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Diskutiere im Thema Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Exakt das, was Smile da sagt - besser hätte ich es kaum ausdrücken können. Kompromisse eingehen ist das Stichwort, Einsicht und Selbstakzeptanz ist die grundlegende Triebfeder auf den Weg dort hin - dem Weg aus dem Teufelskreis.

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    und das steht bei wiki unter widerstandsfähigkeit:

    Resiliente Personen besitzen die Fähigkeit, Möglichkeiten dort zu ergreifen, wo sie sich bieten. Doch dort, wo sich keine Möglichkeiten bieten, sind selbst resiliente Personen machtlos. Elder warnt: […] not even great talent and industry can ensure life success over adversity without opportunity (dt: nicht einmal großes Talent und Fleiß gewährleisten das Besiegen von Widrigkeiten, wenn die Gelegenheit fehlt).[48]

    Resilienz (Psychologie und verwandte Disziplinen)

    mich interessiert es.... was ist .... trotz/wegen meiner disposition so gelaufen wie es gelaufen ist und was könnte
    ich veränderen, damit ich nicht immer in stresssituationen reinlaufe.... die mich auf längere sicht unglücklich machen?!?

    p.s. superstar, ich habe kinder aus einem ganz simplen und natürlichen gefühl bekommen - sie sind eine bereicherung
    und herausforderung - die kinder würde ich NIE als aufwand, den es auszugliedern gilt - sehen. :-) ich behaupte mal: mutter/vater
    gefühle kann man nicht beschreiben und wer es nicht kennt.... sorry, nicht böse gemeint.... kann nicht verstehen was kinder
    für einen bedeuten.

  3. #23
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Deine Zitierung stützt das, was ich versuchte, zu skizzieren, ziemlich gut. Danke dafür.
    Was du sagst, würde ich so noch nicht unterchreiben, ich finde die Frage nach dem "was könnte ich ändern" für die bestimmte Problematik noch zu unvollständig und auch recht universell. "Was könnte ich ändern - und was könnte ich auch einfach bleibenlassen, ohne besonders weitrechende Konsequenzen auf jeglichen relevanten Ebenen?" - wie denkst du darüber?

    Was die Kinder betrifft - Ich möchte mich nicht über das Eltern-, schon gar nicht über das Muttergefühl streiten, könnte ich gar nicht, hab ja keine Kinder. Dem eigenen Kinderwunsch aber nachzukommen, weil man Lust drauf hat - oder wie auch immer sich dieser Drang nun umschreiben ließe, ohne den etwas pathetischen Ausdruck Muttergefühl hier zu verwenden - halte ich - subjektiv - für eine Art Hedonismus, den man ebensowenig jetzt und hier nähren muss, wie dem ex- und intrinsischen Zwang, alles auf die Reihe bekommen zu müssen.

    Was damit gesagt werden soll:
    Kinder können für die Situation mit AD(H)S in Teilbereichen ein "Übel" sein - aber ganz sicher kein notwendiges. In deinem Fall, Smile, hast du Glück gehabt, wie man an den anderen Postings mit überforderten Müttern und Vätern deutlich sehen kann.
    Geändert von superstar88 ( 1.06.2012 um 21:01 Uhr)

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    bleiben lassen (meine persönliche meinung)

    - linear denkende verstehen zu wollen ---> akzeptieren

    - so fuktionieren zu wollen, wie es andere tun ---> ein linkshändler kann sich das schreiben mit der rechten hand
    aneignen, doch die linke hand wird immer die preferänz haben.

    - stresssituationen: z.b. überfülltes einkaufszentrum nach möglichkeit ---> meiden

    - unnötiger balast: z.b. frohnarbeit (hilfe) - nur wenn ich es will ---> abwerfen

    - unnötige erwartungen: z.b. perfektionismus

    - es andereren recht machen zu wollen

    ev. kommt noch mehr

    p.s. kinder ins erwachsenenleben begleiten, ist mit unter anderem eins der herausfordernsten (erfüllendsten) lebensaufgaben für mich.... und... auch normalos stossen da oft an ihre grenzen... gaaanz bestimmt :-)
    Geändert von Smile ( 1.06.2012 um 21:14 Uhr)

  5. #25
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Ich glaube aber, dass der Versuch, "linear denkende" (wobei ich davon ausgehe, dass du Normalos meinst) verstehen zu wollen, nicht unbedingt misslingen muss. Braucht halt Zeit. Die Erfahrung konnte ich jedenfalls machen. Andersrum ist's schon schwieriger. Würde nie von jmd. verlangen, mich nachvollziehen zu können. Geht wohl auch nicht.

  6. #26
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296
    @Superstar88
    Ja ich weiß ja nicht was Du anderes gemeint hast, als ich es gelesen habe.
    Denke aber fast, ich habe einfach Deine Gedanken aufgegriffen und zu Ende gedacht.

    Es kommt aber natürlich ganz auf den Menschen und seine Situation an.
    Wenn man alleine lebt und das auch so beibehalten will, kann man schon mal eine ganze Menge bleibenlassen.

    Schon in dem Moment wo man einen Partner haben möchte oder sich versehentlich verliebt und diese Liebe dann noch erwidert wird, muss man auf kurz oder lang entscheiden ob man den daraus erwachsenen Ansprüchen (auch denen des Partners) entsprechen möchte oder lieber manches bleiben lassen, weil einem das ADS das diktiert.

    Dabei ist es egal welches Beispiel Du Dir heraus nimmst. Das Leben lässt sich nicht in dieser Form planen oder steuern. Man muss sich auf kurz oder lang auf eine längere Beziehung mit was auch immer einlassen. Menschen, Tiere, Arbeit, Geld für die Rente, was immer ganz egal.

    Dein Idee, sich dann gezielt nur die Sachen heraus zu suchen die man mit seinen Stärken gut bewältigen kann und die anderen Sachen bleiben zu lassen bzw. andere das für Geld erledigen zu lassen klingt erst mal gut, für mich aber auch recht unrealistisch.

    Nichts desto trotz, finde ich auch, dass man ein wenig Demut im Leben mitbringen sollte. Man muss nicht alles haben und machen wollen/müssen, nur weil andere das tun.
    Und natürlich sollte jeder Mensch, ob er nun ADS hat oder nicht, sehen das er "seinen" Platz im Leben findet. Also etwas (beruflich) macht, das er gerne macht und gut kann. Genauso wie es wichtig ist, nicht alles mit sich machen zu lassen, was man eigentlich nicht möchte und nicht gut kann.

    Letztendlich ist es eine lange Reihe von Kompromissen die man mit seiner Umwelt eingehen muss. Dabei muss man dann eben auch immer wieder Dinge tun, auch sehenden Auges, die man nicht machen würde, wenn der Kompromiss es nicht erfordern würde.

    Der Knackpunkt, meiner Gegenargumentation ist: Es las sich, als stellst Du den Gedanken in den Raum, "ich habe ADS und ich werde damit klarkommen, weil ich eben nur das mache, wozu mich mein ADS befähigt.
    Ich brauche keine Therapie, keine Medikamente."

    Ich habe mit 45 erfahren das ich ADS habe. Bis dahin habe ich mehrere Berufe ausgeübt, oft auch ohne sie vorher gelernt zu haben (wie zum Beispiel Technischer Zeichner in einer Maschinenbaufirma usw.). Ich bin seit fast 20 Jahren selbstständig, habe zwei Kinder, wir haben zwei Hunde und was nicht noch alles an Verpflichtungen.

    Ich habe das hinbekommen, weil ich Menschen hatte die mir helfen wollten wenn`s mir schlecht ging und ich mir helfen lassen konnte. Weil ich andererseits sehr leistungsfähig und hilfsbereit bin und so in den Zeiten da es mir gut ging viel erreichen konnte.

    In den letzten zwei Jahren passten leider Anforderung und Zustand immer weniger zusammen. Ich konnte auch einfach den nötigen Druck nicht mehr aufbauen, der mir sonst schon oft über schlechte Zeiten weggeholfen hat.

    Jetzt mit der Diagnose, verstehe ich vieles noch besser, sehe andere Zusammenhänge. Letztendlich, hätte ich dann aber die Medikamente nicht, würde mir der andere Grund für mein "Versagen" auch nicht helfen.

    Ob Du in die Scheiße trittst weil Du nicht aufpasst oder deine Augen gerade nicht funktionierten ist letztendlich egal.

    So nun habe ich schon einen halben Roman geschrieben und weiß das noch kein Argument dabei war, das passend scheint
    Bevor ich den Roman voll schreibe, was soll ich sagen, ich bin mehr als 20 Jahre älter als Du und glaube auch wachen Auges die meisten davon verbracht zu haben
    Sieht, wenn man die Zukunft plant, oft anders aus, als wenn man zurück blickt, wie man es dann gemacht hat.

    In sofern also, hätte ich also statt langer Ketten von nicht treffenden Argumenten auch einfach sagen können.

    Guter Ansatz, weiter so ...
    ... nur manchmal kommt es anders als man denkt

    -- Sent from my TouchPad using Communities

  7. #27
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Ne, sind in der Tat keine Argumente dabei, die sich irgendwie mit dem von mir gesagten abdecken. Ich danke dir aber für deinen Input und finde es immerhin gut, dass du klare Gedanken zum Thema erarbeitet hast und offenbar bei dir selber eingrenzen kannst, worum's dir geht. Meinen Grundgedanken hast du aber ganz richtig erfasst - für deinen persönlichen Lauf der Dinge kann aber weder ich, noch mein Gedanke etwas, das ist ja - wie du auch hingewiesen hast - individuell. Ebenso individuell wie die Möglichkeiten - um sich auf genau das beziehen, was du oben sagst - die man beim individuellen Schweregrad sonstiger Erkrankungen hat, um was zu reißen.

    Gruß

    ach ja: hast du denn sonst irgendwie ne Ausbildung gemacht, oder so?
    Geändert von superstar88 ( 2.06.2012 um 02:48 Uhr)

  8. #28
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    @superstar88
    Du kannst natürlich nichts für mein Leben Wäre ja fürchterlich und wir müssten mal ein ernstes Wörtchen miteinander reden

    Generell hoffe ich auch, dass es hilfreich ist, alleine schon über sein ADS Bescheid zu wissen, bevor man sein Leben ernsthaft angeht. Das hoffe ich auch für meine Tochter, sie hat es mit 12 erfahren, ich denke sie hat deutlich bessere Voraussetzungen ihr Leben zu meistern als ich.
    Das ist ja wohl auch Dein Ansatz.

    ach ja: hast du denn sonst irgendwie ne Ausbildung gemacht, oder so?
    Überwiegend Autodidakt.
    - 8. Klasse (erstes Halbjahr) aus dem Jahrgang geflogen
    - 8. Klasse (zweites Halbjahr) von der Gesamtschule geflogen
    - 9. Klasse (zweites Halbjahr) zur neuen Gesamtschule nicht mehr gegangen (Keinen Abschluss, zumindest Zeugnis nie bekommen)
    - Maler und Lackierer, drei Lehrfirmen (aus allen rausgeflogen)
    - Letzte Firma hat mich trotzdem zur Prüfung angemeldet, bin sogar hingegangen und habe bestanden (schriftlich 1, praktisch 4)
    - Arbeit im Pferdestall
    - Umschulung zum Heilpraktiker, abgebrochen (Verantwortung erdrückte mich)
    - Hauswart
    - Autodidaktisch mit Computern beschäftigt
    - Mailbox aufgebaut
    - erste Dienstleistungen um den PC (das habe ich die ganze Zeit über beibehalten, neben allen anderen Tätigkeiten)
    - Autodidaktisch technisches Zeichen mit dem PC erlernt
    - Arbeit als Technischer Zeichner (freiberuflich)
    - Umstieg von Mailbox aufs Internet
    - Aufbau erstes größeres Netzwerk
    - Maschinendokumentationen erstellt (Zeichnungen, Stücklisten, Anleitung usw.)
    - Konstrukteuren das technische Zeichnen am PC beigebracht
    - kleinere Programmieraufgaben Warenwirtschaftssystem
    - Werbebroschüren -Filme erstellt
    - Projektleiter Maschinenbau (größtes Projekt 3 Millionen Euro)
    - Programmieren für Handhelds
    - Nur noch selbstständiger EDV Dienstleister
    - als Ergänzung, Fernschule Programmieren für Windows gelernt und abgeschlossen
    - Dann kam die ADS Diagnose

    Also gelernt habe ich Maler und Lackierer (1986) und an der Fernschule das Programmieren (2010). Meinen eigentlichen Broterwerb und alles andere habe ich nicht gelernt bzw. aus Büchern gelesen und ausprobiert.

    Was ziehe ich daraus für meine Kinder.
    Ich motiviere sie, die bestmöglichen Ergebnisse in der Schule zu erreichen, sich rechts und links für vieles zu interessieren. Damit sie finden was sie gut können und was ihnen Spaß macht und sie auch die Qualifikation haben es auszuführen.

    Ist einfach besser/einfacher ein zerstreuter Professor zu sein, als ein zerstreuter Kassierer bei Aldi

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