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Diskutiere im Thema Familienverhalten? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    quicksilver

    Gast

    Familienverhalten?


    Ich erklär das mal kurz genauer:

    Ich liebe meine Familie! Soviel ist klar.

    Doch wenn alle Mitglieder zusammentreffen, also entweder Eltern und Kinder, oder auch die ganze Verwandtschaft,(Grosseltern, Cousinen, Tanten, Onkel, deren Kinder etc.) empfinde ich nach längerer Zeit fast immer ein seltsames Gefühl: Verloren, nicht richtig wahrgenommen, als würde ich durch eine Art ''Luftblase waten''.
    Auf der einen Seite weiss ich, dass das meine Familie ist, und auf der anderen Seite fühle im mich so verloren wie nie.

    Soweit bin ich: Familientreffen finder ca so alle 5Jahre oder 10Jahre statt. Hochzeiten werden glaube ich nie gefeiert.
    Kinder gibt es trotzdem, doch wann die zur Welt gekommen und getauft wurden habe ich nie erfahren.
    Mir ist ausserdem aufgefallen, dass niemand wirklich genau weiss, wer eigentlich zur Familie gehört. Keiner kennt beide Namen der jeweils anderen, und ehrlichgesagt kommen mir Familienfeste manchmal vor wie das aufeinandertreffen ein paar Geister.



    Dazu möchte ich sagen, je weniger Personen aufeinander treffen, desto lockerer wird die Stimmung. Und für meine engsten Leute trifft das auch nicht zu. Da leben wir eher emotional enger.

    Ich weiss was Ihr bestimmt sagt:
    Das klingt jetzt alles total asozial!
    Doch für mich sind diese Probleme plausibler seit ich mich mit meiner Diagnose beschäftige...und ich kann nicht mehr zurück!

    Überlegt mal:
    Wie soll mann Leute kennen, wenn man sich nicht organisiert und die Namen aufschreibt?
    Wie soll sich jemand an meine Liebenswürdigkeit oder meine Erzählungen errinnern wenn er dasselbe Miese Gedächdniss hat wie ich?
    Wie soll so JEMALS ein soziales Netz, ein Gemeinschaftsgefühl entstehen?

    Die wahre Tragödie in meinem Leben ist nicht das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom!!!

    Was mich fertig macht ist in allen Bereichen die Glasscheibe zwischen mir und meinem Leben und den Menschen die ich so sehr liebe!!!

    Kennt jemand dieses Gefühl?
    Und wenn ja, glaubt ihr es wäre möglich das eigene Leben so zu ''rekrutieren'', dass man am Ende das Glas zerbrechen kann und häufiger das Gefühl hätte das Leben mit allen Sinnen und ganzem Verstand zu erfassen?

    Ich habe einen extra Laptop mit neuem Adressbuch gekauft.
    Jetzt ist alles geordnet. Nur weiss ich nicht mehr weiter...
    Brauche ich mehr Bildung? Sport? Anstrengung?
    Könnt ihr eure Freunde und Familienmitglieder alle auswendig aufzählen?
    Wer hat wann Geburtstag und ist gerade im Moment wie alt?
    Die Lieblingsessen, Stil, Hobbies, Partner und deren Hobbies????

    Wisst ihr im Ansatz etwa was ich meine?

    Gruss und Kuss

    Quicksilver

    Geändert von quicksilver (26.08.2012 um 00:13 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 110

    AW: Familienverhalten?

    Hy,

    hmm, offensichtlich bist du die erste Person hier, die die selben Probleme hat wie ich und das auch noch so formulieren kann, das ich es versteh und mich angesprochen fühl

    Ich weiß was du meinst.

    Da ADS vererbbar ist, werden auch andere in deiner Familie betroffen sein. Ein ganzer Haufen von Leuten die alle das selbe Problem haben....

    die Glasscheibe
    Ich denke, ich weiß was du meinst. Nur das ich es nicht als Glasscheibe empfinde. Ich empfinde es eher als Sichtweiße eines unbeteiligten Beobachters. Wie als wenn man träumt. Man ist dabei, man bekommt alles mit. Aber man kann nicht eingreifen.
    das Leben mit allen Sinnen und ganzem Verstand zu erfassen?
    Und das geht dann dabei verloren.

    Das MPH hat mir bisher ganz gut geholfen diese Scheibe zu durchbrechen, bzw. in meinem Fall, die entrückte Beobachterposition zu verlassen und mit dem Geist wieder den Hohlraum hinter den Augen komplett auszufüllen.

    In meiner Familie gab es nie ein soziales Netz. Der engere Kreis hat sich zwar immer getroffen, so zu Ostern, Weihnachten, Geburtstagen, etc. Aber sonst war jeder Teil so für sich.
    Mich macht das sehr traurig. Es ist mir aber vorher auch nie so extrem aufgefallen. Ich war, wie die anderen auch, mehr mit mir selber beschäftigt.
    Ich wünsche mir eine große Familie (naja, zu groß auch nicht) wo ein Zusammenhalt besteht.

    Brauche ich mehr Bildung?
    Und dann? Ich glaub nicht das das in irgend einer weise zusammen hängt.

    Könnt ihr eure Freunde und Familienmitglieder alle auswendig aufzählen?
    Ja, kann ich im wahrsten Sinne des Wortes an einer Hand abzählen.

    Wer hat wann Geburtstag und ist gerade im Moment wie alt?
    Die Lieblingsessen, Stil, Hobbies, Partner und deren Hobbies????
    Hmm, da wird's dann allerdings schon schwerer.

    Ich denke, alles in allem, ist das der Fluch einer ADS-Familie, bei der alle Probleme mit Kommunikation, Abgrenzung, Träumerei, Scheu vor sozialen Kontakten, etc. haben.

    Aber wenn du im engeren Kreis keine Problem hast und ihr auch emotional und sozial gut mit einander auskommt, ohne Geister etc., dann ist das doch schon etwas.

    Gruß

    windig

  3. #3
    quicksilver

    Gast

    AW: Familienverhalten?

    Hi windig

    Haben wir uns gefunden oder was?

    Finde ich lustig, denn bis jetzt bist du der einzige der ernsthaft auf meine Fragen eingeht. Und dazu bist du auch spät unterwegs.

    Ok, zum Thema...Glücklich bin ich auf jeden Fall. Meine Leutchen im engen Familienkreis verstehen sich gut, zumindest wenns nicht um die ganz alten Fehler geht.

    Fluch? Oh Ja!
    Manchmal entdecke ich Storys und Meinungen in meiner Familie, da spüre ich genau dieses feine ziehen im Herzen, dass man aus Liebesfilmen kennt.
    Du weisst schon...dieses Gefühl, wenn eine ganz bestimmte Musik ertönt, in einem Moment in dem sich die Hauptdarsteller ansehen.
    In diesem Moment spürt der Zuschauer auf einen Schlag, dass es für die beiden niemals ein Wiedersehen geben wird.
    Für mich ist das die beste Bezeichnung dafür, wenn ich beschreiben möchte was zwischen Menschen passiert, die aneinander vorbeireden, oder auch: zwei Seelen ohne gegenseitige Connection? Ich schätze mal das ist der Punkt, den wir beide mitbekommen und der uns traurig macht.

    Schicksal ist nicht irgend etwas, das nicht greifbar ist.
    Wir können es beeinflussen! Genau das macht mich so sauer.

    Wenn ich meine Leutchen ansehe, sehe ich bei jedem einzelnen den Kummer. Und das ist heftig.
    In den Hintern treten würde ich einige am liebsten, damit wenigstens der Antrieb mal in die Gänge kommt.


    Ich verurteile niemanden.
    Ehrlich und richtig finde ich meine Haltung deswegen, weil ich mich so schlecht gefühlt habe und es auch jetzt ab und zu noch tue. Obwohl ich stabil lebe, weiss ich ganz genau wie hart es war und dass ich damit fertig werden muss, zu wissen wie lange ich auf mich gestellt war.
    Ich weiss nicht, ich habe einfach das Gefühl, dass ich diese Umgangsart nicht mehr hinnehmen kann.

    Das bringt doch mieses Karma, findest du nicht auch?

    Ich werde morgen unter anderem eine Liste machen mit allen wichtigen Details die ich über die Leutchen auswendig wissen will...ich versuche mal die Grenzen von ADHS auszukuntschaften und wenn ich etwa von 10 gelernt habe sie aufzuzählen, melde ich mich zurück, OK...sagen wir 3

    So, jetzt geh ich schlafen, sonst habe ich morgen nicht genug Zeit zum essen. (weil ich zuviel schlafe)

    Alles Gute

    Quicksilver

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Familienverhalten?

    Ja das kenne ich.

    Meine Familie hat jedes jahr am 2. Feiertag ein großes zusammentreffen.

    Ich fühle mich obwohl ich weis das es blödsinn ist ausgeschlossen.
    Nur frage ich mich liegt es an den anderen weil ich sonst eher wenig Kontakt halte und sie sich sicherlich fragen was ich da zu sichen habe wenn ich mich sonst ja kaum melde oder liegt es an mir weil ich mich zurück ziehe und in die Beobachtungsstellung gehe?
    mir ist es dann auch oft zu viel trubel. Vieles wirkt unorganisiert und klappt dann am Ende doch z.B. jedes jahr die Frage wer von den Männern mimt den Weihnachtsmann für die Kinder.
    Es ist lustig und macht Spaß nur danach fühle ich mich als bräuchte ich 2 Wochen Urlaub alleine auf einer einsamen Insel.


    Ich muss dazu sagen dass ich eine recht große Familie habe, meine Mutter hatte 7 Geschwister, die haben Kinder, die zum teil auch schon wieder Kinder haben.
    Es sind zwar meistens nicht alle da aber einen harten kern gibt es der jedes jahr dabei ist.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 110

    AW: Familienverhalten?

    Hy quicksilver,

    wie bist du mit der Liste voran gekommen?

    Du weisst schon...dieses Gefühl, wenn eine ganz bestimmte Musik ertönt, in einem Moment in dem sich die Hauptdarsteller ansehen.
    In diesem Moment spürt der Zuschauer auf einen Schlag, dass es für die beiden niemals ein Wiedersehen geben wird.
    Ja, ich weiß sehr gut was du meinst.
    Leider hab ich es in diesem Zusammenhang noch nie wirklich deutlich gespürt.
    Früher hab ich es einfach so nicht mitbekommen. Ich war ja viel zu sehr mit mir selber beschäftigt.
    Und heute kann ich mich kaum noch an Begebenheiten von damals erinnern. Es sind nur noch Bruchstücke vorhanden. Kleine Filmfetzen die in meinem fotographischem Gedächtnis hängen geblieben sind. Verwaschene Erinnerungen. Wie durch einen leichten Nebel gesehen.
    Im Film machen sie es auch immer so mit Rückblenden von Erinnerungen. Das Bild leicht verblasst, mit einem leichten Nebel und dumpfen leicht hallenden Stimmen, die die Stimmung erwecken sollen, das es weit weg ist.

    zwei Seelen ohne gegenseitige Connection? Ich schätze mal das ist der Punkt, den wir beide mitbekommen und der uns traurig macht.
    Ja, und besonders traurig macht es mich, dass diese Connection hätte bestehen können. Aber irgendwie ist sie nicht zustande gekommen. Man ist irgendwie immer aneinander vorbeigerannt. Wir hatten eine Connection weil wir eine Familie waren, aber ansonsten war jeder für sich alleine. Jeder kocht sein eigenes Süppchen.
    Gespürt hab ich das früher schon und es hat mich nie sonderlich glücklich gemacht. Ich hab angefangen Familienfeste zu hassen. Diese zwanghafte Fröhlichkeit und "Wir sind eine Familie", "Wir halten alle zusammen", "Wir haben uns alle lieb". Ich mag meine Familie nicht. Das heißt nicht, das ich die Personen meiner Familie nicht mag. Mit jedem einzelnen oder in kleinen Gruppen komm ich gut aus. Aber alle zusammen, ist ein graus.

    Aber ich kann es nicht mehr ändern. Wäre man vor 27 Jahren ADS technisch schon auf dem Stand von heute gewesen hätte es vielleicht anders werden können. Aber das ist nur Spekulation. Und nun so oder so zu spät.
    Vielleicht kannst du in deiner Familie noch was ändern. Wenn man offen mit dem Thema ADS umgeht, oder versucht die Verwandtschaft mit den richtigen Tricks zu behandeln, versucht sie richtig anzufassen.

    Schicksal ist nicht irgend etwas, das nicht greifbar ist.
    Wir können es beeinflussen! Genau das macht mich so sauer.
    Was mich daran so sauer macht, ist, das ich nicht weiß wie. An eine höher gestellte Macht zu glauben, die alles regelt widerstrebt mir. Aber ich ziehe es öfters wieder als Erklärung heran, weil ich nicht weiß wie ich es beeinflussen kann.

    Das bringt doch mieses Karma, findest du nicht auch?
    Ich würde eher behaupten, das wir uns solche Themen so sehr zu herzen nehmen, so persönlich nehmen, so nah an uns ran lassen und so in uns reinfressen, das es uns krank macht.
    Aber ja, "mieses Karma" umschreibt es sehr gut

    An meiner Familie jetzt noch was ändern zu wollen, erachte ich als zu spät.
    Ich kann mir nur noch vornehmen, bzw. wünschen, das es in meiner eigenen kleinen Familie (wenn ich denn mal eine haben sollte) besser wird.

    So, jetzt geh ich schlafen, sonst habe ich morgen nicht genug Zeit zum essen. (weil ich zuviel schlafe)
    Naja, du willst doch wohl nicht den ganzen Tag durchgängig essen wollen, oder?

    Gruß

    windig

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Familienverhalten?

    " Ich mag meine Familie nicht. Das heißt nicht, das ich die Personen meiner Familie nicht mag. Mit jedem einzelnen oder in kleinen Gruppen komm ich gut aus. Aber alle zusammen, ist ein graus." so geht es mir auch... in meiner engen familie bin ich ein wichtiger teil, wenn nicht vielleicht der hauptteil, so komme ich mir manchmal vor und das macht mich schon froh. wir hatten auch vor kurzem einen urlaub, der unglaublich reibungsarm ist. kaum zu glauben, was ist, wenn ich nicht alle halbe stunde ausraste... *hüst* (wo sind die smilies? sind die bei euch auch weg?) ich hab mir echt mühe gegeben, dass sich die lage bessert und sie hat es getan. ich kenn es aber auch mit dem gedächtnis... meine weitere familie ist sehr sympatisch, die leute sind ziemlich verschieden aber alle schon ganz okay und man kann was mit ihnen anfangen, nett sind sie und sie mögen mich auch. es ist schon schlimm, dass so viele jahre ins land gehen sozusagen, ohne, dass sich an den situationen wirklich dinge ändern. ich hoffe, dass ich meine familie mal aus einer anderen perspektive sehe als die, die ich schon jahrelang habe. das, was ich auch von meiner familie will, dann wird es einfacher. wisst ihr was ich meine, oder tut ihr das auch? ich habe jahrelang verfestigte bilder von denen... teilweise wenigstens.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Familienverhalten?

    na alle halbe stunde ist übertrieben. sagen wir drei mal am tag aber richtig... manchmal auch zwei mal oder fünf mal oder den halben oder ganzen tag das ganze andauert, stundenlanges schweigen meinerseits nach dem streit, sowas. das war früher immer.



    noch wer?



    hobbies haben sie irgendwie nicht, da muss ich wohl nichts lernen, geburtstag schon...

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 110

    AW: Familienverhalten?

    Ich hab angefangen meine Familie anders zu sehen. Allerdings nicht immer zum guten.
    Beim stöbern in der Vergangenheit, während der Diagnose, habe ich einige Dinge über ein paar bestimmte Verwandte erfahren, die ich nicht hätte wissen wollen.
    Dafür hat sich mein Verhältnis zu meinem Vater gebessert, weil ich sein verhalten in der Vergangenheit aus einer anderen Perspektive sehe.
    Ich hab auch das Gefühl, das jetzt wo ich die Diagnose habe und wir eingesehen haben, das es in der Vergangenheit auch deswegen Probleme gab, wir erst jetzt anfangen uns besser kennen zu lernen...

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Familienverhalten?

    @windig: Mir gehts es da sehr ähnlich.
    Habe früher ein äußerst schlechtes Verhältnis zu meinem Vater gehabt. Mittlerweile bin ich ziemlich überzeugt davon, dass er DER Prototyp des ADHSler ist.
    Insbesondere, wenn er aus seiner Kindheit und Schulzeit erzählt.
    Mir wurde es früher zwar immer gesagt, mittlerweile ist es aber auch wirklich zu mir durchgedrungen: Wir sind uns sehr ähnlich.
    In den Verhaltensweisen, Lebensphilosophie, Gerechtigskeitssinn etc., beide sehr impulsiv und schnell laut werdend.
    Da hat es natürlich oft geknallt zwischen uns.
    Es gab noch andere Probleme, die ich mittlerweile aber aus einem ganz anderem Blickwinkel betrachte und die mir meinen Vater viel symphatischer erscheinen lassen als je zuvor.

    Es gibt aber auch Familienmitglieder, die jetzt schlechter davonkommen als vorher.

    Insgesamt aber sehe ich alles positiver, ich war schon immer ein Familienmensch, habe die Eigenheiten meiner Familie aber nie so wahrgenommen.
    Meine Geschwister haben alle irgendwie nen Schaden. Und sie sind alle tolle Menschen. Die besten Menschen die ich kenne.

    Wenn ich von Familie rede, meine ich größtenteils meine Geschwister+Eltern+eine Tante und deren Familie.
    Ich habe natürlich noch anderen Tanten&Onkel, aber da ist es irgendwie anders. Man sieht sich, man unterhält sich, ich freue mich auch sehr, sie zu sehen und mag sie alle,
    aber es ist trotzdem nicht das gleiche, wie der engste Familienkreis.
    Von denen weiß ich alles und auch wenn man sich mal 2-3 Monate nicht gesehen hat, fühlt es sich an, als wäre keine Sekunde verstrichen.

    Mit der Anzahl der Daten, die zu merken sind, habe ich nicht so das Problem.
    Allein mit Geschwistern und deren Anhang kommen wir auf über 20 Leute und ich kenne von allen die Geburtstage+Hobbies+alles andere.

  10. #10
    quicksilver

    Gast

    AW: Familienverhalten?

    Guten Morgen


    Liste? Welche Liste?...ach diiee...hab ich vergessen.
    Nö ich hab nach dem Schreiben hier total den Enthusiasmus verloren und das ganze in meinen Terminkalender auf einen weiter entfernten Tag gebucht. Hab ja noch anderes zu tun. ;-)

    Hm, doch essen tue ich eigentlich fast am liebsten den ganzen Tag über.
    So in dem Stil fünf mal pro Tag etwas gesundes, und dazwischen jede menge zum Knabbern.
    Stellt euch vor, es gibt echt Leute die verstehen das nicht. Immer werde ich damit aufgezogen.

    Seit ich mich für das Medikament entschieden habe, vermisse ich am allermeisten meinen ausgeprägten Appetit. Ohne Essen macht das Leben keine Freude
    Ich finde es immer toll wenn Leute etwas von Menüs und allgemein Lebensmitteln etwas verstehen...und vor allem auch gerne essen.
    Diäten gehen mir auf den Geist.

    Ok, zum Text.

    Mit dem Nebel, den do so schön beschreibst, verstehe ich genau was du meinst. Hätte es nicht besser ausdrücken können.
    Genau diese Gedanken haben mich bewogen, dieses Thema anzuschneiden.
    Ich bin echt froh, dass das alles hier so gut auf den Punkt gebracht wird.
    Das heisst, es gibt sozusagen eine deutliche ''Spur'' der wir folgen können.

    Mit den Medikamenten wird es besser, doch nicht immer. Ich werde noch einiges über mich lernen müssen, in den nächsten Monaten, um besser damit umgehen zu können.

    Wie ich aus den Beiträgen der anderen sehen kann, ist es zwar bei allen unterschiedlich und hängt vom allgemeinen Verhalten innerhalb der Family ab.

    Hm, meinst du wirklich, ich mache mir die Arbeit um die Leute in meiner Familie ''richtiger'' zu behandeln?
    Alle Leute aus dem engsten Kreis wissen Bescheid. Verständniss oder die Lust mitzuarbeiten bekomme ich deswegen noch lange nicht von allen.
    Wenn du denkst, es ist zu spät für eine Änderung, denk NICHT an die anderen!
    Denk an DICH!!! Das nennt man Ego, oder natürlicher Überlebenswille

    Weisst du, ich glaube fest daran, dass alles was im Leben auf uns zukommt oder was uns gerade beschäftigt, niemals zu spät ist. Es geht darum, dass DEIN Leben vollkommen wird.

    Wenn du mehr Kontakt möchtest oder engere Bindungen, lad doch mal 2-3 zu einem Lunch oder Abendessen ein? Das muss ja nicht aufwendig sein.
    So könntest du ''üben'' und da sich bei ADhs mit der Zeit Rituale einschleichen, würde die Gewohnheit bleiben.

    Deswegen habe ich doch überlegt, mir mal die kleinigkeiten des Alltags unter die Lupe zu nehmen. Wenn man Adhs hat sind die doch das wichtigste.
    Damit meine ich; die kleinigkeiten der anderen. Was beschäftigt sie, was macht sie traurig, welche Hobbies und so immer weiter fort, bis ich mich mitten im Leben befinde.
    So werden sie merken, dass sie mir nicht egal sind, auch wenn ich manchmal ''neblig'' drauf bin.

    Wenn man genau hinschaut, dann sieht man, das Adhs zwar ganz schön viele Probleme schafft. Und auf eine schräge und manchmal echt faszinierende Weise gleichzeitig die Lösungen dazu.

    Uff, jetzt hab ich sooo viel geschrieben dass ich es nicht mehr zum Sport schaffe vor der Arbeit. Also daran muss ich arbeiten, Timing!
    Was glaubst du wie nervös werde ich heute auf einer Skala von eins bis 150 sein?
    Ich geh mal den Beruhigungs-The einpacken...


    Gruss und habt einen schönen Tag

    Quicksilver

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