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Diskutiere im Thema Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Danke für deinen langen super-Text. Vor langen Jahren hatte ich mal eine Freundin, die auch heftige psychiatrie-erfahrungen durchgemacht hatte. Leider ist sie damals an Asthma gestorben, damals gabs noch nicht so gute Asthma-Medis. Heute nehme ich stark an, dass sie auch ADHS hatte.
    Ich selber neige leider auch dazu, zu glauben, was mir andere sagen. vor ca. 14J. wurde ich in der Klinik 9 Wochen wegen Depression behandelt, danach 9 Monate Tagesklinik, mit Antidepressiva "behandelt", danach 3J. tiefenpsychologische Psychotherapie. Natürlich alles für die Katz!
    Nach meiner Diagnose vor 4J. hat mein Arzt hier in Berlin mir auch Antidepri verordnet. Da ich jedesmal extreme Nebenwirkungen hatte, entweder Schlaftablette tagsüber oder nächtelang wachgelegen, hatte ich ca.9 oder 10 verschiedene ausprobiert. Obwohl ich eigentlich NIE das Gefühl hatte, wirklich depressiv zu sein. Antriebslos bin ich und heulen tu ich auch öfter mal, aber ich lache noch viel lieber! Naja, wenn fehlender Antrieb DAS diagnosekriterium ist für Depression, hab ich eine. AAABBBEEERR NIIIIE WIEDER Antidepressiva
    MPH wirkt bei mir zwar auch nicht super, aber es gibt ja für den Zeitraum der Therapie zumindest auch noch Attentin.


    So, wieder arbeiten, Chef treibt an LG Anni

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Anni schreibt:
    ich ca.9 oder 10 verschiedene ausprobiert.
    Ich bin beeindruckt, so lange hätte ich nie durchgehalten mit der Ausprobiererei!
    Hat es die Ärzte denn nie interessiert, dass du selbst nicht glaubst depressiv zu sein?
    Öfter mal zu weinen würde ich nicht als depressiv sehen, wobei ich aber auch kein Arzt bin. Ich kenn es nur von Bekannten die lange mit Depressionen zu kämpfen hatten, dass sie eher nicht weinen konnten, sondern 'emotional antriebsarm' waren. Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass sich nun was aufwärts bewegt für dich.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    die geschichte klingt wirklich furchtbar.
    und auch das mit den gefühlen und dem lebenswillen und sowas. was für eine furchtbare person!!
    unfassbar, dass solche leute so eine macht bekommen und das alles im verborgenen stattfindet.
    und dann noch das mit den ganzen schmerzen, das ist bestimmt nicht besser geworden, oder?

    so viel medikamente hätt ich nie ausprobiert, ich dreh schon am rad wegen der pille...

    auch von mir danke für den text!

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Oh doch, in Sachen Schmerzen hat sich viel getan.
    Mein Rücken ist später operiert worden, damit war der größte Schmerz Geschichte.
    Die Migräne ist seit ich Medikinet nehme viel seltener geworden und wenn sie doch mal auftaucht dann nur die harmlosere Version, die sich mit nem Medi beseitigen lässt.
    Gelenkschmerzen hab ich zum Glück nicht durchgängig und da hab ich gerade was Interessantes zu gelesen.

    Hab ein Buch in dem beschrieben wird wie Körper und Psyche zusammen hängen können was alle möglichen Symptome angeht. Da steht drin dass Gelenkschmerzen z.B. durch unterdrückte Wut entstehen können. Und das ich wohl viel zu lange nicht wütend war, hab ich ja auch schon bemerkt, siehe weiter oben. Deshalb probiere ich da gerade ein bisschen rum. Könnt ja ne Art Trauma-Folge-Mist sein. Wäre toll wenns dann einfach weggeht oder weniger wird während ich das verarbeite.

    Den Rest warte ich eben ab. Fühlt sich schräg an, einerseits hab ich fast rund um die Uhr diese negativen Dinge im Kopf, andererseits hab ich jetzt endlich viel mehr Hoffnung als noch vor zwei oder drei Monaten. Selbst wenn mal was rumziept, ist es ohne diffuse Ängste (die aus dem Nichts aufzutauchen zu schienen) jetzt viel besser zu ertragen. Sowas erzeugt kein Drama mehr und das machts viel einfacher für mich.

    Wenn das Zeug endlich aufhört in meinem Kopf zu nerven und die organisatorischen Sachen geklärt sind, bau ich neu auf. Seit ich wieder 'ich selbst' sein kann, hab ich nämlich auch wieder tausend Ideen was ich gern ausprobieren würde.

  5. #15
    Allanon

    Gast

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    @auri

    Hey danke fuer deine Rueckmeldung ^^

    auri schreibt:
    Wut wird ständig mit Gewalt in Verbindung gebracht. Deshalb wird sie negativ gewertet, verachtet, unterdrückt und aberzogen.
    Wut ist besser als Verzweifelung ! Terminator wuerde das mit Sicherheit nicht aberziehen ;-)

    Ok, Spass bei Seite: Da bringst du was aufm Punkt.
    Da Wut (allerdings "emotionslos" - ich gehe um mit Stress indem ich ausraste - eigentlich schreie ich nur jaehzornig oder schmeisse gegenstaende aufm boden zu not) durch stress bedingt ne grosse Rolle bei mir spielt, sagt mein "Angst", dass ich es so rueberbringen muss dass ich nicht "ausgelinkt" werde !

    Ich will ja ich selbst sein, aber ich bin sehr explosiv im Stresszustand ...

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Ui, stimmt. Mit Sachen werfen und schreien ist nicht hilfreich wenn man was klären will, seh ich auch so. Wie sieht es mit Stressabbau aus bzw. im Alltag was ändern damit weniger Stress entsteht? Hast du da schon was ausprobiert?


    Ich bin gestern unerwartet über einen 'Insider' gestolpert, der mir Antworten gegeben hat, die man als Patient sonst nicht erhält.
    Antworten von denen mir speiübel geworden ist, weshalb ich nochmal auf die Trigger-Warnung im Titel hinweisen möchte.

    Ich bin nicht leicht zu triggern und mir wird nicht leicht von irgendwelchen Themen übel. Hiervon schon....in jeder wachen Sekunde seit dem Gespräch.


    ****************************** ***************************

    Artifizielle Störung - Münchhausen-Syndrom

    Was ich schon gehört hatte: es gibt Menschen die Krankheiten simulieren, dabei sehr geschickt vorgehen, damit oft jahrelang unentdeckt bleiben
    Was ich bis gestern nicht wusste ist wie Ärzte reagieren wenn sie denken so jemanden vor sich zu haben.

    Stellt euch einen Facharzt vor, der in seinem Gebiet einen guten Ruf hat, viel dafür getan hat seine Position zu erreichen, damit vielen Menschen geholfen hat.
    Dann stellt euch vor er hat einen Patienten, der von ihm bereits behandelt wird und der ernste Symptome zeigt.
    Doch eine Kollegin 'informiert' ihn darüber, dass er total verarsc*t worde ist, einem Schwindler auf den Leim gegangen ist!
    Wird er den Patienten damit konfrontieren? Wird er den Patienten aus der Praxis oder Klinik werfen? Wird er seine 'Fehldiagnose' offen legen um das tun zu können?

    Oder wird er stinksauer werden, diese Wut auf den Patienten übertragen und darauf reagieren indem er dem Patienten 'gibt was er haben will' und dabei einfach weniger einfühlsam, rücksichtsvoll und vorsichtig vorgeht als wenn er einen 'echten' Patienten behandelt?

    Es gibt vieles das ich im ersten Beitrag nicht erwähnt habe, weil ich garnicht erkannt hatte, dass das dazu gehört. Ich dachte es seien normale Fehler, die eben auch Ärzten passieren könnten. Nun denke ich, ich werde damit an die Öffentlichkeit gehen müssen, bevor mir bei einer Mandeloperation die Zunge abgeschnitten wird, weil vielleicht wieder so ein wütend gemachter Arzt am Werk ist....

    Was ich für normale Fehler gehalten und deshalb zu wenig hinterfragt hatte:

    Die Ärztin, die das MRT abgesagt hatte, war vorher plötzlich sehr ungeschickt geworden.
    Ich war schon vor Panik wie gelähmt weil überhaupt punktiert werden sollte. Sie hat das noch gesteigert.
    Sie kommt rein und meint sehr jovial: "Och, Sie sehen ja recht robust aus, dann können wir das ja ohne Betäubung machen."

    Ich hab keinen Ton herausbekommen und wusste nichtmal warum ich so panisch bin.
    Also hingelegt und innerlich gebetet, dass es schnell geht. Dass es ganz schnell vorbei geht.
    Wie oft darf eine Oberärztin bei einer Lumbalpunktion daneben hauen bis es verdächtig wird?
    Keine Ahnung, oft jedenfalls.
    Nach dem dritten Versuch habe ich am ganzen Körper gezittert, so stark dass ich kaum noch ruhig liegen konnte und hab mich dafür in Grund und Boden geschämt.
    Die Krankenschwester, die darauf achten sollte dass ich beim Punktieren ruhig liege, sagte zur Ärztin dass die Patientin kollabieren würde.
    Die Ärztin ignorierte das.
    Und macht weiter.
    Nach der fünften Punktion, natürlich auch wieder ohne Ergebnis, konnte ich trotz panischer Angst irgendwas erbärmliches herausquetschen und sie hörte auf.
    Um mich kurz darauf zu einer sechsten Punktion, diesmal mit Betäubung und im CT liegend bringen zu wollen.
    Ich weigere mich, sie wird stinksauer, schreit mich an.
    Die Punktion wird gemacht, von einer anderen Ärztin.

    Auf dem Weg dahin zittere ich wie blöd und schäme mich weil es jeder sehen kann und ich trotzdem nicht damit aufhören kann. Die Pfleger die das Bett schieben, machen Witze, aber nicht die sonst freundliche Art, die den Patienten auflockert. Sie machen Witze die mich als völlig überreagierende Idiotin dastehen lassen.
    Bei der Punktion frage ich die neue Ärztin ob mein Rücken vielleicht total schwierig sei, was das Punktieren angeht. Sie sagt 'Nö'. Mehr nicht.
    Gegen die heftigen Schmerzen von den sechs Einstichen bekomme ich - nach mehreren Nachfragen -dann eine Paracetamol. Worüber sogar die Schwester sauer ist, die mir die Tablette bringt. Die gleiche Schwester wird mir am nächsten Tag auch sagen, dass kein MRT mehr geplant ist.

    Ich dachte damals, dass die Hände der Ärztin so heftig gezittert hätten, weil die Punktion so 'schief gelaufen' ist oder sie das MRT abgesagt hatte.
    Was wenn sie viel mehr Grund für zitternde Hände hatte, nachdem meine Entzündungen festgestellt worden waren?
    Was wenn sie sich dafür geschämt hat, das sie mir absichtlich wehtun wollte um mir eine Lektion zu erteilen, angetrieben von dem 'Wissen' über meine angeblich sicher diagnostizierte artifizielle Störung?

    Meine Bandscheiben-OP fällt plötzlich auch in dieses Profil, dabei hatte ich die garnicht als Teil davon gesehen!
    Aber ein paar Fragen von meinem Gesprächspartner reichten, um ein ganz anderes Bild zu zeigen.

    Operation findet statt, ich hab endlich viel weniger Schmerzen, sogar direkt danach schon.
    Dann gehts mir nicht gut. Ich muss dauernd zur Toilette. Die OP wurde durch den Bauch gemacht, weils weniger riskant bei dieser Art OP ist als hinten zu schnippeln.
    Nach meiner Blinddarm-OP vor langer Zeit war ich auch dauernd auf der Toilette. Und bin dann zusammen geklappt wegen Flüssigkeitsmangel.
    Also sprech ich den Arzt an, der als nächstes ins Zimmer kommt.
    Doch der ist irgendwie abweisend. Ich sage ihm dass das beim Blindarm auch so war und sich nicht durch mehr trinken lösen ließ.
    Er wird wütend, ich bin total schockiert, dann haut er raus er würde sich nicht wundern wenn ich mich schreiend auf den Boden werfen würde, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
    Mir wird speiübel, ich verstehe nicht was da los ist, er verlässt den Raum. Meine Bettnachbarin ist genauso geschockt wie ich.

    Kurz darauf lege ich mich hin, weil mir zu schwindelig ist um zu sitzen.
    Als ich die Augen wieder aufmache, ist ein anderer Tag, an meinen Armen hängen Infusionsschläuche, vor mir steht ein Rudel Ärzte, Chefarztvisite.
    Der Fiesling steht auch dabei, guckt aber weg, sieht betreten aus. Danach kommt er nicht wieder, nun macht eine Ärztin die Visiten.

    Nach ein paar Tagen kommt der Physiotherapeut, guckt ob wir schon erste Bewegungsabläufe probieren können.
    Vorab guckt er nach der OP-Narbe, die zwar unter einem Pflaster verpackt ist, sich aber ertasten lässt, weils 'Getackert' ist.
    Sein überraschter Kommentar: "Oh Gott die ist ja lang! Was hat der denn da gemacht?"
    Ich bleib gelassen. Denke das es halt von vorne mehr Platz gebraucht haben wird, um an meinen Eingeweiden vorbei zur Wirbelsäule hinzukommen.
    Darüber dass der Physio dort jeden Tage Fälle wie meinen in jeder möglichen Größenordnung zu sehen bekommt und deshalb nur staunen dürfte wenn etwas sehr deutlich nicht normal ist, habe ich nicht nachgedacht.

    Beim nächsten Mal verhält er sich anders. Irgendwie weniger offen und locker. Während ich versuche ohne Schonhaltung zu gehen, erzählt er das ihm Arzt XY was über Patienten erzählt hat, die bestimmte Operationen haben wollen und sich dann wirklich besser fühlen wenn sie die bekommen haben, egal ob das organisch notwendig war.
    Ich gucke ihn groß an, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass irgendjemand so eine OP freiwillig machen würde. Und das sage ich ihm auch. Denn über eine OP habe ich trotz jahrelang immer schlimmer werdender Schmerzen sehr lange nicht nachdenken wollen. Weil ich Angst davor hatte und die Risiken die es dabei tatsächlich gibt, diese Angst noch untermauert hatten.

    Statt normal weiter zu plaudern sieht er mich merkwürdig an und sagt nichts dazu.
    Beim nächsten Mal kommt ein anderer Physiotherapeut.
    Der ist von Anfang an nicht freundlich und locker.
    Einmal telefoniert er nebenbei sogar mit seiner Frau/Freundin, lässt mich bei den Übungen aus den Augen.
    Ich rutsch auf der Matte weg, kann mich gerade noch an einer Wand festhalten, wäre sonst ziemlich übel hingeknallt.
    Er hört zwar auf zu telefonieren, tut aber so als wäre nichts gewesen.

    Wochen später komme ich zur ambulanten Physio ins KH. Nach zwei Terminen muss ich abbrechen.
    Die Frau ist zwar freundlich, aber den Übungen bin ich nicht gewachsen.
    Sie sieht zwar dass ich vor Anstrengung zittere, mehrfach Krämpfe bekomme, geht aber kaum darauf ein.
    Als eine Auszubildende dazu kommt und irgendetwas über Schwangerschaft sagt, antwortet die Frau dass das Thema für mich ja nun vorbei sei.

    Wenn ich darüber nachgedacht hätte, dann wäre ich evtl. selbst dazu gekommen, dass eine Schwangerschaft nach so einer OP eher schwierig sein könnte.
    Wenn es mir vor der OP gesagt worden wäre, hätte ich vermutlich trotzdem eingewilligt.
    Weil ich endlich die Schmerzen los sein wollte. Und weil alle anderen Mittel längst versagt hatten.
    Aber ich habe nach diesen Worten wochenlang immer wieder geweint.
    Es hätte meine Entscheidung sein sollen. Ich hätte zumindest die Chance erhalten müssen, es vorher zu erfahren.
    Und es hätte mir doch nicht auf diese gefühllose Art vor den Kopf geknallt werden müssen oder?

    Waren die alle dort nur zufällig so drauf?
    Oder haben sie erst von meinen "verbrecherischen Absichten" erfahren als es zu peinlich und teuer geworden wäre, die 'Fehldiagnosen' einzugestehen und dann dafür reagiert indem sie mir 'eine deutliche Lektion' erteilen wollten?
    Sind 15 cm von oben nach unten zu lang für eine OP-Narbe wenn es um zwei Bandscheiben ging?
    Sollte sich Physiotherapie nicht daran orientieren was der Patient schaffen kann ohne dabei Krämpfe zu bekommen?
    Sollte ein Arzt der gesagt bekommt, dass der Patient sich schlecht fühlt und das früher nach einer OP genauso war und an Flüssigkeitsmangel lag, nicht zumindest kurz prüfen ob d was dran sein könnte?

    Ist es normal dass solche Dinge in keinem Bericht auftauchen und sich keiner von denen auch nur ein einziges Mal entschuldigt hat?

    ***********

    Mein 'Insider' ist einfach nur jemand aus dem weiteren Bekanntenkreis, der sehr lange im Krankenhaus gearbeitet hat.
    Er hat mir gesagt, dass er nichts davon als zufällig ansieht, weil sich dafür einfach zu viele Menschen falsch verhalten haben und das immer geschehen ist, nachdem ich auf irgendwas als Antwort die Klinik erwähnt habe, in der diese Ärztin damals so abgedreht ist.
    Anscheinend bin ich kein Einzelfall und was mir entgegen gebracht worden ist nicht unüblich. Es spricht nur niemand darüber.

    Er meinte auch, dass ich mir gut überlegen solle, ob ich nicht lieber nach sonstwo ziehe und nie wieder vorige Behandlungen angebe wenn ich mal zum Arzt muss. Denn ein bisschen Beratung und ein Anwalt auf Beratungshilfeschein, der dann von dem bisschen Geld evt. drei bis fünf Briefe schreibt, wird nicht reichen wenn ich das wirklich beenden will ohne wegzulaufen.

    Ich will. Jetzt mehr als vorher. Denn all diese Fehler tun sehr viel mehr weh, wenn sie nicht 'menschliche Versehen' waren, sondern absichtliche Taten als Reaktionen auf das was diese Frau erfindet, um ihre Karriere zu retten.

    Denn das ist ein Punkt über den ich bis gestern auch nicht weiter nachgedacht hatte.
    Ich konnte mir keinen Grund vorstellen, warum eine Ärztin die mich seit zig Jahren nicht mehr gesehen hat, weiterhin jedem anrufenden Kollegen bewusst falsche Angaben über mich geben sollte. Naiv, viel zu naiv mal wieder.

    Mein Bekannter meint, dass sie jedesmal wenn so eine Anfrage kommt damit konfrontiert ist, dass mir jemand das was ich über ihre damaliges Verhalten erzählen könnte glauben wird. Denn dann hätte sie sehr viel mehr zu verlieren als irgendwelche alten Fehler eingestehen zu müssen.
    Es gibt ja inzwischen eine ganze Reihe von Ärzten, die sich aufgrund ihrer Angaben dann mir gegenüber strafbar gemacht haben und dies teilweise auch - zu spät - gemerkt haben.
    Keiner wird einen Bruch der Schweigepflicht zugeben, wenn er nicht muss. Zumal es bei psychischen Störungen Dinge gibt, die man als Rechtfertigung anbringen könnte, von wegen Gefahr im Verzug.

    Aber wer sich bereits schuldig fühlt weil er aufgrund dieser Lügen mir gegenüber falsch reagiert hat, könnte durchaus dazu bereit sein, darüber auszusagen was ihn dabei angetrieben hat und woher es gekommen ist. Ob das letztendlich zu einem gerechten Ende führt weiß ich nicht. Keine Ahnung.
    Aber jetzt bin ich wirklich wütend. Endlich.
    Nicht die Wut die Möbel anschreit oder mit Sachen wirft, sondern die Wut die Nein ruft wo alle anderen lieber wegsehen.
    Also werde ich so lange und so laut Nein rufen bis entweder jemand mal genauer hinsieht oder aber ich meine Memoiren von einer Zelle aus schreiben muss. Womit ich viel besser leben könnte, als mit dem was in den letzten Jahren geschehen ist.

    Wer Ideen hat, immer her damit. Ich würd nur ungern in die Medien rutschen, aber als Option um davon einen wirklich guten Anwalt zu bezahlen halte ich es seit gestern für 'nicht ganz ausgeschlossen'. Ich will nicht die nächsten 50 Jahre lang zusehen und abwarten ob sich der nächstbeste Arzt an mir 'rächt' weil er sich von mir bösartig 'verarsc*t' fühlt. Und in einer dunklen Ecke verkriechen will ich mich auch nicht mehr.

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Auri, lass langsam angehen, werd erstmal wieder fit.
    Auch wenn das Beenden deiner Puzzleteilsuche jetzt anscheinend zu dem grossen Bild passt, wirst Du doch alle Kraft brauchen um das durchzuziehen.

    Die Motivation jetzt verstehe ich sehr gut. Dokumentiere, schreib dir auf, etc. Aber das läuft nicht weg.

    Öffentlichkeit kann gut sein, wirksam, aber auch sowas will geplant sein.
    Sei einfach vorsichtig und bedacht...



    P.S. Ich kaufe die Filmrechte. (Soll heissen, das ist echt so schrecklich das man gar nicht glauben will, das es wahr ist.)

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Wenns nach mir geht, könnt man alles in eine große Kiste packen und im Mariannengraben versenken. Ich bin froh wenn ich mal ein paar Sekunden nicht daran denken muss. Öffentlichkeit ist nicht mein Ding, sonst wär das längst gelaufen. Wenn nicht immer mehr von dem Zeug hochkommen würde und mir immer wieder unter die Nase reiben würde, dass das so weitergehen wird, wenn ich nichts tue, würd ich die Klappe halten und hoffen die 'Drumherumdenkerei' hört bald von selbst auf.

    Aber ich will ich selbst sein. Und das bin ich während den ganzen Jahren nicht gewesen, jedenfalls innerlich. Jetzt habe ich mich wieder. Schwer zu erklären. Vor allem weils mit all meinen Gefühlen gerade jetzt viel heftiger ist als ohne.

    Außerdem hilft es mir nicht, weiter abzuwarten und hoffen, dass es von selbst aufhört. Wird es nicht, hat es bisher ja auch nicht.
    Mit der Situation wie sie jetzt ist, könnte mir der große Zeh abfallen und ich würde trotzdem nicht zum Arzt gehen. Oder vielleicht doch, dann aber behaupten dass es garnicht wehtut und bestimmt psychosomatisch ist. In der Hoffnung dass mein Gegenüber nicht böse auf mich wird wenn im ersten Bluttest keine 'Zeh-ab-faulitis' entdeckt wird und was psychosomatisches dann für möglich gehalten wird. Denn das war bisher meine Situation. Ich wusste nie warum Ärzte plötzlich total unfreundlich geworden sind, irgendwie aggressiv wirkten, sehr ruppig vorgingen usw. Es hat sich angefühlt als würde es mich zu einem schlechten Menschen machen, Schmerzen zu haben oder krank zu sein. Ohne es zu kapieren, hab ich das selbst tatsächlich so gefühlt. Ein ganz beschi**enes Gefühl.

    Jetzt muss ich eh erstmal warten. Wenn ich Glück hab, kann dann jemand anders das klären, dem dabei nicht übel wird. So lange ich nicht mehr vor meiner eigenen Angst weglaufe, habe ich für mich selbst schon mehr erreicht als ich bis vor kurzem überhaupt für möglich gehalten hätte.
    Notizen oder so sind im Augenblick nicht drin. Ist zwar erleichternd hier oder mit Freunden darüber reden zu können, aber für was sachliches hab ich nicht die Nerven. Dazu müsste ich viel zu gezielt darüber nachdenken und im Augenblick ist es ein Ganztagsjob, genau das nicht zu tun, um nicht daran abzusaufen.

    Wegen der Filmrechte meld ich mich dann später.

  9. #19
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Hallo auri,

    Ich habe alles gelesen. Es ist echt sehr heftig was du erlebst hattest! Wenn du dann etwas höffentlich unternimmt würde ich gut finden damit diese ärztin nicht weiter schaden anrichtet auch bei andere menschen als bei dich. Sie muss spüren dass so was nicht geht! Fachleuten haben so viel macht und daher ist eben wichtig dass man sich wehrt wenn es geht.

    Vielleicht gibt es auch in D organisationen die sich darum kümmern und dich unterstützen, sogar kostenlos damit du mit dem ganze kram nicht allein bist. Deine kraft brauchst du als erst für dich.

    Sonst bin ich auch recht erstaunt wie starkt du trotzdem geblieben bist.

    Trotzdem bin ich neugierig: wie bist du dann zu ADS-diagnose gekommen? Vielleicht hast es schon erzählt und ich sollte selber dort schauen.

    lg

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Wohin fehlende ADHS-Diagnosen führen können

    Liebe Auri,

    unfassbar, ich kann es gar nicht "glauben", was Du da schreibst...

    Bleib stark und wenn Du Unterstützung brauchst, melde Dich, ok?

    Meine besten Wünsche

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