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Diskutiere im Thema Kann man dumm werden? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Kann man dumm werden?

    Hallo.

    Also, um es mal abgesehen von den ganzen Informationen in diesem Thread ganz kurz zu erläutern:

    ADHS durchläuft im Laufe des Lebens verschiedene Phasen, in denen jeweils bestimmte Problematiken primär bestehen.


    • In der Kindheit/frühen Jugend: Primär Hyperaktive Symptomatik.
    • In der späten Jugend/im frühen Erwachsenenalter: Primär Impulsive Problematik.
    • Und im späteren Erwachsenenalter eben: Primäre Problematik durch kognitive Störungen.


    Das ist genau das, was dann als "dumm werden" erlebt wird.

    Mehr steckt nicht dahinter und das Ganze ist die vollkommen normale Lebensentwicklung einer ADHS.







    LG,
    Alex

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Kann man dumm werden?

    rabo schreibt:
    Wie darf ich das verstehen? Ich kenne Herrn Hüther nicht und habe ein paar Weblinks angesehen. Daher definitiv ohne Wissen über seine Arbeit: Werder seine Vita, noch seine Verlage, noch seine Co-Autoren scheinen irgendwie seltsam zu sein. Das Wikipedia sagt, er würde eine kontroversiell diskutierte Theorie vertreten. Ich will jetzt gar nicht seine Theorien diskutieren oder verteidigen. Aber dass man den Mann im Forum nicht erwähnen darf. Ich dachte, der Mann wäre eine Art durchgeknallter Sektenguru oder so etwas Ähnliches.
    Ich versuchs mal mit meine Worten:

    Für uns bestroffene AD(H)Sler ist Prof. Hüther ein fortwährendes Ärgernis.

    Zugespitzt auf den Punkt gebracht: Seine "Thesen" sind auch ein Grund, warum AD(H)S als Erkrankung und Lebenseinschränkung für die Betroffenen nicht in "der Gesellschaft" wahr- bzw. ernstgenommen werden.

    Was ich von ihm lese bringt mich als Betroffenen auf 180. Die "Thesen", die er vertritt kann nur jemand aufstellen, der definitiv KEIN AD(H)S hat.

    Aber da er ja "Professor" ist und "Der Spiegel" ihn in höchsten Tönen lobt wird er in der Öffentlichkeit als angebliche Koryphäe wahrgenommen

    Bisher hat Prof. Hüther außer seinen "Thesen" nichts zählbares geleistet, das mir als AD(H)S-Betroffenen in irgendeiner Weise geholfen hätte. Ganz im Gegenteil. Sein "Experiment" (einsame Alm), das in den Medien und auch von ihm selbst so hoch gelobt wird - das ist krachend gescheitert. Nur wird das nicht in den Medien "verfolgt" oder generell erst einmal flächendeckend "berichtet" - warum auch immer. Wahrscheinlich entspricht es nicht dem "Mainstream" der Nicht-AD(H)Sler und/oder lässt sich nicht gut verkaufen. Oder man möchte sich nicht mit "Herrn Professor" und seinen Kohorten anlegen - oder was auch immer.



    Dies ist ein Selbsthilfe-Forum. Von Betroffenen für Betroffene. Irgendwlche "Thesen" von Prof. Hüther sind da in keinster Weise hilfreich für Menschen, die bei ihrer Suche nach Hilfe und Informationen hier landen. Deswegen kann ich nicht nur Alex verstehen - ich unterstütze seine Aussage aus ganzem Herzen.


    Durch alles, was Prof. Hüther so zum Thema AD(H)S von sich gibt fühle ich mich und meine Situation nicht ernst genommen, meine (seinerzeit) sogar verzweifelte SItuation wird diffamiert - und es wird keine Lösung angeboten.

    Ich nehme ihn nicht ernst - und wenn ich an irgendeinem Stammtisch seinen Namen höre muss ich stark an mich halten.

    NEIN DANKE

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Kann man dumm werden?

    Leider kann man dann, wenn Meinungsdikate und "Bücherverbote" ausgesprochen sind, Themen nicht mehr auf das Für und Wider, Inhalte nicht mehr durchdenken. Dann entsteht halt das, was man als Mißverständnisse sehen kann. Sehen kann man nur, wenn man hinguggt. Wegschauen ist das, was Unwissenheit erzeugt.

    Es ist so schwierig mit der ADHS. Vor allem wenn man mit WLAN zu kämpfen hat und ganze Einträge vom schwarzen Funkloch verschluckt werden

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Hier wird sicher kein Bücherverbot ausgesprochen lieber Sinnstifter aber die Sinnstiftung von Hüther ist ja wohl Kappes. Alleine die verschwurbelte Wortwahl ...

    Ich halt's mit der Wissenschaft - was von Hüther zu halten ist steht hier:

    http://media.dgkjp.de/mediadb/media/...imulantien.pdf

    Eine Abrechnung mit seinen Lernmethoden hier:

    http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/...f-1515295.html

    (Ich bin weder Becker noch FAZ-Fan)

    Und renommiert ist der nicht. Nur der Blech vom Spiegel ist sein Kumpel und ein paar absolut Ahnungslose Zeilenschinder fallen dauernd auf ihn rein. Ach ja, neuerdings auch Pseudophilosophen. Ärgerlich.

    Gegengift: Barkley, Skrotzky, Neuhaus, Siemchen, Döpfner, Lehmkuhl. In der Reihenfolge.




    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Kann man dumm werden?

    Sinnstifter schreibt:
    Ach daher weht der Wind. :rulez:

    Ich notiere mir: Gerald Hüther ist ein Esotheriker und Meinungsfindung muss ohne ihn stattfinden. Ok, ich werde ihn nicht mehr erwähnen und niemanden, der irgendwie mit einer alternativen Sichtweise zu ADHS um die Ecke kommt.
    Hm. sehe das ähnlich. Ich bin in der Orientierungsphase und bin nicht sehr froh, wenn bestimmte Autoren kategorisch verteufelt werden, das hilft niemandem. Aber egal: Orientierungsphase bedeutet, auch mal die internen Querelen innerhalb von Communities kennenzulernen. Das ist eingetroffen.

    Grüße!
    Raphael

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Kann man dumm werden?

    Dieses Forum ist ein toller Anlaufpunkt und hält sicher massenhaft Informationen parat. Aber wenn bestimmte Sichtweisen hier nicht gewünscht sind, weil die Betroffenen sich davon falsch dargestelt fühlen, ist das durchaus ok.

    Hüther ist vielleicht gerade wegen seiner "Schwätzigkeit" und den Simplifizierungen weil er oft für Laienpublikum spricht/schreibt schwer zu verstehen. Leider berufen sich wohl zu viele auf ihn, die weder ADHS verstehen wollen noch interesse daran haben Hüthers Gedankengänge zu verstehen. Sie suchen nur irgendwelche Positionen von vermeintlichen Experten um ihre eigene fest gefahrene dogmatische Sichtweise zu rechtfertigen oder sogar unters Volk und noch schlimmer: Unter Betroffene zu bringen.
    Das Problem sind also die Leute, die an einem bestimmten Welt- und Menschenbild festhalten und z.B. dogmatisch gegen Medikation sind, die sie als Drogensubstitute darstellen und ADHS ausschließlich in eine Ecke drängen, die mit Millieuschädigungen aus diversen sozialen Problemstellungen heraus entstehen können.
    Gerade in diesem Bereich sind knallharte Interessenten unterwegs, Kapitale Interessen, sogar Antipsychiatrie Bewegung und Sekten oder ähnliche Gruppierungen, die von der Pharmaverschwörung reden usw.

    Diese Leute helfen ausser sich selbst eher niemandem. Wenn ein Autor diesen Gruppen so nah steht oder sich nicht ausreichend distanzieren will und dort dann Futter für die dogmatischen Sichtweisen anbietet und das nie ausreichend richtig stellt, ist er für die Ablehnung der von ADHS-Betroffenen auch selbst verantwortklich.

    Ich sehe ja selbst wie schwer es ist mit einem Handicap wie ADHS und den ganzen Folgeproblemen, das man nicht deutlich sehen kann zurecht zu kommen. Darüber könnte man alleine schon lange Abhandlungen schreiben, wieso das so ist und weshalb es vielen Menschen einfach so schwer fällt kranke Menschen oder leistungsschwächeren oder auch nur andersartigen Menschen Lebensräume und individuelle Entwicklungsräume zuzugestehen.

    Darum, weil das so viele Konflikte heraufbeschwört ist es auch so wichtig für Betroffene Rückzugsräume zu haben, die von bestimmten Teilen einer Diskussion einfach frei bleiben. Das gilt für Foren in denen sich Übergewichtige treffen und nicht gestatten Gewichtsreduktion aus welcher Sicht auch immer zu diskutieren oder eben auch hier im ADHS-Forum wollen Betroffene nicht die Diskussionen lesen, die ihnen im Alltag das Leben schwer machen.

    Ich finde das im Grunde gut. Sonst würden u.U. genau die Leute einzug halten, die den gesellsschaftlichen Konflikt ständig anheizen und den Betroffenen das Leben schwer machen.

    Jeder Betroffene kann sich ja über das Forum hinaus auch mit allen Aspekten zum Thema befassen. Ich musste das ja auch nur wissen, das diese Diskussion hier nicht gewünscht ist.

    Ich möchte dir noch empfehlen, dich nicht von der oft extrem vertheoretisierten Diskussion über ADHS und vor allem mögliche sozial-psychologische Ursachen von wichtigen Entscheidungen abbringen zu lassen. Es kostet vielleicht zu viel Zeit im Leben, die man besser nutzen kann, wenn man sich einfach medikamentös einstellen läßt.

    Jahrzehntelang habe ich alles ohne Medikamente geschafft und machen wollen, heute sind sie mein letzter Rettungsanker doch noch so etwas wie ein normales Leben anzupeilen. Jede Diskussion, jedes Verständniss bringt mir ganz persönlich zwar immer auch Erkenntnisse und macht mir Freude, aber letzten Endes nutzt es wohl für das rein praktische Leben gar nichts oder verkompliziert alles noch weil Entscheidungen und Zielstreben dann noch schwerer werden als ohnehin für uns Betroffene und die Schädeldecke noch heißer läuft.


    Viel Erfolg dir Rabo!

    MFG
    Geändert von Sinnstifter (22.07.2012 um 19:08 Uhr) Grund: textverständniss +

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