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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    Hallo ihr alle ,

    mein Senf dazu:

    1. Ich kann dich sooooo gut verstehen moeba!!!!

    Das ist Dauerdruck mit den kids und allem was dazu gehört (dazu zähle ich den Haushalt auch mal, weil , was zu zweit eigentlich recht unproblematisch war, zu viert zum Unmöglichen wurde... bei mir)

    2.Mein Empfinden ( und einiges ist auch Erkenntnis ) ist:

    Da ist kein Raum zwischen dem Eigenen Sein und dem Sein der Kinder. Alles was sie tun (oder eben nicht tun) ist, als hätte man es selbst gemacht, aber eben nicht kontrollieren können. Soll heißen, wenn ich Mist baue unter dem ich leide, dann beiße ich mich kurz oder auch mal länger in den Allerwertesten und dann geht es oft wieder. Wenn sie was versemmeln, dann am Ende noch selbst die Leidtragenden sind (und dazu zählt auch, wenn der Kleiderschrank leer ist, weil die Dreckwäsche wieder unter'm Bett gelagert wurde... von mir immer wieder unbemerkt, weil nicht bedacht) dann ist es eine Qual, weil man das Gefühl von Machtlosigkeit hat... und die dann auch noch endlos erscheint. Für immer der Gunst anderer ausgeliefert... nämlich der Gunst der Kinder, dass sie nicht tun was sie wollen, sonder was ich will, damit auch ja nix schief geht.


    Sie sind aber keine Marionetten sondern Persönlichkeiten, die ein Recht auf eigene Erfahrungen haben, auch auf schlechte Erfahrungen.... das kann man aber nicht akzeptieren, denn dann leiden sie und das geht gar nicht. UND man selbst ist auch noch schuld, weil man nicht im Stande war ihnen alles so nahe zu bringen, dass sie den Fehler schon vorm Machen sehen, verstehen und deshalb vernünftig handeln.


    Wenn ich es so lese, denke ich, dass das eigentlich sehr dumm ist, so zu denken aber ich mache es trotzdem immer wieder.


    Kann das jemand nachvollziehen, was ich meine?
    Ich meine, seine Kinder kontrollieren zu wollen, ist, wie das Wetter kontrollieren zu wollen.... beim Einen nimmt man es gelassen hin, dass es nicht geht (naja, selbst das kann ich manchmal nicht gelassen hinnehmen ),beim Anderen versucht man Unmögliches möglich zu machen... bei den Kindern nämlich.

    Das Problem ist wohl sowas wie falschverstandene Verantwortung incl. SchuldgefühlBERGEN und daraus resultierende Kontrollsucht... sag ich mal.
    Die Lösung ist vermutlich schnell zu erkennen, wo man festhält und wo man loslässt... das ändert sich ja auch dauernd, mit dem Älterwerden der Kinder. Da denkst du," jetzt weiß ich's" und zack, sind sie eigentlich aus dem Alter schon wieder raus ... so ähnlich jedenfalls kommt es mir vor.


    ... Puh, ich hoffe das ist verständlich geworden...

    LG
    happy


    PS Sollte sowas in der Art schon gesagt worden sein, Tschuldigung... hab nur "quergelesen
    Geändert von happypill ( 6.06.2012 um 10:58 Uhr)

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    Hallo Happypill

    Ich weiss genau, was du meinst. Bei mir hat es auch damit zu tun, dass ich schon mich selbst kaum unter Kontrolle habe und mein Bedürftnis nach Frieden, Ruhe, Ordnung und eben auch Kontrolle sehr gross ist.

    Von meinen Kindern verlange ich zum Beispiel, dass sie ihre Jacken im Eingangsbereich an die Haken hängen und die Schuhe anständig an ihren Platz (sofern es dann Platz hat ) stellen. Wie oft aber, ertappe ich mich selbst oder noch schlimmer die , Kinder dabei, dass ich meine Jacke mal schnell über einen Stuhl hänge, weil ich sie ja gleich noch brauche ( und dann selbstverständlich vergesse) oder wie ich mit den Turnschuhen im Haus herum laufe, weil eh überall schon Dreck ist und ich wieder mal gründlich putzen muss! Dann sind mir nämlich auch ihre Jacken und Schuhe (fast) gleichgültig. So im Sinne von "es ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein und lohnt sich jetzt grad nicht durchzusetzen,ABER... nach dem nächsten Hausputz wird alles anders - für immer!!! "

    Ich glaube, für alle ist diese Wechselhaftigkeit, dieses Unstete das grösste Problem. Mir ist bewusst, dass es für die Kinder unbegreiflich ist, wenn ich nach dem Putzen beinahe eine Herzattake bekomme und sie mit ihren "Sandkleidern" durchs Haus laufen, während es mir sch*egal ist, dass sie alles Stehen und Liegen lassen, wenn eh Chaos herrscht im Haus... Ich bin dann zwar am Nörgeln, aber ich mag nicht ernsthaft Konsequent bleiben.

    Obwohl ich das alles so gut weiss, schaffe ich es sehr oft nicht besser zu machen. Ich arbeite an mir - wirklich!

    Habe mich jetzt sogar zu einem Coaching entschieden. Nun ja, ehm, anrufen und einen Termin abmachen müsste ich einfach noch , seit...... ach , wie schnell doch 3 Wochen so vergehen können.....

    lg

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    HAppy,

    danke für das geniale in Worte fassen der Problematik bei deinem "2.".

    Das schlimme ist, selbst wenn man versucht, für sich gefühlsmässig einen Abstand hinzubekommen, mehr gelassenes Damit - umgehen, auch zum Wohle der Kids, dann kommt garantiert wieder eine Sache aus dem Kindergarten, der Schule oder ein Vorfall in der Nachbarschaft und man steht wieder da.....verantwortlich.
    Da kann ich mich überhaupt schlecht abgrenzen.

    Die Lehrer anscheinend auch.

    Seufz.

    P.S. in den A... beissen? Aua. Das tut doch weh. ;-P))

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    So, mal schauen ob ich das jetzt alles noch zusammen bekomme...

    @Allana: bzgl. Katzenklo: Deswegen hatten wir eins mit Deckel. Zum Einen sieht man die Streu nicht, es müffelt nicht so und sie schleppen höchstens das raus was noch an den Pfoten hängt (was ja schon mal deutlich weniger ist, als wenn sie es gleich ganz rausscharren). Da unsere auch noch anfangs die Angewohnheit hatte, im Stehen zu pieseln war ich heilfroh drüber, dass es rundum zu war.

    @moeba75: ich denke, ein Coaching ist genau das Richtige für dich..
    Habt ihr einen Familienkalender? Am Besten genau neben dem Esstisch aufhängen und alles eintragen (sofort und nicht später). Hilft wirklich ungemein (bei uns kommt nämlich noch Schichtdienst und freie Tage in der Woche von Männe dazu) und mein Großer schaut neuerdings auch immer drauf.
    Ansonsten liebe ich mein Smartphone heiß und innig. Habe da eine Kalender-App von Jorte drauf. Seitdem trage ich wirklich regelmäßig meine Termine ein. (nur das Übertragen in den Familienkalender klappt noch nicht hundertpro)...

    Bzgl. Wäsche: woran liegt es das Du sie vergisst? (was ich übrigens sooooooo gut kenne)
    Steht die Waschmaschine im Keller?

    Die Kinder einzubinden erfordert tatsächlich etwas "Mühe". Aber je öfter man es macht, umso selbstverständlicher wird es für alle Parteien. Ich weiß aber, dass man immer versucht ist, es lieber schnell selber zu machen.

    @happy und moeba: und wie ich das verstehe... Aber da hilft wirklich nur Konsequenz. Schietegal ob es grad dreckig ist oder nicht, Jacken und Schuhe immer an einen festen Platz. Und wenn ich mich nicht dran halte und mit Straßenschuhen durch die Bude laufe, sage ich immer: "ICH bin ja auch diejenige die wischt...ich darf das also." Eigenartigerweise verstehen sie das gut.

    Wäsche in den Wäschekorb packen: auch hier hilft nur Konsequenz. Wenn nichts mehr zum Anziehen da ist: dumm gelaufen.... Da muss man echt hart sein, sonst setzt sich nämlich ein "Mama wird´s schon machen." fest, inkl. das man auch noch angemault wird, wenn man nicht die Wäsche gewaschen hat. Neee, da bin ich mittlerweile recht "egoistisch". Ich meine, später rennt ihnen auch keiner hinterher und macht das alles.

    Ich denke auch nicht, dass das für die Kinder sonderlich anstrengend ist oder ich sie damit kontrolliere und "über"fordere. Aber wenn man zusammenlebt müssen alle mit anpacken. Und sie sollen ja keine Schwerstarbeiten ausführen.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    Und eigentlich - wie auch immer wir es mit den Kindern machen, wir sind nun mal verantwortlich und müssen die Entscheidungen jeden Tag aufs Neue treffen...

    Lasse ich meinen 8-järigen nicht alleine mit dem Fahrrad auf die Hauptstasse heisst es: "also eigentlich sollte er das schon können. Geht ihr denn nie Fahrradfahren mit ihm??? "


    Wenn ich aber meinen 6-jährigen nach einigem Begleiten alleine auf den Zug gehen lasse, um zur Schule zu gehen, dann heisst es "oh, ihr habt aber Mut... Ist er denn nicht doch noch etwas zu klein dafür? "


    "ihr solltet den Kindern bei den Hausaufgaben nicht zuviel helfen, sie müssen das alleine schaffen" sagen die Lehrer.

    "seine Aufgaben sind unordentlich gemacht und die Resultate zum Teil falsch" sagen dieselben???

    Ja was denn nun???

    Loslassen und Vertrauen haben ist wichtig. Aber schwierig...

  6. #26
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    Moeba: AAAAAAhhhhhhhhhhhhhh


    Genau DAS.


    Wie mans macht ists falsch.........gelle?
    Ich hab original die gleichen Erfahrungen.

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    Ich glaube, DAS Problem haben alle Eltern, oder?

  8. #28
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    Kann sein, nur.........ich empfinde diese Entscheidungskrisen bzw. Nachfragen oder die wechselnden kommentare der Lehrer als Belastung.

    Ich fühle mich durch Kritik von aussen immer genötigt, mich zu reflektieren, die Frage mit dem 6jährigen im Zug würde mich die ganze Woche verfolgen, evtl. sogar davon abbringen.
    Dabei ist es gut.*finde ich*

    Ich werde durch die Kommentare der Lehrer unter solchen Hausarbeiten verunsichert. Dient sie der Information an mich, oder ist es eine Handlungsaufforderung doch mehr zu tun, da es ja der Aufforderung widerspricht, ich solle meinem Kind nicht zuviel helfen....

    Und so weiter.

    Ich weiss nicht ob alle Eltern damit solche Probleme entwickeln.

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: ...das mit der Kinderbetreuung...

    Hmmm, ich bin da mittlerweile ziemlich relaxt. Bei unserer Klassenlehrerin geht es täglich hüh und hott. Heute alles toll, morgen könnte dasselbe Kind ja nur noch zur Sonderschule...

    Bis ich allerdings diese Ruhe hatte, hat es gedauert. Aber da ich sehe, dass mein Kind gute Noten bekommt, besser zurechtkommt in der Schule und mittlerweile seine eigene Meinung über die Lehrerin vertritt, lehne ich mich da ruhigen Gewissens zurück.

    Manche Lehrer können sich auch einfach nicht vernünftig gegenüber Eltern artikulieren.

    Die Mitteilungen aus der Schule würde ich nur als Info ansehen. Evtl. mal nachfragen, wie Kind das empfindet und wo er meint das er Hilfe bräuchte, bzw. was ihm helfen könnte besser zurecht zu kommen.

    Was die Zugfahrt angeht... wo ist das Problem der Anderen? Ihr habt es geübt und Du hast Vertrauen zu deinem Kind, dass es klappt. Das ist doch super. Lass dich da nicht verunsichern. Meistens sind das nämlich genau die Dinge die die anderen Eltern auch gerne hätten, es aber nicht hinbekommen.

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