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Diskutiere im Thema Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_( im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Könnte auch daran liegen, dass du gar kein ADHS hast, repters...Du benutzt selbst sehr häufig das Wort "manisch" und beschreibst extreme Schwankungen. Hast du bzw. deine Ärztin schon einmal an eine bipolare Störung gedacht? Die PIA, in der du behandelt wirst, ist das die Klinik Eppendorf? Wenn nicht, würde sich ein Termin dort bestimmt lohnen...kann ich mir vorstellen...um ganz sicherzuegehen...

    Gruß, Amn

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    repters schreibt:
    Hintergrund war die einfache Rechnung, dass ich momentan oft Tage habe wo ich mich kaum 2 Stunden überhaupt konzentriert kriege, gleichzeitig aber am selben Tag 7 Stunden hadere und im Hinterkopf "abchecke" ob ich jetzt gerade arbeiten könnte und irgendwie genau denselben Stresspegel hab wie beim arbeiten! Meine Überlegung war, dass ich vielleicht von den 7 Stunden mal 5 mit Sex, Meditation oder Spazierengehen verbringen könnte, vielleicht würden dann ja aus den 2 Stunden ganz automatisch zumindest mal 4 (was natürlich meinen Ansprüchen nicht genügen wäre, aber 4 entspannt-konzentrierte Stunden wäre schon mal mehr als jetzt). Und beim Umsetzen hab ich wieder gemerkt, dass mich Spazierengehen oder einfach ruhig sitzen und gar nichts tun erst mal stresst und schwierig für mich ist. Ironischerweise habe ich da ein wesentlich stärkeres Stressgefühl als beim Arbeiten. Deswegen "entspanne" ich mich inzwischen oft mit Sachen bei denen ich einen hohen Stresspegel fahren kann bzw. er sogar hilft, zB mit kompetitiven PC-Spielen, Zeitunglesen (wobei ich automatisch ein hohes Tempo kriege) etc. Inzwischen denke ich nur: Wenn man nicht mal mehr in Ruhe spazieren gehen kann, ist auch irgendwas mit der Stressbewältigung falsch.
    Japp, das Phänomen ist auch unter dem Stichwort DISSOZIATION bekannt geworden.

    (Du schreibst zwar von einer Abspaltung von Berufs- und Privatleben, meinst aber wahrscheinlich - ich will Dir nix in den Mund legen - die Abspaltung von Gefühl- und Gedankenleben. Damit hättest Du die klassische Dissoziation beschrieben.)

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Ehrlich gesagt konnte ich mit dem Begriff "Dissoziation" bis eben nix anfangen... ich hab das mal am Rande gehört/gelesen, ich meine in dem Begriffspaar "dissoziative Persönlichkeitsstörung", aber ich habe nie dazu nachgelesen.

    Jetzt spontan bei Wikipedia habe ich zwei wieder sehr gegensätzliche Eindrücke:

    1. Sorry, aber "Dissoziation" scheint mir genau so ein Wischi-waschi-Gebiet zu sein wie "ADHS" und "Burnout". Wenn ich schon lese "bei Dissoziationen handelt es sich um eine vielgestaltige Störung" - sorry, das ist nur ein anderer Ausdruck für "wir konnten es nicht definieren". Ehrlich gesagt ist für mich die Existenz von Rosenkohl auch eine "vielgestaltige Störung". Das Zeug ist auf SO vielen Ebenen widerlich!!! Auch die Definition oben auf der Seite enthält "kann als ein Defekt der mentalen Integration verstanden werden" - naja, eine psychische Krankheit wird also definiert dadurch dass man psychisch krank ist? Sorry, aber als Jurist kann ich schlechte von guten Definitionen unterscheiden, und entweder der Wikipedia-Autor konnte gar nichts oder "Dissoziation" ist schon wieder so eine Chimäre aus der ich nicht schlau werde und über die ich erst mal 100 Stunden nachdenken müsste weil die Psychiater ihren Job nicht gemacht haben.

    2. Es gibt eine Sachen aus dem Wiki-Artikel, über die ich kurz nachgedacht hatte, nämlich dass da auch Hunger und Durst angesprochen werden;

    ich habe mich in den letzten Jahren häufiger damit beschäftigt, dass ich bzgl. Hunger und Schlaf uU merkwürdige Besonderheiten habe. Auch hier ist es aber wieder sehr kompliziert, es würde sich genauso gut über 1. adhs/Hochbegabung 2. Burnout 3. "das ist bei jedem manchmal so" erklären lassen:

    Ich hab zwar manchmal Hunger wenn ich Sport gemacht habe bzw. Appetit wenn ich etwas lecker finde, aber an einer Stelle funktioniert mein Hungergefühl NIE: Das ist die Frage ob mein Gehirn unterzuckert ist. Ich leide manchmal anscheinend unter ganz massiven Unterzuckerungen, bekomme eine immer extremere starke Steigerung der Symptome die ich jetzt mal weiter als adhs-haft bezeichne, und nachdem ich etwas esse wird es ganz plötzlich extrem viel besser und werde auch extrem viel ruhiger. Ich bin auf der einen Seite oft dafür angestaunt worden dass das bei mir so funktioniert, was dafür sprechen würde dass ich hier "ungewöhnlich" bin und eventuell ein Krankheitsbild vorliegt. Auf der anderen Seite sind mir ehrlich gesagt medial VIELE Fernsehserien, Filmstellen etc. in Erinnerung wo jemand sagt dass er grantig ist und dann rauskommt dass es daran liegt dass er nichts gegessen hatte. Das spricht dafür dass NIEMAND das "Unterzuckerungsgefühl" hat und alle nur das normale "Hungergefühl". Vielleicht habe ich das ganze nur als einer der wenigen festgestellt, weil sich die anderen nicht so genau beobachten wie ich?

    Die zweite Sache ist die mit dem Schlaf - ich habe ja glaube ich schon geschrieben, dass ich da schon als Kind extreme Probleme mit hatte. Irgendwie scheint das Müdigkeitsgefühl bei mir total kaputt zu sein. Wenn ich meinem Körper freien Lauf lasse, würde ich sehr oft 24 Stunden hindurch wach sein, dann in eine totale Erschöpfung kippen (es ist dann auch definitiv eher ein "Erschöpfungs"- als ein Müdigkeitsgefühl - ich habe Müdigkeit in meinem Leben ab und zu mal gehabt wenn ich besonders zufrieden war, wenn ich mich besonders sicher/gut gefühlt habe - aber es ist doch wohl bei jedem so, dass man auf Zufriedenheit auch mit Müdigkeit reagiert - und meine daher das unterscheiden zu können) und 14 Stunden aufwärts schlafen und am nächsten Morgen fängt dann alles von vorne an. In einem solchen Schlafrhythmus geht es mir aber gar nicht mal so schlecht. Das, was andere Leute sagen - "ich war abends so müde dass ich die Augen kaum wachhalten konnte" - das hatte ich so stark noch nie, das kann ich mir ehrlich gesagt nicht einmal vorstellen. Ich muss allerdings dazu sagen dass ich mich abends wirklich in einer ganz zufriedenen Weise "müde" gefühlt habe als ich MPH genommen hatte.

    Was mich wieder zum eigentlichen Punkt bringt - Dissoziation ist wieder nur ein Schlagwort:

    a. adhs würde als Erklärung genauso gut funktionieren. Ich habe sogar in einem Artikel gelesen, dass GENAU meine Probleme auch zunehmend mit adhs in Verbindung gebracht werden obwohl es früher wohl nicht so üblich war (ich weiß nicht wie gerne hier Verlinkung gesehen wird, aber der link wäre ADHS und Schlaf : Probleme beim Einschlafen und Aufwachen bei ADHS / ADS / HKS). Es könnte ja einfach sein dass ich adhs habe und daher "zu viel denke" um abends runterzukommen. In dem Artikel wird sogar vorgeschlagen MPH nur zum EINSCHLAFEN zu nehmen - und ich könnte mir nach meinen bisherigen (kurzen) Erfahrungen auch gut vorstellen dass das bei mir sehr gut funktioniert. Wenn ich MPH sonst nicht nehmen würde, DA finde ich die Wirkung bisher 100% positiv.

    b. Auch Burnout passt wunderbar - zu viel Stress zum einschlafen, und ich habe ja gesagt dass mich starke Zufriedenheit auch extrem müde macht - Theorie ist daher einfach zusammengebastelt: Bei Zufriedenheit ist der Stress weg und schon funktionierts wieder normal, Antiburnoutsachen drauf, Problem gelöst.

    c. ... und ich kenne auch andere Personen die sehr schlecht zur Ruhe kommen abends.

    ---
    Edit: Extrem gegen die These dass es "nur" an Burnout liegt spricht, dass ich viele sehr starke Symptome um die es mir hier geht (defektes Schlafgefühl, Unruhe, hohes Sprachtempo, manische Phasen wenn ich unruhig bin) schon habe seit ich ganz klein bin. Da stehen sogar schon bei meinem Zeugnis aus der Grundschule Sachen zu - ich kann ja nicht die letzten 20 Jahre Burnout gehabt haben (zumal ich später in der Schule wirklich gute Noten ohne jede Anstrengung hatte - das hat sich irgendwie wie von selbst geändert). Meines Erachtens spricht das dann aber wieder eher für adhs. Zumal MPH die Symptome wirklich wegzaubert. Würde es denn Sinn machen dass MPH so extrem durchschlagend wirkt, und auch noch in voller Breite auf eine extreme Bandbreite von Eigenschaften von mir die alle mit adhs in Verbindung stehen sollen, wenn ich eine "Dissoziation" hätte? Wie gesagt, ich verstehe nach wie vor nicht was das sein soll. Ich hab nur den leisen Verdacht, dass es außer mir auch keiner weiß.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 08:33 Uhr)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    @Eiselein, bzgl. " Dann gibt es noch den Spezialfall ADHS + Hochbegabung. Leider wird dieser Bereich bis heute selbst von den ADHS-Spezis sehr stiefmütterlich behandelt. Fest steht, dass beim gleichzeitigen Vorhandensein einer Hochbegabung und ADHS die Gabe von Mph teilweise fuzzilogisch wirken kann. Wenn Du beschreibst, dass Du unter Mph nicht mehr so gut und schnell assoziieren kannst, ist das EIN SINN von Mph, dass die Birne abgebremst wird. Und ein "normaler" ADHSler erlebt den Vorgang tatsächlich als hilfreich. Bei einem Hochbegabten kann sich tatsächlich das Gefühl entwickeln, dass die Birne langsamer arbeitet, dass man selber irgendwie dämlicher geworden ist. Viele hochbegabte ADHS-Künstler klagen dann auch - recht unspezifisch - darüber, dass ihre Kreativität nachlasse. Dieses Nachlassen der Kreativität des Gehirns ist eigentlich ein erwünschtes Ergebnis, weil es das Gehirn des "normalen" ADHSlers erst befähigt, an einer konkret gestellten Aufgabe auch dran zu bleiben, und nicht "kreativ" abzuschweifen. Der Hochbegabte will jetzt unter Umständen gerade das kreative Abschweifen und fühlt sich unter Mph eingeengt. Das gibt es.":

    Ich bin etwas zerrissen, weil ich versuche nicht zu arrogant klingen, aber ich glaube die Hochbegabung ist bei mir recht klar. Das ist mir schon immer gesagt worden, durch die Schule, in der Uni (von Professoren, Wissmits, Mitstudenten in ganz verschiedenen Situationen ohne sonstigen Anlass), auch außerhalb. Es ist auch wirklich so, dass mir fast alles wesentlich leichter fällt als Leuten die ich sonst kenne. Es gibt komischerweise keinen speziellen Bereich den das betrifft (dabei hatte ich mal gelesen, Hochbegabung sei eher Inselbegabung?);

    - ich lerne sehr leicht Fremdsprachen (ich muss natürlich die VOKABELN lernen - ich meine dass die Umsetzung von Grammatik und Vokabeln in "flüssige" Sprache bei mir sehr schnell funktioniert) und bin gegenüber Nuancen in der Sprache sehr sensibel,
    - ich nehme sehr genau soziale Verhaltensweisen und - spielregeln wahr (manchmal ist das allerdings auch eine Belastung, weil man dann zuviel nachdenkt. Gerade bei der Wahrnehmung von Spielregeln scheint meine Wahrnehmung mit der von anderen oft auseinanderzufallen; ich nehme oft schon beim Erklären der Spielregeln wahr, wenn diese sehr leicht ausnutzbar sind und das Spiel deswegen blöd konstruiert ist, zB bei Gesellschaftsspielen. Freunde von mir die eher wie ich sind verstehen auch schnell was ich meine - ich bin KEIN Querulant, es geht mir ja nicht um mich, die Regeln sind einfach oft blöd. Andererseits macht es mir immer großen Spaß Leute zu beobachten, und meine soziale Beobachtungsgabe führt dazu, dass ich in sozialen Situationen oft ohne große Anstrengung Situationen so lenken kann wie ich es geplant habe. Das ist etwas, was mir mit den Jahren immer mehr Spaß macht, weil es natürlich eine Form von Machtausübung ist in gewisser Weise. Da ich absolut keine sadistische Ader habe, ist das aber glaube ich kein Problem. Beim einzigen Bereich, bei dem ich hätte Gefahr laufen können damit sozial Schaden anzurichten - Frauen "ins Bett zu kriegen", sorry für die Formulierung, bin halt ein Mann - hindert mich gleichzeitig eine relativ große Empathie daran, jemanden so auszunutzen dass ich schon weiß dass sie später damit unglücklich wäre. Die etwas paradoxe Folge ist, dass ich öfter Möglichkeiten für one night stands hatte aber das noch nie gemacht habe - obwohl meine Sexualität wirklich sehr "normal" funktioniert)
    - ich bin glaube ich ziemlich gut in Mathe (ich hatte zB Physik und Mathe LK in der Schule und hatte nicht das Gefühl gefordert zu sein) und räumlichem Denken.
    - bei unserem Uni-Auswahltest, der einem Standard-Intelligenztest wohl ziemlich nahe kommt und recht ausgeklügelt ist (wenig bildungsbezogene Fragen, sondern vor allem logische und sprachliche Spiele), war ich auch in fast allen Bereichen gleich gut und war meist nahe an oder auf dem maximal erreichten Ergebnis.

    Insgesamt gesehen brauche ich einfach in so gut wie jedem Bereich viel weniger Übung als andere Leute um bestimmte Resultate zu erreichen. Es gibt ein oder zwei merkwürdige Ausnahmen (ich habe zB einen sehr schlechten Orientierungssinn, was ich besonders merkwürdig finde weil mein räumliches Denken sehr gut ist... ich habe zB sehr schnell Autofahren gelernt und kann sehr gut einschätzen wo bei Tennis, Tischtennis, Fußball der Ball hinfliegen wird, aber selbst wenn ich einen Weg schon 10mal gegangen bin fällt es mir oft schwer zu sagen ob ich beim 11ten mal gerade richtig gehe), aber da sollte man glaube ich nicht irgendwelche Störungen reininterpretieren. Vielleicht passe ich einfach beim rumlaufen nicht so auf, weil es mir nicht so wichtig ist mir den Weg zu merken.

    Ich verstehe nur nicht so recht, wo Hochbegabung hier eine Rolle spielen soll und wieso MPH dann anders wirken soll.

    iE ist es ja auch egal für mich. Ich habe gar keinen Ehrgeiz, hier irgendetwas unter Beweis zu stellen - wie gesagt, das ganze Thema ist mir eher etwas unangenehm weil ich Sorge habe als hochnäsig wahrgenommen zu werden. Ich will mich was MPH angeht einfach darauf konzentrieren
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    Äh, Nachtrag, praktisches Update zu MPH und Begründung warum ich hier mal abbreche und morgen weiterschreibe: Ich hab vor ner Stunde oder so MPH genommen, und dann das Geschreibe hier angefangen. Es fällt mir zunehmen schwerer, den Thread weiterzuschreiben. Das liegt nicht daran, dass ich mich nicht konzentrieren kann. Ich werde immer ruhiger, einziges unmittelbar negatives Gefühl ist dass mir leicht übel ist. Ich könnte mich ohne Probleme konzentrieren hier was zu schreiben. Der Grund warum ich jetzt irgendwie "hänge" ist, dass ich nicht mehr das Gefühl habe "etwas zu sagen zu haben" wie vorhin. Es lässt sich schwer erklären - es fehlt einfach der Impuls der mich vorhin hier hingetrieben hat. Natürlich, ich könnte jetzt hier weiterschreiben. Es kommt mir einfach sinnlos vor, ich hab irgendwie keine Lust. Ich möchte mich nur noch hinlegen. Das kenn ich sonst gar nicht von mir, es ist irgendwie gespenstisch, etwas erschreckend. Es ist nicht das Gefühl von etwas - Kopfschmerzen, Nervosität, was sonst so als MPH-Nebenwirkung genannt wird. Es ist die Abwesenheit von etwas, und ich muss sogar nachdenken bis ich das diffuses Unbehagen dass ich noch hab in Worte kleiden kann, ich überlege wirklich einzelne Formulierungen und checke im Kopf ob das passt - das mache ich sonst NIE!!! Das muss doch wohl von selbst kommen??? Das ist doch schlimm. Ich hab manchmal so "Miniassoziationen", zB habe ich mich kurz gefragt ob ich "Nervosität" oder "Nervösität" schreiben muss, normalerweise würden meine Gedanken dann von selbst parallel zum Hauptstrang in diese Richtung etwas abdrehen und dann wieder zurückkommen, den Hauptstrang würde ich solange offen halten (ich empfinde das oft eigentlich eher als schnelles vor- und zurückwechseln) zum richtigen Zurückkommen (dh zum Abschließen des Nebenstrangs) müsste ich mich aber leicht zwingen. Jetzt KÖNNTE ich darüber nachdenken - und ich hab mich dann auch kurz gezwungen, weil ich ja was schreiben musste - aber es ist ganz anders als vorher. Sonst wäre sowas ein "Drang", jetzt ist es irgendwie eine lästige "Aufgabe"... ich MUSS mich damit beschäftigen um meinen Satz schreiben zu können, wie BLÖD, na gut, dann mache ich das mal - ich kann das ganz schwer beschreiben, aber es fühl sich sehr widerlich an. Ich muss jetzt entweder ins Bett oder Kotzen, ich glaube aber das Kotzen wäre eher emotional bedingt als physisch.

    Edit: Wenn das ist wie sich "normale" Menschen fühlen, dann können die mich alle mal. Wie arm wäre denn dann bitte deren Leben??? Kein Job der Welt ist es wert dass man sich geistig so tothaut. Wo sind denn die Emotionen??? Ich verstehe das ganze nicht.

    Edit: Vorhin hab ich meinen eigenen Thread nach dem Schreiben noch öfter durchgelesen, ich hätte mich zwingen müssen das nicht zu machen. Jetzt habe ich dazu NULL BOCK, es wirkt total lästig. Ich habe es probiert, aber ich muss über jeden Satz nachdenken, was soll das?!!

    Sorry, aber jetzt verstehe ich warum Depression als Nebenwirkung von MPH angegeben wird. Das ist wirklich als wenn man mit dem Staubsauger kommt und aus der Welt alle Farben raushaut. Das ist ja eine Scheiße. Wenn man nach innen guckt, sollte da doch etwas sein dass man bändigen muss, dass nach aussen will. Man will sich doch irgendwie mit sich beschäftigen. Wie will man sich denn mit sich beschäftigen wenn da gar nichts ist??? Wenn nichts von innen kommt, wenn man sich auch einfach auf einen Stuhl setzen und in die Luft gucken kann. Was soll dann das ganze?

    -- Ich hab das noch mal sacken lassen. Vielleicht lerne ich ja irgendwann mit MPH umzugehen, vielleicht stumpfe ich ja ab und kriege einen neuen Begriff von "Normalität" für die MPH-Phasen. Ich sage nur, dass die eine ver****te Wirkung die von MPH EXTREM EXTREM heraussticht, die ich ganz extrem selbst erlebe dieses "Abstumpfen" ist. Wie kann es sein, dass andere das Zeug nehmen und nur berichten dass es sie konzentriert und arbeitsfähig macht??? Was ist denn da los. Es geht mir sogar EIGENTLICH gut unter MPH. Es gibt keine richtige unmittelbare negative Nebenwirkung. Ich bin einfach fassungslos wie sich innerhalb nur einer Stunde meine Welt total verändert hat, und mir FEHLT einfach was. Dass ich gedanklich plötzlich manuell "arbeiten" muss ist AN SICH nicht unangenehm, vielleicht könnte ich mich daran gewöhnen. Es macht mir irgendwie Angst, weil das meine ganze emotionale Realität, mein ganzes Selbstbild zum Zusammenstürzen bringt. Sorry, ich kann auch nicht definieren was Identität ist, aber das bin einfach nicht ich. Das stellt jeden einzelnen Gedanken in Frage den ich in 28 Jahren gehabt habe.

    Wenn es das ist wie sich die meisten anderen Menschen meistens fühlen, dann sorry, mit eurer Welt will ich NICHTS zu tun haben!

    Vielleicht bin ich ja normalerweise manisch-hyperaktiv - aber DAS HIER soll die Alternative sein? Sorry, nein danke.

    --

    Nachtrag: Ganz interessant ist eigentlich, dass ich zuerst geschrieben habe ich könnte nicht weiterschreiben - und es stimmt auch, die Änderung waren extrem wahrnehmbar und haben mich sehr erschreckt (und es war überraschend plötzlich! MPH scheint mir mir überhaupt extrem plötzlich anzufangen zu wirken. Ich dachte es baut sich über eine Stunde langsam auf - bei mir schien es bisher fast eine Stunde gar nicht zu wirken, und dann plötzlich innerhalb von 1-3 Minuten von gar nicht auf voll. Ich habe bei den ersten zwei Einnahmen ein komisches Knistern im Arm gehabt (Bereich der Elle), wo ich es das erst mal festgestellt habe. Vielleicht baut sich die Wirkung natürlich auch langsam auf und es ist nur meine Wahrnehmung die plötzlich einsetzt, keine Ahnung.). Vielleicht ist ja gerade doch noch ein Rest "Manie" (so nenne ich es jetzt mal). Vielleicht kann ich mich mit "diesem" Gefühl langfristig auch abfinden, zumal ich jetzt immer noch schreibe. Ich scheine ja nicht 100% verblödet worden zu sein.

    Aber es ist wirklich GENAU so wie wenn man Musik laut hört - und man kann dann bei komplexer Musik auch alle "Nebenmelodien" hören, checkt mal den Verweis den ich im Musik-Thread auf "Hysteria" von MUSE gesetzt habe - und man dreht dann die Lautstärke auf 30%. Man hört noch die Hauptmelodie, aber der Rest ist irgendwie weg. Dafür ist das ganze einfach zu leise. Wenn man ohnehin gechillt ist/das Lied nicht kennt/nicht manisch drauf ist, ist die Hauptmelodie wahrscheinlich auch ok (in solchen Phasen würde ich allerdings nie diese Art von Musik hören, weil das einfach keinen Sinn machen würde... da passt Jazz etc. doch viel besser). Aber man hat irgendwie das Gefühl vom Lied gar nicht mehr so viel mitzubekommen.

    Mir kommt es langsam so vor als wenn MPH bei mir wirklich genau wirkt wie es soll, und es eigentlich auch alle meine Probleme 100% löst, aber ich mich einfach an einen Zustand der adhs-haften leichten bis mittelschweren Manie 28 Jahre lang SO gewöhnt habe, dass es sehr schwer für mich ist zu akzeptieren dass es noch einen anderen Normalzustand geben soll.

    Hey, inzwischen kann ich sogar wieder klarer denken. Ich hab kurz darüber nachgedacht den Kram von oben wegzulöschen - aber wahrscheinlich ist es für die anderen gerade interessant.

    ----
    Witzig, das ist gerade ein wirklich interessantes Experiment. Das extreme Gefühl der "Verarmung" vom Anfang hat sich weitgehend gelegt. Es ist jetzt eher ein angenehmes Gefühl da... ich fühle mich primär leicht müde - aber nicht unangenehm, und es ist ja auch schon halb vier. Allerdings wäre ich jetzt normalerweise AUF KEINEN FALL müde. Und es kam ja auch total plötzlich durch das Medikament. Auch das Gefühl dass alles "stumpf" ist beginnt langsam wegzugehen.

    Vielleicht muss man nur über die Anfangsphase rüber? Vielleicht ist die Phase wo MPH anschlägt einfach besonders unangenehm und verstörend, wenn man sonst einen Zug zu Manie und Hochbegabung hat, weil es einen eben nicht nur müde/entspannt macht sondern .

    Aber intellektuell gesehen meine ich immer noch zu merken, dass ich "dümmer" geworden bin. Ich weiß zB, welche Rechtschreib-/Satzstrukturfehler ich normalerweise manchmal mache aus Flüchtigkeit - es sind fast immer genau die gleichen - ich würde spontan sagen, 60% meiner Fehler sind Vertauschung von dass/das und das Fehlen bestimmter Worte im Satz (bei letzterem ist meist der Hintergrund dass ich viel schneller gedacht als getippt habe - obwohl ich sehr schnell tippe - und die Satzstruktur im Kopf geändert habe während ich noch geschrieben hab. Ich prüfe natürlich normalerweise dann den Satz kurz durch, aber an der Stelle passieren manchmal Fehler.) Hey, jetzt bin ich ja total abgeschweift. Ich meine wirklich völlig, ich musste oben noch mal nachgucken wo der "Hauptstrang" gerade war - was mein ursprünglicher Impuls gewesen ist. Ich habe den total aus dem Kopf entlassen. Oben habe ich glaube ich auch schon mal so was geschrieben; jetzt kommt es mir komischerweise direkt angenehm vor, als ob man den anderen Gedanken in Ruhe sterben lassen kann weil er gar nicht so wichtig war...

    "Auflösung" was den Rechtschreibfehler angeht - aber ich schreibe das jetzt eher aus Pflichtgefühl: Ich hatte ein "d" an einer Stelle platziert wo ein "t" hingehört hätte... schwer zu beschreiben, es ist eher ein Gefühl... ich WEISS ich hätte diesen Fehler normalerweise nicht gemacht, das war in diesem Wort ganz untypisch für mich. Das war irgendwie kein "gehirntypischer" Fehler.

    LOL! Ich hab gerade doch mal den Text oben weitergelesen, und nach "weil es einen eben nicht nur müde/entspannt macht sondern" hab ich den Satz gar nicht weitergeschrieben? Es ist nicht untypisch für mich dass ich etwas halb schreibe und einen Gedanken für mich einschiebe, aber meist springe ich dann automatisch zurück. Dass ich so einen Thread dann "vergesse", dass ich mir aktiv vornehmen muss den Satz gleich weiterzuschreiben kenne ich wirklich nicht von mir.

    Während ich das vorhin erschreckend fand, finde ich es aber jetzt plötzlich eher milde amüsant.
    --
    So... ich könnte hier glaube ich noch einige Zeit weitermachen - aber ich glaube die "Hauptbeobachtung" ist durch, denn ich fühle mich jetzt einfach stabil ruhiger. Ist echt ein angenehmes Gefühl. Ich kann mir meinen Text von weiter oben intellektuell noch erklären, aber das dazugehörige Gefühl ist weg. Kein "Verlust der Farben" (Gott, dass klingt überhaupt ziemlich kitschig), keine "Verarmung". Wenn ich INTELLEKTUELL nachdenke bzw. gewisse Sekundärfaktoren heranziehe (wie oben schon geschrieben) merke ich dass ich wirklich weniger denke, weniger assoziiere, vielleicht bin ich wirklich dümmer geworden nach gemessenem IQ. Ich würde JEDE WETTE eingehen, dass es mir gerade DEUTLICH schwerer fallen würde einen IQ-Test mit den hohen Ergebnissen zu machen die ich sonst von mir erwarten würde. Aber das stört mich irgendwie kaum noch, und meine Aufmerksamkeit reicht ja anscheinend auch absolut aus um hier weiter lange Texte zu schreiben, anders als ich oben dachte/fühlte.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 08:37 Uhr)

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
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    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    @ repters

    Ja, also, man nennt es Dissoziation. Ist bei spätdiagnostizierten ADHSlern sozusagen der Normalfall, bei hochsensiblen/hochbegabten ADHSlern sozusagen der Schulfall, das geradezu klassische Beispiel.

    Da musst Dich mal durch unseren Spezial-Thread ackern:

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...soziation.html

    Da gibt es dann im wesentlichen zwei Reaktionsmöglichkeiten:

    a) Scheiße, lauter Verrückte, von was labern die da eigentlich?

    oder

    b) Scheiße, kommt mir alles irgendwie bekannt vor.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Lol, wenn ihr mal was witziges hören wollt: Ich habe mal meine Beiträge weiter oben noch mal durchgelesen. Ich hatte den ganzen Thread vorhin schon mal kurz ausgedruckt und noch mal komplett durchgedacht, manchmal mache ich das um alles etwas zu ordnen bevor es weitergeht. Da (vor 3-4 Stunden oder so) hat das Lesen so "gewirkt" wie immer: Auf der einen Seite steigert es etwas meinen Impuls, es baut quasi Momentum auf, ich kann es kaum abwarten weiter zu schreiben (weil mein eigener Text für mich quasi auf etwas noch ungeschriebenes hinlaufen müsste, was ich da in gewisser Weise schon sehe), dh quasi ein ansteigender Erregungszustand (=putscht Erregung). Auf der anderen Seite hilft es mir, mich wieder auf den "Hauptthread" zu fokussieren und die anderen Sachen rauszukicken; und die dazugehörige Entlastung entspannd mich etwas. Manchmal überwiegt die eine, manchmal die andere Seite, hängt von vielen Sachen ab.

    Wenn ich jetzt zB den Beitrag von oben lese, den ich um 1:54 geschrieben habe, kommt er mir sprachlich irgendwie KOMISCH vor. Hey, zB

    "es ist dann auch definitiv eher ein "Erschöpfungs"- als ein Müdigkeitsgefühl - ich habe Müdigkeit in meinem Leben ab und zu mal gehabt wenn ich besonders zufrieden war, wenn ich mich besonders sicher/gut gefühlt habe - aber es ist doch wohl bei jedem so, dass man auf Zufriedenheit auch mit Müdigkeit reagiert - und meine daher das unterscheiden zu können"

    sorry, aber das ist doch UNLESBAR. Bzw. der Effekt der sich jetzt für mich einstellt ist dass ich den Satz bis zum "reagiert" lese, denke der ist jetzt vorbei - nein ich bin mir SICHER dass er vorbei ist. Und dann kommt plötzlich noch was das ich da total komisch finde weil es impliziert dass noch eine "Klammer offen war". Aber bei mir ist keine Erinnerung an eine offene Klammer. Der letzte Satzteil kommt mir FALSCH vor. Ich hänge da und denke nur noch HÄH??? Ich muss mir den Satz noch mal in Ruhe ansehen, bis ich überhaupt verstehe wie er strukturiert ist. Nämlich ziemlich kompliziert. Alter Falter, wer macht denn SO was? Anscheinend ich vor zwei Stunden!

    Wenn ich den Satz manuell zerlege verstehe ich irgendwie wie ich ihn gemeint haben muss -
    - es ist dann auch definitiv eher ein "Erschöpfungs"- als ein Müdigkeitsgefühl ist quasi der Hauptteil. Der ist da auch schon zu Ende.
    - dann fängt anscheinend ein neuer Gedanke an? Aber wieso habe ich denn da IM SATZ weiter gemacht. Da wäre ein PUNKT doch viel besser gewesen? Der Gedanke war doch vorbei? Ist das danach nicht eigentlich eine Begründung? Ich sehe nicht warum da kein Punkt steht. OMG, jetzt kommt es mir echt so vor als ob ich JETZT GERADE normal bin und sonst komisch.
    Auch am Rest des Satzes könnte ich noch weiter herumdoktorn. Aber die Metafrage ist doch WARUM ZUR HÖLLE man so kompliziert schreiben sollte. Es ist doch voll unverständlich?

    Versteht ihr den Satz beim ersten Lesen? Ehrlich gesagt, ich bin mir gerade nicht sicher ob ich das überhaupt noch verstehe. Ich bin auch gerade nicht in der Stimmung das überhaupt zu versuchen. Ich würde einfach zum Autor "f*** dich" sagen und ihn bitten deutlicher zu schreiben und das ganze in mindestens drei Sätze zu trennen.

    Sorry, aber ich bin mir sicher dass das hier kein Placeboeffekt ist oder etwas in das ich mich nur hineinsteigere. Es deckt sich auch alles sehr stark mit den bisherigen Erfahrungen die ich mit MPH gemacht habe. Es ist jetzt einfach viel leichter zu erklären weil ich "live" mitschreibe.

    Es liegt definitiv NICHT daran dass der Thread zwei Stunden her ist. Ich habe erstens ein SEHR gutes emotionales Gedächtnis für alles was ich schon einmal selbst geschrieben/gedacht habe - für die Struktur, wo ich gedanklich hinwollte, quasi die "Route". Ich kann normalerweise Texte lesen die ich vor Jahren geschrieben habe und ich fühle zumindest grundsätzlich wie es gleich weitergehen wird (mir kommt es auch oft so vor als ob es jetzt so weitergehen MUSS - das ist leider manchmal ein Problem dabei Texte zu überarbeiten). Außerdem kann ich auch komplizierte Sätze/Konstruktionen anderer Leute normalerweise sehr gut verstehen. Wäre mal ein weiteres Experiment jetzt was von wem anders zu lesen der so verkopft schreibt wie mein Stil mir immer beschrieben wird..

    Ich hab echt das Gefühl gerade zum ersten mal zu verstehen warum mein Professor in der Uni meine Examensseminararbeit "irgendwie genial, aber kaum lesbar" genannt und massiv abgewertet hat (bei Wissenschaftlichkeit ginge es auch um Verständlichkeit etc.). Ich könnte da mal den Lackmustest machen und mir jetzt die Arbeit durchlesen... aber irgendwie habe ich auf das Ergebnis gerade keine Lust. Vielleicht ist es besser für mich wenn ich weiter sauer auf den Typen sein kann ;_).

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den Satz ohne MPH gut verstehen würde, dass er mir normal vorkommen würde. Jetzt wirkt das irgendwie fremd.

    Edit: LOL, der Satz geht sogar noch WEITER!!! "und 14 Stunden aufwärts schlafen und am nächsten Morgen fängt dann alles von vorne an." - wie crazy ist das denn? Es klingt unglaublich, aber es fühlt sich WIRKLICH so an als hätte das eine andere Person geschrieben! Und zwar eine Person die DRINGEND mal über ihre Satzstruktur nachdenken sollte. So versteht das doch kein Schwein.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 06:13 Uhr)

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    LOL!!! Schon wieder!!! What the **** ist denn "entspannd"? Ich hab unter MPH irgendwie eine d/t-Schwäche! Ich hab eben schon zwei solcher Fehler gesehen und korrigiert. Mach ich das sonst auch? Unter der letzten MPH-Einnahme meinte ich auch eine deutliche Veränderung im Sprachverhalten mit für mich völlig untypischen Fehlern festzustellen, aber da habe ich nicht viel geschrieben.

    Ich hab den Schreibfehler jetzt mal so gelassen. Witzig irgendwie. Ich sage NICHT dass ich sonst keine Rechtschreibfehler mache. Ich habe einfach das Gefühl, dass unter MPH neue dazukommen zu denen ich sonst gar keinen Hang hätte.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 05:25 Uhr)

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Sorry für das Dauergeposte. Aber in meinem Kopf gehen so einige Sachen vor sich. Ich frage mich zB, warum ich beim "Anschlagen" von MPH das ganz massive Gefühl hatte etwas sehr wichtiges zu verlieren, warum mich das für einen kurzen Moment total aus der Bahn geworfen, so verunsichert und auch kurz traurig gemacht hat... als wenn man einem Kind sagt dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

    Ich kann doch immernoch in geraden Sätzen schreiben. Mir kommt es gerade eher so vor, als ob das "ich" von weiter oben ein Problem hat, und zwar total abwegig und ungerade denkt. Ich fühle mich gerade "normal", so weit ich das beurteilen kann, und bin ruhig und zufrieden. Ich hab nur Hunger und bin ein bisschen müde, aber wie gesagt, es ist ja auch schon spät.

    Komisch, dass der "Transit" für mich so eine Grenzerfahrung und Achterbahn ist.

    Ist das normal?

    Geht das irgendwann weg?

    Ich bin jetzt auch ein wenig unsicher was nun die "richtige" Interpretation des ganzen ist. Anscheinend gibt es die nicht, und es gibt nur Zustände in denen ich mich jeweils normal fühle. Ist ja eigentlich schön - besser als wenn ich in beiden Zuständen als unnormal empfände, lol. Aber merkwürdig ist es schon dass durch eine MEDIKAMENTENEINNAHME so ein kompletter Transit in der ganzen Erlebniswelt, der Selbstwahrnehmung, auf so vielen kleinen Ebenen möglich ist. Als wenn man ein Paralleluniversum betreten hat. Und ich hätte auch nicht erwartet, dass mich der Übergang wieder so mitnimmt. Um mal einen Vergleich zu ziehen: Ich war in meinem Leben wie jeder jüngerer Mensch schon ein paar mal betrunken (ich habe keinerlei negativen Hang zu Alkohol und trinke fast nie Alkohol, damit hier keine falschen Vorstellungen aufkommen), aber das habe ich nie als "persönlichkeitsveränder nd" wahrgenommen. Es war halt bei Alkohol das Gefühl dass die Steuerung etwas weniger fein war bzw. man ein bisschen hinterherdenkt, so als wenn die Welt einen leichten "lag" hat (wer PC-Spiele kennt weiß glaube ich was ich meine), in keiner Weise unangenehm und eigenltich auch kein "komisches" Gefühl. Mit der Wirkung von MPH ist das in KEINER Weise zu vergleichen.

    Schon komisch das ganze... man wird irgendwie demütig. Ich weiss ja eigentlich dass der Mensch nur eine biologische Maschine ist... aber das so klar live zu fühlen wie man durch einen klar definierten Eingriff von außen in die innere Erlebniswelt durchbrechen kann, das ist schon komisch. Normalerweise ist das Wissen doch abstrakt - man denkt "Ok, ich habe auch eine biologische Realität die zu meiner Erlebniswelt mit ihren immanenten Rationalisierungen in Widerspruch steht" (in Wirklichkeit ist es wahrscheinlich auch/eher eine Wechselwirkung, siehe die ganze Placebo-Sache) - aber das bezieht man ja nur auf Situationen dass quasi das Haus in dem man sitzt explodieren könnte, und man wäre tot (und die Erlebniswelt futsch, das Ende von allem, Division durch null) obwohl dem kein Gedankenprozess zugrunde liegt. Daran sieht man ja auch, dass die äußere Welt die innere am Ende immer sticht (am unschönsten eben daran dass man irgendwann krepiert, scheißegal was man sich vorher überlegt hat) - einen Placebo gegen Hausexplosionen gibt es leider nicht. Man kann die äußere Ebene im Theater schön mal dekonstruieren, und dann sind alle zufrieden und gehen nach hause, aber im Grunde wissen ja alle wie der Hase läuft.
    ---
    Einschub:
    Hey, ich finde langsam wieder etwas zu "meiner" Denkweise zurück... ich kriege auch wieder Schachtelsachen hin... vielleicht alles eine Anpassungsschwierigkeit?

    Komisch, ich habe gerade das Gefühl als wenn die MPH-Wirkung immer deutlicher nachlassen würde. Merkwürdigerweise kann das zeitlich ÜBERHAUPT nicht sein, das Zeug war teilretardiert, die Wirkzeit sollte 8 Stunden betragen.

    Trotzdem bin ich schon fast wieder etwas aufgeregt ob der obigen Entwicklung und fühle wieder so ein leichtes Druckgefühl in der Brust genau unter dem Brustbein, das ich normalerweise mit Erregungszuständen assoziiere und gegen das ich Sport mache wenn es deutlich merkbar ist.
    ---
    Zurück zu der äußeren/inneren Ebene: Ich meine nur, dass das ja wohl fast immer entweder Sachen sind die man als total abstrakt wahrnimmt (Tod, Alzheimer etc.) und die man sich deswegen nicht "vorstellen" kann

    (ironisch - das war wohl ein kurzer Denkfehler von mir, bei Alzheimer wäre es ja theoretisch möglich an sich die Veränderungen zu entdecken. Spontane Frage: Haben Patienten mit fortschreitender Demenz die sie beobachten die gleichen/ähnliche Gedanken wie ich beim Anschlagen von MPH? Dass das für die gar nicht primär eine Frage des Glücksniveaus, der Wahrnehmung von Normalität ist - dass sich SOWAS wieder stabilisiert, ich habe auch schon öfters gelesen dass das Glücksniveau bei "Volldemenz" nicht unter dem von Normalmenschen liege - aber dass es zu diesen "Übergangsproblemen" führt, quasi zu Reflektionen mit denen man Schwierigkeiten hat weil man das nicht geübt hat/kennt? Wenn ja, und es auch nur annähernd so stark ist wie für mich unter MPH, muss das ja grässlich sein... ich kann mich ja entscheiden ob ich Medikamente nehme oder nicht - aber wenn man nichts dagegen machen kann dass die eigene Erlebniswelt langsam degeneriert? Wie kriegt man denn da sein normales "Person"-Gefühl hin).
    ---
    Hach, das war schon wieder ein Seitengedanke... darüber freue ich mich jetzt direkt... um wieder auf den offenen Hauptthread (mit der inneren/äußeren Ebene) zurückzukommen: Ich fasse mich jetzt mal kurz und sage, dass die Sachen mE immer nur entweder "abstrakt" wahrgenommen werden, gerade wenn sie potentiell eher unschön sind (zB Tod), oder so in die Normalität integriert sind dass man sie nicht als Bedrohung empfindet obwohl es EIGENTLICH natürlich auch ein Durchschlagen der äußeren auf die innere Ebene ist - da gibt es SO viele Sachen, zB Schlaf, Unterzuckerung, Sport... ich glaube - dass ich jetzt schon ein ziemlich nachrationalisierter Gedankengang, ihr wisst wahrscheinlich dass man denen nie ganz trauen kann, also mit Vorsicht zu genießen - mein "Übergangs"-Problem mit MPH lag/liegt vor allem daran dass es in diese System nicht hineinpasst. Ich würde nicht sagen dass es (bei mir) noch eine "dritte" Kategorie geben kann. Ich glaube, Personen bei denen es noch eine "dritte" Kategorie gibt bei der sie weder verdrängen noch normalisieren, die würde ich ganz schnell in die geschlossene Anstalt stecken weil das Ergebnis wahrscheinlich nicht schön ist. Ich glaube, bei mir ist es gerade eher ein Übergangsproblem. Die MPH-Sache muss von der "abstrakt"-Kategorie in die andere, und vielleicht macht es da einfach mal "rums" und man erschreckt sich... wäre ja verständlich wenn mich das kurz mitgenommen hat. Wahrscheinlich kriege ich das nach ein paar Einnahmen schön reintegriert in meine Erlebniswelt - sonst bin ich ja auch gut darin flexibel auf neues zu reagieren, mich umzustrukturieren - und dann könnte es mir normal vorkommen wie dass man müde ist wenn man nicht geschlafen hat? DANN hätte MPH wohl wirklich NUR Vorteile in den Situationen wo man es "braucht"; man kann ja MPH nehmen wenn man Lust auf/Notwendigkeit für die eine Phase hat und es nicht nehmen wenn man wieder mehr erleben will, wie ein körpereigener Drogentrip dadurch dass man NICHTS nimmt ^.^. Um das kurz klarzustellen: Ich hab noch nie "richtige" Drogen genommen - außer Alkohol in sehr normalen Mengen, und ich rauche ja nicht mal - und habe das auch nicht vor, was natürlich gut ist - ich meine nur erstens dass ich es da schwer vergleichen kann und zweitens dass sich keiner Sorgen machen muss ;-).
    ---
    Hmm... ich hab neulich mal was vom Schlingensief gelesen... jetzt fällt mir plötzlich ein: Beim Lesen von dessen Text hatte ich ungefähr den Eindruck den ich gerade habe während ich diesen schreibe. Hatte der eigentlich adhs und hat seinen Kram unter MPH geschrieben? Naja, wahrscheinlich totale Fehlassoziation. Vielleicht liegt es nur an der intensiven Selbstreflektion ohne die Schachtelsätze. Wobei ehrlich gesagt - intensive, ganz konzentrierte Selbstreflektion ohne adhs-haftes Springen und Schachtelsätze, das sehe ich fast NIE. Geht das überhaupt ohne MPH, SO konzentriert? Schade dass ich den Schlingensief nicht mehr fragen kann jetzt... ich muss nachher mal ne Googlesuche machen.
    ------
    Hmm, echt komisch dass ich vorhin kurz dachte/zu fühlen glaubte dass MPH mich geistig arm macht (so extrem war das aber auch nur ca. 5-10 Minuten). Ich habe gerade wirklich die Wirkung wie sie bei MPH "sein sollte" iSv was versprochen wird. Ich schreibe hier so an meinem Thread herum, es macht wirklich Spaß. Wahrscheinlich nimmt die Wirkung von MPH gar nicht nach, sondern ich gewöhne mich einfach zunehmend dran...

    Es fehlt mir sogar umgekehrt merkwürdigerweise schwer mich von dem Thread wieder loszureißen. Ich habe seit langer Zeit Hunger, und ich habe schon zweimal geschrieben dass ich jetzt aufhöre und was essen gehe, aber dann habe ich den Satz beide Male wieder gelöscht und weitergemacht.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 07:51 Uhr)

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Ach so, EINE Sache möchte ich mal kurz ganz klar stellen und ich glaube das ist wichtig wenn ich meine Erfahrungen mit nicht-hochbegabten (sorry, wieder meine Arroganz, was soll ich machen) nicht-adhslern zugrunde lege die mich sehr oft missverstehen. Nicht weil MICH das eben beschäftigt hätte, sondern weil ich ja auch den SKID-II-Fragebogen ausgefüllt und die Packungsbeilage von dem MPH-Zeug gelesen habe und mir daher ungefähr vorstellen kann mit welchem Raster hier ein Arzt mitlesen könnte und zu welchen Schlüssen er vielleicht fälschlich kommt.

    Um es also einmal kurz und klar zu sagen, weil man den Text oben denke ich SEHR einfach missverstehen kann wenn man mich und meine Schreibweise nicht "sonst" schon kennt:

    - ich war vorhin kurz verwirrt, ich habe etwas extreme Sachen geschrieben, aber ich bin sonst auch immer ein Mensch der zu radikaler Sprache neigt, der krasse Beispiele wählt etc. Manchmal rede ich 10 Minuten und habe das Wort "Nazi" schon 3 mal und in jeweils anderen Zusammenhängen gebraucht (Gartennazi, Grammatiknazi, Linksnazi, was weiß ich). Ich meine sowas oft nicht ganz ernst. Das sieht man auch, wenn man genau hinguckt - ich sage es dann zB immer mit einem ironischen Lächeln. Das kommt leider manchmal oft nicht richtig an bei Leuten die mich nicht kennen, die verstehen dann nicht dass ich da auch ein VIEL spielerischeres Verhältnis zu Sprache und Gedanken habe als sie (wenn dagegen gerade mitlesende Juden finden sollten, dass mein Sprachgebrauch eine Relativierung des Holocausts ist - in Deutschland gibt es ja bei bestimmten Themen ein extrem kompliziertes Regelwerk, über das ich mich öfter absichtlich hinwegsetze wenn ich weiß dass es keine Rolle spielt: Den Gedanken kann ich grundsätzlich verstehen, darüber können wir gerne mal in einem anderen Thread reden. Dazu hätte ich nämlich/aber dann auch einiges zu sagen (hey, die nämlich-aber Verknüpfung finde ich ästhetisch - bestätigt weiter mein Gefühl, dass das mit der Kreativitätsdelle vorhin auch ein bisschen eine Übergangsempfindung war). Aber hier passt das nun wirklich nicht auch noch rein. Ich hab so schon Sorge dass ich gleich irgendeinen Spamschutz auslöse und alle meine Posts automatisch gelöscht werden... ich druck das ganze gleich mal zur Sicherheit ^.^. Wäre ja auch eine hilfreiche "Abschlusshandlung" damit ich jetzt endlich mal was essen gehe).

    - ich reflektiere insbesondere gerne und oft über Selbstwahrnehmung, philosophiere darüber viel mit ein paar Freunden die das genauso witzig finden wie ich. Ich hab oben viel geschrieben dass als THEMA bei einem Arzt erst mal die Alarmglocken schrillen lassen könnte, wenn er - sorry - nur mittelbegabt ist und meinen Text nicht richtig gelesen hat; insbesondere die Passagen über die äußeren/inneren Ebenen und das Verwenden von Tod, Explosionen, Alzheimer etc. als Beispiele. Sowas würde ich aber auch SONST schreiben! DAS ist NICHT das durch MPH neue (aber ich habe langsam den Verdacht dass man das sehr leicht durcheinander kriegt wenn man mich nicht kennt). Jeder meiner Freunde würde sofort bestätigen dass das für mich ein eher "typischer" Text ist wenn ich in entspannter Stimmung bin und rumphilosophieren will.

    Wenn jemand wirklich wissen will wie manchmal meine Erlebniswelt ist wenn ich in meinen "Spielmodus" umschalte und völlig frei funktionieren kann - und wie ich das was ich sage dann manchmal (nur) meine, sollte er sich kurz ein Video ansehen dass ich gestern zufällig gesehen habe und dass meine manchmal vielleicht etwas komische Art zu denken erstaunlich gut wiedergibt (witzigerweise geht es um eine Geschichte die sich ein fünfjähriges Mädchen ausgedacht hat und EIGENTLICH ist sie absolut unzusammenhängend. Die Geschichte, meine ich - das Mädchen ist zum Glück ganz und gar zusammenhängend).

    Link (keine Ahnung ob das hier erlaubt ist): http://www.nido.de/artikel/video-wri...-rainbow-town/

    Das Mädchen hat in ihrer Geschichte auch Blut, Vampire, Hexen, plötzlichen Tod und alles mögliche andere. Bei IHR würde ja auch keiner anfangen alles zu psychologisieren. Das Blut STEHT für GAR NICHTS, es ist einfach eine Fantasieassoziation. zB kann ich ihren Gedanken SEHR gut nachvollziehen dass die Hexe plötzlich halb zur Piratin werden muss; denn sie hatte wohl zuerst die Idee dass beim "X" etwas ausgegraben werden sollte, und da denkt man ja automatisch an Piraten (ich funktioniere da genauso). Oder es war umgekehrt und sie dachte "was ist noch cool außer Hexen? Piraten! Hey, dann kann ja beim X was ausgegraben werden". Wierum es war, ist ja egal. Ich habe manchmal eh das Gefühl dass selbst durchschittlich begabte Kinder in gewisser Hinsicht interessanter sind als die meisten Erwachsenen... Lol, jetzt verrenne ich mich hier gerade ein bisschen. Das Video ist aber echt cool. Und das (erwachsene) Mädel dass die Webseite betreibt hatte auch geschrieben dass es ihre eigene Art zu denken erstaunlich gut wiedergibt - vielleicht sollte ich die mal anschreiben, ihr einen Link auf diesen Thread schicken und wenn sie mich dann nicht für total durchgeknallt hält ist es vielleicht eine nette Bekanntschaft.
    ---
    Wieder "weiter mit dem Hauptthread":
    ...und das ganze MPH-Experiment sehe ich momentan auch mit einem gewissen verspielten Interesse für die sozialen/gefühlsmäßigen Implikationen. Über sowas - Empfindungen, Logik, Sprache, den Grenzbereich/die Verknüpfungen zwischen allen dreien - habe ich schon IMMER viel nachgedacht und mich mit anderen unterhalten - es ist KEINE Folge von MPH und ich bin deswegen NICHT "plötzlich depressiv". Ich hatte vorhin einige Assoziationen und Gefühle - das kann man ja glaube ich oben sehr gut sehen - aber ich hatte nie wirklich das Gefühl dass sie total fremdbestimmt/richtig bedrohlich waren. Wenn ich in richtig schlechter Stimmung gewesen wäre hätte ich einfach nen Freund angerufen oder so - war aber nicht der Fall.
    - ich denke nicht dass ich unter MPH depressiv werde, borderline habe oder was auch immer. Ich habe nicht den KLEINSTEN Impuls gespürt mich umzubringen oder was sonst noch in dem SKID-Ding steht. Ich höre keine Stimmen, gar nichts (außer dass mein Magen total grummelt. Wenn ich Amerikaner wäre, könnte ich ja versuchen das zur inneren Stimme zu verklären, den Hersteller verklagen mit einer viel zu hoch geschätzten Zahl von Betroffenen und dann über die punitive damages richtig reich werden... hey, wenn ich in Amerika als Anwalt zugelassen wäre könnte ich sogar noch ne Sammelklage hinterherhängen... warum ist man kein amerikanischer Staatsbürger wenns mal praktisch ist?).

    Der Text oben ist stark formuliert, es gilt aber das was leider generell das Problem von Internettexten ist (und warum ich Textkommunikation in bestimmter Hinsicht HASSE - es führt zu SO vielen Misverständnissen) - man sollte den Verfasser eigentlich beim Schreiben sehen können, damit man anhand von Mimik etc. merkt wie er bestimmte Sätze meint. Hättet ihr mich vorhin gesehen, hättet ihr gemerkt dass ich auch ein bisschen auf EmotionsSUCHE war, dabei grundsätzlich entspannt, eben etwas verspielt. Zwischendurch etwas aufgekratzt, aber alles im Rahmen.

    Also bitte keine Pathologisierungen von außen die wirklich KEINE Grundlage hätten.

    Mir gehts super. Ich finde, mein persönliches Experiment mit MPH ist ein voller Erfolg und super interessant für mich gewesen. Ich bin gespannt, ob/wieweit ich das was ich hier geschrieben habe morgen noch nachvollziehen kann... meine Vermutung ist, dass ich dann aus der Stimmung etwas "raus" bin und es dann noch interessant finde, aber es mir vielleicht leicht peinlich ist ;_).

    Wenn hier jemand mitliest der Arzt/Hobbyarzt (letzteres sind bestimmt die schlimmeren ^.^... das mit der Dissoziation kam hier auch ganz schön schnell auf, und ich weiß immer noch nicht was das überhaupt ist) ist und ganz sicher gehen will - ich kann gerne mal nen Freund von mir bitten sich hier anzumelden und zu bestätigen dass der Thread für mich nicht SO unnormal ist, ich es verspielt/interessiert meine und öfter solche etwas verspielten Gedankengänge über Selbstreflektionen habe. Völlig ohne MPH, das ich überhaupt erst zum dritten mal genommen hab. Ich mache das nur normalerweise nicht im INTERNET sondern mit einem Wein bei nem Freund, und etwas ruhiger. Wenn ich nicht schon die ganzen "Grundthreads" im Kopf gehabt hätte, wäre es auch bestimmt nicht möglich für mich gewesen überhaupt so viel zu dem Thema zu schreiben. Es sind alles Sachen, die vorher schon mal in meinem Kopf gewesen sind. Ich habe mit meiner vielleicht manchmal ein bisschen ungewöhnlichen Persönlichkeit schon lange und erfolgreich gelebt, ich war in der Schule erfolgreich und in der Uni, meine Sozialbeziehungen sind solide.

    Und ich gehe jetzt mal nach unten was essen - ich muss mich leicht zwingen, aber hey, ich wollte mich ja konzentrieren.
    ---------------------------------------------------------------------------------------
    Edit: Das Video von der Geschichte von dem Mädchen ist ja wohl sowas von geil. Der Regisseur hat das mE WIRKLICH gut gemacht, vor allem hat der die assoziativen Sprünge sogar visuell noch etwas akzentiert, die Situation dann teilweise noch mit ein zwei Assoziationen der Erwachsenen ausgeschmückt. zB dass die Männer total übertrieben lachen obwohl der Witz zunächst mal unglaublich dämlich ist - und zwar natürlich nicht weil sie verstanden haben wie das (in Wirklichkeit) 5jährige Mädchen das meint, sondern weil das Mädel in dem Film heiß ist (das hat sich das Mädchen natürlich nicht gedacht, aber ich finde es passt trotzdem gut rein). Oder dass das Mädchen zuerst erzählen will dass die Prinzessin am Tag stirbt, sich dann auf Nacht umentscheidet und im Film ändert sich ganz schnell die Zeit und das Filmmädchen wundert sich total was denn JETZT los ist... LOL. Eigentlich könnte das auch ein Film über ADHS sein, finde ich. Selbst die Körpersprache von dem Mädchen - dass sie so rumplumpst und mit den Händen wedelt etc. - würde bei Erwachsenen wahrscheinlich als Impulsstörung eingeordnet werden. Als ich anfing den Film zu sehen hatte ich eigentlich eher die Erwartung gleich enttäuscht zu werden - dass sie die äußeren visuellen Ideen umsetzen die ein Mensch bei Kindern niedlich finden könnte der mit Kindern vielleicht eigentlich nicht so viel anfangen kann - zB die vielen Regenbögen (korrekter Plural?) am Himmel. Für mich sollte das Video eher "Stadt der abrupten Verändungen" heißen ^.^, denn DAS ist ja das eigentlich besondere an der Art wie das Mädchen erzählt, und ich finde der Film fängt das wunderbar ein.

    Oder die Verknüpfungen von dem filmischen Schnitt auf das ausgedachte Mädchen, und dann redet sie plötzlich mit der Stimme von dieser fünfjährigen - das hat SO viele Ebenen. zB assoziert man natürlich sofort das Klische dass blonde Frauen dumm/naiv sind... ironischerweise kriegt es für mich dann wieder einen twist weil der Witz vielleicht in Wirklichkeit doch gar nicht so dumm ist, man muss sich halt auf eine bestimmte Ebene begeben um ihn zu verstehen (Spötter würden jetzt wahrscheinlich sagen, auf eine total niedrige Ebene... finde ich nicht). Sie kriegen es irgendwie hin, die Kinderebene drinnen zu lassen und voll zur Geltung zu bringe, aber doch noch am Rande etwas hintergründige Erwachsenenwitze/memes zu bringen (oder bilder ich mir das ein?)(wisst ihr was ein meme ist? Sorry, aber die Erklärung ginge jetzt zu weit, aber sonst einfach mal googlen oder mal bei Dawkins nachsehen - ich meine mich zu erinnern dass er den Begriff geprägt hat. Das ist übrigens auch jemand der mE manchmal sehr "kindhaft" denkt, aber er ist dabei oft sehr intelligent und tiefgründig. Gibt es irgendwo eine "Liste" solcher Leute?).

    -> Ich habe den subtilen Verdacht dass ich mich mit diesen ganzen Posts eben auch etwas reingesteigert habe. Wie gesagt: Nicht zu ernst nehmen. Trotzdem liegt die richtige MPH-Dosierung für mich vielleicht niedriger. Ich bin mir auch nach wie vor nicht ganz sicher, ob MPH überhaupt etwas "für mich ist". Jetzt esse ich erst mal was und schlafe ne Runde.

    -> Was ich mir jedenfalls merken sollte: Unter Einfluss von MPH mit etwas aufzuhören muss ich echt noch mal üben. Unglaublich dass ich so viel in recht kurzer Zeit geschrieben habe und mich trotzdem eher losreißen muss.
    Geändert von repters (15.08.2012 um 08:24 Uhr)

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hilfe!!! Habe ich ADHS oder nicht? Etwas verzweifelt ;_(

    Amneris schreibt:
    Könnte auch daran liegen, dass du gar kein ADHS hast, repters...Du benutzt selbst sehr häufig das Wort "manisch" und beschreibst extreme Schwankungen. Hast du bzw. deine Ärztin schon einmal an eine bipolare Störung gedacht? Die PIA, in der du behandelt wirst, ist das die Klinik Eppendorf? Wenn nicht, würde sich ein Termin dort bestimmt lohnen...kann ich mir vorstellen...um ganz sicherzuegehen...

    Gruß, Amn
    Nur mal zur Erinnerung. Hast du wahrscheinlich in deiner Schreibwut überlesen. Hast du überhaupt geschlafen? Deine Art der Schreibe kenne ich, aber nicht von ADHS...würde an deiner Stelle mal schnellst möglich einen Arzt aufsuchen...bitte!

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