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Diskutiere im Thema Coaching ja oder nein? Die Angst zu versagen... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 53

    Coaching ja oder nein? Die Angst zu versagen...

    Hallo zusammen

    Seit einigen Wochen bekomme ich nun Concerta und Ritalin. Mit den Medikamenten geht es mir besser, die Schwankungen von Tag zu Tag jedoch sind recht gross, auch bei gleichbleibender Dosierung.

    Ich gebe zu, dass ich mir sehr, sehr viel von den Medis versprochen und gehofft habe, dass sich all meine Schwierigkeiten im Alltag jetzt fast wie von "alleine" lösen...

    Nun gut, dem ist definitiv nicht so... Ich habe nach wie vor zu Kämpfen mit all den Anforderungen, die tagtäglich auf mich als Mutter und Hausfrau zukommen und ich gerate immer noch ziemlich schnell in Stress.

    Mehrmals haben sich User in diesem Forum geäussert, dass ihnen Coachings sehr geholfen hätten. Jetzt überlege ich mir ernsthaft, ob ich mich nicht doch dazu entschliessen sollte.

    An diesem Punkt kommt der Haken: Seit Jahren fange ich immer und immer wieder etwas an (wovon ich eigentlich überzeugt bin!), und ziehe es dann doch nicht durch, weil ich glaube, dass es zu Aufwändig ist und die Energie dafür nicht reicht ... ; sei es die selbst verlangte Erziehungsberatung beim Kinderpsychologen, das wöchentliche Schwimmtraining, die Diät bei den Weight Watchers, den Susi-Sauber-Putzplan, die Gespräche bei der Psychiaterin, die in stundenlanger Arbeit gemachten Wochen-Menu-Pläne oder den Budgetplan...

    Alles Dinge, die mir das Leben im Endeffekt wesentlich erleichtern würden und welche ich "getestet und für gut befunden" habe. Dennoch höre ich wieder damit auf entweder bewusst, oder es verläuft sozusagen im Sand... Man könnte echt meinen, es handle sich um einen Selbstzerstörungstrieb oder sowas!

    Ich glaube, ich hatte zum Beispiel noch nie ein Hobby, welchem ich regelmässig und mit diesem gewissen "Feuer" nachgegangen bin. Vor 4 Jahren wurde ich nach einem Vorsingen in einen wirklich grossartigen und beinahe professionellen Chor aufgenommen. Ich war sehr stolz und habe mich wahnsinnig gefreut darüber. Singen bedeutet mir sehr viel. Ich war bis letztes Jahr dabei und wenn ich am Singen war hat es mir gefallen und auch nach den Proben ging es mir stets sehr gut. Dennoch war da jeden Dienstag dieses Gefühl, die Hürde sei kaum zu bewältigen dort hin zu gehen (hab es auch nicht immer geschafft)...

    Ich habe grosse Angst, mich für ein Coaching zu entscheiden und dadurch in noch grösseren Stress zu kommen (weil ich dann ja auch vieles üben und umsetzen müsste, vielleicht Tagebuch führen oder sowas). Wahrscheinlich hätte ich auch das Gefühl noch den Haushalt auf Vordermann bringen oder den Kleinsten irgendwo unterbringen zu müssen, bevor die Ergotherapeutin kommt usw.

    Hat irgendjemand Erfahrungen mit Coachings oder ganz grundsätzliche Tipps wie es gelingt etwas durchzuziehen??

    Freue mich auf eure Antworten

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Coaching ja oder nein? Die Angst zu versagen...

    Hallo moeba,

    erstmal ruhig Blut. Die Coachings sind speziell auf erwachsene ADHSler zugeschnitten. Die kennen also deine eben geäußerten Bedenken sehr gut und sind speziell darauf geschult, eben diese "Fallen" zu umgehen.

    Bei mir war es z.B. so, dass ich nie das Gefühl hatte mich für meine Defizite rechtfertigen zu müssen (was für mich ganz wichtig war). Es kam so auf den Tisch und dann wurde gemeinsam geschaut, wie man die Abläufe für mich einfacher gestalten kann. Dabei kommt genau zur Sprache, wann und warum man in der Vergangenheit gescheitert ist und wie man es besser machen könnte. Das Ganze wird genau auf mich abgestimmt. Und wenn Variante A nicht klappte, wurde es solange verändert bis es zu mir und meinem Tagesablauf passte.

    Und die Therapeutin war kein einziges Mal bei mir zuhause... Ich wüsste auch nicht, warum sie das tun sollte?

    Natürlich muss man die Veränderungen wollen und bereit sein, da auch Arbeit zu investieren. Aber ganz ehrlich? Jahrelang angewandte Verhaltensmuster ändern sich nicht über Nacht. Das braucht einfach seine Zeit. Aber es lohnt sich wirklich durchzuhalten. Haben sich Routinen erst einmal gesetzt, erleichtert das ungemein die Arbeit (z.B. und gerade im Haushalt).

    Ansonsten könntest Du ja begleitend noch eine Verhaltenstherapie machen, die deine Gefühle / Bedenken / falsche oder selbstblockierende Gedankenmuster etc. auffängt.

    Ansonsten gilt eben. Die Medikamente sind kein Allheilmittel, aber sie können Dir helfen die Anregungen aus einem Coaching auch umzusetzen.

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