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Diskutiere im Thema Ist ADHS eine psychische Störung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #31
    multikomplex

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Dann gibt es ja noch zwei Bücher von Caroline Hehenkamp über die Indigo-Kinder. Wenn du Interesse hast, kann ich nochmal die genauen Titel heraussuchen. Es gibt viele spirituelle Bücher, mit denen kann ich nichts anfangen. Ich habe da in spirituellen Kreisen früher in Berlin sehr viel schlechtes erlebt, gerade auch als ich meine Zwillinge bekam, da haben sich viele angeblich spirituelle von mir (uns) abgewandt, weil wir so streßig waren und ich auch nirgendwo mit den Kindern hingehen konnte.


    ..ui, zotti, da sollte man aufpassen- ich habe mal etwas von hyperfrequenten idigo-kindern aufs ohr erzählt bekommen- das ging leider in die *********** richtung- und deren auffassung über ad(h)s


    Ich vertrage kein Medikinet adult und muß mich ständig dafür rechtfertigen, was soll das. Viele trinken ja auch nur die echte Coca Cola oder das echte Nutella, weil das nachgemachte eben einfach anders schmeckt.

    ..ich glaube es liegt bei den medis an den trägerstoffen.
    ich bin mit100% sicher, dass ein wirkstoff je nachdem auf welchem trägerstoff er ist (also michczucker, oder eben was anderes) unterschiedlich wirkt.
    also ich denke, das wäre eine erklärung wg. dem medikinet adult. es kann doch sein, dass du es nciht verträgst, weil das mph auf einer best. substanz ist und so weiter.. die dun icht verträgt, oder eben diese kombi nicht..
    ganz herzliche grüsse, stjerne

  2. #32
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    cherrylo schreibt:
    hört sich villeicht komisch an, aber in meinen augen sind wir mutanten.
    die evolution, schon mal was davon gehört? wenn sich pflanzen und tiere weiterentwickeln (mutieren) wieso wir dann nicht auch?
    ich unsere körper sind einfach dermassen sensibel (hypersensibel), dass vieles sich auf unsere psyche und nerven auswirkt.
    stress (physisch wie psychischer) und nahrung. alles was uns von aussen und auch von innen beeinflusst.
    wir haben erweiterte sinneswahrnehmungen, was bei uns dann oftmals stress verursacht, so dass unser umfeld uns quasi krank macht.

    wieso sollten wir eine krankheit haben, nur weil wir uns dem heutigen system nicht anpassen können?
    ist unser heutiges system nicht etwa krank ?


    haltet mich für verrückt, aber das sind meine ansichten.....
    Ich denke nicht, dass wir Mutanten sind. Es gibt zwar einige Wissenschaftler, die sowas Ähnliches behaupten. Ich denke da aber eher an eine allgemeine Steigerung der Intelligenz. Es hat schon immer Menschen wie uns gegeben.

    Ich denke da z.B. den Geheimrat aus Weimar, der Detailarbeiten gehasst hat und immer nur in größeren Zusammenhängen dachte. Oder an den Leonardo da Vinci und seine vielseitigen Interessen und Begabungen. Und es gibt ja noch einige skurile Lebensläufe in der Geschichte. Alles Menschen, die ein wenig anders waren. Die viel wahrgenommen haben und sich eben einrichten konnten.

    Die konnten es machen, weil sie z.B. so begütert waren, dass sie sich um den normalen Alltag nicht kümmern mussten. Oder weil der Alltag nicht so stressig war wie heute. Aber es hat uns sicher schon in allen Schichten gegeben. Nur waren die Strukturen hart und klar und es war durch die Familienbande auch für die Leute gesorgt. Man hat eben getan, was gefordert wurde.

    Und einige dieser Denker hatten ein klar strukturiertes Leben. Kant hat einen geradezu ritualisierten Alltag gepflegt, man konnte die Uhr nach ihm stellen. Er ist nie verreist - vermutlich weil er einfach Angst hatte vor solchen Umstellungen. Kant wurde ganz gaga, wenn er flexibel sein sollte - natürlich nicht im Kopf, da hat's ja gut geklappt.

    Es gibt ja auch die Vermutung, dass einige Mitglieder der Familie Mann ADHS hatten. Bei Thomas Mann war es noch zu kompensieren, der hat eine Frau geheiratet, die sich ganz in den Dienst seines Talents gestellt hat und für den normalen Alltag gesorgt. Sein Leben war streng ritualisiert, alles ging nach der Uhr. Und aufregende Ereignisse hat seine Frau so gestaltet, dass er auf jeden Fall möglichst viel Ruhe hatte. Bei den Kindern war es dann schon schwieriger - sein Sohn KLaus war nicht weniger begabt als der Vater. Die Drogensucht hat der Geschichte aber schnell ein Ende bereitet und es gibt noch mehr solcher Suchtgeschichten in der Familie. Heinrich Mann hat es nicht gepackt - obwohl ich ihn für den größeren Denker der beiden Brüder halte. Immerhin war der "Der Untertan" ein Roman mit geradezu seherischen Elementen.

    Und die alten Griechen sprechen von der Figur Kassandra - die hat auch die Tragödien kommen sehen und wurde nicht ernst genommen. Sie konnte aber nichts dagegen unternehmen.

    Für betroffene Frauen haben sich in der Geschichte die Fragen nach Entscheidungen gar nicht gestellt, über die wurde verfügt und basta. Wenn sie verträumt waren, dann war es eben so. Begüterte hatten ihre Angestellten und ansonsten wurden sie in ihren Familien irgendwie mitgetragen. Man hatte einfach kein Bewusstsein dafür und wollte auch Leidenszustände nicht ändern, die hat man eben angenommen.

    Es gibt immer und überall eine Kraft und eine Gegenkraft. Die Philosophen haben sich damit immer wieder beschäftigt. Die nannten es dann Dialektik, die Dichter haben andere Ausdrücke verwand und in der Naturwissenschaft ist es ohnehin eine Binsenweisheit, dass es zu jeder Kraft eine Gegenkraft gibt.

    Und so gibt es eben Menschen, die viel wahrnehmen und viel denken und es gibt Menschen, die sich leicht auf eine Sache konzentrieren können. Die lernen nicht bewusst, es läuft ganz unbewusst ab, während bei uns wohl alles immer irgendwie ganz durchdacht werden muss und anscheinend nicht eines sondern mindestens zwei Gehirne arbeiten.

    Klar haben wir oft einen Leidensdruck, für mich ist es vor allem die Einsamkeit und das Alleinsein. Wäre ich in einer Großfamilie, wie vor hundert Jahren, aufgewachsen, hätten sich für mich keine Entscheidungsfragen gestellt - ich wäre eben ein bisschen anders gewesen und gut. Mein Leben hätte sich wohl auch nie groß geändert, es wäre den bisherigen Bahnen abgelaufen. Oder sie hätten mich ins Kloster geschickt, weil ich eh für den normalen Alltag nicht geeignet gewesen wäre und da bot sich dann das Kloster an. Hildegard von Bingen war ja auch nicht wirklich vermittelbar, die Familie war überdies arm und sie musste versorgt sein. Sie war übrigens immer eine kränkelnde Gestalt und hat wohl mehr Zeit auf dem Krankenlager verbracht als in ihren Kräutergärten.

    Heute ist das alles nicht mehr so, wir müssen uns laufend entscheiden und uns in dem heutigen Arbeitsleben behaupten - der Lebenskampf ist nicht unbedingt härter aber viel komplizierter geworden - und wir leiden dann etwas schneller, besonders wenn wir den Alltag nicht auf die Reihe kriegen - den nimmt uns ja meist keiner ab!

    LG
    Waldsteinie

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