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Diskutiere im Thema Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #41
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 164

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    Hatte ohnehin mein ganzes leben den extremen Drang bescheuerte Sachen zu machen. Wenn ich erwischt wurde hab ich mich oft gewundert weil ich das soooooo schlimm gar nicht in Erinnerung hatte. ;-))) die Gefühle und der Drang sind mit mph nicht mehr da. Musste erst warten um das zu checken. Dachte am Anfang ich nehm das nur um mich zu konzentrieren. Lol

  2. #42
    Allanon

    Gast

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    Haha !
    Ich hatte nur zu Jemand "Sie luegen !" gesagt. Dann wurde ich eben angemotzt: "Frau F., sie muessen sie ja nicht gleich so angreifen" ...
    Oder als ich ganz direkt zu eine Mutter dessen Kind im selben Kindergarten geht gesagt hat, weil sie eben die Tor offengelassen hat: "Die Tuer bleibt geschlossen ! Das ist verantwortungslos !" .....hatte sie sich gleich an die Leiterin beschwert ueber meinen Ton.
    Tja, darauf kam die Leiterin auf mich zu und sagte, dass sie fuer ein gutes klima sorgen will da diese frau da soooo verletzt war. Daraufhin habe ich ihr auch gesagt, dass es von der frau ziemlich verletzend und unverschaemt ist, mich zu du-zen (sie sagte: "kommst du mal kurz her")
    DAs finde ich persoenlich ne absolute frechheit, da fuehle ich mich dann angegriffen. Respektslos.

  3. #43
    Allanon

    Gast

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    Bescheurte sachen.....hm........also ich hatte immer den Drang nach den sensationskick. (nein, dass muss nicht immer substanzbezogen sein ^^ *
    GGG*)
    Jetzt bin ich am Boden ...........und bin auf der suche nach einem guten weg mich da zurechtzufinden.
    Wenn ich bekloppt leben will, so ist es meine Sache und entscheidung, als erwachsene. Ich liebe unkonventionelle Sachen.
    Ich will aber, dass meine Kinder die gelegenheit haben, die "Normalitaet kennenzulernen". Was sie spaeter daraus machen, das duerfen sie gerne selbst entscheiden ;-)

  4. #44
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 164

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    hihihihihi ;-) ja so ist es bei mir auch. da flutscht ständig was raus und dann bin ich totunglücklich wenn diese blöden unverschämten ärsche zurückpöbeln. ;-)

    im prinzip reichts wenn einer den ich mag schief guckt. dann geht die welt unter.

  5. #45
    Allanon

    Gast

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    schnullipull schreibt:

    im prinzip reichts wenn einer den ich mag schief guckt. dann geht die welt unter.
    Leider gehe ich da mit. Also ich meine dann zu spueren was derjenige zum ausdruck bringen will und habe die neigung anzubeissen.
    Hehe, heute konnte ichs lassen, aber gefuehlt habe ich das selbe wie immer...

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 82

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    ich hatte auch schon immer probleme mich der "gesellschaftsnorm" anzupassen.
    in der schule erst der störenfried in den unteren klassen, dann ab der 8. klasse der rebell gegen alles und jeden der diese norm verkörpert (hauptsächlich lehrer).
    während die anderen mit goldkettchen und nikepullis herumgelaufen sind, war ich der rockerrebell mit ozzy osbourne shirts.
    das ganze hat sich zwar etwas gelegt mit zunehmenden alter, doch ertappe ich mich immer wieder dabei wie ich mich dagegen wehre in eine solche form gepreßt zu werden in der andere mich gerne hätten.
    wenn man ehrlich ist muß man das auch nicht. ich gehe zwar meiner arbeit ganz normal nach und führe ein normales familienleben, was ich früher total spießig fand, doch manchmal in einigen situationen kommt einfach der rebell wieder durch.
    sobald sich jemand im ton vergreift, handgreiflich wird, ungerechtigkeiten passieren bin ich nicht zu bremsen.

    die frage ist doch: wer hat das recht so eine norm festzulegen? wer hat bestimmt, daß das jetzt die norm ist? warum habe ich als mensch nicht das recht mein leben so zu führen wie ich das für richtig halte?
    im grundgesetz ist das recht verankert, das sich jeder frei entfalten kann. doch anscheinend ist das für die normgesellschaft nicht bindend.
    ich bin so wie ich bin und wenn einer damit nicht klarkommt dann ist das halt so. dann muß er sich halt von mir fernhalten.

  7. #47
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 164

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    oh ja das halte ich für eine gute einstellung. ;-)

    sehe ich grundsätzlich genauso. aber wenn ich mich anpassen möchte, dann möchte ich das können, ohne mich ständig beschissen zu fühlen. ;-)

    und außerdem möchte ich nicht immer dieses komische gefühl im kopf haben, wie leicht angetrunken.

  8. #48
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    gisbert schreibt:
    In einem anderen Thread behauptete ich, ADHS (im Sinne einer Krankheit) gäbe es erst seit dem 19. Jahrhundert (seit Struwelpeter), aufgrund des größer gewordenen sozialen Drucks. Dies sehe ich als Ursache dafür, warum uns für ADHS keine mittelalterlichen Naturheilmittel bekannt sind, da man damals nicht so ein Problem mit dem ADHS-Verhalten hatte.
    Sozialen Druck und Regeln gab es schon damals. Da hat man es auch häufig auf die harte Weise gelernt,
    mit Schlägen, Peitschen und sowas.

    Heute ist es weitaus einfacher, sich zurückzuziehen, zu vereinzeln, sich in der Großstadt zu verlieren. Keiner
    muss wissen, kann wissen, kann erkennen, dass Du innerlich tanzt, kochst oder abwesend bist.

    Früher bist du einfach gestorben, wenn Du keine Kartoffeln geerntet hast oder deine Vasen nicht verkaufen
    wolltest. Heute gibt es "Sozialhilfe" und es gibt sicherlich einige extreme Fälle von ADS und ähnlichem
    die dich nicht mehr Arbeiten lassen. Dann kommt man gar nicht mehr aus der Wohnung raus und lässt
    die Nachbarskinders das Essen beschaffen.

    Anders gesagt: die Menschen waren früher mit Überleben beschäftigt. Viele hatten auch ständig sehr wenig
    zu essen. Da die gefühlte Amplitude von AD(H)S auch viel mit Essen, Lebensbedingungen, Stresslevel etc.
    zu tun hat; würde ich einfach behaupten, dass viele altertümliche Barden, Tänzer und Jongleure ADSler
    waren. Auch die haben sich ihre Nischen gesucht wie man sie sich heute sucht. Irgendwie überlebt man.

    Wahrscheinlich wurde ich intuitiv Freiberufler, weil ich den täglichen 8-17 Uhr Druck nie ausgehalten habe.
    Und nachdem ich die Symptome kenne, würde ich behaupten dass einige wenige meiner Freiberufler
    Bekannten auch ADS haben. Ich bin da noch am ran fühlen um stichfeste Zahlen zu haben.

    Jedenfalls beschreibt ein Buch über ADS noch die Theorie dass man ganz viel früher, wenn man in der Steppe
    gelebt hat und ständig auf der Suche nach was zu essen war, mit den ADS Fähigkeiten besser überlebt
    hat. Die andere Sichtweise hat dazu geführt, dass man sich z.B. essen einteilt, dass man in Netzwerken
    und "großen Bildern" denken musste um seine Gruppe/Sippe/Stamm über die harten Winter zu bringen.

    Nur sitzt man eben seit dem ~10. Jahrhundert nicht tagelang im hohen Gras und wartet auf Gazellen und Rebhühner.
    Das interessiert nur die Evolution nicht. Die gibt die Gene einfach weiter.

    Übrigens scheine ich interessanterweise ein Talent für Pfeil und Bogen zu haben. Nur mal so am....Rande der Wiese
    Geändert von basalt (31.05.2012 um 04:18 Uhr)

  9. #49
    Allanon

    Gast

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    Ich poste das rein, was meine Therapeutin gesagt hat, als ich ihr gesagt habe dass ich, bevor ich jemals gedacht habe ADHS zu haben, ADHS wohl fuer eine "Modediagnose" gehalten habe und ich dementsprechend Angst hatte, mit meine ganz stoerende Symptome nicht fuer voll genommen zu werden:

    * eine Modediagnose" zu haben bedeutet NICHT, keine Stoerung zu haben.

    * Eine Diagnose steht mit der Zeitwandel in Zusammenhang, also eine Diagnose ist sowas wie etwas dynamisches, weil eben dem Gesellschaft angepasst wird, welche Stoerung oder Eigenschaften als tauglich oder stoerend angesehen wird.


    Als ich ihr erzaehlt habe, dass meine Mutter eigentlich realtiv impulsiv ist aber sich noch gut im Griff hat und mein Opa sehr sehr impulsiv und jaehzornig war, und dass seine Vorfahren Samuras waren, meinte sie ja, dass diese ADHS Zuege in damaligen Zeit - zumindest fuer Jungs, nuetzlich gewesen zu sein scheint, was dem Heute ja nicht mehr ist wenn man permanent bei jede Kleinigkeit ausrastet -.-

  10. #50
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?

    Für mich beginnt die Geschichte des ADHS in Deutschland mit Hans Asperger und seinem Standardwerk Heilpädagogik aus dem Jahre 1952.

    Asperger war wie der Name schon sagt der Entdecker des Asperger-Syndroms, also einer Form des leichten Autismus.

    Bis Asperger galten Autisten in der Psychiatrie als schizophren - und so ist es im wesentlichen bis heute geblieben beim Großteil der Psychiater, die sich nicht mit Autismus auskennen.

    In Abgrenzung vom Asperger-Syndrom beschrieb Asperger 1952 das Phänomen des "Neuropathen".

    Und über diesen "Neuropathen" lesen wir das folgende:

    "Ein Hauptsyntom aller neuropathischen Zustände ist die Unruhe. Es herrscht ein ungehuerer Bewegungsluxus... Es erscheint uns treffend, hier von einer choreiformen Bewegungsunruhe zu sprechen... Die Handlungen vieler kindlicher Neuropathen wirken eigenartig leer, unbegründet und unverantwortet, sie setzen sich allzu leicht über Gebote und Verbote hinweg und treten daher oft als Dissozialtät in Erscheinung.... Hier wie dort hat man den Eindruck, dass sie nicht voll bewusst handeln, sondern dass etwas mit ihnen geschieht. Aber es geschieht ebens sehr viel, wenn man dazu die Schwierigkeit nimmt, die sich aus der gesteigerten Affekterregbarkeit ergibt. Das Herausfallen aus der Gleichgewichtslage, das wir als wesensbestimmend für die neuropathischen Charaktere angeben, zeigt sich als Überempfindlichkeit auf allen möglichen Sinnesgebieten. Diese Kinder vertragen keinen Lärm, so viel Unruhe sie auch selber stiften, so viel Lärm sie auch machen... Eine andere Seite des neuropathischen Zustandsbildes ist jene, die wir als Konzentrationsstörung, passive Aufmerksamkeit, Verlorenheit, herabgesetzte Bewusstseinsklarheit bezeichnen. Während normalerweise bei einem arbeitenden Menschen von den Vorgängen der Aussenwelt, die ohne Unterlass durch unsere Sinnesorgane einströmen, nur ein kleiner Ausschnitt wahrgenommen wird, auf den man sich im Interesse des Arbeitszieles konzentriert, während man sich allem anderen gegenüber abstellt, ... ist das bei den konzentrationsgestörten Neuropathen ganz anders: sie dösen entweder verloren vor sich hin, der trübe und leere Blick, ihre Verschlafenheit und Ahnungslosigkeit, wenn man sie aufruft, verraten, dass sie sich gegenüber den Reizen der Aussenwelt nicht genügend abstellen können, sondern sie sind allem ausgeliefert, von allem angezogen, stärker angezogen als von der ihnen gestellten Aufgabe. Statt auf das Wort des Lehrers zu hören, interessiert sie viel mehr, was sonst noch in der Klasse und vor den Fenstern vorgeht, ein Geräusch, das ein Kind hinter ihnen macht, ein Papier, das irgendwo zu Boden fällt, eine Wolke, die am Himmel zieht, ein Auto, das auf der Straße vorbeifährt. Wir sprechen da von einer passiven Aufmerksamkeit, dsmit ist gut bezeichnet, wie sehr die Kinder den Reizen ausgeliefert sind, wir sprechen auch von einer herabgesetzten Bewusstseinsklarheit, um das verschlafene, fast dämmerige Wesen der Neuropathen zu kennzeichnen. Durch diese Störung bedeuten diese Kinder eine qualvolle Mühe für den Lehrer beim Unterricht und die Eltern bei den Hausaufgaben; durch kein Versprechen von Belohnungen und durch keien Strafandrohungen sind sie zu konzentrierter Arbeit zu bringen; sie brodeln endlos, verspielen sich, oder sind ganz leer und abgestellt.... Hat man die Kinder in einer solchen Lage kennengelernt, so ist man höchlich überrascht, welcher ganz gegensätzlichen Reaktionsweise sie ebenfalls fähig sind: wir sprechen hier von der gesteigerten Affekterregbarkeit der Neuropathen. Oft brechen sie unvermittelt aus ihrer Verlorenheit in eine enthemmte Erregung aus... unvermittelt schlägt diese Lustigkeit in eine Gereiztheit um und es gibt, wenn man nicht rechtzeitig und richtig eingreift, eine wüste Schlacht... Nicht selten finden wir Kinder, bei denen wir die beiden eben geschilderten Phasen, die Verlorenheit und die enthemmte Erregbarkeit, unvermittelt und unharmonisch nebeneinander sehen..."

    Wie wir also sehen können, hat Hans Asperger bereits 1952 das Phänomen ADHS (das er als "Neuropathie" bezeichnete) in Abgrenzung zu jenem Krankheitsbild, das später als "Asperger-Syndrom" bekannt geworden ist, sehr gut und sehr treffend, aus seiner klinischen Erfahrung als Psychiater heraus, beschrieben.

    Das Problem mit den heutigen Psychiatern freilich ist, dass sie weder wissen, wer Hans Asperger war, noch was ein Asperger-Syndrom ist, noch was ein ADHS ist, noch was die beiden Syndrome gegeneinander abgrenzt.

    Man kann also davon sprechen, dass die heutigen Psychiater hierzulande größtenteils kilometerweit hinter den Erkenntnissen von 1952 zurückliegen. Oder anders formuliert, man muss, nach allem, was wir heute davon wissen, bei den meisten heutigen Psychiatern von einer theoretisch zwar verbrämten, aber faktisch weitestgehend verbreiteten Inkompetenz ausgehen.

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