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Diskutiere im Thema ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Hallo Ihr Lieben,
    bin zwar noch sehr neu hier, aber mir brennt etwas auf der Seele.
    Bin zur Zeit in Therapie wegen Borderline und Ptbs. Nun hat meine Therapeutin bei mir ADHS festgestellt. Sie muss zwar noch einige Tests machen, aber sie meint anhand meiner Schulzeugnisse und meinem Werdegang und meine jetztigen Zustand, steht die Diagnose schon fest. Ich sollte mich ruhig schonmal damit befassen und mich Informieren, zusätzlich neben der Therapie.Für mich war es als ob ich Jahrelang im Dunkeln getappert bin und mir plötzlich einer das Licht angeknipst hat. Ich lerne mich gerade völlig neu kennen, da ich jetzt eine Erklärung für so vieles in meinem Leben finde. Nun habe ich es meiner Freundin erzählt, und sie meinte ich soll mir dass nicht so reinziehn, ADHS wird heutzutage zu schnell und zu viel Diagnostiziert. Es sei zu einer Modekrankheit geworden. Ich soll mich nicht weiter informieren sondern abwarten, bis die Diagnose entgültig steht. Und es sei ja überhaupt nix schlimmes, hätte ja heut fast jeder zweite. Mir war als hätte man mir den Boden unter den Füssen weggezogen. Ich bin verwirrt und Traurig. Weiss nicht mehr was ich glauben soll. Hat Jemand einen Rat für mich?
    Danke schonmal im vor raus
    Lieben Gruss
    Ewyn

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Nunja, ADHS hat in den Medien nicht gerade den besten Stand.

    Beschäftige dich mit umfassend mit dem Thema.
    Denn ADHS ist keine Modeerscheinung.

    Es kommt in allen sozialen Schichten, und den verschiedensten Kulturen vor.


    Auf Diskussionen mit deiner Freundin würde ich mich (erstmal) nicht einlassen.
    Solange du kein umfassendes und fundiertes Wissen über ADHS hast, kannst du solche Diskussionen nur verlieren.
    Informiere dich, vllt auch mit Hilfe deiner Therapeutin.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Danke Dir. Befassen tu ich ja schon ausgiebig. Ich will ja wissen was mit mir los ist und was nicht. Und bei meiner Freundin meide ich dann einfach das Thema. Blöd ist halt nur, dass ich mich an sich kaum mit Jemanden darüber austauschen kann.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Solche Reaktionen kenne ich auch, inzwischen kann ich aber darüber schmunzeln.

    Wer Ad(h)s für eine Modediagnose hält und es bagatellisiert, beweist damit dass er von dem Thema keine Ahnung hat! Leider gibt es sogar unter Ärzten und Therapeuten noch viele Vertreter dieser Spezies. Lass dich davon bitte nicht zu sehr beeinflussen, du bist es die damit leben muss und nur du kannst genau herausfinden wie es dein Leben beeinflusst und wie du damit umgehen kannst und willst.

    Dass es früher weniger Betroffene zu geben schien liegt allein daran dass der Stand der Wissenschaft in diesem Bereich noch in den Anfängen steckt! Z.B. haben meine Eltern damals den Rat des Kinderarztes mit mir zu einem Adhs-Arzt zu gehen abgelehnt weil sie meinten ich sei halt einfach faul/frech/quirlig und es sei nichts "psychisches", denn für meine Eltern war Adhs eine psychische Störung und sowas hatte ihre Tochter ja auf keinen Fall! So geht es vielen von uns und die meisten rutschen dadurch erstmal in jahrelange Probleme (z.B. Depressionen, Fehldiagnosen, Beziehungsprobleme, Selbstmedikation durch Drogen), bevor sie sich evtl. doch mal über Adhs informieren.

    Ich sehe Adhs bei mir zwar nicht als Behinderung oder Krankheit, sondern einfach als "ich funktioniere eben anders und das ist auch gut so", aber wenn mir jemand mit der "Modediagnose" kommt, sag ich einfach was über den Dopaminspiegel. Z.B. dass man bei Parkinson zu wenig Dopamin im Gehirn hat und welche Folgen das für die Patienten hat und dann dass bei Adhs der Dopaminspiegel auch zu niedrig ist. Drüber nachdenken ob das tatsächlich eine Bagatelle ist, darf mein Gegenüber dann selbst.

    Wichtig finde ich dass man die Diagnose über einen Spezialisten machen lässt, denn es gibt leider sehr viele Störungen die Adhs sehr ähnlich sind und dann gern mal zu Fehldiagnosen führen. Steht die Diagnose ist jedem selbst überlassen wie und ob er sich therapieren lässt. Medikamente können helfen, sich mit anderen auszutauschen kann helfen, darüber zu lesen kann helfen.
    Laiendiagnosen a la "hab drüber gelesen und Sohn vom Nachbarn hat das auch, aber das ist echt nix wichtiges" helfen definitiv nicht! Drück deiner Freundin ein Buch darüber in die Hand. Wenn es für dich wichtig ist, sollte es auch für dein Umfeld wichtig genug sein um sich zu informieren.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 370

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Mir fällt jetzt bei bestem Willen kein Grund ein, sich nicht im Vorfeld weiter darüber zu informieren ... als bei mir das Thema ADHS plötzlich im Raum stand, hab ich auch erstmal alles an Infos aufgesogen, was es so gab - die anderen hier garantiert auch. Ist doch auch ganz natürlich, dass man wissen will, womit man (vielleicht) konfrontiert ist.

    Ich finds schade, dass deine Freundin dich da so knallhart abspeist ... dann auch noch mit jeder Menge Halbwissen und den üblichen Allgemeinplätzen, die einfach stumpf dem Homöopathen des Vertrauens / dem Gemeindeblatt / der Freemail-Nachrichtenseite nachgeplappert werden.
    (ich hoffe, ich trete damit jetzt niemandem auf die Füße, aber mit weniger Zyniksmus kann ichs bei dem Thema nicht)
    Derartige qualifizierte Kommentare haben hier sicher auch schon alle mindestens hundert Mal gehört - da würd ich meinen Popo drauf wetten.
    Sicher gibts Fehldiagnosen, aber das ist ein echt schlechtes Argument: Die kommen doch auch bei anderen Störungsbildern vor
    Lass dich bitte nicht so verunsichern (die üblichen Argumente wie "ich vergess doch auch dauernd meinen Autschlüssel" oder "konnte mir von 10 Terminen heute nur 9 merken, ist doch bei dir auch nur so?" haben mit ADHS herzlich wenig zu tun), und da ist Fakten und Infos sammeln das Patentrezept.
    Guck, dass du dir deine Infos aus fundierten Quellen besorgst, beispielsweise über die Buch- und Linklisten hier im Forum, da findest du eine Menge qualifizierter ! Antworten auf die Millionen Fragen in deinem Kopf.
    Mach dich bitte trotzdem nicht schon im Vorfeld verrückt, noch ist die Diagnose ja nicht endgültig.

    Liebe Grüße, mit einem

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Hallo,

    letztenendes sind wir alle getrieben von dem Bedürfnis zu verstehen zu erkennen, und eben erkannt und verstanden zu werden. Wenn wir im Leben im Vergleich zu "Normalos" oder sagen wir lieber zu Funktionierenden nur neben uns stehen, zerissen sind, keinen Fuss auf den Boden bringen, uns Ängste, Depressionen, Haltlosigkeit, Verlorenheit, Einsamkeit und Unsicherheit belasten, lässt uns das verzweifen.

    Wir fühlen aber in dem Moment, in dem wir gesagt bekommen "Du hast eine Krankheit - das Kind hat einen Namen - wir vestehen Dich und können beschreiben was Du fühlst - Du bist nicht allein" geborgen und angenommen, dann hat das erstmal eine erleichternde trötstende Qualität. Nun unterliegen die Disziplinen Psychologie und Psychiatrie einer gewissen Evolution. Es gibt diagnosen, Erklärungs- u. Beschreibungsmodelle für Ursache und Auswirkung die ständig erweitert und differenziert oder auch ganz abgelöst werden. Aber muss uns das interessieren? Seit ich leide und suche war ich bei vielen Ärzten und habe zig Diagnosen, meist aus dem depressiven Formenkreis. Der Zeitgeist und die Mode der auch ein Diagnostiker unterliegt, richtet seinen Fokus, färbt seine Brille über die Jahre immer anders. Mal Burnout, mal Trauma, mal Borderline, mal Depression, mal ADHS. Es ist ja meist so, dass wir hier eine gewisse Komorbidität aufweisen und das darüber viele Diagnosen und Krankheitsbilder große gemeinsame Schnittmengen an Symptomen teilen.

    Das Kind braucht einen Namen, sicher, schon deshalb weil wir uns und das Leben erklären wollen, aber sollen wir uns so sehr von Wörtern abhängig machen? Über allem steht das persönliche Leid. Und oft findet man beim richtigen Forenkameraden, Dichter, Songtextschreiber oder Schriftsteller besser das Gefühl erkannt oder verstanden zu werden, als beim Fachmann! Der Fachmann hat auch nicht verstanden was Geist, Seele, Bewusstsein, Persönlichkeit ist und wie dieses Ich mit der Hirnchemie verwoben ist. Die Frage nach der Ursache und dem Sinn hinter dem Leid kann auch ein Priester oder ein Philosoph nicht beantworten, geschweige denn der Arzt. Alles was imho hilft ist die Erkenntnis, dass Du nicht allein bist, die tiefe Überzeugung dass es einen Sinn hat und es Erlösung geben kann und natürlich die nötige Disziplin, Härte aber auch Eigenliebe u. -Verantwortung Dein persönliches Boot mündig durch die Wogen des Lebens in diesen komischen Zeiten zu steuern und die Verantwortung für Deinen Weg, Deine Entwicklung nicht an Ärzte oder Medikamente zu deligieren.

    Halt die Ohren steif - Du bist nicht allein - ich lese lang genug hier mit um sagen zu können, dass viele Deine Ängste und Sorgen teilen. Du bist trotzdem besonders und ok, wie jeder von uns - habe Dich selbst einfach lieb!

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Ich danke Euch allen für die Ehrlichen und aufmunternden Worte.
    Da diese Person meine einzige Freundin soweit ist und mit psychischen Krankheiten selbst vorbelastet, hatte ich mehr Verständnis von ihr erwartet.
    Aber ok ist dann halt so. Hab ja noch meinen Freund und bin ja auch hier sicher gelandet.
    Wichtig ist für mich, Das ich mit 40 Jahren endlich mal eine Grundlage bekomme, worauf ich aufbauen kann.
    Und mein Gefühl sagt mir ja nun ist es soweit.
    Und mich selber annehmen und liebhaben...naja das wird noch etwas dauern, da ich mich soweit ich denken kann eher abgelehnt habe.
    Aber ich arbeite dran.
    Danke Euch und alle mal Drück

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    Ewyn schreibt:
    I
    Und mich selber annehmen und liebhaben...naja das wird noch etwas dauern, da ich mich soweit ich denken kann eher abgelehnt habe.
    Aber ich arbeite dran.
    Da bist du viel schneller hingekommen als ich! Und ich finde das ist an der ganzen Sache der wichtigste Punkt. Denn wenn man anfängt zu begreifen dass viele der Dinge für die man sich selbst kritisiert und abgelehnt hat, durch Adhs ausgelöst werden, also nicht bedeuten dass man ein schlechter Mensch ist, kann man endlich anfangen sich selbst anzunehmen und besser zu behandeln!

    Übrigens als Beispiel für blöde Reaktionen im Umfeld:
    Ich habe meinen Eltern das Buch "Zwanghaft zerstreut" gegeben mit der Bitte es zu lesen damit sie ein paar grundsätzliche Infos über mein Adhs haben. Zwei Wochen später habe ich sie besucht und das Buch lag auf dem Esszimmertisch, auf meinem Platz, wo sonst nie was hingelegt wird außer Geschirr. Ein deutlicher Wink an mich dass sie sich von den Inhalten angegriffen fühlen. Als ich gefragt hab ob sie Fragen haben oder darüber reden wollen, kam von beiden ein abweisendes Nein.
    Trotzdem nehme ich es ihnen nicht mehr übel und merke immer mehr dass der einzige Mensch der es wirklich begreifen muss was das alles bedeutet, ich selbst bin. Verändern kann man immer nur sich selbst und das reicht auch völlig aus. Wer einen mag wird mit der Zeit einfach mitziehen. So wie es meine Eltern inzwischen auch tun.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: ADHS soll eine Modekrankheit sein???Ich bin verwirrt

    ads, das einzigste modische Attribut bei mir mit eine ganz besonderen Linie. Nur 5% können, so sagt man, diese Linie tragen. Natürlich auch die Modelinie nicht für jeden Zweck geeignet, aber für vieles mit besonderen Hausforderungen. Im Bereich kreative Lösungen und analyse perfektes outfit. Gut, der schusselige Professor mag eine Randerscheinung sein, aber eine sympathische. Viele Leute wissen nichts von sich, wir zumindest, das wir anders sind. Normal ist langeweilig und schön, das es nicht nur Muggels gibt. Die paar Schwächen kennen wir ebenso wie auch unsere Stärken. Ok ok, Keiner versteht uns - aber das verbindet uns eben mit den Genialen dieser Welt ohne Immer genial zu sein.

    So, dann geh ich mal mein Schlüsselbund suchen und dann die Geldbörse und dann den Schlüsselbund, den ich ja eben weggelegte um in nicht zu verlegen um die Geldböse zu suchen....achherje ..so spät schonwieder ...achja, dann kann ich eben noch ... bevor ich dann wieder schlüsselbund und Portomonaie suche, die ja zusammenliegen müssten, aber es stört mich schon 2 Wochen, das ich das angefangen hier hingelegt habe und noch nicht fertig und ...
    .

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Das wird leider im Moment häufig behauptet: ADHS sei eine Modekrankheit und wird zu oft diagnostiziert.

    Richtig ist:

    ADHS wird im Moment viel diskutiert, in sofern ist das Reden darüber Mode.

    Es gibt eine aktuelle, in den Medien breitgelatschte Studie nach der es zu viele positive Diagnosen gibt. Diese Studie ist - milde gesagt - methodisch zweifelhaft.

    Die ADHS Prävalenz bleibt gleich, aber es gibt mehr Ärzte die ein Auge drauf haben - deswegen scheint es mehr Patienten zu geben. Das ist aber gewissermaßen eine optische Täuschung.

    Lass dich nicht kirre machen!! Such im Zweifel einen Spezialisten.


    /OT das neue Tapatalk bringt mich zum Wahnsinn... /OT

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