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Diskutiere im Thema Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Hallo liebe Leute!

    Kennt Ihr das auch?
    Mir fällt es schon immer schwer Kontakte zu pflegen.

    In meinem Leben ist in den letzten 3 Jahren viel für mich Schlimmes passiert.
    Seitdem schaffe ich es kaum noch, mich irgendwo zu melden.
    Ich kann mir 1000fach vornehmen, XY abends mal anzurufen.
    Es geht nicht!!!

    Jetzt habe ich momentan wohl eine depressive Phase. Damit könnte man mein Verhalten vielleicht gut erklären.

    ABER: Rückblickend muss ich feststellen, daß so viele Freundschaften, Bekanntschaften auseinander gingen oder neue Freundschaften gar nicht entstehen konnten.
    Klar, das sieht nach wenig Interesse aus, wenn von mir nichts kommt.

    Immer wieder denke ich, dieses Muster durchbrechen zu können.
    Manchmal treff ich eine alte Schulfreundin, der ich schon 100mal gesagt habe, ich würd mich mal melden und wir könnten uns ja mal verabreden.
    SIE weiß mittlerweile, daß da nix kommt.
    Ich selber fall immer wieder auf mich rein.

    Sagt mal, ist das ADHS typisch oder bin ich aus anderen Gründen so verkorkst.

    Falls das mit meiner ADHS zu tun hat, erklärt mir mal jemand wie das zusammen hängt... Ich versteh mich nicht...

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Ich danke Dir für diese Frage...

    Ich bin absolut genauso. Und da ist es völlig wurscht, ob ich in einer Depri-Phase stecke oder nicht. Man könnte sagen: aus den Augen, aus dem Sinn. Wie oft nehme ich mir vor Person xy anzurufen. Ich denke den halben Tag dran und wenn ich die Zeit dazu hätte, ist es weg. Abends im Bett fällt es mir dann wieder ein. Es ist zum "aus der Haut fahren".

    Menschen die mich gut kennen, nehmen das meistens recht gelassen hin. Aber bei vielen anderen geht der Kontakt so leider verloren, obwohl ich noch ganz viel an die Leute denke.
    Hat einer Tipps, wie man das besser hinbekommt? Zettel hinlegen funktioniert definitiv nicht...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Hallo Ihr lieben,

    wenn ich das so lese,denk ich,Gott sei Dank,mir gehts nicht alleine so.
    Ich entschuldige das immer so,dass mir die Zeit zwischen den Fingern zerinnt,so nach dem Motto........
    ma weisst eh,ich hab soviel zu tun,und der Tag is so kurz,auch wenn ich gar nix auf die Reihe gekriegt hab.
    Schade,hab dadurch auch schon einige echt nette Kontakte verloren

    Lg Armani

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Kenne das auch. Ist eben so, weil immer was anderes in meinem Fokus steht. So kann ich auch mit Erinnerungszetteln wenig anfangen, die gar nicht mehr in mir drin ankommen obwohl ich sie sehe.

    Was ich aber mache ist einen Impuls zu nutzen. Gedanke an den Bekannten kommt aus dem Nichts, dann schick ich per SMS oder Mail einfach einen kurzen Gruß. Bin dann auch gleich wieder woanders drin. Das ist, wie eine kleine Aufmerksamkeit, die man demjenigen zukommen lässt, die bedeutet, dass ich an ihn denke obwohl ich mich eben gerade ganz woanders befinde und für ein längeres Gespräch, ein Treffen usw. nicht zugänglich bin.

    "Richtig" Bekanntschaften oder Freundschaften pflegen… ???

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Ohja, das kenn ich auch Hab aber auch noch kein Rezept gefunden wie das besser geht....

    Ich hab eine Freundin, bei der melde ich mich manchmal zwei Jahre nicht (sie sich auch nicht), und wenn wir wieder zusammen kommen, kommen keine Vorwürfe, nix. Wir geniessen einfach die Zeit zusammen, bis zum nächsten Mal.... herrlich.... warum können nicht alle Menschen so unkompliziert sein?

    @showdown: grundsätzlich habe ich Dein Rezept "Impuls nutzen" verstanden. Finde die Idee auch gut. Aber was schreibst Du dann? Ich hab immer totale Probleme etwas belangloses zu schreiben. So "Hallo wie gehts? Mir gut. Schönes Wetter heute". Ich glaub da hätte ich dann ein Umsetzungsproblem

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    showdown schreibt:
    Was ich aber mache ist einen Impuls zu nutzen. Gedanke an den Bekannten kommt aus dem Nichts, dann schick ich per SMS oder Mail einfach einen kurzen Gruß. Bin dann auch gleich wieder woanders drin. Das ist, wie eine kleine Aufmerksamkeit, die man demjenigen zukommen lässt, die bedeutet, dass ich an ihn denke obwohl ich mich eben gerade ganz woanders befinde und für ein längeres Gespräch, ein Treffen usw. nicht zugänglich bin.
    @showdown: grundsätzlich habe ich Dein Rezept "Impuls nutzen" verstanden. Finde die Idee auch gut. Aber was schreibst Du dann? Ich hab immer totale Probleme etwas belangloses zu schreiben. So "Hallo wie gehts? Mir gut. Schönes Wetter heute". Ich glaub da hätte ich dann ein Umsetzungsproblem
    Genau so ist es bei mir Òó

    Aber ich habe einen gewissen Grad meines Wahnsinns akzeptiert und gute Freunde von mir auch, sonst wären sie schon längst weggelaufen.
    Das gibt mir die "Narrenfreiheit" irgendwelche unsinnigen sms zwischendurch zu schicken, auch wenn ich schon ewig nicht mehr schrieb. Denn das Problem "Was soll ich nur schreiben?"- war lange ein Grund, warum ich mich überhaupt nicht meldete.

    Jetzt denke ich, besser etwas unpassendes irres, als überhaupt nichts. Ich habe bisher auch kein negatives Feedback bekommen. Meistens finden meine Freunde meine "komischen" Nachrichten im Alltag sehr erfrischend. Ins Fettnäpfchen kann man immer treten.

    Aber den Gedanken ertragen, dass die Freunde denken, ich interessiere mich gar nicht für sie, ich denke nicht an sie, weil ich mich nie melde? Nein. Denn ich denke an sie, ich weiß nur nicht wie ich es ausdrücken soll, oder vergesse es.Ich habe den Kontakt zu so vielen netten Leuten verloren, dass darf einfach nicht in dem Ausmaß wieder passieren.Es wäre viel zu schade.

    Deswegen würde ich gerne alle Menschen mit diesem Problem dazu motivieren, über ihren Schatten zu springen, und spontan ihren Freunden irgendeinen Unsinn simsen = )
    Vielleicht nicht gerade einer neuen Bekanntschaft ^^ aber ich denke, ihr wisst was ich meine.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Ich habe für mich festgestellt, dass es mir vorallem da schwer fällt, mich zu melden, wo mich ein negatives Bauchgefühl, negative Erwartung, der Gedanke an unangenehme Fragen oder Themen begleitet. Oder ich habe einfach gespeichert, dass die Gespräche mit der Person in irgendeiner Form anstrengend sind.
    Bei meiner Mutter ist es zudem einfach so, dass sie sich so oft meldet, dass einfach garkein Bedürfniss entsteht, sie mal anzurufen. In Phasen, in denen sich mich mal komplett in Ruhe lässt, ruf ich dann nämlich auch gerne mal an.
    Menschen, mit denen die Telefonate einfach nur entspannt, interessant, angenehm finde, rufe ich in der Regel auch an, wenn ich es mir vorgenommen habe.
    Allerdings sind mit diesen Menschen häufige Kontakte auch garnicht nötig, weil es total ok ist, wenn man länger mal nichts hört. Das macht es wohl auch so entspannt und einfacher.

    Halt stop, ich hab was vergessen: Wenn ich ein schlechtes Gewissen wegen irgendwas habe, schaffe ich es fast garnicht, anzurufen.
    Das schlechte Gewissen habe ich aber nurnoch, wenn ich wirklich was verbockt habe.
    Einfach nur, weil ich mich länger nicht gemeldet habe, hab ich das nicht mehr. Denn die Menschen, die mich so wie ich bin, mögen, finden das total ok oder melden sich selber.
    Und bei den anderen werde ich wohl meine Gründe haben, weshalb es mich einfach nicht ans Telefon zieht...
    Geändert von Mucki83 ( 7.04.2012 um 14:00 Uhr)

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Schreibe das, was ist: "Habe gerade an dich gedacht. Liebe Grüße von mir."

    So in etwa. Nö, stelle keine Frage. Brauche ja auch keine Antwort auf meine kurze SMS. Ich meine, ich bin ja dann sowieso mit was anderem beschäftigt und nicht offen für einen längeren Austausch. Doch vergessen habe ich den Menschen deshalb nicht. Wenn ich für mehr offen bin, kommt was längeres von mir.

    Ich weiß, dass das nicht das Gelbe vom Ei ist. Doch wieso sollte ich deshalb nicht sagen, wenn ich an jemanden gedacht habe. Für viele Bekannte reicht es auch nicht um dauerhaft was aufzubauen. Andere kennen mich und freuen sich einfach. Und so ist es auch gemeint.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 127

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Ja ich habe das Problem auch und dazu noch immer ein schlechtes Gewissen

    der Verstand sagt mir zwar, wenn ich zu jemandem lange keinen Kontakt hatte - hat der sich ja auch nicht bei mir gemeldet ...
    aber das hilft nicht wirklich

    ich denke ich muss mich mehr kümmern, ich sei verantwortlich ...

    und das geht oft so weit, das ich wirklich lange Zeiträume mit einem sehr schlechten Gefühl und Schuldbewusstsein lebe

    aber !!! Das muss ich nicht - ich darf selbst bestimmen wann und zu wem ich wie Kontakt haben will - und wann nicht
    ausserdem sind die anderen genauso "Schuld" an zu wenig Kontaktpflege, denn die haben sich ja genauso wenig gekümmert, wie ich


    @ showdon ... was sind " ... Stinos " ???

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Warum ist es so schwierig, sich bei Freunden, Bekannten, Familie zu melden?

    Ich denke schon, dass ich einfach mit Erwartungshaltungen nicht klar komme. Ob die ausgesprochen werden oder nicht. Das heißt aber nicht, dass ich unverbindlich bin. Und wenn wirklich Not am Mann ist, lasse ich alles liegen und stehen und bin da. Nur Kontinuität kann ich nicht bieten. Erwarte ich auch von anderen nicht.

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