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Diskutiere im Thema Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_( im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Äh, ich hab jetzt doch noch mal angefangen den Dissoziationsthread zu lesen.

    "Jetzt kommt - wieder im Umkehrschluss betrachtet - geradezu der völlig groteske Oberwitz, je heller die Birne, DESTO MEHR wird auf Deibel komm raus dissoziiert... zynisch betrachtet, könnte man au sagen, dass die ganz Dissoziiererei überhaupt erst ab einer gewissen Begabungsstufe im ADHSler richtig "Spass" zu machen scheint..."/"das heisst das psychische Leiden nimmt zu und nicht ab... trotzdem scheint`s da, wenn sich die Spirale der Dissoziation einmal in Gang gesetzt hat, überhaupt kein Ausweg mehr zum geben..."

    -> das finde ich zwar richtig, aber natürlich noch etwas theoretisch und es sagt mir an diesem Punkt noch zu wenig.

    "Oder um zu unserm Thema zurückzufinden, die Erkenntnis, Impulsivität bis zu einem gewissen Grade unterdrücken zu können, ist gerade die Voraussetzung zur Dissoziation, genauer gesagt des, was diese Strasse ins Unheil pflastert. Anders herum gesagt: Wenn ich nicht die Erfahrung mache, dass Dissoziation etwas bringt, also das Aufspalten meiner Persönlichkeitsanteile, um wahlweise die einen an die Front zu bringen, von denen ich glaube, dass sie weniger verletzbar sind, und die anderen, die ich für wesentlich erachte, in mir zu begraben, dass ich wenigstens darauf von Zeit zu Zeit regredieren kann, muss, weil diese ganze Dissoziirerei ja vor allem eines ist: ein ungeheurer Energiefresser, kann ich diese Energie und Willenskraft ja gar nicht aufbringen."

    -> OK, das fasst ein schon immer bei mir vorhandenes, sehr dominantes Lebensgefühl ziemlich gut in einem Absatz zusammen. Insbesondere, dass ich sehr oft das Gefühl habe dass ich oft eine ganz extreme Menge Willenskraft/Energie aufbringen muss nur um einfach zu funktionieren, und zwar nicht mal nur ohne dass ich irgendwas bestimmtes nach gängiger Meinung ANSTRENGENDES mache... ich sage ja dass ich bizarrerweise die allergrößten Probleme damit habe GAR NICHTS zu machen. Wenn man es unter dem Gesichtspunkt einer Impulsunterdrückung sieht, ist natürlich gar nichts zu tun eine eher schwierige Aufgabe. Sie glauben gar nicht, was für komische Methoden ich mir schon alles überlegt habe um bestimmte Problem zu lösen die andere Leute gar nicht zu haben scheinen... zB habe ich teilweise eine regelrechte Aversion gegen und vielleicht auch ein bisschen Angst vor Ruhephasen gehabt, habe das auch selbst verstanden, und mein Lösungsansatz gegen Schlafprobleme war dass ich - ich glaube ich hatte das schon mal geschrieben? - Serienfolgen zum Einschlafen sehe und versuche möglichst "direkt" den Übergang vom Assoziieren über die Serie hin zu so einem Rumdenken vor dem Einschlafen zu bekommen. Das ist der beste Einschlaftipp, den ich bisher gefunden habe (einschlafen ein bisschen herbeizutricksen, indem man eine Ruhephase zu vermeiden versucht. Das hat irgendwie auch eine gewisse "Angst" vor der Schlafsituation gelindert), aber es ist schon strange wenn ich das niemandem erklären kann. Die anderen Personen die sagen sie hätten Schlafprobleme haben meist ganz andere als ich - sie fühlen sich völlig normal müde, eher zu viel, schlafen gechillt ein und schlafen nur nicht ganz durch - das ist mE doch was ganz anderes als das was ich habe - Probleme mit dem "Runterkommen".

    Und es würde auch erklären warum ich von Anfang an neben ADHS auch die Burnout-Frage beleuchten wollte weil ich stark das Gefühl hatte dass ich mich irgendwie total ausbrenne - wobei ich aber eben Jura-Stress als ECHTEN Auslöser eigentlich ausschließen muss, weil ich viele Symptome eben schon immer hatte... wenn man quasi ADHS als Grundproblem/Impulsstörung begreift und eine anstrengende Dissoziation als Folge und daraufsetzend irgendwann das was man vielleicht Burnout nennt, wäre das wirklich eine sehr "elegante" Diagnose die mich das erste mal auch intellektuell überzeugen würde - obwohl ich sonst immer ziemlich skeptisch bin. Die ganze Sache hat ja aber leider mindestens einen "kleinen" Schönheitsfehler, selbst wenn es ansonsten stimmen sollte - das ist ja erst mal nur die Diagnose und selbst keine Lösung. Ich habe nämlich auch das Gefühl dass Selbsterkenntnis mir hier NICHT hilft sondern für mich zunehmend zum Problem wird. Ich bin MEISTER der Selbstbeleuchtung, ich habe es ungefähr in der 10. oder 11. Klasse in der Schule so richtig "professionell" gestartet - es fing bei sozialen Verhaltensweisen für Partys, Gruppenstrategien etc. an weil das damals das war was mich richtig zu interessieren begann, das habe ich auch gut hinbekommen, dann kam in der Uni der Lernkram dazu - was mich schon ziemlich unter Druck gesetzt hat, aber wie gesagt hat auch das am Ende nach außen hin erstaunlich erfolgreich funktioniert - und wenn ich momentan raten sollte würde ich vermuten dass mir der Anspruch auch noch in einer Beziehung gut zu funktionieren den Rest gegeben hat.

    Das komische ist, dass ich zumindest bis jetzt trotz allen Gewürges am Ende immer doch das hinbekommen habe was ich wollte. Es war teilweise sehr anstrengend, aber innerlich stand am Ende das was ich gewollt hatte, und darauf bin ich nicht unerheblich stolz. Vielleicht ist das mittlerweile auch ein Teil des Problems - wie hier schon ein anderer Poster schriebt, bei dem ich natürlich die näheren Umstände nicht kenne und nur kurz den Gedanken "borgen" will - dass ich mich früher teilweise so angestrengt habe, erhöht den momentanen Druck für mich nur; es ist nichts "erreichtes", auf dem ich mich ausruhen kann. Ich glaube aber, dass hat nicht nur was mit mir als Person zu tun sondern sehr viel mit dem juristischen System, was wahrscheinlich für mich, mit meiner Veranlagung, die absolute NEMESIS darstellt in gewisser Hinsicht. Nicht nur die Fokussierungen auf große Menschen ziemlich banaler Informationen, der ständige Zwang zu Eingliederungen in diverser Art (im Referendariat war das zB viel stärker als im Studium - das Studium habe ich stellenweise sogar auch als bereichernd und cool empfunden, ich hatte nur eben auch VIEL mehr Freiheit, Gestaltungsmöglichkeiten, Zeiträume für Rückzugsphasen. Meine Lernweisen sind oft ziemlich "wellenartig", und das große Problem im Referendariat ist dass das ganze ein Vernichtungswettbewerb ist wo man den Leuten extrem wenig Zeit lässt, sie mit lauter sinnlosen AGs vollknallt die für das Examen GAR NICHTS bringen und einfach nur absolviert werden müssen, sie mit lauter "Stationen" vollknallt die für das Examen GAR NICHTS BRINGEN - das sage nicht nur ich, das sagt jeder bei uns, das sagen im privaten Gespräche auch die Anwälte und Richter! Und gleichzeitig kann man das Examen nicht wie wie in der Uni frei legen, man weiß schon am ersten Tag wann man schreiben wird und dass die Zeit sehr knapp und das Hauptproblem ist, und das man primär unter großem Druck "auf Knopfdruck" funktionieren soll, dass das eine der Sachen ist die im Referendariat die wichtigste Rolle spielen.)

    Selbst wenn man das mal als Hypothese so weit mitgeht - was dann? Ich bin wahrscheinlich einer der hyperreflektiertesten Leute die sie finden werden, aber zumindest mir fällt wenig auf der Lösungsebene ein. Jetzt kann ich natürlich versuchen das beste daraus zu machen dass ich jetzt zwar super reflektiert habe aber trotzdem nicht weiterkomme, mich in mein "natürliches Habitat" zurückziehen - vielleicht wäre das ja der Beruf des komischen Künstlers in Berlin, wo all die anderen Leute ihre komischen Störungen ausleben - aber sorry, das fällt dann doch zu weit mit dem auseinander, was ich momentan nicht aufzugeben bereit bin ;_).

    Ich würde jetzt anmerken dass ich das Problem "im Grunde" schon immer irgendwie mitkriege, der Dissoziationsthread also insofern für mich nicht wirklich ein schockierende Neuigkeit ist; aber auch das scheint der Threadersteller ja schon vorweggenommen zu haben.

    Bleibt für mich erst mal nur ein hypothetisches "ja", aber eine gewisse Ratlosigkeit.

    Nachtrag: Habe erst im zweiten Zugriff gesehen, dass das einer der Antwortenden hier selbst geschrieben hat. Nachdem sie hier bei "Bezug" als Selbstbetroffener stehen, nicht als Arzt, gehe ich recht in der Annahme dass es sich bei dem was sie schreiben um Selbstbeobachtungen handelt?

    Edit: Hab die Antwort an Amneris ausgelagert damit er sie auch sieht ;-).
    Geändert von repters (15.08.2012 um 10:11 Uhr)

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    @repters, 1) machst du dir eine falsche Vorstellung von Depression: die gehen nicht alle mit Suizidwunsch und/oder-Gedanken einher und 2) gibt es zwar nur wenige Fälle, aber es gibt sie, wo auch nur reine Manien auftreten und niemals Depressionen

    Vielleicht lohnt es sich für dich ja doch da nochmal genauer nachzuforschen. Zeit dürftest du ja haben, da du keinen Schlaf zu benötigen scheinst. Entschuldige die Frage: Hast du tatsächlich nur MPH genommen...oder noch irgendwas anderes? Oder netter gefragt: Sind deine Zustände wie in dieser Nacht natürlichen und chemischen Ursprungs?

    VG
    Amn

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    @Amneris mit einem sorry wegen der späten Antwort: Ich kann verstehen dass man erst mal einen Schreck bekommt wenn man die Posts von oben liest und da einen gewissen Handlungsbedarf diagnostiziert; aber was ich am Ende geschrieben habe war nicht gelogen. Ich habe nach wie vor KEINERLEI Tendenz dazu depressiv zu sein (jedenfalls wenn man mal die Wiki-Definition-/Beschreibungen zugrundelegt, im Sinne von grundlos traurig, Wunsch nach Selbstverletzung, Wunsch nach Selbstmord, Gefühl dass man wertlos ist etc. - meine Abneigung richtet sich wenn überhaupt gegen konkrete Dinge - vor allem das Examen, die ganze Situation momentan - aber wirklich nicht "gegen mich selbst"). Ganz witzig dass du sofort bipolar annimmst - vielleicht habe ich bipolar ja falsch verstanden, aber das wird doch gerade durch den Dualismus mit der Depression definiert? Da wo bei DIR vielleicht die Depression ist, ist bei mir wirklich NICHTS. Das kannst du mir glauben, ich würde das sonst merken, ich merke doch sonst bei mir auch alles. Das ist auch der Grund, dass ich die ganze "bipolar"-Schiene nicht weiter beachtet habe - dass das anscheinend primär diesen Dualismus betrifft, und ich eben nur die eine Phase - die Manie habe - und die andere Phase gar nicht kenne, wirklich ÜBERHAUPT nicht. Ich würde mich wirklich erinnern wenn es anders wäre, aber dass ich seit ich mich überhaupt erinnern kann auch nur an einem Tag, einer Stunde, einer Minute darüber auch nur am Rande nachgedacht zu haben mich irgendwie zu verletzen oä - sorry, nö. Das ganze Gefühl, den ganzen Mechanismus kenne ich gar nicht. Ich hab ab und an mal was über Mädels in der Schule gelesen die das machen - sich "ritzen" - aber ich hab eigentlich nur gedacht: "Strange, was es so alles gibt." Das hat bei mir kein besonderes Echo ausgelöst. Glaub mir mal, selbst wenn ich da was verdrängen würde müsste ich das zumindest ahnen - nein.

    Deswegen glaube ich auch, dass dein Alarmgefühl etwas vorschnell losgeht. Ich habe innerlich eine große Anspannung - das kriegst du ja wohl richtig mit - aber in *gewisser* Weise hab ich das ja schon lange/immer gehabt. Ich muss halt nur ein bisschen gucken wie ich mit größerem Druck durch größere Nähe zum Examen klarkomme. GRUNDSÄTZLICH mag es sein dass das was ich geschrieben habe für dich schlecht klingt - ich möchte nur eben auch dazu sagen, dass ich schon lange mit einem bestimmten Grundproblem/-gefühl lebe.

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Hast du das vor deiner "Auslagerung" auch noch gelesen

    Amneris schreibt:
    @repters, 1) machst du dir eine falsche Vorstellung von Depression: die gehen nicht alle mit Suizidwunsch und/oder-Gedanken einher und 2) gibt es zwar nur wenige Fälle, aber es gibt sie, wo auch nur reine Manien auftreten und niemals Depressionen

    Vielleicht lohnt es sich für dich ja doch da nochmal genauer nachzuforschen. Zeit dürftest du ja haben, da du keinen Schlaf zu benötigen scheinst. Entschuldige die Frage: Hast du tatsächlich nur MPH genommen...oder noch irgendwas anderes? Oder netter gefragt: Sind deine Zustände wie in dieser Nacht natürlichen und chemischen Ursprungs?

    VG
    Amn

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    @zweiten Post: NUR MPH? Sorry, aber ehrlich gesagt kam es mir so vor als ob MPH in gewisser Hinsicht schon sehr stark gewirkt hat. Was meinst du mir "nur"?

    Um die Frage inhaltlich zu beantworten - wie ich schon beschrieben habe, bin ich auch so ziemlich der drogenaverseste Mensch den du dir vorstellen kannst. Ich weiß, es ist vielleicht schwer zu glauben - ich spinne ein bisschen rum, assoziiere und reflektiere viel, und dann denkt vielleicht einer "na, der nimmt doch bestimmt auch Drogen."

    GANZ ehrlich, die "Drogen" die ich in meinem GANZEN Leben "genommen" habe beschränken sich auf (nach "Menge" geordnet)

    - Alkohol ab und an - aber ich habe da GAR keinen "Hang" zu. Ich bin mal einen Monat "öfter" abends weg nach meinen Maßstäben (aber immer noch auf extrem niedrigen Niveau, dh vielleicht dass mich im selben Monat 3 Leute fragen ob ich mit ihnen weggehe). Ich trinke zu hause fast nie Alkohol. Bier schmeckt mir nicht so, für Wein hab ich nie die geschmackliche Differenzierungsfähigkeit entwickelt dass ich das super interessant finden würde. Ich trinke es mal wenn ich bei nem Freund bin, wenn ich 2-3 Gläser trinke, was schon selten vorkommt, bin ich etwas beschwipst. aber das macht sich dann wie bei allen anderen auch bemerkbar - etwas beschwipst, sozial etwas angeregt. Aber von den alkoholbedingten Problemen die ich übrigens auch als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft im Referendariat schon gehabt habe (Nachtrag: LOL; das klingt jetzt so als wenn ich da betrunken gewesen wäre...! Natürlich nicht gemeint, ich meinte: Da kriegt du die ganzen Fälle wo es um so Kleinkram geht, zB Fahren unter Alkoholeinfluss) und bei denen ich auch schon plädieren "durfte" - Kontrollverlust, Aggression etc., der ganze "angry drunk"-Kram - nichts, da habe ich absolute keine Disposition für. Ich werde unter Alkohol zuerst etwas redseliger, wenn ich mehr trinke müde, wenn ich dann noch mehr trinke (habe ich nur früher gemacht, inzwischen weiß ich wann man aufhören muss weil Kotzen und Kater nicht schön sind) wird mir speiübel und ich übergebe mich und schlafe dann. Alles wie bei den vernünftigeren/in dieser Hinsicht unproblematischen meiner Freunde (und das sind fast alle) auch.

    Ich darf sogar mal eine etwas radikalere These aufstellen: Von allen Menschen die ich kenne, bin ich der mit Alkohol am besten umgehen kann, bei dem wirklich am wenigsten Gefahr für einen Kontrollverlust irgendeiner Art besteht.

    - ich hab bisher genau zweimal gekifft, ich weiß nicht mehr genau wann, erstes mal in der Schule, zweites mal später mal bei einer Party - ich glaube allerdings ehrlich gesagt es war nicht mal richtiges Kiffen, denn der Joint gehörte natürlich jemand anders und ich hab quasi nur einen Zug genommen und fand das einfach geschmacklich etwas bäh (ich mag ja auch Rauchen nicht, also wunderts mich nicht).

    - und ich hab auch genau zwei Zigaretten geraucht in meinem ganzen Leben. Eine in der Schule weil ich neugierig war - auch hier aber gar nicht "aufgeraucht", ich hab quasi einen Zug genommen und hatte Rauch im ganzen Mund und fand das nicht schön. Das zweite mal, als ich in der Uni einen deal mit einer Freundin gemacht hatte - ich wollte sie überzeugen dass sie aufhören sollte, sie meinte ich wäre nur verklemmt, und dass sie einen Monat lang nicht rauchen würde wenn ich eine Zigarette mitrauchen würde. Ich habs dann gemacht, aber sie hat den Deal nicht eingehalten ;-).

    - ach so, aber das würde ja eigentlich schon aus dem Fehlen in der Aufzählung folgen: Sonst habe ich noch nie was genommen. Ich hab da nicht mal ne Allgemeinbildung. Bei der Staatsanwaltschaft saß ich zB in einem Verfahren wo es auch um Drogen ging, und ich hab nur die ganzen Begriffe gehört die die anscheinend für so was haben und die sich in der Hauptverhandlung daher benutzt haben, die haben sie auch irgendwie ständig gewechselt während des Redens... OMG scheint es da viele "spezielle" Begriffe für Junkies zu geben, aber davon ist bei mir nichts/wenig hängen geblieben. Ich könnte dir auch nicht mal sagen was der Unterschied zwischen Heroin, Kokain, Crack, Speed etc. ist. Wenn du mir erzählen würdest dass das alles das gleiche ist wäre ich spektisch, würde mal bei Wikipedia nachgucken, aber wenn es da auch stünde würde ich es glauben. Ich habe wirklich noch NIE Berührungen mit sowas gehabt (außer dass ich bei der StA die armen Typen gesehen habe die sowas nehmen - jeder Richter wird dir sagen dass es ihm total leidtut dass er auf so arme Schweine auch noch mit dem Strafrecht draufschlagen soll, und ich verstehe absolut warum. In DEM Bereich möchte ich wirklich nie Richter sein, da würde ich sofort kündigen und Sozialarbeiter werden wollen.).

    - ich habe nicht mal einen FREUNDESKREIS in dem Drogen genommen werden außer Alkohol. Meine Freunde sind sogar restlos Nichtraucher. Eine Person ist glaube ich teilweise eine Ausnahme, die kifft wohl ab und an mal, aber das passiert in einem Freundeskreis mit dem ich nichts zu tun habe und der auch aus ganz anderen Gründen wenig zu mir passt (sind eher Linke aus Berlin, machen wie sie es sagen in der Freizeit "Mucke", sind so gegen "das System" - ich bin extrem wirtschaftsliberal und finde deren Musik einfach nur schlecht). Ich hab andererseits auch nichts dagegen wenn er kifft - mir ist das egal, soll doch jeder machen worauf er Lust hat - ich meine: Das war einfach ein Thema was mich nie beschäftigt hat, mein engerer Freundeskreis war mit sowas nie in Kontakt und daher hat es sich einfach nie ergeben dass ich darüber groß nachdenken musste.

    Sorry, aber ich bin das LEHRBEISPIEL für fehlende Drogengefährdung (natürlich ohne dass ich die Lehrbücher kennen würde ^.^).

    Wenn du mir nicht glaubst, mal die ganz einfache Rückfrage um es für dich plausibel zu machen - wenn ich so drogenaffin wäre, warum hätte ich dann bis fast 30 (!) gewartet um MPH das ERSTE mal auszuprobieren??? Das macht doch keinen Sinn.

    Edit: Ich glaube auch sonst, dass du irgendwie durch meine Threads teilweise ein ganz falsches Bild von mir bekommen hast. Ich hab mich hier natürlich auch mal "ausgekotzt" wie es in mir oft innerlich aussieht gerade wenn ich Druck spüre. Klar dass das dann die volle Packung ist, ich sage ja nicht "na, die letzten zwei Störungen hebe ich mir aber lieber mal für Freitag auf". Die letzten zwei Wochen sind auch ein bisschen ein Experiment für mich, und ich WOLLTE mich ja intensiv beobachten, es hat mich einfach brennend interessiert ob MPH eine "Lösung" ist oder nicht.

    Und selbst da kannst du - wenn du meinen Thread genau liest - lesen warum ich glaube dass ich kein Typ für ein Drogenproblem bin - der andere Forumschreiber hat sofort sinngemäß geschrieben "wenn du MPH kriegst ist es doch super, kann es immer drauf und lern schön" - und ich bin der ganzen MPH-Sache gegenüber auch skeptisch und vorsichtig. Guck doch mal was ich oben alles zu einer möglichen Burnoutsache geschrieben habe.

    Ich weiß nicht ob du es verstehst, aber der "Burnout"-Aspekt hießt für mich als Folge/Lösungshypothese nicht mich mit Drogen vollzuknallen und mal zu überlegen wie ich richtig destruktive Verhaltensweisen entwickle. Ich habe überlegt, ob ich nicht doch einen Weg finde mit Ruhephasen besser umzugehen, wenn ich mal wieder eine Zeit lang darauf achte. Früher hat es ja für mich auch besser funktioniert als jetzt.

    Ob das dann eine Dissoziation ist - ok, darüber können wir hier lange reden. Fände ich sogar wirklich interessant. Aber im Ergebnis ist es egal.

    Was ist schon "normal"? Wenn eine Verhaltensweise für mich grundsätzlich funktioniert hat, und ich damit vielleicht unter dem Druck des Referendariats ein bisschen aus dem Tritt gekommen bin - so what? Wenn ich langfristig wirklich so einen hohen Leidensdruck habe wie jetzt, würde es natürlich NICHT gehen.

    Aber dann würde ich, ehrlich gesagt, zunächst mal zu der Methode greifen beruflich bestimmte Einstellungen vorzunehmen. Da kann ich VIEL machen im Ergebnis. Ich verstehe glaube ich eine Menge davon was Jura ist, die Berufsbilder etc. - und ich weiss positiv, dass das Referendariat die absolut belastendste Situation für mich überhaupt darstellt und es danach von den Lebensumständen her schon mal einfacher wird, egal wie ich mich entscheide womit es weitergeht.

    Ich glaube, ich verstehe das ganze viel mehr als du denkst. Ihr habt in gewisser Hinsicht alle Recht mit dem was hier im Forum zu diversen Krankheitsbildern steht - aber ich habe einfach ein gewisses Selbstvertrauen dass ich das am Ende mit mir schon irgendwie hinkriege. Ich bin schon immer jemand gewesen, der vielleicht manchmal sehr viel gehadert hat und viele Widerstände hatte, aber ich war auf der anderen Seite immer auch sehr hart von der Gegenseite, ich glaube ich kriege dass grundsätzlich kontrolliert, zumindest wenn ich wieder mehr Freiraum habe als momentan.

    Ich glaube, wenn du mich im "wirklichen Leben" treffen könntest wärest du überrascht - obwohl ich hier wohl wirklich ein ziemlich chaotisches Innenleben offenbart habe, und das war ja auch nicht gelogen; ich hab diese Gefühle alle WIRKLICH - wie gut ich dann doch funktionieren kann. Ich rede zwar oft sehr schnell; ich glaube aber, dass das wahrscheinlich das einzige Symptom ist was du so mitbekommen würdest. Und ich glaube, auch das würde dir gar nicht SO komisch vorkommen, weil ich das auch ganz gut etwas selbstironisch verpacken kann.

    Ich bin doch im Referendariat auch in den Stationen gewesen - da wird man - ich glaube sogar ganz besonders - natürlich auch für sein Sozialverhalten bewertet, den ganzen Eindruck den man "als Typ" auf die Ausbilder macht. Ich hab durchweg gute bis sogar extrem gute Stationsnoten, mir hat JEDER Ausbilder iE Sätze gesagt wie "sie sind ein guter, stressen sie sich nicht so, Qualität setzt sich am Ende schon durch" (stimmt eben nur leider nicht unbedingt, hier müsste ich jetzt eine Menge zu Klausuren und Lernstoff erklären, ich spare mir das mal weil ich extrem viel schreiben müsste bis ein Nichtjurist verstehen würde was ich meine). Dass ich gestresst bin, haben sie natürlich mitbekommen - aber wer ist das im Referendariat nicht. Ich hatte gerade umgekehrt das - wieder etwas arrogante, sorry - Gefühl, dass ich mich gerade bei den begabteren Justisten die ich kennen gelernt habe auch in bestimmter Hinsicht wiedergefunden habe. Ich glaube, dass AUSBILDUNGSSYSTEM ist bei Jura zwar ein Scheiss, das sagt ja wirklich jeder, aber ich glaube es wäre zu kurz gesprungen und eine angenehme Selbsttäuschung zu sagen dass die Leute die es bei Jura nach oben schaffen alle nur super funktionierende Lernmaschinen sind (dann kann man sich sagen, dass man ja fies diskriminiert worden ist, und es war nicht die eigene Schuld). Im Gegenteil, ich habe da in diversen Ausprägungen auch immer wieder Leute getroffen die mir sehr ähnlich sind; soweit das Richter betrifft sind die natürlich manchmal noch mit viel schlechteren Examensnoten eingestellt worden als es heute möglich wäre - dh die durften dann im Studium uU in einem Grad an sich scheitern, zu dem ich nicht mehr scheitern darf. Es geht mir nicht um Statistik, Gerechtigkeit, ich sage nur: Es ist mE nicht alles so schwarz weiß. zB kenne ich natürlich auch eine Menge Referendare, und GERADE die besonders guten scheinen mir eigentlich immer bestimmte Probleme zu haben. Das relativiert schon mal einiges. Die haben mE sogar fast ALLE einen Zug zu Hadern, Nervösität, stehen sich selbst im Weg.

    Ich habe momentan nur ein Problem was ich als wirklich dringend empfinde mit dem Potential dass es noch ganz unangenehm werden könnte, und das ist dass ich eben leider einen krassen Zeitdruck habe mit dem Stoff durchzukommen (die Situation ist noch etwas komplizierter und es gibt auch gewissermaßen noch eine Fallback-Option), und ich frage mich ob ich in dem ganzen Chaos was gerade in meinem Kopf herrscht mich wieder soweit runter kriege dass das Lernen wieder gut läuft.

    Aber auch hier zur Info - das was du oben von mir gelesen hast, das was du zu kennen glaubst (ob dich der Eindruck trügt oder nicht kann ich nicht beurteilen) beurteilst du "in der Meta" falsch, wenn ich deinen Beitrag lese.

    Du siehst das ganze als Kontrollverlust, als Hilferuf im Forum, so als wenn meine Situation quasi schon so schlimm ist dass ich deriliös werde. So ist das absolut nicht passiert. Ich kann das KONTROLLIEREN. Ich habe das ABSICHTLICH gemacht.

    Ich interpretiere jetzt vielleicht ein bisschen viel in deine wenigen Zeilen hinein, aber von dem was du geschrieben hast habe ich das Gefühl - wenn du deine Vermutungen aus eigener Erfahrung schreibst - dass ich vielleicht einfach deutlich härter und kontrollierter bin als du. Ich meine das wirklich nicht persönlich, ich will dich nicht beleidigen und als schwach darstellen, ich schätze dass du dir Sorgen gemacht hast. Ich sage nur noch einmal: Ich glaube du hast die Situation aus der ich die ganzen Posts heraus geschrieben habe ganz falsch verstanden. Ich kann ABSOLUT steuern ob ich solche Phasen "kriege" oder nicht - schon das Wort "kriege" klingt zu passiv, es ist eher ein "darauf einlassen". Es hängt einfach davon ab, wieviel Reflektion ich will. Wenn ich Reflektion will, reflektiere ich halt. Wenn nicht, lasse ich es; wenn ich dann ne schlechte Phase habe heißt es natürlich dass es - bei dem vielen Druck momentan natürlich etwas massivere - Probleme damit gibt dass man seine adhs-haften Impulse steuern muss (was ich ja aber eigentlich immer muss, das ALLEINE hat eben nur Probleme die ich glaube ich handeln kann) und dann zusätzlich noch was seelisches draufkommt wegen der konkreten Situation.

    Die "konkrete Situation" jetzt/heute morgen - wenn du da meinen Stresspegel messen würdest (keine Ahnung ob das hier ein adäquater Messwert wäre - aber du weisst glaube ich was ich meine), wäre er wahrscheinlich zwar für Menschen ohne meine konkrete und etwas komplizierte Situation sehr untypisch hoch, aber er wäre weitaus niedriger verglichen damit als ich zB, sagen wir mal, in der Woche versucht habe 5 Stunden am Stück konzentriert zu arbeiten, aber ich habe das nicht kontrolliert bekommen. Und er wäre, glaube ich, immer noch niedriger als in einer Phase in der ich dann manchmal auch Entspannung mit der Brechstange versuche und dann erst mal nur mit Stress reagiere.

    Was ist gerade schreibe ist nicht super ausgedrückt - ein neuer Versuch: Wenn ich jetzt eine Ambulanz anrufen würde (dafür gibt es aber keine Notwendigkeit), und der Arzt fragt mich "was ist denn los", dann würde ich ganz einfach sagen: Ich hab ADHS; normalerweise kriege ich ads z

    Ich hab mir das diese Woche ganz bewusst "erlaubt" - normalerweise mache ich sowas nicht so in Reinform, Hintergrund war bei mir dass ich a. über die MPH-Wirkung reflektieren wollte und b. dass ich mal mehr über die Burnoutsache nachgucken musste und dafür muss ich natürlich in den "Reflektionsmodus".
    Geändert von repters (15.08.2012 um 13:11 Uhr)

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    So, ich schließe das ganze hier erst mal ab. Ich habe ehrlich gesagt ein etwas schlechtes Gewissen; ich habe mich einfach total auf mich selbst konzentriert, und langsam verstehe ich auch dass ich, wenn ich mehr Erfahrungen mit dieser Art von Forum hätte, ein paar Sachen hätte zur Einleitung GANZ klar stellen müssen damit sich niemand Sorgen macht/da etwas hineininterpretiert was ich nicht gemeint habe. Ich habe ja schon am Ende meiner Nachposts genau dieses Gefühl gehabt und das dann noch versucht, es war wohl zu wenig, zu spät, zu undeutlich.

    Ich dachte es ist klar wie ich das meine, denn ich habe NIRGENDWO geschrieben "oh mein Gott, ich fühle mich so hilflos und will dass sofort Mami/ein Arzt/Obama kommt und mich rettet, sonst springe ich gleich aus dem Fenster". Und auch nicht "ich fühle mich als Opfer, komme mit meinem Leben nicht klar, habe die destruktiven Impulse XYZ." Dass ich gewissermaßen völlig auf Fremdhilfe angewiesen wäre und das da so als Hilferuf gemeint habe.

    Ja, ich habe einen teilweise sehr starken Leidensdruck mit der ganzen adhs-Geschichte. Aber das äußert sich bei mir nur so wie es sich schon immer geäußert hat. Extreme Unruhe, Burnout wenn ich das ignorieren will und dagegen pushe, Schlafprobleme gegen die ich gewisse Gegentechniken entwickelt habe. Das ist ein ständiger Kampf mit mir selbst, den ich manchmal gewinne und manchmal verliere.

    Aber es schlägt wirklich NIE in einer anderen Weise durch. Keine Drogen, keine Aggression gegen mich oder andere. Keine impulsiven Sachen die Schwachsinn sind, ich kauf keinen Unsinn, ich will nicht jemanden den ich gar nicht kenne heiraten.

    Es ist "nur" das Konzentrationskontrollunfähig keit/Stress/Burnout/Schlaf-Ding für mich, wenn auch eben teilweise SEHR stark.

    Ich glaube immer noch, am Ende wird diese etwas widerliche Lebensphase für mich schon irgendwie so zu Ende gehen wie die letzten auch - es ist Gehänge und Gewürge, ich muss einen gehörigen Druck auf mich ausüben, ich habe immer wieder Phasen wo ich total die Wand hochgehe. Aber irgendwie wird das ganze so zum Abschluss kommen, dass ich mit dem Resultat leben kann. Mittelfristig muss ich dann ein paar Weichen wieder schlauer/neu stellen, aber das ist ja auch nicht ganz ungewöhnlich - man wird älter und lernt sich besser kennen.

    Noch mal: Mir tut es echt leid, wenn ich unabsichtlich falsche Eindrücke erzeugt habe.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 13:40 Uhr)

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    @Gluehops: Hmm, ich glaube wirklich, ich habe manchmal einen sehr viel direkteren Zugriff auf meinen eigenen Gedankenfluss als die Leute die ich bisher so treffe. Das ist auch was, das ich nicht als unangenehm empfinde. Das ist eben auch das was ich mit "Hyperreflektion" meine. Es strengt mich auch nicht mal an o.ä., es ist in keiner Weise ein psychischer Ausnahmezustand in dem Sinne dass mich das irgendwie verstört oder so. Ich hab früher gedacht das sei auch bei anderen so. Kann ja sein dass es auch andere gibt die zu so was neigen; die meisten Leute die ich kenne scheinen sich selbst gegenüber irgendwie eine viel schwächere Wahrnehmung zu haben als ich. Ich hab auch sehr oft die Situation, dass ich ein bestimmtes Gefühl/Problem in Worte kleide weil ich denke die andere Person kennt das auch, und für mich ist es gar keine große Sache - ich empfinde das uU oft "so bewusst", ich sage es dann halt nur mal - und dann reagieren die anderen Personen plötzlich ziemlich stark, vielleicht weil sie das Gefühl vorher schon gehabt haben aber es irgendwie etwas unbewusster ablief. Vielleicht habe ich Selbstbeobachtung einfach viele Jahre lang stark geübt, das hilft bestimmt auch sehr. Hmm, ich hätte echt mal Lust später Bücher zu schreiben die was mit emotionalen Themen zu tun haben. Ich hab ständig für so was Ideen...
    Geändert von repters (15.08.2012 um 13:43 Uhr)

  8. #28
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Du hast keinen "falschen" Eindrücke erzeugt, sondern genau die "richtigen". Die sind allerdings nicht im Inhalt deiner Zeilen zu finden, sondern im Drumherum. Typisch für eine Manie ist übrigens, dass man sich großartig fühlt und kerngesund.

    Außer meinem nochmaligen dringenden Rat zum Arzt zu gehen, wünsche ich dir alles Gute...vor allem, dass es noch lange gut geht...was ich allerdings auf Grund meiner bisherigen Erfahrung bezweifle.

    Keine Sorge: Ich schreibe hier nicht mehr, weil du zur Zeit nicht erreichbar ist. Das gehört leider aber auch zu dem Krankheitsbild, wenn es das ist, was ich vermute...

    LG Amn

    Schade nur, dass ich nicht mehr erfahren werde seit wievielen Stunden du jetzt schon schlaflos bist. Wann man schläft, ist eigentlich relativ egal, aber dass man ausreichend schläft, mindestens 7 Stunden am Stück, das ist für die Gesundheit wichtig...braucht JEDER Mensch. Auch in dieser Hinsicht wünsche ich dir baldige Genesung.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Hey, keine Panik schieben. Ich wollte mich weder vom Forum abmelden noch meinen PC in den Müll schmeißen. Ich meinte vorhin nur, ich mach jetzt mal nen Tag Pause nachdem ich so extrem viel Zeugs geschrieben hab. Du kannst mich gerne warnen, ich hab nicht das Gefühl da was wütend abwehren zu müssen ,-).

    Ich finds nur komisch, dass Gluehhops es als total zusammenhangslos empfindet was ich geschrieben hab. OK, es ist ziemlich assoziativ, aber ich selbst sehe nach wie vor einen sehr klaren roten Faden, wenn es auch manchmal eben ziemlich rechts und links abweicht und dann wieder zurückkommt. Normalerweise kontrolliere ich mich beim Schreiben besser damit das nicht passiert, aber wenn ich spreche passiert es mir oft dass es so endet wenn ich nicht aktiv dagegenhalte. Ich empfinde das trotzdem in bestimmter Hinsicht als stringenten Text, nur eben als einen mit sehr eher hohem "Assoziationsschwierigkeitsgra d". Die Stringenz liegt halt für mich hier in einer bestimmten Abfolge/Verknüpfung von Emotionen die ich logisch und fast zwingend finde. Wenn es wirklich nur Becher-Nagel-Ordner-Fernseher gewesen wäre, hätte ich mir das ganze gespart. Naja, kann ja jeder anders sehen ;_). @Gluehhops: Hast du dir das Video mit dem Mädel mal angesehen? Findest du das auch sinnlos? Vielleicht meinst du auch "sinnlos" anders - natürlich will sie mit der Geschichte nicht INHALTLICH irgendwo hin, die Geschichte hat keine Moral, Lehre wie Max und Moritz etc. Für mich liegt der "Sinn"/die Stringenz und auch der Spaß des Videos einfach darin dass man mit Assoziationen einer fremden Person konfrontiert wird, die aber andererseits begabt genug ist dass die Assoziationen so funktionieren dass die anderen Personen AUCH nachvollziehen können wie sie passiert ist (vielleicht nicht komplett, aber annähernd). Das ist für mich ganz grundsätzlich ein starkes Glücksgefühl - wenn man sich in einer anderen Person so wiedererkennt, wenn man sich mit der auch auf sprachlicher Ebene so unterhalten kriegt dass man sowas transportieren kann. Aber wie gesagt, ich finde nur sehr wenige Menschen mit denen das klappt. Vielleicht sind die meisten in der Selbstwahrnehmung etwas abgestumpft.
    ----------------------------------
    Aber Amneris: Ohne ewig nachkarten zu wollen - ich habe das Gefühl dass das Mädel genau dasselbe macht wie ich. Natürlich hat sie nicht die gleichen Gegenstände wie ich mit denen sie sich beschäftigen kann - die könnte schon keinen Emotionsbericht über die Wirkung von MPH bei ihr schreiben weil sie noch gar keine Sprache dafür hat, und das ist auch gut so. Aber wenn ich recht habe und das iE das gleiche/sehr ähnlich ist, musst du entweder 70% der Kinder als psychisch krank diagnostizieren (und zwar gerade die besonders kreativen und intelligenten), denn die erzählen ständig für andere krass unzusammenhängende Geschichten die voll sinnlos sind - oder man sagt dass bei Erwachsenen krank ist was bei Kindern sogar so sein SOLL. Fände ich beides nicht überzeugend. Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann etwas in der Mitte; ich gestehe zu, dass ich auch ein bisschen runterkommen muss, nicht so viel reflektieren und assoziieren und mal mehr raus aus dem Haus und mit Freunden ein Bier trinken. Und du könntest uU einsehen dass der Grund warum du bei mir sofort und sehr vehement eine Krankheit siehst (die DRINGEND zum Arzt gehört ^.^) vielleicht auch etwas sein könnte was dich vielleicht in Wirklichkeit nur selbst betrifft.

    Ich sollte mir mal ansehen was du hier so geschrieben hast... aber ich hatte auch gleich ein "bestimmtes Gefühl" bei dem was du geschrieben hast, kann natürlich total in die Irre gehen. Ich hab ein wenig den Verdacht, dass du dir natürlich auch ehrlich Sorgen gemacht hast - was ich nett finde -, aber vielleicht projezierst du auch ein wenig deine Probleme auf mich? Du sagst ja selbst, du würdest bei den entscheidenden Stellen von meinem Text wegdrehen und etwas aus den "Umständen" lesen. Du sagst das sei deine Intuition. Ich hab ein bisschen das Gefühl: Dass du vielleicht manchmal/in bestimmter Weise so nachdenkst wie ich das hier aufgeschrieben/beschrieben habe (was immer das jetzt heißt - adhs-haft assoziativ, stark gefühlswahrnehmungsbezogen, von mir aus leicht manisch, was auch immer) - und das kannst du dann natürlich wiedererkennen -, und dann aber emotional ein ganz anderes Verhältnis dazu, eine andere Verarbeitung hast. Vielleicht liegen DEINE Probleme ja primär auf der Ebene der Auseinandersetzung mit deinen Gefühlen, vielleicht bist du da auch ein bisschen angeschlagen. Ich könnte absolut verstehen wenn du dann schwer akzeptieren könntest wenn jemand anderes, der vordergründig über "dasselbe" nachzudenken/zu schreiben scheint, das auf der Ebene der emotionalen Verarbeitung dann ganz anders empfindet, damit vielleicht ganz anders klarkommt als du. Dass wo du vielleicht verdrängen willst aber nicht kannst, eine andere Person Offenheit und klare Gedanken als Befreiung und Entspannung, als "Ausflug" von der im Alltag wegen der ADHS-Sache erforderlichen Selbstkontrolle empfindet.

    Sorry, aber ich finde ich habe die "Logik" auf meiner Seite: Wenn ich mir (manchmal) zugestehe assoziatisch und sprunghaft zu denken, wenn ich gelernt habe das sensibel wahrzunehmen was bei mir assoziativ passiert, das in bestimmtem Maße auch in Sprache halbwegs ausgedrückt zu kriegen. Wenn mir das manchmal Spaß macht mit sowas rumzuspielen (ich hab ja nicht IMMER Lust da drauf, und ich kann auch nicht NUR das). Dann muss ich mich doch in solchen Phasen viel weniger kontrollieren. Es ist eben genau wie das Mädel in dem Film. Die hat genau wie ich etwas sprunghafte Impulse, und in der Schule würde sie dann wahrscheinlich sitzenbleiben und aufpassen müssen, aber wenn sie spielt darf die Hexe dann plötzlich zur halben Piratin werden. Wo ist denn da das Problem? Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass die "normal" und "richtig" ist wenn sie immer so funktioniert dass alles schön erwachsenenmäßig stringent ist, und wenn sie sich mal erlaubt ne Runde chaotische Geschichten von dem Dorf mit Regenbogen zusammenzufantasieren ist sie psychisch krank?

    Guck dir doch mal an, was auch im Erwachsenenbereich absolut üblich ist. Wie funktionieren denn die meisten PC-Spiele, die inzwischen auch viele Erwachsene spielen. Was ist denn bitte Harry Potter - das ist doch inzwischen sogar ein gesellschaftlicher Trend, man nimmt etwas was aus der Kinder/Fantasy-Ecke kommt und macht es etwas mainstreamfähiger.

    So funktioniert doch letztlich alles, was Menschen auch zur Realitätsflucht benutzen. Realitätsflucht ist nicht nur normal, das ist NÖTIG, man kann es natürlich nicht IMMER und zwanghaft machen.

    Hast du ein entspanntes Verhältnis zu Realitätsflucht und deinen eigenen Gefühlen, die auch mal etwas ungefiltert an dich ranzulassen? Wie gesagt, ich weiß nix von dir und kann deswegen nichts behaupten. Aber interessieren würde mich das schon mal angesichts dessen was du hier so geschrieben hast.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 14:40 Uhr)

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    "Erinnert mich an einen vermeintlichen Alkoholiker, der bei der MPU nicht gewinnen kann. Wenn er sagt er hat kein Problem heißt es, er leugnet es und wenn er es zugibt ist der Lappen auch weg."

    -> eben. Und sorry an Amneris, aber ich würde sogar noch einen drauflegen und sagen dass bei einer MPU-Stelle, die so funktioniert, EIGENTLICH was mit der Person auf der ANDEREN Seite des Tisches nicht stimmt ^.^.

    Edit: WHAT? Hast du eine ganze Seite überlesen? Das Video mit der Geschichte die sich das 5jährige Mädel ausgedacht hat... ich hatte einen Link gepostet...

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