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Diskutiere im Thema Stressregulation - frühe Weichenstellung ! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Stressregulation - frühe Weichenstellung !

    Jepp... da hast du recht stargazer! Das hatte ich in der Vorformulierung auch im Kopf, hab es dann aber in der Ausführung unterschlagen!

    Ideale haben und benennen, halten das Leben im Gang! Ganz klar! Ich denke aber dass der zweite Schritt unweigerlich die Überlegung sein muss, wie kann ich es umsetzten...

    Beim Thema Glühbirne war es sicher nicht schlimm, das Ideal vom immer verfügbaren Licht schon mal Preis zu geben, noch bevor sie Produktionsreif war
    Verstehst du? Manche Themen sind eben ...naja...brisanter, als andere... aber ich gebe dir Recht, die Ideale einfach fallen zu lassen führt niemals zur Verbesserung!!

    Ich bin auch Idealist... und aus Erfahrung habe ich zunehmende Anfälle von Drang zur Realität! Ich leide so sehr unter der Enttäuschung!

    Und danke für's kleine Kompliment... tut ja sooooo gut!

  2. #12
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.423

    AW: Stressregulation - frühe Weichenstellung !

    Hallo emoflex,

    Sehr interessante thema!

    So bis etwa 5 jahre war ich einigemasse artgerecht gehalten... Bei meine mutter.

    Es ging nicht alles perfekt, aber auch nicht ganz schlecht.

    Zu krippe musste ich dann ab und zu gehen. Keine gute errinerung... Dort war zuerst mein andersein als erste bewusst und schnell merke ich dass ich deswegen nicht beliebt war. Ich hatte vieles nicht verstanden, es war mich etwas zu wild und zu laut...

    Schule war nicht besser, aber ich musste durch. Erste 30 jahren später merke ich dass ich seit mein 6. lebensjahr so oft an meine grenze komme dass ich nur stress kenne!

    Wie habe ich es überlebt? Bin krank geworden...

    Es erklärt wirklich vieles aus mein leben. So ein artikel hilft mich selbst ernst zu nehmen.

    lg

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Stressregulation - frühe Weichenstellung !

    Wenn es zu einer Reaktion führt wie bei MJ, dann hat sich der Artikel schon gelohnt.



    Ach und Happy, das mit der Umsetzung in die Realität, dafür bin ich ja hier im Forum, um rauszufinden, wie man den Blick aufs Wesentliche realisiert oder aber auch mal zu sehen , das andere den ebenso suchen. :-)
    (und daher dort ebenso ein danke angepinnt!)
    Geändert von stargazer (20.06.2012 um 20:42 Uhr)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Stressregulation - frühe Weichenstellung !

    Den Artikel finde ich grundsätzlich sehr interessant, und ich stimme auch zu, das Kleinkinder heutzutage sehr früh Fremdbetreut werden.

    Doch mal ehrlich.
    Diese Werte der Stressbelastung, die in der Höhe gleichgesetzt werden mit Vernachlässigung und Mißbrauch.
    Wer sagt denn, das diese Kinder neben der Fremdbetreuung nicht auch Vernachlässig oder Mißbraucht wurde.
    Ich denke nicht, das solche Umstände in der Studie bekannt geworden wären.
    Nachweislich, ist die Dunkelziffer eben sehr hoch.


    Ich selbst kam mit 3 in den Kiga, und das war das beste was mir passieren konnte.
    So konnte ich zumindest zeitweise meinem Elternhaus "entkommen".
    Ich konnte mich schon früh "abkapseln", also total in etwas versinken und dann nur recht wenig mitbekommen.
    Stress hatte ich nur dann, wenn ich dabei gestört wurde (is auch heute noch so).
    Ich will nicht sagen, das die Betreuung in Form von Kindergarten für mich optimal war.
    Auch ich bin da aufgefallen, und hatte Anpassungsschwierigkeiten..... ..aber es war das kleinere Übel


    Meine beiden Kinder sind beide mit 2,5 Jahren in den Kiga gekommen.
    Mein Sohn, einfach weil ich so gestresst war, das ich froh war, ne Auszeit zu bekommen.
    Und er ist meist gern hingegangen.

    Meine Tochter "musste" auch mit 2,5 Jahren gehen.
    Einfach weil ich alleinerziehend war, und ich Angst hatte, später keinen Ganztagsplatz mehr zu bekommen.
    Denn darauf war ich angewiesen, da Frau arbeiten gehen muß, sobald das Kind 3 ist.


    Meine persönlichen Lebensbedingung waren und sind definitiv nicht optimal.
    Aber daran hat die Fremdbetreuung ganz sicher den allerkleinsten Anteil, wenn überhaupt.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Stressregulation - frühe Weichenstellung !

    Ich muss Waldsteinie einfach komplett zustimmen.

    Jedes Kind ist anders.
    Manche benötigen mehr Ruhe, andere brauchen vor allem viel Kontakt zu anderen Kindern.
    Was aber bei allen gleich ist: jedes Kind benötigt irgendwann andere Menschen außerhalb von Mama/Papa.

    Der Mensch ist ein Gesellschaftstier, die "natürliche" Form der Aufzucht ist tatsächlich nicht, als einziges Kind jahrelang einzig und allein nur von der Mutter betreut zu werden.
    Dazu hätten die Mütter vor 1900 doch keine Zeit gehabt.
    Viele mussten auf Feldern arbeiten, es gab keine Waschmaschinen, keine Spülmaschinen etc. und häufig war das Kind mit spätestens 2-3 Jahren auch kein Einzelkind mehr.

    Aber, natürlich gibt es noch ein aber!
    Es ist was anderes, ob das Kind währenddessen von Oma, Tante etc. betreut wird, das es von Geburt an kennt, oder von fremden Leuten, die es für diesen Zweck erst kennen lernt.
    Und was viele nicht bedenken:
    Wie muss es für ein Kind sein, wenn es in eine Kita kommt, sagen wir mit 1 Jahr, und dann mit 6 Jahren in die Schule, weg von der Erzieherin, die immerhin 5 Jahre lang neben den Eltern der wichtigste Mensch für das Kind war.
    Niemand macht sich darüber Gedanken, dass dies auch ein Verlust ist, der verarbeitet werden muss.

    Und das es plötzlich von vielen Kindern umgeben ist, die es nicht kennt.

    Ich glaube, nicht jedes Kind ist für Fremdbetreuung in Form einer Kita geeignet. Das "rund-um-die-Uhr-nur-Mama-und-kein-anderer-Mensch" nicht gut ist, das ist klar.
    Aber das macht doch auch keine Mutter, egal ob sie das Kind zuhause behält oder abgibt. Stattdessen gibt es halt Spieltreff, Spielgruppen etc.

    Ich finde, man muss Fremdbetreuung sehr genau abwägen.
    Oft ist es notwendig, aufgrund der finanziellen Situation.
    Dann muss man aber gucken: WIE notwendig ist es wirklich? Muss ich nach einem Jahr arbeiten oder kann man sich ein zweites Jahr noch leisten?
    Ab wann kann ich es meinem Kind zutrauen? Welche Möglichkeiten habe ich und welche Art der Betreuung ist besser für das Kind?

    Ich glaube, gerade ADHS-Kinder sind in großen, lauten Gruppen oft überfordert.
    Der Stresspegel steigt bei allen Kindern, aber manche können schlechter damit umgehen als andere.

    Wenn ein Kind jedoch damit klar kommt und ich merke, dass es den intensiven Kontakt mit anderen Kindern benötigt, warum nicht?
    Und wenn das Kind nicht damit klar kommt, dann muss man sich eine Alternative überlegen.
    Ich finde, das Kind sollte bei der Überlegung im Mittelpunkt stehen - was schadet, was schadet nicht? Natürlich immer im Rahmen dessen, was umsetzbar ist.

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