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Diskutiere im Thema Sich selbst finden ?! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    salamander

    Gast

    AW: Sich selbst finden ?!

    Motzkugel schreibt:
    Als ob es da irgendwo ein ICH gäbe, das erst gefunden werden muss.
    Ich denke ich bin ich


    oh ja, es gibt das ICH das erst gefunden werden muß.
    darum gibt' den spruch, "werde wer du bist"

    ich denke ich bin,
    ja, jeder denkt und ist,
    was aber noch kein bißchen bedeutet,
    dass er sich schon gefunden hat.

    zum sich finden,
    braucht es mehr als denken,
    da gibt es noch all die anderen sachen die einen menschen ausmachen,
    das denken ist nur kleiner teil dessen,
    da ist noch viel mehr...
    dafür braucht es eine lebensspanne...

  2. #22
    ellipirelli

    Gast

    AW: Sich selbst finden ?!

    hallo, Motzkugel..
    dein Beitrag ist so einer, wo ich denke: "ach, ja. warte mal noch ein paar Jahrzehnte ab.."
    Das soll nicht überheblich sein, lange Erfahrungen und viele Jahre können in solchen Ansichten aber einen groooooßen Unterschied machen.

    Ich dachte IMMER, ich weiß, wer ich bin. Selbstfindung? Pah. Ich bin ich, so what?

    Um es kurz zu machen: ellwirrwarr hat viel von dem geschrieben, was ich jetzt auch schreiben könnte.
    Ich weiß seit einem guten halben Jahr, wieviel Fassade ich trotz allem Selbst- bewusst-seins(!) auch "war".
    An wie vielen Stellen ich mich ständig und immer wieder überschätzt/überfordert/beschissen habe.

    Das tut weh. Und verunsichert ganz enorm. Das Gerüst ist eingestürzt, ich muss neu aufbauen. Mich neu aufbauen.
    Nichts ist, wie es schien.

    LG
    Elli

  3. #23
    Darius

    Gast

    AW: Sich selbst finden ?!

    Motzkugel schreibt:
    Bei dem Wort "Selbsfindung" muss ich immer ein bisschen schmunzeln. Als ob es da irgendwo ein ICH gäbe, das erst gefunden werden muss.
    Ich denke ich bin ich, manchmal versuche ich vielleicht jemand anderes zu sein, aber das klappt ja gar nicht, sonst wäre ich ja jemand anderes. Ich denke, man ist immer man selbst irgendwie.
    Was viele meinen mit "Ich muss mich selbst finden" ist: Ich will lernen mich selbst zu verstehen und auf mich selbst zu hören.
    1) Ich glaube ich habe nichts anderes gesagt. Wer redet denn von wörtlich nehmen ? Klar ist das eine Metapher.


    Motzkugel schreibt:
    Ein wenig kommt es mir auch vor als ob diese Selbstfindungen auch Druck von Außen sind. Ich stolpere immer wieder auf diese Aussagen, dass man sich selbst finden und seine Träume verwirklich soll/muss, damit man wirklich glücklich sein kann. Als ob es eine moralische Verpflichtung gäbe alle meine Talente zu nutzen und so. Gibt es aber doch gar nicht. Und es ist ja auch gar nicht möglich alle Träume zu verwirklichen. Was einem nämlich verschwiegen wird bei den ganzen "Du musst es einfach nur tun"-Ratschlägen, ist, dass es immer noch sehr sehr sehr viel Arbeit ist.
    2) Mag sein, dass dieser Eindruck ensteht. Bei mir kommt dieser Druck von Innen. Ich gebe nichts auf Aussen. Mir ist es egal was andere von mir denken und mir ist es egal was andere für Ziele haben. Ich will nur meine erreichen (hier bin ich vielleicht etwas egoistisch) und zwingen diese keinem auf. Wenn jemand jedoch das Glück hat sich zum richtigen Zeitpunkt in meinem Umfeld zu bewegen (klingt vielleicht auch etwas arrogant) bin ich ein treuer und hilfsbereiter Weggefährte auf was für einem Weg auch immer.


    Motzkugel schreibt:
    Na ja. Also was ich sagen wollte. Ich bin ja schon ich, ich muss nicht mehr ich werden oder mich selbst finden, weil ich ja schon da bin. Ich muss mich aber manchmal daran erinnern, dass die Dinge, die für andere gut und richtig sind, nicht auch für mich gut und richtig sein müssen. Für mich ist das die Selbstfindung: Herauszufinden was mir gut tut und danach zu handeln, auch langfristig. Zu unterscheiden zwischen "ich will das jetzt" und "ich brauche das jetzt" und "Ich will das jetzt nicht, aber ich weiss, dass es nötig ist, damit es mir später besser geht."
    3) Ich denke wir redem im Prinzip vom gleichen, aber drücken es anders aus.

    Motzkugel schreibt:
    Und "glücklich sein" bedeutet für mich vor allem auch, mit mir selbst zufrieden zu sein, zuakzeptieren, dass ich vergangene Entscheidungen nicht mehr ändern kann und statt dessen die nächste Entscheidung hoffentlich besser zu treffen. Aber das weiss man ja nie genau vorher.
    "Erfahrung ist das was man bekommt, nachdem man sie gebraucht hätte."

    Es gibt auch Umstände welche nicht durch Entscheidungen beinflussbar sind (jedenfalls nicht durch die eigenen) Z.B. "auf die Welt kommen" mit einem "Geburtsgebrechen". Vielleicht ist es dann nicht ganz leicht immer alles zu aktzepieren wie es ist.

    Akzeptieren kann auch resignieren heissen. Ich kämpfe lieber immer und laufe gegen den Storm, auch wenn es vielleicht nicht sein müsste, so erkenne ich wenigstens, dass ich lebe. Auch wenn ich Gefahr laufe, deswegen unglücklich zu sein. Für mich stimmt das, für jemand anderen nicht. Es geht ja auch darum die anderen so zu nehmen wie sie sind. Was für dich stimmt muss für jemand anderen nicht unbedingt richtig sein, wie du schon sagtest. Es gibt sicherlich kein Universalrezept.

    Zitat gefällt mir.


    LG

  4. #24
    Procrastiqueen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: Sich selbst finden ?!

    Darius, ich hatte doch gar nicht gesagt, dass ich dir widerspreche oder mich überhaupt konkret auf dich bezogen habe. Ich habe einfach meine Gedanken dazu geschrieben. das hätte ich vielleicht deutlicher machen sollen.

    Wenn ich von Entscheidungen spreche, dann meine ich auch wirklich Entscheidungen und nicht sonstige Umstände. Zu bereuen, sich in einer Situation anders entschieden zu haben, als man es jetzt tun würde, ist doch etwas ganz anderes, als unglücklich in einer Situation zu sein, die man nicht selbst verschuldet hat.


    Hm, vielleich muss ich es doch anders formulieren. Ich meine nicht, dass es statisches ICH gibt, auf das man zuläuft und dann ist man da. Ich meine, dass wir das Selbst, immer schon mit uns mittragen. Wie Darius sagte, es ist ein Prozess.

    Aber vielleicht sehe ich das auch einfach anders. Ich denke nämlich nicht, dass man sein eigenes Ich wirklich verlieren kann (außer in sehr traumatischen Situationen, aber ich gehe hier mal vom Durchschnitt aus), sogar, wenn wir uns veralten wie andere es wollen, tun wir es doch irgendwie auf unsere eigene Art.

  5. #25


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Sich selbst finden ?!

    Ich kann hier Einigen zustimmen, auch wenn die
    Meinungen teilweise auseinandergehen.

    Ich stimme Motzkugel voll zu, wenn sie sagt, dass wir
    unser Selbst mit uns herumtragen. Es ist da. Von Anfang an.
    Aber es wächst natürlich mit der Erfahrung, die wir machen.
    Und es verändert sich.
    Manchmal verliert man es aus den Augen und trudelt
    durch´s Leben, als hätte man jeden Halt verloren.
    Schafft man es dann zu stoppen und sich wieder auf das
    Wesentliche zu konzentrieren und einen Weg zu nehmen,
    hat man doch automatatisch (lass ich jetzt so stehen, klingt lustig)
    wieder zu sich gefunden.
    Und ich denke auch, dass man, je älter man wird vieles gelassener
    sehen kann, weil man nicht mehr so viel im Außen sucht und manches
    nicht mehr so schwer wiegt.
    Trotzdem gibt es einige junge Menschen, die das schon früh schaffen. Die
    sich nicht ablenken lassen durch Unwichtiges, so wie ich das oft gemacht
    habe.
    Aber ich denke auch, das die Lebensjahre noch eher bei Vielen dazu führen
    können, sein Leben zu überdenken und zu merken, dass es
    nicht das ist, was sie wollten. Das man sich neu orientieren muss und
    hofft, dass es noch nicht zu spät ist. so geht es mir zur Zeit. Ich
    möchte mich und mein Leben umkrempeln und hoffe, das ich das noch
    schaffe und zufriedener werde.
    Aber den Sinn unseres Lebens tragen wir in uns, glaube ich. Wir verlieren
    ihn nur wie unser Selbst manchmal aus den Augen.

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Sich selbst finden ?!

    Ich habe ein Ziel! ...und noch eins und noch eins und... wo fange ich bloß an. Und wie? Bin ich wirklich die Mutti, von der ich immer geträumt habe oder die verhinderte Künstlerin. Also ja, ich weiß wer ich bin. Leider bin ich viele und kann mich für nix entscheiden. Ich denke, das werde ich lieber in der Tagesklinik verschweigen, sonst weisen die mich noch komplett ein. Zumal der Chefarzt eh an meiner ADS-Diagnose zweifelt und mir kein MPH verschreiben will

    Aber ich denke auch, das die Lebensjahre noch eher bei Vielen dazu führen
    können, sein Leben zu überdenken und zu merken, dass es
    nicht das ist, was sie wollten. Das man sich neu orientieren muss und
    hofft, dass es noch nicht zu spät ist. so geht es mir zur Zeit. Ich
    möchte mich und mein Leben umkrempeln und hoffe, das ich das noch
    schaffe und zufriedener werde.
    You live. You learn. So ist es bei mir auch. Leider ist das was ich in den letzten 5 Jahren so gelernt habe etwas, was mein ganzes bisheriges Leben infrage stellt, ebenso meine Ausbildung und viele meiner Gewohnheiten. Ich habe schon einige "neue Leben" durchdacht, ein paar auch schon probegelebt und ausgewertet, nur leider fehlt mir mittlerweile die Kraft mein ganzes Leben neu auszurichten. Das nervt mich und meine kurze Geduldspanne wirklich bis zur Weißglut. *seufz* Aber vielleicht geht irgendwann mal die Sonne wieder auf.
    Geändert von snowhopper (28.12.2013 um 16:12 Uhr)

  7. #27
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Sich selbst finden ?!

    Im grunde ist der Weg das Ziel, ich möchte glücklich und zufrieden mit mir sein, möchte keinen Krieg mehr mit mir führen, das ist mein Ziel dadurch erhoffe ich mir mich selbst zu finden.
    Wir sind doch alle im grunde ein haufen Armeisen in der Wüste.

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