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Diskutiere im Thema ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    repters schreibt:
    Wenn man sich jetzt als totaler Neuling einem Thema nähert bei dem die Sachlage so liegt, kann man meiner Meinung nach schlecht nur eine der "Quellen"/Arten von Quellen heranziehen. Die erste Art von Informationen alleine bringen nix (ist ja sehr schön, wenn norwegische Wissenschaftler beim getigerten Hornochsen nachgewiesen haben dass Noradrenalin sich abends gerne noch mal nen Kaffe macht - aber was sagt mir das?), und die zweite Art heranzuziehen ohne das abchecken mit dem was in der Wissenschaft als gesichert gilt ist viel zu unzuverlässig, da könnte man auch würfeln.
    Ich glaube, ich kann gut verstehen, wie es Dir gerade geht.
    Das ist wohl etwas, was viele durchmachen, die sich plötzlich mit dem Thema konfrontiert sehen.

    Um auch hier mal wieder Barkley sinngemäß wiederzugeben:
    Es gibt nicht die eine Wahrheit über ADHS, ... man muss sich informieren, sich zum Spezialisten und Fachmann machen, viele Informationen suchen und vergleichen und immer auch kritisch hinterfragen, wo die Info herkommt und wie seriös sie sein mag.
    So haben Medien z. B. nicht den Auftrag zu informieren, sie haben den Auftrag zu unterhalten, das sollte man wissen, wenn man sich Fernsehbeiträge anschaut und bewertet.
    Viele suchen in ADHS eine Art Profilierung oder versuchen gar mit der Angst und Unsicherheit der Betroffenen und deren Angehöriger, diese zu manipulieren, indem sie Ängste schüren usw., Paradebeispiel hier ist u.a. die Scient....

    Das ist nichts, was man sich wünscht als Betroffener, schließlich suchen wir nach Antworten, Fakten, Hilfen und wollen nicht auch noch nach der Wahrheit suchen.
    Aber so ist es leider.

    Wenn Du Antworten suchst, wäre meine Empfehlung mal wieder Barkley, der einige gute Vorträge gehalten hat, die auch sehr schön die neurologischen Zusammenhänge erklärt und auch auf die entsprechenden Studien verweist.
    Ich will ihn überstrapazieren, es soll nicht zu einem Barkley-Hype ausarten, aber er erklärt es gut und er gehört zu den Fachleuten auf dem Gebiet.
    Zumindest hat er eine (für mich) sehr angenehme Art zu erklären.

    Für mich waren seine Vorträge so ziemlich das, was mir den ganzen Krempel erst wirklich verständlich gemacht hatte, obwohl ich mich schon lange mit alldem beschäftige.
    Er fasst vieles von dem, was ich schon wusste gut und verständlich zusammen und ich denke, Du bekommst gute Antworten von ihm.
    Leider na klar alles in Englisch, ich hoffe, das wird kein Problem sein.

    Seine Vorträge sind in Einzelteilen auch bei YT zu finden und werden auch immer wieder hier im Forum verlinkt, was schon mal zeigt, wie sehr er hier auf Zuspruch stößt.
    (Nunja, ... audiovisuelle Vorträge sind auch selten im Netz, halten aber gerade uns ADS'ler viel besser bei der Stange )
    Ich bevorzuge die Originalquelle und die Originalqualität .


    Vorträge am CADDAC
    Dort auf den Ordner "Executive Functioning" und "Impairments and Treamtents" gehen

    Und ebenfalls noch am CADDAC

    Dort auf "Parents of ADHD" klicken,
    Dieser Vortrag ist mehr an Eltern mit ADHS Kindern gerichtet, aber nicht weniger interessant.
    Dort wird, wenn ich das jetzt richtig erinnere, auch auf das hingewiesen, was ich gerade meinte, das Einholen von Infos.

    Und dann wären da noch zwei Vorträge am UC Davis Mind Institute
    Dort ein wenig runterscrollen (dritte Stelle glaube ich) dot sind 2!! Vorträge anklickbar
    Insgesamt sehr ähnlich, aber es vertieft vielleicht ein wenig und hier und da gibts auch immer noch was anderes.


    Dh, wenn niemand für einen richtig vorsortiert, steht man vor einer sehr anstrengenden und langwierigen Aufgabe mit vielen Irrungen und Wirrungen.
    Das ist 100% richtig, leider.
    Aber dafür bist Du ja u. a. hier im Forum machst also alles richtig .
    Nichts, was man sich wünscht, aber leider notwendig.

    Ich möchte eine Vorsortierung von jemandem, der gleichzeitig so detailliert und begründet schreibt dass ich eine gewisse logische Überprüfung mitlaufen lassen kann bzw. wenn ich eine These anzweifle, weiß wo sie "im System steht" damit ich effizient in andere Quellen wechseln kann für die Prüfung.
    Ich würde sagen, dass die genannten Vorträge das hinbekommen könnten.

    LG
    Fliegerlein

    (Der übrigens NICHT mehr online war, zu dem Zeitpunkt als Du den Screenshot mit aktiven Mitgliedern gemacht hast ... wo auch immer das herkommt, um die Uhrzeit krebse ich hier nicht mehr rum)
    Geändert von Fliegerlein ( 9.09.2012 um 15:11 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur ... what else? :D

  2. #62
    Immer eingeloggt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 464

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    repters schreibt:

    Warum ich frage: Ich sehe oft eine Menge Leute in den Threads mitlesen in denen ich schreibe, und die stehen dann stundenlang auf Lesen, aber sie schreiben nie was.

    Wie kommt es dazu?
    Ich lese auch oft nur mit und habe für mich dabei schon einiges an neuen Erkenntnissen gewonnen. Manchmal fällt mir halt eben nichts ein, was ich dazu schreiben könnte, manchmal wurde auch das schon geschrieben, was mir bei der jeweiligen Thematik einfällt.

    Außerdem denke ich sowieso manchmal, dass ich ein Kommunikationsproblem habe, will heißen, ich kommuniziere eher weniger und beobachte/denke stattdessen mehr.

  3. #63
    Octoroo

    Gast

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    @repters

    repters schreibt:
    Bist du eine neue ADHS-Diagnose? Weil du erst seit dem 15.08.12 angemeldet bist.
    Jup.
    Ich habe diese Diagnose seit dem 01.08.2012 ^^
    Und seit Maerz den Verdacht.
    Das kam raus, als ich mit eine Kinderpsychologin ueber meine Probleme gesprochen habe die in Zusammenhang mit den Kindern auftritt .....Kinder werden unruhig sobald ich beschaeftigt bin.
    Dann hat die gesagt, was zu tun ist. Und das war gerade DAS, was ich NICHT kann (Organisation, Multitasking, Ruhig bleiben im Stressituation etc)
    Sie sagte, es sieht deutlich aus nach ADHS.
    Es war zunaechst ein SCHOCK fuer mich. ICH ? Ein Mensch mit Defizit und ein Fall fuer ein Psychiater ? ICH ?
    Es sind eben so alltaegliche Sachen, womit ich mit EXTREEEEM schwer tue ("knifflige Handarbeiten") - und eben die Tatsache, dass ich sehr schnell in eine Ueberforderungssituation gerade, wenn ich in Situationen gerade, wo ich mehrere Dinge gleichzetig tun muss - oder wenn ich von einer Taetigkeit aufs andere umschalten muss (kannst du dir das vorstellen ? Sowas wie: "Ein Teller in die Spuelmaschien einraeumen - dann von Kind 1 gerufen werden und Kind helfen beim Klogehen - dann wieder Teller rein - wieder unterbrechung um streitende Kleinkinder auseinander zu zerren etc.......)
    Das STRESST mich ohne Ende, es ist ein STRESS, das richtig wehtut.
    Diese Symptome sind mit MPH WEG.
    Da ich dann die Aufmerksamkeit nicht mehr ueber mein eigene Bewusstsein herstelln muss, ist der hoher Kraftaufwand nicht mehr da. Also muss ich nicht mehr herumbruellen.

    repters schreibt:
    Zuerst empfand ich es (wenn ich richtig verstanden habe, so wie du auch) eher als "geistige Beschneidung", als Temporausnehmen und vielleicht auch Intensität rausnehmen. Ich hab da geschrieben, es wäre als wenn jemand "aus der Welt die Farben rausnimmt"- lol, ein bisschen dramatisch ;_).
    Schoener und treffender haette ich es nicht sagen koennen mit den Farben !
    Aber zum Glueck wird uns das mit MPH nicht endgueltig weggeloescht - sondern nur "ausgeschalten" wenn mans grad mal nicht brauchen kann ^^

    repters schreibt:
    Ich glaube, das was EIGENTLICH meine größte Stärke ist - extremes Querdenken, extremes Assoziieren, Verbindungen und Muster sehen wo es andere Leute selbst nicht können, sehr hohes Tempo bei allen Sachen die "innerliches/logisches Abarbeiten von Informationen" sind, ein bisschen wie Mathe -, das fällt mir unter MPH schon schwerer. Aber ich muss MPH ja nicht IMMER nehmen.
    Ich nehme stark an, dass du ein "Hyperfokus" hast.
    Als ich den Psychiater, die den Verdacht der Psychologin bestaetigte, sagte, dass ADHSler sich sogar sehr sehr gut konzentrieren koennen und es ueberhaupt NIICHT "komisch oder seltsam" waere, mit ADHS zum bsp. studieren zu koennen.

    NUTZ das aus. Ich glaube, du bist oder wirst bald Student ?
    Es muss doch irgendetwas geben, was dich mehr interessiert. Damit koenntest du Erfolg haben.
    Ich habe meine Diagnose zu spaet bekommen.
    Habe nicht den "Idealprofil" (vieles aufgeschoben, jahrzehnte von Zeit vergeudet durch unproduktive Taetigkeiten. Aber ok, dafuer hatte ich ne Menge SPAAAASS ^^) aber Rueckwaerts schauen bringt mich ja keinesfalls weiter.

    repters schreibt:
    Ich würde denken: MPH für den "Alltag" - bei mir zB die tägliche Arbeit mit meinen Akten und meine Freizeit; um 1. so zu sein wie die anderen und 2. um mich entspannen zu können.
    Vielleicht haette ich im Leben mehr erreicht (so karrieremaessig) haette ich gewusst dass ich ADHS haette und mich behandelt lassen haette.
    Aber wirklich gebraucht haette ich es damals nicht.
    Als "ewige Student" in der Freiheit und dann eben das Singleleben - da musste ich ja nur fuer mich sorgen.
    Der Druck von Aussen (Formalitaeten wie Puenktlichkeit bei der Arbeit etc...), hat ausgereicht, um mich zu motivieren.

    Jetzt aber, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben mit ALLTAG HOCH 24 (Einkaufen in der Zeit wo JEDER einkauft, ....ach einfach alles alltaegliches...) ansteht, kann ich auf MPH nicht entbehren, da den Alltag als SEHR stressig und belastend empfinde.
    MPH = Entlastung.
    Ich kann den Stress besser ertragen.
    Bewaeltigen kann ich es aber nicht. Das sind 2 paar Schuhe: Stress ertragen und Stress bewaeltigen.
    Das muss zuerst gelernt sein.

    repters schreibt:
    Und "ohne MPH" für Phasen wo ich etwas extrem geniales machen möchte/Perspektive, Brainstorming brauche. Oder, um einfach mal die Manie zu genießen und mir etwas größenwahnsinniges zu überlegen.
    Sehr gut.
    Geniesse das, solange du das kannst und du ja noch nicht in dem Alter/Lebensphase bist wo du beispielsweise fuer eine Familie sorgen musst und aelltaeglich leben musst.
    Ich hatte meinen Spass, also finde ich es nicht soooo verkehrt, einiges in Kauf zu nehmen, meiner Familie zu liebe.
    Aber oft sehe ich mich auch an Zeiten, wo ich, verrueckte Sachen gemacht habe...

    repters schreibt:
    Edit: Bitte nimm mir den folgenden Satz nicht krumm, aber ich find´s witzig/komisch dass du ne Frau bist. Bisher dachte ich, dass es hyperaktiv/(assoziativ)hochbegabte nur bei Männern halbwegs stabil funktionierend/normal gibt (ich hab mal n Mädel kennen gelernt dass ein bisschen so war - aber die war psychisch ziemlich angeschlagen und dauernd in der Geschlossenen und hatte so ziemlich NICHTS im Griff... dagegen bin ich noch ein Ausbund von Selbstkontrolle). Aber da war diese Woche noch ne andere Dame die im Forum ein bisschen so geschrieben hat wie ich denke... wahrscheinlich nur ein Vorurteil von mir (das mit den Frauen, meine ich). Vielleicht habt ihr das ganze ja auch deutlich schwächer als ich, und vielleicht fällt dann die Manie weg ;-).
    Ich bin durch und durch weiblich mit eine recht feminine Erscheinung (kein "Kampfamazone mit Igelschnitt und Pferdea.rsch) - bin aber, von meine Denkweise her........auch von Interessen her......so ziemlich maskulin und stehe mit meine 2 Beine sehr gerne dazu (es sei denn: es kommt gerade was dazwischen )

    Meine Mutter sagte mal zu mir: "ich glaube, dass du sowas wie ein maennliches Hirn hast. Du kannst einfach Dinge nicht, was "normale"Frauen koennen"

    Und ?
    Ich habe 2 sehr gut entwickelte gesunde Kinder.
    Habe eine sehr gutes Bindungsverhaeltnis zu beiden Kindern
    Meine 2 Jaehrige sagt mindestens 10 mal zu mir: "Ich liebe Dich Mama"
    Ein Kind, die bis 8-Wortsaetze grammatikalisch richtig sprechen kann.


    So verkehrt kann ich also nicht sein !

    Scheiss Klischee !

    WUERG !

    Jeder ist eben anders !
    Jeder kann was anderes besser oder schlechter, drum ist man nicht besser oder schlechter. Es sind aber diese "Massenschnitt" die "andersdenkede" diffamieren !


    NACHTRAG:

    Ich habe keine Hochbegabung - zumindest wurde ich bei der Diagnostik auf IQ nicht getestet.
    Mein Mutter aber hat eine getestete "Ueberintelligenz".

  4. #64
    Octoroo

    Gast

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    @repters

    Oje, ich habe erst jetzt gelesen dass da noch ein Beitrag war.
    Ok, ich befinde mich ja eh im Zustand des Rebounds ^^

    repters schreibt:
    @Octoroo:
    - Hat dein Arzt was über die Differentialdiagnose zu manischen Sachen gesagt? Findest du, dass du manchmal auch leicht manisch bist, oder bist du eher "nur" so hyperaktiv?
    manisch ? Nicht dass ichs wuesste !
    Also differentialdiagnostisch-maessig wurde ich auf Depression getestet.
    Es waren nur 2-3 Fragen von ca. 25 die ich bejahen konnte. Dies sind FRagen wie: "fuehlen sie sich erschoepft oder ueberfordert"
    Depressiv bin ich keinesfalls.
    Ich hatte/habe so Phasen wo ich mich ungluecklich fuehle (Gefuehl des Trauers etc.) - aber das ist noch lange keine Depression.
    Ich glaube, dass ich in meinem Leben ein einziges Mal mal kurz depressiv war: kurz bevor ich 15 wurde.
    Ploetzlich fuehlte ich ein fremdes, unsaeglich melancholisches Gefuehl, es war sowas von seltsam.

    Aber das ist normal, gehoert wohl zur Entwicklung. Hormone und so ^^

    Ein sehr guter Pharmakologe sagte mal, dass jeder Mensch ein psychotischer Episode erleben kann.

    Meine Mutter allerdings, hat groessenwahnsinnige Gedanken bzw. Haltung in Hinblick auf ihr eigene Person.
    Manisch benimmt sie sich nicht, aber denkt halt groessenwahnsinnig.
    Haelt sie fuer den "Supermensch", und fuer viel zu intelligent um verstanden zu werden.
    Sie war 3 mal verheiratet.


    repters schreibt:

    - und: Bist du genauso hypersensibel wie ich? Ich hab das bzgl. so ziemlich allen Sachen (va soziale Signale anderer, Sprache, Mathe, meine eigenen Gedanken).
    Ich weiss den Definition von Hypersensibilitaet nicht wirklich, aber eins isr ganz klar:

    Ich nehme die Stimmung von DRAUSSEN (ja, Draussen ! Also keine Einzelperson !)
    an und werde dementsprechend innerlich unruhig oder deprimiert.
    Ich HASSE 17:00. Ich spuere diesen Hektik (Verkehr, Leute die alle zur selben Zeit aufm letzen Druecker einkaufen etc...)
    Es war wohl immer so, aber nie richtig bewusst.
    Ich mache das Fenster zu, wenn es 17:00 wird, da es mich beunruhigt (Angst vor Stress/Hektik)
    MPH NIMMT mir diese Unruhe WEG !
    ERst seit ich die Erfahrung mit MPH gemacht habe, weiss ich nun, dass ich dann doch Stimmungsschwankungen hatte (konnte diese Frage bei der Diagnostik nicht beantworten !) und ich ja doch fuehlen kann (starke Emotionen wie Hass)

    Signae anderer: ganz klar ! Ich halte mich fuer sehr sehr intuitiv.
    Ich meine "ablesen" zu koennen, wir der Mensch der mir gegenueber steht mir besonnen ist -sogar wie der gepolt ist.
    Dass ich feinfuehlige antennen habe, wurde mir von ein Psychologen gesagt.

    Sprache: kann dazu nix sagen.
    Ich lese nicht gerne Buecher, als Kind nie gerne gelesen bzw. gar nicht.
    Kein Geduld !
    Mir wurde gesagt, dass ich in Fremdsprachen die Intonation gut treffe.

    Mathe: war im guten Bereich, hatte da keine Probleme ! Fuer manche mathematische Themen hatte ich sogar Gefuehle, ja !
    Aber so Aufsatz schreiben, Buecher lesen und zusammenfassen.....liegt mir NULL ^^

    Hyperaktiv bin ich in Hinblick auf Impulsivtaet (mein antwort auf Stress = Jaehrzorn, von 0 auf 10), innere Unruhe und auch motorisch (aber nimma so schlimm wie im Kindesalter)
    Renne planlos durch die Gegend rum halt...


    repters schreibt:
    - was mich am meisten interessieren würde: Warum nimmst du denn jetzt nicht mehr MPH? Du hast nur geschrieben "Er sagte, dass ich nicht auf 40 hochgehen muss weil es fuer mich zu sehr fremd waere noch ruhiger zu werden/gedanklich gesteuert zu sein/lansamer zu denken."

    Hast du jemals per Selbstversuch 30+ auf EINMAL genommen? Sorry, das soll jetzt keine Anstiftung sein.

    Aber wenn du - wie ich - unter 20 mg eigentlich so unterdosiert bist, dass es mit 20mg gerade mal für eine NORMALE Strukturierung reicht - du hattest geschrieben "Zeitweile habe ich eigenmaechtig die dosis um 5mg gesenkt, das war dann doch nicht gut, hatte _Heute fast wieder den Nervenzusammenbruch (Ueberforderung im Alltag) - nehme halt wieder 20/5/5 anstatt 20/0/5 ..."

    ... dann müsste es doch bei dir so sein wie bei mir, dass du ab 40 mg als Einzeldosis anfängst "normal" zu werden?

    Ich nehme MPH - ohne ertrag ich den Stress den ich grad hab gar nicht.
    Ich habe mich dann falsch ausgedrueckt: mit 30mg meinte ich 30mg ueber den ganzen Tag verteilt, und nicht auf einmal.
    Das habe ich nicht ausprobiert.

    Der Arzt hat zuerst angeordnet, dass ich morgens 20 nehme, dann mittags 20.
    Also 40mg tagelich.
    Als ich bei 20morgens und 10 mittags angekommen bin, spuerte ich das mit "langsamer denken" "gedanklich gesteuert sein" ......da war reden sogar anstrengend....
    DAs war mir zu fremd. Seltsam.
    Drum sagte der Arzt, dass es ok ist, dass ich am Mittag keine 20 nehme, und ich stattdessen 20 nehme und die 5 fuer meine *17:00-Stress*

    Och so normal will ich nun auch nicht sein. Ich will ich sein. Ich will nur nicht impulsiv sein und will mich nicht "am Rande des Nervenzusammenbruch" bewegen.

    repters schreibt:
    Wie gesagt, ich will dich nicht anstiften. Ich würde dir sogar EXTREM davon abraten das ohne zumindest ein Familienmitglied als "Aufsicht" zu machen, und du solltest wohl besser deinen Arzt fragen. Ich fand das in dem Moment nicht SO schlimm, aber es war schon eine RIESIGE Veränderung für mich, ein ganz neues Lebensuniversum, und nicht alle sind so robust/arrogant/immun gegen Depressionen wie ich.
    .
    Ja doof war es schon, eigenmaechtig runter zu dosieren.
    Am Tag wo ich den Nervenzusammenbruch fast hatte (war aber auch extreem stressig) habe ich wieder die 10 am Mittag genommen und Ruhe wars.
    Eine Depression habe ich nicht. Deswegen werde ich auch NICHT depressiv wenn ich den Rebound habe ^^
    Ich spuere beim Rebound wieder diese innere Unruhe und Hektik.........und das Gefuehl, immer auf Gefahr gepolt zu sein....wie ein agitierter Wachhund ^^

    repters schreibt:

    Was meint denn dein Arzt genau, was da potentiell schlimmes passieren würde, bzw. warum das so traumatisierend für dich wäre?

    In welcher Weise erwartet dein Arzt, dass "Steuerung" für dich schlecht wäre?

    Noch mal: Nicht falsch verstehen, ich kritisiere den Arzt nicht. Ich frage mich nur.
    Oje.
    Also bei MIR musst du nichts rechtfertigen.
    Fragen kann mich alles, was ich antworten will/kann wird beantwortet, fertig ^^

    Also so ausfuehrlich und tief haben wir das nicht besprochen.
    Ich sagte ihn eben, dass ich mich mit 20mg irgendwie komisch fuehle da ich nicht fuehlen kann (was ja aber nicht wirklich stimmt) - und dass mein Zorn sowas wie mein Lebenselixir war (Ausgleich gegen meine Unsicherheit die ich ganz automatisch bei mir habe)

    Traumatisch fand er das gar nicht, er wollte mir nur eine zu grosse Umstellung wohl ersparen, sagte aber auch klip und klar, dass es, auch wenn ich meinen Zorn vermisse, erstmal in diesen "Normbereich" komme. Auch in Bezug auf langsamer denken.


    repters schreibt:

    Eine weitere Sache die mir auffällt ist, dass du mir auf der einen Seite assoziativ/logisch grds. intelligent und richtig zu schreiben scheinst, aber dann eine EXTREM chaotische Textstrukturierung/-Formatierung hast, komische Rechtschreibfehler machst (ua ganz unlogische Absätze, viele Verbindungen mit mehreren Punkten - lezteres mache ich auch SEHR oft/gerne, zumal es meinem inneren Gefühl entspricht dass der Gedanke/Aspekt eigentlich nicht "fertig gedacht" ist was ich dann, glaube ich, mit den Punkten zeigen will -, merkwürdige Leerzeichen wo keine hingehören, Großbuchstaben mitten im Wort, und einige andere strange Sachen). Bist du Legastheniker? Wird das (Rechtschreibfehler und Textstrukturierung) auch von MPH beeinflusst bei dir? Im Sinne von - fallen dir unter MPH plötzlich Fehler auf (nicht dass du sie einfach nicht machst, so wirkt MPH meiner Erfahrung nach nicht)? Sorry falls die Beobachtung/Frage zu persönlich ist (bei solchen Sachen stoße ich Leute EXTREM oft vor den Kopf ohne es zu wollen, unterstell da also mal bitte so was wie Unzurechnungsfähigkeit).
    Deutsch ist nicht meine Muttersprache - sondern japanisch - und bin mit 18 nach Deutschland gezogen ^^
    Legasthenie.........zumindest sowas wie ne Leseschwaeche koennte ich haben, da ich eben textlastige Sachen ^^
    Also Jurastudium zum bsp. haette ich mit Sicherheit nicht gepackt !
    Ich verstehe kurze, logische, einfach aufgebaute Saetze ^^
    Habe......glaube ich....mehr so das Gefuehl fuer Logik als fuer....naja "Textstrukturierung"...... habe keine Uebung und auch keine Interesse darin.
    Hehe, meine Bewerbungsschreiben habe ich immer (auch gegen Bezahlung) korrigieren lassen
    Also mein Schreibstiel wird durch MPH nur soweit beeinflusst dass etwas weniger Text kommt.

    Ich weiss, dass ich zuviel hier und da total durcheiander schreibe.
    Das wird mir klar, wenn ich sehr schoene, kurze, praegnante, aussagekraeftigen Saetze in Mails von meiner Freunde lese und denke immer: "oje, jetzt habe ich den schonwieder zugetextet, hoffentlich nerve ich den nicht" LOL...

    repters schreibt:
    Wenn ich mal ganz frei spekulieren darf (sorry, es könnte wieder beleidigend werden, ich hoffe nicht): Kann es sein, dass du sehr starke ADHS-bedingte Sekundärprobleme/Komplexe (zB Dissoziationen), und der Arzt Angst hat da mit MPH zuviel aufzuwühlen? Wieder, ich sage nicht dass es so ist, aber wenn ich nicht herumstocher bekomme ich ja wohl kaum eine Antwort und es interessiert mich einfach zu stark. Diese Theorie ist das einzige was für mich momentan Sinn macht als Hypothese um das zu erklären was du schreibst zu deiner Situation/dem was dein Arzt sagt.

    Dann erklaere mir mal bitte KURZ in ca. 10 Saetzen was eine "Dissoziation" ist.
    Dissoziation bedeutet "aufloesen" - zumindest in der Chemie (mein Bereich)
    Wikipedia sagt irgendwas mit "asoziale" komponente ?
    Wenn es dem so ist, kann ich sagen, dass ich auch so meine "asoziale" egozentrische Komponente durchaus habe.
    Motiv = Ueberlebungstrieb^^


    So und jetzt habe ich mal eine Frage an Dich:

    Wieso entschuldigst du denn staendig bei mir ?

  5. #65
    Octoroo

    Gast

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Nachtrag:

    Wegen "anstiftung" resp. "soll keine Anstiftung sein" bei Dosierung:

    Meine ehrliche Antwort lautet:

    Ich MAG meine kreative Seite bzw. Art zu denken in ganz gewisse Situationen.
    Das will ich nicht wegloeschen. Es klingt jetzt vielleicht arrogant oder unsympathisch aber: ich habe Angst, zu einen "Langweiler" zu mutieren !

    Will lediglich den Alltag so halbwegs in Griff bekommen und keine Nervenzusammenbrueche/Ausraster haben, weil hier kleine Kinder leben.

    Zu "Texte schreiben" allgemein bei mir:


    Was mir leider oft passiert ist, dass ich vergesse ein Text zu Ende zu schreiben weil ich es "im Gedanken" schon zuende geschrieben habe, gedanklich.
    Sowas habe ich dem Arzt bei der Diagnostik erzaehlt.
    Ich schreibe eine Addresse auf ein Briefumschlag. Denke dass ich die PLZ schreibe, aber im Endeffekt habe ichs nicht getan.
    Solche Fluechtigkeitsfehler mache ich schon seit meiner Kindheit. Es gab ne Zeit, wo ich immer kontrolliert habe, ob ich mein Namen richtig geschrieben habe da ich Angst hatte mich zu schaemen wenn einer sieht dass ich den eigenen Namen falsch schreibe








    @schnuppe

    Das passiert mir mit MPH leider auch, dass, wenn ich Getraenke in Becher kippen will, daneben giesse.
    Bei sowas war ich nie bei der Sache. Bin dann gedanklich ganz automatisch WEG..
    Geändert von Octoroo (10.09.2012 um 02:07 Uhr)

  6. #66
    Octoroo

    Gast

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Mustang 68 schreibt:
    Das Körpergewicht hat anscheinend keinen Einfluß auf die Dosierung. Hab selber 92 KG, aber das Gehirn wiegt ja gleich viel!?
    Das Koerpergewicht (-> Plasmakonzentration) hat wohl einen grossen Einfluss auf die Dosierung.
    MPH greift UBERALL an wo es hingelangt, und nicht nur im Hirn.

  7. #67
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Octoroo schreibt:
    Das Koerpergewicht (-> Plasmakonzentration) hat wohl einen grossen Einfluss auf die Dosierung.
    MPH greift UBERALL an wo es hingelangt, und nicht nur im Hirn.
    Das habe ich von meinem Arzt anders erklärt bekommen.

    Gibt es hier drinnen einen Fachmann - der dies nun klar stellen kann?

  8. #68
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Smile schreibt:
    Das habe ich von meinem Arzt anders erklärt bekommen.
    Ich auch.

    Gibt es hier drinnen einen Fachmann - der dies nun klar stellen kann?
    Gibt es: Martin.

    Ein kleines Zitat aus seiner web4health-Seite
    :
    Die früher häufig empfohlene Dosierung in Abhängigkeit von dem Körpergewicht (z.B. 1 mg / kg Körpergewicht) wird heute allenfalls als Richtgrösse akzeptiert.
    Nachtrag:
    Wenn ich micht recht erinnere, steht in den Beipackzetteln die Dosierung im Verhältnis zum Körpergewicht auch nur noch als Maximaldosis, also maximal 1 mg/kg Körpergewicht.

    Noch'n Nachtrag:
    Ja, hier ein Zitat aus der Infoseite zu Medikinet adult:
    Die Tageshöchstdosis orientiert sich unter anderem an Ihrem Körpergewicht (siehe weiter unten).
    Geändert von Fliegerlein (10.09.2012 um 12:24 Uhr) Grund: 2 Nachträge zugefügt

  9. #69
    Octoroo

    Gast

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Smile schreibt:
    Das habe ich von meinem Arzt anders erklärt bekommen.
    Ist das ein Psychiater oder ein Hausarzt ? Was sagt er denn genau darueber ?
    Meiner zumindest macht es von KG abhaengig, er hat mir nach dem Gewicht gefragt bevor er meine Dosierung festgelegt hat.
    Ich kann Dir zumindest schonmal sagen, dass MPH ueberall angreift wo es Noradrenalinpumpen im Koerper gibt, deswegen auch die recht haeufigen Nebenwirkungen wie zum bsp. Blutdruckerhoehung etc.

    Mir ist das gerade so wichtig, da demnaechst ne Kur ansteht und ich mein Gewicht reduzieren will ^^
    wuerde gerne mit der Dosis runtergehen wenn ich 10kg abnehmen wuerde

  10. #70
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Hy Octoroo

    Daher finde ich es noch wichtig, was jetzt stimmt.

    Psychiater, der auf Adhs spezialisiert ist.... ev. findet sich was im Netz.

    werde mal googlen.... gruss

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