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Diskutiere im Thema Ist ADHS eine psychische Störung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Jenny

    Gast

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Rose schreibt:
    Sorry aber was is denn bitte "falscher Drogenkonsum"????
    Ich würd sagen Drogenkonsum ist immer falsch oder nich
    Klingt wirklich ein wenig witzig... Ich würde das auch so nie audrücken, aber ich könnte mir vorstellen, dass folgendes gemeint sein könnte:

    * Der Misbrauch von "Drogen", die vom Arzt verschrieben werden (gibt ja mehr als genug Btm., die als Medikament verschrieben werden aber auch als Droge misbraucht werden können).

    * Dinge wie Alkohol (in Maßen), Koffein (kann man je nach Definition ja auch als Droge einstufen) etc. Die meisten Menschen würden solchen Konsum as jedoch nicht als Misbrauch/falsch betrachten.

    Ich wollte noch ansprechen, dass soweit ich weiß bei ADHS (Autismus kenne ich mich leider nicht aus) die Symptome schon in der Kindheit vorhanden gewesen sein müssen. Es mag ja sein, dass Drogenkonsum die Symptome verstärkt oder ähnliche auslösen kann, aber als Auslöser kann man es nur betrachten, wenn der Drogenkonsum vor dem ADHS angefangen hat (was bei den meisten ja hoffentlich nicht der Fall wahr, da sie dann schon in der Grundschule Drogen genommen haben müssten). Habe gelesen, dass es eher umgekehrt ist und viele wegen ADHS-Symtomen zu Drogen greifen, quasi Selbmedikation betreiben. Ob Drogen die Symptome schlimmer machen? Vielleicht, aber wenn jemand wegen ADHS zu Drogen greift war ADHS vermutlich schon vorher stark ausgeprägt/ problematisch genug.

    Andersherum dürfen natürlich Symptome, die ähnlich sind wie bei ADHS, aber auf "falschen" (lol) Drogenkonsum zurückzuführen sind nicht mit ADHS verwechselt werden. Ich bin kein Experte, aber vermutich muss man sich wie gesagt ansehen, was zuerst da war ("Henne-Ei"-Problem?). Es gibt da schon Ähnlichkeiten bei den Symtomen, vor allem auch die längerfristigen nach einem Entzug von bestimmten Drogen (sogenannte PAWS "post-acute withdrawal syndrome" hab gerade keinen deutschen Ausdruck dafür gefunden aber die Symptome sind sehr ähnlich wie bei ADHS und können Wochen/Monate und schlimmstenfalls Jahre nach Ende des Drogenkonsums auftreten, z.B. Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, schlechte Konzentrations, Zwangsverhalten, impulsive oder emotionale Reaktionen…). Das fällt mir nur so ein, also kann mir vorstellen, dass es in diesem Falle schon etwas schwierig ist zu wissen, was die Ursache ist.

    Natürlich sind nicht alle Konzentrationsprobleme ADHS, im Zweifel muss das der Facharzt abwägen, ob ADHS vorliegt oder nicht. Da muss man differentieren, es gibt ja auch sonst Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, aber es sind eben nicht die gleichen Krankheiten. Dafür gibt es ja Ärzte/Fachleute. Natürlich sind die auch nicht allwissend und können sich irren...

    Von ADHS und Nahrungsunverträglichkeiten hab ich leider absolute keine Ahnung... Ich konnte schon immer alles ohne Probleme essen (leider )

    Oh je, wollte gar nicht so viel schreiben, ist jetzt vielleicht auch ein wenig off-topic... ist mir nur durch den Kopf gegangen, als ich den Post gelesen habe und ihr kennt das ja alles sicher mit dem abschweifen

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.148

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    @ Zotti

    die vielen unterschiedlichen Bezeichnungen neurobiologisch psychisch usw. muss man mit einem gewissen Abstand betrachten. Da sitzt in der Klinik ein Muggel in der Öffentlichkeitsarbeit und der schreibt eben den Flyer so, wie er die Ausdrücke versteht. Die genaue Differenzierung ist dem Schreiber vielleicht nicht wirklich klar.

    Nach meiner Interpretation ist ADHS eine "Pseudolähmung". Dabei ist die Lähmung der Exekutivfunktionen nicht auf eine Zerstörung der Nerven zurück zu führen, es fehlen einfach die Neurotransmitter, die notwendig sind, um eine bestimmte Handlung auszuführen. Und die schwankenden Neurotransmitter führen auch zu der ständig gestörten bzw. fluktuierenden Aufmerksamkeit.

    Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die Neurotransmitter sich gegenseitig auch beeinflussen - somit kann auch leicht der sehr unterschiedliche Symptomkomplex entstehen.

    Wesentlich ist auch die Beeinflussung des Cortisolhaushaltes - durch den Dauerstress unter dem wir stehen. Dieser wirkt sich wiederum auf die Insulinausschüttung und auch auf die Adrenalinausschüttung aus - und ruk-zuck sind wir angetrieben ohne einen ersitchtlichen Grund dafür zu haben.

    Das macht die ganze Geschichte so schwierig - weshalb sich ADHS eben auch nur mit einer gründlichen Anamnese erkennen lässt. Dann gehören noch ein paar andere Hinweise dazu, aber alles zusammen ergibt erst den Symptomkomplex.

    Ich selbst würde auch immer behaupten, dass es sich sogar nur um eine Veranlagung handelt. Diese Veranlagung muss angetriggert werden bzw. jemand muss den Schalter für diese Hirnmaschine einschalten. Evtl. kommen ein paar ganz banale Lebensumstände dazu, die dann aus der Veranlagung oder dem anderen Haushalt der Neurotransmitter eine psychische Störung oder gar Komorbidität machen.

    Ist aber oft nicht so ganz einfach zu erklären, viele Leute können auch nicht so gut differenzieren - die Welt der Muggels ist eben eine einfache. Wir können ja oft genug differenzieren, aber wir können es nicht umsetzen - weil es eben mit dem Dopamin nicht so richtig klappt.

    Das Problem ist ja, dass man die Konzentration der Neurotransmitter nicht messen kann - und leider funktioniert es auch nicht, die Wechselwirkungen zwischen den Neurotransmittern zu messen. Es ist nicht so einfach wie mit Insulin - da lässt es sich ausrechnenen, wieviel Glukose muss man geben, um eine bestimmte Insulinmenge zu verbrauchen. Bei den Neurotransmittern kommen die äußeren Stressfaktoren hinzu, die eben nicht so einfach zu berechnen und zu messen sind.

    Es gibt genügend hochsensible Menschen, die keine Probleme in ihrem Leben bekommen. Weil sie z.B. keinem besonderen Stress ausgesetzt sind oder auch keine Teilleistungsstörung haben und damit gut leben können, solange die die Umstände sie nicht überfordern.

    Aber es gibt eben auch uns, die wir hochsensibel sind und vielleicht noch zusätzliche Stressfaktoren abgekriegt haben - die dann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität und zum entsprechenden Leidensdruck führen.

    Im Grund ist ADHS doch nur sowas wie eine sogenannte Modifikation aus der Biologie bzw. der Erblehre. Demnach wird unterschieden zwischen Mutationen bei denen sich das Erbgut total ändert bzw. die Gene verändern sich völlig - es entsteht evtl eine neue Art d.h. es entwickelt sich ein völlig neuer Genotyp und damit auch ein neuer Phänotyp.

    Bei der Modifikation bleibt das Erbgut bzw. der Genotyp gleich, es ändert sich langfristig nichts. Aber der Phänotyp, genauer gesagt das äußere Aussehen, ändert sich mit veränderten Lebensbedingungen.

    Es gab immer so ein klassisches Beispiel in den Biologie-Schulbüchern. Löwenzahn hat im Tal ein ganz bestimmtes Aussehen. Mann kann solch eine Pflanze auch einfach ins Hochgebirge verpflanzen - die Umweltbedingungen ändern sich völlig und der Löwenzahn ist mit dem im Tal nicht mehr zu vergleichen. Es hat aber keine Erbgutveränderung stattgefunden - wird der Löwenzahn wieder vom Hochgebirge ins Tal gebracht, dann ist das Aussehen dem der anderen Pflanzen im Tal angepasst.

    Krankheiten oder auch Störungen können wohl nie ganz als etwas Absolutes angesehen werden. Das betrifft ganz wenige Krankheiten.

    ADHS hat es sicher schon immer gegeben, aber erst wenn die enstprechenden Umstände dazukommen wird es zum Leiden.

    Ich selbst gehe davon aus, dass auch mein Vater betroffen war. Aber über den hat man eben immer gesagt, dass er bequem ist und langsam usw. Deshalb war für ihn auch mal vorgesehen, dass er den elterlichen Bauernhof übernehmen muss bzw. auch Landwirtschaft lernen sollte. Sein kleiner Bruder war viel agiler und wurde deshalb in eine andere Ausbildung geschickt. Dass mein Vater der erste und damit auch ohnehin Hoferbe war, ist dabei eher sekundär.

    Mein Vater war keineswegs faul, aber er wollte eben immer nur Arbeiten machen, die klare Vorgaben und Strukturen brachten. Gespräche haben ihn unendlich angestrengt, er konnte dem vielen Gerede gar nicht folgen und hat viele wesentlichen Dinge einfach verpennt. Als er alt wurde dachten wir immer der hätte vielleicht nen Parkinson, weil er einfach nicht in den Tritt gekommen ist - ich vermute mal, dass der geringe Dopaminspiegel erst zu diesem Bild geführt hat. Denn die Neurologen haben definitiv keinen Parkinson bei ihm gefunden.

    Aber mir erklären sich einige absonderliche Verhaltensweisen meines Vaters - die auch reichlich viel Ärger in der Familie verursacht haben. Klar hab ich dann die Veranlagung geerbt, dann kamen noch ein paar anderer Stressfaktoren dazu und das Leiden begann. Schade aber auch, dass keiner eher drauf gekommen ist.

    GdB? Ich hab ihn gestern beantragt. Verlieren kann ich nichts, aber viel gewinnen. Den Steuerfreibetrag nehm ich gerne mit - und die Möglichkeit zur früheren Berentung nehm ich auch gern in Anspruch. Ich kann nur Vorteile für mich erkennen, wenn ich nen GdB bekomme.

    LG
    Waldsteinie

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    Idee AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Aleã schreibt:
    Ok, das kommt noch hinzu!

    Vielleicht kennen es welche:

    ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch bestimmte Darmbakterien.
    ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch eine Milchunverträglichkeit.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch Nahrungsmittelallergien.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch falschen Drogenkonsum.

    Diese Ursachen hat vielleicht schon jeder mal irgendwo gehört, leidet tut man es sich schwer zu beweisen wie sehr das überhaupt noch mit ADHS zu tun hat und ob schon 'Konzentrationsprobleme' überhaupt gleich-bedeutend mit ADHS ist.


    Wenn du erlaubst ein Hinweis:

    'Gar nicht abstreiten, sondern immer die Möglichkeit einräumen, das dies oder das vergleichbare Störungsbilder hervorrufen kann. Das sagt nicht viel aus, aber nimmt dem ANTI-ADHS-Denken den Wind aus den Segeln.

    Es ist übrigens auch sehr richtig, das all diese Rahmenbedingungen vergleichbare Störungsmuster wie eine ADHS reproduzieren könnten. Es ist im Grunde immer dasselbe System:

    Drogen vergiften den Körper IMMER - Es gibt NUR falschen Drogenkonsum (Ja, es gibt Drogen die sind als Medikamente zugelassen und ausgerichtet ein Defizit auszugleichen, aber auch hier ist Vergiftung immer wieder eine unerwünschte Nebenwirkung...)
    Unverträglichkeit gegen irgendwas ist für den Körper eine Vergiftung, auch Allergien liegen in diesem Reaktionsgemisch.
    Darmbakterien, vor allem solche die da nicht hingehören (Der Darm ist voll von Bakterien, ohne wären wir ziemlich tot) produzieren meistens Gifte oder stören Entgiftungskonzepte - Ergo wird wieder eine Vergiftungserscheinung ausgelöst.

    Also ist das Resümee, das Vergiftungen den Körper auf Dauer einfach schädigen und der Körper reagiert dabei mit Nachlassender Leistung. Diese Symptome sind tatsächlich im gewissen Rahmen auch auf ADHS Symptome bezogen.

    Braucht man also gar nicht abstreiten, stimmt alles auf eine Art. Es ist nur nicht DIE GANZE WAHRHEIT zu dem Thema und das zu behaupten unterscheidet Leute die keine Ahnung haben von denen, die sie haben:

    Der ohne Plan behauptet oder glaubt, alles verstanden zu haben über ADHS. Der Fachmann weiß um die Komplexität und hat eben, wie im ersten Posting gesagt, Schwierigkeiten die Ursachen und Korrelationen, die Beobachtungen und die Vielfältigkeit des Symptomkomplexes abzugrenzen.

    Gute Fachleute sind deshalb auch für jede sinnvolle Theorie offen und analysieren das Für und Wider

    MFG
    Geändert von Sinnstifter (22.06.2012 um 11:58 Uhr) Grund: Textverständniss

  4. #14
    Zotti

    Gast

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Ja, ich gucke mal gerade nach was da genau steht, also es steht da
    1. Seelenleiden
    2. Wirbelsäulen-Syndrom, Bandscheibenschaden
    3. Fettstoffwechselstörung.

    Leider weiß ich nicht was wieviele Prozente ausmacht. Die meisten ADSler bekommen
    auf ADS 50 %. Ob mit Seelenleiden ADS gemeint ist, weiß ich leider auch nicht,
    die Befürwortungen kamen aber noch von den Ärzten aus Berlin und der damalige
    ADS Arzt war eine Kapazität und hat es bestimmt schlimmmer dargestellt als es ist.
    Ich hatte aber damals auch noch die Borderline-Diagnose dazu.

    Zu 2., Ich hatte immer Rückenschmerzen und war bei vielen Ärzten deswegen,
    allerdings habe ich gar keinen Bandscheibenschaden, ich habe zwei Wirbel verschließen.

    3. da ist einfach der hohe Cholesterin, den habe ich aber schon immer und war auch überrascht,
    daß das im Bescheid mit drinsteht.

    Am besten gibst du alle Beschwerden an die du hast und alle Ärzte. Ich bin in Berlin immer zu vielen
    Ärzten gerannt, da ich immer überfordert war wegen meiner Kinder.

    Viel Glück von Zotti

  5. #15
    Zotti

    Gast

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Liebe Waldsteinie,
    das ist es eben, es ist kein Muggel sondern ein bekannter Arzt, den Namen darf ich ja nicht nennen.
    Ja ich weiß gar nicht ob ich da was über die Klinik schreiben darf, doch ich habe da ganz andere Vermutungen,
    auch da geht es um Geld, das wird bei Forschungsarbeiten viel und gerne gezahlt, auch wenn falsch therapiert
    wird.
    Damals als ich da in der Klinik war bei dem bekannten Arzt, war er noch zuständig für ein paar Jahre in der
    ADS-Ambulanz. Das war sehr gut und ich konnte jedem die Klinik oder ADS-Ambulanz empfehlen.

    Dann ist er leider auf Station gegangen oder vielmehr in die Forschung aber noch vor Ort. Und seitdem
    sind in den letzten Jahren ständig neue Ärzte in der Ambulanz, da ich jetzt nur dorthin gehe um meine
    Tabletten zu bekommen oder hinging (jetzt habe ich zum Glück einen anderen Arzt gefunden), ist das
    bei mir egal, doch z.B. der letzte Arzt der jetzt dort sitzt, hat meiner Meinung nach keinen Ahnung von ADS,
    er hat mir z.B. gesagt, es liege an dem falschen Rhytmus und ich solle doch mal pünktlich ins Bett gehen,
    z.B. um 22.00 Uhr, dann würde die Hälfte der Probleme schon verschwinden.

    Tja, ich bin in meinem Leben noch nie um 22.00 Uhr ins Bett gegangen, auch nicht als ich arbeitete, höchstens
    um 23.00 Uhr, oder wenn ich krank war dann mal früher. Also ich will da jetzt nicht ausholen und weiß auch nicht
    ob ich das hier so schreiben darf.

    Auf jeden Fall haben in den letzten 3 Jahren jedes halbe Jahr in dieser Ambulanz die Ärzte und Ärztinnen gewechselt.
    Es ist aber so, daß man immer nur zu diesem einen Arzt hingehen darf, daß ist doch auch für ADSler schlecht,
    man braucht doch eigentlich immer einen Arzt, den man vertraut.

    Dann ist es auch so, daß durch die Wechsel jeder Arzt einen andere Meinung hat und z.B. hat mir die Ärztin davor,
    die sehr nett war auch mal was anderes verschrieben. Bei dem jetztigen bekomme ich nur das was er mir verschreiben
    will und was ich immer genommen habe, ach ja, ich höre jetzt auf damit.

    Der Flyer ist von angeblichen Fachleuten geschrieben worden, daß ist ja das traurige oder ärgerliche.

    Bis dann, muß jetzt weiter aufräumen, die 20mg Ritalin-Kapsel wirkt jetzt.

    LG Zotti

  6. #16
    Zotti

    Gast

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Nein, Drogenkonsum kann auch gut sein, wenn man es im Griff hat und nur ab und zu mal
    was nimmt und nicht gemischt oder gestreckt ist.

  7. #17
    chaoscity

    Gast

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Bezüglich ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch bestimmte Darmbakterien.
    ADHS/Autismus entstehtt/verstärkt durch eine Milchunverträglichkeit.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch Nahrungsmittelallergien.
    ADHS/Autismus entsteht/verstärkt durch falschen Drogenkonsum.Ich habe von einem Fall gehört, dass bei einem Autistischen Kind, dass bei einer Pneumokokken- infektion ein bestimmtes und selten verschriebenes Antibiotikum bekam das widerum im Darm eine bestimmte Stamm eines Bakteriums vernichtete und ein anderer Stamm dadurch größer wurde, dieser verursacht durch aufnahme bestimmter Lebensmittel starke Toxine die über das Blut ins Gehirn gelangten und den Autismus stark beienflussten bzw .versärkten.

    Heute ist das kind 23 Jahre alt hat den Ernährungsbedinngten Autismus weitgehendst im griff durch zufuhr von entsprechend portionierter Nahrung(s)ergänzungsmittel und durch tests welche belegten das bestimmte Nahrungsmittel die Bildung von Toxinen unterstützten. Leider haben die durch das Darmbakterium verursachten Toxische schäden die geistige Entwicklung so stark eingeschränkt das auf dem Niveau eines 4 jährigen Kindes ist. Seiner Mutter ist es zu verdanken das heute ein weitgehenst normales Leben führen kann.

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.148

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Zotti schreibt:
    Liebe Waldsteinie,
    das ist es eben, es ist kein Muggel sondern ein bekannter Arzt, den Namen darf ich ja nicht nennen.
    Ja ich weiß gar nicht ob ich da was über die Klinik schreiben darf, doch ich habe da ganz andere Vermutungen,
    auch da geht es um Geld, das wird bei Forschungsarbeiten viel und gerne gezahlt, auch wenn falsch therapiert
    wird.
    Bin ich ganz Deiner Meinung, ich kenne das Problem zur Genüge und leider ist man auch in Kliniken nicht mehr vor dieser Gefahr gefeit. Hab selbst immer Ambulanzen und Polikliniken empfohlen, weil in den Kliniken eben besser gearbeitet werden kann als in dem Unternehmen "Praxis". Das ist leider vorbei! Hab selbst die Erfahrung gemacht, dass in einer Klinik, die ich eigentlich sehr schätze, einfach Untersuchungen dokumentiert wurden, die nie stattgefunden haben. Die haben sich auch nicht gewundert, als ich nach drei Tagen Klinik schon nen super Antrieb hatte - als wenn der mein Problem wäre!

    Zotti schreibt:
    Damals als ich da in der Klinik war bei dem bekannten Arzt, war er noch zuständig für ein paar Jahre in der
    ADS-Ambulanz. Das war sehr gut und ich konnte jedem die Klinik oder ADS-Ambulanz empfehlen.

    Dann ist er leider auf Station gegangen oder vielmehr in die Forschung aber noch vor Ort. Und seitdem
    sind in den letzten Jahren ständig neue Ärzte in der Ambulanz, da ich jetzt nur dorthin gehe um meine
    Tabletten zu bekommen oder hinging (jetzt habe ich zum Glück einen anderen Arzt gefunden), ist das
    bei mir egal, doch z.B. der letzte Arzt der jetzt dort sitzt, hat meiner Meinung nach keinen Ahnung von ADS,
    er hat mir z.B. gesagt, es liege an dem falschen Rhytmus und ich solle doch mal pünktlich ins Bett gehen,
    z.B. um 22.00 Uhr, dann würde die Hälfte der Probleme schon verschwinden.
    Solche Sprüche fallen unter die Rubrik "dumme Ratschläge", hatte ich ja leider auch mit meiner Ärztin. Hat mich mit Valodxan angetrieben wie blöde und als ich mich beschwerte, dass ich ständig was übersehe, meinte sie, das läge sicher daran, weil ich vieles erst wieder lernen müsste! Stimmt ja schon, mitunter ist der zirkadiane Rhythmus gestört. Das aber an der Uhrzeit festzumachen ist einfach nur balabala

    Zotti schreibt:
    Auf jeden Fall haben in den letzten 3 Jahren jedes halbe Jahr in dieser Ambulanz die Ärzte und Ärztinnen gewechselt.
    Es ist aber so, daß man immer nur zu diesem einen Arzt hingehen darf, daß ist doch auch für ADSler schlecht,
    man braucht doch eigentlich immer einen Arzt, den man vertraut.
    Diese Gefahr besteht in Kliniken immer, da ist die freie Arztwahl aufgehoben. Deshalb sollte man sich nen niedergelassenen Shrink suchen. Ist nur leider sehr schwer, einen für ADHS zu finden. Manchmal klappt es aber auch mit dem Hausarzt - dann muss man nur pro Quartal mit Überweisung in die Ambulanz und sich die Rezepte abholen. Ist übrigens keine seltene Kombination.

    Zotti schreibt:
    Dann ist es auch so, daß durch die Wechsel jeder Arzt einen andere Meinung hat und z.B. hat mir die Ärztin davor,
    die sehr nett war auch mal was anderes verschrieben. Bei dem jetztigen bekomme ich nur das was er mir verschreiben
    will und was ich immer genommen habe, ach ja, ich höre jetzt auf damit.
    Tja, typisch Stinos. Das haben wir immer so gemacht und ich bin der Fachmann oder auch "Ich dufte, also bin ich Käse". Das Blöde bei unserer Störung ist ja, dass man eben keine wirklich objektiven Untersuchungsbefunde aufschreiben kann. Und lesen tun die alle nicht, bevor sie sich nem Patienten nähern. Wer weiß, was die in Deine Dokumentation reinschreiben, vielleicht was ganz anderes als du gesagt hast.

    Zotti schreibt:
    Der Flyer ist von angeblichen Fachleuten geschrieben worden, daß ist ja das traurige oder ärgerliche.
    Was eben nicht heißt, dass die Fachleute sich auch richtig ausdrücken können.

    Zotti schreibt:
    Bis dann, muß jetzt weiter aufräumen, die 20mg Ritalin-Kapsel wirkt jetzt.
    Jepp, bei mir hat sie auch gut gewirkt. War fleißig und bin gut vorangekommen.

    LG Waldsteinie

  9. #19
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Fliegerlein schreibt:
    In Frage stellen würde ich aber, ob tatsächlich Autismus oder eine ADHS dadurch entstehen kann oder ob nur gleiche oder ähnliche Symptome ausgelöst werden.

    Das ist ein Riesenunterschied!!
    Genau das meine ich ja! Es werden für "gleiche und ähnliche Symptome" die Diagnosen (unter den Laien-Eltern oder gar von irgendwelchen einzelnen Ärzten...) Autismus oder ADHS gegeben. - Ganz gleich ob es nicht eigentlich ein PANS-Syndrom oder anderes ist! Ein Riesenunterschied ist es für "bestimmte Leute" nun mal nicht, auch wenn die Therapien völlig anders verlaufen müssten. Daher hat Sinnstifter Recht, dass man darüber nicht 1:1 reden kann, weil es Probleme beim Ausdruck des Thema gibt!

    Insofern ist es sachlich nicht falsch, AD(H)S auch als Syndrom zu bezeichnen.
    Nach deiner Beschreibung her müsste aber es wohl falsch sein. Vielleicht nicht unbedingt im Griechischen (wo das Wort keinen Sinn ergibt... , ADHS hat keinen Verlauf, das ganze Leben hat aber einen Verlauf).

    Syndrom = Symptomkomplex!

    Symptomkomplex aus vielen ADHS-ähnlichen-Symptomen durch Milchunverträglichkeit = ADHS (da es ja "nur" ein Syndrom bzw. eine Gruppe aus Symptomen ist)
    Demnach wäre der "Schein-ADHS" auf der gleichen Stufe zu stellen wie der "echte ADHS" und ist gleich zu behandeln, wenn es wirklich ein Syndrom (=Symptomkomplex) ist. - Tut es leider nicht!

    Und so sieht man das nun tasächlich "unmöglich" ist über das Thema zu reden, da jeder die Worte anders interpretiert, sowie die Worte eines anderen usw...

    Ein Symptomkomplex ist jedoch nach Definition etwas anderes als ein Spektrum, usw.

    Wer dabei nicht verwirrt wird...

    Rose schreibt:
    Sorry aber was is denn bitte "falscher Drogenkonsum"????
    Ich würd sagen Drogenkonsum ist immer falsch oder nich
    Trinkst du Kaffee...? =)

    Mit "falsch" meine ich es wirklich sehr relativ und interpretatoinsfreudig. Ein Heroin-Konsument macht solange nichts "falsch" (wenn auch rechtlich illegal, jedoch nicht der Konsum an sich) , bis er Probleme hat davon runterzukommen oder es benuzt um von anderen nicht-alleine-lösbaren Probleme des Lebens "abzulenken". (Ab da fängt die Sucht theoretisch schon da an, wo er sich für den falschen Heroin-Weg entschieden hat und dort Erlösung erhoffte ohne es vorher einzunehmen.) - Ich sehe schon, das Thema ist sehr komplex und wird von allen anders behandelt. Ist etwas Offtopic...

    Dinge wie Alkohol (in Maßen), Koffein (kann man je nach Definition ja auch als Droge einstufen) etc.
    Koffein ist auch eine Droge (auch nach Definition des WHO). Pharmazeutisch gesehen wären sogar Kamillenblüten Drogen. (Schließlich haben sie eine Wirkung auf den Körper, wird für Medizin verwendet, enthalten Substanzen, usw.)
    Im Englischen könnte man darüber besser schreiben. Da kommt fast alles nur unter das Wort "drugs".

    Die meisten Menschen würden solchen Konsum as jedoch nicht als Misbrauch/falsch betrachten.
    Und da liegt das Problem. Es werden genug Menschen in Krankenhäuser eingeliefert, weil sie auf einer Patry zu viel Alkohol getrunken haben, obwohl sie es gar nicht bräuchten (also Missbrauch) oder schon langfristige Konzentrationsprobleme sowie Aufmerksamkeitsstörungen besitzen, dass ihnen fälschlicherweise ADHS diagnostiziert wird. (Um wieder auf das Thema zu kommen) Natürlich wäre das die falsche Diagnose, es sei denn der Konsument hat "zufälligerweise" tasächlich AD(H)S. Warum ich es in die Aufzählung genommen habe ist, dass es auch tasächlich Menschen gibt, die meinen, dass psychische Störungen und Erkrankungen (das gesammte DSM-Buch) schlichtweg nur durch Drogenkonsum enstehen. Erwachsene mit AD(H)S hätten nur dieses, weil sie in früheren Jahren Cannabis gekifft hätten und all solche Dinge. Natürlich sind das nur die "Jacka*s" unter den Psychologie-/ADHS-Kritikern und daher kam sie in meiner Aufzählung nur als letztes vor, während die anderen Beispiele noch einen einigermaßen realen Hintergrund besitzen. Die Frage ist nur wie viele es tasächlich von diesen Leuten gibt und was sie mit der Aussage genau meinen.

    Es lässt sich nur schwer darüber reden wenn AD(H)S als Sündenbock oder "Endstation" für alles Mögliche gehalten wird und sogar Ärzte Fehler machen und so eine Diagnose für eigentlich eine Aufzählung von 10 einzelnen Diagonsen (bedingt durch verschiedene neurale Schäden durch Toxine/Schläge/Mangel usw.) einfach der "Einfachheit" halber. So kommen dann eben auch solche zum Teil am Ende nicht haltbare Aussagen bei den Menschen an. Machen Dokumentationen darüber oder schreiben, dass ADHS durch Mangelernährung/Schlafmangel/etc. entsteht. Ich meine, da können wir ja auch gleich wieder die MCD (Minimale Cerebrale Dysfunktion) einführen. Das wäre dann wörtlich-gesehen richtig. AD(H)S würde dann aber nicht mehr als solches existieren. Schäden im Gehirn lassen sich nunmal nicht mit MPH behandeln. Aber das ist nichts neues, da "Schein-ADHSler" tasächlich nicht auf Stimulanzien ansprechen wie tasächliche ADHSler. Eine genaue Diagnostik ist auf alle Fälle am wichtigsten, dann hätten wir theoretisch auch nicht mehr diese Probleme.

    @chaoscity: Dieses habe ich in einer Dokumentation auf arte gesehen. Und es stellt sich immernoch die Frage:

    Hat der junge "Scheinautismus" , "echter Autismus" oder sogar "echter Autismus mit Scheinautismus". Es ist nun mal nicht alles selbe! Es ist sogar möglich soetwas zu unterscheiden, man muss nur sehr penibel darauf achten, aber das wurde es leider nicht bzw. würde sich wohl auch kaum ein Arzt dafür zur Verfügung stellen und nur wenige wissen, dass es soetwas wie "echter Autismus mit Scheinautismus" tasächlich geben und diagnostizieren kann. Jedoch stellt sich kein normaler Bürger so eine Frage, wenn man die Dokumentation anschaut. Alles sei das selbe. Punkt!

    @Zotti & Waldsteinie:

    Das sind die Probleme, die man nun in der Realität erlebt. So wie das aber aussieht, hat dies jeder Patient, der sich in der Psychologie begibt ohne zu wissen "was ihm eigentlich genau fehlt" (Wer Schmerzen im Bauch hat, weiß, was er hat. Wer AD(H)S hat, weiß nicht sofort, dass er AD(H)S hat. Wer Depressionen hat, hat ungefähr eine 50:50 Chance zu wissen, ob er eine Depression hat. - Beispiele)
    Vielleicht interessiert es wen, warum ich so pessimistisch und verbittert schreibe. Mein durch Experten (d.h. darin forschend) AD(H)S/Autismus-Spektrum (+Depressionen) wurden und werden hin und wieder durch folgende Einzel-Diagnosen durch viele Ärzte "missverstanden":

    - chronische Infektion mit Viren
    - Hochbegabung + Schultrauma
    - Hyperaktivität mit Intelligenzminderung
    - Psychose
    - Schizotypie
    - Bipolare Störung
    - schozid
    - diverse Phobien
    - Reine "Unwilligkeit"

    Ich muss wirklich ein "schwieriger Fall" sein, vorallem wenn jeder nur 1x-gesehende Arzt sofort eine Diagnose vergibt...

    Jedoch scheint es wirklich so, dass hier jeder AD(H)Sler (und Autist), der sich nicht direkt einem Experten mit ADHS-Verdacht gemeldet hat eine gewisse (Fehl-)Diagnosen-Odysee besitzt. Damit wären wir wieder bei dem Thema "Was ist AD(H)S?" und "Was ist kein AD(H)S?". Aber wenn dies heutzutage mit der Diagnostik tasächlich so nervenaufreibend ist, werden wir das wohl nie erfahren. Was fehlt sind Experten und ausgebildete sowie erfahrene Therapeuten, schlichtweg nur das! - Aber wer ist dafür zuständig?
    Geändert von Aleã (22.06.2012 um 20:13 Uhr)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist ADHS eine psychische Störung?

    Ich hab jetzt erstmal gezögert, darauf zu antworten, bin mir nicht sicher, ob es was bringt, ...

    Aleã schreibt:
    Es werden für "gleiche und ähnliche Symptome" die Diagnosen (unter den Laien-Eltern oder gar von irgendwelchen einzelnen Ärzten...) Autismus oder ADHS gegeben. - Ganz gleich ob es nicht eigentlich ein PANS-Syndrom oder anderes ist! Ein Riesenunterschied ist es für "bestimmte Leute" nun mal nicht, auch wenn die Therapien völlig anders verlaufen müssten. Daher hat Sinnstifter Recht, dass man darüber nicht 1:1 reden kann, weil es Probleme beim Ausdruck des Thema gibt!
    Irgendwas geht gerade an mir vorbei, denn ich weiß nicht, was Du gerade damit sagen möchtest?
    Die Tatsache, das etwas falsch diagnostiziert wird, revidiert doch nicht die Tatsache, dass es dennoch eine Störung oder Krankheit oder ein Syndrom sein kann...

    Nach deiner Beschreibung her müsste aber es wohl falsch sein. Vielleicht nicht unbedingt im Griechischen (wo das Wort keinen Sinn ergibt... , ADHS hat keinen Verlauf, das ganze Leben hat aber einen Verlauf).
    Natürlich hat eine Krankheit einen Verlauf, ... irgendwie empfinde ich deine Argumente gerade, ... sagen wir unlogisch und nicht sachlich nachvollziehbar, ... man könnte auch sagen "schräg"
    Außerdem ist das nicht "meine" Beschreibung, das ist schon auch den einschlägigen Lexika zu entnehmen .
    Zudem meint es genau das:
    Syndrom = Symptomkomplex!
    Passt also sehr wohl.
    Die Herleitung aus dem Altgriechischen ist dabei eigentlich auch leicht zu erkennen.

    Symptomkomplex aus vielen ADHS-ähnlichen-Symptomen durch Milchunverträglichkeit = ADHS (da es ja "nur" ein Syndrom bzw. eine Gruppe aus Symptomen ist)
    Demnach wäre der "Schein-ADHS" auf der gleichen Stufe zu stellen wie der "echte ADHS" und ist gleich zu behandeln, wenn es wirklich ein Syndrom (=Symptomkomplex) ist. - Tut es leider nicht!
    Öhm, ... jetzt wird es richtig schräg und vor allem unlogisch ...
    ADHS zeichnet sich aus durch eine Merhzahl an Symptomen und somit ist definitionsgemäß die Bezeichnung Syndrom durchaus legitim.
    Das gilt auch genauso für eine Ansammlung von Symptomen, die zwar ähnlich sind, aber andere Ursachen haben.
    Da beißt sich gar nichts, es ändert aber auch nichts daran, dass eine möglicherweise durch Darmbakterien oder andere Auslöser verursachte, ähnliche Symptomatik KEINE ADHS ist, da es eben andere Auslöser gibt.
    Beides zusammen zu fassen macht keinen Sinn, da es ja auch darum geht, Behandlungsansätze/ -möglichkeiten zu definieren.

    Es gibt reichlich viele Krankheiten mit sehrn ähnlichen Symptomen, welche aber unterschiedliche Ursachen und daher eigene Bezeichnungen haben.
    daher verstehe ich Dein Problem nicht.

    Und so sieht man das nun tasächlich "unmöglich" ist über das Thema zu reden, da jeder die Worte anders interpretiert, sowie die Worte eines anderen usw...
    das ist keineswegs unmöglich, solange man logisch und sachlich analytisch an die Sache geht und die Definition de Begriffe erkennt, versteht und richtig anwendet.
    Fachbegriffe gibt es ja nicht ohne Grund und man sollte sie kennen und verstehen und nicht interpretieren.
    Wenn ich als Ausbilder für Elektroniker sehr großen Wert darauf gelegt habe, dass die Auszubildenden die richtigen Fachbegriffe verwenden, dann nicht um sie zu ärgern, sondern aus gutem Grund, weil eben die genaue Kenntnis und richtige Anwendung der Fachbegriffe genau solche Missverständnisse und Irritationen verhindert.
    Das gilt genauso auch für die Fliegerei und ebenso für die Medizin, ...
    Eigentlich ist das ganz einfach .

    Ein Symptomkomplex ist jedoch nach Definition etwas anderes als ein Spektrum, usw.

    Wer dabei nicht verwirrt wird...
    Auch da gibt es nichts Verwirrendes, wenn man die Begriffe kennt, die hier nicht einmal etwas miteinander zu tun haben ...

    Ein Komplex ist eine Gesamtheit, eine Verbindung, eine zusammenhängende Gruppe, lat. complexus = Verknüpfung.
    Ein Symptom (stammt ebenfalls aus dem altgriechischen) beschreibt ein Erscheinungsbild, das auf eine Erkrankung hinweist.
    Bei einem Symptomkomplex wird also die zusammenhängende Gruppe von Erscheinungen, welche auf eine Krankheit hinweisen.

    Ein Spektrum beschreibt die Vielfalt von Erscheinungen in einem Bereich.
    Das autistische Sprektrum ist da ein gutes Beispiel, da es als ein solches Spektrum bezeichnet wird, also ein Bereich, in dem die Schweregrade der Symptome fließend ineinander übergehen.
    Im Rahmen eines Spektrums wird also beschrieben, wie stark ausgeprägt die Symptome sind.

    Inwiefern das alles allerdings jetzt was mit der Frage zu tun hat, ob der Begriff Syndrom für AD(H)S nun falsch ist oder nicht ...

    Klar kann das alles erstmal furchtbar verwirrend sein, aber da ist es halt notwendig, die Begriffe zu kennen und auch korrekt zu verwenden.
    Das soll keine Klugscheißerei und keine Tintenpisserei und auch keine Wortklauberei sein, es soll halt diese Verwirrungen vermeiden.

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