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Diskutiere im Thema Nachteulen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Nachteulen?

    Ich habe den Verdacht ich bin Nachteule und Lerche zu gleich.. ist das überhaupt möglich?

    Meine beste, kreativste Zeit ist definitiv morgens bis vormittags, und dann habe ich noch einmal eine so zwischen ca. 20Uhr bis 1 Uhr .. nur leider schliessen sich beide Zeit oft gegenseitig aus Am schlechtsten/kaputtesten bin ich hingegen ab Mittag bis ca. 18-19 Uhr.. eventuell nochmal mit kleineren Hochpunkt zwischen 15-17 Uhr.

    Da meien beste Zeit immer morgens ist, nehme ich mir immer vor, früh schlafen zu gehen.. und bin schon froh, wenn ich vor 1 Uhr im Bett liege und total gut, wenn ich vor 12 Uhr im Bett liege..

    Wichtig scheint es für mich zu sein, zwischen 3-5 Uhr zu schlafen - wichtiger als ausreichend Stunden zu schlafen.. Ich komme auch mit relativ wenig Stunden Schlaf aus - 5h reichen und mehr als 8h sind sogar eher schädlich - oft ist dann der ganze Tag versaut : Denn spätestens nach 8h fängt der Rücken an zu schmerzen, das Kopfkissen wird unbequem, egal wie es liegt und ich verspanne mich und muß aufpassen, keine Kopfschmerzen bekommen. Sobald ich aufstehe, ist das ganz schnell wieder weg.

    Ich hatte immer die Befürchtung, dass die Rückenschmerzen an meinem Übergewicht liegen könnte,.. aber jetzt habe den Verdacht, dass es einfach Unruhe... Hyperaktivität (obwohl ich sonst denke, dass ich Reinform Hypo bin) ist oder sowas in Richtung Restless Leg Syndrom ist. Denn als es mir mal richtig mies ging und ich deswegen paar Tage fast nur im Bett lag, traten diese Phänomene (glücklicherweise) nicht auf oder erst nach bedeutend viel mehr Stunden... Oder es liegt nur daran, dass ich oft eine falshce Müdigkeit/Erschöpfung verspüre, die durch psychologischer Altlasten/negativer Gedanken verursacht werden und ich aber körperlich total fitt bin und mein Körper protestiert eben dagegen, wenn ich länger als nötig liegen bleibe.

    Auf jeden Fall könnte ich nie länger als 10h schlafen, ausser es geht mir wirklich (körperlich) mies.

    Aber egal, wie gut es mir tut, früh (bzw. rechtzeitg) aufzustehen, ist es immer eien Qual für mich und muß gegen meinen inneren Schweinehund ankämpfen. Und verliere oft, wenn ich nicht gezwungen bin (wegen Termin) früh aufstehen muß oder mich keiner aus dem Bett wirft (mit der Gefahr, von mir angemuffelt zu werden ... wenn der andere dann auch noch gutgelaunt ist, ist das für mich ein rotes Tuch... bis ich dann halt richtig wach bin). Aber wenn ich dann mal wach bin, dann bin ich auch wirklich fitt (also das ist vielleicht wirklich max. eine halbe Stunde.. ausser meine negativen Gedanken ziehen mich runter.. was leider inzwischen Dauerzustand ist). Auf jeden Fall empfinde ich das Widerspruch.. dass ich mich quälen bzw. gegen mich selbst ankämpfen muß, obwohl ich doch deutlich merke, dass es mir gut tut...

    Auch liebe ich die Nachtzeit aus den Gründen, die hier schon aufgezählt wurden - Ruhe, eine andere Atmospähre.. die Nacht assoziere ich immer mit Frische und den Tag (vor allem ab mittag) mit Verbrauchtheit/Starre. Ich würde gerne öfters mal nachts spazierengehen.. aber das traue ich mich gerade als Frau nicht alleine..

    Ich habe mir manchmal schon überlegt, dass ich meine Tagesablauf anpassen sollte.. und die Hauptschlafenszeit auf zwei Zeiten verteilen sollte - 2-7 Uhr (inklusive 1h zum einschlafen und etwas abhängig davon, wann Sonne aufgeht) und ~15h-19Uhr. Aber das habe ich mich nie so richtig getraut umzusetzen, als ich es noch gekonnt hätte (als ich arbeitslos war)... Ich hatte die Sorge, dass es mich dann zu sehr aus den normalen Tagesablauf herausreißt und dann bei Arbeitsaufnahme zum richtigen Problem wird.

    Ich hatte übrigens mal einen Lehrer der einen solchen Schlafrhytmus hatte und damit gut fuhr - nach der Schule legte er sich erstmal hin für 3-4h, dann war er wieder für ein paar Stunden wach und machte dann um Nulluhr eben Lehrerhausaufgaben wie Klausuren korrigeren (konnte nachts, wo alles ruhig war, auch immer besonders gut arbeiten) und legte sich dann wieder von 3-6 Uhr hin..

    Wenn ich Schlafenszeiten überlege, plane ich übrigens immer fest 1h zum Einschlafen ein.. aber wieder sind es hauptsächlich meine negativen Gedanken daran schuld.. wo ich mal im Urlaub war, konnte ich auch mal sofort einschlafen.. ansonsten muss total kaputt sein ('echte' Müdigkeit/Erschöpfung), um sofort einschlafen zu könne...


    Also im großen und ganzen glaube ich, dass mein wirklich Rhytmus doch einigermaßen den normalen entspricht, bzw. ich mich doch gut anpassen kann, sofern ich dann in Gemeinschaft aufstehen kann und das nicht alleine organisieren muss.. aber dass habe ich noch nicht so richtig überprüft...

    Und abhängig davon zeige ich doch die Tendenzen einer Nachteule.. aber da habe ich den Verdacht, dass eventuell etwas antrainiertes ist.. dass erst da die Filme kamen, dann später im Studium ich mir immer vornahm, aber 20 Uhr Feierabend hatte und dort dann noch alles an Freizeitaktivitäten nachholen wollte, die ich den Tag über nicht geschafft habe und dann nur nicht den Abschluß finde ...
    (mir kam auch mal der Gedanke.. dass zwischen 1-7 Uhr mir alles am besten gelingt.. sei es schlafen oder irgendeine Tätigkeit.. dumm nur, dass man zu schlafen nichts paralell machen kann )
    Geändert von Rina Oka ( 6.10.2012 um 21:44 Uhr) Grund: noch was ergänzt

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: Nachteulen?

    Das ist ja auch mal ein "interessanter" Rhythmus.

    Ich hatte so einen ähnlichen Rhythmus mal. Das war während meiner Umschulungszeit, da hab ich von 3-7Uhr gepennt, und von 16,30- ca.21Uhr. Und das war irgendwie gut. Hab auch mal so nen Dings über so nen 4Stunden Rhythmus gelesen, das fand ich auch interessant, aber das auf Dauer durchzuziehen hat mich echt zu fertig gemacht, das hatte irgendwas mit abnehmen zutun, erinnere mich aber nicht mehr genau.

    Ich bin am Tag auch so ein richtiger Morgenmuffel, und wenn mich da jemand stört, dann werd ich schon echt ungemütlich. *lol* Brauch aber auch so 3 Stunden bis ich wach werde, erst dann sollte man mich am besten ansprechen, sonst bin ich so richtig mies drauf.

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Nachteulen?

    Ich bin ne nachteule und bekenneder Morgenmuffel

    nachts muss i mich fast immer dazu zwingen ins bett zu gehen

    kommt sogar vor das ich durchaus müde bin aber an schlafen ist nicht zu denken

    schlafe dann meist nur mit tv ein

    naja und früh mag i net aufstehen.

    da mein Wecker meist 6Uhr klingelt ist meist gegen 1- 2Uhr Zwangsschluss

  4. #34
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Nachteulen?


    Ich reihe mich auch mal hier ein. Endlich mal ein Fred, der mir aus dem Herzen spricht.
    Ich bin bekennende Nachteule! Mittlerweile verteidige ich meinen Standpunkt, wenn es darum geht. Der frühe Vogel kann mich mal. (Das eigentliche Sprichwort: Der frühe Vogel frisst den Wurm.)

    Auf meiner Profilseite habe ich ein paar sehr interessante Links zu diesem Thema bezüglich Lerchen, Eulen und auch einem tollen Jetlag.
    Letzteres ist sehr interessant und ich hoffe das darüber noch mehr nachgeforscht wird.

    Das Nachteulentum liegt mir richtig in den Genen, ich kann es gar nicht anders leben. Meine Großmutter mütterlicher Seits war selbstständige Schneiderin und hat immer (!) Nachts genäht. Abends hat sie angefangen und bis früh Morgens genäht. Das hat sie sich so angeeignet als sie Mutter geworden ist. Sie hat meine Mutter und ihre Geschwister sehr früh zur Selbstständigkeit erzogen. Da mein Großvater bei der Bahn gearbeitet hat und er früh raus musste, hat er die Kinder Schulfertig gemacht, während meine Großmutter schlummerte.

    Meine Mutter ist auch eine Nachteule, ich kenne sie gar nicht anders. Da mein Vater Lokführer war und er unregelmäßige Fahrzeiten hatte, war das eine super Sache. Er hatte meistens die Nachtschichten übernommen. Da ich das nun ins Blut aufgesogen habe, stand ich meistens selbst so früh auf der Matte, weil wollte ja Papa auf Wiedersehen sagen. Mutter nicht begeistert, Papa erfreut und ich hellwach. Natürlich habe ich nicht geschlafen, stand aber um sieben wieder fertig auf der Matte.

    Als ich dann älter wurde, hat mich die krampfhafte Umstellung angekotzt und ich habe mich immer gefragt, welcher Vollidiot diese Zeiten erfunden hat und warum diese bekloppten Uhrzeiten Pflicht sind? Niemand konnte mir eine Antwort geben. Also habe ich es auch in der Schule so gehalten. Egal wann ich ins Bett bin, ich war pünktlich wach. Meine innere Uhr ist da sehr gut programmierbar. Zwar war ich nicht ansprechbar und mehr als bösartig, aber das war Mittags wieder vorbei.

    Richtig ätzend wurde es dann, als ich nach Umwegen meine erste Arbeitsstelle angefangen hatte. Vor knapp 1 1/2 Jahren war das. Da ich alles richtig machen und brav funktionieren wollte habe ich mich genötigt immer lieb um 22:00 Uhr ins Bett zu gehen. Spätestens 12:30 war Sense, dann ging es wirklich ab in die Falle. Schlafen konnte ich nicht, ich lag meistens bis fünf oder sechs Uhr morgens wach. Manchmal auch solange, bis ich wieder aufstehen musste. Wenn ich dann mal geschlafen hatte, war ich am nächsten Morgen wie erschlagen. Nur einmal hatte ich keine Schwierigkeiten, da bin ich um 3:00 ins Bett und um 7:00 wieder aufgestanden, das war fein. Natürlich habe ich mich selbst gegeißelt, weil, das gehört sich einfach nicht. Warum eigentlich nicht?

    Durch viele andere Dinge lag ich nach einem halben Jahr in der Ecke und stand nach zwei Wochen Arbeitsunfähigkeit vor einem Aufhebungsvertrag. Ich war blöd und unterschrieb. Naja der Mist ist jetzt vorbei und ich bin wieder frei. Büro ist nichts für mich. Das wusste ich schon mit 15 Jahren, dass ich mich nicht daran gehalten habe und ausgerechnet Mediengestalterin Non-Print (Webdesignerin) lernen "musste", war ein Anflug von "ich muss mich krampfhaft anpassen und will endlich brav funktionieren!". Damit habe ich mich aber selbst ins Aus geschossen.

    Mittlerweile quäle ich mich in der Richtung nicht mehr. Zeit ist eine Erfindung der Menschen. Da ich kinderlos bin und auch keine geplant habe (ich würde mich selbst einem eigenen Kind nicht antun wollen O.O), kann ich da noch ziemlich frei werkeln. Momentan suche ich Möglichkeiten, wie ich das mit meinen beruflichen Interessen und Fertigkeiten vereinbaren kann. In diese Lerchenschiene lasse ich mich aber nicht mehr pressen. Warum soll ich so früh aufstehen? Rebellisch lebe ich das momentan sehr extrem. Ich gehe gegen 7:00 oder 8:00 Uhr morgens ins Bett und stehe gegen 16:00 oder 18:00 Uhr wieder auf. Warum auch nicht? Momentan habe ich die Möglichkeit dazu und nutze sie auch. Ich kann Abends noch genauso spazieren gehen wie am Tag. Ich liebe die Dunkelheit.

    Ob mans glaubt oder nicht, der Sommer macht mich depressiv. Diese langen Tage nerven mich ungemein. Meine Therapeutin meinte zu mir, dass ich in Finnland wohl sehr gut aufgehoben wäre und da hat sie recht. Ich würde gerne in Finnland leben. Am allerschlimmsten ist aber diese ätzende Sonne im Sommer. Diese Helligkeit macht mich krank, ich könnte diese Kuller da jedesmal vom Himmel knallen. Endlich ist wieder Herbst und dann der tolle Winter. Ich liebe Regen, es macht Spaß in die Pfützen zu springen. Ich stehe komplett zu meinem Knall, mittlerweile wieder. Die Menschen gehen viel zu selten aus sich heraus.


    Leider hat sich dieses Stimmchen "Es wäre aber besser...", "Die anderen machen das aber auch nicht...,etc." in mein Hirn gebrannt. Das ist ein großes Problem, deshalb fühle ich mich oft schlecht, obwohl ich es gar nicht bräuchte und es Schwachsinn ist. Nun ja, bin mal wieder abgedriftet

    Wollte nur sagen, dass man sich wegen dem Eulentum nicht schämen braucht. Wenn man die Möglichkeit hat und man kann es ausnutzen, warum denn nicht?
    Geändert von Awadea ( 7.10.2012 um 06:48 Uhr)

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: Nachteulen?

    Ich hab die hier in der Klinik auch gefragt wieso ich denn unbedingt so früh aufstehen muss. Heute kam der Pfleger 7:45Uhr rein, und brüllte uns halb wach. Sorry, aber wofür? Na weil es besser ist sind die Antworten die Reihe durch. Das es mir damit aber schlechter geht interessiert irgendwie niemand. Ich find es irgendwie schön das da jemand noch so denkt scheinbar wie ich. Da komme ich mir nicht ganz so außenseitermässig vor.

    Allerdings ist doch Mediengestalter genau der perfekte Beruf? Wenn du als Freelancer arbeitest kannst dir deine Zeiten legen wie du willst. Das war auch mein Gedanke, und so habe ich eine ähnliche Möglichkeit ergriffen, blöd nur das mich das Burnout erfasst hat, und nicht mehr los lassen wollte. Wenn man erstmal die Lehrzeiten durch hat, ist das in meinen Augen echt der perfekte Job.

  6. #36
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Nachteulen?

    @Awadea
    Das mit der Sommer-Sonne geht mir genauso.. Ich habe dann auch noch dummerweise einen Süd-West-Balkon, wo die Sonne dann zur schlimmsten Zeit ab Mittag bis zum Sonnenuntergang drauf knallt.. Besonders den Sonnenuntergang finde ich nervig, da es eigentlich schon zu dunkel ist, noch meine Dutzend Sonnenschutz-Sachen zugezogen zu lassen, aber die Sonne noch direkt in mein Zimmer hineinknallt ... Und mir gehen Leute mit Sommergeilheit immer total auf den Senkel ...

    Leider hat sich dieses Stimmchen "Es wäre aber besser...", "Die anderen machen das aber auch nicht...,etc." in mein Hirn gebrannt. Das ist ein großes Problem, deshalb fühle ich mich oft schlecht, obwohl ich es gar nicht bräuchte und es Schwachsinn ist.
    Ja, genau das gleiche Problem bei mir!

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Nachteulen?

    empathie9 schreibt:
    In der Woche brauche ich normalerweise 6Std Schlaf. Jetzt in der vorlesungsfreien Zeit das Doppelte? Das kann doch nicht sein!?
    Doch, des kann sein. Das ist sozusagen der Normalfall.

    Im Gegensatz zu allem, was man uns immer wieder weis zu machen versucht, nämlich dass ADHS mit einer ständigen Reizüberflutung einhergeht, ist geradezu das Gegenteil der Fall. Der ADHSler leidet an einer chronischen Reizunterflutung. Der ADHSler funktioniert also im Grunde nur (einigermaßen), wenn er von außen ständig und vor allem regelmäßig Stimuli bekommt.

    Fallen diese weg (vorlesungsfreie Zeit), ist für den ADHSler Schicht im Schacht. Er verfällt in eine Art Wachkoma.

    Dieses Phänomen soll ja durch die Gabe von Stimulanzien primär ausgeglichen werden, wenngleich es natürlich nie aufgehoben werden kann.

  8. #38
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Nachteulen?

    Unser lieber Freund, Seniore Rossi, diskreditiert sich zwar immer wieder durch krasse Schwachsinnsaussagen (wie z.B. "ADHS und Autismus schließen sich aus"), nichtsdestoweniger hat er hier den Zusammenhang zwischen Reizunterflutung und Einschlafstörungen bei ADHS sehr gut und treffend erklärt:

    Warum nur? « ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt


  9. #39
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Nachteulen?

    Eiselein schreibt:
    Im Gegensatz zu allem, was man uns immer wieder weis zu machen versucht, nämlich dass ADHS mit einer ständigen Reizüberflutung einhergeht, ist geradezu das Gegenteil der Fall. Der ADHSler leidet an einer chronischen Reizunterflutung. Der ADHSler funktioniert also im Grunde nur (einigermaßen), wenn er von außen ständig und vor allem regelmäßig Stimuli bekommt.

    Fallen diese weg (vorlesungsfreie Zeit), ist für den ADHSler Schicht im Schacht. Er verfällt in eine Art Wachkoma.
    Wenn das tatsächlich so sein sollte, Eiselein, erklärt mir das Vieles...nämlich warum ich es einerseits nicht schaffe, mich der Reizüberflutung zu entziehen, weil ich dann vor Neugierde und Langeweiel sterbe...und genau DAS meine andere Erkrankung verstärkt...nämlich ich werde manisch...

    Wie kriegt man das denn unter einen Hut bloß

  10. #40
    Zotti

    Gast

    AW: Nachteulen?

    'Ach ja ich habe noch vergessen oben in meiner Mail zu schreiben, daß ich nur noch mit Hör-CD`s einschlafen kann. Am liebsten Krimis,
    Thriller nicht mehr so, die sind oft zu brutal. Ja dann höre ich so eine halbe Stunde und schlafe ein, manchmal werde ich jedoch wieder
    wach, z.B. war mal auf einer Hör-´CD eine Schießerei (also nur zu hören) und das war dann wohl ein anderes Geräusch und lauter und
    da bin ich wieder wachgeworden und hab mich erschrocken.

    Dann muß ich wieder die Stelle suchen, wo ich mich noch dran erinnern kann und schlafe dann wieder ein. Na ja, da würde jeder Antrophosoph
    (ich kann das Wort immer noch nicht richtig schreiben) oder jeder Gehirnforscher die Hände über den Kopf zusammenschlagen und sagen,
    daß man dann keinen richtigen Schlaf hat, weil ja da immer noch Geräusche sind oder so ähnlich, daß wäre dann kein erholsamer Schlaf
    und schädlich.

    Na ja, aber wenn ich stattdessen 2-3 Stunden wachliege weil wie oben schonmal jemand geschreiben die Gedanken kreisen (außer ich habe zuviel
    getrunken), dann kann das doch auch nicht erholsamer sein. Außerdem liest man doch Kindern abends auch Einschlafgeschichten vor, das ist
    wahrscheinlich der gleiche Effekt wie mit den Hör-CDs.

    Heute allerdings kann ich nicht einschlafen oder will nicht, den heute mittag habe ich in meiner Küche sehr viele Maden oder wie heißen diese
    Dinger von den Lebensmittelmotten an der Decke und an der Wand in einer Ecke oben am Küchenhängeschrank entdeckt. Also erstmal alles
    weggeworfen, was aus Mehl usw. war, ich glaube die kamen auch aus dem Mehl, ich weiß nicht, ich habe mich total geekelt.

    Tja und irgendwie kommen da immer noch ständig vereinzelt Maden wohl hinter dem Küchenschrank hervor. Habe einige Lebensmittelmottenfallen
    hingeklebt und dann so eine ganze Ecke mit doppelseitigem Teppichklebeband. Also ich habe den ganzen Abend immer wieder eine solche eklige
    Made entdeckt und jetzt will ich gar nicht schlafen und gucke immer noch mal und habe panische Angst, wenn ich morgen früh aufstehe, daß da wieder ganz viele Maden sind.

    Na ja, habe aber morgen einen Termin mit meinen Sohn in der Klinik und gehe jetzt doch gleich mal ins Bett.

    Gruß Zotti

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