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Diskutiere im Thema Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger) im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    Ausrufezeichen Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Hallo liebe Forumgemeinde,
    Es ist lange her das ich meinen letzten forumbeitrag geschrieben habe. War irgendwie zu faul und weiß auch gar nicht was ich schreiben soll .Ich steh irgendwie auf dem nullpunkt, ich bekomme seit gestern Medikinet adult 20mg und merke schon eine verbesserung meiner Stimmung nur leider Gottes stehe ich immer noch irgendwie nebenmir. Ich bin 26 jahre alt und wenn ich meine bekannten und freunde sehe wie weit sie vorangegangen sind, Beruflich sowie auch Privat dann würd ich am allerliebsten in ein Tiefes loch sinken und nie mehr rauskommen wollen (Allein nur aus scham).
    Ich fang am besten mal von vorne an:
    Ich war niemals gut in der Schule auch nicht gut in Sport ich wurde von gleichaltiegen gemieden und hatte mir auch niemals mühe gegeben freundschaften zu pflegen ich hatte auch niemals den ergeiz gehabt sich was aus sich zu machen ich lebte nur in meiner Traumwelt hatte mir auch niemals richtig mühe gegeben weil ich so tollpatschig bin und so Unselbstständig man mußte mir immer sagen was ich tun soll weil ich selbst nix auf die reihe gekriegt hab, ich hab mich immer gefragt wieso ich nicht so sein kann wie die anderen, ich habe die Hauptschule mit nen notendurchschnitt von 3,4 beendet. War lange zeit auf der suche nach einer lehrstelle ich bin von der einen in die anderen Massnahme hingeschickt worden wo nur Zeit verplempert wurde und nix was wirklich dabei rauskamm, habe Praktikas gemacht wie ein blöder damit dort wenigstens zeigen konnte das ich was kann ,aber trotzdem wurde ich nicht übernohmen. Ich hatte später glück gehabt mit 19 Jahren da habe ich eine chance bekommen für ne Ausbildung als Gebäudereiniger es war nicht leicht, die Schule war in Metzingen und ich mußte dort alle drei Monate zum Blockunterricht das war das erste mal in meinem leben das ich alleine auf mich gestellt war. ich hab dort das erste mal wirklich gute freunde kennengelernt ich wurde akzeptiert Ich hab die Ausbildung mit nen notendurchschnitt von 2,3 bestanden. ich hab mich Gefreut wie ein Schneekönig ich habe mir gedacht jetzt kann es nur noch Berg auf gehn, meine Eltern waren stolz auf mich und ich war es auch auf mich.
    Ich hatte auch nach langen hin und her auch eine Festeinstellung in meinen Ausbildungbetrieb bekommen, man könnte meinen alles wäre in bester Ordnung. Nur meine Lebensweiße hat mir einen strich durch die rechnung gemacht, ich bin immer nach der Arbeit nach Hause zu denn Eltern gekommen und habe immer mehr mich gehn lassen kein richtiges Privatleben noch nicht mal am wochenende Ausgegangen oder sich hobbys gesucht meine Arbeit war mein ganzes leben.

    Ich hatte mich damit zufrieden gegeben, doch dann plötzlich eines schönes tages kam Sie, die erste liebe meines Lebens, Sie gab mir irgendwie den antrieb mehr aus sich zu machen sie motivierte mich Sport zu machen mit dem Rauchen aufzuhören (ich hatte am Tag 20 Zigaretten geraucht). Sie hat mich auch mitgenommen nach drausen mir das Nachtleben gezeigt. Ich wollte mein leben Komplett umändern, Besser werden mein Fachabi machen damit ich nen besseren Job kriege, doch so schnell wie meine Motivation da war ging sie auch wieder verloren ich merkte ich konnte nicht mit ihr mithalten sie ist intelligent hatte schon ihr fachabi in der Tasche hatte schon beruflich viel mehr erfahrung als ich und ich merkte immer mehr wie sie ihr interesse an mir verlor. Ich wurde wütend ich fing immer mehr an sie zu Hassen dafür das sie nicht meine Liebe erwiederte das sie mich behandelte wie einen idioten das ich immer für sie hüpfen musste. Aber sie sich alle Türen offen ließ. Ich merkte das es so nicht mehr weiter gehn kann und machte schluss mit ihr. Dann plötzlich als sie merke ,sie verliert mich, kamm sie wieder zurück zu mir, sie Weinte, ich musste auch Weinen, denn in denn moment wo ich mit ihr schluss gemacht habe habe ich sie immer noch geliebt. Aber ich wußte hatte einfach keinen sinn mehr gehabt sich weiter kaputt zu machen.
    Mein Herz hat geblutet alles kam in mir hoch . Ich hatte wenigstens noch versucht das Abi noch zu machen, doch ich haltete nicht lange aus trotz das ich versucht habe mir den stoff rein zu prügeln trotz dem lerngemeinschaften die gemacht wurden. Ich mußte es abbrechen. Ich bin einfach nicht mit dem Stoff hinterher gekommen.
    Ich fühlte mich schwach. Ich bin in ein Tiefes Loch gefahlen. Ich fing wieder an zu rauchen. Bin in mein altes Muster gefahlen. Ich wollte mich Umbringen. Als ich dann bei der Arbeit bei einen Mehrfamilienhaus in den 12. Stock hochgefahren bin und in die Tiefe schaute. Merkte ich, scheiße ich will nicht das es so endet. Also ging ich zum Psychologen der gab mir Antidepresiver die halfen mir nicht, also fing ich an zu suchen, und plötzlich bin ich per zufall auf das Thema AD(H)S gestoßen. Es war ein Kampf, erst mal den Psychologen davon zu überzeugen denn es heißt ja es ``wächst`` sich aus. Ich hatte einen Test gemacht, der fiel mehr oder weniger posetiv aus. Bin auch vorher noch in eine andere beziehung reingekommen, dachte es wird vielleicht besser, sie war auch intelligent etwas Älter war gerade kurz vor der Abschlussprüfung als Lehrerin, Ich habe ihr auch gleich gesagt das ich in Psychologischer behandlung bin, das ich vielleicht AD(H)S habe , Sie akzeptierte es, doch ich konnte nicht das gleiche empfinden wie für meine Ex, ich zog sie runter obwohl sie mich so gut behandelt hat,ich hab das gleiche mit ihr gemacht was auch meine Ex mit mir gemacht hat, Sie machte schluss. Was ich ihr auch nicht verübeln kann, es hat einfach nicht gepasst. Schon wieder alles versaut, Ich hasste mich selber dafür für mein verhalten. Ich hab nur noch geweint versuchte mich noch bei ihr zu rechtfertigen, mich zu entschuldigen. Doch dafür hab ich zuviel kaputt gemacht. Nun gut, ich zog meine Konsequenzen.
    Ich bin vom Elternhaus ausgezogen, will mein eigenes leben haben. Selbstständig sein, nicht mehr der Fußabtretter von allen sein aber auch nicht andere für mein versagen verantwortlich machen. Mein Selbstwertgefühl steigern, über mich selber hinaus wachsen.
    Doch leider Gottes weiß ich nicht wie ich es richtig machen kann... ich steh leider immer noch am anfang was mich auch zimmlich runterzieht. Und da hilft auch kein ritalin. Es kommt mir vor als wäre ich im krieg mit mir selber.

  2. #2
    κοπφχαος

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 692

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)



    Ach mann, ich weiss nicht, was ich dir sagen soll und kann - deshalb vorerst nur das ...

    Ich fühle mit dir. Du bist nicht alleine.

    Ganz viel Energie für dich!

    LG

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Hey Andi85,

    glaub mir, wenn dich jemand versteht, dann wir.

    Auch ich bin momentan sehr depressiv und denke ständig an Selbstmord. Wir scheinen immer sehr eigensinnig, aber in emotionalen Dingen sind wir das kein bisschen. Selbst, wenn wir uns umbringen wollen und bei einer unbehandelten AD(H)S vermute ich das sehr....sehr sehr viele AD(H)Sler an diesem Punkt mal in Ihrem Leben standen. Die meisten tun es trotzdem nicht. Nicht aus Eigeninteresse, sondern weil wir es aufgrund unseres Gerechtigkeitsinns nicht vor unserer Familie / Partner / eventuell bestem/r Freund/in verantworten könnnen. Die Devise lautet also: Aufstehen, weitermachen, Runterfallen, Aufstehen, weitermachen, Runterfallen. Wir knallen immer wieder mit unglaublicher Härte auf den Boden. Flüchten uns in Tagträume, in welchen wir uns jedes mal ein Leben ausmalen, so wie wir es gerne hätten. Wenn man dann mal aus der Schulpflicht raus ist und man für zukünftige Entscheidungen Verantwortung übernehmen muss, beginnen die ganzen Probleme. Wir träumen unser schönes Leben. Als Schauspieler, Maskenbildner, Pop-Star, Bombenentschärfer, Grafiker und viele andere besondere Berufe, aber haben in der Realität nicht die nötige Motivation, geschweige denn den Antrieb um uns bei Berufen, die wir entweder nach sehr langfristigen Hürden oder mit einem riesen großen Konkurenzkreis im späteren Leben, dann auch in der REALITÄT wiederzufinden.

    Stattdessen machen wir sehr oft andere Dinge, kommen dann vielleicht irgendwann mal zur Vernunft und können aufgrund der Medikamente ( Die ich "noch" nicht bekomme ) sehr viel mehr schaffen. Nach diesem langen Leidensweg in der Schule, immer nur gedemütigt zu werden und das Gefühl haben, nicht in diese Welt zu passen, dann auf einmal herauszubekommen "Also...ja du hast vermutlich AD(H)S". Ich habe letztens noch in dem Buch "Zwanghaft Verstreut" gelesen, dass die Diagnose ein Stück der Therapie darstellt. Das ist nicht ganz falsch, aber was vergessen wird zu erwähnen ist, dass die Diagnose ein Stück auch zunächst einmal einen in ein noch sehr viel tieferes Loch wirft, welches dann nicht selten mit dem Gedanken an Selbstmord anknüpft, als zuvor. Zunachst einmal findet man heraus, dass man TATSÄCHLICH anders ist. Das man TATSÄCHLICH für viele Dinge, für welche man ständig mit dem Gesicht auf den Boden getreten wurde absolut nichts kann. Wir sind sehr ungeduldig, somit ist es klar, dass wir nun das Medikament dagegen lieber Gestern als Heute haben wollen. Jetzt müssen wir noch bis zu der endgültigen Diagnose durch unser altbekanntes Leben gehen und wissen, was mit uns los ist.

    Das macht alles besser? Ich finde nicht. Überhaupt nicht. In dieser Phase ist man meiner Meinung nach besonders Suizidgefährdet. Nun hören wir die Kritik mit ganz anderen Ohren, nämlich mit Ohren, die jene Kritik an das Gehirn weiterleiten, welches weiß, was nicht in Ordnung ist. Die Kritik in dieser Phase ( Du bist faul, du machst das nicht, das nicht, warum machst du das so, so, so, so, so ) mein Gott, wie soll man das bitte ertragen können, wenn man sowieso Hochsensibel ist? Es wird außerdem jetzt nicht mehr über schöne Dinge geträumt, sondern nur noch über die Vergangenheit. Die ist schmerzhaft, sehr schmerzhaft. Die Gegenwart ist schmerzhaft, sehr schmerzhaft. Die Zukunftsperspektive ist wahrscheinlich bei sehr vielen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schmerzhaft, sehr schmerzhaft. Meine Fresse, WIE soll jetzt bitte NICHT der Gedanke in den Kopf schießen "Werf dich vor einen Zug, dann ist der Schmerz weg"

    Wir können nichts für unser Syndrom und doch leiden nahezu alle extrem darunter. Nun stellt euch mal vor, was Menschen mitmachen, die von Geburt an sehr unattraktiv sind. Die können das noch nicht mal beim einsteigen in den Bus verstecken, müssen dauerhaft Ablehnung und Witze hören "Die ist ja hässlich, omg, hast du die gesehen, die Nase? Pinoccio lässt grüßen". Aber diese Menschen bringen sich nicht alle um, die machen auch weiter, dann können wir das auch, irgendwie!

    Grüße und alles Gute
    Mikoo
    Geändert von Mikoo (20.07.2012 um 09:39 Uhr)

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Andi, ich hab vorhin was schreiben wollen, aber dann dachte ich mir meine Worte ändern nichts an Deiner Situation.

    Ich lese aus Deinen Zeilen das Du ja eigentlich angefangen hast, eigene Wohnung, Arzt, Medis?

    Das sind doch schon ganz viele Schritte auf dem neuen Weg den Du gewählt hast , das es Dir besser geht, das Du dieses "Schämen" nicht mehr so empfindest. Ich kenne die Hilflosigkeit auch.
    Viele tun das.

    Und du schaffst das trotzdem.
    Ich hoffe das wir Dir Mut machen können, dich nicht wieder in dieses "Loch" runterziehen zu lassen.
    Ich finde hier im Forum oft Kraft, weiter zu machen, im Alltag braucht man das auch, ich kenne keinen, dem es nach ein bisschen Zuspruch nicht besser geht.

    Was sagt der Arzt denn dazu?
    Strebst Du eine Therapie an?

    Allein um mit den Gefühlen umzugehen (Beziehung, Biographie) wäre das doch gut?

    Ich sag immer gern "Halt die Ohren steif"...

    Es wird besser!
    Alles Liebe von
    Stargazer

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Hallo Andi,

    es tut mir so leid, was Du erleben musst und beschreibst.

    Leider dauert es auch mit MPH ein Weilchen, bis sich wirkliche Veränderungen zeigen. Aber sie zeigen sich.

    Wenn Du schon nach so kurzer Zeit eine Verbesserung Deiner Stimmung erlebst, so ist es ein gutes Zeichen. In Deinem Gehirn verändert sich jedoch auch auf Dauer etwas und so kommen die vielen alten Bilder hoch - sie sind unschön und machen oft so grausige Schuldgefühle und sie machen verzweifelt.

    Vielleicht tröstet es Dich: Ich bin 54 Jahre und mittlerweile ganz Allein. Auch ich habe schon reichliche Versuche der Selbsttherapie und der Therapie durch Profis hinter mir! Kurz bevor ich mein Leben endlich nach meinen Wünschen eingerichtet hatte kam der große Einbruch.

    Vielleicht so, wie mit Dir und Deinen anstehenden Prüfungen. Die angeblichen Profis haben mir nicht geholfen und ich musste mir mit einem riesigen Kraftaufwand selbst helfen - sonst hätte ich wahrscheinlich nicht mal mehr den Abschluss meines Studiums hingekriegt.

    Erst jetzt in meinem fortgeschrittenen Alter und nach enormen Lebensanforderungen, die eigentlich für jeden Menschen eine riesige Herausforderung darstellen, kam die Diagnose und mit ihr Medikinet. Die ersten zwei Wochen waren wie ein Wunder - dann kamen wieder die Einbrüche. Und die Bilder der Vergangenheit, mein Bedauern und meine Wut auf all die Helfer, die mich einfach nicht verstehen wollten, ist schier grenzenlos. Es holt mich alles täglich, manchmal mehrfach, ein.

    Heute ist ein guter Tag! Ich merke, dass ich ruhiger bin (auch im Oberstübchen), selbst die vielen Kleinigkeiten (die mir sonst den letzten Nerv rauben) fallen mir heute ganz leicht. Heute ist auch ein Tag ohne Zeitverluste - welch angenehmes Gefühl! Heute habe ich Zeit, auch die Erfolge der letzten Wochen zu sehen.

    Es versetzt mich alles nicht in Euphorie, es fördert nur meine Gelassenheit. Morgen ist vielleicht ein schlechter Tag. Er wird mich aber nicht mehr mit Angst und Panik überziehen, weil auch an diesem Punkt die Fortschritte für mehr Gelassenheit sorgen. Am Ziel bin ich noch lange nicht - schaffe ich eh nicht mehr gggg.

    Am Anfang sind es wenige Momente der Gelassenheit, diese wenigen Momente werden mehr und sie dauern länger. Nur darin liegt der Fortschritt!

    Einen guten Rat kann ich Dir nicht geben. Kann Dir nur ein Bild gegen die Verzweiflung anbieten:

    Hier verstehen wir Dich - für mich war es in den letzten Monaten das schönste Bild!

    Wohl kaum einer ist diesen Weg nicht gegangen, das Bedauern, die Rückfälle, die Hoffnungen und die Verzweiflung. Und doch haben die meisten für längere Zeit ihre Mitte gefunden, zumindest so weit, dass sie einigermaßen zufrieden sein konnten.

    Momentan ist Deine Lage schwer und unschön, aber im Vergleich zu mir hast Du noch "ein Leben" (26 Jahre) in dem einen Änderung möglich ist und auch kommen wird. Bei mir kam die Erkenntnis erst nach der Lebensmitte. Die ist bei Dir noch weit weg! Das alles holt Dich nicht aus dem Loch, aber es macht vielleicht den Blick frei für die Möglichkeiten, die noch vor Dir liegen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und jeden Tag einen sichtbaren kleinen Erfolg
    LG
    Waldsteinie

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    hallo andy85!

    nimm dir das nicht so zu herzen mit deiner laufbahn!
    die schule und so weiter lassen immer nur einen bestimmten verständnis-typ durchkommen. und es kommt die ganze zeit auf fleiß an, sonst eigentlich nichts. wenn ich meine kommilitoninnen sehe, viele sind einfach nur sorgsam und umsichtig, immer darauf bedacht, alle papiere pünktlich an der richtigen stelle abzugeben und das wars. ich hätte das zb nich geschafft, wenn nicht meine mutter in mir irgendwie so ein schönschreib-fleißverhalten verankert hätte- ganz im ernst!
    ich war acuh mal, lange ists her, mit einem zusammen, der hatte einen hauptschulabschluss und hat eine ausbildung gemacht und als ich den gefragt hab, warum er nicht weiter zur schule gegangen ist, hat er gesagt, er mag es nicht, wenn andere ihm sagen, was er tun soll. also er hat irgendwie drumherumgedruckst, das war keine zurechtgelegte antwort, sondern so eine gefühlte selbstverständlichkeit, aus der sich dann ergeben hat, die schule eben abzubrechen- solche gründe gibt es auch...

    man sollte sich eigentlich nicht daran messen weil es total falsch ist!!
    ich bin aber auch dauernd versucht dazu, ich kenn das gefühl, ich meine, ich studiere und es kann irgendwie auch niemand verstehen aber es ist eine seöbsterständlichkeit für mich, dass ich überall eine eins schreiben will und es geht nicht, ich hab immer nur eine zwei in den tests, egal, wie viel ich lerne, weil die testsituation, die mich aus dem ruder bringt und meine kurzfristige vorbereitung und dass ich eben aus der situation heraus nie die fragen verstehe, einfach zu sowas führen. ich denke mir, du studierst auf einer richtig schlechten uni ein total einfaches fach und schaffst es nicht über diese 2 hinaus und die anderen schaffen das alle, so nach dem motto, die von tuten und blasen keine ahnung haben.
    von daher, es ist sozusagen auf einer anderen ebene, weil es eben studiumsebene ist., aber es ist das gleiche problem, auch eine unzufriedenheit. ich denke, wenn ich auf anderen schulen/unis wäre, wäre es genau so, egal, wie einfach oder schwer es ist. das ist eher so ein problem, vielleicht bei hochbegabung? bist du hochbegabt? mir ist das vor zwei tagen erst aufgefallen, dass es so sein könnte mit dem anspruch, als ich in dem thread über intelligenz geredet hab. geh da mal rein und lass den kopf nicht hängen!!!

  7. #7
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Hallo Andi,

    Deine geschichte tönt zeimlich nach ADS an. Dabei finde ich dass du auch viel gekämpft hast und einiges damit erreicht!

    Ja, es ist schwierig mit so viel mühe nicht so viel zu erreichen als andere die es mit links machen können.

    Da du jetzt diagnose und medis hast, bist du auf der richtige weg. MPH hilft vor allem bei der konzentration und bei ADS-symptomen, aber alte verletzungen sind noch da. Ich denke, unten MPH ist eine psychotherapie und eine arbeit an sich wirksamer, da es auch aufmerksamkeit braucht um zu wahrnehmen was los ist.

    Kurz nach der diagnose, bin ich auch in ein tief gefallen... Mit der gedanken meine ganze leben so was mitzuschleppen war schrecklich. Ich bin mitten um nacht aufgewacht und hatte geheult. Aber zu glück war ich dann auch nicht allein. Schon durch forum und SHG mit gleichgesinnte im kontakt. Es ist für mich sehr wichtig ein ort zu haben wo ich verstanden bin ohne mich erklären zu müssen.

    Sicher wirst du einiges in dein leben besser im griff zu haben, was auch die stimmung hilft. Alte verletzungen können auch heilen, es ist eine sache von zeit.

    lg

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Vielen lieben dank für die aufbauenden worte von euch allen... ich habe mich noch nicht aufgegeben... es ist erst vorbei wenn es vorbei ist. es nagt schon zimmlich sehr an mir und ich will mich nicht in irgend etwas reinfressen nur das gefühl bleibt ich weiß auch leider nicht an wem ich mich wenden kann ich versuche noch nächsten monat zur selbsthilfe gruppe zu kommen... mal schaun ich muß ja auch noch auf meine arbeit aufpassen.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Was sagt der Arzt denn dazu?
    Strebst Du eine Therapie an?

    Allein um mit den Gefühlen umzugehen (Beziehung, Biographie) wäre das doch gut?



    Der Arzt sagt erst mal nimm mal schön die medis...
    Und zweitens es muss unbedingt noch etwas getan werden... mur es heißt wie immer warten.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Das gefühl der Hilflosigkeit (Trigger)

    Ja, als wenn sie nicht zwei Massnahmen im selben Quartal beginnen könnten.
    Das Warten ist wohl nicht zu ändern.

    Daher finde ich die Idee mit der Selbsthilfegruppe gut.

    Danke für die Rückmeldung und bis bald!

    LG
    Stargazer

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