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Diskutiere im Thema an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Hi,

    Ihr gebt euch ja ganz schön Mühe mit mir! Dieser Austausch ist erfrischend und tut mir gut. Ich fühle mich nicht verletzt, gekränkt oder demontiert.
    Allerdings schreit mich eine innere Instanz grade an, wie ich mich nur dergestalt peinlich zum Clown machen könnte, wie ich es eben in diesem Fred tue - strange - in einem Moment mutig und selbstbewusst und hoffnungsvoll, auch ein bisschen stolz, die mich umtreibenden Dinge doch blumig ausformuliert zu wissen, im nächsten wie paralysiert, erschrocken über die eigene "Courage", über diesen Ausdruck meiner selbst. Finde ich des doch bei anderen eben auch nur mutig und fühle Dankbarkeit, wenn sie es tun und ich Parallelen entdecke.

    @Mrs. Shankly
    es gibt wohl Menschen, die mir sehr angenehm sind, es gibt Menschen die wichtig für mich sind und es gibt Menschen, die ich mag. Ja!
    Es geschehen auch noch Veränderungen, meine Bewertung und Grundhaltung Mitmenschen gegenüber betreffend. Hab heute Gott sei Dank eine viel differenziertere Wahrnehmung und Empfindung. Hab oft nur Verachtenswertes erkannt, dumme eitle Arroganz und Armseeligkeit, so bin ich heute viel freier und versöhnlicher, auch hinter diese Fassaden zu tasten, wenn ich das will. Natürlich bleiben Menschen fordernd und anstrengend. Ein Hund will Futter, ansonsten liebt er bedingungslos zurück, eine Liebesmaschine könnte man sagen. Ein Mensch will im Prinzip alles und er will geliebt werden, statt einfach zu lieben wie der Hund. Natürlich kann sein Ego ein edles Ziel formulieren und sich diesem widmen. Am Ende war es doch immer nur Eigennutz.

    Es geht hier nicht um einen seelischen und emotionalen Selbstmord zugunsten der Assimilation an das System und die Gesellschaft. Es geht auch nicht darum, mir wie Winston? in '84 im Liebesministerium meine Gedankenverbrechen aufzeigen und austreiben zu lassen. Es geht auch nicht darum sich dem Thema mit stark bzw. auschließlich verkopften Denk u. Erklärungsmodellen zu näheren. Es geht hier vielmehr um Gefühl, um Herz und Bauch.....Ich für meinen Teil möchte eine Einheit sein, bei der der Kopf weiß, was der Fuss bzw. der Bauch macht und die sich ihrer sicher ist und zu sich, ihrem Gefühl, ihrer Wahrnehmung, Bewertung und Handlung stehen kann, dauerhaft! Das ist erstmal das Hauptziel! Ein Teil der Gesellschaft zu sein, ist nicht nur kein wichtiges Ziel, es ist sogar zu vermeiden, da dies Auflösung und Selbstverlust zur Folge hätte, nicht funktioniert hat und nicht funktionieren wird. Als nächstes möchte ich als diese autarke, starke, innerlich gefestigte, selbstbewusste Einheit in die Lage kommen, mit anderen ganzen Individuen und Persönlichkeiten lustbetont und dankbar zu wechselwirken, zu nehmen und zu geben, Dinge wie Freundschaft, Liebe gemeinsam tanzen, lachen und weinen zu erleben und zu fühlen. Ich hab jetzt schon so ein Gefühl, dass Leute vom Schlage eines Hobbes am Ende noch viel ärmere Schweine als ich es bin, gewesen sein könnten?

    @Fliegerlein
    damit habe ich hoffentlich die Frage was ich möchte hinreichend beantwortet. Es geht um die Erkenntnis meiner Selbst, ein Zusammennehmen der Fragmente, eine Aufhebung der Spaltung und eine Aussöhnung. Die Psychologie, ihre Werkzeuge und Modelle sind tot, sind statisch! Sie hat niemals wirklich funktioniert, weil man nicht rationell, eben rein geistig an etwas Lebendiges Emotionales andocken kann. Man kann nicht mit einem Stahlschraubenschlüssel an einem Wackelpudding schrauben. Und deswegen verzeih mir bitte, höre ich hiermit auf, noch einmal einen Mechaniker zu Rate zu ziehen, der mir den Pudding durch sein Gestochere und Gerühre nur noch mehr zermatscht! Es bringt nix, Dir übrigens auch nicht. Ich würde Dir, genau wie mir von weiteren Klinikaufenthalten und vorallem von VT im Sinne der seelischen Gesundheit dringend abraten.

    Das "Wie", die Methoden, die Systeme, sie alle sind Erfindungen des Denkens, daher sind sie begrenzt, daher taugen sie nichts. Wenn
    Sie das aber verstehen und die Wahrheit erkennen, daß kein System jemals den Geist befreien kann, dann ist die Freiheit augenblicklich da

    Ich bitte euch also liebe Eltern, Lehrer, Ärzte und Mitpatienten darum, die guten Ratschläge einzustellen. Mir bestenfalls zu raten, wie man sich gute Ratschläge für die Zukunft erspart!

    Schau, ich kann doch nicht noch länger auf mich einpeitschen und einpeitschen lassen und die Zerfleischung auf die Spitze treiben. Mich mit SMART-oder was auch immer Techniken fertig machen, die bestenfalls eine Zeit lang, und dann auch nur um den Preis totaler Erschöpfung und Frustration funktionieren. Es traumatisiert doch sogar erneut, wenn man wieder auf sich selbst zurückgeworfen wird. Das ist doch auch für Dich durchaus nachvollziehbar. Der erste Schritt ist eben vielleicht kein Schritt. Der erste Schritt ist der, endlich mal keinen erste Schrittversuch zu machen, mal mit dem Gezappel und der Agitiertheit aufzuhören. Ein Form von Meditation und Achtsamkeit herstellen von der wir noch keine Ahnung haben, wie sie sich anfühlt, weil wir seit Ewigkeiten in diesem rasenden Stillstand gefangen sind. Auch mal zulassen, dass unsere vernachlässigten inneren Kinder, unsere inneren Saboteure - die wir eben auch sind - nicht wollen, statt nicht zu können. Auch mal gegen den Schuld u. Anpassungsreflex und gegen die Vernunft zu sagen: "Leckt mich Leute, ich geh nach Hause"

    ...und das ist es doch was wir hier wollen, oder? Ich bin so unendlich müde. Ich kann keine Klinik und keinen Psychologen mehr sehen, diese ständige Folter, des nicht funktionieren könnens, die Schuld, die Scham, die Reibung, die Wut, die Empörung. Ich bin es so leid....

    Frei bin ich, wenn ich nicht mehr um Hilfe und Verständnis und Bestätigung schreie. Dann bin auch groß. Das geht aber nur, wenn ich mich selber verstehe und kenne. Mich durch die Instanz der Psychologen oder des Helfers begreifen und kennenlernen zu wollen ist hahnebüchener Unsinn. Ich lerne dann nur etwas über das Bild, dass das Gegenüber von mir hat, nicht über mich. Darauf sollte ich verzichten lernen können.

    es ist noch ein weiter Weg

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Und wieder ein wunderbar blumiger Text, dessen Inhalt diesmal nicht nur ist, dass keine Hilfe möglich ist, sonder auch die Aufforderung zur Solidarisierung beinhaltet, alle anderen mögen ebenfalls auf Hilfe verzichten, denn Psychologie ist eh' tot und nutzlos, gleichgültig ob sie Anderen vielleicht hilft, oder zumindest mehr hilft als Dir und vielleicht mir...
    Was Dir nicht zu helfen vermag, vermag es auch anderen nicht, bzw. sie mögen sich in Solidarität mit Dir verbinden und darauf verzichten?
    Wenn das jetzt grad mal nicht der Wunsch oder gar eine Aufforderung zur Assimilation ist

    Maj.Derrick schreibt:
    Ich bitte euch also liebe Eltern, Lehrer, Ärzte und Mitpatienten darum, die guten Ratschläge einzustellen. Mir bestenfalls zu raten, wie man sich gute Ratschläge für die Zukunft erspart!
    Mal ganz ehrlich:
    Warum fragst'n dann?
    Nur um der wortreichen Gegenantwort willen?
    Ist das nicht reine Energieverschwendung? Die der eigenen und die der Anderen, die Dir auf der Basis Deiner Bitte Hilfe anbieten möchten?
    Womit wir wieder beim Anfang sind und Du danach wieder sagen kannst, dass Du um Hilfe bittest, sich am Ende wieder alle von Dir abwenden (was Du ja mit allen Mitteln zu erreichen versuchst) um schlussendlich wieder dastehen und Dich bedauern zu können, dass das alles keinen Sinn hat und auf jeden Fall die Anderen Schuld sind, denn Du hast sie ja um Hilfe gebeten.

    Eine immer wiederkehrende Tretmühle, derer Du Dich wissentlich einsetzt um letztlich das Opfer sein zu können, um Dich kreist und alle Anderen haben Schuld daran.
    Das kommt Dir jetzt bestimmt bekannt vor, aber kommt nicht irgendwann auch mal der Gedanke auf, dass da was dran sein könnte?

    Auch dieser Text von mir sollte nicht als bewertend missverstanden werden, ich meine es wie üblich sachlich neutral betrachtend.
    Allerdings mit der Schlussfolgerung, mich aus diesem Thread zurückzuziehen, denn ich halte das für Energieverschwendung, mir fehlt jeglicher Sinn in der Fortführung.
    Wie gesagt: Kein Frust, ich bin nicht beleidigt oder sonstwas, mir fehlen weitere Ideen und einfach die Motivation hier weiter zu machen.

  3. #43
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    BTW:

    Maj.Derrick schreibt:
    Ich würde Dir, genau wie mir von weiteren Klinikaufenthalten und vorallem von VT im Sinne der seelischen Gesundheit dringend abraten.
    Wie kommst Du darauf mir das zu raten?

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    aufgrund einer Deiner Postings. Da schreibst du sinngemäs, dass es Dich doch eben noch unsicherer machen würde Dich nun wieder auf neue Menschen und das Setting einzulassen..... vielleicht hab ich mich auch zu weit aus dem Fenster gelehnt, verzeih!

    mir jedenfalls geht es so. Es ist schon fast traumatisierend, innerhalb eines Kliniksettings an den Rand der Erschöpfung und Verzweiflung gebracht zu werden um dann noch mit der "Fehlende Motivation"keule niedergestreckt zu werden, wenn es einem eh schon scheisse geht. Irgendetwas läuft da einfach schief

  5. #45
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Maj.Derrick schreibt:
    ... snip...
    mir jedenfalls geht es so. Es ist schon fast traumatisierend, innerhalb eines Kliniksettings an den Rand der Erschöpfung und Verzweiflung gebracht zu werden um dann noch mit der "Fehlende Motivation"keule niedergestreckt zu werden, wenn es einem eh schon scheisse geht. Irgendetwas läuft da einfach schief
    Nachdem ich mich in der Klinik, dank Medis und ganz wenig weiterem, am ehesten noch das Ausdauertraining, langsam wieder fand....
    .. merkte ich, dass die, die aus der Klinik entlassen wurden, nicht etwas geheilt waren (war ich doch naiv gewesen bei meinem Eintritt), sondern eben mal richtig "eingestellt" (Medi) und fähig einen Arbeitsversuch zu starten.
    Meine Erwartungen passte ich daher dann darauf hin an. Ich erwartete, dass die Medis einigermassen stimmen würden, und ich genug Ruhe gehabt haben würde, um wieder selber für mich zu suchen.
    Klinik kann ich daher nur begrenzt und mit vielen Vorbehalten empfehlen. Und für ADHSlerInnen dürfte es noch schwieriger sein, da das Angebot oft am "Notwendigen" Dieser vorbei ziehlt.

  6. #46
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Maj.Derrick schreibt:
    aufgrund einer Deiner Postings. Da schreibst du sinngemäs, dass es Dich doch eben noch unsicherer machen würde Dich nun wieder auf neue Menschen und das Setting einzulassen..... vielleicht hab ich mich auch zu weit aus dem Fenster gelehnt, verzeih!
    Und wieder die obligatorische, artige Entschuldigung (das finde ich nett und nehme sie gerne an, es passt aber grad wieder so schön in das von Dir geschilderte Bild)
    Dabei gibts dafür keinen Grund, ich war nur neugierig wie Du zu dem Schluss kamst.
    Ich hatte nicht das Gefühl, dass Du da irgendeine Grenze überschritten hast, wollts nur wissen.

    Nur passt nicht dazu, dass Du speziell in bezug auf eine VT abgeraten hast.
    Das klinische Setting als solches macht mir einfach zu schwer zu schaffen.
    Menschen um mich herum, andere Orte, andere Gegebenheiten, ungewohnte und wechselnde Abläufe, weniger die Therapie als solche.
    Ob es nun TP-fundiert ist oder VT macht mir dabei keinen Unterschied.
    Allerdings zeigt sich mir aus eigener Erfahrung, dass die Tiefenpsychologen irgendwie so recht nichts mit ADS'lern anfangen können, was aber IMHO nun mal eine eigene, schon ein wenig darauf ausgerichtete Behandlung erfordert.

    Mit der VT habe ich viele gute Erkenntnisse erlangt und setze davon auch einiges für mich um, erfolgreich.
    Mein ambulanter Therapeut ist eigentlich tiefenpsychologisch fundiert, kann und macht aberr auch VT und kennt sich vor allem mit ADS aus.
    In einer ambulanten Therapie funktioniere ich besser.
    Auch eine Tagesklinik würde mich fertig machen.
    Auch das nährt wieder ein wenig den Aspergerverdacht (der nicht von mir stammt).
    Leider ist es aber so, dass Institutionen wie Kranken- u./o. Rentenversicherungen nicht zu erkennen scheinen, dass sie damit nichts gewinnen, sondern eher Schaden anrichten und viele Asperger wieder und wieder in Kliniken geschickt haben, und die dementsprechend na klar eingeknickt sind und am Ende wurde ihnen Therapierestistenz vorgeworfen, obwohl sie eben einfach nicht konnten.
    Man steckt einen Autisten eben nicht einfach so in eine Klinik.
    Aber das mag ich für mich nicht behaupten, es ist nur ein Verdacht, eine Vermutung, dem/ der ich auch (in bezug auf eine Diagnose) nicht weiter nachgehe, auch wenn sie mich sehr beschäftigt.
    Letztlich ändern wird das auch nichts.
    Geändert von Fliegerlein (16.04.2012 um 14:26 Uhr) Grund: Zusatz eingefügt und na klar Schreibfehler korrigiert

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    susi53 schreibt:
    Nachdem ich mich in der Klinik, dank Medis und ganz wenig weiterem, am ehesten noch das Ausdauertraining, langsam wieder fand....
    .. merkte ich, dass die, die aus der Klinik entlassen wurden, nicht etwas geheilt waren (war ich doch naiv gewesen bei meinem Eintritt), ...
    Das kann ich gut nachvollziehen.
    Im Nachhinein würde ich in meinem Fall sagen, dass ich mir mit dem (2.) Klinikaufenthalt nicht wirklich ein SMARTes Ziel gesetzt habe.
    In 8 Wochen "geheilt" da rauszugehen, nachdem etwas 47 Jahre falsch genährt und kapputgemacht wurde, ist wohl illusorisch gewesen.
    Die 1. Klinik war ein kräftiger Schuss in den Ofen, ... das würde ich lieber ersatzlos streichen.

    Ja, Vorbehalte sollten unbedingt sein, Skepsis und Besonnenheit.
    Da stimme ich DIr vollkommen zu.

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    kurz:
    Wer von fremden Lob abhängig ist, ist angreifbar.
    Ihm werden immer jene überlegen sein, denen er um jeden Preis gefallen möchte
    .

    (ich glaube vieles was mich heute beschäftig, hat unter anderem mit der tatsache zu
    tun, das ich mein tun und sein soweit von aussen abhängig gemacht hatte, das ich gar
    nie wusste wer ich bin - also mein innerstes ich zu sein.)

    der blick von aussen (psychologen u.s.w. hilfe).... kann aufklären.
    doch sein innerstes finden - muss man selbst und ganz alleine.
    so ist es sicherlich nicht falsch, sich hilfe zu holen - wenn man vor einer mauer steht -
    doch es ist mein wille sie zu durchbrechen und das für mich.

  9. #49
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 70

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    von Maj.Derrick: Ich bitte euch also liebe Eltern, Lehrer, Ärzte und Mitpatienten darum, die guten Ratschläge einzustellen. Mir bestenfalls zu raten, wie man sich gute Ratschläge für die Zukunft erspart!

    wie macht Ihr das mit Texte einfügen???? kann das nicht

    Lieber Derrick, vor einer Woche war mein sehnlichster Wunsch, dass doch die verdammte Welt untergehen soll! Da ich ein Kind habe und mein Umfeld nicht mal in der Lage ist mir den Kleinen für 24 h mal abzunehmen, muss ich ja da sein. Weil ich mich nicht auflösen darf, soll sich doch die verdammte Welt auflösen!

    nun zur Zeit ist mein einziger Zweck, die einzige "berechtigung" da zu sein, dass ich mich gut um mein Kind kümmere.

    ansonsten bin ich im Moment nutzlos - mache nichts was mir Bestätigung gibt - habe auf nichts Lust.

    Du hast eine Freundin, oder? und hast das Gefühl (evt ist es im Moment sogar ab und zu so), dass Du Ihr auch noch zur Last fällst! richtig? Du nimmst ihr nichts ab, bist am leiden und möchtest ernstgenommen werden in deinem Leiden!? Anerkennung, dass es Dir beschissen geht.?

    Nun aus meiner Sicht als Frau: leidende Männer sind sowas von anstrengend! habe die Erfahrung das sie laut leiden! - also mit klagen und jammern, hilfe wollen, herbei chlönen aber doch keine Hilfe annehmen wollen.
    Frauen wollen helfen, wollen heilen helfen aber dürfen nicht, werden angeschnautzt wenn sie mit einem wohltuenden Tee ankommen (nur ein Beispiel)

    auch wenn Du keine Ratschläge möchtest und Dich dennoch danach sehnst, Du willst alleine sein aber dennoch das man Dich tröstet.?

    --- geh!!!! lass Deiner Freundin Luft! Geh weg von dem Schlechtengewissen nur eine Last zu sein. Wenn Du schon Stunden bevor sie heimkommt ein Schlechtesgewissen hast, weil Du wieder mal nur im Bett liegst und nichts machst, dann geh! Sei es nur übers Wochenende zu Freunden, wo Du 2, 3 Tage leiden darfst. Freunde (evt Männer oder Päärchen). Wo Du rumliegen darfst, Dich scheisse fühlen darfst ohne schlechtes Gewissen und ohne dass Du bemuttert wirst.
    Wo Du philosophieren kannst über die scheiss Welt und die scheiss Gesselschaft.
    Wo Du vielleicht sogar mal im Garten ein Kaffe trinken kannst und merkst - stimmt es gibt ja auch schönes

    und wenn das garkeine Option ist für Dich, kannst Du Dir evt Hilfe holen für den Haushalt? evt ein Freund der mal ne Stunde vorbeikommt und hilft die Küche auf "hochglanz" zu bringen?
    oder gibt es in Deutschland evt wie in der CH -psychsoziale Spitex? -habe noch keine Erfahrung damit und es gibt darunter sicher talentiertere und weniger talentiertere, ich habe mir eine gewünscht und sollte hoffentlich bald eine bekommen. Es wird überwindung kosten aber ich weiss ich brauche im Moment jemanden der vorbeikommt, mit mir Pläne macht und mir diktiert was ich erledigen muss und das dann auch überprüft.

    oder vielleicht kannst Du Dir einen Wecker stellen, z.B auf 16 Uhr und dann schmeisst Du gute Musik an, welche Deinen Hintern in Bewegung bringt und dann fegst Du mal weinend, mal lachend durchs Haus, sammelst die Wäsche zusammen und schmeisst sie in die Maschiene. Sehr zufrieden wirst Du dann nicht unbedingt sein mit dem Ergebniss aber wenn dann Deine Freundin heimkommt und sieht es ist gestaubsaugt und die Wäsche ist in der Maschiene, kommt sie vielleicht mit einem lächeln und drückt Dir auch wenn Du leidend im Bett liegst eine wohlwollenden, liebevollen Kuss auf die Wange

    und wer weiss, so bist Du evt Stück für Stück etwas weniger unzufrieden und die Energie kommt vielleicht wieder langsam zurück.

    aber vielleicht liege ich auch total daneben und blumig schreiben kann ich auch nicht, dann fühl Dich hoffentlich nicht belästigt von meinen ach so guten Ratschlägen! ach ja und auch wenn ich manchmal verallgemeinere, ich weiss, jeder ist anders und selbstverständlich schreibe ich nur meine persönliche Meinung

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    ich komm grad taufrisch aus einer Tagklinik, VT Konzept. Traumatisch, kein Scherz. Genau das was hier passiert......

    jetzt bin ich regelrecht erleichtert, dass du Fliegerlein drüber stehst und mir vlt. mit süffisantem Lächeln meine Verrenkungen spiegelt!!

    Erst schreie ich um Hilfe, um angenommen und Verstanden sein, hau dann aber gleich wieder um mich, geht weg ihr könnt mir doch eh nicht helfen, also doof, verbohrt, Holzköpfe, selber bloß Menschen. Dann zuck ich natürlich zusammen und hab Riesenangst, sie könnten sich abwenden, wenn nicht gar beleidigt fühlen...

    ...dadurch werde ich erstmal wieder weich, gescheidig, demütig und anbiedernd....bis laangsam wieder die Wut und der Frust und und auch die Erschöpfung und der Unmut hochkommen. Es ist nämlich nicht einfach mitzulaufen, anzunehmen, auszuhalten, mich anzupassen und mich unterzuordnen. Es strengt über die Masen an, erschöpft wie gesagt und ist vielleicht tatsächlich oft fragwürdig und evtl., nicht zieführend.
    Trotz kommt auch dazu, aber nicht sehr mächtig(bei Soz.Päd-spielen...*wähh*. Hauptsächlich ist es eine kraftlose Erschöpfung(Ergotherapie), verbunden mit einem Überreizt sein (in Gruppen, alle Stimmen überlaut)

    Dann trete ich wieder aus, trete um mich, ich provoziere s.o. oder falle in eine Unvermögensstarre, eine Art depressivem Stupor....dann wird mir gedroht.....Wenn du nicht willst, dann geh......Wir haben klare Richtlinien, wenn es nichts bringt, bzw. sogar schlechter wird, dann geh.

    Das zerrt ganz schon auf....

    Wo ist mein Platz? Ich denke das ich mich nicht weger der verschwommenen Grenzen und Überschneidungen einzelner Diagnosen verrückt machen sollte, ich denke das vieles eben Schnittmengen hat, das eins oft das andere bedingt, dass die Grenzen fließend sind...und ich sehe Borderlineanteile, authistische Züge, sehe ADHS und affektive Symptome, Persönlichkeitsstörung...

    Es ist einfach sehr schwer zu Ertragen ins Nichts zu fallen, von nichts mehr getragen zu sein, kein Ziel und keinen Sinn zu sehen, es bedeutet heftigste Depressionen, Angst und Panik. Die Alternative ist aber auch unmöglich. Denn, dass hab ich jetzt eben nach 4 Monaten Klinik gemerkt, ich brauch ne Kur von der Kur...Ich hab nen Therapieburnout zu dem Burnout von mir selbst.

    die Frage ist also, ob ich es überhaupt begreifen kann. Kann ein Psychopath erkennen, was mit ihm los ist und seine Welt und sein Erleben so verschieden von dem der Anderen macht und ihn deshalb so leiden lässt. Weiss z.b. ein Alzheimerpatient um seine Unzulänglichkeit. Wie versetz ich mich als Psycho in die Lage anzunehmen und zu verinnerlichen! Was ist das Wesen der Andersartigkeit im Falle des Eröffnungsbeispiels des Egozentrismus oder des automatisierten Schauspiels, der fehlenden Authenzität ! Wie erkenn ich das.....wie geh ich damit um

    Ich habe jetzt eine tolle Anregungen hinsichtlich des Egozentrismus. Sehr wertvoll und doch so schlicht: Interessier Dich doch mal für die Bedürfnisse Deines Gegenüber und wie es ihm geht(gar nicht mal wegen Dir), wenn er Dich denn interessier, Dir wichtig ist! Trete aus dem Mühlenrad Deiner antrainierten Muster, Deines Leides und Deiner Schuld heraus und schau ihn einfach an, wie er ist und was er fühlt, ohne Färbung durch Projektion, Wunschdenken und Bewertung....

    Das Thema Schauspiel ist weitaus schwieriger, fürcht ich. Ich kann mir und meinen Gefühlen nun mal nicht trauen. Ich kann eben die Facetten meiner Selbst, Vulkan hat es sehr schön am Beispiel der 6 Schriften illustriert, nicht trauen. Ist es gar kein Schauspiel, sind es nur Facetten, die sichtbar werden. Scheinbar streiten die sogar, hinsichtlich ihres Geschackes. Der aggressive Rebell mag den harmoniebedürftigen Sänftling nicht und beide finden sich vlt. peinlich.... Wenn die Klinik grade noch mit dem Rebell gekämpt hat und sich jetzt Angesicht zu Angesicht dem harmoniesuchenden demütigen Schwiegersohn gegenübersieht, reagieren sie vlt. mit der Unterstellung, ich sein ein Schauspieler?

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