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Diskutiere im Thema ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 330

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    @repters
    Mich würde interessieren, ob deine Einzeldosierung von 50 mg retardiert oder unret. ist?

    Das Körpergewicht hat anscheinend keinen Einfluß auf die Dosierung. Hab selber 92 KG, aber das Gehirn wiegt ja gleich viel!?

    Mein Hausarzt sagte gestern, über 30mg MPH (bei mir noch unret) am Tag kann er nicht bei mir verantworten. Bei mir also 10-10-10, dann würde ich um 14.00 meine 3. Dosis nehmen(reicht immer nur 2,5 Std), und um 16.30 würde ich spätestens in einem starke Rebound stecken.

    Hab mit der Psychiologin telefoniert, die mir die Diagnose vor 6 Wochen gestellt hat, die sagte, bevor ich nur 30 mg täglich einnehme, und den extremen Hochs und Tiefs ausgesetzt bin, könnte man es eigentlich gleich sein lassen, und das MPH komplett absetzten. SO sieht es aus.

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Nur kurz ein Nachtrag von 4-5 Stunden später (9:50 gegenüber 5:00)(ich hatte eigentlich keine Lust das hier zu schreiben, aber ich ringe meine Faulheit mal kurz nieder weil ich glaube dass es eigentlich interessant ist): Jetzt bin ich, durch die Müdigkeit dass ich ca. 18 Stunden+ wach bin, in völlig "normaler" geistiger Verfassung (ich meine nicht nach meinen Standards, sondern nach denen der Allgemeinheit) und lerne ein bisschen und esse dabei etwas. Manie völlig weg (nicht auch nur ein kleiner Bildersturm im Kopf, kein Impuls auf- und abzulaufen), kein Impuls hier crazy Forenposts zu schreiben. Laune "entspannt/ruhig positiv", interessiert an meinem Lernkram, einfach ausgeglichen zufrieden. Wenn es immer so wäre wie jetzt gerade, wäre ich "normal"... strange dass ich dazu anscheinend starken Schlafentzug brauche... (Schlafentzug scheint bei mir sogar genauso gut zu wirken wie MPH). Und Schade dass ausgerechnet Schlafentzug das ist was am besten funktioniert (außer Medikamenten)(sogar besser als Sport oder Stressdruck), denn das kann/sollte ich ja kaum dauerhaft herbeiführen weil es bestimmt mörder-ungesund wäre.

    Mit dem was ich oben geschrieben habe, kann ich nur noch mittelviel anfangen; ich finde es intellektuell ganz witzig, aber ich bin absolut nicht mehr in derselben "Stimmung" wie vorhin, und was ich geschrieben habe wirkt auf mich etwas verkopft/hysterisch/leicht peinlich/ziemlich abgefahren. Der stärkste "Eindruck" ist aber nicht mal dass ich meinen Text xyz finde, sondern, dass mir das ganze etwas egal geworden ist. Ich würde es jedenfalls gerade auf GAR keinen Fall wieder so schreiben, denn mir fehlt jetzt einfach die "crazyness" dafür, mir wäre wahrscheinlich nach einigen Sätzen langweilig und ich würde was lesen. Wenn überhaupt, würde ich das ganze in ein paar Sätzen grob zusammenfassen (alles darüber hinaus würde mir als unnötiges Auswälzen vorkommen). Vorhin war das Gefühl beim Lesen meines eigenen Textes noch ganz anders - ich hatte da ein starkes emotionales Verhältnis zu, beim Lesen bin ich immer sofort wieder - etwas zwanghaft - in die gleichen Gedanken eingestiegen und habe da weitergemacht, ich konnte mich davon kaum wieder lösen, ich musste schon extrem dafür geistig arbeiten es in eine Bahn zu kriegen/die Störimpulse abzuwehren. Ich habe mich jeden einzelnen Moment getrieben/motorisiert/gestresst und leicht gereizt gefühlt, nichts was ich gemacht habe konnte das ändern. Ganz schön krasse Veränderung für nur 4-5 Stunden abwarten (bzw. 4-5 Stunden mehr ohne Schlaf). Ich bin in einer komplett anderen Stimmung/funktioniere extrem viel besser selbst gesteuert.

    Schade, dass der ganze Scheiß von vorne anfangen wird wenn ich ins Bett gehe und wieder aufwache (es sei denn, ich mache morgen gleich nach dem Aufstehen zwei Stunden extrem Sport - aber selbst das muss ich dann konterintuitiv machen, weil ich gleich nach dem Aufstehen schon wieder meinen Bildersturm im Kopf haben werde der mich hindern wird klare Gedanken zu fassen).

    Ach so, falls Amneris in diesem Thread mitliest und mich jetzt wieder für bipolar hält: Nein, ich bin gerade nicht depressiv. Mir gehts, im Gegenteil, super. Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre ich immer gerne so ruhig/entspannt/positiv-interessiert wie jetzt gerade (und höhere Dosen von MPH erzeugen so etwas in der Art auch). Es ist einfach ein viel besserer Zustand, weil ich mich bei allem besser (vor allem weniger getrieben, gereizt, unruhig) fühle was ich mache - ich kann mir aussuchen ob ich schlafen, essen, lernen, einen Film gucken möchte, und egal was ich auswähle, mein "Glücks-/Ruhelevel" ist viel höher als das von vorhin. Es kann also definitiv keine Depression sein (sonst müsste ich ja DIESEN Zustand als belastend empfinden... es ist aber der andere der für mich das Problem darstellt).

    Ach ja: Es tut mir leid, dass ich hier offtopic alles vollgespammt habe. Manchmal bin ich zu egozentrisch. Ich kopiere mir den ganzen Kram mal raus (sehe mir das wohl später noch mal an bzw. werde das mal ärzteseitig besprechen), von mir aus könnt ihr den Rest dann löschen.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    @Mustang:

    1. Lustig, dass du schreibst "und den extremen Hochs und Tiefs ausgesetzt bin". Kann ich aber glaube ich ganz gut nachvollziehen (was nicht heißt dass es bei uns genau gleich sein muss mit den Hochs und Tiefs, ich bin wie gesagt schon ziemlich crazy manchmal - guck mal was für eine abge****te Scheiße ich oben geschrieben habe, und jetzt gehts mir gut/ganz anders weil ich inzwischen Schlafmangel hab??? Bei mir kommt außerdem auch noch dazu, dass ich mich beruflich in einer extremen Burnoutphase befinde, so schlimm wie momentan war das mit der ADHS bei mir noch nie - deswegen habe ich ja auch jetzt ärztliche Hilfe gesucht).

    2. Aber mal ehrlich: Ich glaube irgendwie nicht so recht, dass ich überhaupt ein guter Ratgeber für dich bin. Wie du meinen posts vielleicht ansiehst, bin ich in meiner intellektuellen Beurteilung von Dingen oft sehr vorschnell und arrogant obwohl mir nüchtern betrachtet eigentlich die Erfahrung fehlt. Das kann ich dann ja auf eigene Verantwortung tun und mir den Kopf einrennen - bin schließlich im juristischen Sinne schon länger erwachsen, auch wenn ich mich nicht immer so verhalte - aber ich muss ja nicht andere Leute bequatschen. Zumal ich auch starke korrigierende Eigenschaften habe die mir auch helfen, Scheiße/Fehlentscheidungen wieder zu korrigieren (zB: Ich bin schonungslos selbstkritisch und hart zu mir selbst, ich lüge mir nichts vor, ich hänge nicht zwanghaft an bisherigen Meinungen/Einschätzungen und kann mich wieder von ihnen trennen wenn ich neue Fakten sehe).

    Vielleicht wär´s besser, wenn du hier mal wen fragst, der längere Erfahrungen mit MPH hat als ich, und der als Mensch etwas besonnener/in einer besseren Phase ist als ich (ohne wieder mit Vorurteilen schmeißen zu wollen: zB mal wen von den Frauen hier). Die werden dir dann wahrscheinlich sagen, dass du einfach immer genau das machen sollst was der Arzt sagt und damit nicht rumhadern sollst.

    Auf KEINEN Fall würde ich an deiner Stelle ohne Absprache mit dem Arzt und in einer sonstwie ungesicherten Situation "einfach mal 50mg probieren", wenn du nur 20 gewohnt bist.

    Vor diesem Hintergrund (des "bitte nicht nachmachens"): Es waren 50mg retardiert (wobei ich nicht ganz verstehe was das für eine Rolle spielen soll - vielleicht zeigt das gerade wieder wie wenig ich mich im Grunde auskenne - die Retardierung hat doch eher einen Einfluss auf die Länge der Wirkung, nicht die Stärke, wenn man mal davon absieht dass die Retardierung natürlich zu Störungen in Wirkung/Nebenwirkungen führen kann). Noch mal: Das ist NICHT eine ärztlich gesicherte Einzeldosis die ich jeden Tag einnehme. Es war nur ein Experiment, wahrscheinlich (sogar ziemlich sicher) würde ärztlich eine gewisse Wut herrschen dass ich das ausprobiert habe. Übliche Einzeldosen sind anscheinend maximal 30mg. Der Grund, warum ich neugierig war, war einfach dass ich von 5-30 mg ansteigend nur immer positivere Erfahrungen gemacht habe, eine immer größere Ruhe erfahren habe. MPH hat bei mir so gut wie keine Nebenwirkungen (da scheine ich ja großes Glück zu haben), wenn überhaupt leichte Magenunruhe wenn ich es auf nüchternen Magen einnehme. Daher war in meinem Fall ja kaum zu erwarten, dass eine weitere Erhöhung der Dosis ganz plötzlich extrem katastrophale Resultate hat. Mein Kopf/meine Persönlichkeit scheint abgesehen von dem ADHS ziemlich in Ordnung zu sein; andere Leute haben dagegen anscheinend teilweise in ihrem Kopf einigen Kram, der unter MPH plötzlich nach oben kommt, und ich will jetzt nicht schuld sein wenn eine solche Person aufgrund meiner Posterei mit MPH experimentiert und dann total abdreht.

    Auch mit der Wirkung von 30mg als Einzeldosis bin ich im Grunde zufrieden, weil es meine Strukturierungsprobleme bei Organisationssachen löst und die Stressprobleme in meinem Privatleben wenn ich nicht stillsitzen kann und einen Teil meiner Lernprobleme. Es kann sehr gut sein, dass der Rest der Lernprobleme im Grunde momentan stressbedingt und insofern "ganz normal" ist.

    Dass ich gucken wollte was bei mehr passiert liegt an komplexen Sachen, die hier mal nicht erkläre weil ich gleich noch einige Sachen vor hab (zB bzgl. des Verbs 给予, jǐyǔ).

    3. "Das Körpergewicht hat anscheinend keinen Einfluß auf die Dosierung. Hab selber 92 KG, aber das Gehirn wiegt ja gleich viel!?"

    Warum gibt man dann Erwachsenen generell mehr MPH als Kindern?

    Warum wird die tägliche Maximaldosis dann in mg/KG Körpergewicht angegeben?

    Bezieht sich das nur auf die Nebenwirkungen, nicht auf die (primäre/angezielte) Wirkung?

    Warum reagiere ich dann als jemand der auch über 90 kg wiegt ohne negative Nebenwirkungen auch bei höheren Dosen? (OK, letzteres ist kein sehr überzeugendes Argument, weil die Stichmenge mit nur einer Person ja schon SEHR klein ist ^.^)

    Ich widerspreche dir nicht, ich weiß wirklich nicht ob das Körpergewicht entscheidend ist. Wie gesagt, ich habe eigentlich auch nur Fragen und vage Vermutungen.

    Letztlich stellt sich für mich ja auch gar nicht wirklich die Frage wie es für andere ist, soweit ich nur für mich selbst entscheide. Und ich selbst reagiere gut und im Grunde stark auf MPH, habe aber das Gefühl dass ich erst bei hohen Dosen wirklich ruhig werde. Kleinere Dosen nehmen nur Aggressionsspitzen raus (das aber sehr effizient), wenn ich "inneren Frieden" will brauche ich mindestens 30+. Da brauche ich gar nicht zu diskutieren, das merke ich einfach ganz konkret und real.

    Ich möchte nur einfach auf meine Fragen/Vermutungen ANTWORTEN, ich möchte meine Probleme selbst lösen/verstehen und dazu brauche ich mehr Infos, das ist der Hintergrund warum ich einiges nicht (sofort) akzeptiere was mir an diversen Stellen aufgetischt wird. Nicht weil ich zwanghaft renitent wäre ;-).

    4. Fazit: Bitte lass dich von mir möglichst wenig beeinflussen. Guck einfach was deine Situation ist, wie MPH bei dir wirkt, ob es Nebenwirkungen hat, ob die Wirkung deine Problem mit der derzeitigen Dosis zufriedenstellend löst, und hab dann das Selbstbewusstsein das Resultat deiner Überlegungen bei deinem Arzt ganz entschieden anzusprechen und Antworten/Feedback einzufordern (denn es geht ja schließlich um dich und nicht um ihn).

    5. Ganz am Rande: "Mustang" als Name trifft es eigentlich auch ganz gut. Ich persönlich schwanke zwischen einem eingesperrten, aggressiven Rottweiler/Dobermann (oft morgens wenn ich auch noch versuche zu arbeiten und die ADHS-Probleme runterzwinge), Jack Russel der ein bisschen neurotisch ist aber freundlich und positiv gestimmt (abends), Katze/Bernhardiner (unter Schlafentzug) ^.^. Insbesondere das mit dem Rottweiler finde ich aber selbst nicht sehr schmeichelhaft ,-).
    Geändert von repters ( 8.09.2012 um 12:43 Uhr)

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 330

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    das ist schon klar, mein Arzt kann ja schließlich auch rechnen, und weiß, wieviel er mir verschrieben hat.

    50 mg ret. ist etwa so, wie wenn du 25mg unret. nimmst, und nach 2-3 Std wieder 25 mg.

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    habe ich das richtig verstanden? @repters

    dir wird um die 50mg mhp verschrieben - und du kannst nicht schlafen?

    finde das merkwürdig..... bist du richtig eingestellt?

    auch ja, bin manchmal auch erstaunt, was für texte ich geschrieben habe.... ist bei mir auch sehr
    stark stimmungs-abhängig..... vielleicht nicht gerade so extrem, doch schon auch manchmal sogar mir fremd.

    lg

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Mustang

    Text gelöscht!

    Sorry, habe hier was falsches behauptet!
    Geändert von Smile ( 8.09.2012 um 12:13 Uhr)

  7. #37
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Mustang 68 schreibt:
    50 mg ret. ist etwa so, wie wenn du 25mg unret. nimmst, und nach 2-3 Std wieder 25 mg.
    Echt??? Und nicht so wie wenn man zwei mal 50 mg unretardiert nimmt (natürlich zeitversetzt)?

    Siehst du mal, ich habe keine Ahnung. Dann hätte ich ja bisher viel weniger genommen als ich dachte im Vergleich zu anderen im Forum die das unretardiert nehmen.

    Bist du dir sicher?

    Retardiert heißt quasi halbe Menge gleichzeitig im Blut im Vergleich zu unretardiert?

    Meh, jetzt wo ich drüber nachdenke macht das biologisch/chemisch/mathematisch ja auch Sinn... der Wirkstoff wird ja durch bloße Retardierung nicht mehr... lol.
    --------------------------------------------
    @Smile: "habe ich das richtig verstanden? @repters / dir wird um die 50mg mhp verschrieben - und du kannst nicht schlafen? / finde das merkwürdig..... bist du richtig eingestellt?"

    Kannst du das mal näher ausführen? Wenn ich "unter MPH stehe", kann ich wesentlich besser einschlafen als ohne, falls du das meinst. Ich habe im "Normalzustand" große Probleme abends zu schlafen weil ich kaum Müdigkeit fühle, nur Hektik. Ich schlafe dann viel zu spät ein (wenn ich mit einem normalen Tag um 8 Uhr morgens angefangen habe ungefähr in der darauf folgenden Nacht um 5-6 Uhr) und quasi nicht aus "normaler", quasi wohliger Müdigkeit sondern nur in Folge extremer Erschöpfung. Schon 5mg helfen mir sehr spürbar dabei im Bett ruhig zu werden, Müdigkeit so zu fühlen/merken wie es andere Personen anscheinend tun.

    In DIESER Härte habe ich diese Schlafproblem erst seit die Anforderungen an meine Selbststrukturierung im Alltag höher geworden sind; aber dieses grundsätzliche Problem hatte ich schon immer. Selbst als kleines Kind habe ich mich immer extrem gewehrt abends ins Bett gehen zu müssen, ich hatte das Gefühl abends erst wach zu werden (genau wie jetzt). Irgendwann bin ich dann auf den "Trick" gekommen im Bett immer noch zu lesen/sogar wieder aufzustehen wenn meine Mutter wieder weg war (keine Ahnung ob sie das nicht eigentlich doch gemerkt hat). Ich war sehr oft nachts wach, und wenn meine Mutter die Treppe hochgekommen ist habe ich mich leise/schnell ins Bett gelegt und so getan als ob ich schlafe. Dieser ganze Ablauf hat natürlich Probleme gemacht wenn ich morgens wieder aufgewacht bin, weil ich wenn ich einmal aus Erschöpfung einschlafe eigentlich besonders viel Schlaf bräuchte (ich schlafe dann oft deutlich mehr als 12 Stunden). Dann war ich in der Schule total übermüdet. Ging nur eben nicht anders, das ins-Bett-gehen war eine EXTREME Quälerei.

    Wie meinst du das was du geschrieben hast.

    Falls es da ein Missverständnis gab: Ich habe keine Schlafprobleme *durch MPH*, ganz im Gegenteil. Durch MPH habe ich das erste mal ein "korrekt" funktionierendes Müdigkeitsgefühl:

    - Wenn ich MPH genommen habe und ich habe ausreichend geschlafen/es ist nicht "Zeit ins Bett zu gehen", macht mich MPH in KEINER Weise müde (es macht mich einfach klarer, ruhiger, selbstgesteuerter).

    - Wenn ich MPH genommen habe und ich habe viel zu wenig geschlafen/es ist "Zeit ins Bett zu gehen", macht mich MPH müde, aber in angenehmer Weise (dh, wenn ich höhere Dosen genommen habe habe ich direkt Lust mich ins Bett zu legen, mich zu räkeln und dann einzuschlafen... ist dann voll das Wellnessprogramm und ein Gefühl von Ausruhen/zur Ruhe kommen - das habe ich ohne MPH wirklich noch nie erlebt soweit ich mich erinnern kann. Ich habe schlafen immer GEHASST.).

    - Wenn ich MPH abends nehme, und zuerst ist es "noch nicht Zeit ins Bett zu gehen" aber später wird es das (noch unter der Wirkung von MPH), funktioniert auch das korrekt - ich bin zuerst völlig munter, und werde dann langsam auf eine angenehme Art müde.

    5mg helfen mir zwar wie gesagt SEHR beim Einschlafen, aber ein "völlig korrektes" Müdigkeitsgefühl kriege ich erst bei höheren Dosen. Dann fühlt es sich wirklich optimal an und ich bin wunschlos glücklich (aber so viel will/kann ich natürlich nicht alleine zum Einschlafen nehmen, das wäre ja auch ganz unmöglich von der Gesamtdosis her).

    Haben das die anderen nicht? Vielleicht habe ich da ja so eine "Dissoziation", die das MPH auflöst, und sowas kann ja anscheinend bei jedem anders sein... oder ich habe einfach nicht nur eine stark hyperaktive Form von ADHS (Diagnose), sondern sogar eine ganz extrem stark hyperaktive, starke Variante von ADHS (würde auch zu meinem ganz extremen Rede-/Denktempo passen und der gefühlten inneren starken Unruhe die für mich typisch ist), die mein Müdigkeitsgefühl übertönt/stört. Vielleicht ist das beides ja auch das gleiche irgenwie, so richtig kenne ich mich da nicht aus.

    Ich bin jedenfalls sehr glücklich mit der Richtung in die das ganze geht. Endlich eine Einschlafmethode, die "von selbst" funktioniert und mit der ich mich auch innerlich glücklich fühle. Alles andere war immer ein unglaublicher Eiertanz und eine starke Form von Selbstkontrolle.
    Geändert von repters ( 8.09.2012 um 13:27 Uhr)

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 222

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    30mg MPH (bei mir noch unret)
    ich verstehe nicht was das bringen soll erst mit unretadierten zu beginnen, um dann doch umzustellen?

    mir wurde gleich retadiert verschrieben. und ich muss auch sagen, finde ich gut so. im vergleich zu den unretadierten, wirkt es nicht so krass und macht mir weniger nebenwirkungen (v. a. kein herzrasen).

    es fängt aber auch später an zu wirken (erst nach einer stunde). ich kann mir vorstellen, wenn man erst unretadiert verwendet, hat man das gefühl die retadierten wirken nicht so wie gewohntl und ist womöglich verunsichert

    extremen Hochs und Tiefs ausgesetzt bin,
    hab ich bei retadierten auch nicht so extrem. es ist kein so ein/aus-schalter. und einmal rebound am abend ist ja ok. während drei mal wäre wirklich ungut. unretadiert wirkt bei mir auch nur so ca 2-3 stunden.

  9. #39
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    sorryforthat schreibt:
    ich verstehe nicht was das bringen soll erst mit unretadierten zu beginnen, um dann doch umzustellen?
    Der Grund ist recht einfach:
    In der Einstellungsphase will man ja erstmal wissen, welche Dosis überhaupt die richtige ist.
    Also beginnt man mit einer niedrigen Dosis und fährt sie stufenweise hoch.

    Unretardiert nahm/ nimmt man deswegen, weil eine falsche Dosis dann auch nur wenige Stunden anhält.
    Ist irgendwie uncool, wenn man merkt, dass man nicht gut auf die Dosis reagiert und dann weiß, dass man noch 7 Stunden damit vor sich hat .

    Andererseits nimmt man heute auch immer öfter retardierte Präparate, vor allem bei Erwachsenen, weil die eben auch im Berufsleben stehen und es einfach auch besser zu vertreten ist, da man als Erwachsener sicherlich auch anders damit umgehen kann.

  10. #40
    Ace


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 49

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    yumi schreibt:
    ADHS:
    - oft zu wenig selbstreflektierend. zu impulsiv. neigt eher aggressiv zu werden.
    - kann eindringende Reize nicht abwehren, geht deswegen jeder Ablenkung nach. zu viel reagierend -> hyperaktiv
    - reagieren oft besser auf Ritalin, Methylphenidat, und das in hoher Dosierung.

    Erkennt ihr euch auch in der Beschreibung wieder?
    Was ist eure Meinung dazu?

    LG, Yumi
    Das trifft zu 100% auf mich zu!

    Reagiere sehr gut auf Medikinet, aber auch auf eine niedrige Dosierung derzeit 10+0+0 oder wenn nötig 10+10+0.

    Mit Ritatlin habe ich keine Erfahrung.

    Allerdings neige ich schon auch zu Depressionen, aber ich weiß noch nicht wie ernst ich die nehmen soll.

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