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Diskutiere im Thema Eure positiven ADHS Seiten? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    Eure positiven ADHS Seiten?

    Habt ihr auch Spaß mit euren Eigenarten? Gibt es für euch positive Aspekte? Fühlt ihr euch auch gut mit euch selbst und eurer ADHS Persönlichkeit? (falls vorhanden).

    Je weniger ich versuche mich anzupassen, je mehr ich einfach ich selbst bin, je mehr Spaß ich an meinen Eigenarten habe, je besser gehts mir mit mir, meiner Umwelt und meinen Lieben.

    Ich bin auch nicht dauerfröhlich und immer gut gelaunt, aber dass mich meine Unruhe stört, ist schon lange nicht mehr der Fall. Manchmal zucke und hibbele ich einfach fröhlich vor mich hin.

    Ich schweife sehr wohl in Gesprächen ab ...und dann muss ich über mich lachen und meine Freunde lachen auch, weil sie mich kennen. Ist ja auch lustig, wenn man mitten in einem intensiven Thema, plötzlich auf das nächste super intensive Thema kommt und Menschen ohne AHDS erstmal große Augen machen.

    Ich war als Kind damit sehr offensiv und das war einfach ich. Später habe ich es zeitweise unterdrückt und es ging mir damit nicht gut. Heute habe ich wirklich Spaß an mir und meinen kleinen Verrücktheiten und merkwürdigen Gedanken. Meien diversen Hyperfoki und sogar deren Abklingen...bis zum nächsten. Ich kann eigentlich alle Phasen spannend finden.

    Für meine schwache Impluskontrolle hinsichtlich schnell aufkeimender Wut habe ich mir schon ein paar Techniken aneignen müssen...aber ich erlebe es mir heute, Leute nervig zu finden die nicht schnell genug denken. Ich sage es nur nicht mehr.

    Insgesamt ist es bei mir wirklich so, meine Lebensfreude ist ungleich größer je mehr Spaß ich mit mir selbst habe und je weniger ich mein ADHS und alles was dazu gehört unterdrücke.

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    Junie schreibt:
    Habt ihr auch Spaß mit euren Eigenarten? Gibt es für euch positive Aspekte? Fühlt ihr euch auch gut mit euch selbst und eurer ADHS Persönlichkeit? (falls vorhanden).
    Ich kann dir gerne sagen, welche positiven Eigenschaften ICH habe. Ich sehe an ADHS keinerlei positive Aspekte. Ich sehe positive Dinge an mir.
    Meine positive Seite hat mit ADHS nichts zu tun. Das bin ich. ADHS habe ich.

    Und ja, ich fühle mich ganz gut mit mir so im Großen und Ganzen.

    Und eine ADHS Persönlichkeit habe ich nicht. Ich identifiziere mich nicht über ADHS.
    Ich bin ich. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich habe ein Problem damit, meine positiven Eigenschaften dem ADHS zuzurechnen. Denn da frage ich mich, wer ich denn dann bin, wenn meine positiven Eigenschaften ADHS sind? Ist mein Lachen das ADHS? Ist meine Fröhlichkeit das ADHS? Ist meine Art mit Menschen und mit mir umzugehen das ADHS?

    Ganz ehrlich: Ich finde an ADHS nichts Positives. Wirklich nicht. ADHS ist ein großer Stein, der mir im Weg liegt und mir das Leben schwer macht. In vielen Bereichen meines Lebens.
    Das, was ich trotz allem daraus gemacht habe, bin ich. Meine positiven Eigenschaften helfen mir mit dem ADHS klarzukommen.
    Seit ich ADHS von mir und meiner Persönlichkeit trenne, geht es mir besser und ich hab für mich einen konstruktiven Umgang damit gefunden.
    Ich kann nun darüber lachen, wenn ich mal wieder irgendwas vermasselt habe, weil ich weiß, dass das nicht ich bin und dass ich nicht zu doof dafür bin. Aber es gibt oft genug auch die Tage, an denen ich nur heulen könnte, weil alles schief zu laufen scheint und ich gerne einfach nur normal wäre, weil mich dieser ständige ADHS-Klotz am Bein einfach nur nervt.

    Nein, ich gehe nicht offensiv damit um. Die wenigsten Menschen in meinem Umfeld wissen, dass ich ADHS habe. Ich spreche aber meine Probleme und Schwierigkeiten mittlerweile an, wenn ich Hilfe benötige. Ich sage nicht, dass ich ADHS habe, sondern eben dass ich Probleme mit dem Zeitmanagement habe oder mit dem Ordnen von Dingen. So können mir meine Mitmenschen direkt beim jeweiligen Problem helfen. Das funktioniert ganz gut so. Und ich kann diese Hilfe nun auch annehmen.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    Das tut mir leid für dich, Fliegenpilz. Aber wenn du du für dich damit einen positiven Umgang gefunden hast, ist das eben DEIN Weg.

    Für mich ist es einfach gut, so zu sein wie ich bin. Und ja, ich bin eine Person mit einer nicht-neurotypischen Persönlichkeit. Ich definiere mich nicht darüber, aber ich koppele es nicht von mir ab. Bei mir geht das auch leider nicht. Ich habe so ziemlich alle Aspekte die damit einher gehen:

    - fast übersteigerter Gerechtigkeitssinn
    - schwache Impluskontrolle in vielen Bereichen
    - sprunghafte, wenn auch kreative Gedanken
    - wechselnde Interessen
    - Hyperfoki
    - sehr viel Energie die sich auf diverse Weise entläd (zappeln, zucken, motorische Unruhe)
    - Konzentrationsschwäche, vor allem bei für mich nicht interessanten Themen
    - Gedankenschleifen
    - usw...

    Aber ganz ehrlich - ich hatte noch nie ein Problem damit. Das ist so fest mit mir verwoben, ich weiß ja im Grunde gar nicht wie sich jemand fühlt der neurotypisch ist. Ich kenne keine ADHS bedingten Depressionen. Es kam mir nie wie ein Hinderniss vor. Es gab, auch bei mir Umweg...ja. Aber je weniger ich mich mit anderen vegleiche umso besser kann ich für mich meinen eigenen Weg gehen. Und zwar erfolgreich.

    Was ich wohl kenne, ist Korrektur von außen und sozial erwünschtes, geschlechtstypisches Verhalten, das ich nicht immer an den Tag gelegt habe. Und meine Versuche mich anzupassen - die nie in einer positiven Richtung endeten.

    Ich kann nicht behaupten, dass ich anders sein will - ich weiß einfach nicht wie das ist, anders zu sein. Und es mir so vorkommt, als wären "die anderen" auch nicht dauerglücklich und als hätten sie es mit sich im Grunde auch nicht leichter, scheint es mir nicht erstrebenswert.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 187

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    Ich wollte nur grad auf meinen Thread zu etwa dem gleichen Thema hinweisen, da findest du bestimmt ein paar Anregungen und Meinungen zu den Vorteilen von ADS

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...-vorteile.html

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    Ich seh das so wie Fliegenpilz; meine positiven Seiten helfen mir mit den durch ADHS erzeugten Problemen klarzukommen.
    Hier auch ein ganz interessantes statement von Barkley (hatten wir auch schon an anderer Stelle): "ADHD is not a gift":

    Dr Russell Barkley - ADHD Is Not A Gift [SaveYouTube.com].mp4 - YouTube


    Die Hyperaktivität führt bei mir zu viel Sport-das ist sicherlich nicht schlecht, aus ärztlicher Sicht, aber positiv auch nicht,da sehr zeitaufwändig und andere Dinge und Menschen müssen zurückstehen. Das ist noch das am wenigsten belastende. Ansonsten finde ich meine Eigenarten wie nicht richtig zuhören können, unterbrechen, sehr kurze Konzentrationsspannen, die hohe Impulsivität usw.überhaupt nicht positiv.

    Das einzig Positive: Wenn ich gut drauf bin unterhalte ich ne ganze Party.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    hypie1 schreibt:

    Das einzig Positive: Wenn ich gut drauf bin unterhalte ich ne ganze Party.
    DAS ist doch positiv. Und nicht "das einzige". Du bist als Mensch sicher einzigartig und ein Teil von dir ist eben auch das ADHS.

    Aber nee, ich will ehrlich gesagt nicht missionieren. Das muss jeder für sich klären. Auch negativen Seiten haben ihre Funktionen. Und wer gerne an ihnen festhalten will, hat Gründe dafür, die wichtig sind für die betreffende Person.

    Ich bin insgesamt NICHT positiv, wenn ich meine Besonderheiten, auch meine plötzlichen Stimmungschwankungen und Interessensabbrüche unterdrücke. Dann unterdrücke ich mein Bauchgefühl - und es geht mir nicht gut.

    Ich habe keine psychische Erkrankung erworben. Ich bin so geboren.

    Negativ wird es für mich nur durch Vergleichen. Vielleicht hatte ich auch Glück...oder die richtige Einstellung, aber im Vergleich lebe ich durchaus etwas positiver als der Schnitt, in vieler Hinsicht. und das habe ich nicht trotz meines ADHS geschafft - sonder ich habe mir einen Beruf gesucht der meine kreativen Seiten unterstütz und mir genug Freiraum lässt, ich zu sein. Ich habe mir ein Leben aufgebaut, in dem ich meine Fehler machen darf, und sie nicht mehr auffallen als die von anderen.

    AHDS ist kein Geschenk. Es ist ein Zustand, der immer bei mir ist und immer war. Er behindert mich nur dann wenn ich es zulassen. Und ich lasse es dann zu, wenn ich vergleiche und bewerte. Dann habe ich keine Zeit meine Wege für mich zu finden - ich bin ja damit beschäftigt die negativen Aspekte auszuräumen. Ständig.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    Junie schreibt:
    Das tut mir leid für dich, Fliegenpilz.
    Ich verstehe nicht, was dir leid tut? Meinst du das, weil ich an ADHS nichts Positives sehe?

    Ich definiere mich nicht darüber, aber ich koppele es nicht von mir ab. Bei mir geht das auch leider nicht.Ich habe so ziemlich alle Aspekte die damit einher gehen
    Meiner Meinung nach hat das nichts mit dem individuellen Ausmaß von ADHS zu tun. Die Dinge, die du aufzählst habe ich auch. Ich koppele ADHS auch nicht von mir ab, ich wüsste auch nicht, wie ich das machen sollte. Ich zähle aber ADHS nicht zu meinen Charaktereigenschaften. Weder im negativen noch im positiven Sinn.
    Für mich ist das eine Sache der Sichtweise. Oder eine Definition von ADHS. Du rechnest Dinge zu ADHS, die ich zu meiner Persönlichkeit rechne.

    Als Beispiel:

    Neulich wollte ich in der Apotheke mein Rezept einlösen. Typischerweise war dieses Rezept mal wieder in den Tiefen meines Geldbeutels verschwunden und ich musste es erstmal eine halbe Ewigkeit suchen, während der Apotheke schon etwas ungeduldig wurde.
    Ich hatte nun verschiedene Möglichkeiten, wie ich damit umgehe.
    Ich hätte mich selber dafür total fertig machen können und mich über meine Unfähigkeit ärgern können. Das wäre die Methode, mit der man über kurz oder lang Bekanntschaft mit einer Depression macht.
    Ich hätte dem Apotheker sagen können, dass ich ADHS habe und einfach weiter in meinem Geldbeutel kramen können. Da würde ich ADHS als Ausrede benutzen.
    Ich hätte auf dem Absatz kehrt machen können und draußen vor der Türe weiter suchen können, damit es keiner mitbekommt. Das wäre dann das Vertuschen, Verheimlichen und im Extremfall das Verleugnen von ADHS.
    Ich hätte mich beim Suchen darüber freuen können, was ich jetzt noch so alles in meinem Geldbeutel entdecke. Die Monatskarte ist schließlich wieder aufgetaucht. ADHS ist schon toll, immer für eine Überraschung gut. Aber ist das wirklich das ADHS? Ohne ADHS hätte ich ja den ganzen Ärger nicht...

    Ich habe es so gemacht, dass ich erstmal geguckt habe, ob hinter mir eine Schlange steht. Außer mir war keiner da. Also habe ich dem Apotheker gesagt, dass ich ein Rezept habe, das ich einlösen möchte und dass das irgendwo in meinem Geldbeutel ist und dass ich das jetzt erstmal suchen muss. Er hat daraufhin gelacht und ich auch und er hat dann irgendwelche Medikamente eingeräumt und ist wieder gekommen als ich das Rezept gefunden hatte. Ich sage, was Sache ist, mache mich nicht dafür fertig, aber ich muss auch nichts positives daran finden. Es ist einfach so wie es ist.
    Ich suche mir Strategien und Methoden wie ich besser damit klarkomme. Dabei benutze ich meine Stärken. Meine positiven Eigenschaften.


    Aber ganz ehrlich - ich hatte noch nie ein Problem damit.
    Ein Problem habe ich dann, wenn ich an Grenzen stoße, die das ADHS mir setzt.
    Wenn ich mir z.B. durch meine Impulsivität Probleme mit meinen Chefs bekomme. Wenn ich aufgrund der Hyperaktivität negativ auffalle.
    Und das sind dann die Gelegenheiten, in denen ich ganz gerne das ADHS loswerden würde.

    Das ist so fest mit mir verwoben, ich weiß ja im Grunde gar nicht wie sich jemand fühlt der neurotypisch ist. Ich kenne keine ADHS bedingten Depressionen. Es kam mir nie wie ein Hinderniss vor. Es gab, auch bei mir Umweg...ja. Aber je weniger ich mich mit anderen vegleiche umso besser kann ich für mich meinen eigenen Weg gehen. Und zwar erfolgreich.
    Meinen eigenen Weg gehe ich auch.
    Wenn ADHS für mich ein Hindernis ist, dann ist das für mich noch in Ordnung. Ein Problem habe ich dann, wenn mich das ADHS in eine Sackgasse drängt. Wenn mein Weg so dann nicht mehr weiter geht. Z.B. wenn meine Beziehung deshalb in die Brüche geht, wenn ich meinen Job verliere, meine Freunde enttäusche, etc.
    Und da sehe ich schon, dass "normale" Menschen diese Probleme eben weniger oft haben. Keiner meiner Kollegen hat unsere Chefs angeschrien und die Türen hinter sich zugeknallt. Das habe nur ich gemacht.

    Ich kann nicht behaupten, dass ich anders sein will - ich weiß einfach nicht wie das ist, anders zu sein. Und es mir so vorkommt, als wären "die anderen" auch nicht dauerglücklich und als hätten sie es mit sich im Grunde auch nicht leichter, scheint es mir nicht erstrebenswert.
    Von außen kann man das sicher nicht sagen, ob es andere einfacher haben. Und verallgemeinern kann man das auch nicht.
    Wenn ich hier aber die Lebensläufe der anderen Chaoten lese und meinen eigenen und wenn ich dann die Lebensläufe von Kollegen, Freunden etc. anschaue, dann sehe ich, dass es ADHSler im Durchschnitt schwerer haben als Nicht-ADHSler.
    Wer glücklicher ist, kann ich nicht sagen.
    Nur denke ich, dass die meisten ADHSler wesentlicher mehr Anlässe zum Unglücklichsein haben als normale Menschen.
    Wir haben es schwerer als viele Menschen.
    Und jeder, der sein Leben trotz ADHS meistert, kann stolz auf sich sein. Egal, was andere sagen.

    Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mich nicht mit anderen vergleiche. Denn das mache ich. Ich schaue schon, was andere erreicht haben. Aber ich schaue mir auch die Bedingungen an, die andere haben und ich schaue mir meine Bedingungen an. Das rückt das ganze dann in ein ganz anderes Licht.
    So habe ich auch gelernt um Hilfe und Unterstützung und auch um Ausnahmeregelungen zu bitten, wenn ich es mir dadurch etwas leichter machen kann.

    Richtig stolz bin ich auf mich, wenn ich trotz dieser schlechten Ausgangsbedingungen besser bin als andere. Denn das gibt es schließlich auch. Ich bin ja nicht nur schlechter. Manche Dinge kann ich schon richtig gut. Und da kann ich mich dann auch mit anderen vergleichen.
    Ich muss mich echt nicht verstecken.
    Ich bin gut so wie ich bin.
    Geändert von Fliegenpilz (21.07.2012 um 01:48 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    @Fliegenpilz - siehst du, das ist genau das was ich meine. Es ist oft einfach eine Frage des Standpunktes und des Vergleiches mit anderen.

    Ansonsten unterscheidet mich nämlich in dem was du auffühst sehr wenig von dir. Fast nichts. Ich könnte fast alles geschriebene so unterschreiben. Inkl. dem Schreck "OMG, schon wieder was vergessen" und es dann in den Tiefen der Handtasche doch wieder zu finden. Und auch die imulsiven Ausbrüche mit Vorgesetzten und das Türknallen - kenne ich, mache ich - bzw. machte ich.

    Wo ich entschieden anderer Meinung bin, ist, dass es anderen Menschen, ohne AHDS einfach aus diesem Grund schon besser geht. Ich arbeite beraterisch mit Menschen, im Ansatz auch therapeutisch - und ehrlich, andere sind auch nicht anders


    Mit ADHS im Paket kommen i.d.R. Fähigkeiten. Die sich das Gehirn schafft um damit umgehen zu können. Ich glaube immer noch, es ist sehr schade, wenn man sich extrem auf seine negativen Seiten konzentriert - die hat einfach jeder Mensch und meist im gleichen Ausmaß - nicht die gleichen, nur im gleichen Ausmaß.
    Geändert von Junie (21.07.2012 um 15:01 Uhr) Grund: war einfach zu lange geworden...selbst für mich ;)

  9. #9
    Allanon

    Gast

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    Hui,
    also bei mir so ziemlich das uebliche:

    *Ich bin gut in mein Fachgebiet.
    Studium eigentlich reibungslos geschafft wenn ich mich aufraffe.

    *Bin sehr intuitiv und habe scharfsinnige "Antennen" um Menschen einzuschaetzen.

    *Ich glaube, dass ich recht kreativ bin und kuenstlerische Talent habe was Malerei/Zeichnerei angeht und denke, dass ich insgesammt einen guten Geschmack bzw.ein guten Sinn fuer Aesthetik habe ;-)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Eure positiven ADHS Seiten?

    Hallo Junie,

    wenn mich etwas interessiert, dann kann ich Stunden über Stunden alles aufsaugen, wie ein Schwamm.

    Aufgrund meiner Hypersensibilität, wäre ich eigentlich selbst ein sehr guter Psychologe. Ich lasse mich von negativen Gefühlen bei anderen anstecken und kann mich so besser als viele anderen in deren Lage versetzen und dann auch gute Problemlösungen anbieten. Zu mir meinte mal jemand, nachdem ich mit ihm länger geschrieben habe:

    "Mein Gott, du gibst viele Antworten und Ratschläge, die mir meine Psychologin auch gegeben hat."

    Hinzu kommt meine einfühlsame Art, dass wirkt bei Frauen wahre Wunder . Man kann mich für so ziemlich alles begeistern. Der Ex-Freund meiner Mutter hat mich damals (Ich war c.a 13) so für seinen Beruf (Müllabfuhr) begeistert, dass ich nach Hause kam und zu meinem Papa sagte: "Papa ich werde Müllmann". Das der nicht so begeistert von der Idee war, wie ich, muss ich nicht erwähnen.

    Wortgewandheit. Ein riesen Vorteil. Ich denke das haben viele AD(H)Sler und ich habe auch in einem anderen Thread erklärt warum das so ist. Wir musste ins seit wir zurückdenken können immer aus unseren negativen Gewohntheiten rausreden, dadurch haben wir das trainiert. Ich komme mit vielen Dingen noch relativ gut "durch" mit welchen andere vielleicht nicht so gut rauskommen würden. Das liegt an meiner sehr guten Argumentation, gegen die nur wenige ankommen, wenn ich nicht nachlasse. Meistens kriege ich dann Dinge zu hören, wie: "Ja diskutier das Thema wieder Tot..." oder "Immer musst du noch einen draufsetzen" oder "Du hast immer eine Ausrede...IMMER, sieh deinen Fehler doch mal ein!" Und wenn ich diese Dinge höre, fallen mir dann auch auf anhieb sofort Gegenargumente ein, welche dann aussagen sollen, warum ich genau diese 3 Dinge beispielsweise NICHT tue. Ich bin wohl dann sehr nervig^^. Ich denke das liegt daran, dass wir total schlechte Verlierer sind, auch bei Diskussionen

    Letztens kams mal vor, dass ich mich wirklich 0 auf etwas vorbereitet habe und dann direkt vom Gegenüber gesagt wurde "Jetzt sag nicht du hattest keine Zeit...warum hast du dich nicht vorbereitet?"

    "aaaaalsoooooo......"

    Dann wurd ich aber direkt unterbrochen mit "Nein, sag die Wahrheit". Okay, dann gab ich halt mal klein bei und gestand meinen Fehler^^

    Positiv würde ich auch unsere grundsätzliche sympathie nennen. Also eigentlich gibt es sehr wenige, mit welchen ich nicht klarkomme. Das bewundert meine Freundin auch an mir. Wenn sie mir ihre Freundinnen/Freunde vorgestellt hat, konnte ich mich direkt ausdauernd mit denen unterhalten - ohne Probleme. Außer ich mochte sie sofort nicht, dann war das schwieriger.

    Also es gibt durchaus positive Seiten
    Geändert von Mikoo (23.07.2012 um 20:36 Uhr)

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