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Diskutiere im Thema wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    Böse wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    hallo erstmal

    also ich habe das problemchen das wenn es zum thema adhs kommt das es oft nicht akzeptiert( da man ja nichts sieht)nicht verstanden
    oder gar als blödsinn oder nicht anstrengen sieht...

    werde auch ganz oft nicht ernst genommen es k....mich an

    kollegin meinte sie kann sich auch nicht konzentrieren und zahlendreher hat sie auch schon mal gehabt man muss sich halt da mal zam reissen,

    und schon schnappt die wutfalle wieder zu




    http://1.2.3.11/bmi/adhs-chaoten.net...milies/079.gif



    also, wie erklärt ihr anderen das es manchmal einfach nicht geht auch wenn man will?

    danke im vorraus

  2. #2
    Zotti

    Gast

    AW: wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    Hallo, also ich habe da auch keine Lösung, einer der davon nichts wissen will, dem brauch
    man auch gar nichts erklären.
    Einer der dann nachfragt und der interessiert ist, da klappt es dann auch , ansonsten kannst
    du das vergessen.

    So ist meine Erfahrung, wenn mir nochwas einfällt dazu, schreib ich dir. Wollte nur mal erst
    eine Antwort geben, damit da schon mal was steht zu dem Thema.

    Gruß Zotti

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    Was genau versprichst du dir denn von deinem Outing? Wieso ärgern dich die Kommentare deiner Kollegin so? Als was willst du anerkannt werden?

    Meine Familie weiß es natürlich. Mein Partner und meine besten Freundinnen wissen es. Aber sooo wichtig finde ich das gar nicht. Ich bin ein erwachsener, viellfälltiger Mensch und keine Sklavin meines ADHS. Nicht alles was ich tue und wie ich es tue sind dadurch erklärbar. Ich will gar nicht, das Menschen den Fokus so sehr darauf setzen. Dann sehen sie mich am Ende gar nicht mehr umfassend sondern nur noch durch die ADHS Brille. Will ich nicht.

    Ich will auch nichts damit entschuldigen. Ich bin intelligent und alt genug, um für mich zu sorgen und dafür zu sorgen, dass ich nicht mir oder anderen schade.

    Ich kann z.B. wie viele Betroffen mit dem richtigen Ansatz schnell sehr wütend werden. Wenn jemand kompletten Unsinn redet und einem meiner Schützlinge damit schadet kann ich ausflippen. ADHS und Tourett sind nahe Verwandte - und so ist das dann auch bei mir. Es ist ganz schwer zu kontrollieren NICHT auszuflippen. ABER ich kann mir Techniken aneigenen, dass es niemand schadet. Ich lege inzwischen schnell das Telefon auf, oder gehe aus der Situation. Manchmal muss ich Druck abbauen und werfe etwas o.ä. Wenn ich alleine bin.

    Warum sollten andere Menschen unter mir leiden? Damit leide ich am Ende doch nur selbst. Ich will als kompletter Mensch anerkannt sein, und trage mein ADHS nicht wie eine Entschuldigung vor mir her.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    Hi!

    Ich erzähle außerhalb meines innersten Freundeskreises grundsätzlich nichts über "mein" ADS. Was ich dann erzähle --> weiter unten.

    Ich erzähle nichts, weil die allermeisten Menschen es nicht verstehen können und/oder wollen. "Kenn ich", "hab ich auch" sind da die nur einige Probleme.

    Wenn überhaupt jemand etwas wissen MUSS (im Beruf zum Beispiel wegen der früher langen Fehlzeiten), ich aber nicht erzählen WILL - dann habe ich eine vererbbare Stoffwechselkrankheit, die erst vor kurzem bei mir diagnostiziert wurde und jetzt behandelt wird.

    Ausnahmen: Ich merke, dass mein Gegenüber evtl. vieleicht auch ADS haben könnte (seltsamerweise fällt mir das recht leicht und bisher stimmte mein Verdacht auch, falls er/sie sich hat untersuchen lassen) - dann erzähle ich ein wenig darüber, wie es bei mir früher war und wie es jetzt ist. Allerdings ohne den Begriff AD(H)S in den Mund zu nehmen. Findet das der andere interessant und will mehr wissen - dann spreche ich es konkret an bzw. aus.



    Sooo - und wie erkläre ich einem Nicht-ADSler, was ADS ist und wie ich mich fühle seitdem mein ADS mit MPH behandelt wird.

    Was ist ADS --> vererbbare Stoffwechselkrankheit (jaja ich weiß - aber so schaffe ich es, etwas Akzeptanz herzustellen), die dafür sorgt, dass man "reizüberflutet" ist. Mit mehr Worten und vielen Bildern und Geschichten aus meiner Vergangenheit. Mit kurzer Schilderung der bei mir auftretenden Symptome.

    Wie fühle ich mich mit MPH --> "Dir das zu erklären ist in etwa so, als wenn ein ehemals Blinder einem normalen Menschen jetzt erklären muss wie es ist plötzlich zu sehen". Genauso. Und genauso fühle ich mich dann auch. Ich erzähle dann (mit Vorher-Nachher-Geschichten), wie es ist. Und vor allem wie es ist, wenn die Wirkung des MPH nachlässt. "Als ob man Kopfhörer abnimmt und dann den Presslufthammer von nebenan hört". So in etwa. Mit Variationen - wird ja sonst auch für mich langweilig...


    wirbelsturm schreibt:

    also, wie erklärt ihr anderen das es manchmal einfach nicht geht auch wenn man will?
    Mein Tipp: "Ich bin wie ich bin." (kann man ja auf viele Arten sagen) Das soll und muss reichen. Wenn es dem/der anderen nicht reicht - dann ist es sein bzw. ihr Problem.

    Und wenn mir jemand dumm kommt: "Also - sollen wir beide mal vierhändig Klavier spielen und ganz wild improvisieren? Ach - Du KANNST gar kein Klavier spielen? Seltsam - ich kann das - ist doch ganz einfach..." Spätestens dann ist Ruhe.

    Wenn ich Dir einen Rat geben darf: Sprich möglichst wenig mit "fremden" Menschen über Dein ADS. Aus ganz vielen Gründen (die meisten habe ich gerade gelöscht - soll ja lesbar bleiben). Es muss ja nicht mal sein, dass jemand ADS für eine "Erfindung der Pharmaindustrie" hält - die Leute sind harmlos. Es erspart einfach sehr viel zwischenmenschlichen Stress - und wie oben geschrieben: "Nötig" hast Du es eh nicht. Wenn überhaupt darüber, dann unter Freunden oder in der Partnerschaft. Aber bei "Wildfremden"... - neeeeee.

    Ich hoffe ich konnte helfen

    Grüße

    Grey

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89
    Hallo grey,

    Vielen dank für deine Antwort.
    Ich denke das ist die einfachste Lösung, ich muss mich halt dann echt zam reissen da ich sehr extrovertiert bin und erst immer danach denke"mist hätte ich bloß nix gesagt".
    Das mit dem Klavier ist toll

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  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89
    Ich werde es einfach mal versuchen.
    Ich beschäftige mich auch erst ein paar Wochen mit dem Thema So intensiv.und wie gesagt ich muss darüber reden.meine schwiegeMutter in spe meinte z.b.ich bilde mir das alles nur ein.
    Und mich nervt das So mich da ständig rechtfertigen.

    Deswegen die frage

    Gesendet von meinem GT-I9000 mit Tapatalk 2

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    wirbelsturm schreibt:
    (...) ich muss darüber reden (...)
    Das kann ich SO gut verstehen! Geht mir ähnlich.

    Ist halt immer "nur" die rage, mit wem man erzählt. Oder mit wem man das "unfallfrei" kann ohne Angst.

    Das wirst Du schnell herausfinden. Und hier im Forum ist ja schonmal ein guter Einstieg - hier wird Dich jeder ernst nehmen und Du wirst Dich nicht rechtfertigen müssen.

    Ich habe 4-5 Freunde, mit denen ich darüber sprechen kann. Und das mache ich auch (und wenn die genervt sind - das gehört zu Freundschaften dazu... ;-) ).





    OffTopic:

    wirbelsturm schreibt:
    (...) zam reissen (...)
    Fränkisch ist toll... Darf ich mir für Deinen nächsten Beitrag irgendwo ein "fei" wünschen???



    LG

    Grey

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    Ich mache es wie Grey. Für "Fremde" ist es eben eine Stoffwechselerkrankung, bei guten Freunden etc. erkläre ich das schon intensiver.

    Hier kam immer mal wieder das schöne Beispiel einer Brille auf. Jemanden, der eine Sehschwäche hat, sieht man das auch nicht an. Trotzdem würde ihm keiner die Brille wegnehmen und verlangen das er jetzt den Text genauso gut liest wie mit.

    Genauso ist es mit dem MPH. Es scheitert nicht am "Nicht-Wollen", sondern am "Nicht-Können". Und das jeder mal durchhängt ist völlig normal. Wenn das aber eben der Normalzustand ist, macht es Probleme. Punkt.

    Solche Sprüche werden dir aber leider immer wieder begegnen.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    wirbelsturm schreibt:
    Ich werde es einfach mal versuchen.
    Ich beschäftige mich auch erst ein paar Wochen mit dem Thema So intensiv.und wie gesagt ich muss darüber reden.meine schwiegeMutter in spe meinte z.b.ich bilde mir das alles nur ein.
    Und mich nervt das So mich da ständig rechtfertigen.

    Deswegen die frage

    Gesendet von meinem GT-I9000 mit Tapatalk 2
    Oh ok. Das erklärt natürlich vieles. Mein Tipp wäre, ziemlich schnell von der "Krankheitsschiene" runterzukommen. Das spiegel ADHS nicht wieder und gibt auch dir m.E. eine negative Einstellung dazu.

    Es ist eine neurologische Besonderheit, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du mal nachliest, wie viele berühmte und sehr erfolgreiche Menschen betroffen sind, merkst du, es macht bisweilen "anders" aber es muss auf keinen Fall einschränken.

    ich könnte mir vorstellen, wenn man nicht weiß was da los ist, kann man schon mal krank werden, vom Grübeln und Nachdenken? Das tut mir leid. Aber jetzt weißt du es ja. Bzw. es ist in der Abklärung?

    Ich kann mir vorstellen wenn man diese Diagnose im Erwachsenenalter bekommt, ist das erstmal eine große Sache? Und man will es vielleicht dann auch allen erzählen? Aber dass du glaubst du musst dich rechtfertigen ist in DEINEM Kopf. Das musst du nicht. Du musst gar nichts. Wenn du anfängst dich zu rechtfertigen, dann ist es wirklich nicht mehr weit, dass du alle Fehler an dir und alles mit ADHS rechtfertigst - eine große Gefahr finde ich.

    Akzeptieren, radikal akzeptieren, und machmal wundern, dass man anders ist - aber man ist doch nicht besser oder schlechter als andere. "andere gibts schon genug" (Eckhardt von Hirschhausen()

    Auch wenn das alles noch neu und überwältigend erscheint für dich - wenn du betroffen bist, dann bist du das seit deiner Geburt. Und bis heute hast du ja auch so gelebt und dich wahrscheinlich auch bemührt bestimmte Dinge sozialverträglich zu gestalten und an dir gearbeitet dass du dir nicht schadest? Einfach weitermachen. Nicht rechtfertigen, nicht in Selbstmitleid verfallen - ADHS hat auch eine sehr sonnige und positive Seite. Ehrlich

  10. #10
    Zotti

    Gast

    AW: wie erklärt man einem nicht adsler adhs/ads?

    Also ich erzähle in meinem Umfeld je nachdem worüber man redet das ich ADS habe und dazu
    noch das einer meiner Söhne ASperger ist. Ich stoße immer auf Verständnis, vielmehr Interesse.
    Wahrscheinlich weil ich mich in einem Umfeld bewege das sowieso etwas anders ist,
    z.B. früher in Berlin wohnte ich bei einer Malerin, die hat alle paar Wochen ihre Möbel gestrichen,
    die Freundin (waren lesbisch) war schizophren, ich war dann auch viel mit Lesben zusammen,
    auch kannte ich immer schwule Männer in Düsseldorf und Berlin,

    meine Kinder waren dann in Berlin in einem Kinderladen (das ist mit Elternmitarbeit, es wurde Bio
    gekocht usw.) also immer ein bißchen in der Ökoszene

    dann habe ich Laienschauspiel gemacht und auch spirituelles Tanztheater usw.

    ACh ja, da fällt mir ein da wußte ich noch nichts vom ADS. Ich meine nur ich habe privat immer mit
    Leuten zu tun die auch irgendwie anders sind. Waldorfschule wird sowieso diskriminiert, da bin ich
    viel mehr mit angeeckt in der Zeit wo meine Kinder da hingingen als mit dem ADS. Der blödeste Spruch,
    den ich immer noch zu hören bekomme und der so nervt, "Dann können deine Kinder ja ihren Namen tanzen".

    Heute kennen ich viele Leute aus der Musikszene durch meinen Partner und das sind auch sehr
    seltsame Gestalten dabei. Wenn ich in die Disco gehe, sind da eher alternative und individuelle Menschen,
    bei Real wo ich einkaufen gehe, habe ich letztens der Verkäuferin die ein T-Shirt mit der Aufschrift
    "Ich bin schizophren" daraufhin angesprochen und wir haben uns auch über ADS unterhalten. Sie sagte
    ihr zweiter Chef an der Tankstelle würde auch zu ihr sagen sie habe ein "Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom",
    sie sagte, er könne das Wort sogar so gut aussprechen.
    Beim letzten Mal an der Kasse sagte sie, ich habe noch ein T-Shirt zu Hause mit der Aufschrift
    "Ich war schon als Kind unausstehlich".

    Also ich treffe sogar manchmal Leute, wenn ich denen davon erzähle, natürlich mache ich das schon nach Gefühl
    und auch nur wenn es sich so ergibt, ich dränge mich nirgendwo auf, daß die meinen sie hätten auch ADS.

    Eine jetztige Freundin von mir hat sogar dadurch erfahren, daß sie überhaupt ADS hat (worüber sie jetzt heilfroh ist).
    Jahrelange wußte sie nicht was los ist mit ihr, obwohl ihre Tochter schon seit Kindheit hyperaktiv ist.

    Allerdings bin ich jetzt schon älter und daran liegt es auch. Ich rede auch nicht überall darüber, doch so wie es sich ergibt.
    Bei meiner Familie habe ich das auch schonmal erwähnt, allerdings reagieren die da nicht drauf. Auch egal.

    In der Familie meines Partners in Bielefeld ist zumGlück auch eine Schwester mit einem ADSler verheiratet und dessen Bruder
    und von ihm die drei Kinder sind auch ADSler, da war ich ganz froh, daß das bekannt ist. Allerdings wird darüber nie geredet.
    Bin auch selten da.

    So jetzt muß ich noch was tuen, Gruß Zotti

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