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Diskutiere im Thema ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    repters schreibt:
    DAS mag ja sein...


    ...
    Einfaches Beispiel: Wenn ein guter Zuckerpegel 1% wäre (nur ein Beispiel), in der Kaffeetasse ist aber nur 0,5% und die Kaffetasse ist
    a. so groß wie eine normale Kaffeetasse
    b. so groß wie der Planet Mars

    ... dann müsstes du im Beispiel a. 0,5% einer normalen Tasse "nachzuckern", im Beispiel b. 0,5% vom Mars. Das ist ja wohl kaum die gleiche Menge.

    .

    Ne - Die Ursprungsmenge an Zucker ist X - also eine Unbekannte.... und bei jedem individuell.... adhs ist kein fixum an manko von irgend einem
    stoff.... sondern nur ein indikator, dass ev. zu wenig (zu viel) davon da ist...... spannend finde ich auch, ob ev. diese dopaminirregularität nicht auch
    einen ganz anderen ursprung hat und dies nur eine folgereaktion auf was anders ist.... u.s.w...... man darf ja rumphantasieren.... vorallem, sind ja alles thesen... *gg*

    Also wenn man X - nicht kennt - kennt man auch nicht die benötigte Zugabe-Menge - man weiss aber, dass man mit diesen
    nötigen z.b. 1% Wert - recht gut funktioniert..... was man erkennen kann, sind nur die symptome, die auf einen mangel zu diesem ideal von
    1% resultieren.... also versucht man anhand der stärke dieser symptome herauszufinden wie viel an Zu-gabe nötig ist....

    Frage an den Mathematiker

    1% Süsstoff = Ideal also 100%
    man hat aber X % an Süsstoff müsste etwas Y% dazu geben = um das Ideal zu erreichen

    also müssten X + Y = 100 % erbeben, jetzt versucht man heruaszufinden in wie weit, der IST - Zustand (also ohne Y)
    von diesen 100% abweicht.... diese Abweichung kann man nur an der Symptomatik erahnen, die ein Defizit hervorruft....

    .... also ungefähr so, wie wenn man den Zuckerwert des Kaffees am Gesichtsausdruck der Probierenden zu erkennen versucht.... :-)

    gehirn - klar, baut man sich eine stadt mit autobahnen und häuser auf.... ist die leistung enorm.... doch wenn die stadt mal steht, bedeutet
    dies ja nicht, dass man nicht auf das zurückgreifen kann, was bereits da ist... mit weniger leistungsaufwand.... die stadt pflegen unterhalten
    menagen, renovieren, sanieren.... sollte man aber schon.... ich müsste mal die unterirdischen gänge erkunden gehen...:-)
    lg
    Geändert von Smile ( 9.09.2012 um 01:24 Uhr)

  2. #52
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    "Im Nachhinein verstehe ich gar nicht, wie ich es damals ausgehalten habe dass ich bis zur Oberstufe mit niemandem jemals darüber/auf dieser Ebene geredet habe (so weit ich weiß)(und selbst danach habe ich lange Zeit extrem hart gearbeitet, um zu dem Austauschniveau zu kommen was mir jetzt zur Verfügung steht in diversen Weisen). Muss ja ganz schön einsam gewesen sein für das arme Kind, lol."

    Ich frage mich immer wieder, so am Rande, ob ADHS wirklich die ganze Erklärung ist, oder ob das ganze bei mir nicht daher kommt dass dieses Kind irgendeinen crazy shit gestartet hat um nicht in dem ganzen Kram total zu versinken, um sich auch auf das (banale) einlassen zu können was im "realen"/äußeren Leben passiert, um nicht daran total zu verzweifeln dass innerlich eine Menge Fragen/Gefühle/Probleme gewesen sind, und äußerlich nur ein stumpfer Scheiß an den ich mich anpassen sollte.

    Dagegen spricht die psychiatrische/neurologische (dh in diesem Fall chemische) Ebene - MPH wirkt bei mir, Sport hilft. Dagegen spricht auch, dass meine Schwankungen physisch zu sein scheinen, dass ich mit Introspektion nie weiter gekommen bin, im Gegenteil.

    Dafür spricht, dass ich im Studium manchmal das selbe Gefühl hatte - dass die "innere" Unruhe mir zwar anlasslos erschien, aber dann hatte ich - selten - doch manchmal ganz plötzlich das starke Gefühl, dass ich eigentlich unglücklich bin weil ich meine Aufmerksamkeit auf bestimmte Sache drücke, obwohl sie eigentlich ganz woanders hinwill. Als wenn ich Jura/Orgasachen auch inzwischen irgendwie hasse, weil sie für die ganze Art meines Lebens stehen, für die ganze Notwendigkeit alles abzustellen was mich umtreibt, was mich ausmacht. Dafür spricht auch, was ich oben geschrieben habe - auf meine Gedanken/Gefühle kriege ich immer SOFORT einen Hyperfokus, fühle mich manisch und getrieben, während ich bei Organisationssachen oft von einer merkwürdigen Lähmung befallen bin...

    Ist aber wieder "Henne und Ei", irgendwie. In letzter Konsequenz ist dieser Dualismus zwischen "psychologisch" (innerlich) und "neurologisch" (körperlich) ja wohl auch gar nicht aufzulösen. Er gehört ja auch einfach zum Menschen.

    Vielleicht bin ich in der Dissoziationsvermeidung ja gar nicht besonders gut, sondern habe es nur besonders gründlich gemacht - ist da nichts was hochkommen kann, oder kriege ich es trotz MPH weg? (das ist ein ziemlich banaler Gedanke, eine stumpfe Wendung, daher ist es mir jetzt etwas peinlich dass ich das so schreibe).
    ----------------------------------------------
    Nein, moment mal. "Ist aber wieder "Henne und Ei", irgendwie. In letzter Konsequenz ist dieser Dualismus zwischen "psychologisch" (innerlich) und "neurologisch" (körperlich) ja wohl auch gar nicht aufzulösen." - ???

    Logisch richtig ist das nicht.

    Wenn ADHS eine "Aufmerksamkeitsstörung" ist, warum habe ich dann hier keinerlei Probleme mit meiner Aufmerksamkeit (ganz im Gegenteil, ich habe immer extreme Probleme aufzuhören zu schreiben)? Dieser Punkt wurmt mich irgendwie, seit ich mit der ganzen ADHS-Theorie angefangen habe. Ich bleibe da immer wieder hängen.

    Das ist irgendwie ein Punkt, wo der Dualismus plötzlisch im Arsch ist. Wo die neurologische Ebene plötzlich zusammenbricht, GAR nicht funktioniert als Erklärung, eigentlich total widerlegt und vernichtet ist. Ja, ich weiß, "Hyperfokus", blabla. Sorry, für mich klingt das mit dem "Hyperfokus" einfach wie eine schlechte Entschuldigung für den Bruch in einer dämlichen/nicht funktionierenden Theorie. Sorry - "Hyperfokus" ist ja schon als WORT auf der psychologischen Ebene. Wenn sich die neurologische Ebene/Theorie RETTEN will, dann soll sie mir doch BITTE auch eine neurologische/chemische Erklärung bieten und nicht nur ein Wort was im Grunde nur eine Erfahrung/ein Gefühl beschreibt. Das ist doch Volksverdummung hier.

    Schade, dass Psychologie/Psychiatrie so eine dämliche Wischi-Waschi-Scheiße sind. Ich kriege direkt Lust, da mal intellektuell aufzuräumen. Alles muss man selbst machen...

    Langsam habe ich das Gefühl, wenn meine Psychologin aus dem Urlaub wieder da ist gestehe ich ihr mal den ganzen Kram mit meinen selbstverordnet zu hohen MPH-Dosen, kopiere ihr mal die ganzen Threads raus und fasse den ganzen Kram noch mal an.
    Geändert von repters ( 9.09.2012 um 01:55 Uhr)

  3. #53
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Ich hatte beim Schreiben meines Satzes schon das Gefühl, dass du es als Witz gemeint hast, aber dachte dann: Scheiß drauf.

    Das ist wie im Krieg - manchmal gibt es eben Opfer.

  4. #54
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Was meine Frage von oben logisch weiterführen würde, eine Hypothese die für mich im Raum steht stark stärken oder schwächen könnte, hängt für mich mit zwei anderen Fragen zusammen:

    - wie wirkt MPH auf Leute mit Depression? Was ist überhaupt neurologisch/chemisch der Unterschied zwischen ADHS und Depression (ich meine NICHT "geistig", da ist das ja eher banal, sondern wirklich auf der körperlichen Seite)
    - wie wirkt MPH auf Leute, die weder Depression noch ADHS haben?

    Da gibt es bestimmt viel Kram zu.

    Parallel zu den drei Sachen, die ich oben angesprochen haben - meinen 3 nächsten "psychologischen" Threads, quasi - sind das die nächsten beiden neurologischen (äußeren) Threads die ich konsequenterweise für mich aufmachen sollte.

  5. #55
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Manchmal haben wir ja ein bisschen eine Rollenverteilung hier, ich zweifle (ohne ausreichende Informationen zu haben) die ganze ADHS-Sache irgendwie immer noch an, und versuche meist die chemische/neurologische Ebene kaputt zu kriegen, und du bist dann irgendwie besser informiert und redest mir das ganze vorübergehend aus, bis ich wieder anfange ^.^. Ich sollte mich mal selber systematischer über die neurologischen Hintergründe informieren... mal gucken ob es da Monographien zu gibt, die halbwegs unangefochten sind (ich habe keine Lust, das nächste Jahr zwischen halbgaren neurologischen Theorien hin- und herzuschwanken, die alle von irgendwem wieder angezweifelt werden... das habe ich schon auf anderen Gebieten genug momentan, gerade Jura ist leider eine Schlangengrube in dieser Hinsicht, weil es ja doch nur eine Geistes- und damit quasi Semi-Wissenschaft ist). Ich bin mir jedenfalls absolut sicher, dass ich bei DIESEM Thema keinerlei Konzentrationsprobleme zu erwarten habe, also sollte das fix und effizient gehen.

    Ich möchte nur am Rande sagen, dass mich deine Ausführungen zum Hyperfokus noch nicht ganz überzeugen.

    "Der emotionale Reiz, der mit dem Thema verbunden ist löst eine initiale Dopaminausschüttung aus, die ist quasi der Zündfunken und jede weitere Beschäftigung mit dem Thema führt zu einem Rückkopplungseffekt, der die Intensität des Erlebens verstärkt und wie eine kurzzeitige "Sucht" zu einem extremen Hereinsteigern führt."

    OK, mag so sein, das kann ich nicht beurteilen.

    Aber funktionieren dann so nicht immer geistige Strukturierungsprozesse (bis zu einem gewissen Grad)?

    Deine Theorie erklärt zwar auf den ersten Blick wie man einen Hyperfokus kriegen kann wenn man eigentlich aufmerksamkeitsgestört ist.

    Aber am Ende bleibt ja doch wieder die alte Frage:

    Wenn man mal meine Aufgabe nimmt "meinen Brief an die Krankenkasse abschicken", warum funktioniert es da nicht? Und warum funktioniert es bei Jura auch nur höchst ungesteuert/wechselhaft?

    Zur Erklärung musst du jetzt wieder sagen: Der emotionale Reiz ist da eben nicht so stark/konstant wie für mich bei dem Emotionenthema. Deswegen geht es auf dem einen Gebiet, und auf den anderen Gebieten oft nicht.

    Ja, aber warum ist das denn bei mir so? Jetzt sind wir ja doch wieder im Grunde PUR auf der emotionalen Ebene. Dann kann man das Problem ja eben doch zumindest theoretisch rein emotional beschreiben/lösen - mein Problem müsste ja nicht zwingend neurologisch pathologisch (dh ohne Medikamente niemals wirklich "lösbar", höchstens aushaltbar) sein, sondern ich muss nur gucken dass ich meine emotionalen Reize mehr ins Gleichgewicht/geregelt kriege.

    Wenn meine emotionalen Reize nicht so stark bei bestimmten Themen liegen würden (va Gefühle, Bewusstsein, Zeit, Tod, Logik/Mathe, Sprache) sondern besser verteilt wären (also auch, natürlich in milderem Maße, eine ausreichende Menge vorhanden wäre für "banale" Aufgaben im Bereich Jura, Vokabeln lernen, Organisationssachen, Freizeitaktivitäten, damit auch da dieses von dir glaube ich sehr gut beschriebe "Entlanghangeln" funktioniert);

    dann wäre das Problem ja gelöst/zumindest gemildert.

    Nun ist damit ja ADHS als Krankheit nicht "widerlegt"; ADHS beschreibt (für mich bisher, aber wiederum: Ich habe keinerlei Ahnung und assoziiere hier nur herum) ja wohl eher nur den Zustand, dass die Reize eben in der Breite nicht vernünftig ausreichen (sondern nur in einigen wenigen Bereichen)... wie auch immer man das dann deutet/begründet. Das ist mir schon klar...

    Ich meine nur, kommt man da auf der Reize-Ebene nicht ran? Geht das irgendwie, dass man sich da beeinflusst? Was für Möglichkeiten gibt es da für Verhaltenssteuerung/Psychotherapie?

    Selbst wenn man bei sich selbst eine starke Form von ADHS feststellt, kann ein solches Verhaltenssteuerungstraining nicht selbst dann helfen, dass man sich da vielleicht verbessert?

    Ich würde gerne mal wissen welche Ansätze es da gibt... muss mal suchen die Tage.

    Vielleicht geht es ja auch ganz einfach nicht, dass man da "psychologisch" richtig rankommt/wirklich effektiv was machen kann. Ich kann die Frage nicht beantworten, wie gesagt, ich weiß gar nichts. Ich schreibe hier nicht um irgendwen zu belehren/intellektuell zu posen, sondern es ist für mich auch ein bisschen ein Selbstgespräch damit ich mich besser strukturieren kann. Damit ich auch für mich überlege und systematisiere, welche Fragen ich überhaupt klären will. Das ist eine "alte" Taktik von mir - wenn ich merke dass ich in meiner Bilderwolke festhänge, dass ich ein Gespräch zu dem Thema anleiere weil es mir da wesentlich leichter fällt meine Gedanken zu strukturieren.
    Geändert von repters ( 9.09.2012 um 06:24 Uhr)

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Mal am Rande: Ich lese immer unten in dieser Leiste - sagen wir mal jetzt zB:

    Aktive Benutzer in diesem Thema: 8 (Registrierte Benutzer: 5, Gäste: 3)



    Heißt das, dass JETZT GERADE diese Personen in DIESEM Thema lesen (bedeutet dann wohl, dass sie den Tab im Explorer offen haben, d.h. sie könnten natürlich auch eingeschlafen sein mit angeschaltetem Rechner, eine Mittagspause machen, ein Computerspiel spielen und im Intergrund noch den Browser offen haben, mehrere Threads geöffnet haben aber gerade in Wirklichkeit in einem anderen Thread lesen - das ist mir klar, darum geht es nicht)? Muss ja eigentlich, denn in anderen Threads selbst im selben Unterforum werden andere User angezeigt.

    Warum ich frage: Ich sehe oft eine Menge Leute in den Threads mitlesen in denen ich schreibe, und die stehen dann stundenlang auf Lesen, aber sie schreiben nie was.

    Wie kommt es dazu?

    Dass sie so lange auf Lesen stehen, erklärt sich wahrscheinlich so dass sie - wie ich auch - mehrere Threads offen haben (das übermittelt der Browser ja wahrscheinlich gar nicht erst, welcher Tab gerade offen ist, bzw. das Forum setzt das dann ja wohl jedenfalls nicht um)?
    -----------------------------------------------------------------------------
    Mist, ich habe den Gedanken im Grunde schlecht eingeleitet. Hintergrund/Erklärung ist wohl, dass ich wieder Interesse an einem kleinen Test hatte und nach meinem vorletzten post 30mg retardiert auf das Big Tasty Bacon-Menü in meinem Magen gepackt habe... jetzt bin ich schon in der Wirkung und eben ziemlich gechillt (da gibt es doch dieses Keimzeit-Lied/Album - "diejenigen, die sich zurücklehnen... smart, und gelassen warten... die Sechzehntel in dieser Stadt sind auch nur langgezogene Fermaten" - das trifft mein Chillgefühl gut); meine mit der Unruhe immer verbundene emotionale Manie/Getriebenheit ist bei dieser Dosis zumindest heute schon STARK gedämpft/fast weg (wahrscheinlich ist das jetzt die Kombi von dem Jetlag und den 30mg... ich sage ja, würde ich 50mg retardiert nehmen würde ich euch glaube ich nicht mehr auffallen, wenn ihr mich an der Bushaltestelle in einer Unterhaltung seht).

    Ist ja eigentlich super: Die Ruhe, um die es mir ja insgesamt ging/geht bei der ganzen ADHS-Sache. Und keine Nebenwirkungen - keine Aggressivität, keine Depression, keine Appetitlosigkeit (OK, jetzt gerade ziemliches Völlegefühl, aber wenn ich das dem MPH zuschreibe erklärt mich der Big Tasty Bacon wahrscheinlich für bescheuert), aber der manisch-extremen Kram produzierende Teil von mir fehlt natürlich wenn man eigentlich auch mal ganz zufrieden ist ein bisschen Diablo 1 zu spielen und dann einzuschlafen (und sich dabei auf morgen zu freuen, wo ich zum Grillen verabredet bin). Mir gehts super, ich bin entspannt, ich habe keinerlei negative Nebenwirkung von dem MPH, aber ich bin intellektuell etwas verunsichert weil der Teil von mir der gerade vorübergehend "deaktiviert" ist das ist, was ich eigentlich früher immer für meine Persönlichkeit gehalten habe, auf den ich bei aller Haderei mit meinen - gerade momentan sehr krassen - Blockaden auch stolz bin (auch das ist in natürlich keiner Weise neu/revolutionär bemerkt - ich habe schon drei Artikel von Müttern gelesen, die in ähnlicher Weise über ihre Kinder geschrieben haben; dass sie sich freuen dass es den Kindern jetzt besser geht, aber sie auch nachdenklich waren weil ihre hochbegabten Chaoskinder, die alles kreativ und radikal kaputtmachen natürlich in ihren "gut manischen" Phasen auch in positiver Hinsicht etwas besonderes sind, und dagegen mit MPH "normal", aber nicht so genial/interessant/krass/individuell sind. Gut, sie haben das ganze natürlich etwas anders und mehr mit kindbezogenen Worten ausgedrückt... aber der Sache nach ist es genau so wie ich es geschrieben habe.).
    ------------
    Puh, das war wieder totales Abschweifen.

    Ich wollte eigentlich nur wissen, ob andere Leute mir noch Antworten geben können (vielleicht ja besser per PM? Der Thread hier ist ja von mir schon ziemlich zugespamt). Es kann doch nicht sein, dass der Dissoziationsthread und eventuell Sonderbereiche das einzige sind, wo hier quasi eine "Gesamtbeschäftigung" passiert, die halbwegs systematisch ist.

    Gibt es hier irgendwo einen Thread, wo jemand mal das systematisch aufgeschrieben hat was mich gerade interessiert? Wo es irgendwie im Zusammenhang steht und möglichst kohärent/zusammengefasst? Vielleicht von jemandem, der sich SO überlegen mit dem Thema auskennt dass er nicht nur Fakten präsentieren, sondern sogar Reduktion/Einfachheit in der Zusammenfassung gewährleisten kann.
    Geändert von repters ( 9.09.2012 um 06:26 Uhr)

  7. #57
    Ist hier zuhause

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    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Um mal wieder zum Thema zurückzukommen:

    "ADHD is ONE thing. What we called subtypes is a variation in severity."

    Russell Barkley

  8. #58
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    (Und, warum bist du um 4 noch wach? Ach ja, sorry, das ist auch wieder OT. Gluehhops hat recht, ich sollte dringend mal checken dass das hier kein Chat sondern ein Forum ist ^.^)

    Also, "zum Thema", wir wussten ja dass es eine einheitliche Krankheit sein soll qua Theorie. Aber der Ausgangsposter hat gerade sein Erstaunen darüber ausgedrückt, dass die verschiedenen Typen doch uU trotzdem ganz anders wirken. Das finde ich auch (als Laie). Es mag ja Gründe geben, warum das so ist (zB dass innere und äußere Hyperaktivität ganz anders auf andere wirken können, aber ja eben beide Hyperaktivität sind). Aber dass man erst mal erstaunt ist, finde ich nachvollziehbar. Wenn du die Grundlagen besser verstanden hast, kannst du es ja dem OP gerne erklären. Es haben sich nur eben nicht alle schon mit den Grundlagen länger beschäftigt, und dann sind einige Sachen ein Riesen-Rätsel, wo der "Profi" nur milde 'drüber lächelt (ist ja bei Jura genauso - wenn ich mich mit einem Nichtjuristen über Jura unterhalten soll, und dann ist das einer von denen die wirre drauflosreden und sich beim Systematisieren ihrer Gedanken nicht helfen lassen wollen - BÄH).

    Für mich zB erklärt die Systematisierung äußere/innere Hyperaktivität auch nicht alles so dass ich es verstehe. Ich wüsste zB schon mal gar nicht, wo ich da reinpasse (zB, weil ich stark hyperaktiv bin, das als innerlich erlebe, da ja auch so Gedankenwolken habe die mich lähmen, aber ich nehme es anscheinend trotzdem anders war als anscheinend die typischen ADSler). Ich sage ja nicht, dass ich definitiv weiß dass die Theorien zu ADHS (die ich ja nicht mal breitflächig kenne) deswegen Quatsch sind. Ich sage nur, dass daraus für mich Fragen resultieren. Und auf Fragen hab ich gerne Antworten.

    Manchmal kommt es mir so vor/vermute ich, als wenn die ganze ADHS-Thematik (vielleicht sogar die ganze Psychologie als Fachgebiet) an ähnlichen Problemen wie (Teile von) Jura leidet:

    - Im streng wissenschaftlichen Bereich trifft man hoch abstrakte Diskussionen über Definitionen, 1000 Checklisten und Leitfäden. Aber das wirkt eher wie ein Gestocher im Nebel, eine "richtige", kohärente Theorie kann die Wissenschaft (noch) nicht anbieten, auf dieser Ebene beschäftigt sich auch keiner von diesen Leuten mit dem Thema weil sie ja streng wissenschaftlich arbeiten wollen (manchmal gibt es allerdings auch Bereiche, wo man eigentlich definitive Aussagen treffen kann, etwas prägnant auf den Punkt bringen könnte, und dann trauen sich die Schwachbegabten nicht das zu tun weil sie sich ja besser hinter ihren gestapelten Hauptworten verstecken können - das ärgert mich dann oft, solche Leute haben in Wissenschaften NICHTS zu suchen).
    - Im nichtwissenschaftlichen Bereich (Betroffene, selbsternannte Experten) trifft man viele sehr interessante Gedanken/Ansätze, und auch Versuche das Ganze zu systematisieren. Extrem vieles ist aber einfach Quatsch. Und irgendwo widersprechen sich auch alle.

    Wenn man sich jetzt als totaler Neuling einem Thema nähert bei dem die Sachlage so liegt, kann man meiner Meinung nach schlecht nur eine der "Quellen"/Arten von Quellen heranziehen. Die erste Art von Informationen alleine bringen nix (ist ja sehr schön, wenn norwegische Wissenschaftler beim getigerten Hornochsen nachgewiesen haben dass Noradrenalin sich abends gerne noch mal nen Kaffe macht - aber was sagt mir das?), und die zweite Art heranzuziehen ohne das abchecken mit dem was in der Wissenschaft als gesichert gilt ist viel zu unzuverlässig, da könnte man auch würfeln.

    Dh, wenn niemand für einen richtig vorsortiert, steht man vor einer sehr anstrengenden und langwierigen Aufgabe mit vielen Irrungen und Wirrungen.

    Ich möchte eine Vorsortierung von jemandem, der gleichzeitig so detailliert und begründet schreibt dass ich eine gewisse logische Überprüfung mitlaufen lassen kann bzw. wenn ich eine These anzweifle, weiß wo sie "im System steht" damit ich effizient in andere Quellen wechseln kann für die Prüfung.

    zB so was wie die Lernskripten für Jura vom Duktus her (dh schön systematisch zusammenhängend, nur das wichtige, sprachlich klar und einfach), nur zusätzlich noch mit einer besseren Absicherung (am besten sogar durch Fußnoten).

    Tja, gibt's wohl nicht... aber man wird ja wohl mal kurz träumen dürfen.
    Geändert von repters ( 9.09.2012 um 06:35 Uhr)

  9. #59
    Ist hier zuhause

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    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    repters schreibt:
    Und, warum bist du um 4 noch wach?
    Weil ich noch schaffen muss, Wochenende ist meine Hauptarbeitszeit.

  10. #60
    Ist hier zuhause

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    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    @repters

    (Ich sollte mich mal selber systematischer über die neurologischen Hintergründe informieren...
    da hast du recht, Informiertheit ist eine gut Hife sich eine eigene fundierte und nicht auf pseudo Halbwissen basierende Meinung zu bilden. Da nutzen auch die vielen Worte drum herum nichts. Es sind und bleiben die pseudo interlektuellen Aussagen eines nett reflektierenden Unwissenden. Fühl dich bitte geschmeichtelt, dass ich Unwissend geschreiben habe. nichts ist meiner Meinung nach nämlich schlimmer als ein vor sich hergetragenes Halbwissen.


    ....Ich bin mir jedenfalls absolut sicher, dass ich bei DIESEM Thema keinerlei Konzentrationsprobleme zu erwarten habe, also sollte das fix und effizient gehen.)
    Glaubst du das wirklich? Meinst du deim Mathe Lk wird dir eine große Hilfe sein dich über neurologische Hintergründe der ADHS einzuarbeiten, diese zu erfassen und zu durchdringen? Also so fix???


    Viel Spaß dabei


    Elwirrwarr
    Geändert von Elwirrwarr ( 9.09.2012 um 09:56 Uhr)

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