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Diskutiere im Thema Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    Hab auch versucht mich über SSRI zu "stabilisieren" was aber eher ein Eigentor war, denn neben den Stimmungsschwankungen die man abmildern will, drückt man - wie von euch auch beschrieben - auch die Sensibilität runter und wird fürs Umfeld weniger greifbar, wirkt evtl. mal gefühlskälter oder unbeteiligter.

    Ich üb gerade meine Wutausbrüche spielerisch auszutricksen. Sobald ich wütend werde, suche ich mir was wo ich erstmal so richtig "rumtoben" kann, also körperlich auspowern (tanzen, laufen usw) oder auch mal Kissen verprügeln oder so. Nebenbei entmachte ich die Wut indem ich sie einfach nicht so ernst nehme.
    Beobachtet euch mal beim Kissenverkloppen oder stellt euch bildlich vor wie ihr zum Hulk mutiert, ich kann dabei dann nicht lange wirklich ernstlich wütend bleiben.

    Meist ziehe ich mich dazu zurück, ggf auch mit Kommentar an Freunde/Familie dass ich grad mal meine 5 Minuten Auszeit brauche, was viel besser ankommt als die Wut an jemandem auszutoben!
    Hab ich die Phase ereicht in der ich anfangen kann mich selbst dafür auszulachen dass ich so "mutiert" bin, kann ich dann viel ruhiger über die Situation nachdenken. Finde ich meine Wut berechtigt, überleg ich mir was um das auch zum Ausdruck zu bringen, passend zur Situation und angemessen statt explosiv und unkontrolliert.
    Auf die Art staue ich keine Wut an, die beim nächsten Mal mit explodieren könnte.

    Seit ich das so mache, hat sich die Häufigkeit meiner Wutausbrüche auf ein sehr erträgliches Minimum reduziert!

  2. #22
    Procrastiqueen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    Also ich hab auch solche Emotions-Ausbrüche, nicht nur Wut, sondern auch Verzweiflung, manchmal beides zusammen,,,

    Ich versuche inzwischen das irgendwie vorher schon zu vermeiden, aufzupassen, dass ich nicht so erschöpft bin, dass ich mich nicht mehr zusammenreißen kann.

    Da muss ich dann halt auch Auszeiten nehmen können. Irgendwie. Pausen.
    Obwohl das auch schon oft missverstanden wird, wenn ich wen anschnauze: LASS MICH MAL IN RUHE!! Dabei brauch ich doch nur 10 Minuten um innerlich runter zu kommen damit ich niemandem was tue. Also nicht physisch, aber ich kann ganz schön fies sein...


    Ich denke, dass die Wutausbrüche (zumindest meine) immer ein Zeichen sind, dass was nicht "richtig" läuft, deshalb weiß ich nicht ob Medikamente da der richtige Ansatz sind.

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    Bei mir haben Wutanfälle unteschiedliche Ursachen:

    - Überforderung: mir wächst einfach alles über den Kopf und ich kann nicht mehr klar denken. Der Wutanfall ist dann so eine Art Blitzableiter für mich.

    - Ich fühle mich angegriffen: Kommentare fasse ich oft als persönlichen Angriff auf. Mit Kritik kann ich nicht umgehen. Da ist es einfach die Angst, erneut verletzt zu werden. Da gehe ich dann direkt zum Angriff über, denn Angriff ist die beste Verteidigung. (Obwohl ich mich in dem Augenblick gar nicht verteidigen muss. Die Kommentare sind in aller Regel nicht beleidigend oder verletzend. Meine Mitmenschen verstehen den Ausbruch daher gar nicht.)

    - Unflexibilität: Wenn ich grade was mache und dann unterbrochen werde, nervt mich das. Wenn man will, dass ich sofort was anderes mache oder sofort handeln soll/muss, dann kriege ich die Krise. Da steigt dann so eine Art Minipanik in mir hoch und ich raste aus. Ich fühle mich dann bedrängt und bedroht.

    - Überlastung: Wenn ich eh schon fix und alle bin, dann steht das Fass kurz vorm Überlaufen. Da braucht es dann nicht mehr viel und ich raste aus. Auch hier ist das ein Blitzableiter.

    Medikamente (Elontril) hilft mir sehr, das im Vorfeld zu erkennen. Bzw. in dem Augenblick zu spüren, was gerade los ist, was ich fühle. Denn ich wurde von diesen Gefühlen einfach überrollt und war so gefangen im Augenblick und damit gefangen in diesen Gefühlen.
    Das Elontril ändert nichts an den Gefühlen selber, aber ich habe jetzt diese kurze Pause zwischen Gefühl, Handlungsimpuls und Handlung. Und dazwischen kann ich entscheiden, ob ich tatsächlich dem ersten Impuls folgen möchte. Ich kann das Gefühl spüren und kann konstruktiv damit umgehen.
    Und die Medikamente helfen mir, meinem Leben einen gewissen Rhythmus zu geben. Dadurch fühle ich mich weniger oft überfordert.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    Armani schreibt:
    bitte lacht jetzt nicht,
    ich hab vor ein paar Tagen auf meinen Spülkasten im Klo eingedroschen.
    Irgendwie lief nach dem Spülen das Wasser weiter,und dann hab ich nochmal gedrückt,und es lief munter weiter.
    Da kam so ein Zorn in mir hoch,dass ich mit der Faust auf den Drücker gehauen hab,und zwar gleich so,dass der Drücker nicht mehr hoch kam.
    Ich kenn viele solcher Situationen wo ich so richtig wütend werden kann,aber mittlerweile schluck ich es irgendwie runter.
    Es bringt ja nix..........ich hab schon so einiges kaputt gemacht,aber Gott sei Dank damit mir nur selber geschadet.

    Danke,für das Thema........ich dachte wirklich........ich bin nicht normal mit dem Verhalten.
    Bei mir wars am schlimmsten bevor ich Medi's bekam,mit dem Ritalin hat sich das gelegt,aber als der Rebound kam,war das übel.
    Mit Concerta hat es auch ganz gut hingehauen,aber jetzt merk ich,dass meine Dosisstärke zu niedrig is................
    scheusslich is das,wenn man sooo gerne was kaputt machen möcht.

    Lg Armani

    Mir geht es fast genauso = /
    Anfangs war mit Medikinet besser, abgesehen vom Rebound, aber irgendwie lässt es nach.

    Ich habe schon einiges kaputt gemacht.. Monitore, Scheiben, Handys, Teller, etc. Ich habe sogar schon auf andere Menschen eingeprügelt, meist weil ich nicht angefasst werden will, wenn ich gerade so außerordentlich wütend bin.

    Ich weiß oft nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn ich in einer Situation bin, die ich nicht einfach verlassen kann, um mal Treppen hoch und runter zulaufen.

    Einfach schlucken ist auf Dauer keine gute Strategie, aber.... was soll man machen

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    @ Armani und Lili88: Habt ihr "nur" bei der Wut, das Problem mit der zu geringen Dosis? Oder macht sich das auch in verminderter Konzentration etc. bemerkbar?

    Die Wut kann ja unterschiedliche Ursachen haben.
    Einige habe ich weiter oben aufgezählt, die bei mir eine große Rolle spielen.
    Das Problem ist, dass Medikamente nicht bei jeder Art Wut bzw. Emotionen helfen.

    Z.B. bei mir die Überforderung. Da hilft das Elontril bei mir nicht. Es hilft mir nur dabei, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. D.h. mich nicht zu überfordern. Auf mich aufzupassen. Meine Grenzen finden und respektieren. Aber wie genau ich das mache, kann mir kein Medikament sagen. Das Medikament versetzt mich nur grundsätzlich in die Lage, dass ich es tun könnte.

    Das ist so wie ein Zug ohne Schienen, den man mit Treibstoff gefüllt hat. Der Treibstoff ist das Medikament. Der Zug könnte jetzt also theoretisch fahren. Aber ohne Schienen geht das trotzdem nicht.
    In einer VT ohne besser in einem Coaching lernt man, Schienen zu legen.
    Es würde also nicht helfen, noch mehr Treibstoff in den Zug zu pumpen.
    Das Problem liegt woanders.

    Mir hilft es, wenn ich mir im nachhinein überlege, wie es dazu gekommen ist. Was ist schiefgelaufen? Wann bin ich in die Luft gegangen. Wie habe ich mich kurz vorher gefühlt? Wie habe ich mich Minuten, Stunden corher gefühlt? Wie war ich drauf?
    Bei mir hat sich da so eine Art Muster herauskristallisiert. Ich konnte einige Gründe/Ursachen für die unkontrollierbare Wut herausfinden.
    Das ist quasi so wie wenn ich den Untergrund bestimme, auf den ich meine Schienen lege.

    Bei einer unbehandelten ADHS wird quasi der Untergrund, der Boden für die Schienen beschädigt. Und das über Jahre. D.h. der Zug holpert und die Schienen brechen leicht.
    Bei mir ist es z.B. dass ich mich schnell angegriffen fühle. Das hat sich über die Jahre entwickelt. Wenn man oft kritisiert wird, weil man nicht aufpasst, rumzappelt, etc. obwohl man sich anstrengt, dann hinterlässt das Spuren. Das Selbstwertgefühl kann sich nicht entwickeln.
    Die Wut ist dann eine Art Schutzfunktion. Aber sie löst das eigentliche Problem nicht. Das Problem ist in diesem Fall mein mangelndes Selbstwertgefühl. Und daran muss ich arbeiten. Ich muss sozusagen den Untergrund glätten, damit ich Schienen legen kann.
    Mit dem Treibstoff meines Zuges hat das wenig zu tun.

    Wenn ansonsten alles passt mit der Dosis, dann würde ich erstmal schauen, dass ich die Wut psychotherapeutisch bearbeite.

  6. #26
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    Fliegenpilz schreibt:
    Wie habe ich mich Minuten, Stunden corher gefühlt?
    Das ist haargenau eine der Lücken, die ich im Nachhinein nicht füllend beschreiben kann ...

    Fliegenpilz schreibt:
    wenn ich mir im nachhinein überlege, wie es dazu gekommen ist.
    Das kann ich mittlerweile genau sagen - zumindest kann ich genau die letzte falsche Ausfahrt benennen ...

    und das beschreibt wieder dieses ewige Fahren am Limit ... alleine wenn ich schon weiß "Nur EINE falsche Ausfahrt, und es kracht!" lässt das vielleicht den Druck dahinter vermuten ...

    was mittlerweile besser ist: ich kann jetzt für eine längere Zeit eine Strecke fahren und dabei an den jeweils letzten falschen Ausfahrten vorbeischlingern, manchmal sogar mit zunehmend mehr Fahrsicherheit ...

    aber ich hätte gerne mal eine Strecke, an der ein paar falsche Ausfahrten nicht so sehr in die Irre führen und es schneller wieder zurück auf die Bahn geht ...

    oder bin ich bloß zu blöd zum Kartenlesen, und wäre es eigentlich gar nicht schlimm, die falsche Ausfahrt zu nehmen, wenn man mit mehr Gelassenheit und dem ruhigen gezielten Blick auf die Karte einfach die nächste richtige Auffahrt nimmt und weiterdüst?

    ....

    ahhhh - ich nehm einfach das Fahhrad ... *motz

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 96
    Ich weiß nicht ob ihr dass vielleicht kennt. Aber bei mir ist es mal so dass ich komplett ausraste, dann gehen auch schonmal Sachen kaputt. Was mir aber manchmal mehr Sorgen macht, wenn ich dann wieder klar bin ( um es mal so auszudrücken) ist die Tatsache, dass ich mich in verschiedenen Situationen in böse Gedanken reinsteigere. Ich will jetzt hier nicht ins Detail gehen, denn dann würde ich wohl direkt eingewiesen werden. Aber mir gehen dann Bilder vorm geistigen Auge ab, die an Detailreiche nicht zu übertreffen sind. Und dass sind sicher keine Kuschelgedanken, ganz im Gegenteil. Mir kommt es, wenn ich wieder normal denke, so vor, als würde jemand anderes das Denken in den Momenten für mich übernehmen, denn eigentlich bin ich alles andere als aggressiv oder gewaltätig. Auch das zerstören von Gegenständen- meistens bin ich danach wie so eine Art verwirrt über mich selbst. Es sind Momente wo ich eingeengt werde, mit dem Rücken zur Wand stehe oder ich Situationen nicht kontrollieren kann bzw. ich das Gefühl habe sie nicht kontrollieren zu können. Es sind manchmal aber auch nur irgendwie Schlüsselreize, die bewirken dass ich dann nicht denke wie sonst. Ein Beispiel. Ich saß mal in Haft. Mein Zellenkollege,es war früher abend- lag in seinem Bett und schnarchte ganz leise. Ich lag oben und mit einmal liefen mir wieder Bilder ab. Ich stellte mir vor ihm mit einer Rasierklinge die Kopfhaut abzuziehen, ihn vorher allerdings in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Allein diese Kette an Bildern, auf welche Art, was kann schiefgehen, die Art sich dabei zu bewegen, was kann kaputtgehen usw usf. Im nachhinein macht es mir Angst, wenn ich mich aber in einer solchen Situation befinde wirkt es eher entspannend. Ich bin dann auch aus dem Bett rausgegangen und nach unten zu ihm gegangen und hab ihn angesehen und weiter überlegt. Er wachte dann auf und irgendwie wurde dann die Kette der Bilder unterbrochen.

    Keine Ahnung wie ich es erklären soll, nd bitte auch nicht falsch verstehen. Ich kanns ja selbst nicht richtig einordnen. Gehts noch jemandem so?

  8. #28
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    hm, nee, so krass ist es bei mir nicht ...

    ich habe wohl recht früh (vielleicht so mit 12-14) eher philosophische/verhaltensforscherische Gedanken gehabt ... dass ich es höchst beieindruckend und merkwürdig fand, dass die meisten Menschen relativ friedlich miteinander auskommen, .... dass eigentlich jeder jederzeit zu allem in der Lage wäre, was-auch-immer-er/sie-wolle zu tun, ... aber ich mochte mir das nie detailliert ausmalen

    ... kann auch detaillierte Beschreibung von Greueltaten in Dokumentationen überhaupt nicht ertragen, muss fast ko*** und schnell umschalten (letzte Erlebnisse waren Reportagen zum Bosnienkrieg Anfang der 90er (speziell ein Interview eines russischen Freiwilligen ... ) und über die Roten Khmer
    ) ...

    Hast du mal ernsthaft erwogen oder bereits umgesetzt, diese Gedanken fachlich betreut zu betrachten und zu bewerten?
    Im Gegensatz zu deinen Schilderungen sind meine Erlebnisse Kindergeburtstage, aber sogar die musste ich für mich mit in die Thera bringen ...

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 96
    Naja, es ist ja nicht so dass ich in meinem Leben noch keinen Psychiater kennengelernt habe-mehr als genug. Da habe ich aber direkt mein nächstes Problem. Ich gehe mit einem ernst gemeinten Ansatz hin, aber wenn ich dann da sitze ist es für mich so als wenn dass dann auch wieder ein Moment ist in dem ich nicht selbst rede. Mein inneres ruft eigentlich danach zu sagen was ist, aber gesagt wird was anderes. Ich geh dann da raus und es geht nicht lang dann weiß ich wieder dass ich nicht gesagt habe was ist. Keine Ahnung, scheint komplizierter zu sein. Wenn dann zum Beispiel Fragen zu bestimmten Sachen komme, wie sich eine bestimmte Situation verhalten hat, ist es so dass bei mir direkt wieder ein Kopfkino beginnt in dem sich die Situation abspielt, aber nicht so wie sie war, sondern ganz anders. Aber eben auch wieder sehr Detailreich und oft verbunden mit verschiedenen Personen, wer was gesagt und in dem Moment gemacht hat. Und dann fang ich an diese Situation zu schildern. Komischerweise ist dann immer alles passend und plausibel wenn ich dann erzähle. Ich muss dann immer aufpassen dass ich nicht selbst an das glaube was ich erzähle. Wenig später ist mir dann auch klar dass etwas wieder nicht sauber gelaufen ist, aber ich kanns halt nicht kontrollieren, es passiert dann einfach. Und ich bin jemand der nicht lügen kann, wenn was ist und ich hab irgendwie Mist gemacht dann sag ichs auch. Aber es gibt Situationen in denen dann komplexe Geschichten von mir wiedergegeben werden die überhaupt nicht stimmen. Ich fahr in solchen Situationen im Kopf eine Schiene die ich selbst nicht wieder verlassen kann. Im nachhinein weiß ich aber das es nicht richtig war und versuche auch zu retten was zu retten ist. Ach ich hab keine Ahnung. Und der Moment in dem ich Dinge erzähle ( komischerweise sind sie wirklich alle plausibel, nachvollziehbar und man glaubt mir) ist der selbe Moment (gefühlsmäßig) wie der wenn ich solch Aggrobilder sehe. Alles in allem ist es recht anstrengend und kostet total viel Kraft. Nach solchen Gesprächen bin ich meist völlig ausgepowert.

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Kennt ihr diese Wut/den inneren Impulsvulkan? Wie geht ihr damit um?

    Das mit den Wutanfällen kenne ich auch, kommt manchmal von der einen auf die andere Sekunde wegen Nichtigkeiten oder es baut sich über mehrere Stunden hin auf.

    Von PMR nach Jacobson über die anderen Entspannungstechniken, Igelball etc. hab ich so ziemlich alles durchprobiert, allerdings mit einem Effekt von quasi nicht vorhanden. Medikamententechnisch hat mir gegen die krassen Unruhe- und Wutzustände früher Risperdal geholfen, davon war ich allerdings fast schon sehr weggetreten und geistig quasi auf null gefahren (ganz abgesehen von den anderen Nebenwirkungen). Das kann ich jetzt im Studium natürlich nicht mehr nehmen, weil es eben psychisch und physisch total runterfährt.

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