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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    wollte mal eure meinung hören...

    nächste woche termin im adhs zentrum

    hallo zusammen,

    langer text aber danke fürs lesen

    bin nicht sicher ob das hier ganz reinpasst, aber würde gern von leuten, dies sich mit dem thema besser auskennen die meinung
    zu meiner situation hören, werde nächste woche zum ersten mal einen arzt wegen meiner psyche aufsuchen.
    würd mich einfach interessieren ob jm ähnliches kennt...

    ich bin m 26jahre alt und habe nächste Woche endlich einen Termin im adhs Zentrum.

    da ich eine Ausbildung in der pharmazie gemacht hab, und mich für alles drumherum interessier, bin ich vor Jahren mal auf die adhs symptomatik gestoßen und war verwundert, dass vieles gut auf mich zutrifft. hab mich jedoch nicht weiterhin damit beschäftigt, da ich es für nicht wichtig hielt.

    nun ca 6 Jahre später haben sich viele "psychische Störungen" verstärkt bzw es sind auch neue Symptome eingetreten und ich merke wie es immer und immer mehr in meinem Alltag überhand nimmt.
    mit unter beeinträchtigt es die Beziehung mit meiner Freundin sehr, weshalb wir uns schon oft intensiv über unsere/meine Probleme unterhalten haben, die von mir ausgehen und worauf sie dann eventuell auch falsch reagiert, was man ihr aber nicht vorwerfen kann.
    mein gewichtigstes Problem ist es Gefühle zu zeigen, zuzulassen und den Augenblick mit ihr zu genießen, ihre ziemlich häufigste Aussage auf mein Verhalten bzw. meinen Zustand war: "Wieso bist du immer so abwesend?"

    ich habe mich über viele psychische Leiden im Internet informiert, um mich an meine Person anzunähern oder ggf eine Selbstdiagnose oder Vermutung stellen zu können.

    Die meisten Symptome habe ich schon seit ich mich einigermaßen erinnern kann ( Pubertät würde ich sagen), jedoch haben sie mich damals kaum beeinträchtigt(im Gegensetz zu jetzt) und erst jetzt kann ich mir einen Reim darauf machen bzw sie als problematisch, nicht normal oder krankhaft einstufen zu können.

    Durch die Reizüberflutung sind mir schon immer mehr Dinge aufgefallen als anderen Leuten und diese Dinge haben mich oft vereinnahmt, ich mach mir zuviel Gedanken über eigentlich nichtiges. Dies führt dann zu vielen anderen Symptomen, wie ich mich gegenüber Leuten verhalten soll.
    Leute die mir sehr nahe stehen bekommen die volle Ladung ab, Eltern, Schwester und Freundin bekommen meine Impulsivität ohne zurückhaltung ab.
    Die schlimmeren Symptome sind dann Angststörungen bis zu Panikattacken, sehr gestörtes Selbstbild bzw es ist mittlerweile kaum noch vorhanden, diesbezüglich auch Minderwertigkeitsgefühle. Durch die ganzen Symptome habe ich mir auch viele Zwänge angeignet um mich mit sehr vielem nicht mehr ausseinandersetzten zu müssen, da es mir einfach unmöglich ist. Mit den Zwangshandlungen kann ich einen Mittelweg gehen, der für mich einfacher ist als die Ausseinandersetzung aber eher meine Umwelt belastet.

    Noch kurz zur Beziehung zwischen mir und meiner Mutter. Vor einigen Jahren sagte ich noch belustigend zu meiner Mutter, dass sie der Stress den sie sich jeden Tag gibt, sie am Leben hält und dass sie eines Tages wenn sie in Rente kommt nicht mehr klarkommen wird, da sie sich dann keinem Stress hingeben kann.
    Nun hat mich meine Freundin darauf aufmerksam gemacht, dass ich und meine Mutter genau vom gleichen Schlag sind, wir ähneln uns zu 99% in unserem Verhalten, was mir früher nie aufgefallen ist.

    In dieser Hiinsicht hab ich recherchiert welche psychischen Krankheiten eventuell vererbbar seien und so bin ich auf die Diagnose ADHS bzw ADS gekommen, welche so gut auf unsere Symptomatik stößt.

    Seit mir dies bewusst ist, dass es wahrscheinlich ein anerkanntes Krankheitsbild ist bzw dass ich die Krankheit erkannt habe, die mir so große Probleme in meinem Leben macht und mich so sehr beeinflusst, bin ich voller Motivation etwas dagegen tun zu können und endlich den Umbruch zu spühren und ich hoffe, dass ich schon bald endlich mein Leben leben werden kann, und nicht nur daneben stehe während micht etwas durch mein Leben zieht oder lenkt.

    Da ich noch keine Diagnose habe, würde ich mich freuen wenn ihr mitteilen könntet, wie ihr meine Person oder Symptomatik seht?
    Habt ihr ähnliches erfahren?

    Grüße S

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: wollte mal eure meinung hören...

    Hallo,

    da würde ich wirklich erstmal die offizielle Diagnose abwarten!

    Meine Mutter hat auf jeden Fall auch so eine Geschichte in sich...

    hab noch ein bischen Geduld mit Dir.

    Liebe Grüße
    Gute Nacht
    Rosenfee

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: wollte mal eure meinung hören...

    ich finde, es liest sich schon nach einem gestörten selbstbild.
    deshalb würde ich dir sagen, hey, kopfhoch, so übel kannst du doch garnicht sein!

    meiner mutter bin ich auch sehr ähnlich, glaube ich, will ich aber nicht, ob das adhs-typisch ist- keeeine ahnung!!


    dieses abwesend sein, also so vollkommen, das muss nicht von adhs kommen, also auch traumata (guck mal hier sind auch gruppen von leuten, die nicht nur adhs haben, so zur selbsthilfe...) können da mitspielen...
    ich kenn das auch. ich lebe garnicht in der realität. heute hab ich zb probiert, in sie zurückzukehren aber es ging nicht. sollte man aber nicht zu oft machen, schon garnicht im hauruck, das entmutigt.
    ich denke, man kann erstmal wenig ändern und deine freundin muss sich damit abfinden, dass du eben die momente nicht so genießen kannst.
    es ist manchmal schade, vielleicht- bei mir ist es so, dass ich oft denke, sachen sind verschwendet für einen moment, urlaub (teurer), feuerwerk und und und. das klingt zusammenhanglos aber ich meine, große aufwendungen für einen schönen moment, für romantik oder so.
    ich empfinde es nicht so, dass diese abwesenheit einen davon abhält, spaß zu haben, würde ich der freundin, wenn es bei dir auch so ist, mal erklären, überhaupt würde ich es ihr mal erklären.
    so für mich ist es zb, der realität ins auge schaun- ganz ganz großes problem. welche realität? welches auge? hat sie immer ne augenklappe vor. haha. na weißt schon, was ich meine.
    is es so bei dir??

    (ist jlar, klingt übelst nach ausrede, aber kann eben schonmal sein, du solltest es halt nicht als ausrede verwenden. und dann die realität zu etwas machen, in dem du meinst, dich dann wohlzufühlen, wenn du in sie zurückkehrst. so dein nestchen baun. oder ist deine realität schon cool? wartest du auf etwas?^^)

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: wollte mal eure meinung hören...

    Ich kann dich sehr gut verstehen, mir ergeht es recht ähnlich. In vielen Punkten.
    Vor allem dieses Gefühl von Rettung, dass man eine Diagnose vor sich sieht, die das Leben umkrempeln kann.
    Da würde ich dir Raten, erstmal etwas Abstand zu gewinnen.
    Ich selbst bin auch noch nicht diagnostiziert, habe nur eine Verdachtsdiagnose vom Arzt.
    Man neigt sehr dazu, sich in eine Diagnose zu verbeißen und alles andere auszuschließen.
    Was, wenns nachher nicht bestätigt wird?
    Es gibt viele andere Dinge, die zutreffen könnten. Auf was ich schon alles gestoßen bin bei meiner Recherche... insbesondere Borderline.
    Das Leben geht weiter, egal ob mit oder ohne oder einer nicht erwarteten Diagnose.

    Wobei ich sagen muss, dass ich mich in einigen Punkten bei dir wiederfinde.
    Aber ich bin kein Arzt, deswegen wäre es vermessen, da irgendwas zu vermuten, insbesondere mit eigener fehlender Diagnose...

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