ich so viel frage. wenn nun ein großteil meines umfeldes gar nicht erst versucht, verständnis für etwas aufzubringen, warum soll ich es andersrum weiterhin wollen?

    versuch es mal, bitte. das erlebnis mit deinem freund. monate lang hast du dir mühe gegeben, es hat nichts gebracht. jetzt komm ich als deine freundin und sage: "stell dich nicht so an. das kann doch so schwer nicht sein. kann doch jeder. du hast es nur nicht richtig gewollt, hast dir nicht genug mühe gegeben." wie fühlst du dich dann???????


    es tur mir leid, dass du da eine solch schlechte erfahrung gemacht hast. bitte hüte dich aber davor, aufgrund dieses zeitgenossens alle in einen topf zu tun. adhs hat nichts mit rücksichtlosigkeit und dem missachten der gefühle anderer zu tun! ich kann, will und werde nicht unmögliche verhaltensweisen an den tag legen, diese mit adhs begründen und obendrauf verständnis dafür fordern um immer genau so weiter zu machen. die, bei denen z.b. schnelle gefühlsausbrüche ein problem sind. die leiden selbst darunter, nicht nur ihr umfeld. und versuchen, daran etwas zu ändern. nein, adhs ist keine begründung für rücksichtslosigkeit. wenn du an jemanden geraten bist, der genau dafür adhs als begründung genommen hat, um rücksichtslos sein zu dürfen, tut es mir leid für dich. und das sollte man auch nicht gelten lassen! was ich mir wünsche, ist rücksicht für meine nöte, nicht für schlechtes benehmen!

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Hallo ihr Lieben

    nach meinem Beitrag von vorhin habe ich mit einer entfernt Bekannte telefoniert. Sie hat sich ,eigentlich erst durch mich, vor Kurzem mit dem Thema ADHS auseinandergesetzt. In unserem Telefonat stellte sie mir einige Verständnisfragen zu ADHS und meinte dann:

    Sie könne sich vorstellen, dass das Gefühl "anders" zu sein, irgendwie nicht richtig zu sein, sehr schlimm sei für einen AD(H)Sler. Sie sei bei ihrer Beschäftigung mit dem Thema an einen Punkt gekommen, wo sie gemerkt habe, dass da irgendwelche Ratschläge nur noch mehr verletzen und das eigentlich nur noch liebevolle Akzeptanz, ohne sich selber aufzugeben, angesagt sei.


    Es scheinen also Menschen zu existieren, die emphatisch sein können ohne selber betroffen zu sein und die druch selbständiges Denken zu guten Ergebnissen kommen

    ich bin jetzt noch ganz baff.

    alles LIebe Elwirrwarr

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    ja, die gibt es. wäre schön, gäbe es mehr. :-)

  8. #18
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Alima schreibt:
    hi ihrs :-)
    hierzu muß ich was sagen, es ist mir ein bedürfnis ;-).. ich will niemanden angreifen oder gar beleidigen, das liegt mir fern..
    dennoch sehe ich das ganze ein wenig differenziert.
    persönlich "leide" ich nicht unter adhs, bin also ein in euren augen STINO, wobei ich auch das als ein sog. schubladen-denken empfinde ;-)
    zunächst mal: wer bringt den für UNS verständnis auf? euer teil der menschheit (um bei der schublade zu bleiben) fordert verständnis, achtung, toleranz in jeglicher hinsicht.. und was ist mit uns??
    ich selbst habe mich ein halbes jahr in einer solchen beziehung zunehmend bemüht höchstmögliches verständnis aufzubringen, so manches ungemach zu ignorieren, bzw. mit verständnis kleinzureden.. nur, es war mir nicht gegönnt.. endlose monologe mit rechtfertigungen WARUM und WIESO das so ist, es ging an die substanz..
    und was hatte ich davon? nach 6 monaten war ich seelisch am ende :-(
    zusammenbruch, klinikaufenthalt - ich hatte den glauben an die menschheit verloren..

    jetzt bin ich wieder da und ziehe fazit - alle haben ein recht auf dasein, nur müssen sie es auch mir lassen!!
    wenn ich merke, dass sich jemand durch mich, bzw. meine reden nicht gut fühlt, dann schalte ich um und gehe einen anderen weg.. und je nach dem wie wichtig mir die situation ist, ist toleranz oberstes gebot!
    nur für mich dieses nicht endlos ;-)
    wir leben in einer gemeinschaft und da geht eben nicht "ich will".. wohl absolut notwendig für sich selbst (der gesunde egoismus) aber nicht inbezug auf andere, und das gilt genauso für jeden der "schubladen"..
    ich akzeptiere jetzt das "andere denken", dennoch kann ich mich davon nicht lenken lassen, weil es mich "umbringt" .. und wer hat jetzt da verständnis???
    Liebe Alima,

    ich versuche mal ein Beispiel zu konstruieren:

    Wenn ich, als frustrierter Angestellter eines mittelständischen Unternehmens auf die Seite eines Forums klicke (und mich dort sogar anmelde) das von mittelständischen Unternehmern für mittelständische Unternehme gemacht wurde, dann wird mir die Galle überlaufen, denn dort unterhalten sich die mittelständischen Unternehmer über IHRE Sorgen, zu denen auch die frustrierten Angestellten gehören und wenn ich dann glaube, ich schreibe dort, als frustrierter Angestellter einen oder einige Beiträge und werde dann so etwas lesen wie: "Ach ja, Mensch, so habe ich das ja noch gar nicht betrachtet... naja, dann...", dann unterliege ich einem sehr naivem Irrtum....

    Ich würde als frustrierter Angestellter NIE auf eine solche Seite klicken, weil ich keinen Bock hätte, dass mir da die Galle überläuft, sondern eher auf eine Seite für frustrierte Angestellte....

    ... was ich eigentlich der Art logisch finde, dass ich mich immer wieder wundern muss, dass sich Angehörige wundern, dass sie hier nicht das zu lesen bekommen, was sie als angenehm betrachten würden (WOBEI!!... als ich noch im Angehörigenbereich lesen konnte, war ich oft erstaunt WIE verständnisvoll einige Chaotinnen und Chaoten reagieren)


    Ist auch nicht böse gemeint

    LG
    happy

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 76

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    Elwirrwarr schreibt:
    nach meinem Beitrag von vorhin habe ich mit einer entfernt Bekannte telefoniert. Sie hat sich ,eigentlich erst durch mich, vor Kurzem mit dem Thema ADHS auseinandergesetzt. In unserem Telefonat stellte sie mir einige Verständnisfragen zu ADHS und meinte dann:

    Sie könne sich vorstellen, dass das Gefühl "anders" zu sein, irgendwie nicht richtig zu sein, sehr schlimm sei für einen AD(H)Sler. Sie sei bei ihrer Beschäftigung mit dem Thema an einen Punkt gekommen, wo sie gemerkt habe, dass da irgendwelche Ratschläge nur noch mehr verletzen und das eigentlich nur noch liebevolle Akzeptanz, ohne sich selber aufzugeben, angesagt sei.


    Es scheinen also Menschen zu existieren, die emphatisch sein können ohne selber betroffen zu sein und die druch selbständiges Denken zu guten Ergebnissen kommen
    ...na das läßt ja mal die Hoffnung steigen
    Es gibt ja auch viele Gute, nur muß man sie leider meistens in den engeren Kreisen eine Weile suchen.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 76

    AW: ADHS verstehen, ohne ADHS zu haben?

    @happypill: Auf der einen Seite hast du natürlich recht. Aber auf der anderen Seite geht es ja darum Angehörige mit ADHSlern zu verbinden und andersrum. Nur so kann man jemals Toleranz, Akzeptanz oder Verständnis für beide Seiten entwickeln. Das funktioniert leider nicht, wenn sich beide in getrennten Foren austauschen.

    ADHS wird nur dann von der Gesellschaft anerkannt und akzeptiert werden, wenn wir offen damit umgehen und dafür sorgen, daß das Verständnis wächst indem aufgeklärt wird!

    ...ist meine Ansicht!

    Lg, Rebellin

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