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Diskutiere im Thema an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Maj.Derrick schreibt:
    Hab ich ja jetzt schon wieder Schuldgefühle derart auf die Kacke zu hauen, derart unverschämt und geradezu exibitionistisch die Aufmerksamkeit meiner Mitmenschen zu ziehen...weird
    Interessant, ... den dieser Satz könnte nun wieder die Frage aufwerfen, ob er nur geschrieben wurde, damit andere Schuldgefühle bekommen sollen, weil sie Dir Schuldgefühle bereiten ...
    Ziemlich komplex oder?

    Dabei gibt es für Dich hier ganz und gar keinen Grund für Schuldgefühle.
    im Gegenteil:
    Dies ist doch DEIN Thread!
    Du hast ihn eröffnet und wer hier liest und auch antwortet, will dies tun, und zwar aus sich und aus freien Stücken heraus.

    Wenn ich Dich oder das Thema uninteressant finde, dann lese/ antworte ich halt nicht, ich habe ja die Wahl.
    Ist ja nicht so, dass Du uns zutextest und wir und dem nicht entziehen könnten.
    Also gibt es hier schon mal ganz und gar keinen Grund für Schuldgefühle, von keiner Seite aus .

    Auch keine Vorwürfe etc., lediglich Meinungen und Wahrnehmungen, beides ist subjektiv.

    Ich denke dass man nicht unbedingt mit Absicht egozentrisch und um sich kreisend ist (hey, ich lebe in meiner eigenen kleinen Welt, wenn das nicht egozentrisch ist ...).
    Jemand der Flugangst hat, hat die auch nicht mit Absicht.
    Aber wenn man sie loswerden will ist schon sinnvoll zu wissen, dass man sie hat .
    Denn möglicherweise habe ich sie so gar nicht wahrgenommen, bin mir darüber gar nicht klar gewesen.
    Ist vielleicht nicht unbedingt typisch bei Flugangst, aber bei Persönlichkeitsstörungen z.B. schon.
    Jetzt kann ich vielleicht mit dem neuen Wissen die Situationen neu betrachten, analysieren, möglichst wertefrei, letzteres ist ganz wichtig, es geht nicht um Schuld oder Unschuld, sondern darum, objektiv festzustellen und zu schauen ob was verändert werden kann/ sollte und wenn, was und wie.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Ne, da hast du mich falsch verstanden.

    Ich habe nicht gesagt, dass du dich zusammen reißen sollst.
    Denn dann würdest du ja wieder schauspielern.

    Ich wollte eigentlich genau das Gegenteil.

    Dass du deine Schwächen nach außen hin zeigst. Also einen Teil deiner Maske fallen lässt.

    Ich will verstehen, ich will Veränderung hin zum Guten, zu einem ichstarken, verbindlichen sozialen Wesen, das einen Standpunkt hat, dazu steht und sich seiner Gefühle sicher und mit selben versöhnt ist. Jemand der es nicht länger nötig hat, im Mittelpunkt zu stehen u.o. mieszumachen!
    Hm, für mich sind diese Ziele zu abstrakt. Ich sehe da keinen konkreten Wunsch, kein konkretes nächstes Ziel. Das ist mir persönlich zu schwammig.
    Und vor allem sind das so große Ziele, die du erstmal nicht erreichen können wirst. Dazu sind kleine Schritte nötig.


    Bei mir war es so, dass ich z.B. enorme Probleme in der Arbeit hatte, meinen Kollegen zu sagen, wo meine Probleme liegen und welche Unterstützung ich bräuchte.

    Eines meiner ersten Ziele war daher, dass ich mir darüber klar geworden bin, dass ich

    1. meinen Kollegen/Vorgesetzten sagen muss, was meine Probleme sind (Schwächen benennen und zugeben können, nichts mehr leugnen und abstreiten, das hat mich die größte Überwindung gekostet)
    2. mir überlegen muss, wie sie mir helfen können und ihnen das dann auch sagen (ich kann nicht von anderen erwarten, dass sie quasi hellsehen können, was ich denn jetzt von ihnen möchte)
    3. mir von meinen Kollegen dann auch helfen lassen (das war und ist der schwerste Punkt)

    Das war alles andere als einfach.
    Es hat mich extrem viel Überwindung gekostet. Aber einen anderen Weg gibt es nicht. Ich musste die Hosen nicht nur runter lassen, sondern mich quasi komplett ausziehen.
    Mich der Kritik stellen, zuegeben, dass die anderen Recht haben und ihre Hilfe und Vorschläge sowie die Kritik annehmen.
    Nicht dagegen ankämpfen und sie abwehren.
    Und ich musste mir darüber klar werden, dass ich erstmal kein Verständnis erwarten kann, weil ich anderen kein Verständnis entgegen gebracht habe. Das ist ein Geben und ein Nehmen.
    Ich hatte immer das Gefühl, man müsste mir helfen, weil ich solche Probleme habe. Ich hatte den Eindruck, dass die Welt mir was schuldig ist, für all den Mist, den ich erleben musste.
    Ich habe gefordert, aber nix gegeben.

    Ich habe den Eindruck, dass du das "große" Ziel kennst. Dass du dir aber nicht darüber im Klaren bist, was du als nächstes möchtest, was dein nächster Schritt ist.

    Meine Erfahrung ist, dass dieser ganze Veränderungsprozess extrem schmerzhaft ist, dass einem dabei nix geschenkt wird und dass der schwerste Kampf aber der ist, den man gegen sich selber führt. Und nicht der, den andere gegen einen führen.
    Geändert von Fliegenpilz (13.04.2012 um 16:38 Uhr)

  3. #13
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Maj.Derrick schreibt:


    @AngeLa
    Vielen Dank auch Dir. Vielleicht erschliesst sich Dir aus dem eben geschriebenen, dass es gar nicht so einfach ist, sich selbst anzunehmen und dann auch noch zu mögen.

    ..ähm..

    das hab ich nicht behauptet und das erschliest sich mir ( leider) schon seit ewigkeiten..


    schade, das ich das , was ich meine wohl kaum immer in worte krieg..nur manchmal hier..

    http://adhs-chaoten.net/geschichten-...n/9318-my.html


    aber, ich sagte auch schon..ich gebe den weg zu mir..mich nicht auf..

    ;-)

    ..einen aspekt möchte ich noch einwerfen, auch wenn man dabei meine ansicht wieder nicht ganz kklar verstehen sollte..

    zur reha fürhte ich in der Visite mit einem bestimmten arzt ein hartes *gefecht*

    Ich fand ihn arogant, kaugummikauend vom stuhl rutschend..über mich redend..provozierend..

    und wie immer schoss ich zurück..

    Ich fand er griff mich arg an..

    ER behauptete ( und das begegnete mir auf nettere weise dann noch öfter)

    nachdem er fragte und über all mein leid und was ich unglaublich viel..mit unglaublich vile kraft, die mensch gar nicht haben kann..schon geleistet habe..um meine situation zu ändern...meinte er arogant..

    " Interessant..Und warum wollen sie weiter so unmenschlich viel tun weit über ihre kräfte um in diesem zustand bleiben?"

    mir zog es fast die füsse weg und ich fauchte ihm alles entgegen..

    das ich das nicht will mir nicht sagen lassen muss, das ich keine Veränderung will, das ich ihm doch grad gesagt hab, was ich täglich tu, um der Veränderung willen,...

    ER behauptete grinsend..ER meint es nicht böse..aber es wäre so,

    es sei immer etwas positives daran, jeder auch er, hätte immer einen nutzen, wenn man im alten, leidenden zustand verbleibt..und das müsse man herausfinden warum..einen schitt ändern..

    Ich kanns nicht so rüberbringen, hatte tagelang an dem vorwuf zu knabbern, das ich will das alles beim alten bleibt..u kann den seine art u weise immer noch nicht ab..

    jedoch dann schaute ich auf die andere seite..
    und ich nahm nicht den vorwurf an, den ich auch heut noch von mir weis, denn wenn ich hätt nix ändern wolln..ach egal


    ja, altes hat immer einen vorteil...

    das beobachten ..erkennen , ändern..ist KEIN EINFACHER Weg..aber ein weg..mein weg..

    ich mag ihn immer noch nicht..

    Ich lass mir immer noch nicht von solchen *Fachleuten* den Mund verbieten und verlang den Respekt , der mir zusteht, auch wenn ich als Patient und krank vor ihm steh..

    aber ich weiss , was ich will und was nicht..und werd alles dafür tun..

    LG Angel

  4. #14
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    ...und danke für deinen profileintrag...

    ..flieg mal mit meinen Gedanken ne runde um blog...

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Maj.Derrick schreibt:
    @Fliegenpilz

    Recht so, dagegen gibt es ja nichts zu sagen. Aber es kommt bei mir trotzdem nicht als konstruktive Hilfestellung an, sondern sticht ins immer selbe Fass, macht mich noch kleiner....Mach mal, tu einfach, reiss Dich zusammen, gib Dir nen Arschtritt!
    Verstehst Du das? Ich freue mich über Deinen Beitrag und es kostet mich ja auch Mumm hier derart die Hosen runter zu lassen. Und hier kommen wir genau an den Punkt....an die Grenzen von Kommunikation und Verständnis

    Ich möcht nicht in Watte gepackt werden, ich will nicht getröstet und bemittleidet werden. Ich will verstehen, ich will Veränderung hin zum Guten, zu einem ichstarken, verbindlichen sozialen Wesen, das einen Standpunkt hat, dazu steht und sich seiner Gefühle sicher und mit selben versöhnt ist. Jemand der es nicht länger nötig hat, im Mittelpunkt zu stehen u.o. mieszumachen!

    Was ist der Preis des Schauspiels? Wie Du schon sagst, keine Kraft mehr, Tunnelblick und das schlimmste....so weit weg von mir zu sein? Was das auch immer bedeutet oder für ein Zustand sein mag(so weit weg, das nicht zu fühlen oder zu erkennen)!
    Mir tut dann "Torwege zum Jetzt" von Eckhart Tolle so gut. Bringt mich weg vom gedanklichen Saltoschlagen. Hab es als Hörbuch. Aber es ist auch auf Youtube vorhanden.... vielleicht bringt es Dir ja auch was.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    In der Klinik, wo ich war, gabs eine Gruppe, in der das Thema "Sympathie" behandelt wurde. Fand ich solange interessant, bis ich im Widerspruch zu den Meinungen der anwesenden Therapeuten fand, dass hier über "Manipulation" und nicht über Sypathie gesprochen würde.
    Mit der Zeit wurde mir klar, dass sie die einseitige Sypathie-Erwerbung empfahlen im Sinne von "Wie verhalte ich mich, damit mein Gegenüber mich sympathisch findet" (Was mache ich, wenn ein Kontrolleur kommt und ich in der Bahn kein Ticket habe)..... Mich interessierte aber die gegenseitige Sympathie. Wie entsteht eine Beziehung, wo beide sagen, die Chemie stimmt. Dies ist ja gerade bei Therapeuten sehr wichtig. Wenn zw. Therapeut und Klient die Chemie nicht stimmt, ist meiner Meinung nach die Therapie für die Katz!
    Ich hab mich der Gruppe Sozialkompetenz erwerben verweigert. Manipulation, Durchschauen was läuft und dann das ganze steuern wie ich will ist für mich nicht etwas, was ich lernen möchte. Eher ablegen.... Ich will ruhe im Kopf. Weniger Gedankenakrobatik. Mehr Wahrnehmung und Achtsamkeit.
    Ich habe kein Aufmerksamkeitsdefizit, sondern ein nicht abschalten können der dauernd einfallenden Sinneseindrücke (ist doch wirklich der Falsche Name, "AUfmerksamkeitsdefizit".. . das trifft wohl eher bei den Normalos zu.

    Und in der Klinik machte ich die Erfahrung, dass das Angebot meist an ADHS-Patienten vorbei geht. Zwar hatte ich Angststörungen und Depression, jedoch vermutlich aus anderen Gründen.... Leider gibt es keine Stationen in den Kliniken der Schweiz, die für ADHS-Patienten ausgelegt sind.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    @Susi
    Danke für den Tipp mit Tolle. Für Therapieinkomptibilität auf Grund von Frei- u. Querdenkertum lohnt es sicher einen Thread aufmachen, genauso wie für Therapietraumata und -schäden. "Wie lerne ich es, mich selbst zu verarschen und andere" ist sicher für Menschen unseres Schlages denkbar ungeeignet, da dies doch eben abgestellt werden sollte. Eine Reprogrammierung im Sinne des Überschreibens dysfunktionaler Muster zugunsten vermeintlich funktionaler ist Käse, wenn die hardwarenahe Schicht, das Betriebssytem- die Persönlichkeit und die Hardware- die Hirnchemie die Ursache des Problems sind. Was nützt da bitte schön das Aufspielen neuer Programme! Mir hat mal ein Klinischer Psychologe gesagt: "Ihre Intelligenz steht ihrer Heilung(er meinte mit Heilung sein Konzept neue Software aufzuspielen) im Wege" . Mit solchen und ähnlichen disqualifizierenden Expertenphrasen könnte ich meine Bude tapezieren.

    @AngeLa
    Dito, das selbe in grün. Der sog "Krankheitsgewinn" ist doch der Grund der Krankheit! Ein Mensch erfährt/erlebt/erfühlt derart Verstörendes um nicht zu sagen Zerstörendes und Beängstigendes, das eben ein Schutzprogramm gestartet wird, eben die Störung mit ihrem subj. Leidensdruck um zu überleben. Ob jetzt das Zerstörende die panische Erkenntnis ist, das er mit seinen Werkzeugen dem Leben zu begegnen und seinen Gefühlen absäuft, oder eben das Zerstörerische die Eltern selbst sind, ist dabei Jacke wie Hose. Die Erfahrung ist, davon können wir ausgehen, so unangenehm und nicht zu verarbeiten, dass wir eben aufSchutzprogramm laufen. Ja! der verdrängte Anteil besitzt immer noch Energie und drängt ins Bewusstsein, färbt es und sabotiert die Executivfunktionen! Und ja, das Schutzprogramm selbst genügt ebenfalls nicht den Ansprüchen eines lustbetonten und erfüllenden (Er)Lebens! ....aber wenn wir nicht derart überfordert und hilflos wären, würden wir es doch schon längst abgestellt haben. Wir sind doch nicht blöd!
    Eine provokante schallenende Ohrfeige des Arztes, welche eigentlich das Ursprungstrauma nährt, statt es aufzulösen, soll -in dessen Denke -vielleicht ein aktivierender Ruck sein, der den Patienten anstößt aufzuwachen aus seinem "Film" und der Erlösung entgegen zu gehen. Vielleicht kann soetwas eine Berserkerwut auslösen und mit dieser und dem Mut der Verzweiflung packt man es dann tatsächlich, den Dämon zu besiegen.
    Vielleicht ist aber aber auch Öl ins Feuer und gerade ein Grund erst recht im alten Muster zu bleiben. Dies erlebt ihr sozusagen gerade hautnah an meinem Beispiel, am Beispiel dieses Threads....

    @Fliegenpilz
    ...damit meine ich z.B., dass ich beschämt feststelle, dass Du mir Hilfe anbietest, Vorschläge unterbreitest und ich damit irgendwie im Wald stehe, weil für mich nicht greifbar. Dann schäme ich mich und fühl mich schuldig, flüchte ins alte Muster. z.B:

    "Eines meiner ersten Ziele war daher, dass ich mir darüber klar geworden bin, dass ich

    1. meinen Kollegen/Vorgesetzten sagen muss, was meine Probleme sind (Schwächen benennen und zugeben können, nichts mehr leugnen und abstreiten, das hat mich die größte Überwindung gekostet)
    2. mir überlegen muss, wie sie mir helfen können und ihnen das dann auch sagen (ich kann nicht von anderen erwarten, dass sie quasi hellsehen können, was ich denn jetzt von ihnen möchte)
    3. mir von meinen Kollegen dann auch helfen lassen (das war und ist der schwerste Punkt)"

    Dieses kann ich eben nicht mehr nachvollziehen. Es hat für mich leider keine Bedeutung, weiß ich wohl um meine Schwächen, geh ich doch sogar damit hausieren und versuch ich wohl Hilfe anzunehmen. Es läuft dann eben immer so, dass irgendwann alle frustriert sind und sagen: "Du willst Dir doch nicht helfen lassen, wir haben alles versucht" Ich sitz wieder in meinem vertrauten Fettnäpfchen, niemand versteht mich und ich bin tief verzweifelt.

    @Fliegerlein
    deswegen wird auch ernstgemeinte konstruktive Kritik nur das alte Muster nähren, oh Gott oh Gott ich Egoist.
    Ich denke, dass den Gegenstand der Angst bewusst zu machen, ihn zu begreifen mich und viele Andere weiter bringt! Evtl bringt Hypnose was.
    Im Moment hab ich eine tiefe innere Ahnung ein ziemlich mieser Charakter zu sein. Die Erkenntnis, dass das aufgedeckt würde, bzw. die entspr. Selbsterkenntnis würde mich aufn Schlag vernichten, vor Scham und Schuld. Das meine ich ist Gegenstand meiner Angst, daher das Schauspiel und das ganze Theater, die Verkrampfung, die Anspannung, der Rückzug, die Leere.

    ..........

    der Martin Winkler und der Johannes Drischel schreiben an anderer Stelle:
    ....Annahme von Kritik und Ratschlägen nur unter super-optimalen
    Bedingungen möglich, die Lehrer und vielfach die eigenen Eltern aufgrund der
    emotionalen Betroffenheit nicht bieten bzw. leisten können. Eine Veränderung
    des eigenen Standpunktes bzw. Handeln in eine gewünschte Richtung ist bei
    vielen ADHSlern nur dann möglich, wenn es für einen selber plausibel und
    nachvollziehbar ist, d.h. der Sinn und Zweck klar erkennbar, klar emotional als
    positiv bewertet spürbar ist. Schon der Hauch eines Zweifels reicht, damit aus
    einer höchst motivierenden Bereitschaft eine Ablehnung wird. Dies führt sehr
    lange zu einer ausgeprägten egozentrischen Sichtweise, bei der der eigene
    Standpunkt als einzige Sichtweise akzeptiert wird.



    Das hab ich zwar verstanden, begreife aber dann doch nicht was der Egozentrismus nun ist, in dem ich gefangen bin. Denn eine objektive Sicht mir in meiner Subjektivität verbaut!

    Ich frage mich auch, ob es denn kleine Schritte sind, die da zu tun wären oder ob nicht vielmehr ein Augenblick des Erwachens, eine Bewusstseinsrevolution nötig würde. Bei kleinen Schritten stolper ich - in meiner Subjektivität und dem Egozentrismus gefangen - ja doch nur über die Schlingen meines gordischen Knotens. Und so ich auch versuche diesen an einer Stelle aufzulockern, verfestigt er sich dadurch doch an anderer Stelle umso heftiger!
    Anderes Bild:
    Rubixwürfel? Wer kennt dieses Monster! Mangels Intellekt und Auffassungsgabe bin ich nicht im Stande eine Methode abzuleiten, wie ich wann wo daran drehen muss, dass sich später der gewünschte Erfolg, nämlich eine einfarbige Seite ergibt, ohne den Preis, bereits erledigte Seiten wieder zu verunstalten!...Also bin ich wie Sysiphos gestraft, die Unendlichkeit damit zu verbringen, planlos daran herumzudrehen und dabei völlig frustriere, weil eben nix draus wird. Ich hab das Drehen schon fast eingestellt, was lebendig tot sein bedeutet - Depression.

    Helft mir bei meinem Würfel. Soll ich ihn an die Wand schmeissen?

    Liebe Grüße und ein schönes WoE
    Geändert von Maj.Derrick (13.04.2012 um 20:36 Uhr)

  8. #18
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    ..damit ich das ganz die nacht mnicht immer wieder im hamsterad kreisend nochmal durchkau und erleb..

    les ich den text morgen nochmal und seh dann nach dem schritt daraus...

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Aus dem was ich hier herauslese scheint die Situation simpel:

    Ich sehe deine Sprache, lese zwischen den Zeilen dass du, auch wenn du dich selbst demontierst, doch von deinen Intellektuellen Fähigkeiten (ob zu Recht oder zu Unrecht will ich nicht sagen) überzeugt bist und dass du dich viel – wahrscheinlich hauptsächlich – mit dir beschäftigst.

    Ein intellektuell überlegener/oder sich überlegen fühlender Mensch, der vor allem Augen für sich* hat (und deine Mitmenschen fühlen das, auch wenn du dich real nie so äußern würdest wie hier) wird von der Allgemeinheit egozentrisch genannt.

    Ich glaube der Inhalt des Rollenspiels hat da wenig mit zu tun.

    Bitte versteh mich nicht falsch, ich will dich nicht beleidigen – das ist nicht mein Urteil sondern meine Vermutung, wie andere dich betrachten und auf so etwas kommen. Was ich geschrieben hab, klingt sehr hart, aber ich kann es nicht anders formulieren.



    *wenn auch in keinem positiven Kontext

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: an den Grenzen der Kommunikation und des Verständnisses

    Es ist nicht die Fragestellung, warum ich so wahrgenommen werden könnte. Ich stelle die Fremdwahrnehmung und das Erleben der Anderen auch nicht in Frage! Es ist ja offensichtkich so und ich leide daran. Ich finds halt scheisse, wenn man mir Kritik serviert, aber kein Werkzeug eine Veränderung herbeizuführen. Das ist frustrierend und destruktiv.

    Ich wünsche mir sehnlich, dass mittels Kommunikation, auch dem geschriebenen Wort hier in diesem Strang, ein Mitmensch mir eine tiefe Einsicht dahin vermittelt, was es bedeutet nicht "egozentrisch" zu sein, was es bedeutet in Beziehung (auch zu sich)zu stehen? Was der authentische Zustand des Nichtschauspielerns denn nun ist und wie er sich anfühlt. Ich kapier es nämlich nicht! Ich checks nicht, was damit gemeint ist..."Gib Deinem Herzen mal nen Stoß, Derrick" ??? Ich bin wohl eine Art Authist, der im Bauch und im Herzen taub oder tot? ist....

    Auch bin ich nicht in der Lage Intelligenz zu definieren! Ich bin aber wohl in der Lage, meine Mitmenschen in meine Wortblasen und Schachtelsätze einzuweben, dass sie beeindruckt, genervt, angestrengt, verstört oder irritiert sind. Das schützt mich vor Nähe und Beziehung! Die Ratio arbeitet noch, aber einen Entscheidungs- u. Erkenntnisprozess kann ich damit nicht anstoßen, geschweige denn eine Veränderung einleiten oder ein Ziel zu definieren und den Weg dahin zu verfolgen.

    Was ist Beziehung, nicht nur zu den Menschen, auch zum Leben, zu den Dingen und am Schluss zu mir selbst?

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