Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 13

Diskutiere im Thema Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal??? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    Reden Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    Habe gerade mit David ein interessantes Thema im Chat, worauf wir der Meinung waren, es hier mal kund zu tun

    Die Frage war, was ist eigentlich normal?

    Will ich normal sein?

    Ist normal, mein eigenes Maß der Dinge? Oder ist normal, was die mehrheit der Gesellschaft ist?

    Bin ich also normal, wenn ich nach meinem Maß lebe, aber unnormal für die gesellschaft, oder wenn ich "wie alle" bin, bin ich normal, aber habe ein unnormales Maß????

    Begriffsverwirrung.... aber interessant.

    Wir haben uns dazu entschlossen, das wir unnormal normal sind

    So sind wie nunmal, halt normal, aber auf unnormale Art.

    Und wie seid ihr?? Seit ihr etwas normal? oder Unnormal?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    Normal heisst im Prinzip nur "der Norm entsprechend".

    Ob diese Norum vernünftig ist oder nicht oder sogar schädlich, darüber sagt es gar nichts aus. Ich finde es wichtig, die Norm zu kennen, damit ich in der Gesellschaft zurecht komme, aber ich mache sicher nicht bei allem mit.

    Mit 20 bin ich zum Schluss gekommen, dass die "Normalen" alle eine Hau haben - ergo sind die Verrückten die einzig geistig Gesunden. Hab mich postwendend für verrückt erklärt und Narrenfreiheit in Anspruch genommen.

    30 Jahre später würde ich das vielleicht ein bisschen anders formulieren und sehe es auch etwas differenzierter, aber soooo weit weg bin ich nicht davon.

    lg

    lola

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    Ich habe als Kind einen Satz gelernt, den ich sofort umgesetzt hab: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt`s sich völlig ungeniert"... Ja Narrenfreiheit ist was tolles.

    Pitsche pitsche patsche, ich hab einen an der Klatsche.....

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    Tja, was ist schon "normal"? Sicher ist es im Grunde schon so, dass es eine gesellschaftliche Norm gibt, die eben das "Normale" darstellt. Und dann gibt es wahrscheinlich noch bei jedem einen familiären Rahmen, der auch wieder Normverhalten vorgibt. Alles, was da nicht hinein passt, wird schnell mal als "unnormal" bezeichnet, wobei es für andere durchaus völlig normal sein kann.

    Die Frage, die ich mir dabei immer stelle, wer gibt diese Norm vor bzw. wer bestimmt, was nicht mehr "normal" ist? In meiner Familie, meinem Dorf gab es immer sehr enge, strenge Normen, die natürlich von anderen vorgegeben wurden und ich war immer sehr bemüht, mich normal zu verhalten, weil ich nicht auffallen wollte oder um bei der Begriffswahl zu bleiben unnormal sein wollte. Was ich aber auch nie wollte, angepasst sein und keinen eigenen Willen mehr haben.

    Es ist mir nicht immer leicht gefallen und ich habe wahrscheinlich immer irgendwie eine Gradwanderung gemacht, mache ich heute noch und die Probleme, die ich gerade mit meiner Familie habe, entspringen wohl auch mit der tatsache, dass ich eben nicht zu deren Begriffswelt des "Normalen" passe. Normal ist für sie z.B., dass man heiratet, einen Job hat, materielle Güter, Kinder in die Welt setzt und möglichst geraden Weges, problemlos durchs Leben geht und dass Mutter stolz sein kann auf ihre Erziehungsleistung.

    Ich habe nicht geheiratet, lebe nicht mal mit einem Mann zusammen, die Väter meiner Kinder habe ich auch nicht nach den Normen meiner Mutter "ausgesucht", ich habe keinen Job, bin eine miserable Mutter und habe rund um mich jede Menge Probleme, Mutter kann also nicht stolz sein, weil ich unnormal bin und noch dazu psychisch krank.

    Aber was für mich wichtig ist, ich lebe mein Leben und ich bestimme, was für mich normal ist und solange ich mich normgerecht laut Gesetz verhalte, ist es in Ordnung.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    ich wollte auch nie auffallen. aber wenn ich selbstbestimmt lebe, also nach "meinem Maß der Dinge" falle ich auf. Also für was entscheiden? Bin ich stark genug gegen die Norm zu leben, oder will ich einfach nur leicht da durch kommen?

    Ich lebe nach meiner Norm, und so schwer es in dieser Gesellschaft sein mag, es tut mir gut. Wäre eigentlich ne Erkenntnis für die Gesellschaft, das sie merkt wie intolerant und oberflächlich sie doch ist.

    Wenn jeder Mensch nur nach seiner Norm leben würde, was wäre denn dann wohl die gesellschaftliche Norm? Sie sehe doch ganz anders aus.

    An vorgestzte Normen halte ich mich nur, wenn ich entweder davon profitiere, dahinter stehe oder sie verstehe. Aber sie muss für mich einen Sinn machen.

    Die Gesetze (Grundgesetz) machen für mich Sinn, und daher halte ich mich daran.

    An Standards im Beruf bin ich gebunden, wenn ich vorwärts kommen will. Aber diese müssen für mich auch transparent sein.

    Die Norm, die mich am meisten stört, ist die Vorstellung der Gesellschaft bezüglich Aussehen, Leistung, Erfolg, Wert des menschen. Scheinbar ist man nur was wert, wenn man viel leistet (für andere), eine perfekte Figur hat und den Prototypen eines gesunden westlichen menschens entspricht.

    Wer versucht hat dort reinzupassen, wird irgendwann gemerkt haben, das es gar nicht möglich ist, und wenn doch, nur mit vielen Opfern verbunden. Das macht die Menschen (psychisch) krank, und dann?

    Dann sind sie eben unnormal. Na klasse

  6. #6
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    Hallo ,

    naja bei diesem Thema stell ich mir die Frage gibt es überhaupt normale Menschen

    hat nicht jeder irgendwie einen Tick

    jeder nicht irgendwie was unnormales an sich

    für den Einen ist dies normal ,der andere hält es für total absurd ,was der für normal findet ist für den anderen unbegreiflich

    und überhaupt ,wer möchte überhaupt normal sein ? und wie müßte man sein um normal zu sein ?

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    Die Norm, die mich am meisten stört, ist die Vorstellung der Gesellschaft bezüglich Aussehen, Leistung, Erfolg, Wert des menschen. Scheinbar ist man nur was wert, wenn man viel leistet (für andere), eine perfekte Figur hat und den Prototypen eines gesunden westlichen menschens entspricht.
    Wo lebst du denn, in LA? Meine Umwelt sieht anders aus, lediglich im Fersehen kommen hier diese Standards rüber.
    Die Leute mit denen ich täglich zu tun habe sind fleissig aber weder schön, noch besonders gesund, noch overdressed. Arbeitest du vieleicht in der Werbebranche, kann schon sein, dass diese Berufsgruppe etwas abgehobener ist.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    sargnagel schreibt:
    Wo lebst du denn, in LA? Meine Umwelt sieht anders aus, lediglich im Fersehen kommen hier diese Standards rüber.
    Die Leute mit denen ich täglich zu tun habe sind fleissig aber weder schön, noch besonders gesund, noch overdressed. Arbeitest du vieleicht in der Werbebranche, kann schon sein, dass diese Berufsgruppe etwas abgehobener ist.
    Nein ich lebe eigentlich recht einfach, bin Krankenschwester und habe auch einen gemischten Freundeskreis.

    Ich rede genau über sowas wie Fernsehen, Zeitung und oberflächliche Menschen, denen man im Alltag so begegnet. Das prägt die Gesellschaft, und setzt viele Menschen unter einen Leistungsdruck.

    Das zeigt meine Erfahrung als Krankenschwester, aber auch meine Aufenthalte als Patientin in der psychosomatischen/psychiatrischen Klinik.

    Gerade Essstörungen werden durch sowas verursacht. Schade das Du es soweit noch nicht mitbekommen hast

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    Gerade Essstörungen werden durch sowas verursacht. Schade das Du es soweit noch nicht mitbekommen hast
    Hab ich noch nicht, sehe nur manchmal Berichte über junge Mädchen die sich nach dem Essen erbrechen weil sie sich zu dick fühlen.
    Vieleicht sollte man nur noch Filme mit Schauspielerinnen anschauen die nicht mit der Besetzungscouch die Rolle ergattert haben.

  10. #10
    Sunshine

    Gast

    AW: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal???

    sargnagel schreibt:
    Vieleicht sollte man nur noch Filme mit Schauspielerinnen anschauen die nicht mit der Besetzungscouch die Rolle ergattert haben.
    Da wirst Du wohl Pech haben, es sei denn, Du schaust keine Filme ala Hollywood

    Mal im Ernst, es ist schon so, dass die Medien einem vorschreiben, was man kaufen, essen, trinken, anziehen und wie man aussehen sollte. Leider fallen viele Menschen darauf rein, was mit auch in meinem Freundes und Bekanntenkreis immer wieder auffällt und auch ich bin nicht immer davor sicher .

    Und was ich auch noch festgestellt habe ist, das es eine Generationssache ist. Zum Bsp. meine Mutter derzeit über 50 hebt sowas überhaupt nicht an, denn für sie zählen andere Dinge und Werte und sie selbst findet diesen Schönheitshype auch ziemlig albern und sagt immer "scheinbar haben die keine anderen Probleme, aber wer keine hat macht sich welche".

    Da muss ich dann immer die Klappe halten, weil ich auch zu der Sorte gehöre, die doch auf irgendwelche Schönheitsideale achtet und sich gewissen Normen anpaßt Warum das so ist, kann ich eigentlich gar nichts sagen, aber ich bewundere schon, wenn jemand es schafft, sich nicht diesen Normen anzupassen.

    Da es diese Erwartungshaltung in der Gesellschaft gibt, paßt man sich halt an, vielleicht auch um nicht aufzufallen, um bewundert zu werden oder sowas. Da spielt es keine Rolle ob man Manager, Geschäftsmann oder Schauspieler ist.

    Oder was meint ihr? Es würde mich wirklich einmal interessieren, ob es eine Generationssache ist oder ob ich das aus meinem Blickwinkel nur so sehe


    Liebe Grüße
    Sunshine

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Was ist eigentlich "Normal"?
    Von Sally im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 47
    Letzter Beitrag: 4.03.2010, 01:14
  2. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 28.09.2009, 13:50

Stichworte

Thema: Normalerweise bin ich unnormal. Oder normal unnormal??? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum