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Diskutiere im Thema Familienverhalten? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 110

    AW: Familienverhalten?

    @ quicksilver:

    Hy,

    Liste? Welche Liste?...ach diiee...hab ich vergessen.
    Nö ich hab nach dem Schreiben hier total den Enthusiasmus verloren und das ganze in meinen Terminkalender auf einen weiter entfernten Tag gebucht. Hab ja noch anderes zu tun. ;-)
    Hihi, warum wundert mich das nicht?

    Hm, doch essen tue ich eigentlich fast am liebsten den ganzen Tag über.
    So in dem Stil fünf mal pro Tag etwas gesundes, und dazwischen jede menge zum Knabbern.
    Stellt euch vor, es gibt echt Leute die verstehen das nicht. Immer werde ich damit aufgezogen.
    Mir gehts genau so. Ich esse nicht viel aber dafür gerne öfters.
    Als ich anfing die Medis zu nehmen wurde es noch ein wenig schlimmer, weil ich die Energie wieder zuführen muss. Also hab ich mir immer in gewissen Abständen was rein geschoben.
    Aussage von einem guten Freund dazu: "Es gibt Dinge, die werden sich wohl nie ändern!"

    Ich esse eigentlich auch ganz gerne und koche auch. Leider fehlt mir aber auch oft die Energie dafür. Dann wirds doch nur wieder ne Pizza aus der Kühltruhe. Oder schlimmstenfalls gar nichts.
    Aber das wird zum Glück grad besser.

    Hm, meinst du wirklich, ich mache mir die Arbeit um die Leute in meiner Familie ''richtiger'' zu behandeln?
    Alle Leute aus dem engsten Kreis wissen Bescheid. Verständniss oder die Lust mitzuarbeiten bekomme ich deswegen noch lange nicht von allen.
    Ich meinte nicht das du daran arbeiten sollst im Sinne von bewusst und vorsätzlich Energie und Zeit dafür auf zu bringen.
    Ganz entspannt. Quasi nebenbei. Unterbewusst. Subtil. Das du auf die Mitarbeit der anderen nicht bauen kannst ist klar.
    Ich weiß leider nicht wie ich das besser beschreiben soll. Da gehen mir grad die Metaphern aus

    Wenn du denkst, es ist zu spät für eine Änderung, denk NICHT an die anderen!
    Denk an DICH!!! Das nennt man Ego, oder natürlicher Überlebenswille
    Ja, das tue ich auch. Ich kann mich nicht noch um die anderen kümmern. Nicht in meiner familiären Situation.

    Meine ganz enge Teil meiner Familie besteht aus folgenden Personen: Mutter, Vater, Schwester
    Dann kommt der nicht ganz so enge Teil: die beiden Großmütter
    Dann der Teil, zu dem ich schon sehr sehr lange so gut wie gar keinen Kontakt habe: Tante, Cousin, Cousine
    Und zum Schluss kommt der Teil, der zwar zur Familie gehört und die man auch irgendwie kennt, aber man sich nur alle 10 Jahre oder so sieht und auch sonst keinen Kontakt hat.
    Dazu kommt das meine Eltern geschieden sind.

    Als mein Großvater und meine andere Tante noch lebten (beides garantiert ADS'ler), hätte sich vielleicht was geändert (wenn ich die Diagnose damals schon bekommen hätte). Ich schlussfolgere das aus der Veränderung im verhalten meiner Eltern, das jetzt einsetzt.
    Darauf bezog sich mein "es ist zuspät". Und darauf, das es so oder so nichts bringt zu denken "Was wäre Wenn".

    Weisst du, ich glaube fest daran, dass alles was im Leben auf uns zukommt oder was uns gerade beschäftigt, niemals zu spät ist. Es geht darum, dass DEIN Leben vollkommen wird.
    Ja, so seht ich das auch. JETZT kann ich die richtigen Schritte ergreifen!

    Deswegen habe ich doch überlegt, mir mal die kleinigkeiten des Alltags unter die Lupe zu nehmen. Wenn man Adhs hat sind die doch das wichtigste.
    Damit meine ich; die kleinigkeiten der anderen. Was beschäftigt sie, was macht sie traurig, welche Hobbies und so immer weiter fort, bis ich mich mitten im Leben befinde.
    So werden sie merken, dass sie mir nicht egal sind, auch wenn ich manchmal ''neblig'' drauf bin.
    Das finde ich, ist eine sehr gute Idee. Das werde ich auch versuchen.
    Wollen wir hoffen, das wir das Durchhaltevermögen und das Gedächtnis dafür halten können. Ich drück uns die Daumen

    Wenn man genau hinschaut, dann sieht man, das Adhs zwar ganz schön viele Probleme schafft. Und auf eine schräge und manchmal echt faszinierende Weise gleichzeitig die Lösungen dazu.
    Coole Sichtweise. Hab ich so noch gar nicht drüber nachgedacht. Aber irgendwie stimmts schon.

    Was glaubst du wie nervös werde ich heute auf einer Skala von eins bis 150 sein?
    Wenn 150 ganz schlimm ist ..... dann 150!?

    Aber ich wünsch dir trotzdem ganz viel Spass auf der Arbeit


    @ReRegenbogen:

    Ich sehe es leider nicht viel positiver. Ich trauere auch immer noch ein wenig darum wie das Familienleben bei uns abgelaufen ist.
    Bei mir und meinem Vater hat es selten gekracht. Manchmal nätürlich schon. Aber sonst ist, wie alles in der Familie, so aneinander vorbeigelaufen. Wie ich bereits schrieb, jeder hat sein Süppchen gekocht.
    Dabei bin ich eigentlich auch ein Familienmensch. ich sehne mich nach einer großen glücklichen Familie in der alle gut miteinander auskommen und es ein "Wir" gibt. Ein echt gemeintes "Wir".
    Ich habe solche Familienstrukturen bereits kennengelernt und hab da dann immer sehr wohl gefühlt.

    Gruß

    windig

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Familienverhalten?

    @ all,

    schön das dieses Thema mal angesprochen wird. Bei mir ist das folgender Maßen.

    Ich bin vor 5 Jahren (war schwanger und wir wollten dann zusammen wohnen) zu meinem Mann gezogen. Jetzt wohnen wir also zusammen in einem 3 Familienhaus "Bauernhaus" mit unseren beiden Kindern.

    1. Etage: Mein Mann, die Kids und ich - sowie die Schwiegermutter (mit der habe ich null Probleme und das sage ich nicht nur so, sie lässt mir alle Freiräume die ich brauche)
    2. Etage: Schwägerin mit Mann und 2 Kindern
    3. Etage: Schwägerin mit Mann und 3 Kindern

    Jeder hat eine Etage für sich, wir benutzen nur das Treppenhaus gemeinsam. Jeder hat seinen abgeschlossene Bereich.
    Mir war vor meinem Einzug dort klar, dass es sicherlich zu kleineren und größeren Problemen kommen könnte und auch würde. Allerdings gehts mir grad mit dieser Konstellation nicht mehr gut.
    Mit der 3. Etage gibt es keinerlei Probleme. Die klopfen an, wenn sie reinkommen und zu ihrer Mutter /Oma wollen. Das beschränkt sich auf 1x pro Tag. Das stört mich auch nicht.
    Das Problem liegt bei meiner Schwägerin i.d. 2. Etage. Die stürmt regelrecht unsere Wohnung. Sie klopft nicht an, kommt manchmal bis zu 6x in unsere Wohnung ohne wirklich einen Grund dafür zu haben. Ich trau mich schon gar nicht mehr in Ruhe einen Kaffee zu trinken, weil ich mich so beobachtet und kontroliert fühle. Meinem Mann stört das nicht, weil es ja seine (Lieblings)Schwester ist. Aber habe ich nicht auch das Recht auf Respekt und Akzeptanz??? Ich habe meinen Kindern beigbracht das man anklopft und fragt ob es ok ist.
    Mich macht das kirre. In den Augen meiner Schwägerin bekomme ich nichts hin und bin ein schlampiger Mensch. Ich mache nichts recht. Sie nimmt sich heraus, sich meine Kinder ständig zu krallen wenn mein Mann sie hat. Nur ihre Kinder die gibts sie nie runter zum spielen oder so. Ich komme mir so doof vor.
    Wir haben in vielerlei Hinsicht keine Gemeinsamkeiten. Sie ist voll von Vorurteilen und vermittelt ständig das Gefühl das nur ihre Sichtweisen gut und richtig sind. Ich bin so froh das ich nicht so bin!!!!!
    Aber ihre Art erdrückt mich zunehmend.
    Weiterhin ist sie so unfair zu unserem Großen (ADHS betroffen). Er ist sicherlich ein anstrengendes Kind, was sehr viel Energie kostet. Aber er ist ein tolles Kind. Viele nehmen ihn als eine Bereicherung war. Er ist ein sonniges Kind, lacht viel, ist sehr sozial, hilfsbereit und vor allem ein bejahendes Kind.
    Klar macht er in seinen Impulsiven Phasen auch viel Blödsinn, weil er sich nicht steuern kann. Allerdings macht er das offen und nicht hintenrum. Die Tochter meiner Schwägerin (2. Etage) nutzt das aus, weil sie weiß sie kann noch so viel Blödsinn machen, wenn unser Großer dabei ist - bekommt er dann aber alles ab, obwohl er gar nichts gemacht hat. Da kämpfe ich dann wie ein Löwin für meinen Sonnenschein.

    Oh Gott schreibe ich hier viel, nehmts mir nicht krumm

    LG Heike

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Familienverhalten?

    @heike: ja, da würde ich mich auch unwohl fühlen!
    schlimm!!

    besonders das mit dem anklopfen und dass sie sowas schlechtes über dich denkt (hast du sie mal darauf angesprochen?)!
    schon mal ein schild an die tür gemacht, bitte klopfen oder abgeschlossen?

    meine mutter ist früher dauernd in mein zimmer gekommen, wenn ich da war oder nicht, das war richtig blöd. sie hat auch immer die rollos halb hoch aufgemacht. das hat mich sehr geärgert. auch so ein fall vielleicht, naja, nicht ganz so schlimm.


    @windig und quicksilver: es ist schön, zu lesen, was ihr schreibt! das hat echt gut getan!
    ja, man kann seiner familie oft hinterher- und auch an ihnen vorbeiheulen. ein lied, bei dem ich echt oft heulen musste ist family portrait von pink, leider nicht auf youtube, aber, ja. irgendwie trifft das so meine wunden punkte, naja.
    meine eltern sind ziemlich festgefahren und schematisch, das ist etwas traurig. zu meinem bruder habe ich auch kein so gutes verhältnis, wie ich gerne hätte. ich weiß oft garnicht, was ich zu ihm sagen soll, das ist erschreckend. morgen sehe ich alle wieder.

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Familienverhalten?

    Wehr dich gegen die Verallgemeinhaushaltung deiner 4 Wände.

    Zur Not würd ich auch abschliessen, wie Schnuppe sagt, wer sich nicht an "allgemein übliche" Regeln hält muss drauf hingewiesen werden.

    Da kenn ich ja nix.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Familienverhalten?

    oder ihr vereinbart mal geneinsame regeln, dann hat sie auch gelegenheit, ihren teil zur sprache zu bringen.

    viel erfolg!

  6. #16
    Lysander

    Gast

    AW: Familienverhalten?

    quicksilver schreibt:

    Ich erklär das mal kurz genauer:

    Ich liebe meine Familie! Soviel ist klar.

    Doch wenn alle Mitglieder zusammentreffen, also entweder Eltern und Kinder, oder auch die ganze Verwandtschaft,(Grosseltern, Cousinen, Tanten, Onkel, deren Kinder etc.) empfinde ich nach längerer Zeit fast immer ein seltsames Gefühl: Verloren, nicht richtig wahrgenommen, als würde ich durch eine Art ''Luftblase waten''.
    Auf der einen Seite weiss ich, dass das meine Familie ist, und auf der anderen Seite fühle im mich so verloren wie nie.

    Soweit bin ich: Familientreffen finder ca so alle 5Jahre oder 10Jahre statt. Hochzeiten werden glaube ich nie gefeiert.
    Kinder gibt es trotzdem, doch wann die zur Welt gekommen und getauft wurden habe ich nie erfahren.
    Mir ist ausserdem aufgefallen, dass niemand wirklich genau weiss, wer eigentlich zur Familie gehört. Keiner kennt beide Namen der jeweils anderen, und ehrlichgesagt kommen mir Familienfeste manchmal vor wie das aufeinandertreffen ein paar Geister.


    Was mich fertig macht ist in allen Bereichen die Glasscheibe zwischen mir und meinem Leben und den Menschen die ich so sehr liebe!!!


    Wisst ihr im Ansatz etwa was ich meine? Quicksilver

    Dieses Verlorensein kenne ich auch. Das war bei mir früher auch so. Ich habe aber in den letzten Jahren etwas gelernt. Reden hilft. Ich habe sie angesprochen und über meine Gefühle geredet und es kam Erstaunliches zu Tage. Die meisten hatten ähnliche Gefühle, fühlten sich verloren, taten so als seien die Familienfeste toll, eierten aber genau so wie ich auf unsicherem Boden herum.
    Reden hilft. Die Verwandten haben alle ihre Unsicherheiten, Lebensbrüche, Vorlieben, Abneigungen, Katastrophen... man muss mit ihnen reden, ihnen zuhören, dann erfährt man Dinge, die sehr vieles erklären. Da gibt es manchen unfreundlichen Verwandten, der sich einsam fühlt und deshalb alle wegbeißt. Andere melden sich nicht, weil sie glauben, dass sich keiner für sie interessiert. Die meisten sprechen es einfach nicht aus.

    Ich habe meinem Vater vor einigen Wochen eine SMS geschrieben, nämlich dass ich ihn liebe. Das habe ich noch nie getan. Er geht mir oft einfach auf die Ketten und ich hatte lange keine Lust seinen ständigen Wiederholungen zu lauschen. Dabei wiederholt er sich eigentlich nicht soooo oft, wenn ich nachfrage, erzählt er viele Begegebenheiten aus seinem 73 Lebensjahren, die ich noch gar nicht kannte.

    Und wenn ich ihm erzähle - und zwar offen und ehrlich - wie es mir geht, reagiert er zuerst gar nicht. Er ist wie ich. Er reagiert einfach später. Und mit einer SMS "Ich liebe Dich" kommt er natürlich erst einmal gar nicht zurecht, weil er es einfach nicht kennt. Aber jetzt weiß ich, dass er sich darüber sehr gefreut hat. Er hat es nur nicht gesagt oder geschrieben,

    Ich habe ihm letztens erzählt, dass ich mich manchmal einsam fühle und lange den Fehler gemacht habe, keine Freundschaften zu pflegen und dass ich dies jetzt gerade ändere, mir neue Freundschaften aufbaute. Das wusste er nicht. Er wusste so gut wie gar nichts über mein Leben. Einfach nur, weil ich nichts erzählt habe. Das ändert sich gerade. Und nun lerne ich ihn besser kennen. Nach so vielen Jahren! Einfach nur, weil wir uns zuhören und miteinander reden. Ich hielt ihn immer für unnahbar und einen Tyrannen. Jetzt weiß ich, dass er einfach nur verzweifelt war, unsicher wie man Kinder richtig erzieht. Und ich weiß, dass er seine Fehler sehr bereut. Er hat ein unglaublich schlechtes Gewissen, weil er meine Brüder geschlagen hat.

    Dann sprachen wir über meine Mutter und wie es uns beiden 6 Jahre nach ihrem Tod ergeht. Ich habe endlich erfahren, dass er mir gar keine Vorwürfe macht, dass ich damals während sie langsam starb nicht jeden Tag bei ihnen gewesen bin. Er sagte, dass sei seine Aufgabe gewesen als Ehemann: sie in schlechten Zeiten zum Klo zu tragen... sie zu pflegen und ihr beizustehen. Er sagte: "Du warst jederzeit für uns ansprechbar und wenn es nötig war, bist Du zu uns gekommen." Er ist mir dankbar, dass ich ihm beistand als sie starb, er rechts vom Bett und ich links vom Bett....... Und am nächsten Tag habe ich ihm eine Linsensuppe gekocht. Das hat er nie vergessen. "Das war die beste Linsensuppe der Welt", sagte er kürzlich. Wir haben vor zwei Wochen am Telefon geheult... Mein Vater und ich zeigen Gefühle???? Ja, das geht! Das geht, wenn man sich öffnet und redet: über Ängste, Freude, Liebe und das eigene Leben.

    Und gestern - er hatte Geburtstag - sagte er etwas, was mich freute: Er hat auch keine Freundschaften gepflegt. Und das will er jetzt ändern. er habe sich einer Clique angeschlossen und eine neue Partnerin. Diesmal sei es ernster, aber diese Frauwill gar nicht bei ihm einziehen. Demnächst geht er mit ihr und seinen neuen Freunden Kegeln.
    Und da wurde mir klar: Mein oller ADS-Vater hat mir sehr wohl zugehört! Und hat, nur weil ich ihm von mir und neuen Freunden erzählte, auf sich selbst geschaut und tut es mir gleich. Mein Vater hört auf seinen jüngsten Sohn?! Auf mich hört er??? Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

    Quicksilver, wenn ich Dir etwas raten darf, ich erlaube es mir an dieser Stelle: Rede über Deine Unsicherheiten und Gefühle und höre ihnen zu. Da wirst Du sehr viel Erstaunliches erfahren, da bin ich mir fast sicher, auch wenn ich Dich und Deine Familie gar nicht kenne. Wenn Du sie liebst und es ihnen auch mal sagst, dann bekommst Du etwas zurück. Vielleicht nicht sofort.... manchmal erst später... aber es wird eine Reaktion kommen.... ganz bestimmt.

    Liebe Grüße
    Lysander
    Geändert von Lysander ( 1.09.2012 um 12:04 Uhr)

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Familienverhalten?

    LYsander, wenn es möglich wäre, würdest du für diesen Beitrag gleich mehrererererere Likes von mir bekommen.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Familienverhalten?

    @ Lysander: Das hast du ja gut gemacht, daran will ich mir ein Beispiel nehmen!

    das klingt auch tragisch und nach sehr vielen Konflikten. Es ist ja gut und auch mutig, dass du dich nicht davor verschließt und dich auf die Leute einlässt!
    auch, dass du den ersten schritt machst.





    Ich denke auch gerade, dass ich viel zu viel vor mich hindenke und "munkele" -immernoch.
    meine mutter hat vor kurzem auch über eine sache reflektiert, im urlaub. da war sie überhaupt ganz munter und ausgelassen, hat sogar über meine witze gelacht, so hab ich sie ewig nicht mehr erlebt. (jetzt musste ich grade voll heulen, ein trauriges thema!). so im kleinen geht das dann manchmal.
    ich hab auch mit meinem vater über meine mutter geredet, im urlaub und was wir an verhaltensweisen an ihr nervig finden, bzw. eine. und das ist so, aber es ging eben nciht um sie als person, sondern, dass sie sich ständig so und so verhält und ich hab noch überlegungen dazu angestellt, wieso. es war aber eine annehmende haltung.
    ich bin froh, dass ich darüber jetzt so denken und reden kann und nicht so wahnsinnig blockiert bin. ich mach mir schon ewig über diese dinge gedanken, ohne ergebnis, es ist immernur im kreis gegangen und jetzt wird es so langsam besser.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 110

    AW: Familienverhalten?

    @ Lysander:

    Meinen Respekt. Ich kann mir vorstellen, das das eine ziemlich hohe Hürde war, die du da überspringen musstest.
    Mir geht es da jedenfalls so.
    Aber ich mache kleine Schritte. Schrittchen für Schrittchen wirds.

  10. #20
    Lysander

    Gast

    AW: Familienverhalten?

    Streng genommen machte ich gar nicht den ersten Schritt. Ich habe nur die ersten Schritte der anderen nicht bemerkt oder völlig anders bewertet. Man darf nicht nach dem ersten misslungenen Versuch sofort aufgeben. Und: es ist wohl nie zu spät für Schritte. Das hat letztens ein ehemaliger Freund von mir auch nicht ganz verstanden. Er nahm nach Jahren wieder Kontakt auf und ich habe mir nur Zeit erbeten, um vergangene Verletzungen gemeinsam zu überwinden. Er hat nicht verstanden, dass ich mich verletzt fühlte und wir nicht nach so langer Zeit zur Tagesordnung übergehen können. Er hat gar nicht kapiert, dass ich ihm die Hand gereicht habe, nur eben ganz vorsichtig. Wir hätten eine neue, bessere Freundschaft aufbauen können, aber nur vielleicht. Nur das scheint es ihm nicht wert zu sein. "Ente oder Trente"--- Das ist manchmal der falsche Weg.

    Und für Verwandte... da ist Blut tatsächlich dicker als Wasser. Da kann man es auch nach Jahren versuchen...... natürlich nicht um jeden Preis.

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