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Diskutiere im Thema Mein verf*****tes Leben im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    Böse Mein verf*****tes Leben

    Huhu.....also ich habe es mir untersagt diesen Titel auszuschreiben, aber mir fällt auch kein anderer Titel ein.

    Also ich muss einfach mal Dampf ablassen, ich werde jetzt einfach mal losschreiben, da ich auch kein spezifisches Problem habe, daher nicht wundern, wenn ich sprünge mache.

    Mir gehen seit Jahren solche Gedanken durch den Kopf.
    Also richtig angefangen hat es eigentlich erst in meiner Lehre, eigentlich auch schon mein ganzes Leben davor, ich hab das Gefühl, dass ich schon mit ner
    Angststörung auf diese Welt gekommen bin.


    Na jedenfalls habe ich mich sehr unwohl in meiner Lehre gefühlt, ich war nämlich prinzipiell zu nix zu gebrauchen, was mir mein damaliger Chef auch deutlich gemacht hat, ich war mir immer extrem unsicher in allem was ich tat, was meine Lehre erschwert hat, dadurch habe ich viele fehler gemacht, manchmal sogar mit absicht und wenn mir mein chef mal wieder gesagt hat, wie dumm ich doch sei, tat ich so als sein ich doof, obwohl ich genau wusste was er von mir wollte, warum ich das gemacht habe kann ich mir nicht erklären, für die einfachsten dinge war ich einfach zu doof, habe ewig lage gebraucht und unsicher,
    es sei denn ich war unter sehr vertrauten personen.


    Die ganze Lehre kam ich mir wie ein kopletter volltrottel vor und ich machte mir ernsthaft über mein Leben in der Zukunft gedanken.
    Die Schule war aber kein Problem, das war der absolute FLOW, gut mit ein bissl Fleiß hätte ich mein Gesellenbrief auch besser abschließen können, aber ich hatte keine Lust dazu.

    Nach der Lehrer hatte ich allerdings noch ein bissl Selbstbewusstsein und hatte sogar den Mumm mich wo zu bewerben und habe danach auch in 2 Firmen gearbeitet, aber auch dort stellte sich nach einer Zeit einfach dieses komische Gefühl ein, ich fühlte mich gelähmt, es war einfach keine motivation mehr da, ich kroch aber auch in dieser zeit im Topf voller Selbstzweifel, ich fühlte mich einfach nur dumm, ich hatte schon an einem Intelligenztest gedacht, aber da kann ich mich nicht überwinden, denn komischerweise hätte diese Zahl eine große Bedeutung für mich, auch wenn es nur eine Zahl ist.


    In der Zeit hatte ich auch mein Abi auf ner Abendschule gemacht.
    Auch hatte ich meine Diagnose ADHS bekommen, kurz darauf bin ich auch in Behandlung bei einem Psychotherapeuten gegangen und ich wurde auch mit AD's behandelt.
    Eigentlich hat mir die Therapie nix gebracht, was mir gesagt wurde wusste ich auch schon und die AD's naja haben zwar was bewegt aber nicht genug meiner Meinung ich bin mir auch einfach nie sicher, ich kann nicht wirklich sagen ob es geholfen hat, ich weiß auch nicht so recht was ich von einem AD zu erwarten habe, selbstbewusstsein hab ich dadurch jedenfalls nicht erworben.

    Mein Arzt meinte auch nachdem ich bereits mein 2tes AD abgesetzt habe, dass es aus seiner sicht kein weitere Medi gibt was er mir noch verschreiben kann, es bleibe noch der Therapeut oder Tiefenpsychologie, wobei das letztere nicht einfach so auf die schnelle ginge und zum Therapeuten!? Was soll ich da!?


    Ein Problem was ich habe ist, dass ich als ich vor 3 jahren mein Job verloren habe, mich nicht wieder getraut habe irgendwo zu bewerben, das mag absurd klingen, zumindestens für aussenstehende, das macht die sache noch zusätzlich schwierig, wie soll ich ein nicht betroffenden klar machen, dass ich nicht arbeiten kann weil ich angst habe, mein Studium ist momentan mein einziges Fundament.
    Mit dem Föderungsgeld komme ich gerade so über die Runden, daher wenn ich mein Studium nicht beende, hab ich ein Problem, dann hab ich nix mehr


    Ich würde gerne in den Semesterferien wieder arbeiten, damit es mir finanziell etwas besser geht, aber wie!?
    Nachher sagt mein Gehirn wieder "nö ist nicht" und ich verliere mein job schon wieder, außerdem gilt es diese Hürde von ANGST zu überwinden.
    Ich stehe vor einem Rätsel, ich weiß auch garnicht was ich tun kann, ich weiß zwar dass ich auch mit anpacken muss, aber mit Hilfe?
    Nur die Hilfe wie Pillen oder Therapeut hat bisher alles nix genützt.


    Das Leben ist irgendwie vom Arsch, die Probleme fingen schon an, als ich auf die Welt kam.
    Hat jemand schonmal ne Therapie im Bezug auf Tiefenpsychologie gemacht?Kann mir da noch nix drunter vorstellen?

    Ach ich hab keine Ahnung was mir fehlt?
    Manchmal wünsche ich mir ganz normal ohne Probleme zu sein, kein großen Anspruch an mir selber, denke nicht ständig über was nach, brauche nicht ständig Input, Selbstbewusstsein on Mass.



    So das war es erstmal, es lässt erkennen wie chaotisch das in meinem Kopf zugeht, daher hoffe einer von euch blickt durch.
    Wahrscheinlich habe ich sogar wichtige sachen, welche ich schreiben wollte wieder vergessen.




    LG MoC

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 344

    AW: Mein verf*****tes Leben

    Hallo MoC,
    Deine Gefühlszustände kann ich nachvollziehen. Vor allem das mit dem Selbstbewußtsein.
    Ich dachte anfangs erst, die Medis bringen mir auch nicht wirklich was. Der Arzt meinte, die für mich richtige Dosis müsse ich für mich selbst herausfinden. Nachdem ich das dann auch gemacht habe (Dosis erhöht, kein Retard, spätere Einnahme...) haben sich einige Dinge verändert, ich habe mich verändert!
    Das muß aber jeder für sich selbst herausfinden und auch in Absprache mit einem Arzt. Therapien haben mir auch nicht wirklich was gebracht.

    Lass den Kopf nicht hängen (weiß, das ist leicht gesagt)
    LG
    secret

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Mein verf*****tes Leben

    Hallo MoC,

    ich fürchte, Deine Probleme sind nicht leicht zu lösen. Eine Psychoanalyse wäre
    vielleicht ein guter Ansatz.
    Diese dauert aber bei ambulanter Therapie endlos lange, man wird dabei schnell
    ungeduldig.
    Hast Du schon einmal über eine stationäre Behandlung nachgedacht?
    Eine tiefenpsychologische Therapie kann dort wesentlich konzentrierter erfolgen.
    Dazu hättest Du den Vorteil, dass Du für eine gewisse Zeit komplett aus Deinem
    Umfeld heraus genommen würdest, und damit Distanz gewinnst zu Deiner jetzigen
    Situation.
    Vorurteile gegenüber einem "Anstaltsaufenthalt" wirf bitte gleich über Bord.

    Alles Gute
    deroptimist

  4. #4
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Mein verf*****tes Leben

    @ deroptimist

    hattest du schon erfahrung mit einer stationären Behandlung?
    Vorurteile habe ich dem gegenüber nicht, wenn es der letzte Weg sei, so würde ich ihn begehen.
    Mein Arzt hat mich dies bezüglich noch nicht hingewiesen, gut ich hatte erst vor kurzem Venlafaxin abgesetzt und habe in 2 Wochen wieder ein Termin, mal gucken was bei rum kommt.

    LG MoC

  5. #5
    howie

    Gast

    AW: Mein verf*****tes Leben

    Also mit tiefenpsychologie habe ich schon Erfahrung.
    Musste damals in Therapie (offiziell war das aber keine, sondern ein Beratungsgespräch - keine Ahnung was genau der Unterschied ist)
    Also, die gute Frau (mit den unrasierten Beinen) hat sich vor mich hingesetzt und gewartet bis ich was sage - also keinerlei Fragen, keine Hilfen.
    Sie hat meinen Eltern gesagt, dass wir eine Familientherapie brauchen.
    ich bin immer nur dagessesen und hab nix gesagt.
    irgendwann ist so woanders hin und eine neuer therapeut kam.
    zu dem hat sie gesagt, dass ich sie immer so wütend mache! dabei habe ich gar nix gesagt der neue therapeut hat gemeint, dass das normal ist bei der Freudschen Schule, dass sie nur wartet bis ich was sage und sie dann analysiert.

  6. #6
    howie

    Gast

    AW: Mein verf*****tes Leben

    bin aber auch schon freiwillig zum therapeuten wegen depressionen.
    irgendwann (so nach 1.5 jahren) hat er mich weggeschickt und gesagt, dass er nicht weiß wie er mir helfen soll. ich soll wieder kommen, wenn ich was getan habe (für die uni)
    jetzt vor ein paar monaten bin ich wieder hin - jetzt bin ich nämlich super motiviert und kriege auch wirklich einige dinge hin auch wenn ich manche dinge verbocke (und zum beispiel aus miener wohnung geschmissen werde) - jetzt meint er: wo nehmen Sie plötzlich diese Motivation her? - angeblich brauche ich ihn nicht mehr. er meint ich habe nix, bin ganz normal. er hat nur immer gesagt: jetzt räumen Sie mal Ihr Zimmer auf! oder: jetzt machen sie einen Plan und dann machen Sie was für die Uni!
    jetzt bin ich beim coaching, die coachin hat mich zum adhs psychiater geschickt (bei dem ich vor 5 jahren schon mal war und auf adhs diagnostiziert wurde), damit ich wieder medikamente bekomme. der hat mich gefragt wie s mir geht. gut hab ein bißchen gelogen und gesagt passt alles. außerdem hab ich gesagt, dass ich an meiner konzentration arbeite und mich um mein studium kümmere. da hat er gemeint: wofür brauchen Sie mich dann? da hab ich gesagt: ich wurde hergeschickt. weiß nicht genau was adhs ist. das soll er schon sagen!
    dann hat der arzt gemeint - jetzt warten wir mal was die coachin sagt.
    hab bei der coachin dann zwei stunden lang 90 fragen beantwortet - zweite diagnose für adhs in schlimmen ausmaß.
    jetzt schickt sie was an den arzt damit er weiß wie er mich einstellen soll. Laut der coachin ist eine Einstellung auf medikamente bei mir so was von dringend notwendig.
    dabei haben die medikinet tabletten in den drei wochen in denen ich sie genommen habe gar nix bewirkt!
    will eigentlich keine nehmen - aber kurz probiere ich sie noch mal aus - in den nächsten tagen.
    (jettz muss ich erst mal die 10 euro praxisgebühr bezahlen und mich um eine krankenversicherung kümmern. hab grad so ein kleines problem mit der krankenkasse)
    so genug gelabert.
    Geändert von howie ( 3.07.2012 um 03:08 Uhr)

  7. #7
    howie

    Gast

    AW: Mein verf*****tes Leben

    hab viele dinge von allein geändert!
    kiffe nicht mehr.
    stehe früh auf!
    geh meistens früh ins bett gut heute nicht wegen chatten.
    schau keine filme mehr und kein fernsehen.
    bekomme einen neuen studentenob der mehr in die richtung geht die ich später mal machen will (wobei sich für eine richtung entscheiden schon schwierig ist)
    mein zimmer ist einigermaßen aufgeräumt.
    habe überhaupt zum ersten mal mit meiner mutter geredet.
    kümmere mich so gut es geht um mein studium und bin topinformiert!
    treibe sport!

    hab natürlich noch probleme aber daran arbeite ich.
    weiß auch noch nicht ob so eine coachin was bringt.
    will genau noch drei mal hingehen, wenn sie dann nix sinnvolles sagt dann ciao - nie wieder therapie!

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