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Diskutiere im Thema Gute "Lebensräume" für den ADHSler im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Zotti

    Gast

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    Kahless schreibt:
    ... ich sing euch ein Lied! Und zwar genau davon!

    Bin aus dem hohen Norden runtergezogen nach Baden-Württemberg. Davor ist das mit meiner ADHS auch nie so wirklich aufgefallen und ich hatte keinen großartigen Grund, zum Arzt zu gehen ... aber kaum bin ich hier angekommen, bin ich gerade durch die von dir beschriebene Einstellung direkt erst einmal ins Schleudern geraten.

    Achja, du hast übrigens in deiner Aufzählung noch das arbeiten (vollzeit selbstverständlich, wir sind ja nicht faul) vergessen. Und das ist auch nur wichtig, damit Frau hier überhaupt mal was zu melden hat
    Danae schreibt:
    Bayern ist mit Baden-Württemberg überhaupt nicht zu vergleichen...
    ...und Baden mit Württemberg auch nicht!

    Durch die Nähe zu Frankreich sind die meisten Badener recht locker drauf.

    Ich fühle mich hier pudelwohl!
    ja, ich kenne mich da auch nicht so aus genau, daß ist so wie wenn die Leute hier immer den Ruhrpott mit dem Rheinland
    verwechseln.... allerdings war ich mal in Freiburg und da war es ganz furchtbar, in der Nähe zu Italien soll es dann auch viel
    lockerer sein......

  2. #12
    Danae

    Gast

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    superstar88 schreibt:
    (Appel-Ei-Internat 1 Jahr, "Elite-Internat" (wie du es nennst) 7 Jahre - du auch?
    Bei mir waren es 9 Jahre, davon 1,5 Jahre zu Beginn und noch in der Grundschulzeit in einem nicht konfessionellen Internat.


    superstar88 schreibt:
    Anbei: Strenge =/= Struktur - gegensätzliches kann nur jemand behaupten, der es anders nicht erlebt hat.
    Ok, aber bei den Ursulinen war es damals noch so:

    Streng durchstrukturierter Tagesablauf mit festgesetzten Zeiten für

    die Hausaufgaben (Silencium ;-))
    Freizeit
    Fernsehen
    Ausgang (der sehr streng reglementiert war)

    Der Kontakt mit Externen wurde nicht gerne gesehen, lediglich der Umgang mit den Jungen des erzbischöflichen Jungeninternates wurde mehr oder weniger "geduldet".

    Erst in der Oberstufe konnte man seinen Tagesablauf weitestgehend selbst bestimmen und hatte etwas mehr Freiheiten als die "Kleinen".

    Außerdem wurden in regelmäßige Abständen die Schränke kontrolliert und auf die Ordnung (bei mir leider immer Unordnung) geachtet...

    Zu häufiges Quatschen während der Nachtruhe wurde mit "Einzelzimmer" bestraft. Die ersten Male fand ich es schlimm, irgendwann habe ich aber gemerkt, dass mir das Separieren richtig gut tat und ich ruhiger wurde. Mittlerweile weiß ich auch warum ;-)

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    superstar88 schreibt:
    Staatliche Schulen
    Das sollte man nicht so verallgemeinern.
    Ich war auf einer staatlichen Schule und ich denke, dass diese Schule bzw. die Lehrer dort mir unglaublich gut getan haben.
    Meine Lehrer waren alle schon längere Zeit Lehrer, da war kaum ein junger Lehrer dabei.
    Es gab hauptsächlich Frontalunterricht, was mir sehr gut getan hat. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung der Lehrer war der Unterricht sehr gut strukturiert.
    Es gab Regeln, die eingehalten werden mussten und bei Nichteinhaltung dieser Regeln gab es dann die Konsequenzen.
    Die Schule war eher klein, so dass fast jeder Lehrer alle Schüler kannte. Da ist keiner untergegangen. Es war nicht anonym.
    Die Klassen waren daher auch nicht sehr groß.
    Es gab in jedem Klassenzimmer eine Seitentafel. Dort wurden Termine eingetragen (Klassenarbeiten, Tests, Ausflüge, etc.) und die Hausaufgaben wurden dort vom jeweils verantwortlichen Schüler hingeschrieben. In der Unterstufe haben die Lehrer die Hausaufgaben dort hingeschrieben, später dann die Schüler. In der Oberstufe war man dann selber für das Aufschreiben der hausaufgaben verantwortlich.
    Am besten fand ich das Angebot an Arbeitsgemeinschaften wie Tierpflege (wir hatten einen kleinen Schul"zoo"), Theater, Orchester, Band, Chor, Italienisch, Schulgarten, Erste Hilfe, Fußball, Badminton...
    Die Oberstufenschüler hatten einen eigenen Raum, den sie nutzen durften. Lehrer hatten dort nix zu suchen.

  4. #14
    superstar88

    Gast

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    Okay. Sehe ehrlichgesagt nur weniger Unterschiede zwischen den Ursulinen und der "Elite" - abgesehen von der Einzelhaft dürften sich Internate pädagogisch also nicht allzusehr unterscheiden.

    Fliegenpilz: Es freut mich, dass du Glück mit deiner staatlichen Schule hattest und dich dort wohlgefühlt hast.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 370

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    Ich war auch nur auf staatlichen Schulen (habe sehr oft wechseln müssen wg. Umzügen) und da gabs echt himmelweite Unterschiede.
    Der großte Unterschied ist meinem Erleben nach der geographische, von Nord nach Süd: Hier wird halt viel auswendig gelernt und stur abgefragt, ich hatte immer das Gefühl es geht eher um den Zeitaufwand als darum, was man wirklich verstanden hat. Weiter nördlich muss zwar genauso gepaukt werden, allerdings nicht in diesem Maß ... Zusammenhänge und das "Warum?" standen, kam mir jedenfalls so vor, eher im Mittelpunkt.
    Und für jemanden wie mich - die sowieso immer wissen muss, warum, wieso und weshalb eigentlich irgendwas auf eine bestimmte Weise läuft - ist stumpfes Büchergefresse mit enorm viel Repetitionen natürlich der blanke Horror.

    Hängt halt wirklich von der jeweiligen Schule und von der Grundeinstellung des jeweiligen Bundeslandes ab (die schmeissen ja schliesslich auch den Laden), meiner Meinung nach.

  6. #16
    superstar88

    Gast

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    Kahless schreibt:
    Ich war auch nur auf staatlichen Schulen (habe sehr oft wechseln müssen wg. Umzügen) und da gabs echt himmelweite Unterschiede.
    Der großte Unterschied ist meinem Erleben nach der geographische, von Nord nach Süd: Hier wird halt viel auswendig gelernt und stur abgefragt, ich hatte immer das Gefühl es geht eher um den Zeitaufwand als darum, was man wirklich verstanden hat. Weiter nördlich muss zwar genauso gepaukt werden, allerdings nicht in diesem Maß ... Zusammenhänge und das "Warum?" standen, kam mir jedenfalls so vor, eher im Mittelpunkt.
    Und für jemanden wie mich - die sowieso immer wissen muss, warum, wieso und weshalb eigentlich irgendwas auf eine bestimmte Weise läuft - ist stumpfes Büchergefresse mit enorm viel Repetitionen natürlich der blanke Horror.

    Hängt halt wirklich von der jeweiligen Schule und von der Grundeinstellung des jeweiligen Bundeslandes ab (die schmeissen ja schliesslich auch den Laden), meiner Meinung nach.
    Yes, kann ich so für Baden-Württemberg auch bestätigen. Das Abitur hatte es in sich.

  7. #17
    Danae

    Gast

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    superstar88 schreibt:
    Okay. Sehe ehrlichgesagt nur weniger Unterschiede zwischen den Ursulinen und der "Elite" - abgesehen von der Einzelhaft dürften sich Internate pädagogisch also nicht allzusehr unterscheiden.
    Na ja, ich weiß ja nicht, wie alt du bist, aber die kostspieligen Internate wie z.B. Salem, Birklehof etc. sind da wohl in der heutigen Zeit nicht mehr ganz so streng und lassen den Schülern bzgl. ihres Freizeitverhaltens sehr viel mehr Freiheiten. Ganz besonders aus Rücksichtnahme auf die ja doch zuweilen etwas exaltierte Klientel. ;-)

    Das schulische Level meinte ich natürlich nicht, denn da wird ja schon sehr viel verlangt. Auch wenn natürlich bei dem ein oder anderen Sprössling aus betuchtem Hause bei großzügiger Spende für den Förderverein mal ein Auge zugedrückt wird. ;-)

    Aber das gab es bei uns auch, denn die Kirche ist ja auch immer auf guten Kontakt zum Adel oder wenigstens zum Geldadel bedacht. ;-)))
    Geändert von Danae (11.06.2012 um 17:55 Uhr)

  8. #18
    superstar88

    Gast

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    Danae schreibt:
    Na ja, ich weiß ja nicht, wie alt du bist, aber die kostspieligen Internate wie z.B. Salem, Birklehof etc. sind da wohl in der heutigen Zeit nicht mehr ganz so streng und lassen den Schülern bzgl. ihres Freizeitverhaltens sehr viel mehr Freiheiten. Ganz besonders aus Rücksichtnahme auf die ja doch zuweilen etwas exalierte Klientel. ;-)

    Das schulische Level meinte ich natürlich nicht, denn da wird ja schon sehr viel verlangt. Auch wenn natürlich bei dem ein oder anderen Sprössling aus betuchtem Hause bei großzügiger Spende für den Förderverein mal ein Auge zugedrückt wird. ;-)
    Du hast keine Ahnung, wovon du redest. Anmaßend bist du noch dazu - oder aber du hast dich ein wenig im Gebrauch gewisser Fremdwörter vergriffen, das mag man dir evtl. nachsehen - das Wort "exaliert" ist mir so nicht bekannt. Im Übrigen ist meist sowieso recht schnell klar, wohin die Reise diskussionstechnisch geht, wenn der Sozialneid ins Spiel kommt...
    Geändert von superstar88 (11.06.2012 um 17:37 Uhr)

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 370

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    superstar88 schreibt:
    Yes, kann ich so für Baden-Württemberg auch bestätigen. Das Abitur hatte es in sich.
    Ooooohja ... die gesamte Oberstufe eigentlich. Und dann kommt Klein-Kahless, mit dem Pech zur 12. Klasse von Niedersachsen nach Ba-Wü zu gehen. Ich bin ja auch ein Deppchen manchmal

    Zeitweise war ich so frustriert, dass ich ernsthaft 1,5 Monate garnicht aufgetaucht bin und nur dem wirklich wahnsinnig netten (wahrscheinlich der einzige Mensch dort) Schulleiter zu verdanken habe, dass ich nicht geflogen bin. Der stand dann nämlich eines Tages einfach vor meiner Tür und hat gefragt, wo ich bleibe.

    Wahrscheinlich hätts mich weniger gefrustet, wenn die Leute hier anders drauf wären - weniger spießbürgerlich, weniger Stock im Popo und weniger Scheinheiligenschein.
    Kleines Beispiel: Gibt keine Hausaufgaben übers Wochenende für alle, weil die Oberstüfler - ausser mir, ich mag sowas nicht - auf die Kerwe wollen, sich die Birne zuballern. Ich frag, ob man bei mir mal ne Ausnahme machen kann, weil ich von den beiden Tagen Wochenenden insgesamt 20 - 23 Stunden arbeiten muss (zwei Schichten Gastro) ... und zwar nicht aus Spaß, sondern weil ichs zu Hause nicht mehr ausgehalten habe und mir seit ich 17 bin mein Leben selbst finanzier.
    Nein, geht natürlich nicht - wie ich denn nur auf die Idee komm. Wenn alle anderen ihre Hausaufgaben machen müssen, kanns für mich keine Sonderregelung geben.
    ... und ich weiss noch, oben in Oldenburg hab ich genau wegen so etwas sogar mal einen Tag Beurlaubung gekriegt.

    Alles, was hier von der Norm (die in meinen Augen auch leicht rückständig ist) abweicht, muss gnadenlos ausgebremst werden. Genau da liegt meiner Meinung nach für ADHSler - und selbstversorgende Abiturienten - das Problem hier unten.


    @Superstar: ich denke, Danae hat nur ein t vergessen und meinte "exaltiert".

  10. #20
    Danae

    Gast

    AW: Gute "Lebensräume" für den ADHSler

    Kahless schreibt:

    @Superstar: ich denke, Danae hat nur ein t vergessen und meinte "exaltiert".
    Herzlichen Dank! Genau so ist es!
    Daher habe ich meinen Fauxpas - zumindest was die Rechtschreibung betrifft - umgehend korrigiert! ;-)

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