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Diskutiere im Thema Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger** im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    Huhu,

    ich war heute mal wieder beim Frisoer (nur Spitzen schneiden versteht sich, will die Haare ja jetzt doch mal endlich etwas laenger werden lassen).

    Gehe seit knapp zwei Jahren regelmaessig dorthin, weil ich die Mitarbeiterinnen dort sehr nett finde, und mich mit ihnen auch ganz gut unterhalten kann.

    Irgendwie kommen wir jedes mal zum Thema Partnerschaft, was daran liegen mag, dass meine Frisoerin alleinerziehend ist. Ich hab halt erzaehlt, dass ich in unsere Familie (unter vielen Cousins und Cousinen) der einzige bin, der (trotz aehnlichem Alter) nicht verheiratet ist, keine Kinder hat und auch kein Haus gebaut oder gekauft hat. Und dann kam diese einfache aber doch schwer zu beantwortende Frage: "Woran scheitert es denn ...?

    Ich musste erstmal schlucken und hab dann nach einer Ausrede gesucht (man wird halt immer schwieriger und anspruchsvoller wenn man aelter wird etc.). Aber je mehr ich ueber diese Frage nachdenke, desto schwindliger und komischer wird mir. Ich mag gar nicht weiter drueber nachdenken, aber ich kann auch irgendwie nicht aufhoeren.

    Woran scheitert es denn ...? Ist es nur die ADHS, die 40 Jahre lang unerkannt ihr Werk verrichtet hat? Ist es der Missbrauch, der mir als Kind widerfahren ist? In mir herrscht grad ein derartiges Gefuehlschaos, das kann ich kaum in Worte fassen.

    Woran scheitert es denn ...? Woran?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    hm, Pumpkin. Diese Frage könnte die 1000000 Euro Frage bei Günther Jauch werden

    Tjaaaa, woran liegt es, woran lag es .... Ehrlichgesagt, könnte ich nur von mir sprechen. Und ich überlege grad, ob es was verändert hat oder würde, wenn man weiß woran es bisher gelegen hat. Ich kann nur nach vorne schauen, und ungünstige Verhaltensweisen ablegen, und offen für Veränderungen sein.

    Wenn ich in diese Zwickmühle gerate z.B. weshalb ich solange krank bin (Wieso weshalb warum) sage ich entweder, das ich ne kreative Auszeit genommen habe, das ich gesundheitlich nicht zu mehr in der Lage war, oder das ich darüber überhaupt nicht sprechen will.

    Lieber bin ich unverheiratet und kinderlos, aber zufrieden, als eine alleinerziehende, geschiedene Frau die verzweifelt ist. Muss man denn ab einem gewissen Alter Kinder kriegen oder verheiratet sein???

    Ich heirate (wenn überhaupt) dann irgendwann, wenn ICH es möchte, und entscheide mich nur nach reichlicher Überlegung, ob ich in diese Gesellschaft überhaupt Kinder setzen will Egal, was bei Dir die Gründe gewesen sind, Du hast Dich so entschieden, und es war der bessere Weg für Dich.

    Wenns einfach nur ums Kinderkriegen und verheiratet sein ginge, ich glaube da gibts an jeder Ecke ne Gelegenheit, aber nicht unbedingt die, die Du Dir wünscht. Ich weiß es nicht.

    LG Sally

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    Was genau fehlt dir? Eine Ehefrau, ein Kind oder das Haus?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    Hi Sally,

    es ist nicht so, dass ich das frei gewaehlt haette. Der Wunsch ist und war immer da, wenn auch verbunden mit wahnsinni vielen Unsicherheiten in diese Richting. Es hat sich ... nein, nicht nur einfach nie ergeben. Ich habe mich nie in der Lage gesehen, das - wie auch immer hinzubekommen. Deutlich gemerkt habe ich es am letzten Wochenende. Ich war Samstag zu einem Treffen mit vielen Cousins, und deren Kinder. Ich war schon neidisch, und traurig, dass mir das offenbar verwehrt bleibt. Alle mittlerweile Wohneigentum (gebaut oder gekauft). Niemand kinderlos ausser mir, alle gut bezahlte (hoch dotierte Jobs), und schon seit Jahren verheiratet mit der Frau, mit der sie schon seit 15 Jahren zusammen sind.

    Ich bin anders... definitiv. Ich bekomm das nicht hin. Und ich frag mich mittlerweile, ob mein Leben anders gelaufen waere (ich vielleicht auch gluecklich verheirateter Familienvater waere), wenn das daemliche ADHS mir nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht haette.

    <seufz>

    der Kuerbis

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    sargnagel schreibt:
    Was genau fehlt dir? Eine Ehefrau, ein Kind oder das Haus?
    Ich kann es gar nicht mal so genau definieren. Es ist vielleicht eher das Gefuehl, nicht "normal" zu sein und es nicht geschafft zu haben, wie "normale" Leute schoen kleinbuergerlich und spiessig zu heiraten, ein oder zwei Kinder in die Welt zu setzen und Wohneigentum zu erwerben. Klar, heiraten etc. mag "out" sein, nicht dem aktuellen Lebensstil und Gefuehl vieler Leute entsprechen, aber es entspricht irgendwie meinem. Und doch bekomme ich es nicht hin, ...

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    @Sally,

    das sind mir jetzt etwas viel Klischees auf einmal...
    Lieber bin ich unverheiratet und kinderlos, aber zufrieden, als eine alleinerziehende, geschiedene Frau die verzweifelt ist. ......

    Ich heirate (wenn überhaupt) dann irgendwann, wenn ICH es möchte, und entscheide mich nur nach reichlicher Überlegung, ob ich in diese Gesellschaft überhaupt Kinder setzen will
    Erst mal bin ich der Meinung, dass man grundsätzlich nicht weiß, wie es wäre wenn...

    Dann ist auch nicht jede geschiedene Frau verzweifelt. Manchmal ist es der richtige Schritt und führt zu Zufriedenheit....

    Und ich denke mal, dass die meisten wohl dann heiraten, wenn SIE es möchten.

    Und heutzutage kommen auch viele Kinder ganz bewusst auf die Welt....
    Mit der Aussage unterstellst du ja (allen) Eltern, dass sie sich nicht reiflich überlegen, ob sie Kinder haben wollen oder nicht (möchte jetzt nicht behaupten, dass sich alle was dabei denken, aber Pauschalaussagen machen mich )

    @Pumpkin

    Woran scheitert es denn ...?
    So wie du es formuliert hast, klingt es sehr negatv, nach vielen Selbstzweifeln. Am ADHS liegt es denke ich nicht, ist ja nur eine Facette des Charakters. Aber irgendwo habe ich mal gelesen, dass man um zu lieben, sich selbst lieben muss.

    Dass Kindheitserlebnisse Auswirkung auf die Partnerschaft haben, das ist ja ein Gebiet der Psychoanalyse. Zu dem Thema gibt es auch ein sehr aufschlussreiches Buch von Wolfgang Schmidbauer, Die Angst vor Nähe.

    Aber...
    Vielleicht warst du nur mutiger, bist zu deinen Empfindungen gestanden, hast dich eben nicht durch gesellschaftliche oder Erwartungen anderer wo reindrängen lassen, hast vielleicht ganz einfach noch nicht die Person gefunden, die für dich passt....

    Liebe Grüße
    Erika

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    @ Erika,

    da hast Du mich leider völlig falsch verstanden.

    Ich spreche von mir und meiner aktuellen Situation (ledig & kinderlos). Und das ich nicht heiraten will und Kinder kriege, NUR weil es andere in meinem Alter auch tun, oder ich einen Druck spüre, das jetzt endlich alles haben zu müssen. Denn dann, vermute ich, läuft das ganze für MICH gegen die Wand! Daher sage ich, lieber kinderlos und unverheiratet glücklich, als geschieden und alleinerziehend. Denn ICH muss es wirklich wollen, und nicht aufgrund von "das gehört sich so", oder "sonst muss ich fegen". Es gibt solche Leute, die unüberlegt viel zu früh heiraten und Kinder kriegen, nicht umsonst ist die Scheidungsrate höher denn je, und Mütter oft alleinerziehend.

    Natürlich weiß ich nicht, "was wäre wenn...", aber es gibt ja Wahrscheinlichkeiten, die ich absehen kann, weil ich mich gut kenne.

    Ich unterstelle niemanden, er würde unüberlegt Kinder in die Welt setzen, ich will nur sagen, das ICH es nicht aus o.g. Gründen tun will.
    Aber in der Tat, setzen viele "einfach so" Kinder in die Welt, und sind hinterher totunglücklich. Ich bin mit der heutigen gesellschaft unzufrieden, und möchte diese momentan keinem kind zumuten müssen (also einem von mir, wenn ich Kinder Haben will).

    Die Gesellschaft kann ich nicht ändern, und daher finde ich es eine verantwortliche Entscheidung (für mich) keine Kinder zu bekommen.

    Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, sondern frag mich, falls estwas unklar ist.

    Ich habe ja nur von mir gesprochen, wie ich es finde/fühle/machen würde, und nicht einmal davon gesprochen, das es hierbei um andere geht- das ist Deine Bewertung meiner Aussage!

    lg

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    @pumpkin

    Diesen Anflug von Neid kenne ich auch, wenn ich offenbar glückliche Familien sehe oder Paare, die schon sehr lange zusammen sind und als perfekt eingespieltes Team funktionieren. Da kann schon Bitterkeit aufsteigen.

    Es wäre aber zu einfach, alles auf das ADHS zu schieben, negative Erlebnisse in prägenden Lebensphasen kann man auch ohne ADHS haben. Aber natürlich ist der Einfluss da, und fast jeder Spätdiagnostizierte landet früher oder später bei der Frage: "Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich die Diagnose vor 20 Jahren bekommen hätte?"
    Da wären noch Weichen zu stellen gewesen, wo jetzt so mancher Zug längst abgefahren ist.

    Zorn, Frust und danach Trauer sind natürliche Reaktionen auf diese späte Einsicht des eigenen So-seins. Andererseits besteht aber auch die Chance, endlich das eigene Leben in die Hand nehmen und gestalten zu können, weil nichts Rätselhaftes und Unerklärliches einen am Glücklich werden hindert, man weiss jetzt was Sache ist.

    Zu deiner Schilderung fällt mir noch eines ein:
    Du hast deine Verwandten in Wochenendstimmung bei einem fröhlichen Treffen gesehen, da ist der Neid verständlich. Aber weisst du wie ihr Alltag aussieht? Wie es hinter den Kulissen der Wohlstandsfamilie zugeht? Ob deine Cousins nicht vielleicht einen hohen Preis für ihren Erfolg gezahlt haben?

    Weisst du vermutlich nicht so genau. Du siehst nur eine "funktionierende" Großfamilie, in der du die Rolle des Aussenseiters hast bzw. dir selbst gibst.

    Der einzige Rat den ich dir geben kann, ist dass du herausfindest, was du wirklich willst, und was du nicht willst.
    Das sind klassische Fragestellungen für eine Therapie, bevorzugt bei einem Fachmann für ADHS. Bei anderen Therapeuten bekommst du nämlich oft Ratschläge und Denkanstöße, die an der Realität eines erwachsenen ADHSlers weit vorbei gehen.

    Mit dem eigenen ADHS klar kommen kann manchmal sehr schmerzhaft sein, aber dieser Schmerz eröffnet die Möglichkeit von neuen Einsichten und Perspektiven.

    mitfühlende Grüße

    lola

    P.S.: mir gefällt mein Text nicht recht, zuviel Spekulation, aber ich finde jetzt keine andere Formulierung.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    Stimme Lola voll und ganz zu
    Verstehen kann ich dich und deine Wünsche sehr gut aber es ist utopisch alles haben zu wollen...
    Du erntfernst dich auf diese Art immer weiter von einem zufriedenstellendem Leben, was ist dir am wichtigsten? Konzentriere dich darauf, egal ob es eine Partnerschaft oder Erfolg im Beruf ist.
    Ich selber zahle auch eine hohen Preis für meine Entscheidung wie ich heute lebe aber die Alternative wären Tagträume von einem "ach so tollen Leben" gewesen.
    Mag sein dass alle Menschen um dich herum ein beneidenswert perfektes Leben führen, doch dieses auch zu erreichen wird dich überfordern.

  10. #10
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: Woran scheitert es denn ...? **moeglicher Trigger**

    Mist!!! Was hab ich denn gestern gemacht ...meine Antwort ist nicht da.

    OK im groben und schnellen nochmal:
    (sorry wenn etwas mal ein bißchen grob ist )

    ich denke als erstes mußt Du Dein Selbstbewußtsein aufbauen
    (mit Deiner negativen Art kanns ja nix werden.Wenn Du denkst ich bekomm ja sowieso keine ...Du würdest es ja bestimmt nicht mal merken wenn eine mit Dir flirtet)

    zweitens :was machst Du um eine Freundin zu bekommen
    mein Bruder zB geht arbeiten,ansonsten sitzt er zuhause und sieht fern ,sollte er es wirklich mal schaffen weg zugehen ,dann kommt er besoffen wieder ..Hallo!also so bekommt man keine Frau.

    vielleicht irgendwo beitreten ,hobbymäßig ,Sport
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    und man kann die Liebe einfach nicht erzwingen ,sie kommt wenn man gar nicht an sie denkt

    auf jeden Fall wünsch ich Dir das Du Dein Glück auch bald findest ...sie kommt bestimmt

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