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Diskutiere im Thema ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 79

    ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    Hallo Ihr lieben Foris,

    ich bin Mama von 2 Kindern (4,10 und 2,9 Jahre). Ich habe s geraumer Zeit das Gefühl das mir meine Kinder immer mehr entgleiten, da ich so wahnsinnig sprunghaft bin und auch impulsiv (und damit meine ich keine Körperliche Gewalt oder so): Eher meine ich damit, dass ich das Gefühl habe keine ordentliche und Kindgerechte Interaktion hinzubekommen. Ich streite mit meinen Kindern, wie wenn ich auch noch ein Kleines Kind wäre und bin oft einegschnappt - sowas bescheuertes. Jetzt mit dem Medikinet ist es etwas besser, wobei ich mit der Einstellung noch so meine Probleme habe.

    Wie sieht es denn bei Euch aus??



    LG Heike

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 260

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    hmm ich bin manchmal zu schnell laut, wo ich es eigentlich dann echt bescheuert finde

    ich hasse des impulsive dann echt, dass mich dinge auf die palme bringen können, die im nachhinein nicht soooooo schlimm waren.

    ich entschuldige mich dann später auch bei ihm, damit er merkt auch mama macht mal fehler und er entschuldigt sich dann, das er mich auf die palme gebracht hat

    damals waren es die zigaretten die mich runter gebracht haben) nun rauche ich nicht seit ca 1 jahr und mit den medis ist es n stück besser und ich arbeite an mich.

    ich weiß das ich mehr auf mich achte und den focus darauf habe, nicht so impulsiv zu sein, aber ab und zu ist es leider noch der fall.


    Ps und ja bei mir ist es auch ähnlich ich bin dann teiweise auch echt sturr und der meinung jetzt nicht nachgeben zu dürfen (in der situation) da ich mein gesicht wahren mag und nicht als inkosequent rüberkommen mag.

    eigentlich blödsinn, wenn die reaktion eine überreaktionshandlung war. aber da kann i in dem moment net über mei schatten springen.

    teilweise nehmen wir uns aber net viel (mei sohn und ich) und daher scheint er mich ganz gut zu verstehen und is daher nachsichtig mit mir

  3. #3
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    Hallo,

    ja, das gehört ua auch zu meinen Schwierigkeiten. Meine Kinder sind schon etwas älter und sagen dann auch schon mal "Mama, jetzt benimmst du dich selbst wie ein Kind" oder meine Tochter sagte letztens "ICH darf so sein, ICH bin ein Kind! Du musst erwachsen sein!!"
    Wie recht sie hat! Ich muss, kann aber nicht...

    Ich versuche das mit ständigem Reden und Erklären (und oft auch Entschuldigen) aus zu bügeln. Das geht natürlich erst ab einem bestimmten Alter gut, schadet aber auch nicht, wenn man es schon bei ganz Kleinen tut.... Die sind nämlich mE schon empfangsbereit für Botschaften, auch wenn sie die Worte nicht (alle) verstehen...


    Auch bei mir reguliert das Medikament das Ganze ein bisschen ... aber nicht vollkommen.

    Hast du auch manchmal das Gefühl gequält zu sein? Ich meine jetzt nicht, dass du dich direkt von den Kindern gequält fühlst, sondern mehr von den äußeren Umständen, die ihr "Kindsein" mit sich bringt? So als würdest du in deinen Rechten beschnitten? ... also mir ging es so und es wurde erst etwas besser, nachdem mir das bewusst wurde.
    Ich, für mich glaube, trotz meines beachtlichen Alters nicht reif zu sein... schon gar nicht für Kinder! Nachreifung geht zwar, aber das ist wie beim Obst... es ist nicht das Selbe, als wenn man so gereift wäre, wie von der Natur vorgesehen...


    Für mich gibt es bis jetzt nur den Weg, mich so sehr es geht zu beherrschen und ansonsten offen mit ihnen zu reden... wenn man das macht, sagen sie auch offen, was sie bedrückt oder ihnen Angst macht (auch in der Beziehung zu einem Selbst)... dann kann man, so hoffe ich zumindest, Schlimmeres verhinden....

    Alles Gute

    happypill

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    ist bei meiner mutter und mir auch so. nichts versteht sie und sie ist garnciht realistisch.
    sie kann mit problemen irgendwie nicht umgehen. zumindest nicht mit meinen.

    ich für meinen teil will in den nächsten fünf jahren keine kinder haben. ich denke, leute die kinder haben, geben immer einen teil von sich auf.
    man muss nicht so viel aufgeben, wie meine eltern es getan ahben und so viel zeit mit seinem nachwuchs verbringen aber trotzdem.

    ich denke, mit dem "nicht reif" muss man auf sein gefühl hören. wir sind nicht mehr im mittelalter, wo frauen mit 16, 17 kinder kriegen mussten weil ein durchschnittlicerh mensch froh sein konnte, wenn er 40 wurde. ich kenne einige fälle, wo die eltern es nicht gewollt haben, oder naja, zwei, und gegenüber der tochter das ausgelassen haben. auch wenn jemand nicht unbedingt denkt, das kind hat mein leben ruiniert und versucht, es umzubringen, das ist ein drastischer fall, auch dann gibt es möglichkeiten, das das kind merken zu lassen, denke ich.

    von daher...

    für mich persönlich wäre es auch schlimm. ich bin nicht gerade besonders impulsiv aber ich wäre meinen kindern gegenüber dann sehr wenig empathisch und das wäre schade. ich muss noch eine weile warten, bis ich das könnte und wollte und das sollte man dann auch.

    ich meine mit "nicht reif" nicht, dass man ab und zu mal kindisch ist, ich meine auch, dass meine mutter reif genug war und ist und so weiter.
    ich meine eher etwas dauerhaftes, psychisches. lebenserfahrung und so weiter. die muss ich haben, um meinem kind irgendwann mal helfen zu können, wenn es ein problem hat. wenn ich nichts kenne, was es gibt (an hilfseinrichtungen zb) oder mir extrem die gelassenheit fehlt, die autorität, mich gegenüber anderen müttern und vätern durchzusetzen, die selbstzufriedenheit blabla, dann geht das einfach nicht. man muss es wollen und punkt (dann ist der rest vielleicht auch einfach egal).
    ich denke auch, dass das in den wenigsten fällen so wirklich erfüllt ist, das ist vielleicht eher ein mythos. dafür liegt auch zu viel verantwortung auf den familien allgemein.
    meine dozentin zb sagt, früher haben ihre eltern nie einen fuß in die schule gesetzt. heute ist es so (und ihc meine, ohne, dass es mehr umsonste staatsliche unterstützung geben würde), dass eltern sich ständig weiterbildern müssen und sowas wie nachhilfecoaches für ihre kinder sein können. wenn die kinder aus der schule kommen, fängt es gerade erst an. so erlebe ich es wenigstens in den wenigen fällen, die ich kenne und so wurde es mir an der uni gesagt.
    wenn ich das machen und dann noch jobben würde, hätte ich vielleicht schnell ein burnout, vor allem befürchte ich, meine träume irgendwie an den nagel hängen zu müssen. deshalb will ich vorher tun, was mir spaß macht und dann, wenn ich eine weile durch die/meine welt getingelt bin, kinder haben.
    kann sein, dass es auch oft anders ist.
    ich versteh jedenfalls auch die ganzen singles (oder solidarisiere mich mit ihnen), auf die meine eltern immer schimpfen. und es gibt einfach leute, die sollten vielleicht keine kinder haben. wenn sie sie nicht wollen.
    (ich meine jetzt nichts euthanasie-mäßiges, aber es kann einfach nicht jeder welche haben... UND es gibt auch leute, bei denen das garnicht geht und und und)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    ich meine, es geht natürlich auch anders, dass man sich betreuungsmöglichkeiten sucht und dann auch mal was für sich tun kann, klar. meine eltern sind eben so, dass sie ihre kinder noch mit 10 nicht abends alleine lassen wollen und dadurch eben auch keine freunde so richtig treffen.
    ich kenn relativ wenige familien und weiß echt nicht, wie das woanders ist, aber das was ich kenne, ist einfach krass. ich habe sie auch nie verstanden, was sie daran nun glücklich macht.
    von daher hab ich ziemlich viel bammel davor.
    das hat vielleicht weniger mit reife zu tun oder nicht-reife. wir konnten auch nicht so richtig miteinander reden und und und.
    aber solcherlei aufopferungen könnte ich mir nicht vorstellen in meinem momentanen leben.
    obwohl sie oder meine mutter vielleicht garnicht so viel faktisch-reale zeit sozusagen mit mir verbracht haben, wenn man ihre gesamt-lebenszeit betrachtet.

  6. #6
    Octoroo

    Gast

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    @heike

    Mir gings aehnlich.
    Und das war der Anfang zu meiner Diagnose.
    Es fing mit der Spuelmaschine an: mir wurde sofort bewusst, dass es mich sehr sehr stresst und ich sehr schnell in einer Ueberforderungssituation gerate, wo ich von einer Taetigkeit auf andere umschalten muss oder wo eben mehrere Dinge auf mich einrpasselt (DAS macht mich KIRRE ! Nein, auch kein koerperlicher Gewalt, aber ich schreie eben den Stress heraus ich kanns nicht anders !)
    Oder anders gesagt: kleine Kinder und Haushalt (Spuelmaschine,Waesche etc...) geht nicht !
    Die ersten 20 Monate mit den 2ten Kind war eben ne ganz ueble Zeit fuer mich, war nur am Rande des Nervenzusammenbruchs !
    Mitlerweile gehen beide Kinder in Kiga, ich muss dann nix mehr paralell machen....

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 79

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    Danke für die vielen Antworten,

    also bei mir tut sich was, jeden Tag mehr - auch en bissl mehr. Mit dem Medikinet sind wir noch in der Austestungsphase - wieviel und wann, da sind wir noch nicht bei der optimalen Dosierung angekommen. Aber ich bin in vielen Dingen, ruhiger, organisierter und ausdauernder.

    Meine Problme vor der Diagnosestellung waren hauptsächlich im häuslichen Bereich - natürlich gabs und gibts da auch die Berührungspunkte mit den Kinder, was ja ganz normal ist. Aber das Geschrei der Kinder, ihre Forderungen (die ja auch berechtigt sind) und die anfallende Hausarbeit gingen gar nicht.
    Bsp.
    Ich habe angefangen die Spülamschine auszuräumen udn habe dann nach ner Stunde festgetellt, das sie immer noch offen da steht und nciht ganz ausgeräumt, geschweige denn wieder eingeräumt ist. Aber ich habe in der Zwischenzeit viele andere Sachen angefangen und auch nicht fertig gemacht. Phasenweise gab es dann richtige "Gewaltaktionen", in denen ich innerhlab von 5 Stunden (meistens am Abend und in der NAcht) alles gemacht habe was liegen geblieben ist. Da kann ich mich dann auch nicht mehr stoppen.
    Oder ich habe die Waschmaschine im Keller befüllt und den ganzen Tag nicht mehr daran gedacht.
    Mein Horrorthema war und ist auch jetzt noch bügeln - das bekomme ich nur schwerlich auf die Reihe. Kochen bedeutet für mich Stress und unruhe, da alles auf 12:15 fertig sein muss. Da kommt mein Mann und ich muss den großen vom Kindi abholen - und immer dabei meine Kleine.

    Ich geh jetzt in Kur und freue mcih darauf mal nicht diesen Stress mit der Haushaltsführung zu haben. Klar wenn ich wieder daheim bin, dann wird dieser Druck wieder da sein. Aber anders eben, meine Kleine kommt dann in den Kindi und ich kann alles etwas planbarer und ruhiger angehen lassen.

    Auf jeden Fall, hat sich durch das Medikinet eingies geändert und ich bin froh das ich weiß woran mein Chaos lag und liegt.
    ADS ist eine Diagnose zum Zweck (für mich) - denn jetzt weiß ich:

    - WAS LOS IST
    - WAS ICH ÄNDERN KANN
    - WIE ICH ES ÄNDERN KANN
    - DAS MICH MEDIKINET DARIN LEDIGLICH UNTERSTÜTZT


    liebe Grüße
    Eure Heike

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    @Heike: Was musst du denn bügeln?
    Bis auf Hemden fällt mir da nichts ein. Und die kann Mann auch selber bügeln.
    Ich bügel hier NICHTS, obwohl ich eigentlich gerne bügel. Aber das bügeln anzufangen, also Wäsche sortieren, Bügeleisen und Bügelbrett rausholen etc., man kennt ja das Problem...
    T-Shirts tragen sich in wenigen Minuten glatt, Hosen erst recht. Alles andere sieht eh niemand (kenne ja tatsächlich Leute, die Unterwäsche und Taschentücher bügeln).

    Was ich sagen will: Kindern ist Unordnung schnurzegal. Ich bin auch in einem Chaos-Haushalt groß geworden und fands sogar toll.
    Ich glaube dass er innere Druck, alles schaffen zu müssen (Haushalt, kochen, waschen, Kinder frisieren,...) vieles schlimmer macht, als es ist.

    Wenn kochen so ein Stress ist und dein Mann um 12:15 Uhr kommt, warum kocht er dann nicht? Oder holt halt aufm Weg das Kind ab?

    Und noch was: Kinder verzeihen viel! Es ist für sie doch besser, wenn sie sehen dass Mama eben nicht perfekt ist. Denn nur so lernen sie, mit Menschen umzugehen.
    Wenn man immer nachsichtig ist, ruhig und gelassen bleibt, ja, was sollen die Kinder dann vom Leben lernen?
    Sie sind ja selber nicht perfekt, rasten schnell aus, sind mürrisch etc., wie würden sie sich fühlen, wenn Mama und Papa immer prima drauf sind?

    @schnuppe: Ich würde nicht direkt sagen, dass man automatisch ein Stück von sich selbst aufgibt, wenn man Kinder bekommt.
    Bei meiner Mutter glaube ich z.B. schon, dass sie einiges "verpasst" hat, hat ihre Kinder auch direkt nach der Ausbildung bekommen, war nie Erwerbstätig, sondern hat nur für uns gelebt.
    Jetzt sehe ich, dass es ihr nicht gut getan hat.
    ABER: Ich habe eine sehr große Familie und daraus resultierend einen ebenfalls großen Bekanntenkreis. Ich kenne unzählige von jungen Eltern.
    Viele sehen das Kind selber als Reifungsprozess. Als Gewinn quasi.
    Das alte Ich bleibt erhalten, aber es kommt ein neues hinzu.
    Neue Betrachtungsweisen, neue Gedanken und sehr intensive Gefühle.
    Darauf muss man sich aber auch einlassen können und ich glaube da ist es wichtig, dass man gelebt hat, Dinge getan hat, die mit Kind eben schlecht gehen (feiern, Festivals, Auslandsaufenthalte...).
    Wann man alt genug dafür ist, ist sehr individuell.
    Aber ich glaube, die meisten lassen zu viel Zeit vergeuden. Irgendwann lässt die Lockerheit nach, dass loslassen können und ein neues Leben anzufangen.
    Eine Verwandte von mir arbeitet als Stillberaterin und macht die Beobachtung, dass gerade die älteren Mütter sie momentan sehr aufregen.
    Kind 5 Wochen alt: Wann hat es denn endlich einen festen Rythmus? Wann schläft es durch? Wann braucht es nur noch alle 3-4h an die Brust?
    Sie wollen, dass die Kinder funktionieren, wie kleine Maschinen. Aber Kinder sind Lebewesen, sie schmeißen das Leben auf den Kopf und verlangen anfangs (und auch später) sehr viel von einem.
    Wenn man auch sich selbst hört und nicht auf das, was andere sagen, dann wird vieles einfacher.
    Ich glaube, dass einlassen ist zum einen Typabhängig, zum anderen schwieriger, je länger man sich seinen Lebensweg von der Gesellschaft diktieren lässt.
    Dann doch lieber unkonventionell im Studium Kinder kriegen, letztens ne Mutter hier gesehen im Lernraum, Kinder haben am Tisch nebenan gespielt und waren es wohl gewohnt, dass Mama eben mal 1-2h arbeitet und nicht zu sehr gestört werden darf.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    mja, an meiner uni gibt es glaube 71 mütter, es gibt einen betreuungsraum und es gibt einen schlüssel für den betreuungsraum... so ein spielzimmer etc.
    ich kenn auch mehrere junge mütter aber sie sind viel am organisieren. eine hab ich letztens im bus gesehen.
    festivals, auslandasaufenthalte, das ist genau sowas. obwohl ich mit einem paar wo ich mit beiden sehr gut befreundet bin und deren kleinen, wird im oktober zwei, schon auf zwei festivals war. sie lassen ihn halt nicht alleine und es war immer viel flache zum spielen da.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS im Erwachsenenalter - gestörte Mutter (Vater)-Kind Interaktion

    ReRegenbogen schreibt:
    Und noch was: Kinder verzeihen viel! Es ist für sie doch besser, wenn sie sehen dass Mama eben nicht perfekt ist. Denn nur so lernen sie, mit Menschen umzugehen.
    Wenn man immer nachsichtig ist, ruhig und gelassen bleibt, ja, was sollen die Kinder dann vom Leben lernen?
    Sie sind ja selber nicht perfekt, rasten schnell aus, sind mürrisch etc., wie würden sie sich fühlen, wenn Mama und Papa immer prima drauf sind?
    ja, das ist auch noch son ding...
    ich weiß nicht, ich sollte es vielleicht lockerer sehen, so wie windig und mir nicht so viele gedanken machen. ich hab schon so unendlich viele stunden über meine familie nachgedacht und wie das besser werden könnte mit denen, oder wo die vermaledeiten probleme sind... eigentlich ist das zeitverschwendung.
    mein bruder tut mir halt leid, der ist so klug und so lieb und kann so viel und ich weiß, dass er niemanden hat in der familie, den er bei problemen was fragen könnte (okay, mich, das muss ich ihm mal vermitteln, vielleicht tut er das ja irgendwann).
    meine mutter hat ja einerseits adhs und andererseits ist sie, das kann man echt sagen, so gestört, dass sie zwischen situationen keine zusammenhänge mehr herstellt und ständig gegenteilige ratschläge gibt, was man machen soll, wenn mein bruder mal in ein mädchen oder einen jungen verliebt ist, dann kann er bei ihr keine hilfe finden, sie entscheidet nach gutdünken und immerwieder anders, was sie dann lockererweise empfiehlt. oder es gibt so ratschläge wie "jeden abend geht der mond auf und die sterne und jeden morgen die sonne" oder "alles geht vorbei, das geht auch vorbei, wirst du sehn" (ja TOLL! das ganze ver****** Leben geht vorbei, DEIN leben, MACH dochmal was du dumme schlampe, guck da nicht so doof rum!!!).
    andererseits tut mir meine mutter leid, die sich eine tochter gewünscht hat, die sie in solchen dingen mal um rat fragt, die mit ihr shoppen geht und so weiter.
    gut, ich trage zb keine besonders punkigen sachen, die es in normalen läden nicht gibt und habe mich nach sieben jahren mal dazu überreden lassen, mit ihr einkaufen zu gehen, was ich früher nie nie wollte.

    ---> aber was ich eigentlich meinte, sorry, bin sehr vom thema abgekommen:
    meine eltern oder besonders mein vater haben echt einen anspruch perfekt zu sein, IMMER für ihre kinder da zu sein, mit einem riesen arbeitsaufwand und das ist ja eigentlich nicht nötig. ich meine, ich hab sehr davon profitiert, aber ich hab ihn sehr wenig verstanden und er hat sich wenig geschont.
    und ich denke auch, dass es besser ist, mal rumzumeckern, als dann und wann richtig dolle wutanfälle zu bekommen, was bei meinem vater eben so war oder ist. gut, ich war auch ein ziemlicher kotzbrocken früher und wenn ich mal wütend war, so halb von sinnen, daher kommt eines zum anderen aber schön ist das nicht. ich hab mich regelrecht mit ihm geprügelt, als ich jünger war, es ging meistens um meine mutter und dass ich sie soeben ziemlich beleidigt hatte.
    aber gut, ob das eine besser ist oder das andere, ich weiß es nicht, jeder ist, wie er ist, würde meine mutter wohl sagen. aber es hat dazu geführt, dass ich mich ziemlich schlecht in meine eltern eingefühlt habe oder in meinen vater, wohl, weil da auch zu viele traurige oder schmerzhafte emotionen waren... war das so? er tat mir jahrelang leid gegenüber meiner mutter... hmm....
    heute bin ich von solchen konflikten viel weniger mitgenommen.
    aber man strebt schon sonderbaren familienidealen nach und kommt mit nichts so recht weiter. weder, wer was wann falsch gemacht hat, noch, was man in der zukunft besser machen könnte weil alle konflikte bis auf wenige (große und kleine) irgendwie systemisch bedingt sind. wie im adhs.
    wäre es anders gewesen, wenn ALLE eltern so gewesen wären, wie meine und ich das gewusst hätte? ich denke schon...
    ich merke echt immer mehr, je mehr ich hier lese, wie sinnvoll es ist sich mit adhs auseinanderzusetzen. was für eine wichtige arbeit und eine wichtige sache das einfach ist. ich kenne auch wirklich viele leute mit adhs, in der letzten zeit achte ich mehr darauf und viele haben auch wahnsinnige familiäre konflikte...

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