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Diskutiere im Thema Die Alltäglichen Probleme im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    jen schreibt:
    Yep, genauso ist es Sobald Probleme auftreten bin ich wahnsinnig engagiert. Sind sie gelöst, ist es nur noch langweilig.

    Gewisse Dinge erledige ich einfach nicht mehr alleine - und Ende. Einkaufen gehe ich nur noch mit meinem Mann, sonst krieg ich allein schon wegen der Warterei an der Kasse eine rieeeesen Ausflipper *tüdelü*
    Sollte ich doch einmal alleine einkaufen müssen, dann nur mit Handy und zu einer Uhrzeit, an der ich jemanden an unserem Kühlschrank erreiche, der nachschauen kann

    Andere Dinge, wie z.B. die Einkommenssteuer erledigen (weil Problemlösung) gehen schnell von der Hand. Wo ich also Hilfe wegen meinem ADHS brauche, biete ich sozusagen andere Sachen zum Ausgleich an.
    Meine Schwiegereltern hassen es z.B. die Steuer zu machen, dafür sind Weck- und Erinnerungsanrufe kein Problem. Hast Du jemanden, mit dem Du evtl. so etwas tauschen kannst? Also Einkaufsbegleitung gegen Rasenmähen oder so ähnlich?

    Liebe Grüße, Jen.
    Haha, das ja mal ne Idee. (:
    Aber ihr seid gerade zu stark bei dieser Einkaufssache. Für mich selbst ist es nicht schlimm wenn ich mal was vergesse, aber es ist nur blöd wenn ich meiner Freundin was mitbringen soll und es vergesse.^^
    Mir geht es einfach darum, dass ich manchmal dieses Gedankenchaos und vor allem die Impulsivität in den Griff kriege.
    Und vlt wie ich mich verhalten kann bei einer Denkblockade. ^^

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    Ich kaufe immer viel auf Vorrat in Gläsern oder so.

    DIe frischen Sachen sind dann wenige und meistens die gleichen oder aus der gleichen Kategorie. Eier sind immer irgendwie dabei.
    Und ich kann immer davon ausgehen, dass was für ausf Brot drauf mit dabei ist. Und Müsli kann man dann, wenn im Rucksack noch Platz ist, auch gleich mitkaufen, Kaffee sowieso...
    Irgendwas kann ich davon dann immer kochen.
    Für mich alleine halt.
    Hab mir früher in der Uni Zettel geschrieben aber das hab ich irgendwann gelassen weil es so viel doch nicht ist.
    Joghurt ist immer dabei.
    Das kann man sich ja mal in Diagrammform aufschreiben. Symbole basteln für die einzelnen DInge, so schlidchen und wenn was alle ist, babbt man es an die Pinwand in der Küche, wenn man dort eine hat? Waschmittel und Klopapier ist ja auch noch dazu zu zählen...

    Weiß nicht, mit vielen Leuten ist das sicherlich nochmal komplizierter, mit zweien ist es ja schon teilweise massiv trickiger, aber so geht es doch, finde ich.
    Oder den Kühlschrank so aufteilen, dass man immer sofort sieht, an welcher Stelle etwas fehlt, das könnte man auch tun.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 311

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    Also was das betrifft helfe ich mir mit meinen Smartphone. Ich kontrolliere dann erstmal im Kühlschrank und im Bad was fehlt, trage das direkt ein und dann vergesse ich auch nichts. Wenn man Siri oder ne andere Spracherkennung hat, geht das sogar schneller.
    Wenn ich das jedenfalls nicht mache dann passierts mir auch, dass ich die Hälfte vergesse. Ich glaube, dass das Aufschreiben die einzigste Möglichkeit ist, dem einiger Maßen Herr zu werden. Als ich meine Ausbildung angefangen hatte, konnte ich mir auch überhaupt nix merken. Man konnte mir etwas auftragen und nach 5 Min habe ich sofort alles vergessen. Ganz schlimm ist es, wenn ich an etwas denke und dann irgendwie durch was abgelengt werde. Der Gedanke ist in der Regel futsch.
    Ganz furchtbar war das bei Telefonaten. Ich hatte lange gebraucht bis ich eintrainiert hab, beim Gespräch alles neider zu schreiben. Aber es hilft ungeneim.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    was mich beim einkaufen jedes mal rausbringt, ist wenn ich kommilitoninnen treffe. das ist unvermeidlich weil der supermarkt neben der uni ist. aber ich will nicht mit denen reden und schon garnicht will ich, dass die wissen, welche wurst ich einkaufe oder welchen joghurt, welche asiapfanne etc. . auf die frage "ah du kaufst auch hier ein?" (und alles, was ein fragezeichen am ende hat, ist eine frage), hab ich vorgestern dann nur mit "ja" geantwortet, war aber auch okay, weil die andere auch in ihren einkaufsgedankengängen ist.

    dann sind so entscheidungsfragen kniffelig. bio oder nicht, wenn man weiß, was im essen drin ist, hat man weder am kaufen, noch am essen so richtig spaß, so ging es mir früher, jetzt hab ich lange nicht mehr drüber nachgedacht.

    generell nehme ich im supermarkt immer eine ziemlich erhabene und distanzierte rolle ein, aus der ich auf die regale gucke (auf jeden fall eine sehr geschauspielerte, die des einkäufers, der sich utnerschiedlich benimmt, von verschiedenen sachen abhängig). was man sich veilleicht so vorstellen könnte, ne, das mach ich eigentlich so am meisten ist, so ein bisschen, dass man ein raubvogel ist. man fliegt über das ganze land und guckt sich alles an, immer auf der suche nach beute. und dann sieht man etwas und "pack", der joghurt ist im korb.
    so lüg ich mir vor, ich hätte dem ganzen gezeug gegenüber einen überblick... gibt noch verschiedene tricks, wie man das unterstützen kann aber so ähnlich mache ich das.

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    Blockade: Ist bei mir vielleicht die Situation des Schlüssel Nicht-Findens.
    Kann man vielleicht auch mit Denkblockade vergleichen.
    Ob Dir nur ein Wort fehlt, das DIr auf der Zunge lag, ein Name, oder der Gedankengang den Du hattest, bevor das auslösende Problem kam.

    Lösung:

    Ich finde meinen Schlüssel am besten, (wenn ich so neben der Spur bin, das ich ihn nicht am Schlüsselbrett hab) wenn ich versuche, den Weg in meiner Wohnung nachzuvollziehen, den ich nahm als ich letzen Abend nach Hause kam.

    Das ist nur praktisches Denken kombiniert mit Logik.
    Funktioniert komischerweise manchmal aber auch im Kopf mit Gedanken, Wörtern.

    Beispiel 1

    Also, innen an der Wohnungstür losmarschiert, versuchen zu erinnern, was ich anhatte. Die grüne Jacke hängt ja gleich hier, Taschen durchsuchen, dann hatte ich Milch gekauft. Die wird im Schrank in der Küche verwahrt, also in die Küche abbiegen, Fensterbrett und Theken absuchen...Tja, zuguterletzt fand er sich runtergefallen im Bad, neben dem Waschbecken, weil die Milch schmuddlig war, war ich Händewaschen.

    Beispiel 2
    Ich diskutiere mit meinem Mann über den nächsten Urlaub, will Themen Geld, Feriendaten und Ziel abklären.
    Weil sich meine Gedanken aber wie gewohnt bunt durcheinandermischen, ist nach seinem Kommentar zum Geld, der bestimmte Worte wie Chef, Konto und "so teuer" darfs nicht sein enthielt, meine tolle Idee zum Reiseziel futsch.
    Nachdem wir dann die Daten geklärt haben, mekr ich das ich mich nicht mehr an das Ziel erinner, was ich voschlagen wollte.

    Ich bitte ihn dann, schlau wie ich bin, mir nochmal zu wiederholen, was er am Anfang wegen dem Geld gesagt hatte-....denke gleichzeitig an meine Argumentation vorher, was dann die Gedanken in Kombination mit seinen Worten teuer und Chef wieder aufmischt und peng. Plötzlich weiss ich wieder das ich in dieses süsse Dorf namens "immersonne" wollte.

    Mein Mann kennt das schon von mir und einige Freundinnen lachen nur, wenn ich im Telefonat plötzlich sage: "oh Moment, was wollt ich dir noch erzählen?" Dann sag ich "wiederhol noch mal kurz worüber wir grad geredet haben, bitte!" Mache das dann selbst schon laut in dem ich unsere Gesprächsthemen oder genannte Personen stichwortartig laut auspreche und tada: Es funktioniert.

    Klingt lustig? Ist auch so!

    Hoffe die Ideen bringen dich weiter.

    P.S. Klappt auch beim Einkaufen, versuch dich an die belanglosen Dinge im Gespräch zu erinnern, bevor sie dir sagte, was Du unbedingt mitbringen solltest. Wenn Du es im Laden ganz vergisst,.......wie die andern schon sagten aufschreiben. Reine Gewohnheitssache. PPS. Wenn die Liste nicht zu lang ist, Kuli auf Handinnenfläche, aber dann nicht waschen!!!

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    ja klingt echt lustig zerstreut...

    sone fahrigkeit hab ich auch öfter. dann führe ich lange selbstegespräche...

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    Ich finde den Begriff "vergesslich" oft total falsch bei mir.
    Ich VERGESSE die Sachen nicht. Ich verliere sie im Kopf. Ich lasse Gedanken, Wörter, Sachverhalte einfach irgendwo fallen und geh weiter. Sie gehen verloren. Fällt aber ein Begriff, oder sehe ich eine Sache, die eng damit zu tun hat, ist es, als würde ich mit Schallgeschwindigkeit wieder zum verlorenen Sachverhalt zurückfinden.

    Das mit dem "die Wege, die man gegangen ist, noch einmal ablaufen" mache ich auch immer. Ist inzwischen automatisiert. Viele Sachen tut man ja auch oft auf die gleiche oder ähnliche Art und Weise. Hier habe ich die Wiederholung meiner ausgeführten Tätigkeiten schon total verinnerlicht und finde daher oftmals sehr sicher zum verlorenen Objekt.

    Für mich ist es auch wichtig, möglichst viele automatisierte Abläufe zu haben und die Abläufe müssen ohne Aufwand möglich sein. Ein Schlüsselbrett am falschen Platz in der Wohnung wäre fatal.
    An meiner Garderobe gibt es extra Haken für Taschen (ganz vorne an), dann für Jacken, Hundekrempel etc.

    Für meinen Beruf (selbstständig, ausschließlich Außerhaustermine) war mein iPhone die absolute Rettung!!! Bahn-App, Karte, Facebook für den schnellen Dopaminkick zwischendurch, Erinnerungen, die unkompliziert eingetragen oder GESAGT werden können, einen Kalender, der sich mit dem auf meinem MacBook abgleicht, gleiches mit dem Adressbuch (was stand ich früher oft in Straßen und musste meinen Mann anrufen, weil ich wieder vergessen hatte, aufzuschreiben, welche Hausnummer!!!)... alles nun IMMER dabei.
    Mein iPhone ist meine kleine Ordnungswelt.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    Was mir "ganzheitlich" hilft, weniger fahrig und ablenkbar und impulsiv zu sein, ist Sport (!!!) und entsprechend angepasste Ernährung.
    Außerdem das permanente Training mit meiner Hündin und ich beginne nun mit Schnickschnack, der meine Konzentration übt.

    Und zwar werde ich da zulassen, dass ich nur Dinge tu, bei denen es okay ist, wenn ich einfach so aufhöre.
    Neulich hab ich Mandalas ausgemalt, um mich nicht mit Schoki vollzustopfen. Mein Freund hat mir ein dickes Rätselbuch mitgebracht und auf meinem iPhone habe ich so ein süchtig machendes Steinchen-Spiel.

    Ich versuche, einmal täglich eine "sinnlose" Sache zu machen, die mir hilft, mich zu konzentrieren und wo kein Druck dahinter steht, es zuende zu führen.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    Hallo,

    ich versuchs mal etwas chaotisch runterzuschreiben, mit was ich mich so "oben halte" im oft leidigen Alltag

    Bei mir hat nur eines geholfen, immer wieder trainieren, trainieren, trainieren. Je stetiger ich mich z.B. "zwinge" meinen Kalender zu benutzen, immer immer wieder auch (vor allem) nach "Misserfolgen", desto flüssiger und selbstverständlicher läuft es.

    z.B. Wohnung putzen:

    -erledige ich akkurat nach meinen erarbeiteten Plänen/Listen

    Um den Berg zuvor nicht mehr zu sehen habe ich z.B. alle Tätigkeiten, die ich täglich erledigen muss (Katzenklo säubern, Wäsche in die Tonne, Betten machen ect.) anfangs mit der Stoppuhr gemessen und die jeweiligen Zeiten daneben geschrieben. Und plötzlich so "oha, da brauch ich ja doch im Ganzen gerade mal 20 min. zu...."

    Und plötzlich waren ein paar Hürden weg, bzw. sehr viel weniger da

    Beim Lernen oder notwendigen Arbeitsabläufen (also alles was mir nicht wirklich "schmeckt") halte ich es auch mit Listen. Also, zuerst am Kalender Zeit einteilen, dann sehen "okay, soooo viel ist es ja dann doch nicht...", dann eins nach dem anderen abarbeiten und fertig.

    Um den leidigen "Anfangsdruck" bzw. ein bisschen Motivation zu erzeugen, benutze ich ein Belohnungssystem à la: "Wenn ich diese Aufgabe erledige habe, dann darf ich....machen, kaufen ect."

    Was man auch machen kann, toll ist mit anderen ChaotInnen "Arbeit tauschen" - eine Hand wäscht die andere. Ich habe vorher in einer Nachbarschaft mit einer anderen ADHS-lerin gelebt und wir haben einmal wöchentlich die Wohnungen getauscht: ich habe ihre Hütte auf Vordermann gebracht und sie in der Zwischenzeit meine. Fantastisch wenn sowas möglich ist. Funktioniert heute aber auch noch z.B, mit "ich mache dir deine Papiere und du schneidest mir dafür Haare oder rufst für mich beim leidigen Gerichtsvollzieher an oder oder oder..." - ich schaue immer wo ich etwas "tauschen" kann.

    Freunde, ganz ganz wichtiges Netzwerk für mich. An ganz wichtige Dinge lasse ich mich erinnern. Sonntags teile ich meine wichtigsten Wochenziele mit. Das strukturiert mich, sie fragen zärtlich nach ob ich schon oder noch dran bin und da ich doch ungerne "mein Gesicht verlieren" will, habe ich dann doch meist alles geschafft.

    Auch lasse ich mir von diesen sagen was ich denn in letzter Zeit eigetlich GUT hinbekommen haben, gerade in meinem derzeitigen beruflichen Umfeld bekomme ich ja nur meine Defizite vorgeschmiert (sind leider recht engstirnige, "Normalopathen" und "Ellbogen-Gesellschafter" gerade neben mir, bin froh wenn ich endlich wieder Freiberuflerin bin). Aber wie sollen wir wissen was wir gut oder richtig machen, wenns einem keiner sagt? Insofern: Lob einfordern finde ich hilfreich.

    Ganz wichtig finde ich auch, mir zu verzeihen wenn mal wieder was nicht geklappt hat. Versuchen statt zornig oder traurig zu sein, zu schauen, was kann ich denn dann anders machen beim nächsten mal?

    Zum Thema Impulskontrolle: Nicht alles gefallen lassen und runterschlucken, aber auch nichts einfach emotionell rausschiessen. Ich habe gelernt viel über die Atmung zu steuern, gleichmässig, bevor ich den Mund in Emotion aufmache, erstmal bis fünf zählen und einatmen und versuchen den Atem anzugleichen. Also ein-und austatmen jeweils bis fünf.

    Ich glaube das überlistet zudem mein Gehirn weil es dann erstmal kurzfristig damit beschäftigt ist, "sportlich" das zu schaffen mit dem gleichlangen Atem *grins*. Zudem beruhigt sowas einfach.

    Oder ich sage meinem Gegenüber: "Ich rege mich gerade unheimlich auf. Bevor ich nun etwas sage was ich so nicht wirklich meine, gehe ich kurz raus. Ich komme aber in 10 Minuten/oder morgen oder oder...wieder und möchte dann noch einmal darüber in Ruhe mit dir sprechen." Ich habe damit bisher nur gute Erfahrung gemacht.

    Auch sage ich meinem Umfeld wenn ich gerade ein wenig hysterisch abgehe, dass mir das jetzt leid tut aber keiner der Anwesenden gemeint ist, sondern ich gerade etwas rauslasse. Ab dem Moment lässt man nicht mehr an einem anderen ab!

    Mir haben die Bücher vom buddhistischen Mönch "Thich Nhat Hanh" sehr geholfen! Zum einen das "Achtsamkeitstraining" und auch das Buch wie man negative Gefühle wie z.B. Ärger verwandeln kann. Eigentlich kann man alle seine Bücher empfehlen, mir haben sie sehr sehr viel gebracht. Auch ganz ganz toll sein Buch mit dem "Inneren Kind".

    Hier mal eine Übersicht:

    Amazon.de: Thich Nhat Hanh: Bücher, Hörbücher, Bibliografie, Diskussionen

    Leider funktionieren diese ganzen Methoden bei mir aber nur wenn ich Methylphenidat nehme, zumindest wenn ich wie jetzt alleine lebe. Mit Partner waren meine letzten 10 Jahre auch ohne Medikamente meist total wunderbar, da brauchte ich diese nur gelegentlich in stressigen Job-Phasen. Wir haben uns allerdings auch prima ergänzt, manchmal frage ich mich wieso ich eigentlich da weg bin...wobei, das ist wieder eine ganz andere Geschichte *grins* ;-)
    Geändert von Kitty Katz ( 7.06.2012 um 17:37 Uhr)

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Die Alltäglichen Probleme

    Das mit der Atmung kann ich so bestätigen.

    Durch den Sport habe ich begonnen, mich, meine Atmung, meinen Körper ganz anders wahrzunehmen.
    Konzentration wurde nach und nach besser, ich konnte mich plötzlich spüren, sowohl muskulär, als auch irgendwie emotional.
    Und gerade beim Langstreckenlauf ist es wie Meditation.

    Man konzentriert sich auf die Schritte und die Atmung.
    Drei Schritte ein, drei Schritte aus. Drei Schritte ein, drei Schritte aus.
    Ab und an ein Blick auf die Pulsuhr.
    Haltung überwachen
    -> "Spanne ich meine Core-Muskeln noch an?"
    -> "Sind meine Schultern noch unten?"
    -> "Lande ich noch auf dem äußeren Mittelfuß?"

    Und es ist eine Konstante in meinem Leben, die mich für einige Stunden mit Glücksgefühlen versorgt. Und ich BRAUCHE einen vollen Glücksgefühl-Pool.

    Ich kann in diesem Zusammenhang auch nur das so genannte High Intensity Intervall Training empfehlen.

    Wer das Gefühl braucht, alles an Energie so schnell wie möglich rausbrechen zu lassen und manchmal am liebsten völlig DURCHDREHEN will, der kann hier drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Fliege 1: Man kann mal so richtig alles an Wut, Freude, Trauer, Angst, POWER rauslassen, was der Körper hergibt und das in nur ca vier bis fünfzehn Minuten!

    Fliege 2: Der Körper geht an sein absolutes Limit und je nach Übungen, die man so machen möchte, grenzt es wirklich an Sex. Der Puls geht extrem hoch und man hat hinterher einen enormen Entspannungs-Flash und ist bis oben voll mit Glücksgefühlen.

    Fliege 3: Diese - wirklich mal eben zwischen Frühstück und Duschen zu integrierende- Form des Workouts kurbelt den Fettstoffwechsel für die nachfolgenden 24 Stunden an und man baut ordentlich Muskulatur auf. Das heißt, alle Naschkatzen können sich freuen!

    Mal ein paar Links, sofern sie erlaubt sind

    Erklärung Was ist HIIT?
    Übungsideen Body Rock.TV

    EDIT:
    Ach so, worauf ich eigentlich hinaus wollte:

    Seit dem Sport seufze ich im Alltag häufiger. Mein Körper reguliert Frustration etc bereits eigenständig mit "Druck ablassen" über die Atmung.
    Gerade beim warten fällt mir das auf. Ich krieg binnen Sekunden beim Warten nen absoluten HALS. Sowohl bewusst, als auch unbewusst kann ich das in Schach halten, wenn ich einfach tief atme.
    Durch das tiefe atmen kann ich wieder klarer denken und mir eine Ablenkung suchen.
    Geändert von NurIch ( 8.06.2012 um 09:05 Uhr) Grund: Gedankengang wiedergefunden.

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