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Diskutiere im Thema Willst Du nicht, oder kannst Du nicht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    ....so oder so ähnlich waren oder sind vielleicht die Aussagen der mit uns befassten Menschen.


    Hallo liebe Gemeinde,

    ..."Du machst uns das doch mit Fleiß!" dürfte eine der noch eher harmloseren Aussagen betroffener Eltern zu einer Zeit, als AD(H)S noch keine Krankheit war, gewesen sein. Und auch heute sind Eltern mit entspr. Kindern derart überfordert und werden an ihre Grenzen gebracht, dass von harmonischer, verständiger Geborgenheit "kranker" Kinder im elterlichen Schutzraum keine Rede sein kann. Ein Drama und ein Trauma. Nicht nur die Gesellschaft stellt hohe Anforderungen hinsichtlich Funktion und Anpassung, nein auch die Eltern fordern ein Recht auf Ruhe, Entspannung, "Harmonie" und eben Funktion innerhalb eines sozialen Gefüges.

    Ich möchte nun nicht darauf eingehen, was es mit uns gemacht hat eine z.T. traumatische Kindheit fern von Liebe und Verständnis oder Angenommen und Bestätigt werden, dafür aber unter Schlägen, Sanktionen und Ablehnung verbracht zu haben. (an anderer Stelle gern) Ich möchte wirklich auf die Frage eingehen "will ich oder kann ich nicht tun was gefordert ist, was normal und gesund ist oder was schlichtweg auch in meinem Sinne vernünftig und zielführend ist.

    Seit ich Hilfe suche - bei mir stehen schwere Depressionen, eine gestörte Persönlichkeit und Angst zusätzlich im Raum - und das tue ich seit nunmehr 14 Jahren, ist bislang jede Therapie oder Methode an ihre Grenzen gelangt. Ich zerlege fachmännisch und mit intellektueller Bestialität die Erklärungsmodelle, Gedankenkonstrukte und Methoden der Fachleute.
    - Wenn die Psychologie funktionieren würde, so gäbe es sie nicht. Sie würde sich augenblicklich selbst von sich erlösen -
    Das ist z.B. mein Lieblingsparadoxon. In der Auseinandersetzung mit Depression, Sucht und Persönlichkeit hab ich auf dem Gang durch die Kliniken nicht nur bei mir sondern eben bei den allermeisten Mitpatienten gemerkt, dass es keine Heilung gibt. Selbst das Annehmung und damit Leben lernen ist schwer bis unmöglich.- Ich kann mich nicht selbst verarschen - wenn alles was ihr anbietet funktionierte, dann hätte ich und meine Mitpatienten es doch schon umgesetzt und wir wären nicht hier,nicht immer immer wieder hier - war meine Lieblingserwiderung auf geradezu infantile und armseelige verhaltenstherapeutische Vorschläge meine Depression und Angst in den Griff zu bekommen........Was bleibt?


    Du willst doch nicht! Da sind tausend Vorschläge gemacht worden, Du sagst zu allem nein! Du nimmst nichts an!


    Diese Sätze fallen, wenn ich Psychologen, Psychiater und von mir aus auch spirituelle Heiler durch Hinterfragen in die Enge treibe. So wie schon damals in der Kindheit die Eltern und Lehrer diese Sätze so oder so ähnlich nur eben viel gröber formulierten. Der Kreis schließt sich. Nun geht es mir schlecht, ich bin einsam, zerrissen und leer. Ich sehe keine Hoffnung und kein Land. Alles was bleibt ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob ich nicht will oder nicht kann. Die einzige Methode mich aus meinem Gefängnis zu befreien ist mir einen Arschtritt zu geben. Damit schließt sich wieder ein Kreis, denn das ist die einzige Erziehungsmethode die ich schon seit Kindertagen kenne. Deswegen lehne ich das auch ab. Gewalt, Angst und Zwang durch das Elternhaus und das Systerm haben mich doch erst wirklich seelisch verkrüppelt.

    Will ich nicht oder kann ich nicht.....nicht wollen können? nicht können wollen?....

    Was ist den mit euch. Ich habe hier ab und an Beiträge gelesen, da klammert einer oder eine fast hysterisch an sein/ihr Krankheitsbild ADHS und verteidigt es mit Empörung oder Verzweiflung gegen Leute die fragen..."Willst Du eigentlich nicht oder kannst Du nicht"

    Alles was ich nur noch will ist Erlösung, ist wollen können und können wollen....

    Frohe Ostern
    Geändert von Maj.Derrick ( 9.04.2012 um 11:57 Uhr)

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    Hallo Derrick,

    ich verstehe genau was du meinst.

    Du willst doch nicht! Da sind tausend Vorschläge gemacht worden, Du sagst zu allem nein! Du nimmst nichts an!


    Das sind die art Sätze die ich auch immer zu hören bekomme WENN mal jemand auf mich und meine Sorgen aufmerksam wird.

    Dann werde ich wütend und fange manchmal an zu heulen.

    Genau in diesem Moment wo andere mit ihrer "Arschtrittmethode" kommen hätte ich lieber jemand der mich an der Hand nimmt und mit mir gemeinsam den Weg geht...... aber alle denken ein Tritt in den Hintern hilft.

    Ja gewiss für einen Tag oder ein paar Stunden hilft es vielleicht, aber nur vielleicht und dann bricht wieder wegen einer Kleinigkeit alles zusammen, obwohl man doch ganz sicher was ändern wollte und dann denke ich, es ging vorher ja auch, warum sich dann jetzt so quälen.

    Und ich bleibe gefangen in meinen alten Mustern, weil mir die Kraft fehlt etwas allein zu tun.

    LG Fledermaus

    Ich werf dir mal ein Päckchen Kraft rüber, du bist nicht allein damit

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    Viel gelitten hab ich an meinem Kampf mit mir selber, weil ich zu oft geglaubt habe, was immer wieder über mich gesagt wurde: "Sie könnte, wenn sie wollte".
    Das hat mein Selbstbild sehr belastet und der Ausweg, den ich mir dann zurecht legte, war: "ich will nicht,.... könnte, aber will nicht."
    Studium... "könnte, aber so viel Mist mit lernen, nur damit ich dann das Fach studieren kann, das mich interessiert.... WILL ich NICHT".
    Beruf, Ausbildung: ...könnte die Lehre fertig machen, ... durchhalten, durchbeissen. Aber wozu? Will das nicht, nur damit die Welt mit mir zufrieden ist.
    Ehe ....kämpfen um die Ehe... bleiben um jeden Preis: "der Preis ist mir zu hoch... ich steig aus. Ich akzeptiere, dass es nicht geht und verzieh mich" Will es so.

    Und manchmal, fragt ein kleine Stimme im Innern: "Wollte ich das Alles wirklich nicht? Oder konnte ich es ganz einfach nicht?"

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 470

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    Maj.Derrick schreibt:
    Was ist den mit euch. Ich habe hier ab und an Beiträge gelesen, da klammert einer oder eine fast hysterisch an sein/ihr Krankheitsbild ADHS und verteidigt es mit Empörung oder Verzweiflung gegen Leute die fragen..."Willst Du eigentlich nicht oder kannst Du nicht"
    Ich habe Angst davor zu können, weil ich mir nicht sicher bin, wieviel 'ich' noch da wäre, wenn das bekloppt sein nicht mehr wäre.

    So habe ich einen Anker in der Welt, eine gewisse Sicherheit.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 127

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    ich habe mich das auch immer selbst gefragt - also nicht nur meine Eltern und Lehrer -( am schlimmsten war mein Vater )

    ich kann aber auch "von aussen" sagen, das es nicht zu verstehen ist, warum, trotz Hilfe und "arschtritten" das wichtige - für einen selbst wirklich dringende, nicht erledigt werden KANN ...

    Obwohl es mir selbst oft genau so geht, kann ich es bei anderen oft nicht verstehen, das es einfach nicht geht

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    Schön, dass es euch gibt! Danke für eure ehrlichen Antworten und Offenbarungen!

    @Fledermaus
    Die Sehnsucht Teil von etwas Größerem zu sein und einen großen Bruder/Schwester zu haben der einen wohlwollend an die Hand nimmt und führt ist bei mir auch sehr ausgeprägt.Es scheint aber wohl trotzdem DIE Lebensaufgabe zu sein, das eigene Boot allein rudern zu lernen und sich selbst anzunehmen und mit tiefer Eigenliebe zu führen und zu disziplinieren. Es mag Leute geben die durch Angst vor Ablehnung motiviert sind, welche die von der eigenen Eitelkeit getrieben werden, der Sucht nach Bestätigung und Bewunderung, dem Bedürfnis nach Sicherheit und all diese Dinge. Meines Erachtens nach mögen diese Systeme schon tragen, aber immer um den Preis sich zu verbiegen und zu verkaufen, um den Preis der Sünde gegen sich selbst. Wir sollten die Bürde und Chance unserer Situation dahingehend zu nutzen lernen, unbedingt frei zu sein und trotz eines schlechten Starts eine echte Aussöhnung mit unseren kleinen inneren Persönchen herzustellen, also uns lieben zu können und uns nicht ständig Arschtritte abzuholen, nur weil wir es nicht anders gelernt haben. Wie man dahin kommt müssen wir eben herausfinden. Es lohnt sich wohl, Kraft, Freude, Selbstvertrauen und Heiterkeit sollen der Lohn sein.

    @Susi
    Als ich vor nunmehr 4 Jahren meinen Job hingewarf - für meine Beziehungen gilt prinzipiell das gleiche - habe ich inbrünstig und trutzig schwadroniert, dass ich es ablehnte in einer sinnleeren, moralisch fragwürdigen Dienstleistungshülse in steter Konkurenz zu meinen Mitmenschen nur Geschäftigkeit zu simulieren, nur kapitalistische Mehrwertsynthese zu betreiben - aber bezogen auf tatsächliche, menschliche Bedürfnisse keinen Nutzen hätte. Ich habe gesagt, ich sei kondioniert und nur durch o.g. Angst vor Ablehnung oder der Zukunft motiviert gewesen, bestenfalls noch getrieben von Eitelkeit, von Gier und Neid. Aber wer hinter diesen Mustern denn ich nun eigentlich sei und was ich wirklich wolle, hätte mich schon als Kind keiner gefragt gehabt und ich hätte diese Frage nie stellen gelernt, wozu es aber nun Zeit wäre, da ich ausgebrannt sei und nicht mehr wolle.
    Von Anfeindung über Unverständnis bis zur Bewunderung habe ich alle Reaktionen auf diese nach außen getragene Haltung geerntet. Leider bin ich heute nicht klüger, hab es nicht geschafft mich mit mir, dem Leben oder der Gesellschaft auszusöhnen und meinen Platz zu finden. Das fehlt, ich habe nun Angst bin kraftlos, mutlos, leer und eben auch einsam dadurch.

    @ZE_4
    Du identifizierst Dich also auch stark mit Deiner "Andersartigkeit" ob freiwillig und bewusst oderals Opfer dessen,lassen wir mal dahingestellt und hättest Angst das bei tatsächlichem "Können" Du eher einen selbstentfremdeten Zombie abgeben würdest, als einen bewussten sich willentlich hingebenden Könner?

    @Nadde
    Ich verstehs bei mir auch genausowenig wie bei anderen. Was ist denn diese Blockade. Ist das eine verdrehte Form von selbstverletzendem Verhalten? Liegt ein Urtrotz(wenn mich keiner lieb hat, dann mag ich ned) dahinter? Ist es ein Schrei um Hilfe von außen, nach einer wohlwollenden helfenden Hand? Ist es ein dydfunktionaler Schutz gegen Selbstentfremdung, ein Schutz vor Überforderung, vor Hilflosigkeit oder Versagensangst? Liegt dem ein tief vergrabenes nicht zugängliches Trauma zugrunde?

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 470

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    Maj.Derrick schreibt:
    @ZE_4
    Du identifizierst Dich also auch stark mit Deiner "Andersartigkeit" ob freiwillig und bewusst oderals Opfer dessen,lassen wir mal dahingestellt und hättest Angst das bei tatsächlichem "Können" Du eher einen selbstentfremdeten Zombie abgeben würdest, als einen bewussten sich willentlich hingebenden Könner?
    Ja.
    Das hast Du sehr treffend formuliert. Ich hatte leider auch schon Phasen in denen genau das vorgekommen ist. Also Phasen, in denen mir Alles wundervoll leicht fiel, in denen ich aber dann in Ruhepausen nur noch leer die Wand angestarrt habe.

    Es gibt also eher die beiden Extreme 'keine Schwierigkeiten und völlig leer und unkreativ' oder 'kreativer sich in sich selbst zu Hause fühlender Aarrghaarrghaarrgh'.

    Zwischenstufen funktionieren, sind aber extrem schwer aufrecht zu erhalten.
    Der vermeintlich funktionsfähige Modus führt auf Dauer zu einer noch tieferen Aarrghaarrghaargh-Phase.

    Fazit: Mir geht es lieber scheisse als gar nicht.
    Geändert von ze_4 (10.04.2012 um 02:52 Uhr) Grund: Fazithinzufügung

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    was will ICH?
    wer bin ICH?
    wohin gehe ICH?

    Es ist schwer herauszufinden wer man ist, wohin man selbst hin will und vorallem
    was man selbst WILL, wenn man rückblickend sich mit aller kraft bemüht hat es den "anderen"
    gerecht zu machen.

    Ein steuerloses boot auf hoher see, ohne ziel und richtung das je nach wind/orkanstärke umhergewirbelt
    wird und immer wider an die klippen prallt.
    Nein, nein, nein - ich WILL mein boot selbst steuern, selbst bestimmen und wie ich das tue,
    lasse ich nicht die aufkommende winde bestimmen - ich lass mich nicht treiben, ich will selbst steuern.

    das will ich, mein leben so leben, wie es für mich stimmt.

    können?? werde ich nie erfahren, WENN ich es nicht versuche und immer wieder
    versuche.... (warum sollte ich es nicht können? - weil die, die ich kenne ihr boot anders durch die
    see steuern? - so habe ich ein anders boot, doch ich lasse nichts unversucht es selbst zu steuern)
    Geändert von Smile (10.04.2012 um 02:10 Uhr)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    @ZE_4
    das passt gut ins Dissoziationsmodell. Eine Abspaltung oder besser eine Aufsplitterung Deiner Facetten. Im Zuge der Bewältigung unter imensem Anpassungsdruck hast Du Dein sehr sensibles *hm* "inneres Kind" abgespalten, um den Preis ein Funktionszombie sein zu können, der zwar keine Reibung mit dem System ertragen muss, da er ja läuft, aber dafür eben leer, apatisch und wie tot ist.
    Dein sensibles trutziges inneres Kind hingegen - wir könnten hier auch das Modell der zwei Gehirnhälften statt des Kindes verwenden, oder das von Kopf und Bauch - hat leider keine Führung und Bestätigung erfahren, wohl sogar eher ein Trauma. Das ist jetzt pures Dynamit, ist impulsiv und schwer zu kontrollieren..... fordert ein ein eckiger Pflock in einem runden Loch zu sein, benimmt sich freaky, wie der Rotz am Ärmel.
    Schwer diese beiden Zustände zu vereinen, die streiten sich ja regelrecht, bzw. entsetzt sich der eine am anderen."Gott was bist Du tot" gegen "Gott wie bist Du exzentrisch"......Good News! Dein Kind ist am Leben....he made it! Das kriegst Du schon ausgesöhnt! Nicht entweder oder auch nicht dazwischen, sondern eben beides 100% reintegriert in Dein Ich, die Disziplin und Führung des Angepassten und die Kreativität und Spontanität des Kindes. Aber lesen tut sichs leicht.... (vlt. ist die bipolare affektive Störung auch eine Form von......)


    @Smile
    Hört sich gut an, ich für meinen Teil hätte nur gern nen Kompass, ne Karte ein bisschen Segelfläche uva. ein Ziel! Damit würd ich motivierter gegen die Klippen, die Riffe und die Wellen kämpfen, die mich schaffen. Das wir keine Galerensklaven sein wollen ist klar. Innerlich gestorben oder stumpf geworden dem Takt der Trommel gehorchen zu müssen ist ein zu hoher Preis für "Gemeinschaft" und "Sinn" und "Ziel"

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 470

    AW: Willst Du nicht, oder kannst Du nicht?

    Das mit dem 'inneren Kind' ist schon gut als Ausdruck. Sehr passend.
    Hm. Die Kriterien der Bipolaren Störung habe ich mir 'mal angeschaut... werd' ich sicher noch 'mal tun, aber irgendwie ist das bei mir durcheinanderer und anders verteilt...
    Das Dissoziative liegt mir da wohl eher
    Aber hier ist's dann ja nicht nur so, dass einfach nur eine Aufteilung in 'Kind' und 'Roboter' da wäre; besonders das Kind hat ja noch viele weitere Facetten...
    Zum Glück, will ich sagen, denn es gibt eine Aufsichtsperson, die definitiv nicht mit dem Roboter identisch ist.

    Zum Thema
    Maj.Derrick schreibt:
    Dein sensibles trutziges inneres Kind hingegen [...] hat leider keine Führung und Bestätigung erfahren, wohl sogar eher ein Trauma.
    Uppsala, das ist komplizierter. Das Balg hat sogar sehr viel Bestätigung erfahren, daher ist es ja so stark.
    Aber eben auch viel Trauma. Objektiv gesehen zwar nur Pillepalle verglichen mit Einigem was ich hier schon so gelesen habe, aber der Pschikologie ist objektiv ja oft einerlei.
    Und Führung, damit schippern wir jetzt so richtig in dissoziative Gewässer.
    Ich denke, da gab es vielleicht sogar zu viel des Guten, so dass sich ein sehr differenzierter und massiver Regelkomplex gebildet hat, der in Verbindung mit dem Anarchokind nur funktionieren kann, wenn kräftig mehrgleisig gefahren wird.

    Aber danke für den Hinweis auf Dissoziation bezüglich des Kindes und des Roboters.
    Habe mich in letzter Zeit so viel mit dem Kind beschäftigt, dass ich den Roboter gar nicht in die Gedanken zur Dissoziation mit eingeschlossen habe.

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