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Diskutiere im Thema ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #111
    Lysander

    Gast

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Smile schreibt:
    ich frage mich, liegt es beim schreiber - wenn der text nicht verstanden wird
    oder doch beim leser....??

    auf jede aktion, folgt eine reaktion ---- umkehrschluss, wenn die reaktion nun nicht die ist, die man sich gewünscht hat -
    war jetzt die aktion falsch - oder die reaktion?

    :fettn:
    Am Ende ein Henne-Ei-Problem ;-)

  2. #112
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    repters schreibt:
    Ich sage ja, ich glaube fast niemand kann hier wirklich verstehen was ich schreibe, ich glaube einfach ich bin ein recht extremer Typ in meinen Symptomen - ich habe eine ganz starke innere Unruhe, und Mph hilft gut gegen die, aber ich habe "an sich" keine Konzentrationsprobleme oder Impulsivität. Im Sinne von, wenn MPH meine Hyperaktivitätsprobleme löst habe ich keine Probleme übrig. Ich kann mich dann SUPER konzentrieren auf alles was ich will.
    Ganz ehrlich:
    Ich kann Dich beruhigen.
    Das, was ich von Dir lese, klingt sehr typisch für AD(H)S.
    Und wenn Du die Barkley-Vorträge durch hast, wirst Du das sicherlich auch erkennen.
    Sooo extrem bist Du gar nicht. (oder möchtest Du das gerne sein? Selbst unter uns Anderen" noch anderser als anders? )

    Ein bisschen interessant ist das allerdings schon, weil die meisten in Deiner Altersklasse das genaue Gegenteil berichten, ... die nehmen ihr ADS gar nicht wahr, wenn man sie befragt, deshalb gibt's ja die Fremdanamnese .
    Aber das heißt nicht, dass es Betroffene mit einer hohen Selbstreflektion gibt, die das sehr wohl wahrnehmen, besonders wenn sie plötzlich mit alldem konfrontiert werden.

    Wie ich ja schon mal schrieb:
    Sammle Dir Informationen aus möglichst vielen Quellen, ... es gibt nicht DEN ADS'ler und nicht DIE typischen oder untypischen Symptome.
    Das macht es ja so schwierig, ... für alle Beteiligten (und deshalb ist es ein Syndrom und eine Spektrumserkrankung)
    .
    ADS'ler sind nicht unkonzentriert, Barkley erklärt das besser, als jeder andere.
    Natürlich können wir uns konzentrieren, aber wir können nicht willentlich entscheiden.
    Das wiederum allerdings passt nicht zu Deiner Schilderung, wenn Du beschreibst, dass Du Dich auf alles konzentrieren kannst, was Du willst ... was aber wiederum andererseits auch bedeuten kann, dass Du die Dinge, auf die Du Dich nicht konzentrieren kannst, gar nicht wahrnimmst .


    ihr projeziert eure Erfahrungen auf mich
    Willkommen in der Welt der ADS'ler
    ADS'ler sind sehr ich-bezogen, was auch mit gewisser Regelmäßigkeit bei Tiefenpsychologen zur Falschdiagnose narzisstische PS führt ... aber so sind sie, viele jedenfalls und so wirst Du so etwas sicherlich immer wieder feststellen, ist ja auch logisch.
    Aber andererseits auch nicht, denn viele Erfahrungen gleichen sich da sehr.

    Das ist alles keine leichte Sache, aber sei Dir sicher: Hier wollen wir Dir helfen.
    Dir zu antworten, Fragen zu stellen, noch mehr zu hinterfragen etc., bedeutet nicht, dass man Dich angreifen will oder Dir nicht glaubt, es bedeutet Wertschätzung, Interesse an Dir und Deinen Problemen und Schilderungen.

    Wenn Du all denen, die Dir hier antworten egal wärest, würden sie nicht antworten .
    Aber das bedeutet auch, dass eine gewisse Kritikfähigkeit, ... sagen wir mal, von Vorteil ist, trotz aller ADS-typischen Impulsivität, die ich auch bei Dir erkenne, und das ist auch gut so .

    LG
    Fliegerlein

  3. #113
    Octoroo

    Gast

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Nur kurz - wegen "no time" (muss onlinezeit verkuerzen sonst bekomme ich nix auf die Reihe)

    Diesen "Sprechdurchfall" und extreeeem schnelles sprechen (was mir zumindest immer nachgesagt wird) und auch schnell und viel herumposten wird bei MIR zumindest mit 20/10/5 gehemmt !

    Meine Posting am Abend poste ich im rebound (bekomme da uebrigens heisshunger auf suesses, das ist so abartig ! Zumindest wenn man daheim nix hat -.-)

  4. #114
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Hallo repters

    DAS ist das was ich ohne MPH schon IMMER gehabt habe
    Ne, da bist du keine Ausnahme. Dies ist ein öffentlicher Teil und ich schreibe hier nicht gerne private Sachen, die auch andere betreffen. Glaub mir einfach, dass ich genau das, was du beschreibst nicht nur von mir (bei mir nur phasenweise) kenne. Auch ich nehme z. B. Mph, wenn ich gar nicht einschlafen kann, weil ich dann und zwar nur dann zur Ruhe komme.

    Diese Phasen, in denen meine Hyperaktivität und hier ganz besonders meine, dann auch so gut wie nicht vorhandene, Impulskontrolle überhand über mich nehmen, haben alle einen bestimmten Auslöser. Ich bin inzwischen hinter diesen Auslöser gekommen. Ich bin mir und meinen Impulsen immer dann hilflos ausgeliefert, wenn ich mich mal wieder über einen längeren Zeitraum massiv überfordert habe. Wenn ich intensivsten Raubbau mit mir getrieben habe und versucht habe zu "funktionieren". Im letzten Herbst war das so schlimm, dass ich richtig Angst vor mir bekommen habe und des wegen ins Krankenhaus gegangen bin.

    So langsam finde ich jetzt wieder zu mir. Das übrigens auch der Grund, warum ich zur Zeit neben dem MPH noch Elontril verschrieben bekommen habe. Das angeblich anregende Elontril beruhigt meine Impulse und ich bin ihnen nicht mehr hilflos ausgeliefert.

    Ich verstehe, dass du froh bist endlich etwas gefunden zu haben, was dich aus dieser Situation erlöst. Für mich stellt sich nur die Frage ob es Sinn macht so extrem zu experimentieren. Ich denke, dass du da nicht die verlässlichen Erfahrungen machen kannst, die meiner Meinung aber notwendig sind, seinen Weg mit der AD(H)S zu finden. Verlässliche Erfahrungen brauchen Zeit und (leider) auch eine gewissen Systematik im Vorgehen.


    Mist, jetzt ist irgendwie mein Gedanke weg.

    bis dann Elwirrwarr

  5. #115
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Heißt dass, das ADSler diese sprunghaften Gedanken garnicht haben, weil ihnen das "H" fehlt?? Denken die dann eher langsam oder wie hab ich mir das vorzustellen??
    Ich nehme als Beweis das ich Mischform habe genau das, wonach du da fragst. Manchmal rasen meine Gedanken nämlich ohne ersichtlichen Grund und ein anderes Mal "hänge" ich auf einem Gedanken, oder bin von etwas so abgelenkt, das ich nicht der langsamst gesprochenen Anrede/Vortrag/Gespräche folgen kann, weil ich Schwierigkeiten habe, mich davon loszureissen, oder den Impuls/Gedanken "wegzusortieren" um meine Aufmerksamkeit dem tatsächlich Wichtigen zu widmen.

    Dazu kommt ein Zeitgefühl, das quasi nicht vorhanden ist, speziell im Hyperfokus.

    Aber leider auch beim einfachen Nachdenken kann ich schon überfordert damit sein, an eine geplante Sache zu denken.....-obwohl ich wenn ich daran erinnert werde sofort wieder "da" bin-...leider ist das der Grund warum ich mir manchmal eher wie ein frühstartender Demenzkranker vorkomme. (Das erwachsen gewordene Träumerle eben)

    (Gibts eigentlich einen Bezug zwischen Alzheimer und ADHS?)

    Mir fällt es auch sehr schwer, plötzliche Ideen innerlich "abzuwimmeln". Aber da ich eben nicht das H habe, laufe ich nicht gleich los um es zu tun, ich bleib eher stehen wie die Kuh auf den Bahngleisen, weil ich mir überlege, was wäre wenn.

    Hier im Forum posten wenn ich es wirklich will, kann eine Aktion von einer halben Stunde für ein Dreisatzgebilde sein, weil Perfektionismus und der Wunsch edit: verstanden zu werden durch das ängstliche Umgehen damit meine Gedanken soweit abschweifen lassen, das ich lange brauche um alle Eventualitäten abzuwägen.

    Da sieht man den (schon mal angespprochenen) Entscheidungsnotstand....

    Ich bin sehr gespannt darauf wie das bei mir wird, falls ich Medikation erhalte.

  6. #116
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Hm das ist in der Tat verwirrend. Ich habe ADS ohne H, aber habe auch geringe Impulskontrolle wie bei ADHS. Und das mit weniger Aktivität.. Ich weiß nicht. Ich liege ja nicht stundenlang auf der Couch und starre ins Leere. Ich mache sehr viel, manchmal mehr als die meisten anderen um mich herum, nur brauche ich dafür viel länger als andere... meistens.
    Seit ich nicht mehr auf der Uni bin, also nicht mehr im Undergraduate-System, stehe ich regelrecht unter Strom und will 5 Dinge auf einmal erledigen. Das ist dann wohl eher ein ADHS Syndrom?

    Hm ich werde aus dieser Tabelle im pdf nicht ganz schlau... Kann mich dort mit beiden Seiten nicht wirklich identifizieren, also ADHD (ADHS) oder ADD (ADS). Und wie ist das gemeint, LEute mit ADD seien "overley self-concious"? Ich bin überhaupt nicht Überselbstbewusst. Obwohl, ab und zu schon.. Dann fühle ich mich gut und denke ich hätte alles drauf was ich bräuchte... Dann mache ich zb einen Test und merke dass ich gar nicht so viel drauf habe. Im Moment platzen diese Illusionsblasen alle auf der Suche nach einem Job, daher bin ich alles andere als Über-selbstbewusst, eher das Gegenteil.

    Ich habe auch nicht sehr auf Ritalin reagiert, nur mit Angst, keine Besserung der Konzentration. Vor allen anderen Medis habe ich mittlerweile zu stark Schiss, siehe meine Beitrag über Fluoxetin und die Absetzerscheinungen.

    Ich denke ich sehe es so wie Rina Oka, dass es Mischtypen gibt (woher hast du diese Information?)
    Das mit den Ängsten kenne ich übrigens auch, sie machen mich "tongue-tied", leider. Ich habe auch das Gefühl, dass ich innen drin viel extrovertierter bin als andere denken. Für introvertierte stellt es ja anscheinend auch kein Problem da, tagelang zu hause zu sein und niemanden zu sehen, ich habe ständig das Bedürfnis, rauszugehen und unter Menschen zu sein, auch wenn ich mich manchmal ein bisschen überwinden muss, aus meiner Komfortzone herauszukommen, und dann nicht zu schnell wieder nach Hause zu gehen, weil es mir zuviel wird...

  7. #117
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    hallo

    Hm das ist in der Tat verwirrend. Ich habe ADS ohne H, aber habe auch geringe Impulskontrolle wie bei ADHS
    es verwundert mich etwas, dass eine geringe Impulskontrolle von einigen hier der ADS mit Hyperaktivität zugeschrieben wird und nicht den Hypoaktiven.

    Kurz zur Info:
    Bei meiner Testung in der Med. Hochschule wurde mir damals gesagt, dass ich Hyperaktiv in Reinform wäre.

    Für mich z. B. ist "ruhig sitzen" eine der schwersten Übungen überhaupt. Das ist jetzt kein Scherz. Wenn ich ruhig auf dem Stuhl sitzen muß, dann brauche ich mich gar nicht an dem Gespräch beteiligen. Ich bin dann so gefordert "ruhig zu sitzen" das mein gesamter Fokus und meine Kraft dazu benötigt wird. Es strengt mich enorm an.

    Kann ich in der selben Situation aber hin und her laufen oder auf dem Stuhl herumturnen, kann ich mich bestens konzentrieren und bekomme alles mit. Wenigstens ein Minimum an Bewegung, z. B. Kampfstricken, muß für mich möglich sein.

    Ich habe nicht die Wahl mich bewegungslos zu konzentrieren und wenn ich es mal muß, dann bin ich hinterher total erschöpft.

    Hier im Forum schreiben ist z. B. gut möglich, weil ich mit den Fingern im 10 Fingersystem in Bewegung bin. Schreiben mit der Hand ist nicht genug Bewegung, dann muß ich zumindest noch auf dem Stuhl kippeln. Es ist kein Scherz wenn ich schreibe "ich muß" ich muß wirklich - ich habe, wie schon geschrieben nicht die Wahl.

    Eine einzige Ausnahme ist bei mir ein sehr, sehr starkes Interesse - dann, aber auch nur dann kann ich mich ohne Bewegung konzentrieren.

    Mit Mph habe ich die Wahl, dann kann ich auch auf dem Stuhl sitzen und bin konzentriert.

    Hyperaktivität, also dieses ständige in Bewegung sein müssen, ist nicht das selbe wie eine geringe Impulskontrolle.

    Klar ist es viel auffälliger, wenn jemand wie ich von etwas abgelenkt wird und dann aufspringt und herum rennt. Es ist auch auffälliger, wenn ich vor Wut eine Tasse, für andere aus heiterem Himmel, an die Wand werfe - dass heißt aber nicht, dass ein Hypoaktiver keine mangelnde Impulskontrolle haben kann. Was ist es denn anderes, als mangelnde Impulskontrolle, wenn ein Hypoaktiver mitten in einem Gespräch sich anfängt den Dreck unter den Fingernägeln weg zu machen? Er sieht den Dreck und hat den Impuls ihn zu entfernen - und gibt diesem Impuls nach.

    das ist das Selbe, als wenn ich den Impuls habe aufzuspringen und durch den Raum zu laufen.

    Jetzt habe ich den Impuls einen Kaffee zu trinken.

    bis dann Elwirrwarr

  8. #118
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Elwirrwarr schreibt:
    es verwundert mich etwas, dass eine geringe Impulskontrolle von einigen hier der ADS mit Hyperaktivität zugeschrieben wird und nicht den Hypoaktiven.
    Möglicherweise liegt es daran, dass der Begriff Impulskontrolle entweder nicht klar definiert ist oder falsch verstanden oder unterschiedlich interpretiert wird.

    Soweit ich das verstanden habe, bedeutet Impulskontrolle, die Fähigkeit einen, sowohl von außen, als auch von innen hereinkommenden Impuls unterdrücken zu können.

    ->Draußen fliegt ein Vogel vorbei, egal, bin jetzt hier beschäftigt, der hat mich nicht zu interessieren.

    ->Ich möchte mich bewegen, egal, das kann ich jetzt nicht, ich muss hier sitzen und arbeiten.

    ->Ich denke an eine Mathematikaufgabe, dabei kommt ein weiterer Gedanke auf, dem gebe ich nicht nach, sondern bleibe bei der Matheaufgabe.

    ->Ich unterhalte mich mit anderen über ein bestimmtes Thema und wenn ich gerade ein Stichwort höre, einen Trigger bekomme, widerstehe ich dem und bleibe beim Thema.

    ->Mein Chef sagt im Meeting was Blödes, ich würde jetzt am Liebsten eine passende Antwort rauslassen, unterlasse es aber, denn es ist in diesem Moment und in dieser Situation nicht angemessen, also beherrsche ich mich.

    Das ALLES ist Impulskontrolle, ... eben die Kontrolle darüber, einen Impuls, egal was für einer das ist, zu haben und entscheiden zu können, ihm nicht nachzugeben.

    Und genau das kann ein ADS'ler nicht, egal ob hypo oder hyper ...

    Damit wird auch klar, dass es völlig egal ist, ob man hypo- oder hyperaktiv ist, was uns allen gemeinsam ist, ist die Unfähigkeit, über all diese Impulse die Kontrolle zu haben.

    Wir plappern los, obwohl Klappe halten besser wäre, wir bewegen uns, obwohl wir still sein sollten, wir kommen vom Hundertsten zum Tausendsten ohne es zu merken und so weiter und so weiter.

    EDIT:
    Und damit wird klar, dass auch der ständige Bewegungsdrang nichts anderes ist, als mangelnde Impulskontrolle, denn wir können dem Impuls, uns bewegen zu müssen, nicht widerstehen, ihn nicht unterdrücken.

    Übrigens gilt für Gedanken und Gesagtes exakt das Gleiche, denn wir denken mit unserer "Inneren Sprache" und die gedachte Sprache und die gesprochene Sprache kommen beide aus dem selben Sprachsystem im Gehirn, denn wir haben nur eines, so dass auch klar wird, dass wir genauso konfus reden, wie wir denken

    Kurzum:
    Impulskontrolle ist allen ADS-Formen gleichsam gemeinsam, die Unterschiede liegen eher in der Art der Impulse.
    Bei den ADS'lern sind es vielfach die nach innen gerichteten und wenig sichtbaren Impulse, während bei den als hyperaktiv eingestuften ADHS'lern der einzige Unterschied darin besteht, dass man die unkontrollierte Reaktion auf Impulse eben besser sehen kann.
    Der Ablauf im Gehirn ist der gleiche.

    Ist'n bisschen wie Musikhören über Kopfhörer oder über Lautsprecher.
    Vom einen bekommt man nichts mit, vom anderen hat auch der Nachbar ein Haus weiter noch was gut ...

    LG
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (12.09.2012 um 19:55 Uhr) Grund: Satz (EDIT) zugefügt

  9. #119
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Und damit wird klar, dass auch der ständige Bewegungsdrang nichts anderes ist, als mangelnde Impulskontrolle, denn wir können dem Impuls, uns bewegen zu müssen, nicht widerstehen, ihn nicht unterdrücken.
    In dem ständigen Bewegungsdrang sehe ich keine mangelnde Impulskontrolle, jedenfalls nicht bei jeder Form der Bewegung.

    Es ist nicht die Unfähigkeit dem Impuls sich zu bewegen nicht nachzugeben. Es ist die Unfähigkeit sich ohne Bewegung konzentrieren zu können. z. B. kann ich, auf meinem Wackelstuhl hockend und hin und her wackend einen sehr komplizierten Text lesen. Ohne Bewegung kann ich mich auf den Text nicht konzentrieren. Ich brauche die Bewegung zur Konzentration. Es ist so zu sagen eine Art unbewußter "Selbsttherapie" um den Fokus halten zu können.

    Ich merke richtig, dass die Gedanken während einer solchen wackeligen Lesestunde die Stellen im Gehirn finden zu denen sie sollen. Die Wörter fügen sich zu einem Sinn zusammen. Ohne die Bewegung bleiben es Wörter die in den Weiten meines Hirns ihren Platz nicht finden.

    Bis auf diese eine Sache gebe ich dir vollkommen recht.

    Elwirrwarr

  10. #120
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADS vs. ADHS - 2 völlig verschiedene Syndrome?

    Elwirrwarr schreibt:
    Es ist nicht die Unfähigkeit dem Impuls sich zu bewegen nicht nachzugeben. Es ist die Unfähigkeit sich ohne Bewegung konzentrieren zu können. z. B. kann ich, auf meinem Wackelstuhl hockend und hin und her wackend einen sehr komplizierten Text lesen. Ohne Bewegung kann ich mich auf den Text nicht konzentrieren. Ich brauche die Bewegung zur Konzentration. Es ist so zu sagen eine Art unbewußter "Selbsttherapie" um den Fokus halten zu können.
    Ja, so sehe ich das auch.

    Aber gerade das ist mangelnde Impulskontrolle.
    Es ist so, dass es einen Teil im Gehirn gibt, der den Bewegungsdrang steuert. Der Teil ist bei uns nicht so gut.
    Wenn wir uns also konzentrieren wollen, dann ist in unserem Gehirn gleichzeitig der Bewegungsdrang aktiv. Das zieht Ressourcen ab.
    Wenn wir uns dann bewegen, geben wir dem Drang nach und unser Gehirn ist nicht mehr damit beschäftigt, diesen Drang zu unterdrücken.

    Ich stelle es mir so vor, dass das Männchen in unserem Kopf nur einen Arm hat. Und dieses Männchen muss nun zwei Lichter bedienen. Einmal das Konzentrationslämpchen. Und einmal das Bewegungslämpchen.
    Weil das Männchen nur einen Arm hat, muss es sich enorm anstrengen, um gleichzeitig beide Schalter gedrückt zu halten. Das kostet Kraft. Wenn das Männchen dann den Bewegungsschalter loslässt, kann es seine Kraft voll auf den Konzentrationsschalter ausrichten.

    "Normale" Menschen haben ein zweiarmiges Männchen in ihrem Kopf. Die können also diese beiden Dinge gleichzeitig machen, ohne dass ihr Männchen zu erschöpft ist.

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