Hyppilli schreibt:
Eben, weil ich so offen, und natürlich, und vor allem aber fröhlich bin. Niemand, wirklich niemand,
hätte hinter dieser von mir so sorgfältig angelegten Fassade, Depressionen oder das Leeregefühl vermutet.....
Ja, das ist leider (?) sooooooooooo realistisch beschrieben... - ...allerdings macht es mich schon oft nachdenklich, dass ich meine "Rolle" so gut spiele... -...wo bleibe dabei eigentlich ich?

...hast du dir auch schon darüber Gedanken gemacht bzw. fühlst du auch eine gewisse "Erwartungshaltung" an deine Person bzw. Persönlichkeit, diese Rolle um jeden Preis aufrecht zu erhalten?

Hyppilli schreibt:
Interessanterweise habe ich zu keinem Zeitpunkt, auch nicht, wenn die Depris ihren höchsten Punkt erreicht hatten,
an Suizid gedacht. Dafür liebte ich das Leben viel zu sehr.
...und mir ging es fast schon umgekehrt - ich konnte es mir schon fast nicht mehr vorstellen, dass es auch "ohne" geht... - ...ich bin sooo erleichtert endlich auch wieder mal sagen zu können, dass ich das Leben liebe!

Hyppilli schreibt:
war ich Dank ADHS
immer noch leicht Ablenkbar und reagierte verstärkt auf externe Reize. Wenn diese Reize dann einer positiven Quelle entsprangen und die Hintergründe
meiner Ablenkungen ebenfalls positiv waren - dann halfen mir diese Tatsachen aus den tiefen Tälern und Katakomben meiner Seele wieder
heraus zu kommen.

Mit anderen Worten: ADHS war teils ein Fluch für mich, teils aber auch meine Rettung.
Das hast du schön ausgedrückt - ...ich habe das bisher noch gar nicht so berücksichtigt - aber du hast vollkommen recht - die Ablenkbarkeit ist in diesem Fall wirklich "Gottes Geschenk" ;-)

lg pocoloco