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Diskutiere im Thema Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    (Für "Alex", warum ich es hier reingestellt habe: Es geht mir eigentlich darum, ob das ganze überhaupt mit der Dosis von MPH zusammenhängt oder ob ich nicht eigentlich ein psychologisches Problem habe was das MPH dämpft. Falls das hier trotzdem falsch steht: Sorry. Könnte ich zur Entschuldigung die ADHS-Karte ziehen ^.^?)

    Hi,

    Problembeschreibung:

    MPH wirkt bei mir grds. ganz fantastisch, aber ich mache die Erfahrung dass die Dosierungen die für die anderen zu funktionieren scheinen für mich GAR nicht stimmen. Die Wirkung einer bestimmten Dosis MPH scheint bei mir (verglichen mit den Erfahrungen der anderen) auf maximal 50%, eher weniger herabgesetzt zu sein. Mit anderen Worten: Ich brauche mehr als doppelt so viel Dosis wie anscheinend fast alle anderen hier (für die gleiche Wirkung).

    Konkret: Die *volle* Wirkung von MPH, die ich "eigentlich" brauche und die auch dem entspricht was andere beschreiben, tritt bei mir erst bei ca. 50mg retardiert ein. Erst ab diesem Punkt bemerke ich auch überhaupt die ersten, ganz leichten Nebenwirkungen von MPH (und selbst hier ist es nur ein leichter Hang langsamer zu sprechen - und das für jemanden, der sonst extrem viel zu schnell spricht, und meine Verwandten die mich unter den 50mg erlebt haben fanden mein Sprachtempo nicht unnatürlich niedrig, es war nur halt nicht so hoch wie ich innerlich gewohnt war; im Grunde handelt es sich also wahrscheinlich gar nicht um eine Nebenwirkung. Im zweiten Zugriff: Dass ich langsamer spreche stimmt nicht mal wirklich; es ist eher so, dass ich den Impuls habe schnell loszusprechen, aber dann kommt es mir zu hektisch vor und ich mache langsamer weiter. Ich KÖNNTE schneller reden wenn ich wollte, es kommt mir aber einfach nicht nötig/sinnvoll vor. Nach einer Weile spreche ich einfach von Anfang an in einem vernünftigen Tempo, und das kommt mir dann auch normal vor. Freiheit eben, langsamer zu sprechen/denken.).

    Das ist natürlich scheiße, denn: Ich kann ja so eine hohe Dosis schlecht dauerhaft aufrecht erhalten. Selbst bei einer Tagesosis von 80mg - was ja anscheinend schon sehr hoch wäre nach dem was man hier so liest - kriege ich damit über 3 x 8 Stunden "nur" 50 - 25 - 5 oder 50 - 30 - 0 hin). Mal ganz abgesehen von der Frage, ob jemals ein Arzt so eine hohe Tagesdosis über einen längeren Zeitraum mitmachen wird (obwohl bei meinen Medis auf der Packungsbeilage etwas von 1mg pro kg maximal pro Tag steht, d.h. theoretisch wäre es ja anscheinend möglich).

    Jetzt bin ich planlos, verunsichert, am Hadern... ich habe Sorge dass das "neugewonnene Werkzeug" MPH mir langfristig nicht so stark helfen kann wie ich mir das erhofft hatte.

    Es erscheint euch vielleicht übertrieben, aber das ganze macht mir momentan extreme Sorgen, weil MPH das einzige ist was bei mir überhaupt jemals eine ständige Getriebenheit wirklich "deaktiviert" hat für einen bestimmten Zeitraum. Endlich nicht ständig Essen/Zucker/Sport/Schlafen/Schlafentzug/tausend andere Sachen in einer ewigen Schleife, endlich nicht mehr diese ewige Lauern und Taktieren um Aufmerksamkeit herbeizuzwingen. Endlich nicht mehr ständiges Hadern mit mir selbst, warum es denn einfach nicht funktioniert, dass das ver****t noch mal doch eigentlich nicht sein kann etc.etc. Ich glaube, gerade in den letzten Jahren habe ich angefangen immer stärker mit mir zu hadern, und unter dem MPH denke ich dann nur noch "na bitte, endlich geht es" und mache irgendwas was mich glücklich macht... mit der Freundin in den Park gehen, was lesen, was lernen, egal.
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Begründungs- und Lösungsansätze:
    ---
    1. Ich glaube momentan nicht, dass es am Präparat liegt; denn ich habe jetzt schon drei Retardpräparate probiert (Medikinet adult, Concerta, Equasym), und obwohl es bei mir Abweichungen im Ausmaß des Anschlagens gab lag die Wirkung pro Dosis doch ziemlich gleich (naja, Concerta wirkte unerklärlicherweise schwächer, aber das heißt ja eher dass ich von Concerta noch mehr gebraucht hätte...).
    ---
    2. Bin ich ein "nonresponder" (in dem Sinne dass es bei mir schon sehr gut wirkt, aber nur bei hohen Dosen; nicht in dem Sinne dass es nicht wirkt), und brauche eben einfach besonders hohe Dosen aus irgendeinem Grund? Im Forum wurde ja an verschiedenen Stellen geschrieben dass es das geben solle?

    Und es würde insofern Sinn machen, als ja auch die Nebenwirkungen bei mir GAR nicht bzw. erst bei 50mg retard und auch da eigentlich nur leicht und positiv auftreten (siehe oben - mit "Nebenwirkung" meine ich auch eigentlich nur, dass ich ab 50mg retard wirklich weniger hyperaktiv bin - bei Dosen darunter bin ich immer noch ziemlich aktiv und fühle mich teilweise einfach nur klarer und kann mir etwas besser aussuchen was ich machen will. Diese Manie, die mich treibt, geht erst bei ziemlich genau 50mg weg.). Wenn ich richtig verstehe, wie man MPH normalerweise eindosiert, schließe ich aus meinen Beobachtungen dass ich bis jedenfalls 50mg retard deutlich unterdosiert bin. "Richtig" negative Nebenwirkungen (was auf der Packungsbeilage steht und andere so beschreiben - Herzrasen, Depressionen etc.) habe ich unter MPH noch NIE erlebt, nicht mal ein kleines bisschen, auch bei den 50mg retardiert nicht (im Gegenteil: Laune super, Entspannung, Fähigkeit sowohl einfach mal zu chillen und nen Zeitungsartikel RUHIG zu lesen als auch was effizient geistig zu bearbeiten wenn ich will).

    Die Theorie vom nonresponder ließe sich vielleicht so begründen, dass meine Probleme vor allem aus einer extrem starken Hyperaktivität stammen (innerlich), die von Lernen über Schlafen bis hin zu sogar Freizeitaktivitäten mein Leben zur Hölle macht; und das ganze ist wirklich BITTER krass bei mir, schon immer zu gewissem Grad gewesen (ihr solltet mich mal reden hören - und dieses extrem schnelle Sprechen hatte ich zB schon in der Grundschule. Ich sollte zuerst sogar auf die Sprach-Sonderschule, aber dann gab es einen logopädischen Test der ergab dass ich einfach zu schnell denke und keine Probleme habe mit dem Sprechen ansonsten).

    Dh vielleicht habe ich einfach ein sehr hohes "Grundlevel" an ADHS-bedingter Hyperaktivität, und brauche daher mehr?

    Was aus meiner Sicht auch für die Unterdosierung spricht ist: Auch kleinere Dosen von MPH wirken bei mir, und sie wirken auch deutlich positiv. Es ist nur eben so, dass mein "Grundlevel" am Tag reichlich scheiße ist (zumindest momentan, bzgl. der Vergangenheit kann ich nichts sagen weil ich früher natürlich das ganze noch nicht so bewusst wahrnehmen konnte, weil mir die Vergleichswerte/-Zustände mit dem MPH ja gefehlt haben)...

    ... und die ersten 5-15 mg retard nehmen quasi nur diese Spitze weg. Mit 5-10 mg retard bin ich zB immer noch stark hyperaktiv, aber es ist eine gewisse Aggression raus, ein Impuls sich dringend irgendwo abreagieren zu müssen. Und es hilft mir dabei einzuschlafen!

    Der Level, wo auch die Unruhe selbst weg ist, beginnt erst bei 30mg retardiert. Erst bei 50mg retardiert bin ich mit dem Resultat zufrieden.
    ---
    3. Eine weitere Interpretationsmöglichkeit wäre, dass ich momentan Burnout/Dauerstress haben könnte? Vielleicht setzt das ja die Wirkung von dem MPH runter bzw. führt dazu dass die Symptome so extrem gesteigert werden dass dann auch entsprechend mehr MPH nötig ist. Dafür könnte sprechen, dass die letzten Jahre für mich innerlich eine KATASTROPHE waren. Ich habe äußerlich alle Ziele erreicht, aber es war teilweise so ein EXTREMER Krieg gegen mich selbst um meine Aufmerksamkeit auf Linie zu zwingen, dass ich mich eigentlich wundern müsste wenn ich jetzt NICHT traumatisiert wäre. Sorry, aber wenn man schon von einem Banküberfall oder einer gefährlichen Situation ein Trauma bekommen kann, dann muss ich ja quasi eines haben nach vielen Jahren eines emotionalen totalen Ausnahmezustands.

    Außerdem habe ich einige Verhaltensweisen in meinem Leben, die meiner ADHS-Disposition vielleicht nicht unbedingt gut tun. zB überlege ich, ob ich nicht statt PC-Spiele zu spielen lieber abends lesen sollte. Bisher ging das teilweise gar nicht (war für mich mit starkem Stress verbunden, weil ich eben tagsüber schon ständig an Texten gesessen habe - da will/kann man sich ja nicht mit noch mehr Texten entspannen und meine Willenskraft war abends total verbraucht), aber vielleicht kann ich ja mit einer mittelhohen Dosis von MPH mittelfristig bessere Angewohnheiten hinbekommen und das hilft dann wiederum der MPH-Wirkung? Ist aber natürlich reine Spekulation.
    --------------
    Ich habe momentan das Gefühl: 50-60mg retard wären für mich endlich FREIHEIT von dieser beschissenen Getriebenheit, zumindest phasenweise an Tagen wo ich das einfach mal brauche. Unter dieser Dosis verschwinden eine ganze Reihe von ganz unterschiedlichen Problemen, die mich zu jeder Tageszeit plagen (zuerst Arbeiten/Lernen, dann Organisationssachen, dann Freizeit, dann zur Ruhe kommen/Einschlafen). Haha, das klang jetzt so als ob diese Bereiche das Problem sind und verschwinden. Ich meinte natürlich: Das sind die Bereiche in denen die Probleme so auftreten.

    Ich war SO glücklich als ich gecheckt habe wie MPH bei mir anschlagen kann.

    Und jetzt bin ich wirklich ziemlich in Sorge.

    Wäre über Vorschläge dankbar.
    --------------
    Mal am Rande: Sind die Nebenwirkungen/Gefahren von einer nach von mir oft gelesener Meinung "zu hohen" Tagesdosis MPH (so 100 mg) wirklich so schlimm, dass es besser für mich ist wenn ich abends nicht schlafen kann bzw. in der Freizeit nicht richtig runterkomme als noch mal 40mg mehr Tagesdosis zu nehmen als der Arzt "normalerweise" maximal verschreibt? Ich frage mich nur, weil ja eben auch die potentiellen Vorteile groß wären. Ich verstehe irgendwie noch nicht so recht, wo denn das Problem liegt so lange ich/mein Umfeld keine negativen Wirkungen feststellen. Ist das wegen potentieller Leberprobleme? Oder hat es juristische/versicherungs-/Zulassungsgründe? Oder hat es eigentlich gar keinen Grund, aber der Arzt guckt auf sein Formular und da steht eine bestimmte Zahl, und dann macht er das mal lieber so weil er mir ja nicht in den Kopf gucken kann und keine Risiken eingehen will?

    Ich frage auch, weil ich darüber nachdenke, falls mir kein Arzt eine für mich ausreichende Dosis MPH verschreiben sollte, mit dem Rauchen anzufangen. Denn das ist von dem was ich gehört habe das einzige, was irgendwie in gewisser Weise hilft? Wäre natürlich ziemlich für den Arsch gesundheitlich und finanziell, aber was soll ich machen? Perverserweise habe ich mich früher immer von "Drogen" ferngehalten (in diesem Fall alleine schon wegen Krebs), aber seit ich wegen der Beschäftigung mit ADHS mehr nach innen gucke und sehe was für einen Leidensdruck ich schon lange habe, scheinen Zigaretten plötzlich das kleinere Übel zu sein.
    --
    Kann es sein, dass ich trotz Nichtvorhandenseins einer Depression (jedenfalls fühle ich mich absolut NIE traurig, niedergeschlagen o.ä. - mein Hyperfokus/manchmal auch meine "Bilderwolke"-Zustände sind sogar teilweise sehr angenehm, wenn auch auf eine hektische Weise die mich ermüdet und auslaugt) mal ärztlich besprechen sollte ob ich zum MPH noch zusätzlich was anderes brauche? Wenn ja, was macht denn da Sinn? Ich kenne mich mit sowas leider überhaupt nicht aus.
    --
    Ach so, was mir am Schluss noch eingefallen ist: Ich werde wohl die Tage mal gucken ob eine große Menge Sport die Wirkung boostet (Gluehops? Müsstest du doch eigentlich wissen ^.^)... wenn es eine "responder"-Frage ist, müsste es dann ja helfen?
    Geändert von repters (10.09.2012 um 05:01 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    Was ich auch gerne mal erklärt hätte: Ich habe hier im Forum zB von höher dosierten Leuten (dh nicht die, die nur etwas nehmen wie 10-10-0) gelesen, dass einige 30 mg retardiert nehmen, einige 20 mg unretardiert. Und die mit dem 20mg unretardiert haben dann in einem Thread argumentiert/wen anders belehrt, dass mehr als 30mg retardiert nicht gut sei in punkto Nebenwirkungen.

    Aber wenn ich das inzwischen richtig verstanden habe, ist doch der Wirkstoffgehalt im Blut bei 20mg unretardiert schon fast der von 50mg retardiert? Mit 3 Stunden gegenüber 8 Stunden ist doch die Wirkzeit nicht einmal halb so lang, dh rein rechnerisch 20/3 Stunden= 6.6 pro Stunde für unretardiert gegenüber 50/8 Stunden = 6,25 pro Stunde für 50mg retardiert? D.h. nach der Rechnung (mir ist klar, dass das so nicht ganz sauber ist) wäre 20mg unretardiert doch sogar *mehr* Wirkung?

    Oder verstehe ich das falsch.

    Warum galt 20mg unretardiert bei den Stellen die ich gelesen habe als akzeptabel, 50mg retardiert aber nicht?
    Geändert von repters (10.09.2012 um 03:43 Uhr)

  3. #3
    Octoroo

    Gast

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    repters schreibt:
    Es erscheint euch vielleicht übertrieben, aber das ganze macht mir momentan extreme Sorgen, weil MPH das einzige ist was bei mir überhaupt jemals eine ständige Getriebenheit wirklich "deaktiviert" hat für einen bestimmten Zeitraum. Endlich nicht ständig Essen/Zucker/Sport/Schlafen/Schlafentzug/tausend andere Sachen in einer ewigen Schleife, endlich nicht mehr diese ewige Lauern und Taktieren um Aufmerksamkeit herbeizuzwingen.

    Demnach kannst du kein non-Responder sein. Freue Dich !
    Es gibt typische ADHS Symptome, die bei mir durch MPH eliminiert werden kann, aber noch ettliche Dinge wo MPH gar nicht hilft, was aber ganz logisch ist.

    Es wurde hier von viele User geschrieben, und das kann ich von mir auch nur bestaetigen: unbehandelte ADHS zuechtet bestimme Verhaltensmuster, um eben die Dinge auf seiner Art tun zu koennen.
    Das hat auch meine Verhaltenstherapeutin bestaetigt. Jemand, wie zum bsp. mich, die nie gelernt habe zu planen/organisieren und immer alles spontan aufm letzen Druecker gemacht hat, und immer diesen Impuls hatte, lernt ganz automatisch nicht zu organisieren.
    Ich fange HEUTE mit 42 jahre an, das zu lernen. Dafuer habe ich keinerlei Gefuehle.
    Alltagsplanung ist das Schwerpunktsthema in meiner Therapie.

    Wenn du durch MPH die Aufmerksamkeit nicht mehr erzwingen musst, hast du schon mal eine grosse Erleichterung und eine Oeffnung, Dinge zu aendern die du aendern willst.

    Darf ich fragen, WIE du zu ADHS gekommen bist, in welcher Zusammenhang ?

    Durch Eigenverdacht, durch Schule/Leher, Arbeitsgeber ?



    repters schreibt:
    Aber wenn ich das inzwischen richtig verstanden habe, ist doch der Wirkstoffgehalt im Blut bei 20mg unretardiert schon fast der von 50mg retardiert? [...]
    Oder verstehe ich das falsch.
    repters schreibt:
    Warum galt 20mg unretardiert bei den Stellen die ich gelesen habe als akzeptabel, 50mg retardiert aber nicht?

    Also DAS wuerde ich auch nicht verstehen, wo soll das gestanden haben ?
    20mg Medikinet adult (retardiert) bedeutet, dass 10mg Wirkstoff sofort freigesetzt wird und die uebrigen 10mg nach ca. 4h freigesetzt werden soll.
    Es ist so wie: 2 mal 10mg in 4h Abstand einnehmen.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    Sieh mal hier auf Seite 4 unten unter dem Punkt zur individuellen Dosis:

    http://www.fbinkert.ch/ads/ELPOS07.pdf

    Soooo ungewöhnlich ist diese Dosierung nicht und warum sollte ein Arzt, der sich damit auskennt das nicht verschreiben?
    Für Erwachsene sind doch 80mg pro Tag erlaubt.

    Wenn die Wirkung bei Dir bei 50mg eintritt, bist Du jedenfalls kein Non-Responder.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    repters schreibt:
    Ich frage auch, weil ich darüber nachdenke, falls mir kein Arzt eine für mich ausreichende Dosis MPH verschreiben sollte, mit dem Rauchen anzufangen. Denn das ist von dem was ich gehört habe das einzige, was irgendwie in gewisser Weise hilft? Wäre natürlich ziemlich für den Arsch gesundheitlich und finanziell, aber was soll ich machen? Perverserweise habe ich mich früher immer von "Drogen" ferngehalten (in diesem Fall alleine schon wegen Krebs), aber seit ich wegen der Beschäftigung mit ADHS mehr nach innen gucke und sehe was für einen Leidensdruck ich schon lange habe, scheinen Zigaretten plötzlich das kleinere Übel zu sein.
    Das ist schon eine ziemlich dumme Idee! Dumm eher im Sinne von töricht
    Ganz abgesehen davon, dass ADHSler ein deutlich höheres Suchtrisiko haben (was hier ja egal wäre, da du es ja eh als "Dauertherapie" willst ), ist es einfach keine gute Idee, regelmäßig große Mengen Verbrennungsgase einzuatmen
    Hast du mal überlegt, es mit Nikotinkaugummis auszuprobieren? Rauchen ist echt scheiße ungesund und solange es Alternativen mit ähnlicher Wirkung gibt, sollte man die vielleicht auch nutzen! Ich habe kein Problem mit Rauch oder Rauchern, aber einfach mal so, ganz bewusst und mit voller Absicht, damit anzufangen, halte ich wirklich für... ja... dumm halt

    Schon über Amphetamin als Alternative zu MPH nachgedacht?

    edit: Um nochmal auf die Frage nach der Verhaltenstherapie einzugehen: Wenn du mit ADHS groß wirst, gewöhnst du dir natürlich kompensierende Verhaltensweisen an. Selbst wenn deine Medikation gut wirkt, hast du natürlich immernoch dieses Verhalten und andere Sachen hast du vielleicht gar nicht erst gelernt (Stichwort Ordnung/Struktur). Schaden kann Verhaltenstherapie sicherlich nicht!
    Geändert von Käsebrot (10.09.2012 um 15:33 Uhr)

  6. #6
    Octoroo

    Gast

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    Käsebrot schreibt:
    edit: Um nochmal auf die Frage nach der Verhaltenstherapie einzugehen: Wenn du mit ADHS groß wirst, gewöhnst du dir natürlich kompensierende Verhaltensweisen an. Selbst wenn deine Medikation gut wirkt, hast du natürlich immernoch dieses Verhalten und andere Sachen hast du vielleicht gar nicht erst gelernt (Stichwort Ordnung/Struktur). Schaden kann Verhaltenstherapie sicherlich nicht!
    WORD !
    Und es ist verdammt hart, wenn man schon so alt ist.
    Ordnung/Struktur/Planung ............fuehle mich wie eine 1-Jaehrige die mit dem laufen anfaengt

  7. #7
    Chaoten-Weib

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    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    Hey Leute,

    die Idee plötzlich Raucherin zu werden kam mir auch vor kurzem....ist ja lustig, dass ich nicht die Einzige bin, die darüber nachdenkt. Tja auch nur aus der Verzweiflung heraus.

    Käsebrot: du fragst den Themenersteller hier, ob er schon mal über Amphetamine nachgedacht hat statt MPH.
    Ich dachte immer, es ist das Gleiche. So sagt es mein Psychiater immer. Er meint, es hat alles nur verschiedene Namen, ist aber im Prinzip alles Amphetamin.

    Hilfe bitte mal um Aufklärung....

    Danke und lg

    Heike

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    Das mit dem Amphetamin finde ich spontan auch nicht zielführend, denn gibt man das nicht Leuten die bei MPH nicht richtig ansprechen oder Nebenwirkungen haben? Ich hab ja mit MPH gar keine Nebenwirkungen, ich bräuchte nur eine höhere Dosis. Kann mir nicht vorstellen, dass Amphetaminsaft dann anders wirkt.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    Ich habe zugegeben nicht alles gelesen, aber ??????????
    Also ich war bis vor paar Tagen auf 30-30-0.
    Habe mir die Dosis dann erhöht. Jetzt nehme ich 40-30-0. Macht zusammen 70.
    Warum sollte ein Arzt das nicht machen? Meiner macht's ja auch.

    (Mit 40 morgens hab ich das Gefühl einer länger anhaltenden und stärkeren Wirkung. War ich zb nachmittags bis abends noch unterwegs hab ich noch ne 10 bei Bedarf genommen. Das muss ich nun nicht mehr.)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 416

    AW: Bin ich ein Nonresponder, oder brauche ich "nur" eine Verhaltenstherapie?

    Heike schreibt:
    Ich dachte immer, es ist das Gleiche. So sagt es mein Psychiater immer. Er meint, es hat alles nur verschiedene Namen, ist aber im Prinzip alles Amphetamin.
    Das ist so als würde ich sagen, dass Birke und Mahagoni nur Namen sind, im Prinzip ist aber alles ne Fichte.

    Im Idealfall ist der Effekt auf ADHSler der gleiche bzw. ein sehr ähnlicher. Mechanismen, wie es zu der Wirkung kommt, sind aber andere. MPH hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin/Noradrenalin, Amphetamin sorgt für verstärkte Ausschüttung. Wenn beides gleich wäre, dann hätte eines von beiden ja überhaupt keine Daseinsberechtigung.

    repters schreibt:
    Das mit dem Amphetamin finde ich spontan auch nicht zielführend, denn gibt man das nicht Leuten die bei MPH nicht richtig ansprechen oder Nebenwirkungen haben? [...] Kann mir nicht vorstellen, dass Amphetaminsaft dann anders wirkt.
    3 verschiedene MPH-Präparate hast du ja auch ausprobiert. Und dass sich da was ändert, ist wohl deutlich unwahrscheinlicher als wenn man komplett das Medikament wechselt.
    Wenn du noch genügend Alternativen hättest, würdest du hier nicht so eine Frage stellen. Eine vorgeschlagene Alternative dann aufgrund einer völlig unbegründeten Annahme auszuschließen, halte ich auch für "nicht zielführend".

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