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Diskutiere im Thema Bin ich wirklich die typische ADSlerin? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 17

    Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Hallo, liebes Forum,

    nach einem gescheiterten Versuch vor ein paar Wochen, mir bei einem Psychiater evtl. ADS diagnostizieren zu lassen, nehme ich jetzt einen neuen Versuch bei einer Psychiaterin in Angriff.
    Sorgen bereitet mir im Moment die Tatsache, dass der Arzt, bei dem ich Mitte März war, beim EEG Unregelmäßikeiten entdeckt hatte. Er meinte lediglich, das könne auf eine Neigung zu Epilepsie hindeuten oder könne mit den Komplikationen bei meiner Geburt (Sauerstoffmangel) zusammenhängen.

    Bitte helft mir mal, ob es euch im Alltag ähnlich ergeht wie mir oder ob ihr euch in meiner beschreibung eher nicht wiederfindet.
    Die größeren Probleme bereitet mir das Berufsleben. Da schaffe ich es einfach nicht mich zu organisieren, wenn ich z.B. in einem Büro arbeite. Die Arbeit häuft sich auf meinem Schreibtisch und ich verliere ganz schnell den Überblick.
    Ich habe schon Probleme beim Kopieren eines Stapels von Blättern. Da komme ich auch schon mal durcheinander und weiß nicht mehr, was ich schon kopiert habe und was nicht.
    Solche Dinge halten dann natürlich auf und ich bin eh schon nicht die schnellste... Mir wurde schon mal gesagt, dass es manchmal so wirkt, dass ich alles im Zeitlupentempo erledige.
    Die berühmte Konzentrationsschwäche habe ich auch. Ich bin vor allem bei Geräuschen schnell abgelenkt, manchmal aber auch von meinen eigenen Gedanken.

    Im Privatleben bin ich organisierter. In meiner Wohung sieht es selten chaotisch aus und ich habe auch noch nie einen Gegenstand verlegt. Bei mir steht und liegt immer alles an der gleichen Stelle, so dass ich erst gar nichts suchen muss. Ihr wisst ja, Faulheit...
    Ich vergesse auch selten was, z.B. beim Einkaufen oder wenn ich einen Termin oder eine Verabredung habe.
    Ich bin auch im allgemeinen ein zuverlässiger Mensch, nur ungeliebte Dinge wie Schriftkram schiebe ich meistens auf die lange Bank.

    Ein großes Problem ist das Thema Bekanntschaften oder Beziehungen.
    Vieles geht aufgrund meiner impulsiven Art schnell in die Brüche, oder weil ich mich nicht genügend um den Kontakt bemüht habe. Manche kommen aber auch nicht mit meiner Naivität zurecht.
    Es ist leider trotz meines fortgeschrittenen Alters so, dass ich teilweise immer noch eine unglaubliche Naivität an den Tag lege. Ich falle oft noch auf Menschen rein, weil ich es einfach nicht schaffe, deren Gedanken und Absichten zu durchschauen. Dann ist die Enttäuschung jedes Mal groß.
    Überhaupt glaube ich, dass meine soziale Kompetenz nicht so gut ausgeprägt ist.
    Wenn ich mir unbekannten Menschen begegne, weiß ich nicht, worüber ich mit ihnen reden soll. Mich interessieren oberflächliche Gespräche wie über das Wetter, welche Kochrezepte toll sind, Bepflanzung des Balkons, etc. einfach nicht.
    Ehrlich gesagt, wusste ich auch bis vor kurzem nicht, dass die Frage "Wie geht's?" eigentlich nur eine rhetorische Frage ist! Denn ich habe oft darauf geantwortet, wie es mir gesundheitlich geht. Habe z.B. vor kurzem einer flüchten Bekannten dann ausführlich von den Problemen mit meinen Zähnen und Implantaten berichtet.

    Ich bin auch nicht besonders begeisterungsfähig, was manche auch stört. Musste mir schon ein paarmal den Vorwurf anhören, dass ich mich für nichts interessiere. Das stimmt aber so nicht. Ich habe immer ein oder zwei Themen, die mich besonders beschäftigen, und das über lange Zeit. Ich lese dann alles darüber, was ich finden kann, egal ob im Netz oder in der Bibliothek. Es ist dann schon fast so als wenn ich dieses Thema studiere.
    Das war in meiner Kindheit und Jugend schon so. Lange Zeit waren es Reiten und Fremdsprachen, später Brieffreundschaften, dann viele Jahre bis ins Erwachsenenalter Russland. Seit ein paar Jahren interessiere ich mich vor allem für Medizin und Psychologie.

    Wenn ihr mich so mit euren Verhaltensweisen oder eurer Problematik vergleicht, würdet ihr sagen, dass ihr euch in mir wiedererkennt?
    Meint ihr, ich könnte eine ADSlerin sind, auch wenn ich nicht die typsiche Chaotin bin?

    Ich hoffe auf ein paar Antworten von euch.

    Liebe Grüße,
    Diandra

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Hallo Diandra,

    Also ich erkenne mich in vielen deiner beschreibungen wieder! Ich finde dass das alles sehr typisch ADs- mässig klingt! Zuhause habe ich auch mehr Ordnung und finde fast alles!
    als ich meinem Hausarzt sagte, dass ich vermute, ADS zu haben, meinte er, ich sei aber sehr verlässlich und vergesse keine Termine!
    Ja, das ist eben schon so, ich habe gelernt, mich zu organisieren, wie du auch.

    Ich lese, du bist schon seit Februar angemeldet hier. Bestimmt hattest du Beiträge hier gelesen und dich darin wieder gefunden?

    Ich habe mich hier regstriert, bevor ich die diagnose hatte. Seit ich hier im forum Beiträge las, war das eine Offenbarung!
    natürlich ist jeder mMensch ffür sich wieder einzigartig und so einzigartig bist du auch mit denem ADS!

    Ich kann mich auch sehr gut in ein Thema vertiefen und studiere es beinah, wenn es mich packt, aber ich bin auch wechselhaft und suche immer wieder neue Herausforderungen!

    Wenn ich mit Bekannten / freunden von Anfang an in eine smalltalkthema integriert bin, kann ich eigentlich recht gut mithalten, wenn es vorallem Themem sind, die mich interessieren; zBsp ,Pflanzen, einrichtung, Kunst, Musik usw.

    Aber auch da wird mir dann auch mal langweilig und dann höre ich nicht mehr zu, bin abgelenkt und mache dass ich wegkomme

    Naiv bin ich weniger,eher viell. kindlich, manchmal auch kindisch! Ich blödel jedenfLL gerne und habe Unmengen flausen im Kopf!

    die Langsamkeit kenne ich auch und Abklären liess ich das ADS vorallem weil es mich im Job belastet hat! Jetzt mit ritalin ist es bedeutend besser!

    Diandra, es hat hier tolle Threads, die du dir ansehen solltest, da kannst du auch über Beruf, Alltagsprobleme und vieles mehr mitreden!
    äh, jetzt weiss ich nichts mehr zu schreiben und hoffe einfach du fühlst dich hier so wohl wie ich und findest echte hilfe, um mit Ad(h)s gut leben zu können

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Haha. Die Wie-Gehts-Charade. Ich muss gestehen, dass meine soziale Kompabilität sich enorm gebessert hat, seit dem ich mit 19 die Funktion begriffen hab und lächelnd "Gut, und dir?" antworte, anstelle den nichtsahnenden Fragestellenden mit meinem tatsächlichem Befinden zu erschrecken.

    Den typischen AD(H)sler gibt es nicht. Es kann eine Erklärung für deine Leiden sein, muss aber nicht. Letztendlich kannst das nur du selbst mit Hilfe eines Arztes feststellen - ein zweiter Versuch schadet daher nicht.

    Mein Bruder ist dir vom Typ ähnlich. Vom Wesen eher ruhig, zuverlässig, ordentlich (beinahe pedantisch), aber in Schulfragen, sprich ihm unnütz erscheinendem Papierkram entsetzlich chaotisch und langsam. Er wurde negativ getestet obwohl ich mir sicher bin, dass unsere gesamte Familie ein unterschiedlich ausgeprägtes ADSproblem hat. Eine leichte Form von Autismus ist in solchen Fällen auch nicht unwahrscheinlich.

    Hat der Arzt, der dich negativ getestet hat, eine Begründung gegeben und dir gesagt, wie es nun weitergeht? Offensichtlich hast du ja ein Problem und wenn er findet, dass ADS nicht die Ursache ist, sollte er zumindest andere Vorschläge haben.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Ich erkenne mich da absolut wieder und kann dir nur wünschen, dass die Medikamente bei dir genauso gut anschlagen, wie bei mir... Konzentration war stets möglich unter großer Anstrengung, dadurch war ich dann überall langsamer. Ich empfinde sehr stark nach, was andere empfinden und habe daher bei sozialen Kontakten wohl eine Reizüberflutung. Sollte das bei dir ähnlich sein, dann hast du evtl. ein riesiges Potential im Umgang mit anderen Menschen.
    Da viele Ärzte heute noch daran glauben, dass ADHS eine Modeerscheinung oder ähnliches sei, würde ich an deiner Stelle einfach so lange suchen, bis du einen Arzt findest, der bereit dazu ist es in Erwägung zu ziehen und evtl. versuchsweise Medikamente verschreibt. Es sei denn, es findet sich eine andere Erklärung, wodurch das besser behandelt werden kann, oder die Wirkung einer Behandlung auf ADHS ausgeschlossen werden kann.
    Laut einer Studie wird ADHS bei Jungen auch öfter Diagnostiziert als bei Mädchen, das gilt wohl dann auch für Männer/Frauen - die gleiche Beschreibung wurde je nach dem, ob es ein männlicher oder weiblicher Name war, anders diagnostiziert. Auch sowas könnte eine Rolle spielen.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Meint ihr, ich könnte eine ADSlerin sind, auch wenn ich nicht die typsiche Chaotin bin?
    Ganz klar, ja.
    Das ist durchaus möglich. Ich habe auch nicht immer die typischen Eigenschaften und bei dir gibt es ja schon so einige davon.
    Manches haben wir vielleicht schon kompensiert.
    Letztendlich kann das aber nur ein Facharzt entscheiden, der sich wirklich richtig gut mit AD(H)S auskennt.

    Ehrlich gesagt, wusste ich auch bis vor kurzem nicht, dass die Frage "Wie geht's?" eigentlich nur eine rhetorische Frage ist! Denn ich habe oft darauf geantwortet, wie es mir gesundheitlich geht. Habe z.B. vor kurzem einer flüchten Bekannten dann ausführlich von den Problemen mit meinen Zähnen und Implantaten berichtet.
    Das kenne ich zur Genüge .....und umgekehrt wunderte ich mich schon oft, warum mir die meisten nicht richtig erzählen, wie es ihnen geht, wenn ich danach frage. Dabei interessiert mich das wirklich. Wie oft höre ich dann: "ES muss".

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    =) Das mit dem "Wie-gehts -dir?" kenn ich zu gut, mittlerweile klappt das ganz gut, das ich irgendwas antworte wie "läuft" oder "ganz gut", manchmal zu gut, dann kann ich auch bei Freunden nicht richtig mit der Sprache rausrücken wenn mich was belastet.
    Lieber mach ich mir übelst viele Gedanken, wie die Reaktion wohl sein wird. In meinem Kopf sind die Reaktionen durchweg negativer als sie es dann wirklich sind wenn ich doch mal was erzähle.

    Kennt ihr das auch? Dass man sich viel zu viele Sorgen macht, in Gedanken alles durchspielt und zum Ergebnis kommt dass man ja die Reaktionen der anderen schon kennt und die dann lieber gar nicht hören will?

    @Diandra, ich hab bisher auch nur den Verdacht, keine Diagnose aber ich konnte mich in vielem was du geschrieben hast erkennen. Wenn ich mich für etwas interessiere kann ich da ziemlich lange dran bleiben, Smalltalk klappt nur abhängig von der Stimmung.

    Überhaupt der Umgang mit Leuten die mir nicht sehr vertraut sind. Manchmal ist das kein Problem, dann bin ich offen, witzig, kann kluge Sachen sagen und fühle mich sozial sehr kompetent. =) Dann, in ner ähnlichen Situation kann es schon wieder ganz anders aussehen, dann weiß ich nicht worüber ich reden soll, fühle mich ohne bestimmten Grund unsicher und möchte mich eigentlich am liebsten verkriechen.

    Viele Grüße!

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Dass man sich viel zu viele Sorgen macht, in Gedanken alles durchspielt und zum Ergebnis kommt dass man ja die Reaktionen der anderen schon kennt und die dann lieber gar nicht hören will?
    Hast du mit den Reaktionen darauf vielleicht früher schon öfter schlechte Erfahrungen gemacht?

    Ich kenne das manchmal auch und manchen Leuten erzähle ich nichts mehr. Ich überlege mir vorher oft, wem ich was erzählen kann, weil nicht alle das gleiche Verständnis haben. Das verhindert eventuelle Verletzungen, die durch das Unverständnis von anderen entstehen könnten.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Ich hatte bis ich so 18, 19 war ständig wechselnde Freundschaften und kein gutes Einschätzungsvermögen, welche Freunde mir gut tun und wer nicht. Mittlerweile klappt das besser. Da ist es schon mal passiert, dass Leute kein Verständnis hatten für das was mich beschäftigt hat.
    Meine Familie hingegen war allerdings immer eine Konstante, die für mich da war und ist.

    Ich hatte früher öfter mal Schwierigkeiten damit, Rechnungen sofort zu bezahlen, keine Geldprobleme oder so, einfach immer wieder verschoben, den Überweisungsträger zur Bank zu bringen. Das hat das ein oder andere Mal zu echten Schwierigkeiten mit Inkassofirmen geführt. Meine Mutter hat meistens zufällig davon Wind bekommen, verständlicherweise wenig Verständnis aufgebracht aber dafür gesorgt, dass ich das wieder in Ordnung bringe.

    Meistens mach ich eigentlich die Erfahrung, dass ich mir zu viele Sorgen mach und die Leute viel positiver und verständnisvoller reagieren als ich mir das vorgestellt habe. das ist in sämtlichen Bereichen meines Lebens so, sei es Job, Studium, Finanzen, Beziehungen.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Oh ja die Wie geht´s Frage. Ehrlich gesagt nervt es mich. Entweder möchte ich von meinem gegenüber eine ehrliche Antwort oder lieber gar keine. Aber keine floskel wo beide von wissen, dass die Antwort in den seltensten Fällen wirklich ehrlich ist.

    Ich verstehe den Sinn dahinter nicht. genauso erschliesst sich mir der Sinn von Smal Talk nicht wirklich entweder interessiere ich mich für ein thema dann aber richtig oder aber eben nicht, dann langweilt mich das gerede über das Wetter oder dergleichen.

    Das mit der ordnung ist bei mir auch nur bei mir beschränkt es sich auf mein Arbeitsleben, da bin ich die Ordnung in Person, schon fast bedantisch. Zu Hause ja eine grundordnung ist zwar da aber ansonsten... immerhin ist es ordentlich genug dass wir es immer schaffen innerhalb von 5 Min. die Wohnung so hin zu bekommen, dass wir Besuch empfangen können.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Bin ich wirklich die typische ADSlerin?

    Diandra schreibt:
    Die größeren Probleme bereitet mir das Berufsleben. Da schaffe ich es einfach nicht mich zu organisieren, wenn ich z.B. in einem Büro arbeite. Die Arbeit häuft sich auf meinem Schreibtisch und ich verliere ganz schnell den Überblick.
    Ich habe schon Probleme beim Kopieren eines Stapels von Blättern. Da komme ich auch schon mal durcheinander und weiß nicht mehr, was ich schon kopiert habe und was nicht.
    Solche Dinge halten dann natürlich auf und ich bin eh schon nicht die schnellste... Mir wurde schon mal gesagt, dass es manchmal so wirkt, dass ich alles im Zeitlupentempo erledige.
    Die berühmte Konzentrationsschwäche habe ich auch. Ich bin vor allem bei Geräuschen schnell abgelenkt, manchmal aber auch von meinen eigenen Gedanken.
    Dieser Abschnitt könnte auch von mir stammen.


    Diandra schreibt:
    Im Privatleben bin ich organisierter. In meiner Wohung sieht es selten chaotisch aus und ich habe auch noch nie einen Gegenstand verlegt. Bei mir steht und liegt immer alles an der gleichen Stelle, so dass ich erst gar nichts suchen muss. Ihr wisst ja, Faulheit...
    Das war bei mir auch längere Zeit der Fall. Seit ich 2 Jobs habe und ein Fernstudium mache, sorge ich zwar immer wieder für Ordnung, aber in stressigen Phasen bricht wieder das Chaos aus.


    Diandra schreibt:
    Ich vergesse auch selten was, z.B. beim Einkaufen oder wenn ich einen Termin oder eine Verabredung habe.
    Ich bin auch im allgemeinen ein zuverlässiger Mensch, nur ungeliebte Dinge wie Schriftkram schiebe ich meistens auf die lange Bank.
    Das könnte auch ich geschrieben haben. Papierkram mag ich gar nicht, aber ich bin sehr zuverlässig.


    Diandra schreibt:
    Ein großes Problem ist das Thema Bekanntschaften oder Beziehungen.
    Vieles geht aufgrund meiner impulsiven Art schnell in die Brüche, oder weil ich mich nicht genügend um den Kontakt bemüht habe.
    Gefühlsausbrüche haben schon einige meiner Beziehungen und Freundschaften beendet. Seit ich Medis nehme, läuft es mit Freunden viel besser (eine Beziehung hatte ich schon lange nicht mehr). Allerdings bemühe ich mich immer um regelmäßigen Kontakt. Bei mir war es oft umgekehrt der Fall, dass meine Mitmenschen das irgendwann für selbstverständlich genommen und sich nicht mehr gemeldet haben, weil alle davon ausgingen, dass ich es tun würde... und in solchen Situationen leide ich sehr.

    Ich beherrsche ebenfalls keinen Small Talk, und das interessiert mich auch nicht die Bohne. Meine Hobbys sind recht ausgefallen, und ich suche mir dementsprechend gleichgesinnte Leute zwecks Austausch. Nur dass diese Leute weitaus seltener die Gegenwart von Menschen genießen und meistens lieber alleine sein möchten, im Gegensatz zu mir.

    Was heißt schon typisch ADS/ADHS? Natürlich gibt es bestimmte Verhaltensweisen, die unsereiner zugeordnet werden. Trotzdem sind auch wir nicht alle gleich und können uns in gewissen Punkten stark voneinander unterscheiden.

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