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Diskutiere im Thema massive probleme beim führerschein wegen ads?! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 27

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    Hi ich hatte auch probleme mit dem Führerschein.

    Theorie hat ein Jahr gedauer weil ich keinen Bock zu lernen hatte,ich habs aufgeschoben. die Fahrschule hatte so Pocket.PCs, davon hab ich einen geliehen , mir das richtug vorgenommen und durchgezogen, ca 3 wochen intensiv gelernt, danach beim 1. Versuch durch.

    ABER DANN

    ich glaube es waren 62 Theoristunden.
    das wahren 62 Stunden Horror.

    naja, danach saß es.

    Die Prufung habe ich dan beim ersten mal bestanden.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    Mein Führerschein war auch der totale Horror für mich.

    Die Theorie war kein Problem, ich fand das Ganze nur so unglaublich langweilig und als ich dann zum vierten Mal in der Stunde "Verkehrszeichen und Lichtanlagen" saß (bei uns fanden die Stunden immer nach einen Plan statt, bei dem sich die Lehrer abwechselten und immer dieselben Themen vortrugen, und immer wenn ich da war, war halt auch derselbe Lehrer da), hätte ich am liebsten die ganze Stunde mit dem Kopf gegen den Tisch geschlagen. War froh, dass ich das hinter mir hatte und hab auch auf Anhieb bestanden.

    Die Praxis war eine Katastrophe. Ich hatte nicht das Glück, einen geduldigen ruhigen Fahrlehrer zu haben. Er hatte zwar nichts gegen mich persönlich, ich glaube ich war ihm sogar ganz sympatisch, aber er wurde recht schnell laut, wenn ich denselben Fehler mehrmals machte. Er war aber wohl generell ein eher ungeduldiger Mensch. Einmal fuhr ich auf einer Straße außerorts, Höchstgeschwindigkeit 70. Das fuhr ich auch, punkt 70, auch wenn die Straße schnurgerade war, und 100 kein Problem gewesen wäre. Der Fahrer hinter mir, hatte es wohl eilig und versucht bei der erstbesten Gelegenheit auf der Linksabbiegerspur zu überholen. Mein Fahrlehrer hatte aber nicht vor sich das gefallen zu lassen und drückte kurzerhand das Gaspedal auf seiner Seite durch und der Wagen (3er BMW, also keine lahme Kröte) beschleunigte schlagartig auf 110 und mein Herzschlag ca. auf das doppelte. Der Überholer ordnete sich dann kleinlaut wieder hinter mir ein.

    Ich hatte immer eine richtige Angst vorm Fahren, mir erschien die ganze Situation immer irgendwie gefährlich und ich hatte nie das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Und das hatte ich dann auch nicht. Mir fehlte anfangs jegliches Gefühl für das Auto. Nach den ersten Fahrstunden und regelmäßigem Üben auf dem Verkehrsübungsplatz besserte sich das zwar, aber in Stresssituationen fiel ich sofort wieder in dieses Muster zurück und würgte auch noch in Fahrstunde 34 mehrfach ab. Ich war generell beim Fahren gestresst. Sobald ich mich vom Fahrschulparkplatz in den Verkehr einordnen sollte war der Stresslevel da und ging auch nicht weg. Nach einer Fahrstunde hatte ich immer einen hochroten Kopf und brauchte erstmal eine halbe Stunde, damit sich mein Puls wieder normalisierte.

    Das Problem war aber nicht die Fahrangst an sich, sondern einfach der fehlende Überblick, dessen ich mir auch bewusst war. Und dieses Gefühl, nicht alles im Blick und unter Kontrolle zu haben, beunruhigte mich immer. Ich war mit der Flut an Verkehrsschildern und anderen Verkehrsteilnehmern überfordert. Gerade andere Autos irritierten mich, ich hatte das Gefühl jeden anderen Fahrer genaustens beobachten zu müssen, damit kein Unfall passierte. Ich tat mich schwer, Abstände und Geschwindigkeiten einzuschätzen, was noch zu diesem Gefühl beitrug.

    Zum Glück hatte ich einen sehr gnädigen Prüfer. Mein Fahrlehrer kannte ihn bereits und wusste, dass er sehr viel wert auf Spiegelgucken und Schulterblick legte. Ich war also vorbereitet. Noch kurz vor der Prüfung beschwerte er sich bei meinem Fahrlehrer, wie wenig die Schüler doch auf Verkehrsbeobachtung achteten und so weiter. Ich schaute also auf der ganzen Fahrt überdeutlich in die Spiegel, machte für den Schulterblick regelrechte Verrenkungen und schaute sogar beim Rechtsabbiegen in den Seitenspiegel. Das stimmte den Prüfer wohl so gnädig, dass ich schon nach einer guten halben Stunde gebeten wurde zurückzufahren, ohne auf die Autobahn zu müssen (worüber ich heilfroh war). Er sah dann auch darüber hinweg, dass ich bei einem Wendemanöver kurzzeitig den Bordstein berührt hatte (was offenbar ein Durchfallkriterium ist).

    Mit hat später sehr geholfen, mit meiner wesentlich ruhigeren Mutter auf dem Beifahrersitz und später ganz alleine zu fahren. Das brachte Ruhe rein, und wenn man mich nicht auf jeden kleinen Fehler hinwies, machte ich insgesamt weniger Fehler. Aber auch heute stresst mich Autofahren noch, gerade, wenn andere Leute mitfahren und mich beobachten. Nah auffahrende Autofahrer regen mich immer noch tierisch auf und in ungewöhnlichen Verkehrssituationen (Krankenwagen mit Blaulicht kommt, und auf einmal steht man mitten in der Kreuzung und kommt nicht weg) bin ich immer noch schnell überfordert. Aber je mehr Routine man bekommt, desto leichter wird es. Und wenn man sich über das Fahren an sich (Schalten, wie stark darf man auch Gas und Bremse drücken) keine Gedanken mehr machen muss, kann man auch besser auf den Verkehr achten.

  3. #23
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    Achja ich bin auch beim ersten mal durchgefallen, erst beim zweiten mal bestanden

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 295

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    wuppi78 schreibt:
    mein problem ist wirklich, dass ich, sobald ich einen fehler gemacht habe, komplett raus bin, dann ist alles vorbei.
    dann red ich mir selber die ganze zeit ein, dass ich zu blöd bin und es nie lernen werde und das ist sicher auch nicht gut.
    Genau so "war" ich auch. Ich hab was angefangen, bekam evtl. negatives Feedback oder beging einen Fehler und aus wars. Meine Lösung dafür war, den Schein ganz woanders zu machen als in meiner Heimatstadt - an einem anderen Ort kennt mich keiner, ich werde nicht unterwegs gesehen und es wird getuschelt oder gelacht ("ah gut, Flammtussi im Fahrschulauto!") und wenn ich fertig bin gehe ich einfach wieder nach Hause und nichts folgt mir dorthin. Habe das ganze in einer Ferienfahrschule als Intensivkurs gemacht, in 9 Tagen war die Sache gegessen, alles auf Anhieb bestanden. Vielleicht würde es dir ja auch helfen, etwas mehr Abstand reinzubekommen. Die Sichtweise muss sich drehen von "ich darf keine Fehler machen" zu "ich soll Fehler machen" weil du doch noch lernst, das ist erwünscht dass du Fehler machst.
    Hast du deinen Fahrlehrer denn mal eingeweiht in deine Befürchtung?

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 27

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    @Schäfchen: Den Fahrlehrer kenne ich.

    Bei mir wurde es erst entspannt als ich alleine fahren konnet. kein Fahrlerer und kein Papa oder Mama auf dem Beifahrersitz.
    Wenn zu jedem Fehler auch noch jedes mal gemeckert wurde hat mich das immer weiter runter gezogen.
    Also: am besten nach dem Schein alle Leute aus dem Auto werfen und vorsichtig los fahren

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    31Fahrstunden+Sonderfahrten+Pr aktische Prüfung 2×!Damals waren unter 20Stunden inklusive Sonderfahrten normal. Meine Mutter habe ich als Beifahrerin gleich nach den ersten 10Metern rausgeschmissen bzw. den Platz getauscht. Alleine Fahren ging immer deutlich besser.

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    Hallo

    Ich bin neu hier und würde gern auch dazu etwas schreiben

    Wie den meisten von euch geht es mir leider auch.. ich bin seit Ewigkeiten am Führerschein dran und hab da auch schon einiges mitmachen müssen.
    In der ersten Fahrschule habe ich es nicht lange ausgehalten, da der Fahrlehrer genau das Gegenteil war, was ich ich eigentlich gebraucht hätte... total ungeduldig, hat mir immer
    ins Lenkrad gegriffen, obwohls nicht immer nötig war und naja... für meinen Fahrstil eben genau der Falsche^^ Ich habe leider auch totale Probleme mich im chaotischen Straßenverkehr zurechtzufinden, das konnte ich noch nie.Meine Orientierung ist auch nicht gerade die Beste Ich hab dann schon kurze Zeit später die Fahrschule gewechselt. Mit dieser war ich eigentlich voll zufrieden. Er war ein sehr netter Fahrlehrer. Ich habs wohl nur nicht immer zu ernst genommen, deswegen hab ich im Sommer die Theorie ohne Probleme (mit 0 Fehlerpunkten) bestanden. Ich muss dazu sagen, dass es auch die Zweite war. Weil ich zu der Ersten total unvorbereitet hin bin ^^ Naja für die Praxis hatts nur leider nicht gereicht, da ich Ende August zu meinem Vater vom Dorf in die Kleinstadt gezogen bin.Der Ausbildung wegen. Nur zu weit weg, also durfte ich nochmal die Fahrschule wechseln. Und das nach dem meine Orientierung noch nicht mal in der Stadt, in der ich mich prima auskannte ausreichte im Straßenverkehr. Ich fing also fast von 0 an. Mit dem Fahren hatte ich ja sowieso noch Probleme und einparken konnte ich gar nicht... ich war/ bin einfach viel zu nervös im Straßenverkehr und meine Konzentration lässt ganz schnell nach.
    Ich hab dann aber in der neuen Fahrschule wirklich alles gegeben, versucht so viele Fahrstunden zu machen wie möglich. Trotz Arbeiten und es war trotzdem richtig schwer.. also die Theorie war ein Klacks dagegen hatte dann trotzdem endlich nach ewig langer Zeit vor 3 Wochen meine erste Fahrprüfung. Und es lief auch alles echt gut. Ich bin gut gefahren, hab auf die Schilder geachtet und mich nicht mal verschalten ( was ich sonst ganz gerne tu^^) und dann auf einmal stand diese Ampel auf rot vor mir und ich hab sie einfach nicht gesehen. Ich weiß auch nicht was da mit mir passiert ist, aber ich hab sie echt nicht gesehen.. Mein Fahrlehrer musste dann bremsen und die Prüfung war zu ende
    Ja und Heute hatte ich meine 2 Praktische Prüfung. Es lief wieder echt gut. Ich bin sicher gefahren, nicht zu schnell, nicht so langsam. Und auf einmal man glaubt es echt nicht.. ist da schon wieder eine Ampel auf rot vor mir.. und wieder nicht gesehen. Und wieder durchgefallen... ich weiß echt nicht was ich tuhen soll... ich versteh das ganze auch nicht... eigentlich überseh ich sowas nie? und jetzt eine Ampel, die man sehen MÜSSTE ,überseh ich gleich zwei mal... also irgendwas läuft da doch falsch..
    Ja und schon bei der ersten Prüfung hab ich mir richtig Gedanken darüber gemacht, weil die Ampel für mich ja wie aus dem nichts aufgetaucht ist. Also ich hab sie schon noch gesehen, nur etwas spät.. Und ich denke es hat vielleicht schon etwas mit den Ads, das bei mir vor einpaar Jahren, als ich 15 war festgestellt wurde. Ich habe damals auch ritalin verschrieben bekommen, das ich damals aber unbedingt wieder absetzen wollte.. ich bekam davon solche Stimmungsschwankungen und ich habe das ehrlich gesagt früher auch nicht so ernst genommen..Ich hab bisher auch nie gebraucht. Ich habe alles hinbekommen, auch ohne Medikamente, klar es war schwieriger und dauerte länger.. aber es ging. Nur jetzt inzwischen bin ich langsam am zweifeln. Vielleicht sollte ich doch mal zu meiner alten Ärztin gehen, um vielleicht aUch mich und andere Menschen im Verkehr zu schützen.. Ich finde es halt einfach so unfair , denn ich kann ja fahren.. es ist einfach immer diese Konzentration. Nicht mal so die Aufregung. Denn das bin ich schon, aber es lässt sich aushalten... weiß nur langsam echt nicht mehr was ich tuhen soll.. was wenn ich bei der nächsten Prüfung wieder eine Ampel überseh? es ist einfach so ärgerlich.. Vielleicht hatt jemand einen Tipp für mich, oder hat eine so ähnliche Erfahrung wie ich gemacht. Ich würde mich über Antworten freuen

    Und noch eine Frage : Geht es euch eigentlich auch oft so, dass euch ganz viele Dinge im Kopf rumschwirren, gerade auch beim schreiben. Dann will man so viel schreiben, weil man so viele Ideen im Kopf hat, aber man kommt gar nicht immer hinterher ? Also mir gehts öfters so

    Viele liebe Grüße und schönen Abend noch

  8. #28
    Darius

    Gast

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    Ich hatte aus finanziellen Gründen und wegen Nichtbedarfs bisher keinen Anlass den Führerschein zu machen. Hatte seit jeher die Motorrad-Prüfung dies reichte ansich, bis ich vor rund 3 Jahren meinen dritten Motorrad-Unfall hatte (auch diesmal ohne Schuld, jedoch mit sehr sehr viel Glück unverletzt), dachte ich mir es wäre evlt. das Beste vorläufig nicht mehr auf die Strasse zu gehen (mit nem Fahrzeug). Seither benütze ich nur noch die Öv'S. Da ich in einer grösseren Stadt wohne ist das mit dem Einkaufen, der Arbeit und Freizeit absolut kein Problem.

    Fahrstunden für die Autoprüfung hatte ich mit 23 ca. 6h hatte danach aber absolut keine Lust mehr und liess es vorerst.

    Vor kurzem habe ich wieder angefangen, da ich dachte mit 30 gehört der Führerschein eigentlich zur Allgemeinbildung, zumal ich es mir finanziell eigentlich leisten kann, die Ausbildung und den späteren Unterhalt zu tragen.

    Während den Fahrstunden habe ich diverse negative Feedbacks vom Fahrlehrer erhalten und es fiel mir enorm schwer das gelernte in die Tat umzusetzen. Ich kann z.B. jetzt immer noch nicht sprechen und fahren gleichzeitig. Ich verliere dauernd den Faden und kann kaum nach Schildern fahren. Vergesse ständig Reihenfolgen. Kurz um es ist ein richtiger Krampf.

    Die erste Prüfung, nach ca. 45 Fahrstunden, habe ich dann auch verbockt. Prüfungszeit war um 7.30 Uhr mitten im Berufsverkehr. Der Experte fuhr mit mir eine der übelsten Strassenabschnitte die ich je gesehen habe und normalerweise niemals nie fahren würde...soviel dazu....

    Hier ein Auszug der Beanstandungen (Übertrag vom Prüfungsbericht):

    Falsche Reihenfolge beim Beobachten
    Fehlerhaftes Erkennen von verkehrsbedeutsamen Situationen
    Unzweckmässig Blickführung
    Ungenügende Wahrnehmung im Umfeld des Fahrzeuges
    Nicht dem Fahrzeug angepasst Verkehrsdynamik
    Nicht dem Umfeld angepasstes dynamisches Verhalten
    Ungenügend vorausschauende oder defensive Fahrweise
    Ungenügendes Erkennen und falsches Verhalten in Gefahrensituationen
    Fehler im Bereich Geschwindigkeitsgestaltung
    Ungenügendes Mithalten im Verkehr
    Verhalten im Bereich von Verzweigungen/Kreisverkehrsplatz
    Unzureichender Fahrsteifenwechsel
    Mangelhaftes Überholen oder Vorbeifahren
    Fehlverhalten bei Fussgängerstreifen
    Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer
    Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer
    Eingriff durch Begleitperson


    Also am Schluss hab ich echt noch einen Fussgänger übersehen, weil mich die liebe Sonne blendete..das war dann endgültig. Bis dahin dachte ich mir aber, es reicht wahrscheinlich...ich hatte echt keine Ahnung, zumal alle Manöver inkl. Einparken ansich reibungslos funktionierten und der Experte zumindest dort nichts dierektes auszusetzen hatte.

    Ich habe extrem Mühe den Verkehr zu lesen und durch die ständige Reizüberflutung (Licht, Lärm, Bewegung) bin ich ständig überfordert, dadurch reagiere ich sehr langsam z.B. Doppelspurkreisel usw. Dann noch die ständigen Anweisungen des Experten, " hier bitte links" oder nach "Schildern fahren" ich hasse es (ich gehe lieber nach meinem eigenen Kopf). Ich habe extrem Mühe. Vor 2 Wochen schliesslich die Diagnose ADHS (unter anderem abgeklärt wegen meines miserablen Fahrverhaltens).

    1) Morgen habe ich die erste Doppelfahrstunde mit Ritalin..bin gespannt ob's was bringt....

    2) Ich werde dran bleiben und wenn es das sprichwörtlich letzte ist was ich tue.

    LG, Darius

    PS: Rechtschreibfehler sind zu entschuldigen, mein Ritalin ist ausgelaufen...(Konzentrationsf ähigkeit auf Kellerniveau)
    Geändert von Darius (24.05.2013 um 20:05 Uhr)

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    Darius schreibt:
    Falsche Reihenfolge beim Beobachten
    Fehlerhaftes Erkennen von verkehrsbedeutsamen Situationen
    Unzweckmässig Blickführung
    Ungenügende Wahrnehmung im Umfeld des Fahrzeuges
    Nicht dem Fahrzeug angepasst Verkehrsdynamik
    Nicht dem Umfeld angepasstes dynamisches Verhalten
    Ungenügend vorausschauende oder defensive Fahrweise
    Ungenügendes Erkennen und falsches Verhalten in Gefahrensituationen
    Fehler im Bereich Geschwindigkeitsgestaltung
    Ungenügendes Mithalten im Verkehr
    Verhalten im Bereich von Verzweigungen/Kreisverkehrsplatz
    Unzureichender Fahrsteifenwechsel
    Mangelhaftes Überholen oder Vorbeifahren
    Fehlverhalten bei Fussgängerstreifen
    Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer
    Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer
    Eingriff durch Begleitperson

    Also am Schluss hab ich echt noch einen Fussgänger übersehen...
    Scheiss Fußgänger (oder noch schlimmer: Radfahrer), was haben die auch auf der Straße zu suchen?

    Spaß beiseite, die beschriebenen Probleme des ADHSlers beim Führerscheinmachen sind sozusagen systemimmanent: Das ganze nennt sich Aufmerksamkeitsdefizitstörung und diese Bezeichnung - ums einmal vorsichtig zu formulieren - ist nicht ganz so unbegründet wie sie uneingeweihten Beobachtern, die das ganze für eine bloße Einbildung halten, manchmal scheinen mag.

    Bei der ersten Führerscheinprüfung habe ich dummerweise ein herannahendes Auto übersehenAnhang 9661. Weiss der Deibel, wo die immer herkommen. Immerhin habe ich es auf diese Weise in die Geschichte der Fahrprüfungen in meiner Heimatstadt gebracht, mit der kürzesten jemals zurückgelegten Wegstrecke bis zum Durchfallen, etwa 80 Meter bis zur ersten Kreuzung.

    Beim zweiten Mal tauchte beim Rückwärtseinparken plötzlich eine Mauer auf, die vorher noch nicht dagewesen war, die ich umpfügte. Irgendwie dumm gelaufen.

    Beim dritten Mal schaffte ich die Prüfung.

    Zwei Dinge waren dabei entscheidend:

    Nummero 1: Die Fahrlehrerin ließ mich in weiser Voraussicht um 10.30 Uhr antreten. Zur näheren Erläuterung: Das ist die Zeit, in der morgens am allerwenigsten Verkehrsteilnehmer in der Stadt unterwegs sind.

    Nummero 2: Ich verabreichte mir ein "Beruhigungsmittelchen", indem ich mir vor der Prüfung einen großen Flachmann Berentzen Apfelkorn hinter die Binde goss. Ich gebe zu, es ist nicht gerade die feine englische Art, sich angesoffen ans Steuer zu setzen. Aber bekanntlich wirkt Alkohol (in Maßen, nicht in Massen) auf den ADHSler beruhigend und konzentrationsfördernd. Es ist auf jeden Fall für alle Verkehrsteilnehmer weit sicherer den ADHSler etwas angesoffen ans Steuer zu lassen, als ihn vollkommen unmediziniert auf die Menschheit loszulassen, auch wenn natürlich Alkohol nicht gerade die ideale Stimulanz darstellt. Das wissen wir jedenfalls heute, damals war ich aber natürlich noch meilenweit davon entfernt, irgendetwas von ADHS zu wissen. Das heisst, den Begriff kannte ich wohl schon, aber ich dachte dabei handelt es sich um Kinder, die den ganzen Tag auf Stühlen rumhopsen. Und nicht um Leute, die Mauern oder Autos übersehen.

    Ein Trost sei Dir mit auf den Weg gegeben: Im Regelfall ist es so, dass der ADHSler mit zunehmender Fahrpraxis diese Defizite bis zu einem gewissen Grad kompensiert. Gewisser Grad heisst, dass es gerade in der Anfangszeit nicht ganz ohne Beulen oder Kratzer abgehen wird. Nun, gut, ein kleiner Totalschaden war auch dabei, aber im groben und ganzen...

    Hört sich im Nachhinein zwar alles sehr lustig an, aber im Prinzip ist es schon ein Wunder, dass mal als (unbehandelter) ADHSler (und Straßenverkehrsteilnehmer) überhaupt noch lebt.

    Dass Du Dein Ritalin einnimmst, ist schon mal ein guter Anfang. Damit kannst Du Deine ADHS-Symptome bis zu einem gewissen Grade kompensieren. Eine Normalokonzentration lässt sich damit aber auch nur näherungsweise erreichen.

    Good luck.

  10. #30


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.200

    AW: massive probleme beim führerschein wegen ads?!

    Eiselein schreibt:
    ..... aber im Prinzip ist es schon ein Wunder, dass mal als (unbehandelter) ADHSler (und Straßenverkehrsteilnehmer) überhaupt noch lebt.
    Ja und ich finde es ein Wunder, dass alle anderen überlebt haben! Es ist wirklich nicht lustig und hört sich auch nicht im geringsten so an, wenn ich lese, dass du unter Alkoholeinfluss am Steuer gesessen hast. Es ist nämlich ein Unterschied, ob du mit MPH Auto fährst oder unter Alkohol. Unbehandeltes ADHS hin oder her, das ist das allerletzte und du kannst froh sein, das da niemandem etwas passiert ist. Wenn du dabei draufgehst, ist das so, aber leider müssen immer wieder andere für das Fehlverhalten das einige beim Autofahren an den Tag legen büssen.

    Und in dem Fall frage ich mich auch, ob das alles so stimmt was du erzählst, denn ein Fahrlehrer müsste es ja auch eigentlich riechen können, ob jemand Apfelkorn getrunken hat oder nicht, selbst mit Pfeffibonbons...

    In einem gebe ich dir allerdings Recht, umso mehr Fahrpraxis ein Mensch hat, umso besser klappt es. Ich hatte zwischen den Fahrstunden immer eine Pause von mindestens zwei oder gar 4 Wochen, und da hat sich bei jedem Mal die Angst wieder neu aufgebaut. Es wäre besser gewesen, wenn ich das hätte in kürzeren Abständen machen können, was aber nicht möglich war und von daher reichten die Fahrstunden nicht aus.

    Vielleicht nehme ich das ja irgendwann noch einmal in Angriff, aber dann sicherlich nciht wieder in Berlin

    @alle die gerade den Führerschein machen: Viel Glück und bitte keinen Alkohol trinken




    Liebe Grüße
    Sunshie

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