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Diskutiere im Thema ADS und Hypoaktivität im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Danae

    Gast

    ADS und Hypoaktivität

    Hallo Zusammen,

    habe den Eindruck, dass die Hyperaktiven hier in der absoluten Überzahl sind...

    Gibt es hier auch Hypos? Und wie ist eure Erfahrung mit Medikation und Therapie?

    Freue mich auf regen Austausch!

  2. #2
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296
    Also Hyper bin ich nicht. Als Kind schon eher, aber als erwachsene fehlt mir eher die Aktivität.

    Ich habe jetzt quasi 20 Jahre am Schreibtisch gesessen oder bin von oder zum Schreibtisch gefahren
    Ist natürlich etwas übertrieben, aber der Aktive bin ich eher nicht.

    Zur Förderung meiner Gesundheit, laufe ich jetzt seit ner Weile regelmäßig das hat bisher aber zur gesteigerten Aktivität eher nicht messbar beigetragen.

    Das MPH hilft mir da schon mehr.
    Das versacken über den Tag ist fast weg, ich bin gewillt etwas zu tun und immer nur am Schreibtisch ist dann auch mal langweilig. Also räume ich mal was auf, oder tue was im Garten usw.

    Alles noch in Maßen und sicherlich auch nicht jeden Tag. Aber geändert hat sich da schon was.

    -- Sent from my TouchPad using Communities

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 48

    AW: ADS und Hypoaktivität

    Hallo Danae,

    ich bin auch hypoaktiv. Das klassische "Träumerle".

    Leider kann ich noch nichts zur Medikation sagen, habe die Diagnose noch ziemlich frisch.
    Ich soll Anfang Juni zur Terminabsprache in der gewünschten Praxis anrufen.
    Dann kann ich gern weiter berichten.

    Magst Du was von Dir erzählen?

    LG
    chaos1302

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADS und Hypoaktivität

    ich hypoaktiv *meld*
    ... nun, vermutlich etwas hyperaktivität ist schon in mir vorhanden.. am Telefon sei ich garnicht hypoaktiv mußte ich mir mal anhören

    Aber ansonsten würde ich mich eher als Reinform von Hypoaktivtätt sehen. Ich war auch immer das typische Träumerchen, lahmarschig .. die Beschreibung ADHS-Deutschland - Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität beschreibt mich ziemlich gut als Kind.

    Ich hatte bis jetzt Ritalin, MethylpheniTAD und Concerta und nehme nun Amfetaminsaft.
    MPH wirkt bei mir nicht so stark wie bei anderen, zwar ausreichend, dass es sich noch lohnt zu nehmen, aber kein Vergleich, was andere davon berichten. Amfetaminsaft wirkt etwas besser, da brauche ich eine niedrigere Dosis und deshalb ist es für mich günstiger als MPH.
    Also Concerta nahm, habe ich überhaupt nichts davon gemerkt, ich erkläre es mir so, dass die höchste Stufe mir einfach zu niedrig dosiert war.
    Von MPH nahm ich bis zu 60mg verteilt über 3 Gaben pro Tag und bei Amfetamin nehme ich 25 Tropfen pro Gabe.

    Im großen und ganzen kann ich sagen, dass MPH und Amfetaminsaft mir dabei hilft, an Sachen dran zu bleiben, aber nicht dabei hilft, anzufangen. So kann es passieren, dass ich mich dann auf die Ablenkung konzentriere.

    Gegen meine Ängste scheint es auch gut zu wirken. Ich erkläre es mir damit, dass die Ängste durch meine negativen Bewertungen ausgelöst werden und MPH und Amfetaminsaft dafür sorgen, dass ich mich nicht in die negativen Grübeleien hineinsteigere bzw. abblocken kann.

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADS und Hypoaktivität

    Zum Thema Therapie: noch nicht so erfolgreich, aber ich habe bis jetzt auch noch keinen ADS-Therapeuten gesucht.

    Ich denke, dass die reinen ADS-Symptome mir weniger Probleme verursachen, sondern dass es Folgeerkrankungen sind, die mir jetzt das Leben schwer machen wie mein niedriges Selbstwertgefühl, weil ich ständig unter dem blieb, was ich hätte schaffen können und das ich nichts ohne äußeren Druck zu Ende bringen kann.. das hat jetzt auch schon zu Selbsthaß geführt, weiterhin Soziale Ängste und Skin-Picking.

    Diese sozialen Ängste und die Antriebslosigkeit machten es mir auch schwer, meine andere Probleme zu kompensieren z.B. rechtzeitig lernen ging nicht, aber mit Lerngruppen sah das anders aus. Nur traute ich mich niemanden anzusprechen. Auch nur in der Bibliothek lernen war nichts für mich... (fühlte mich unwohl, aber auch die Fahrt dorthin schien mir so unüberwindlich hoher Aufwand zu sein).

    Auch brauche ich für jede Sache immer etwas Vorlauf also auch Sachen die nur positiv für mich sind.

    Ich denke, dass man als Hypo auch etwas andere Probleme als Hyper hat. Als Hyper eckt man vielleicht schneller an, aber wenigstens sehen die Leute mal, dass man mehr kann (also bringt super gute Leistungen und hat auf einmal einen komplett Leistungseinbruch).

    Als Hypo bleibt man wenigstens konstant unter seinen Niveau, dadurch ist man vielleicht 'sozialverträglicher' als Hyper, erschreckt und/oder enttäuscht niemanden, aber niemand sieht auch, dass man es besser könnte. Wenigstens trifft das so bei mir zu.

  6. #6
    Danae

    Gast

    AW: ADS und Hypoaktivität

    Hallo ihr Träumer,

    herzlichen Dank für eure Antworten. Das mit dem Amfetaminsaft hört sich interessant an. Davon habe ich bisher noch gar nichts gehört.

    Bei mir schlug die Hyperaktivität zu Beginn der Pubertät in Hypoktivität um, wie ich ja bereits in meiner Vorstellung berichtet habe. Als ADS dann vor ca. 12 Jahren diagnostiziert wurde, habe ich Ritalin bekommen und das schlug damals bei mir ein wie eine Bombe...aber positiv. Ich konnte zum ersten Mal in meinem Leben wirklich an etwas dran bleiben und war auch hoch motiviert bei den Routinedingen wie z.B. Finanzen, Steuerunterlagen, Sortieren der Ablage usw.

    Leider habe ich das Ritalin irgendwann nicht mehr vertragen und habe lange Zeit keine Medikamente genommen.

    Habe dann immer wieder mit verschiedenen Medikamenten - deren Namen ich schon nicht mehr weiß - herum experimentiert, aber die Wirkung blieb entweder ganz aus oder kam bei weitem nicht an die des Ritalin heran.


    Letztes Jahr habe ich im Rahmen meiner Reha dann Straterra bekommen, was aber überhaupt nicht wirkte. Ich habe aber in der Reha gemerkt, dass mir die Ergotherapie sehr viel gebracht hat. Ein Coach wäre eigentlich genau das Richtige für mich. Wenn jemand etwas nach mir schaut und mir einen zeitlichen Rahmen setzt, komme ich damit super klar.

    Seit ca. einem Monat nehme ich nun Medikinet adult und seit ca. 14 Tagen spüre ich auch die Wirkung, die mal stärker und mal etwas schwächer ist. Ich bin jetzt zwar antriebsstärker, bin dann aber manchmal so übermotiviert, dass ich auch nicht so sonderlich viel auf die Reihe bekomme, da ich mit diesem anderen Extrem erst einmal klar kommen und mich organisieren muss...;-) Jetzt weiß ich warum eine Kombination aus Medikation und Verhaltenstherapie empfohlen wird.

    Bin gespannt, wo mich das nun hinführt...

    Liebe Grüße und einen schönen Abend!
    Danae

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: ADS und Hypoaktivität

    Danke Rina Oka!
    Ich muste eben mal nachschlagen, was denn Skin-Picking bedeutet-und war total geschockt, dass ich es auch habe.
    Habe mich die letzten 3 Jahre immer gefragt, warum es so ist und warum ich es so tu.....nu les ich, was ich die ganzen latzten Jahre gemacht habe..
    Naja ich lerne halt hier wohl im laufe der Zeit noch dass eine oder andere kennen
    Und alles andere kommt mir irgendwie auch bekannt vor

  8. #8
    Danae

    Gast

    AW: ADS und Hypoaktivität

    Hallo Rina Oka,

    du hast es exakt formuliert...genau DAS ist der Unterschied zwischen Hypo- und Hyperaktiven.

    Ich habe im Rahmen meiner Reha einige hyperaktive ADSler kennen gelernt und mich hat wirklich das Mitleid gepackt. Die Jugendlichen gingen sich zum Teil selbst auf die Nerven mit ihrer Hibbeligkeit und ihrer Nervosität. Um sie medikamentös neu einzustellen, wurden die Medikamente für 2 Wochen abgesetzt und zwei konnten selbst im fortgeschrittenen Alter von 25 Jahren keine 10 Minuten lange ruhig auf dem Stuhl sitzen...Das fand ich schon extrem schlimm!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: ADS und Hypoaktivität

    Ich bin auch ein Hypo, ne totale Schnarchnase ohne Medis. Als Kind war ich immer fit, so mit 13 bin ich dann irgendwie nie mehr richtig wach geworden und kein Arzt wusste wieso - hat dann noch 15 Jahre bis zur Diagnose gedauert.
    Mit Medis tendiere ich eher Richtung Mischtyp weil ich die Unruhe mal rauslassen kann. Etwas Rumwuseln und Fußwippen, nix Schlimmes.

    Mit Therapie habe ich nur schlechte Erfahrungen - bis auf das Wochenende mit Emoflex, das war okay aber zu kurz.
    Tiefenanalytische Therapie war eine Katastrophe, komplett.
    Verhaltenstherapie (Traumatherapie) war wirkungslos.
    Und jetzt weiß ich nicht, wie oder wo ich weiter machen soll. Die Therapeuten haben eh schon monatelange Wartelisten und mit ADS kennt sich ja kaum jemand aus. Also lasse ich es erst mal so lange es geht. Wahrscheinlich hab ich eh noch Sperre, weil ich die letzte Therapie abgebrochen hab... kam mit dem Typ nicht mehr klar.

  10. #10
    Danae

    Gast

    AW: ADS und Hypoaktivität

    Hallo Melody,

    du solltest wirklich erst wieder eine Therapie beginnen, wenn du einen Therapeuten gefunden hast, der sich mit ADS auskennt. Habe heute eine Artikel gefunden, in dem beschrieben wird, dass alle Therapien, die nicht in erster Linie auf das ADS eingehen, für ADSler vollkommen wirkungslos sind bzw. sogar schaden, da sie noch mehr "Baustellen" aufreißen (besonders bei der Traumatherapie), mit denen der ADSler dann komplett überfordert ist, ganz besonders dann, wenn das ADS gar nicht therapiert wird.

    Muss den Artikel noch einmal suchen...wobei er sehr wissenschaftlich geschrieben ist und ich mich elend quälen musste, bis ich zum springenden Punkt vorgedrungen war. Daher macht es wohl mehr Sinn, wenn ich an dieser Stelle nur das Fazit präsentiere. ;-)

    Vielleicht wirst du ja hier fündig, was kompetente Therapeuten betrifft. Viel Glück dabei!

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