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  1. #1
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 17

    Können diese Alltagsprobleme mit ADS zusammenhängen?

    Hallo ihr,

    ich habe mich vor ein paar Tagen hier vorgestellt.
    Habe noch keine Diagnose, bin aber inzwischen sehr überzeugt davon ADS zu haben.
    Vor allem deshalb, weil ich in meiner Kindheit schon immer sehr langsam, verträumt und unkonzentriert war.
    Auch immer sehr sensibel in Bezug auf Necken und Hänseln und extrem empfindlich in Bezug auf Geräusche.

    Mir ist es schon fast peinlich zu schreiben, aber ich habe jede Menge Einschränkungen im normalen Alltag!
    Manchmal komme ich mir vor als wenn ich eine Behinderung habe.
    Daher würde mich interessieren, ob ihr das auch in der Form oder vielleicht ähnlich empfindet.

    Da wäre zum einen mein nicht vorhandener Orientierungssinn!
    Ok, gerade Frauen haben häufig einen schlechten Orientierungssinn, nur habe ich den Eindruck, dass es bei mir ganz massiv ausgeprägt ist!
    Ein paar Beispiele:
    Eine Zeit lang ging ich mit Bekannten immer in einem bestimmten Lokal im Nachbarort essen und fuhr jedes Mal die gleiche Strecke zurück. Einmal erklärte mir ein Bekannter eine kleine Abweichung von dieser Strecke, da diese kürzer sei.
    Ich ließ mich darauf ein, fuhr die wirklich minimale Abweichung und war bald völlig ohne jede Orientierung. Hatte keine Plan mehr, wo ich mich befand. Ich hätte an einem Bahnhof vorbei gemusst, fand diesen aber nicht mehr!
    So fuhr ich planlos drauflos, in der Hoffnung, die Richtung würde zufällig stimmen. Schließlich stand ich am Ortseingang einer völlig anderen Stadt und musste etliche Kilometer zurückfahren!
    Ich habe auch ein Problem, wenn ich in einem Restaurant oder Café zur Toilette gehe. Das WC finde ich noch, aber ich muss mir schon auf dem Hinweg genau einprägen, wie ich zurückgehen muss, damit ich unseren Tisch oder den Ausgang wiederfinde!

    Am schlimmsten ist mein motorisches Ungeschick.
    Ich arbeite zur Zeit in einem Altenheim und muss dort auch die alten Menschen bewirten.
    Wie oft habe ich innerhalb einer Woche den Kaffee neben die Tasse gegossen, so dass mich ein Demzenkranker schon als "Tölpel" bezeichnete.
    Ich musste einem Bewohner Essen anreichen, und es landete bei den ersten Malen mehr auf seiner Hose als in seinem Mund. Er ist sehr verwirrt, aber sogar er musste über mich lachen.
    Bei Geschicklichkeitsspielen sind manche der alten Menschen besser als ich.
    Auch da fiel ich wohl schon mit meinem schlechten Orientierungssinn auf.
    Wir müssen die Essensreste im Keller entsorgen. Eine Pflegerin begleitete mich und fragte mich so komisch, ob dies auch der richtige Weg zu der Spülküche sei. Es war ein Test, denn sie kennt sich natürlich aus. Ich sagte sofort, dass ich mich erinnere, dies sei der richtige Weg. War ganz stolz!

    Ich habe das nicht ständig, aber es gibt Tage, da kann ich mich nicht auf mir Gesagtes konzentrieren.
    Man gibt mir eine Anweisung, aber es ist als wenn sie nicht in meinem Gehirn ankommt oder eben zu spät ankommt.
    Denn ich reagiere entweder gar nicht oder sehr verzögert.
    Eine Pflegerin sagte mir, ich solle einer anderen Bescheid geben, dass wir kurz abwesend seien und hielt mir das Telefon hin. Ich sollte es für die Zwischenzeit der anderen Pflegerin geben. Doch ich nahm nur "Bescheid geben" auf und starrte fragend auf das Telefon, das sie mir entgegenhielt. Sie guckte mich entsprechend befremdet an.

    Oder ich flog letzte Woche für einige Tage ins Ausland.
    Vor dem Rückflug piepste es bei mir bei der Personenkontrolle, während meine Bekannte schon durchgehen konnte. Ich stand entsprechend hilflos da, während die Angestellte sagte, sie würde mich jetzt abtasten.
    Sie tastete mich ab, fand nicht die Ursache für das Signal und wandte sich ab. Ich stand wie angewurzelt da und wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Wartete noch auf eine Aufforderung von ihr, dass ich weitergehen könne, während mir meine Bekannte schon ungeduldig zuwinkte. Ich kam mir entsprechend blöd vor!

    Das sind nur einige Beispiele aus meinem Alltag.
    Desaster passieren mir noch mehr.

    Kennt ihr das auch?
    Kann das ADS-typisch sein?

    Liebe Grüße
    Myamara
    Geändert von Myamara (11.08.2012 um 19:51 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Können diese Alltagsprobleme mit ADS zusammenhängen?

    Also.. es ist schwer jetz einfach zu sagen, dass das alles absolut typisch ist für ADS.

    Aber z.b. das mit dem nicht alles mitbekommen was einem gesagt wird kennen glaub ich fast alle hier

    Auch diese Tollpatschigkeit oder eben motorisches Ungeschick (wie du schreibst) ist vielen von uns durchaus bekannt. (mir fällt auch alles mögliche runter weil ich vor lauter denken nich mehr dran gedacht hab dass ich noch was in der Hand halte.. außedem mach ich unabsichtlich viel zu viel kaputt.)

    Bei dem katastrophalen Orientierungssinn bin ich mir nich so sicher... da hab ich mich noch nicht so mit beschäftigt..
    obwohl wenn ich genauer nachdenk.. früher hats bei mir immer geheißen ich hätt ne Orientierung wien Turnschuh >.<
    ich kann mir immer Gebäude merken.. also wie se aussehen und was daneben ist, aber wie man da hinkommt nicht... außer ich bin den weg sehr oft schon gefahren/gelaufen.

    Zusammengefasst sag ich jetz einfach mal.. bekannt sind mir diese Alltagsprobleme durchaus.. und soviel ich bis jetzt weiß kann man das auch als durchaus sehr typisc für ADS ansehen.


    Lg Miya

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Können diese Alltagsprobleme mit ADS zusammenhängen?

    Miya schreibt:
    Also.. es ist schwer jetz einfach zu sagen, dass das alles absolut typisch ist für ADS.
    Aber z.b. das mit dem nicht alles mitbekommen was einem gesagt wird kennen glaub ich fast alle hier
    Da stimme ich Miya absolut zu.

    Das mit dem Orientierungssinn kenne ich bei mir selber so nicht, man sagt mir sogar einen sehr guten Orientierungssinn nach. Während aber meine Tochter große Probleme damit hat. Sogar bei der Orientierung im Schulgebäude hat sie Probleme die auffallen. Das ist mit ein Grund für den Schulbegleiter den ich für sie beantragt habe.

    So ist es auch bei ihr so, dass sie Grobmotorisch auch sehr ungeschickt und eher tolpatschig ist. Was man bei mir nicht sagen kann.
    Aber durch meine Ablenkbarkeit passieren mir auch desöfteren peinliche Mißgeschicke.

    Das Informationen zeitverzögert oder falsch bei mir ankommen kenne ich allerdings auch von uns beiden. Aber genau da empfinden wir die Medikamente als sehr hilfreich. Sie in der Schule und ich in der Arbeit.

    Ob es letzten Endes Symptome von ADHS sind muss ein Fachmann entscheiden. Es gibt vieleicht auch andere Ursachen, das müsste einfach abgeklärt werden.
    Der Verdacht ist sicher nicht unbegründet.

    Liebe Grüße
    Lillemoor

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