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Diskutiere im Thema Ist ADHS eine psychische Störung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Zotti

    Gast

    Ist ADHS eine psychische Störung?

    Hallo, ich habe jetzt mal eine Frage, habe mir nie soviele Gedanken darüber gemacht,
    ob und wie ADS jetzt diagnostiziert wird. Da ich immer viele Probleme hatte von Kindheit
    an und unter Borderline lief und später instabile Persönlichkeitsstörung und dann froh
    war über meine 2000 gestellte AD(H)S Diagnose habe ich noch nicht darüber nachge-
    dacht, ob es Auswirkungen hat, wenn ADS als psychische STörung zählt.

    Laut Frau Cordula Neuhaus ist es eine neurobiologische Störung und da vererbbar,
    ja genetisch bedingt. Die Komorbiditäten sind ja dann meiner Meinung nach eher die
    psychische Störung.

    Nun lese ich in einem Flyer einer bekannten Klinik hier vor Ort, ADHS ist eine psychische
    Störung die in der Kindheit beginnt? Dann in einem späteren Abschnitt ist es eine
    neuropsychiatrische Erkrankung und stark erblich.

    Ist das jetzt in Ordnung so oder was haltet ihr davon.

  2. #2
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Hallo, ja, ADHS gilt als psychische Störung, weil ja eben das Denken, Wahrnehmen, Verhalten dadurch beeinflusst sind - also die Psyche. Eine Stoffwechselstörung wird derzeit als ursächlich gesehen, da haben wir also dann die Neurologie dabei. Und ein dicker genetischer Faktor soll auch dabei sein. Soweit weiß ich es.

    Darum gehe ich auch immer zu Fachleuten, die außer ADHS-Experten gleichzeitig Neurologen und Psychiater (und Psychotherapeuten am besten auch noch) sind, damit sie von allen beteiligten Aspekten was verstehen.

    LG! Maggy

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    rechtlich gilt ads sogar als psychische behinderung mit anrecht auf behindertenausweis. würd ich zwar nie machen, wollte ich aber nur drauf hinweisen.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    fachaela schreibt:
    rechtlich gilt ads sogar als psychische behinderung mit anrecht auf behindertenausweis..
    Wenn ADS tasächlich mit Autismus verwandt ist. (Bzw. ist es ja, wenn beide sich bestimmte Gene teilen, lol!) dann gelte es sogar als Mehrfachbehinderung. (Einschränkung soziale Kommunikation, Einschränkung Aufmerksamkeit, Einschränkung Reizverarbeitung -toleranz, usw. um den Begriff zu erklären)

    Offiziell gilt immernoch nach dem ICD-10 und dem DSM-IV AD(H)S als 'disorder' , also 'Störung'.

    Unzutreffende Begriffe wären: Krankheit, Syndrom, Hyperaktivität oder veraltete Diagnose-Namen wie "minimal brain damage", "minimal brain dysfunction" , "minimal brain disorder" bzw: MCD (Minimale Cerebrale Dysfunktion)

    Je nachdem wie empflindlich man reagiert gehört vielleicht auch der negativ-besetzte Begriff 'Störung' dazu. Die oben genannten Begriffe wären jedoch nach Definition her völlig falsch.

    würd ich zwar nie machen, wollte ich aber nur drauf hinweisen.
    hmm... was kann man schon verlieren? Muss ja keiner wissen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Es scheint wohl jedesmal schwer durch die multimodalen Ansätze der Interpretation von ADHS Ursachen und die daraus folgenden Komorbitäten gibt es sicher immer wieder Schwierigkeiten beim richtigen Ausdruck wenn man über das Thema redet.

    Dieses Schlenkern es mal hier und mal dort zu verorten und differierend zu bennen, führe ich darauf zurück, das man viele Korrelationen bei den Betroffenen hat, aber Ursachen schwer dingfest machen kann. Ist halt ein Symptomkomplex und bei allen ein wenig anders.

    Würde dem also nicht so viel Wert beimessen.

    MFG

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Ok, das kommt noch hinzu!

    Vielleicht kennen es welche:

    ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch bestimmte Darmbakterien.
    ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch eine Milchunverträglichkeit.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch Nahrungsmittelallergien.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch falschen Drogenkonsum.

    Diese Ursachen hat vielleicht schon jeder mal irgendwo gehört, leidet tut man es sich schwer zu beweisen wie sehr das überhaupt noch mit ADHS zu tun hat und ob schon 'Konzentrationsprobleme' überhaupt gleich-bedeutend mit ADHS ist.

  7. #7
    Zotti

    Gast

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Hallo, ich habe einen Behindertenausweis und finde das in Ordnung. Was hab ich zu verlieren?
    Es läuft bei mir unter seelischer Behinderung (Seelenleiden) steht auf meinem Bescheid. Na ja,
    wie soll man das dann wieder deuten?

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Hallo Zotti,

    kurz OT:
    Wie hoch ist Dein GdB wg. ADS und was genau steht unter seelischer Behinderung?

    Habe kommenden Mittwoch einen Termin beim VdK wg. Widerspruchs gegen meinen Bescheid, da sie u.a. das ADS gar nicht berücksichtigt haben, ...

    LG
    Fliegerlein

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Aleã schreibt:
    Unzutreffende Begriffe wären: Krankheit, Syndrom, ....
    Warum wären diese Begriffe unzutreffend?
    Das erscheint mir unlogisch, denn wenn die Störung Krankheitswert erreicht, ist sie auch eine Krankheit.
    Das bedeutet nicht, dass sie per se eine Krankheit ist, aber meiner persönlichen Meinung nach, kann sie sehr wohl zu einer werden, auch ohne die vielzitierten Komorbiditäten.
    Wobei das jetzt nicht wieder in die beliebte und nie endende Diskussion darüber münden soll, aber ich würde jetzt halt nicht unbedingt sagen, dass diese Begriffe unzutreffend sind.
    Genauso wie ein Syndrom, vereinfacht gesagt, nichts anderes bezeichnet, als eine Ansammlung mehrere Symptome, was ja ebenfalls auf AD(H)S zutrifft.
    Der Begrif stammt aus dem (Alt-)Griechischen: Syn ~zusammen ~mit und Dromos ~der Weg, ~der Lauf und wird zudem im Deutschen übersetzt als "Geamtheit aller Symptome einer Erkrankung".
    Insofern ist es sachlich nicht falsch, AD(H)S auch als Syndrom zu bezeichnen.

    Aleã schreibt:
    ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch bestimmte Darmbakterien.
    ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch eine Milchunverträglichkeit.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch Nahrungsmittelallergien.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch falschen Drogenkonsum.

    Diese Ursachen hat vielleicht schon jeder mal irgendwo gehört, leidet tut man es sich schwer zu beweisen wie sehr das überhaupt noch mit ADHS zu tun hat und ob schon 'Konzentrationsprobleme' überhaupt gleich-bedeutend mit ADHS ist.
    Auch hier empfinde ich die Formulierung "ADHS/ Autismus entsteht ..." etwas gewagt.
    Ich will gar nicht dagegen anreden, dass Darmbakterien oder Milchunverträglichkeit (tatsächlich wäre es dann aber zutreffender von einer Laktoseintoleranz zu sprechen, denn es ist nicht die Milch, die Menschen nicht vertragen, sondern einer ihrer Bestandteile), möglicherweise derartige Einflüsse haben können, ... das überlase ich den Fachleuten.
    In Frage stellen würde ich aber, ob tatsächlich Autismus oder eine ADHS dadurch entstehen kann oder ob nur gleiche oder ähnliche Symptome ausgelöst werden.

    Das ist ein Riesenunterschied!!

    Eine Schilddrüsenunterfunktion lässt auch keine ADHS entstehen, zeigt sich aber in sehr ähnlichen Symptomen.
    Sie aber wie eine ADHS zu behandeln, führt zu keinem Ergebnis.

    Da sollte man schon sehr genau differenzieren.
    Es gibt zu viele Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, die doch gänzlich unterschiedlich sind und neben den Symptomen nichts gemeinsam haben.
    Genau deshalb ist eine gründliche Anamnese so unglaublich wichtig.
    Geändert von Fliegerlein (22.06.2012 um 10:10 Uhr) Grund: 2. Posting zusammengefügt

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Sorry aber was is denn bitte "falscher Drogenkonsum"????
    Ich würd sagen Drogenkonsum ist immer falsch oder nich

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