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Diskutiere im Thema Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Lass es doch die Kinder machen und belohne sie
    Was ist eine "adhs marker"?

  2. #12
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296
    @Superstar88
    Ja klar, wenn Deine Fragestellung eine Theoretische ist, ist das alles kein Problem. Man reduziert eben alles was man gerade nicht kann, weil man sich nicht konzentrieren kann, oder weil man am gesellschaftlichen Leben in der nötigen Form nicht teilnehmen kann usw.

    Ich habe mal nen viertel Jahr in Spanien in einer Höhle am Meer gelebt. Echt reduziert. War toll, bis der Herbst kam, ich Rheuma in der Schulter bekam, die Flut immer höher ging, die Höhle überflutet wurde.

    Ach so, sollte ja theoretisch bleiben.

    Ich habe auch viele Jahre so gelebt, wie Du es theoretisiert fragst. Das geht so lange man keine Verpflichtung hat und selbst keinen hohen Ansprüche.

    Ändert sich eines von beidem, dann gehts weder theoretisch noch praktisch

    In sofern fehlt mir wahrscheinlich gerade der Zugang zu Deiner Fragestellung.

    -- Sent from my TouchPad using Communities

  3. #13
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Ansprüche ließen sich doch aber ebenso regulieren, oder etwa nicht?
    Wenn ich weiß, dass ich eben nicht die Leistung in jeder Hinsicht erbringen kann, wie ich es von mir erwarte - es aber trotzdem für unabdingbar halte, mich stets zu allem zu zwingen, liegt das Problem vermutlich nicht bei der AD(H)S, sondern vielmehr anderswo - im Umgang und der Akzeptanz mit mir selbst, vermutlich.

  4. #14
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296
    Ganz so einfach ist es denn wahrscheinlich doch nicht.

    Ich sag ja, ich spreche da aus Erfahrung. Habe also tatsächlich meine Ansprüche meinen Leistungen angepasst und das ohne das es mir größere Probleme bereitet hätte.

    Aber wenn Dich dann irgendwann die Realität einholt, nämlich der Fakt, dass Du ein Mitglied der Gesellschaft bist, andere von Dir auch eine gewisse Regelmäßigkeit erwarten, wenn Du zum Beispiel Dienstleister bist, wie ich. Oder Deine Kinder sich nicht damit zufrieden geben die letzte Woche des Monats Nudeln ohne was zu essen, weil die Kohle nicht mehr reicht usw. usw.

    Als junger Mensch kann man solch reduzierte "Zusammenarbeit" mit der Gesellschaft sicherlich mit etwas Sturheit aufrecht erhalten.

    Irgendwann reicht es aber nicht mehr aus, nur in den Phasen Geld zu verdienen, in den Du Dich selbst motivieren kannst und deswegen gute oder sehr gute Leistungen bringst.

    Spätestens wenn man älter wird und sich fragen muss ob man mit 400 Euro Rente leben kann und will und ob man dann nicht vielleicht doch lieber ein Polster hätte damit nicht genervte, schlecht bezahlte Kräfte Deinen Hintern wischen

    Die eigentlich Antwort auf die Fragestellung ist.
    Ja klar kann man aus der Gesellschaft aussteigen, kann sich ein Umfeld schaffen, bzw. eines finden in dem man mit den Einschränkungen des ADS gut Leben kann.
    Aber man muss dann eben auch auf die Vorteile der Gesellschaft verzichten. Kranken- oder Altersversorgung, soziale Hilfe, wenn man mal zu lange nicht mehr auf die Reihe kommt usw.

    Das wir nicht in einer Gesellschaft leben, die für jeden den passenden Raum bietet ist richtig erkannt und m. E. auch falsch gemacht. Kapitalismus als Basis des Zusammenlebens kann auf Dauer nicht überleben, aber wer erfindet eine andere Gesellschaftsform und wie löst man die alte ab?

    -- Sent from my TouchPad using Communities

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    psst.... defizite als solche erkennen und wenn möglich ausgliedern... mit den energiereserven
    so umgehen, dass sie primär den "begabungen" zugesprochen werden - und durch positive erfolgserlebnisse
    zurückfliessen.... sich den schwächen bewusst sein, diese packen und wege suchen zu meistern (ev. durch ausgliederung)

    .... ist doch kein ausklinken aus der gesellschaft??

    es geht um wichtigkeit zu erkennen.... klar, ist es wichtig, die existens (geld) zu sichern... vorteilhaft in einen job,
    bei welchem man seine begabungen einbringen kann... und nicht - bei dem man kaputt geht... das bringt niemandem
    was.... es geht darum, seine stärken zu nutzen und sich seinen schwächen bewusst zu sein und wege zu finden
    wie man am besten damit umgeht.

    eine familie bedeutet verantwortung für jemand anderen zu übernehmen - praktisch, wenn man sich seinen
    stärken / schwächen vorher bewusst ist und das projekt dementsprächend gelassen angehen kann. dazu braucht
    es auch eine gewissen portion vorausschauender planung - und da sehe ich rückblickend meine schwierigkeit.

    optimistisch gesehen - ich weiss es, also muss ich einen weg finden.... keine probleme / keine defizite - sondern
    herausforderungen die zu meistern sind.... (und diese wege sind nun mal nicht immer gesellschaftlich konform...
    aber meine wege...)

    standortbestimmungen - wo bin ich, wo will ich hin, was habe ich, was kann ich, wie kann ich es lösen ???? fragen über
    fragen...

    auf alle fälle hoffe ich, dass man bei der adhs-therapie bei kindern bewusst wird sich nicht nur auf die "defizite"
    zu fokussieren sondern immer beides (begabung/schwäche) miteinander abgleicht.... kreative lösungen findet...

    gruss

  6. #16
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296
    Die Schwierigkeit bei dieser Diskussion ist, das man einen ADSler nicht mit einem anderen vergleichen kann.

    Ich kann also nur von mir sprechen und ich kann planen soviel ich will. Meine Stärken kann ich nicht mit der nötigen Gleichmäßigkeit zur Geltung bringen um den, aus der Verantwortung für eine eigene Familie erwachsenen Anforderungen gerecht zu werden.

    Also mache ich mehr als ich eigentlich kann um meiner Verantwortung gerecht zu werden, also ist es nur eine Frage der Zeit bis irgendwas auf der Strecke bleibt.

    Wenn man mit seinem ADS so gut zurecht kommt, dass man keine Probleme mit dem Leben in der Gesellschaft hat, super, dann ist der Umstand ADS zu haben ja nicht weiter erwähnenswert

    Wohlgemerkt spreche ich natürlich auch von ADS im Erwachsenenalter diagnostiziert und all die Jahre vorher gesehen wie man sich durchschlägt.

    Was anderes ist es, hoffentlich, wenn ADS im Kindesalter erkannt wird und mit entsprechenden Therapien begleitet.

    Ich hatte die Fragestellung aber so verstanden.
    Kann man nicht ADS haben und sich einfach so nehmen wie man ist?
    Also heute komme ich klar und kann arbeiten, morgen eben mal nicht und bleib zu Hause und so weiter. Heute mach ich mal zu Hause nicht sauber, so wie die letzten 3 Wochen und den Schimmel sehe ich eben nicht. Vielleicht kann ich mich ja dann ein anders mal aufraffen usw.

    Ganz generell bin ich mir auch nicht so sicher ob ADS gleichzeitig bedeutet das man Stärken hat

    -- Sent from my TouchPad using Communities

  7. #17
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Smile - you got it!
    Der andere User leider (noch?) nicht so sehr - kann's aber verstehen. Komfortzonen kennen wir alle. Vielleicht lag's aber auch an der Formulierung, bisher. Nochmal etwas langsamer: Wenn mir Kohle wichtig ist, aus welchen Motiven heraus auch immer (Kinder, Sicherheit, Altersvorsorge, entsp. Lebensstandard) - dann kümmer ich mich primär darum, diese auch zu scheffeln - und mach' in absehbarer Zeit keine Kinder, erstmal keine üppigen Urlaube und kauf mir keine B&O-Stereo-Anlage oder so.

    Dies auf lange Sicht, selbstverständlich. Es geht natürlich um langfristige Lebensplanung, das sollte klar sein. Möglicherweise ist es beim user m-s nicht mehr ganz so einfach (mir wurde Simplifizierung vorgeworfen), da einige, entscheidende Groschen bereits gefallen sein dürften - das ändert aber objektiv in meinen Augen wenig an der Qualität meiner Überlegung.

    Sind mir die Kinder wichtig (die schon in die Welt gesetzt sind), die natürlich meine Energiereserven aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen erforderlich machen - und hier ist es indifferent, ob die Diagnose "AD(H)S" - die einer ganz vielfältigen Symptomatik bloß einen Namen verpasst hat - bereits steht, gibt es besonders rückwirkend halt weniger Möglichkeiten. Sind halt keine Topfpflanzen. Außerdem muss per Gesetz der Sorgfaltspflicht nachgegangen werden. Aber ich sagte ja - ich persönlich, nur mal so ganz exemplarisch - werd mich um ein Hausmädchen kümmern. Hausmädchen = Priorität 1; Tomatensoße Freitag Abend für die Kinder = Priorität 8; Kinder machen = Priorität 10.
    Geändert von superstar88 ( 1.06.2012 um 16:54 Uhr)

  8. #18
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    @Superstar88
    Würde mich ja interessieren wie alt Du bist.
    Magst Du es verraten?

  9. #19
    superstar88

    Gast

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    Hallo m-s,

    ich bin 23. Im Oktober werde ich 24.

    Gruß

    edit: Habe mein Eröffnungsposting nochmal durchgelesen - auf die Verwunderung hin, dass du (m-s) irgendwie nicht ganz mitgekommen zu sein scheinst - und mir fiel auf, dass ich das wirklich alles nicht so ganz klargemacht hatte - sorry dafür!
    Geändert von superstar88 ( 1.06.2012 um 16:56 Uhr)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Aufwand minimieren - warum eigentlich nicht?

    hallo ms / superstar 88

    ich glaube ihr schreibt einender vorbei...

    .... wie ich es verstehe:

    superstar versucht vorbeugend, sein leben so zu gestalten,
    dass er eben nicht in den hammer läuft. ihm ist, so glaube ich, schon klar, dass wenn
    er eine putzfrau anstellen möchte, diese auch bezahlen muss - doch er wird einen job suchen,
    (darauf hin arbeiten) - dass er sich dies leisten kann.... :-)

    ms... ich vermute mal, du bist wie ich.... vollgas rein gelaufen... sich strategien angeignet,
    unwissend wieso man immer wieder versucht... will aber nicht immer so kann wie man will auch
    wenn man es könnte (kontrovers das ganze)... sich durch geschlagen irgendwie.... und dann die diagnose...
    das verstehen.... energieraubend.... standortbestimmung - die familie ist da, und will ernährt werden.

    p.s. nach möglichkeit sollte man sich das leben so gestalten, dass man zwar kompromisse eingeht... mal
    zweitweise auch mehrere (weil man es einfach muss).... doch versuchen so wenig wie möglich....

    gruss

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